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E_1934_Zeitung_Nr.049

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Vortrrttsrecht. [Aus dem

Vortrrttsrecht. [Aus dem Bundesgericht. ' Am 23. April 1931, abends 9 Uhr 45, ereignete sich auf der Kantonsstrasse Soloöiurn- Oensingen beim Bahnhof Hinter-Riedholz ein Zusammenstoss zwischen einem Automobil und einem Motorradi, wobei der Motorradfahrer einen bleibenden Nachteil davontrug und beide Fahrzeuge beschädigt wurden. Der Automobilist, der nach den gerichtlichen Feststellungen «etwas zu viel Alkohol > zu sich genommen hatte, fuhr in der Richtung gegen Solothurn, wobei er sich auf der rechten Strassenseite hielt; er unterliess das Abblenden der Scheinwerfer, als er das Licht des aus der entgegengesetzten Richtung nahenden Motorrades wahrnahm. Der Motorradfahrer F. wollte unter Missachtung, des dem Automobil zustehenden Vortrittsrechtes noch vor diesem die Kantonsstrasse nach links überqueren, um in den nach Riedfaolzführenden Seitenweg zu gelangen, fuhr aber damit gerade auf das nahende Automobil zu-, dessen Geschwindigkeit er unterschätzt hatte, der Automobilist, dessen Tempo etwa 60 km betrug, bremste erst im letzten Augenblick und damit war der Zusammenstoss da. Der Automobilist T. belangte den Motorradfahrer F. auf 1063 Fr. Schadenersatz für die Beschädigung seines Wagens. Der Motorradfahrer F., der einen weitaus schwereren Schaden erlitten hatte, erhob Widerklage auf Zahlung von 33,021 Fr., in welchem Betrage 24,000 Fr. Schadenersatz für bleibende teilweise Invalidität und 3000 Fr. Genugtuungssumme inbegriffen waren. Das Amtsgericht Solothurn-Lebern verurteilte den Beklagten F. gegenüber dem Kläger T. zu 1000 Fr., den Kläger T. gegenüber dem Beklagten F. zu 5000 Fr. Schadenersatz; dabei hatte somit der Motorradfahrer den grössern Teil seines Schadens selber zu tragen, weil das Gericht sein Verschulden als dias schwerere betrachtete. Dagegen nahm das Obergericht Solothurn an, beide Prozessparteien hätten gleich fahrlässig gehandelt und somit auch den Schaden je zur Hälfte zu tragen, weshalb der Automobilist zu 478 Fr., der Motorradfahrer zu 8065 Fr. Entschädigung verurteilt wurde. Die I. zivilrechtliche Abteilung des Bundesgerichtes erachtete dagegen das Verschulden des Motorradfahrers als überwiegend. Da das Motorrad nach links ausbiegen wollte, kam dem Motorwagen die Priorität zu und F. hätte diesen vorbeifahren lassen sollen, bevor er die Kantonsstrasse querte. Seine Missachtung des Vortrittsrechtes war das primäre Verschulden, das eine gefahrvolle Lage im Strassenverkehr heraufbeschwor. Wenn der Automobilist das Abblenden der Scheinwerfer unterliess, so hätten ihn diese um so eindringlicher davor warnen sollen, quer vor dem Auto über die Strasse zu fahren. Vielleicht hätte der Motorradfahrer noch ungefährdet hinter dem nahenden Automobil einbiegen können, wenn er nicht auch noch in vorschriftswidriger Weise die Kurve geschnitten hätte. Entscheidend ist aber, dass sich der Motorradfahrer nicht an die Beachtung des Vortrittsrechtes gebunden hielt: wer durch Verletzung einer wichtigen Verkehrsregel eine Gefahr schafft, den trifft ein schwereres Verschulden, als andere Strassenbenützer, welche diese Gefahr nicht mehr durch geeignetes Verhalten zu vermeiden wissen. Den Autofahrer trifft insofern ein Verschulden, als ihn sein Vortrittsrecht nicht der Verpflichtung enthob, das Tempo zu verlangsamen oder die Fahrt nötigenfalls ganz zu stoppen, wenn er sah, dass der Beklagte ihm trotzdem in den Weg kam, auch hätte er trotz seines Vortrittsrechtes bei der ihm wohlbekannten unübersichtlichen Strassenkreuzung verlangsamen sollen. Das Verschulden und die Verantwortung des Automobilisten ist jedoch nur auf ein Viertel, dasjenige des Motorradfahrers auf drei Viertel zu werten. In Abänderung des obergerichtlichen Urteils wurde erkannt, dass F. dem T. drei Viertel