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E_1934_Zeitung_Nr.046

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20 * AUTOMOBIL-REVUE

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Nimm zunächst: mal 2! Du- erhälst 286,714. Das sind dieselben Ziffern wie zuvor, ja in derselben Reihenfolge: nur ist 14 vorn abgeschnitten und hinten angesetzt Nimm: mal 3! Du erhälst 428,571. Das sind wiederum die gleichen Ziffern: nur ist diesmal bloss die 1 vorn weggenommen und! am Ende angefügt. Weiterhin ist 142,857X4 = 571,428' und 142,857X5 = 714,285 und 142,857X6 = 857,142. - Es sind immer die gleichen Ziffern m der gleichen Folge: nur beginnt die Reihe allemal wo anders. Erst beim Vervielfachen mit 7 geschieht etwas anderes. Du erhälst 999,999. Und nun weisst du auch, wie du die Wunderzahl bilden kannst, wenn du sie einmal vergessen habe« solltest Du brauchst die Zahl mit den sechs Neunen nur durch 7 zu teilen, und schon ist die vergessene wieder gefunden. Mit Papaselen heizen. Das ist wohl das letzte, wofür man einen Papagei ansehen möchte: als Heizmaterial. Und doch berichten alte Islandfahrer, dass auf Island cmit Papageien» geheizt würde, Wieso, fragt man sich zuerst erstaunt, kom- Für Ihre Reisen kreuz und auer durch Europa. Zu beziehen in allen Buchhandlungen und beim Verlag Hallwag, Bern. Der Stulpenhandschuh mit Rüschen ist eine ganz entzückende Idee: Modelle dieser Art nehmen sich denn auch sowohl zum Kleid als auch zum Kostüm und zum Frühjahrsmantel ungemein elegant und sehr vorteilhaft aus. Man wählt solche Handschuhe im allgemeinen in emem schönen Mittelton, vorzugsweise in heller Sandfarbe, um sie zu jeder Frfthjahrsschattienms: tragen zu können. Diese ritterstulpenartigen Handschuhe wirken sehr elegant und doch anspruchslos, werden also der Frau von Geschmack gewiss zusagen. Wir zeigen das neueste RÜschenhandschuhmodell in unserem' Bilde, das gleichzeitig einen die neueste Frühjahrstype darstellenden, aufgeschlagenen und aus dem Gesicht gerückten Hut vor Auzea führt k Der Tagesfilm TOURING AUTOMOBILFUHRER VON EUROPA men Papageien überhaupt nach Island? Nun, diese Frage ist berechtigt. Unser alter Islandfaihrer hat sich geirrt: es sind keine Papageien, obgleich sie eben ein Laie dafür halten mag. Es handeilt sich um eine Atkenart, die sich zu gewissen Wanderzeiten in grosseo Schwärmen an der isländischen Küste niederlässt. Von altersher haben die Isländer, auf deren einsamer Insel kein Nutzholz wächst diese Söhwärme gefangen, entweder mit Riesennetzen oder auf andere Arten: in der Neuzeit werden die Schwärme gesprengt Man sammelt die toten Vögel, schneidet ihnen das Brustfleisch aus und verwendet es zum Braten. Dann werden sie auf Schnüre gereiht und getrocknet wie Dörrfisch. Sind sie holztrocken, so werden sie auch wie Holzscheite sauber gestapelt und zum Heizen verwendet. Wie der Beduine in seiner holzlosen Wüste mit getrocknetem Kametmlst heizt so hat auch hier die Not den Menschen erfinderisch gemacht Warum nur ist es uns ein so schmerzlicher Anblick, die Vögel der freien Lüfte in Schnüren im Wind baumeln zu sehen, da wir uns doch schon durchaus an das Trocknen des Klippfisches gewohnt haben? Es mutet uns grausamer an, ein mit der Stimme begabtes Geschöof so zum «Material» degradiert zu wissen, ein Geschöpf höherer Ordiiuog eewissermassen als die stumme Kreatur der Fische, die gleichwohl nicht zu schlecht waren, die Predigt des Heiligen Antonius zu hören. Gewohrib^i stumpft den Menschen ab. Und wenn in«-* einem Isländer vorwerfen sollte, dass er mit Papageien heizt, so würde er lachend antworten: « Dummheit! Ammenmärchen! Es sind doch « nur > Alken!»;, Die Sängerin mit dem höchsten Ton. Auf den Ruhm, den höchsten Ton in ihrer Kehle zu haben, der bisher von einer Sängerin gefunden wurde, macht die 