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E_1934_Zeitung_Nr.048

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LUFTFAHR Der Absprung.

LUFTFAHR Der Absprung. Aus dem Bordbuch eines Verkehrsfliegers. Von Walther Ackermann. Diese Begebenheit liegt manche Jahre zurück. Fallschirme haben mich immer nur im Zusammenhang mit schwingenden Flügeln oder brennenden Benzintanks interessiert. Nie habe ich mir gewünscht, in eine Lage zu kommen, in welcher der Absprung die letzte Möglichkeit bietet. Seit diesem Erlebnis aber habe ich eine ausgesprochene Abneigung gegen Fallschirme und alles, was damit zusammenhängt. Als ich eines Abends von der Strecke kam, hörte ich auf dem Flugplatz von merkwürdigen Dingen. Es sollen im Verlaufe eines Nachmittags aus einer unserer Maschinen 15 Fallschirmabsprünge gemacht worden sein. Nicht von berufsmässigen Springern, sondern von Mitgliedern eines Clubs, der sich die Springerei als. Sport zum Ziel gesetzt zu haben schien. Das Ganze hörte sich sehr sonderbar an. Dann wurde ich für einen Samstagnachmittag zu Platzflügen aufgeboten. Es hiess, der Fallschirm-Club habe die Maschine bestellt und ich müsse die Springer kutschieren. Dieser Auftrag war mir von allem Anfang an 1 durch und durch widerwärtig. Als ich auf den Platz komme, steht die Maschine startbereit vor dem Hangar. Die Türe zur Kabine ist ausgehängt. Die Springer stehen herum, einige mit angeschnalltem Fallschirm. Einer kontrolliert die Gurten und rückt die grossen, schweren Pakete auf dem Rücken der Leute zurecht. Der Flugleiter sagt mir, dass das ein lizenzierter, erfahrener Springer sei, der auch mitfliegen und in der Maschine jeden Absprung überwachen wird. Auch ein Offizieller ist da, der die Absprünge zu registrieren hat. Für eine Lizenz sind vier Sprünge notwendig. Manche der Kandidaten springen heute zum zweiten, manche zum dritten Male. Es sind jüngere Leute, die aus einfachen Kreisen zu kommen scheinen. Auch zwei junge Frauen sind dabei. Die Begründer des Clubs sollen die Absicht geäussert haben, die Fallschirmspringerei mit der Zeit zu einem Volkssport entwickeln zu wollen. Für dierasch zum vollentfalteten Schirm spannt. Mit meisten der Mitglieder war der erste Absprung mit dem ersten Flug ihres Lebens verbunden. Ich frage eine der Frauen, mit welcher Empfindung sie sich zum ersten Male in fünfhundert Meter Höhe aus der Kabine gestürzt habe. Sie sagt, sie habe Angst gehabt. Sie müsse auch jetzt noch die Zähne zusammenbeissen, aber es springe sich schon leichter. In manchen der verwegenen Gesichter steht trotz des kaltblütigen Ausdrucks etwas wie Angst. Merkwürdiger Mut — seltsamer Ehrgeiz. «Der Club der Selbstmörder», raunt mir einer unserer Monteure zwischen den Zähnen zu. Mir ist nicht geheuer beim Anblick dieser sonderbaren Draufgänger. Wir machen uns startbereit. In der türlosen Kabine sitzen sieben Passagiere," davon fünf mit angeschnalltem Fallschirm. Ueber dem Arm tragen sie die Reissleine. Diese Leine wird mit dem einen Ende im Flugzeug befestigt, das andere ist am Fallschirm angeschlossen. Ein leiser Ruck daran genügt, um den Fallschirm aufspringen zu lassen. So wird durch den Absprung der Schirm automatisch geöffnet. Jeder Schirm hat um die Leibgurte noch eine zweite Auslösevorrichtung die von Hand betätigt werden muss und den Schirm ebenfalls zur Entfaltung bringt. Diese Handlösung hat man hier blockiert, um die unerfahrenen Springer vor einer zu frühen Betätigung zu bewahren und ihnen das Vertrauen zur Reissleine beizubringen. Ich habe den Auftrag, in fünfhundert Meter Höhe den Platz in Längsrichtung zu überfliegen. Was dann geschieht, ist nicht mehr meine Sache. Ich kann es nur noch mitansehen. Zehntausend Absprünge sind in aller Welt schon gemacht worden. Fallschirme sind heute so vollkommen, dass ein Versagen zu den Märchen der Vergangenheit gehört. Und dennoch sitzt mir jetzt die Angst im Nacken. Dennoch würde ich im Augenblick lieber bei Dreckwetter über eine Strecke von tausend Kilometer starten. Mit einem unbekannten unheimlichen Gefühl