des von ihm erlittenen Schadens (717 Fr.) zu ersetzen habe, während T. den F. bloss mit 4193 Fr. für ein Viertel des von ihm erlittenen Schadens entschädigen müsse. Dieser Entscheid vom 30. Mai beweist, dass die oberste Instanz in der Missachtung des Vortrittsrechtes ein schwerwiegendes. Verschulden erblickt. Wp. Schweizerische Rundschau Belebter Autotourismus. Der Ausweis über den internationalen Automobilverkehr verzeichnet für den Monat Mai des laufenden Jahres ein Rekordergebnis. Nicht weniger als 23,853 Wagen haben während dieser Periode unsere verschiedenen Grenzstellen passiert, was gegenüber dem vorjährigen Vergleichsmonat einer Zunahme um 10,979 Wagen oder um 85 % entspricht. In den ersten 5 Monaten des laufenden Jahres haben insgesamt 63,569 Automobile unsere Landesgrenzen überfahren Der Schlups des Romanes *Die ewige Wahrheit» folgt in der nächsten Nummer. Demnächst beginnt der neue Roman «Bux> von Hans Possendorf. Wie steht es um die Deutsche Automobfl- Meisterschait? In diesem Jahr wird bekanntlich zum ersten Male auch eine Deutsche Automobil-Meisterschaft ausgefahren. Da für sie die Ergebnisse dreier grosser nationaler Automobilrennen von Bedeutung sind, zwei Rennen bereits hinter uns liegen (Avus- und Eitel-Rennen), zeigt der neueste Stand der Automobil-Meisterschaft folgendes Bild: An der Spitze liegen von Brauchitsch (Mercedes) und Momberger (Auto Union) mit je 5 Punkten, gefolgt von Pietsch (Alfa Romeo) und Burggaller (Bugatti) mit je 4 Punkten und von Stuck (Auto Union) mit 3 Punkten sowie Simons (Bugatti) mit 1 Punkt. Im Grossen Preis von Deutschland, der am 15. Juli auf dem Nürnburgring zur Austragung gelangt, wird gleichzeitig auch die Automobil-Meisterschaft entschieden. Gewertet werden bekanntlich nur die Zeiten, und zwar erhält der Schnellste 5, der Zweitschnellste 3 und der Drittschnellste 2 Punkte; auf den Vtertschnellsten entfällt 1 Punkt. Blinde Verkehrspolizei. Nach Art. 12 des am 1. Januar 1933 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über den Motorfahrzeugverkehr sind bekanntlich spitze Kühlerfiguren verboten. Es scheint aber in unserem Lande zweierlei Recht zu geben, kann man doch hin und wieder Fahrzeuge mit kantonalen Kontrollschildern zirkulieren sehen, die immer noch mit künstlerischen Figuren verziert sind. Letzten Sonntag hat ein Waadtländer Automobilist noch ruhig eine Fahrt durch den grössten Teil des Kantons Bern unternommen und somit verschiedene Verkehrspolizisten gekreuzt, ohne dass er auf die gesetzwidrige Kühlerfigur aufmerk' sam gemacht worden wäre. Vollkommen gleiche Schmuckstücke einer bekannten amerikanischen Automobilmarke, deren Schweizer Vertretung selbst die altern Kühlerverschlüsse ersetzt, sind in allen andern Kantonen verboten worden. Entweder sorgt die Verkehrspolizei für gleichmässige Rechtsanwendung'oder sie soll sich dann aber auch nicht beklagen, wenn in Äiitomobilistenkrei,-, sen-das Gefühl aufkommt, dass der anständige Fahrer, der sich bemüht, den gesetzlichen Vorschriften nachzukommen, sich ebenfalls über Unbeauemlichkeiten hinwegsetzt, da er doch nur für den Dummen gehalten wird. gegenüber 45,320 Wagen in den ersten fünf Monaten des Vorjahres. Es entspricht dies somit einer Verkehrszunahme um 18,249 Automobile oder einer solchen um 40 Prozent. Untersucht man die einzelnen Ausweise, unter welchen die verschiedenen Wagen unsere Zollämter passierten, so ergibt sich für den Monat Mai eine Zunahme der provisorischen Eintrittskarten um 8926 Stück, eine erhöhte Wagenfrequenz vermittels Freipass um 155 und eine solche mit Triptyks um 1898. Zu diesem Ergebnis dürfte vor allem das anhaltend schöne Wetter, die Pfingsttäge und auch der geöffnete Julier beigetragen haben, indem im Mai diesen Pass 1501 Wagen aus- AUTOMOBIL-REVÜE 1934 — N° 49 istischer Sportlicher Geist Anlässlich der Ankunft der Konkurrenten der riesigen ersten Italien-Rundfahrt