26iährig© Koloratur-Sopranistin der New-Yorker Metropolitan-Oper Lily Pons Anspruch, die Jetzt zum erstenmal auch in Europa ihre Kunst zeigen will. Die junge Dame, die m Cannes als Kind eines französischen Vaters und einer italienischen Mutter das Licht der Welt erblickte, bildet« sich zunächst als Pianistin aus und nahm erst mit 21 Jahren Gesangsunterricht. Dann trat sie in kleinen französischen und italienischen Städten auf, wtmte in Montpellier von einem früheren Tenor dejs Metropolitan-Oper entdeckt und nach New» York gebracht, wo sie sofort einen fünfjährigen Vertrag erhielt. Sie ist die kleinste Primadonna der Welt, misst nur 1,58 Meter und hat ein Gewicht von wenig über 50 kg. Sie muss daher alles tun, um ihr Gewicht wenigstens zu erhalten, wenn sie auch nicht zunimmt. Ihr Stimmumfang reicht vom mittleren C über das hohe C hinaus bis ans hohe A. Die berühmtesten Sopranistinnen der Vergangenheit, wie die Patti. die Melba, die Sembrich und die Gerster, gingen im öffentlichen Vortrag nie über das hohe F hinaus, obwohl die Gerster auch das hohe G erreichte. Der Goldklumpen des Fremdenlejdonärs. In der Nähe von Casablanca wurde ein Fremdenlegionär angehalten, der als Deserteur einen mehr als faustgrossen Goldklumpen mit sich führte. Der Verhaftete gab an, den Klumpen gelegentlich eines Vormarsches im Kampfe gegen die wilden Berberstämme mit seinem Spaten aus der Erde gegraben zu haben. Die Stelle in dem unwegsamen Teil des Atlasgebirges, an der sich die Kompagnie seinerzeit nach einem Angriff eingraben musste, habe er sich genau gemerkt. Felsenfest sei der Deserteur davon überzeugt, dass er auf eine grössere Goldader gestossen sei, für deren Ausbeute er jetzt im Geheimen Interessenten suche. Zu diesem Zweck habe er auch eigenmächtiz die Fremdenlegion verlassen. Auf Grund der Aussage des Festgenommenen hat sich der Abenteurer aus allen Herren Länder in Marokko bereits so etwas wie ein kleines Goldfielber bemächtigt. Die Behörden, die den gelben Klumpen zwar als echtes Gold anerkennen mussten, stehen den Angaben des Fremdenlegionärs jedoch skeptisch gegenüber.

1934 AUTOMOBIL-REVUE, F E U I L L E T O N Die ewige Wahrheit. Roman von Oskar Sonnlechner. (Fortsetzung von Seite 1 dls A.-F.) Nur kurzer Ueberredungskunst meinerseits bedurfte es, um Jul zu bewegen, seine Bergfahrten im Kaukasus literarisch zu verarbeiten, und vor allem waren es auch seine Wanderfreunde, die mich darin unterstützten, ohne zu ahnen, welchen Zweck ich damit verfolge. Mit einer Begeisterung, die ich nie erwartet hätte, stürzte er sich in die Arbeit. Wie In einem Rausch lebte der Zauber des fernen Kaukasus wieder in ihm auf, vom frühen Morgen bis zum späten Abend lief seine Feder über das Papier, eine wohltuende, geistige Ermattung umfing ihn — und lenkte ihn ab. Verstohlen beobachtete ich ihn auf seinem Weg der Heilung. Aber das Schicksal wollte es anders. Aus heiterem Himmel ein aufflammender Blitz, ein dröhnender Donnerschlag! Plötzlich schien er mir zerfahren, ermüdet, abgelenkt, weltverloren. Anfangs schwieg ich und deutete es für einen vorübergehenden Rückfall. Bis ich mich entschloss, die Ursache zu ergründen. Bestürzung las ich In seinen Zügen, als er nach langem Widerstand erzählte... ... fast ein Monat sei verstrichen, ohne dass ihn eine Nachricht von Enid erreichte. Ich sah an seinem Gemütszustand, ich hatte im letzten Augenblick eingegriffen. Es war nicht Niedergeschlagenheit, die ihn ergriff, er taumelte bereits am Abgrund der Verzweiflung, und sofort wusste ich, dass ich ihn mit starker Hand halten müsse, um ihn vor einem Sturz in die Tiefe zu bewahren. Anfangs beruhigte ich ihn, beschwichtigte, aber je mehr die Zeit fortschritt, ohne dass sie Jul ein Lebenszeichen von Enid brachte, um so schwieriger wurde es für mich, ihn aufzurichten. Im ersten Anfang genügten Worte