rolle ich auf die Piste, mit einem seltsamen, inneren Widerwillen hebe ich die Maschine vom Boden ab. Um die vorgeschriebene Höhe zu gewinnen, ziehe ich eine grosse Kurve. Dann fliege ich mit stark gedrosseltem Motor den Platz in der Längsachse an. Ich schaue dem Rumpf entlang zurück und warte. Ueber der Mitte des Platzes stösst sich ein Körper aus der Türöffnung ab. Er fällt — überschlägt sich ein weisser Strahl flattert hoch,"der sich AUTOMOBIL-REVUE 1934 48 einem Ruck scheint der Körper in der Luft stehenzubleiben. Es ist eine der Frauen. Für eine Sekunde vermag ich ihr Gesicht zu erkennen — dann sinkt die weisse Halbkugel unter uns hinweg. Nach der Kurve muss ich lange suchen, bis ich sie tief unten wieder entdecke. Sie scheint fast stillzustehen. Wieder fliege ich den Platz so an, wie das erstemal. Dann warte ich auf den zweiten Absprung. Die Mitte des Platzes ist schon überflogen, als die Umrisse einer Gestalt in der Türöffnung erscheinen. Der Springer scheint zu zögern. Dann endlich saust der Körper vornüber in die Tiefe. Er überschlägt sich nicht — fällt fast aufrecht — dreht sich nach vorn in die Waagrechte. Deutlich sehe ich das geschlossene Paket am Rücken. Vier — fünf — sechs Sekunden — noch immer flattert nichts Weisses hoch — der Körper fällt, fällt wie ein Stein, bis er unter dem Rumpf der Maschine verschwindet. Ich habe dasselbe Gefühl in der Magengrube, wie beim geträumten Sturz ins Bodenlose. Rasch reisse ich eine Kurve und suche überall nach einer weissen Halbkugel. Es ist keine zu sehen. Ein Auto fährt quer über den Platz und bleibt mitten im Felde stehen. In drei Minuten sind wir unten. Einer kniet mit käseweissem Gesicht auf dem Kabinenboden und hält das durchgerissene Ende einer Reissleine in der Hand. Der Abgesprungene hat sich vor dem Sprung unbemerkt in der Leine verwickelt, beim Sturz riss sie am Körper durch, statt an der Verschlussstelle des Schirmes. Eine andere Möglichkeit, den Schirm zu öffnen, hatte er nicht, da die Handauslösung blockiert war. Dreissig Zentimeter tief hatte sich das Bündel in den Boden eingegraben. Die unten sagten, der Aufschlag habe sich angehört wie ein dumpfer Kanonenschuss. Darauf hat man von diesem Club nichts mehr gehört. Versuche mit Flugzeugziigen in Kalifornien. Es hat allen Anschein als ob der Flugzeugzug von Jules Verne in absehbarer Zukunft seine Verwirklichung finden wird. Bereits unlängst wurde in Russland 1 eine Demonstration mit einem Schleppzug ausgeführt, wobei ein Motorflugzeug drei angehängte Segelflugzeuge an verschiedene Orte brachte. In Kalifornien werden mm gegenwärtig diese Versuche fortgeführt und zwar trachtet man darnach, die angehängten Flugzeuge nicht nur an beliebigen Stellen abzuhängen, sondern auch neue wieder in den Zug einzufügen. Der neue einzuführende Gleiter wird dazu vorerst durch ein anderes Motorflugzeug hochgeschleppt, bis er etwa über dem letzten Anhänger des Flugzeugzuges liegt. Sein Führer lässt sodann ein Kabel ausfahren, das am letzten Anhänger befestigt und nach und nach angespannt wird, worauf die Hilfsmaschine sich von ihm löst. Die Versuche finden in Qlendale statt, werden von Hawley Bowens, einem bekannten kalifornischen Segelflieger, geleitet und vom Millionär R. Dupont finanziert. Als Schleppflugzeuge wurden 165 PS Curtiss « Robin »-Hochdecker benützt, als Anhänger drei verstrebte Hochdecker mit Platz für je einen Piloten und vier Passagiere. Der Schleppzug würde im Flugverkehr eine beträchtliche Zeitersparnis und eine bedeutend bessere Ausnützung des Materials ermöglichen. Auch kleinere auf den Fluglinien liegende Ortschaften Hessen sich derart bedienen, indem einfach die für sie bestimmten Anhänger-Flugzeuge losgelöst und die von der Ortschaft heraufgeschleppten Anhänger neu in den Zug eingefügt würden. Warschau erhält einen Grossflughafen. Im Laufe dieses Monats wird in Warschau ein neuer Flughafen fertiggestellt, der mit etwa 1,6 km nutzbarer Länge und Breite und dank seiner modernen Einrichtungen einen der bedeutendsten Landungsplätze Europas zu werden