auf der LUtorio-Bahn in Rom ereignete sich eine kleine Szene, die dem Publikum viel Freude bereitete. Alle ankommenden Wagen hatten auf der Bahn noch eine schnelle Schlussrunde zu fahren. Direkt vor dem Eingang der Bahn versagte der 1500-ccm-Fiat der Equipe Wurra und Cantoni seinen Dienst. Kurz entschlossen schwangen sich die Fahrer aus ihrem Wagen, stellten sich hinter die Maschine und schoben sie unter dem begeisterten Beifall der Menge rund um die kilometerlange Bahn. « Silberkugel» rollt von Hand in Hand... Der englische Rekordwagen «Silberkugeh, mit dem seinerzeit Kaye Don erfolglos die Weltrekordversuche unternahm, und der dann in den Besitz von Jack Field überging, ist nun von dem bekannten englischen Rennfahrer Freddy Dixon erworben worden. Bis jetzt bereitete die Maschine viel Sorgen — ihr neuer Besitzer muss allerhand Optimismus besitzen! Wo werden die Weltrekorde gefahren ? In der Rangliste der Austragungsorte für Automobilrekorde hält die französische Rennbahn zu Linas-Montlhery mit 94 Prozent überlegen die Spitze. Von insgesamt 217 bestehenden Rekorden wurden dort nicht weniger als 204 gefahren. Fünf entfallen auf die amerikanische Strandstrecke Daytona Beach, 4 auf die Avus bei Berlin, 2 auf Brylake und je einer auf die Brooklandsbahn sowie die 90-Meilen-Bucht in England. Automobilproduktion und Menschenarbeit Eine englische Automobilfabrik unternahm kürzlich interessante betriebsstatistische Erhebungen; aus denen sich ergab, dass im Jahre 1922 noch 55 Personen für die Herstellung eines Motorfahrzeuges erforderlich waren, während neuerdings die Zahl der Arbeltskräfte nur noch 8 Personen beträgt. Die Vervollkommnung der technischen Arbeitsverfahren ermöglichte eine Senkung des Gestehungspreises von rund. 700 auf 275 Pfd. St. Da^ diese Preissenkung sich auf den Absatz ausserordentlich günstig auswirkte, war es möglich, im Verlaufe der fraglichen 14 Jahre den Belegschaftsbestand des Werkes von rund 3200 auf etwa 16,000 Köpfe zu erhöhen. ländischer Nationalität befuhren. ' Diese nackten Zahlen allein beweisen kommentarlos die Bedeutung des internationalen Autotourismus im Rahmen der schweizerischen Fremdenindustrie. Während bei den Bahnen, trotz Preisreduktionen und andern tarifarischen Massnahmen, der Verkehr sich über eine gewisse Grenze nicht zu erheben vermag, zeigt der Automobilismus ein un? unterbrochenes Ansteigen. Jeder Monat des laufenden Jahres hat stark erhöhte Frequenizen aufzuweisen. Es dürfte deshalb im Interesse des gesamten schweizerischen Fremdenverkehrs liegen, wenn man endlich auch bei der Fremdenverkehrswerbung im Ausland ettyas stärker als bis anhin die Schweiz als auibmobilistisches Reiseland bekanntmachen und nicht, wie bisher praktiziert, immer nur Gelder für .die Bahnpropaganda verausgaben würde. Auch für den schweizerischen Fremdenverkehrsverband dürfte sich aus diesen Zahlen klipp und klar erkennen lassen, dass man dem Automobil innerhalb der zu organisierenden Veranstaltungen einen etwas berechtigteren Platz einräumen sollte, als es bis anhin geschehen war. Im Hinblick auf diese günstigen Resultate, die unzweifelhaft von einer gewissen Stabilität getragen sind, ist dringend vor weitem fiskalischen Belastungen des Automobils zu warnen, wie sie in einzelnen Köpfen unserer Politiker und einseitig orientierter Wirtschaftsführer immer wieder spuckt Wenn man glaubt, speziell durch stärkere fiskalische Belastung des Benzins, neue Einnahmequellen für den Staat schaffen zu müssen, so dürften die Befürworter dieser verwerflichen Taktik die Rechnung sicher ohne den Wirt gemacht haben, denn die Entwicklung auf dem inländischen Automobilmarkt zeigt deutlich, dass die Grenze der Belastung nicht nur erreicht, sondern bereits überschritten ist. Am empfindlichsten müsste sich ein weiteres Anziehen der Steuerschraube vor allem auf den internationalen Automobilismus auswirken, d.h. auf denjenigen Verkehrsträger, den wir in besonderem Masse zu pflegen haben. Auch die Initianten der Alpenstrasseniniative können aus der Statistik der Zollverwaltung über den Autotourismus mit aller Deutlichkeit die volle Berechtigung ihres Vorgehens nachweisen; denn .ein weiteres Hinausschleppen xlieser Materie würde allmählich auch diesen noch belebenden Quell in unserem Verkehrsleben zum Versiegen bringen, -my- Autotourismus von Jahr zu Jahr ~ 1933 1934 ° na Pwr.mrflFr.ln.il TrtptyH j Total | E T n o dV" M '^', t Pror.Ktrt. Fr.lpa»s'| Triptyk ] Tot«! | ejjffkffj Januar . 