der Besänftigung, aber gar buld versagte ihre Wirkungskraft. Ratlos, verzweifelt, suchte ich ein Heilmittel, ohne es zu finden. Mein Glaube an seine Rettung hatte mich getäuscht. In wenigen Stunden sah Ich zusammenstürzen, was Jahre aufgebaut hatten. Ich sah ihn in einem Zustand wie damals, als ihn Enid vor drei langen Jahren verlassen hatte. Alles was dazwischen lag, war vergeblich gewesen. Alles, was ich gehofft hatte, ein Trugschluss. Ein dritter Monat ging vorüber, ohne ein Lebenszeichen von Enid. Der Kampf war schwer. Aber, als ich nach Stunden von ihm ging, hatte ich gesiegt. Nur fort von hier, wo ihn jeder Schritt an sie erinnerte. Seine Unabhängigkeit erleichterte ihm die Durchführung dessen, was ich ihm empfahl. In einem Hochtal der grünen Steiermark besass er ein Gut, ein Erbstück seiner Mutter. Umschlossen von himmelragenden Bergen. Am nächsten Tag reiste er dorthin ab, nachdem er mir in die Hand versprochen hatte, binnen drei Monaten stehe er mit dem fertigen Manuskript über seine Kaukasusreise vor mir. Nur eines musste ich ihm beschwören. Täglich darüber zu wachen, ob Briefe für ihn einliefen, um sie ihm nachzusenden. Armer Jul! Ich verstand ihn. Wochen gingen dahin. Fünf volle Monate waren vergangen, seit Enid das letztemal von sich hören Hess. Vier volle Jahre, seit sie Jul verlassen. Vier volle Jahre! Es war vielleicht klug von ihr, jeden Zusammenhang mit Jul zerstört zu haben. Wohl in der Erkenntnis, dass alles vorüber. Von Jul kamen gute Nachrichten. Nach seinen Briefen schien er in seinen Gedanken nur seinem Buche zu leben. Ich stand am Fenster und sah in den sinkenden, trüben Herbstabend hinaus. Ein Geräusch Hess mich den Kopf wenden. Die Post, die mir täglich für Jul weitergegeben wurde. Ein Telegramm ! Ein Gefühl des Unbehagens überfiel mich... die Ahnung eines Unerwarteten... unwillkürlich zitterten meine Hände, als ich es öffnete. «Ich bin in Paris. Kann ich dich wiedersehen ? Enid.» Darunter der Wohnort, wo sie zu erreichen. Wie von einem Schlage betäubt taumelte ich zurück. Immer wieder las ich die wenigen Worte. Das Zimmer lag in tiefe Dunkelheit getaucht, noch immer starrte ich auf das Blatt Papier in meiner Hand, auf dem die Worte unleserlich vor meinen Augen tanzten. Mit einem Achselzucken der Ratlosigkeit griff ich nach meinem Hut und ging, um es wörtlich weiterzugeben. Vielleicht war es gut, vielleicht war es schlecht. Wer konnte in die Zu- TBMüffiTfyy^^^fcwi B M •'^•••^^••^•••••^^^I^^ ^VPH B ^M fll ^^Kr kunft sehen! Durfte ich mich Oberhaupt einer Unterschlagung schuldig machen? Ich spielte und kämpfte mit diesem Gedanken, weil ich wusste, ein zweites Mal überwinde Jul den Verlust Enids nicht. Den ganzen folgenden Tag wartete ich auf seine Ankunft. Er kam nicht. Als ich spät abends von einem kurzen Spaziergang heimkehrte, hörte ich, Jul sei hiergewesen. Nachricht für mich liege auf meinem Schreibtisch. Er lasse sich entschuldigen, dass er nicht Gelbet Päckli 70 Cts wartete, er fürchtete seinen Zug zu ver- Rotes „ 80 „ Havanna gepresst und rund Fr. 1.— säumen. Auf den Rand einer Zeitung hatte er einige Worte hingekritzelt. «Ich bin auf dem Wege nach Paris. Du siehst mich nur mit Enid wieder. Sei für alles bedankt.» Mein Einfluss war nun zu Ende. Aber eines hielt mich für die Zukunft aufrecht, womit ich nichts verloren gab : der Glaube an Enid. Wochen gingen dahin. In wenigen Tagen waren drei volle Monate verstrichen, seit Jul verschwand. Spärliche, kurze Nachrichten erreichten mich, immer nur einige nichtssagende Zeilen, wenige Worte. Stets darunter von ihr In zierlichen, senkrechten Buchstaben, ohne ein Wort der Zugabe, ihr Name. Enid. Weiter nichts. Eia trüber, einsamer Winterabend näherte sich seinem Ende. Ein kalter Regen, zwischen dem nasse Schneeflocken tanzten, peitschte durch die Strassen, die triefend