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E_1934_Zeitung_Nr.042

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - No 42 Das Flugzeun als Versuchsobjekt. Ein Amerikaner hat nach 18jährigen Versuchsarbeiten in Los Angeles einen Eindecker vorgeführt, bei dem der Anstellwinkel der Flügel im Flug verändert werden kann. Der Apparat soll vollkommen cnarrensicher» sein, was aber wohl mit der speziellen Bauart, die trotz ihrer Kompliziertheit keine prinzipiellen Vorteile bietet, nichts zu tun hat. Verkehr Die Verkehrsteilung in Frankreich. Unlängst hat Minister Fländin dem Kabinettsrat ein Reorganisationsprojekt der -französischen Eisenbahnen vorgelegt. Von Interesse ist speziell die darin vorgesehene Betriebsumstellung nach dem Grundsatz, verwal- -tungstechnisch die Transporte per Bahn von denjenigen per Auto zu trennen. Darnach würde den Eisenbahngesellschaften nicht mehr das Recht zustehen, selber Automobiltransporte zu organisieren, sondern diese hätten die Transporte auf den langen Strekken zu übernehmen, und zwar mit verminderten Zwischenhalten, während die Bedienung der kleinen Zwischenstationen und umliegenden Gegenden in die Sphäre des Automöbildienstes fallen würde. Auf dem Gebiete der Nebenlinien ist vorgesehen, den Eisenbahnverkehr soweit als möglich einzuschränken oder durch Schienenautobüsse zu ersetzen. Durch diese Reorganisation wurde das Bahnnetz von den unrentablen Nebenlinien befreit, wodurch ein Personalabbau von etwa 60,000 Angestellten und Arbeitern vorgenommen werden könnte. In der Bedie^ nung der kleinen Strecken und der regionalen Gebiete würde das Automobil eine Entschädigung für den Verlust der langen Transporte finden, auf denen es zur Zeit der Eisenbahn scharfe Konkurrenz macht. -Für allfällige Differenzen zwischen den beiden Organisationen ist ein unter dem Vorsitz des Ministers der öffentlichen Arbeiten ster hendes Einigungsamt vorgesehen, in dem dem Regierungsvertreter der Endentscheid zufällt. Aus dieser Reorganisation hofft man eine Ersparnis von 2 Milliarden Franken zu erzielen. a Autobusse statt Strassenbahnen in Manchester. Vom städtischen Strassenbahnneiz sind nun 34 km stillgelegt und durch.Auto-' busbetriebe ersetzt worden. Letztes Jä&HlF Von der Dref-Tatfe-Fahrt im Harz. An dieser jjross aufgezogenen Zuverlässigkeitsfahrt wurde allerlei Terrain-Akrobatik verlangt, die an Fahrer und Wagen beträchtliche Anforderungen stellte. eine Linie von 21,5 km aufgegeben worden, nachdem sich ein Teil derselben als erneuerungsbedürftig gezeigt hatte. Mit der Stilllegung dieser Linie hat die Stadt ein gutes Geschäft gemacht. Nachdem vorher in einem Vefgleichszeitraum von 31 Wochen bei einem Verkehr von 2,028,604 Fahrgästen der Wagenkilometer 69,2 Rp. gekostet aber nur 66,3 Rp. eigebracht hatte, ergab sich im laufenden Geschäftsjahr in der gleichen Zeit ein Verkehr von 2,929,709 Fahrgästen..mit einer Kilometereinnahme von 74,9 Ro. und einer Öetriebsausgabe von 59,5 Rt>. Die Omnibusse verkehren mit einer mittleren kommerziellen Geschwindigkeit von 18 km in der Stunde gegenüber 15 km bei der Strassenbahn, was. bei der früher 65 Minuten dauernden Fahrt eine Zeitersparnis von 10 