3094 451 13S9 4934 4934 3686 483 1382 5551 5551 Februar. 3023 421 1374 4818 9752 4560 514 1532 6606 12157 März ... 4577 735 2155 7467 17219 6092 874 2907 9873 22030 April... 9948 892 4387 15227 82446 11881 982 4823 17686 39716 Mai .... 7155 1133 4586 12874 45320 16081 1288 6484 23853 63569 Juni.... 14341 1145 7584 23070 68390 Juli 21301 1377 11740 34418 102808 August . 38749 1499 18113 58361 161169 Sept 22963 1077 12312 36352 197521 Oktober 9628 866 5200 15694 213215 Nov. ... 6579 653 2062 8294 221509 Dez 3919 452 1585 5956 227465 Total 144277 10701 72487 227465 — ToUlBde Mal -27795 3632 13891 45320 — 42300 4141 17128 63569 — I Verkehrswerbung hüben and drüben. Unser südlicher Nachbar hat sich den heutigen vorzüglichen Zustand seines Strassennetzes zu Nutzen gemacht und wirbt in einer vornehm und geschmackvoll aufgemachten illustrierten Broschüre, in deutscher, französischer, englischer und italienischer Sprache abgefasst, in macht- und effektvoller Weise für Autofahrten auf den prächtigen Strassen Italiens. In einer prächtigen Bilderfolge passieren die neuen Autostraden, gut unterhaltene Hauptstrassen und! vor allem auch die herrlichen Alpenstrassen Revue, so dass jedem Leser unweigerlich der Wunsch aufkommen muss, dieses Eldorado des Automobüreiseverkehrs mit seinem Wagen aufzusuchen. Die 36 Seiten starke Broschüre enthält zudem auch praktische Angaben für Automobilisten, Motorradfahrer und 1 Radfahrer, die in Italien gebräuchlichen Warnungs- und Signaltafeln und eine Strassenübersichtskarte mit der geltenden Strassennumerierung. Wenn in der Werbebroschüre gesagt wird, dass die frühern staubigen, schmutzigen, engen, gewundenen und schlecht unterhaltenen italienischen Fahrstrassen heute nur noch in der Erinnerung bestehen, so beweisen dies die vielen Photos schlagend. Wie lange geht es noch, bis wir auch bef uns ein solch eindrucksvolles Propaganda-? werk < Auf schweizerischen Strassen > herausgeben können ! Heute dürfte man allerdings .mit den meisten unserer Alpenstrassen noch keinen Werbefeldzug für den Autotourismus führen. Da bedarf es vorerst noch der raschen praktischen Verwirklichung der Alpenstrasseninitiative. Dazu ist aber nötig, dass im Bundeshaus ein anderes Notstandsarbeitsprogramm aufgestellt wird, als dies bei dem der modernen Verkehrsentwicklung in keiner Weise Rechnung tragenden, etwas weltfremd anmutenden Gutachten Rothpletz der Fall ist, wo man wähnt, noch in der Periode des mächtig aufstrebenden und gedeihenden Eisenbahnverkehrs zu leben. Möge man auch im Bundeshaus endlich zur Einsicht kommen, dass es sich hiebei um « tempi passati» delt und merke man sich die bezügliche gan-'S anders geartete Einstellung der amtlichen ita-* lienischen Verkehrszentrale, die in der erwähnten Propagandabroschüre ungefähr zo folgendem Schlüsse kommt: Heute kann man in Italien wieder auf denselben Straseen reisen, auf denen unsere Vorfahre« nach dem ersehnten Land der Schönheit pilgerten. Von diesen Straesen bewundert man wieder dieselben Landschafts- und Städtebilder, die Maler und Dichter beschrieben und besungen haben, und dabei reist man mit all den Bequemlichkeiten, di« die moderne Strassenbauteohnik zu schaffen ver« standen hat. . Schweizerland, wach auf! Sp» dato 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Nächsten Samstag und Sonnta*. Zu den klassischen Veranstaltungen des internationalen Automobilsportes zählt unbestritten das 24 - Stunden - Rennen von \j" m Mans, das am kommenden Samstag und* 2 Sonntag seine zwölfte Wiederholung erfährt. Dieser Anlass kann in seinen Ausmassen und seiner ganzen sportlichen und technischen Bedeutung höchstens mit der Mille Miglia verglichen werden. Während für das italienische Rennen jedoch die offenen Landstrassen zur Verfügung gestellt werden, bleibt die ausserordentlich schwere franz.