im letzten Licht des Tages versanken. Durchfroren kam ich heim und schüttelte die Nässe von mir ab. Eine Dame warte auf mich. Eine Dame? Erstaunt und erwartungsvoll betrat ich mein Arbeitszimmer. Nur die kleine Lampe auf dem Schreibtisch brannte. Aus dem weiten Lehnstuhl in der Ecke erhob sich bei meinem Eintritt langsam eine dunkle Frauengestalt. In einen Pelz gehüllt. Ein kleines Samthütchen, ein dunkler Schleier verhüllte ihre Züge. Zögernd trat sie auf mich zu und reichte mir die Hand hin. Forschend lasen meine Blicke in der Dunkelheit der Zimmerecke, wohin das Licht der kleinen Stehlampe nicht drang. Stumm standen wir uns Hand in Hand gegenüber. «Kennen Sie mich nicht mehr, Freund Hannes?» Bei den ersten Worten wusste ich, wer vor mir stand. Die langsame Sprechweise, der englische Tonfall in der Sprache. Enid van der Witte ! Mit der Leidenschaft der Ueberraschung zog ich ihre Hand an meine Lippen und bedeckte sie mit Küssen. «Ich erkannte Sie nicht in der Dunkelheit, gnädige Frau, verzeihen Sie vielmals.» «Nur wegen der Dunkelheit ?» Was meinte sie damit? «Sie vergassen, wir haben einen Vertrag. Freilich ist es schon lange her.» Wehmütig schüttelte sie den Kopf. «Sie sind für mich Freund Hannes, und, ich für Sie — Enid.» «Ich danke Ihnen, Frau Enid, dass Sie sich daran erinnern. Ich danke Ihnen. Zuerst... darf ich Ihnen den Pelz abnehmen ? Und nun will ich Licht machen.» Abwehrend streckte sie die Hand aus. «Lassen Sie es, wie es ist, Freund Hannes. Es ist traulich in der dunklen Ecke zu plaudern. Rücken Sie sich einen Stuhl hierher.» Gehorsam erfüllte ich ihren Wunsch. Meine Blicke forschten durch den Schleier. Sie schien mir verändert, auch in ihrem Wesen. «Und Jul?» «Er holt mich hier ab.» In diesem Augenblick fuhr ich erschrocken zusammen. Ich sah ihr schwarzes Kleid... «Frau Enid... Sie sind in Trauer...» Sie Hess den Kopf hängen. Stumm sassen wir uns gegenüber. Ein feierliches Schweigen. Man hörte nur das Klatschen des Regens an den Fensterscheiben. Endlich hob sie den Kopf, und durch den Schleier sah ich den müden Blick der grauen Augen unter den halbgeschlossenen Lidern. «•Mein Mann ist tot» «Arme Frau Enid.» Ergriffen haschte ich nach ihren schmalen Händen. Regungslos Hess sie es geschehen. «Ich verlor einen guten Mann. Und doch...» ihre Stimme sank zum Flüstern herab, «ich bin nicht verlassen... ich habe Jul. Es wird Sie vielleicht verstimmen, dass ich seinen Namen gerade in diesem Augenblicke ausspreche, allein», ein Seufzer entrang sich ihr, «ich liebe Jul, wie ich ihn geliebt habe. Gerade Ihnen darf ich es sagen. Nur Ihnen. Kein anderer Mann würde mich verstehen. Es scheint wie ein Zwiespalt, wie ein Widerspruch meines Herzens, und ist es doch nicht.» Schmerzlich verneinend schüttelte sie den Kopf. Mein Blick hatte sich an die Dunkelheit gewöhnt, ich sah durch den verdunkelnden Schleier ihre abgehärmten Züge, ihr Leid wurde das meine, es schnürte mir die Kehle zusammen, ich suchte nach Worten des Trostes und fand sie nicht. (Fortsetzung folgt.) Raucht die altbewährten Mella Stumpen Göschenen BAHNHOF BÜFFET Umladestelle für die Autos naoh und von Airolo. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- und Transportverhäitnisse." Tel. 11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiger-Gurtner. IFInnitlon für Jagd, Sport und Verteidignng; Restaurant •chöner Ausflugsort. (Parkplatz.) Gutgeführtes Haus. Inhaber: Frei-Heusser. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind erslohtllch in CHTouring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe Löwenstr. 42, Zürich 1 Gr. Spezial-Geschäft der Schweiz. Beste Referenzen! (JnbUäumskatalog Nr. 59 von 1200 Seiten mit X200 Abbildungen geg. Fr. 1.- In Marken) Dasgutburgerliche Haus in zentralster Lage. 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