Minuten ermöglichte. Z. Neue Autobuslinien Jm Elsass. Von der französischen Automobilfabrik Citroen wurde Ende März ein regelmässiger Autobusdienst eingerichtet, der einerseits Mülhausen mit Basel und umgekehrt, sowie Basel mit Beifort und umgekehrt verbindet. Auf der Mülhauserier Einre •verkehren Mri-emer "Richtung 4 Wagen, bei einer Gesamtfahrzeit von 55 Minuten. Die Linie führt über St-Louis, Laragenhäuser, La Chaussee, Bartenheimt Sierenz, Schlierbach, Habsheim, Mülhausen. Der Kurs Basel-Belfort, der täglich in jeder Richtung dreimal verkehrt, führt über die Ortschaften Bourgfelden, Tagsdorf, Altkirch, Dännemarie nach Beifort und benötigt eine Fahrzeit von 110 Minuten. a Automobilverkehr Thun-Stocken-Giirbetal. Dieses Unternehmen vereinnahmte im vergangenen Geschäftsjahr aus den Personentränsporten 42,050 Fr. aus Ueberlan-dfahrten 22,085 Fr., aus Postbeförderung 19,200 Fr., und aus dem Güterverkehr 1312 Franken; Totaleinnahmen 85,297 Fr., denen Ausgaben in der Höhe von 57,012 Fr. gegenüberstehen. Obschon die Frequenzziffer gegenüber dem Vorjahre eine weitere Zunahme zu verzeichnen hat, sind die Einnahmen wegen dem im letzten S' ^^ mer vorgenommenen Taxabbau leicht zurückgegi—,. gen. Erfreulich entwickelte sich namentlich während der Badesaison der Autobusverkehr Thun- Strandbad, indem während zwei Monaten durch diesen Kurs nicht weniger als 15,700 Personen befördert wurden. Dagegen vermochte ein im Herbst eingeführter Vorortsverkehr keine Rendite abzuwerfen, so dass das Untenehmen in diesem Sommer nur während der Badesaison den Autoverkehr Thun-Dürrenast (Strandbad) aufrecht zu erhalten gedenkt. ' ** : • '."'v ; >V' di Verlag Hallwag« Abt. für Autotouristik «Bern

II. Blatt BERN, 22. Mai 1934 II. Blatt BERN, 22. Mai 1934 Ted. • Rundschau Störung der Benzinzufuhr durch Gasblasen. Viel häufiger als man immer noch glaubt sind an Störungen der Benzinzufuhr Gasblasen schuld, die sich in einer Benzmleitung bilden. Die Gasblasen sind imstande, vermöge ihrer Oberflächenspannung den Durehfluss durch die Leitung völlig zu unterbinden, besonders dann, wenn sie sich vor einer Verengung des Leitungsquerschnittes ansammeln. Sie verstopfen dann die Leitung genau gleich wie ein fester Fremdkörper, sind aber als Störungsurheber noch viel unangenehmer, weil man ihre Anwesenheit in den meisten Fällen nicht feststellen kann und deshalb in der Störungsdiagnose nur zu leicht irregeführt wird. Ihre Entstehung hängt meist mit einer Erwärmung der Benzinleitung zusammen. Besonders häufig tritt deshalb die Störung im Sommer auf. Ueberlässt man den Wagen sich selbst, damit der Motor und die Leitungen sich abkühlen können, so wird in der Regel die Störung verschwinden. Gerade diese Erscheinung verführt vielfach auch zu Fehldiagnosen. Manche Fahrer und auch Mechaniker erblicken im plötzlichen Stillstehen des Motors ein Aussetzen der Zündung und warten dann ab, bis die «Zündspule» sich etwas abgekühlt hat. Zweifellos wurden früher zahlreiche Störungen der Brennstoffzufuhr auch zu unrecht dem Vakuumförderer zugeschrieben, während es sich in Wirklichkeit um Störungen infolge Gasblasenbildung handelte. Seit der Einführung der mechanischen