ösiche Sportwagenprüfung auf die bekannte Sarthe-Rundstrecke bei Le Mans reserviert. Dieser Circuit ist vor zwei Jahren grundlegend ausgebaut worden. Er ist in seiner ganzen Länge von 13 km fast durchwegs 10—15 m breit. Um die aus der Fahrbahn geratenen Wagen vor eventuellen schweren Stürzen zu bewahren, wurde zudem ein hoher Erdwall erstellt, der die gleichen Funktionen wie die bekannten Sandsäcke erfüllt. Selbstverständlich sind alle zusätzlichen Anlagen längs der Bahn, wie Tribünen, Telephondienst, Boxendienst, Parkplätze usw., raffiniert ausgebaut, so dass die Sarthe-Rundstrecke heute zu den besten Strassencircuits Europas zählt. Das 24-Stunden-Rennen von Le Mans ist lediglich für serienmässige Sportwagen offen, die hier einer äusserst scharfen Prüfung unterzogen werden. Das Reglement darf den Ruhm in Anspruch nehmen, an Schärfe der Bestimmungen in Europa unübertroffen zu sein. Der Unterschied zwischen den eigentlichen hochgezüchteten Rennwagen und den normalen Serienfahrzeugen ist im Laufe der Jahre derart gross geworden, dass die Ergebnisse der eigentlichen Rennen für den normalen Waffenkäufer nur eine indirekte Bedeutung haben können, auch wenn diese Rennmaschinen die Vorläufer der zukünftigen neuen Typen sind. Das Rennen von Le Mans hat deshalb vor allem für das kaufende Publikum ein ausserordentliches Interesse, da hier die normalen Sportwagenfahrzeuge, wie sie überall im Handel erhältlich sind, zum Kampfe antreten. Um das Rennen zu einer wirklichen Erprobung der Serienwagen zu machen, griff man zu den erwähnten scharfen Bestim- V

N°49 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE mungen. Das geringste Versagen eine Wagens genügt, um dem Ausschluss zu ver. fallen. Einige wenige Beispiele mögen di Strenge, die in diesen Bestimmungen waltet veranschaulichen: Die Wagen müssen ein vollständige Sportwagenkarosserie aufweisen mit Windschutzscheiben, Kotflügeln un< einer vollständigen Beleuchtungsanlage fü die Nacht. Der Motor darf nach jedem Hai nur durch den Anlasser in Bewegung gesetz werden. Streikt dieser, so ist das Schicksa des Wagens schon besiegelt. Nur alle 35( Kilometer dürfen die Maschinen bei den Boxen Benzin Wasser oder Oel aufnehmen Letztes Jahr wurde der Ausschluss des Du sehberg von Prinz Nicolas von Rumänien vie' diskutiert da der Fahrer in Unkenntnis seiner Rundenzahl zwei Runden zu früh Benzin aufnahm und deshalb aus bester Lage her aus sotfort aufgeben musste. Das kleinste Versagen der Beleuchtung während der nächtlichen Fahrt kann dem Piloten ebenfalls zum Verhängnis werden. Die Maschinen, die während den 24 Stunden erfolgreich durchhalten, erbringen jedenfalls den Beweis der höchstmöglichen Leistungsfähigkeit. Das jedes Jahr trotz dieses Reglementes eine ganze Anzahl Wagen das Ziel erreichen, is nur ein Zeichen für den erstaunlich hohen Stand der Serienwagenfabrikation. Wie bei der Mille Miglia so vereinen sich auch beim Rennen von Le Mans technische und sportliche Bedeutung des Anlasses. In sportlicher Hinsicht verspricht das diesjährige Rennen zu einem neuen Rekord zu werden. Die Beteiligung ist hervorragend gut und überschreitet an Reichhaltigkeit be weitem die frühern Nennlisten. Nicht weniger als 52 Wagen sind eingeschrieben worden die jeweils von zwei Fahrern, welche eine Equipe bilden, gemeldet sind. Die Internationalität des Anlasses ist aufs Neue durch eine hervorragende Beteiligung französischer, italienischer und englischer Wagen gesichert. Ganz besonders das autosportliche England hat für dieses Rennen spezielle Sympathien, ••^ch 1934 ist das Inselreich mit zahlreichen tquipen vertreten. Frankreich setzt 18 Maschinen ein, England gar 25, Italien 8 und Amerika eine. Deutschland ist bei diesem Sportwagen-Rennen überhaupt nicht vertreten. Eine der aussichtsreichsten Equipen ist die Alfa Romeo-Mannschaft Etancelin und Chinetti. Etancelin garantiert von vorneherein iür eine überragende Leistung, Chinetti wurde vor zwei Jahren zusammen mit Sofnmer Erster und vor einem Jahr mit Varent Zweiter. Sehr tüchtig ist auch Raymond Sommer, dessen Co-Equipier noch nicht bekannt ist. Lord Howe hat sich mit Rose-Richards zusammengeschlossen, ferner starten an Engländern Dixon und Cyrill Paul, Brian Lewis und Hindmarsh, Barnes und Wisdom, Driscoll und Forthringham, weiter der Italiener Bertelli mit dem Engländer Penn Hughes, die Damen Mme Siko, Mme Itier r^2i und Mme Stewart, der Schweizer Braillard seinem Co-Equipier Falchetto, Prinz Ninjlas von Rumänien und Whitney Straight, Pierre Veyron und Roger Labric, die Bol d'Or-Sieger Maillard-Brune und de Gabardie. die Sieger der Monte Carlo-Sternfahrt Gas- Trevoux usw. Es mag noch interessieren, die Verteilung der Wagen auf die verschiedenen Klassen kennenzulernen. In der grössten Wagenklasse über 3000 ccm starten 1 Düsenberg, 1 Bugatti und 1 Lorraine, in der Klasse bis 2000 ccm 7 Alfa Romeo, 4 Bugatti und 1 Derby, in der :Klasse bis 2000 ccm 1 Alfa Romeo und 1 Derby, in der Klasse bis 1500 ccm 5 Aston-Martin, 2 Singer, 6 Riley, 1 Bugatti, 1 Salmson, 4 Amilcar, 3 M. G. und 1 Lagonda und endlich in der Klasse bis 1000 ccm 2 Tracta, 1 B. N. C, 1 Rally, 4 Singer, 3 M. G. und 1 Austin. Da zum Teil die Konkurrenten als Co- Equipier ihren Mechaniker ausgewählt haben, fahren sie meist den weitaus grössten Teil des Rennens selber. In Le Mans ist es keine Seltenheit, dass ein Konkurrent 20 Stunden lang ununterbrochen am Lenkrad sitzt. Für das Publikum ist die Konkurrenz jeweils ausserordentlich spannend, vor allem während der Nacht, wenn die Maschinen im Lichte ihrer starken Scheinwerfer dahinrasen. Tausende kampieren bei gutem Wetter längs der Bahn und erleben diese tolle Nacht mit. Das Training hat bereits vorgestern Mittwoch begonnen. Es dauert jeweils von 22 Uhr abends bis 6 Uhr früh. Die Fahrer konnten sich so mit den Unannehmlichkeiten eines nächtlichen Rennens vertraut machen. Das letztjährige Rennen gewann die Equipe Nuvolari-Sommer auf Alfa Romeo. Sie legte in 24 Stunden 3144,03 km zurück, was dem hervorragenden Stundenmittel von 131 km/St, entspricht. Chinetti-Varent auf Alfa Romeo kamen nur 400 m hinter den Siegern ein. Die Meldungen. Düesenberg: Prinz Nikolas von Rumänien. — Whitney Straight. Bugatti; Pierre Veyron — Boger Labric. Lorraino: Daniel Porthault — J. E. Vcrnet. Bu«atü: N, Mabe — X... Alfa Romeo: F. E. Clifford — Satinders Davies. Alfa Romeo: Raymond Sommer — X.„ Alfa Romeo: X... — X... Alfa Romeo: Lord Howe — T. E. Rose Richards. Alfa Romeo: Ano — Nime. Alfa Romeo: L. Chinetti — Etancelin. Alfa Romeo: B. Falchetto — X.> Bugatti: X... — X... Bugatti: Ch. Brunet — X... Bugatti: Bayard — Max Fourny. Derby: Villeneuve — Geo Harn. Derby: Mme Stewart — L. Bonne. Alfa-Romeo: Mme Siko—X... Aston-Martin: A. Vincent — F. L. Falkner. Aston-Maxtin: A. G. Bertelli — Penn Hughes. Aston-Martin: L. P. Driscoll — T. S. Forthringham. Aston-Martin: H. Morris Goodall — J. G. Elwes. Aston-Martin: J. C. Noel — X... Singer: F. S. Barnes — A. H. Langley. Singer: Brian E. Lewis — J. S. Hindmarsh. Riley: F. . Dixon — C. Paul. Riley: J. Sebillean — Bugatti: Bodoignet — Vallon. Salmson: A. Debille — J. ViaL G. DelaToche. Am Sonntag wird mit dem neunten internationalen Kesselbergrennen in Deutschland die internationale Bergrenn-Saison 1934 vielversprechend eingeleitet. Das bayrische