Brennstoff-Förderpumpen haben die Störungen eher noch zugenommen, hauptsächlich wohl deshalb, weil die Pumpe, die meist direkt am Kurbelgehäuse angebaut ist, gegen Wärmeaufnahme nicht gut isoliert Werden kann und weil sich auch die Verlegung der Leitungen in der Nähe von wärmeausstrahlenden Teilen nur schwer vermeiden lässt. Immerhin beherrscht man heute, nachdem die Ursache der Störung einmal erkannt wurde, die Verhältnisse schon besser. Als ein in jedem Fall sicher wirkendes Abwehrmittel gegen die Störung wurde jedoch von Tecalemit der oben skizzierte, nachträglich einbaubare Apparat geschaffen. Schnitt durch den vor d««n Vergaser einzubauenden Apparat zur Unsphadltehmachüng von Gasblasen in der 'Benzinleitung. Links: Stellung des Schwimmers bei normalem Benzinnachfluss. Rechts: Schwhmrierstellune bei fehlendem Benzinnachfluss. Seine Wirkungsweise besteht darin, dass eventuell entstehende Brennstoffdärhpfe sich in einem Behälter sammeln und von Zeit zu Zeit in das Saugrohr überströmen. Der Apparat wird direkt vor dem Vergaser eingebaut. Bei 3 wird er mit der Brennstoffleitung, bei 4 mit dem Vergaser und bei 5 mit dem Saugrohr verbunden. Normalerweise ist der Behälter mit Brennstoff etwa halb gefüllt. Senkt sich das Brennstoffniveau, weil Gasblasen in den Behälter eingetreten sind, so gibt schliesslieh der herabsinkende Schwimmer 2, bezw. der Ventilkegel 1 die Verbindung zum Saugrohr frei, die den Gasen Abzug verschafft, bevor sie sich störend auswirken können. Gleichzeitig wird wieder Brennstoff in den Behälter nachgesaugt, bis der Schwimmer mit dem Ventilkegel die Verbindung zum Saugrohr abschliesst. Eine weitere willkommene Wirkung des Apparates ist diejenige als Pumpe. Ist nach wochenlangem Stehen des Wagens der Brennstoff im Schwimmergehäuse des Vergasers verdunstet oder ausgelaufen,'-so germiepen bei Anwendung des Apparates wenige AUR Neueste Verbesserung an Diesel - Motoren: Vollständige Verbrennung Keine Rauchbelästigung mehr Verlangen Sie Referenzen und Atteste; sowie die BposohOrei «Der neue Saurer-Fahrzeug-Dlesel-Motor». Motorumdrehungen, um genügend Brennstoff zum Anlaufen des Motors anzusaugen, während die viel weniger rasch arbeitende mechanische Pumpe vielleicht ein künstliches Auffüllen des Schwimmergehäuses, sicher jedoch ein langes Betätigen des Anlassers oder 4er Andrehkurbel notwendig machen würde. Flammen gegen Rutschgefahr. Nach einem kürzlich in Deutschland zum Patent angemeldeten Verfahren erfolgt die Beseitigung der schlüpfrigen Schmutzschicht von Asphaltstrassen dadurch, dass die öligen und fettigen Bestandteile verkokst werden. Zu diesem Zweck wird auf die Strassendecke ein Flammenstrahl von hoher Temperatur gerichtet. Zunächst tritt rasch eine Trocknung von örtlicher Begrenzung ein. Fast gleichzeitig mit der Beseitigung des Wassers werden die öligen und fettigen Bestandteile, soweit sie nicht in Gasform übergehen und verbrennen, verkokst. Die Koksbildung, wird dadurch gefördert, dass der Flammenstrahl wenig atmosphärischen Sauerstoff an die erhitzten Stellen treten lässt. Zurück bleibt auf der Strassendecke nur noch ein Ueberzug von Koks und Asche, die nicht nur nicht schmieren, sondern