Rennen hat längst über seine Landesgrenzen hinaus Bedeutung erlangt, so dass es auch dieses Jahr wieder über eine Nennliste verfügt, die an Internationalität und Popularität der Namen nichts zu wünschen übrig lässt. Das neue Deutschland setzt sich bekanntlich für den Autosport mit besonderer Energie ein; dies war schon beim letzten Kesselbergrennen zu konstatieren, und der Eindruck der tatkräftigen Unterstützung wird sich heuer noch verstärken, nachdem sich die Verhältnisse stabilisiert haben. Die Kesselbergstrecke ist landschaftlich überaus reizvoll. Sie beginnt bei Kochel am Kochelsee, das 64 km von München entfernt ist, auf einer Höhe von 605 Metern über Meer. Das Ziel befindet sich bei Urfeld, genau auf der Jochhöhe, 850 Meter über Meer. Die Route ist 5 km lang, die Steigung beträgt 250 Meter. Sie schwankt zwischen 2,5% und 5,5%. Diese Zahlen lassen eher auf eine zahme Strecke schliessen, die von Wagen und Fahrern ohne grosse Mühe erklommen werden kann. Und doch bietet auch der Kesselberg seine nicht unerheblichen Schwierigkeiten, die den Konkurrenten jedes Jahr schwer zu schaffen machen. Die Bahn ist mit einer grossen Anzahl von Kurven gespickt, Amilcar: Poire — Robail. Amilcar; C. A. Martin — F. Pousse. Amilcar: J. de Gabardi« — Arthur Duray. M. G.: J. L. Ford-Baumer. M. G.: C. E. C. Martin — Roy H Eccles. M. G.: Aston Rigby — E. Quere. Riley: Van der Becke — Peacock. Riley: S. H. Newsone — Macluse. Riley: Miss Champney — Mme Kay Petie. Riley: Gas — Trevoux. Lagonda: Lord de Clifford — C. Brackenburg. Amilcar- G. Boursin — Nadeau. Tracta: Quinault — Danielault Tracta: Padrault — Charlault. B.N.C.: Adrien Alin — Albert Alin. Rally: R. GaiUard — Vallee. Singer: U. D. Barnes — T. H. Wisdom. Singer: J. R. Baker — N. Black. Singer: Gordon Hendy — J. B. Boulton. Singer: R. P Gardner — Belce. M. G. Michael Collier — X... M.G. Maillard-Brune — Champoiseau. M. G. Mme A. Itier — Duruy. Austin: Bridgmann Metchin — C. H. Masters. IX. Internationales Kesselbergrennen Am nächsten Sonntag. — Zahlreiche Schweizerfahrer am Start die zu immerwährender grösster Konzentration zwingen. Der Kesselberg darf im Grunde genommen ruhig zu den schwersten Bergrennen gezählt werden. Wie wir schon in unserer letzten Nummer erwähnt haben, halten die schweizerischen Fahrer auch diesmal dem Kesselberg ihre Treue. Sie rücken wiederum in einer sehr erfreulichen Anzahl an und dürften erneut eine der stärksten, wenn nicht die stärkste ausländische Delegation darstellen. Sowohl bei den Sportwagen wie bei den Rennwagen werden die helvetischen Farben von mehreren Piloten verteidigt. Bei den Sportwagen sind es Ernst Schneider, Zürich (Derby), Frau Stürzinger, St. Gallen (Bugatti), Hans Rüesch, Zürich (Alfa Romeo), event. auch Hans Stuber, Bern (Alfa Romeo), Hans Gübelin, Zürich (Plymouth), Oskar Zwimpfer, Zürich (Chrysler) und Rampinelli, Schaffhausen (Alfa Romeo). In der Rennwagenklasse sind zu nennen: Hans Kessler, Zürich (Maserati), Uboldi, Chiasso (Maserati), Hans Rüesch, Zürich (Maserati), Ulrich Maag, Zürich (Bugatti) und Hug, Genf (Bugatti). Man sieht —an guten Kräften fehlt es nicht! Die Schweizer Sportfreunde begleiten die helvetische Kesselberg-Expedition mit den besten Glückwünschen auf schöne Erfolge in bajuvarischen Landen! Es wird zwar nicht sehr leicht sein, am Kesselberg die Siege zu pflücken. Die Konkurrenz ist dazu viel zu gross und zu stark. So finden sich beispielsweise in der Sportwagenklasse: Die Italiener GrafLurani (Maserati) und Tadini auf Alfa Romeo, der Budapester Hartmann auf Bugatti, der Deutsche Kohlrausch auf M. G., der Tscheche Kubicek usw. Bei den Rennwagen bis 1500 ccm sind zu nennen: Die Zollerwagen, geführt von Wimmer und von Delius, Burggaller (Bugatti), Graf Castelbarco (Maserati), Vagniez (Maserati) usw. In der grossen Klasse endlich: Graf Trossi (Alfa Romeo), Manfred von Brauchitsch auf dem neuen Mercedes-Benz, Hans Stuck auf dem P-Wagen, Balestrero (Alfa Romeo), Whitney Straight (Maserati) usw. Den Streckenrekord hält seit 1932 Rudolf Caracciola auf Alfa Romeo. Der Deutsche legte die Strecke in 3. Min. 52,2 Sek. zurück, was einem Mittel von 77,4 km/St, entspricht. Manfred von Brauchitsch wurde letztes Jahr mit einem Mercedes-Benz-Sportwagen Gesamtsieger. Zeit: 4 Min. 01,2 Sek. (Mittel 74,5 km/St.) Die beste Rennwagenzeit fuhr Siena auf Alfa Romeo in 4 Min. 04 Sek. (Mittel 73,7 km/St.) Aus uns vorläufig unerklärlichen Gründen scheint der Pressedienst des Kesselibergrennens dieses Jahr regelrecht zu versagen. Bis zum Redaktionsschluss erhielten wir überhaupt keine Nennliste, so dass wir im folgenden nur die wichtigsten Konkurrenten nennen können. Die Nennungen. Sportwagen: Ernst Schneider (Zürich), Derby Frau Stürzinger (St. Gallen), Bugatti Hans Rüesch (Zürich), Alfa Romeo Hans Stuber (Bern), Alfa Romeo Hans Gübelin (Zürich), Plymouth Otto Zwimpfer (Zürich), Chrysler Emilio Rampinelli (Schaffhausen), Alfa Romeo Graf Lurani (Mailand), Maserati Hartmann (Ungarn), Bugatti Bianchi (Mailand), Alfa Romeo Mario Tadini (Modena), Alfa Romeo Kohlrausch (München), M. G. Kubicek (Prag), Bugatti Rennwagen: Hans Kessler (Zürich), Maserati Luciano Uboldi (Chiasso), Maserati Hans Rüesch (Zürich), Maserati Ulrich Maag (Zürich), Bugatti Hug (Genf), Bugatti Herbert Wimmer (Berlin), Zoller-Wagen Von Delius (Berlin), Zoller-Wagen Burggaller' (Berlin), Bugatti Graf Castelbaroo (Mailand), Maserati Andre Vagniez (Paris), Maserati Bruno Soyka (Prag), Bugatti Sandri (Bologna), Maserati Eugen Stösser (München), B.M.W Manfred von Brauchitsch (Berlin), Mercedes-tBens Hans Stuck (Berlin), P-Wagen Graf Trossi (Modena), Alfa Romeo Renate. Balestrero (Genua), Alfa Romeo Whitney Straight (London), Maserati Hartmann (Ungarn), Bugatti Blondiaux (Paris), Bugatti Cazaux (Paris), Bugatti Steinweg (Berlin), Bugatti Grosser Preis von Penya Rhin (Spanien). Der kommende Sonntag ist auf allen autosportlichen Gebieten stark belastet. In Deutschland wird das Kesselbergrennen ausgefahren, in Frankreich findet ein grosses Spörtwagenrennen statt und in Barcelona treten eine Anzahl der besten Rennwagenfahrer Europas zum Kampf um den Grossen Preis von Penya Rhin an. Die Veranstaltung wird im Parke von Montjuich ausgetragen. Die kurvenreiche Strecke ist 3790 m lang. Durch Unterstützung der Behörden konnte die Bahn fast durchgehend auf eine Breite von 9 m ausgebaut werden. Der Circuit muss insgesamt 70mal, demnach über eine Gesamtlänge von 265,3 km, befahren werden. Auch die Spanier wählten für ihr Rennen die neue internationale Rennformel, wie sie bekanntlich auch in Montreux zur Anwendung gelangte. Den Organisatoren gelang es, eine erstaunlich gute Nennliste zusammenzubringen, die den spanischen Anlass in die Reihe der grösseren europäischen Rennen rückt. Die Scuderia Ferrari wird in Barcelona ebenfalls anzutreffen sein, und zwar gleich mit einer ausgezeichneten Vertretung. Der berühmte italienische Rennstall delegiert Chiron, Varzi und Lehoux mit den neuen Alfa Romeo-Monoposto-Maschinen. Nuvolari scheint es definitiv satt zu haben, im Bette zu liegen, denn auch er will das spanische Rennen nicht verpassen. Der Amerikaner De Paolo, der sich immer noch in Europa aufhält, fährt auch in Barcelona; nach nicht bestätigten Meldungen steht ihm für dieses Rennen statt seines ziemlich aussichtslosen Miller- Wagens ein Maserati zur Verfügung. Der Engländer Hamilton (Maserati) und die Spanier Palacio, Villapadierna (Maserati), Zanelli auf National Pescara und Tort auf Alfa Romeo starten ebenfalls. Die Nennungen: Hamilton (Maserati), Chiron (Alfa Romeo), Varzi (Alfa Romeo), Lehoux (Alfa Romeo), Palacio (Maserati), Villapadierna (Maserati), Zanelli (National-Pescara), Tort (Alfa Romeo), Nuvolari (Maserati), Brunet (Bugatti), Delmont (Bugatti), de Paolo (Maserati), Morawicz (Bugatti).