sogar eine besonders gute Adhäsion für die Reifen der Fahrzeuge ergeben. Wenn dabei eine mehr oder minder grosse Verbrennung auch des Kohlenstoffgehaltes der Oele und der sonstigen brennbaren Bestandteile des Strassenschmutzes erfolgt, so schadet das nichts. Es ist in jedem Falle von Vorteil, dass dabei mit Sicherheit nur vergasende oder aschenartige Bestandteile entstehen. -y- durchsetzen wird, dürfte die Kostenfrage sein. Pvakt^che Winke Normalausrüstung mit Reservezündspule. Das letzte Modell eines bekannten .englischen Luxuswagens wird nun serienmässig mit einer fest eingebauten Reservezündspule versehen. Man hat also auch seitens der Konstrukteure eingesehen, dass die Zündspulen noch nicht die erwünschte hundertprozentige Zuverlässigkeit besitzen. -at- Wenn der Pedalabstand zu kurz ist und sich weder die Pedale verstellen noch der Sitz mehr nach hinten verschieben lässt, kann man sich trotzdem oft einen bequemeren Sitz schaffen, indem man das Sitzpolster an der Vorderkante durch eine Unterlage etwas hebt. Provisorisch kann man auch nur, das Sitzpolster durch ein aufgelegtes, nicht zu weiches Kissen um 5+-10 cm erhöhen. Bei zu langem Pedalabstand hilft umgekehrt ein hinter den Rücken geschobenes Kissen. at. Autofahren und Schuhsohlenabnützung. Unglaublich, aber wahr ! Mancher Autofahrer nützt die Sohlen seiner Schuhe rascher ab als ein Fussgänger, selbst wenn er keinen Kilometer zu Fuss geht. Wenn aber nur immer gerade der rechte Schuh zuerst ein Loch hat, während sein linker Bruder wie neu aussieht, so kann man vielleicht neugierig werden, den möglichen Ursachen nachforschen Das Verfahren ist im Gegensatz zu den und schliesslieh finden, dass ein rauhes, bekannten Warmbehandlungen von Strassendecfcen zwecks Aufrauhung oder Verbindung der Drehpunkt des Pedals noch so, dass eisernes Gaspedal daran schuld ist. Liegst •mit einem neuen Ueberzug auch dort anwendbar, wo das Material derselben durch ständig auf der Pedalplatte gleitet, dann man beim Gasgeben oder -wegnehmen be- Hitze nicht-erreicht wird. wird das beste Leder in erstaunlich kurzer Zweckmässigerweise soll eine sehr heisse Zeit durchgescheuert. Flamme angewandt werden, die schnell weitergeführt wird, so dass in kurzer Zeit eine platte mit einem ledernen «Pedalschuh » be- Abhilfe : Man lässt vom Sattler die Pedal- sehr grosse Fläche behandelt werden kann. kleiden oder sorgt für eine grössere Auflageflache, oder schraubt einen Gummiabsatz auf Zur Erzeugung des Flammenstrahles kann »cman eine beliebige der bekannten Einrich- die Platte, oder gar eine Rolle, wie das .tungen verwenden. Wesentlich dafür, ob sich einige Konstrukteure von Haus auch machen. •das neue Verfahren in s:rösserem Umfange -s. Lastwagen 2-6 T. — Omnibusse Cars-Alpins mit 4- und 6-Zylinder Benzin- und DIESEL-MOTOREN AKTIENGESELLSCHAFT ADOLPH SAURER ARBON — BASEL — MORGES - ZÜRICH nermom- Breixis'belagist in seiner Wirkung einfach grossartig Stock-Lager: Basei: 0.Weckerle & de. A.-G., Hotbcinstr.56. St.Qallen: A.Winterhalter, Schmiedgasse26. Bern: H.Meury.BogenscbUtzenstr. 6. Qenf: E.Rochat, Auto-Fiece«, rne de la Buanderle f. 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