verspricht. Schon jetzt führen von Warschau aus direkte Linien nach London, Moskau, Triest, Saloniki, Prag, Riga und Berlin. Seit der Unabhängigkeit Polens hat sein Luftverkehr einen grossen Aufschwung genommen. Seine Luftverkehrs-Unternehmun-, gen erfreuen sich dank der niedrig angesetzten Beförderungspreise grosser Popularität und haben bis jetzt keinen schwereren Unfall zu verzeichnen gehabt. Bekanntlich wird Polen in diesem Jahr den Europa-Rundflug organisieren, für den bisher 12 deutsche, 10 französische, 7 italienische, 4 tschechische und 11 polnische Teilnehmer gemeldet sind und der als Startort Warschau hat. Von Warschau aus wird später auch zum diesjähriger- Cordon-Bennett-Rennen gestartet. Amerikanische Flugzeuge für Deutschland. Von den drei Boeing - Maschinen, die vor einiger Zeit durch die Deutsche Lufthansa in Amerika gekauft wurden, sind zwei bereits in Deutschland eingetrofen und im Flugbetrieb eingesetzt. Auch die dritte Maschine ist jetzt abgenommen und auf dem Seeweg nach Deutschland unterwegs. cnr. CHEVROLET •Spezialwerkstätte in Zürich, Badenerstrasse 313 übernimmt zu coulanten Bedingungen Reparaturen und Revisionen aller Chevrolet-Modelle, sowie jeder anderer Marke bei Verwendung von Original-Ersatzteilen zu niedrigsten Preisen, Garantie für fachgem., rasche Bedienung. Verlangen Sie Kostenvoranschlag. Telephon 52 607 Automobilwerke Franz AG. 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- 1934 AUTOMOBIL-REVUE Sttaiien Zum Problem der Autostrassenbeleuchtung. Es ist noch nicht lange her, dass man die Verbesserungen, welchen der nächtliche Automobilverkehr rief, in erster Linie der Verstärkung der Wagenbeleuchtung schuldig zu sein glaubte. Erst in jüngster Zeit vermochte die Einsicht durchzudringen, wie wenig auf diesem Wege erreicht wird und wieviel aussichtsreicher die Bemühungen sind, die sich die Verbesserung der Strassenbeleuchtung zum Ziele setzen. Ist es in dieser Richtung Rapperswiler Seedamm. Die von uns in Strasse um keinen Schritt weiter als damals. Nr. 38 der «Automobil-Revue» ausgesprochene Befürchtung, dass die Angelegenheit des Seedammes von einer langen auf eine unendlich lange Bank geschoben werden könnte, ist durch den jüngsten Beschluss des Bundesrates bestätigt worden. Bekanntlich wurde im Bundesbeschluss vom 14. Juni 1933 über die Bewilligung eines Bundesbeitrages von maximal einer Million Fr. zwecks Ausbaues der Verkehrswege über den Rapperswiler Seedamm den beteiligten Kantonen St. Gallen, Zürich und Schwyz eine Frist von einem Jahr gewährt, um sich über einerseits die Natriumdampflampe, wie siedie Annahme der mit der Subvention verbundenen Bedingungen zu erklären. Da bis gegenwärtig auch in der Schweiz ausprobiert wird, so lenkt anderseits ein Beleuchtungssystem, an welchem in Deutschland; Erfahdenen Interessen noch nicht bereinigt wer- heute die Angelegenheit unter den verschierungen gesammelt werden, die Aufmerksamkeit auf sich. Der Zweck, der hier verfolgt langt und nun auch bewilligt worden. Daden konnte, ist eine Fristverlängerung ver- wird, ist die Beibehaltung der Scheinwerferwirkung um ihrer Vorteile willen, ohne dass weiterhin um Jahre hinaus verschleppt und mit wird eine Verkehrsfrage erster Ordnung aher der wesentliche Nachteil derselben, die zwar nicht nur zum Schaden des Motorfahrzeugverkehrs, sondern ebenso zu dem- Blendwirkung, in Kauf genommen werden müsste. Das wird erreicht, indem in 6—8 m jenigen der anliegenden Ortschaften. Die Höhe über der Mitte der Strasse alle 60 m ein sogenanntes Blendgitter angebracht wird, welches etwas schräg zur Strassenachse verläuft und beidseitig je einen Reflektor von 250 Kerzen Lichtstärke trägt. Diese Reflektoren liegen sich somit, aus der Richtung der Strassenachse betrachtet, diagonal gegenüber; zwischen sie schiebt sich das Blendgitter, welches, von beiden aus entgegengesetzter Richtung seitlich angestrahlt, das direkte Aufeinandertreffen der Reflexe verhindert, also jeden Scheinwerfer nur auf eine Strassenhälfte streuen lässt. Durch die Gleichrichtung aller auf die nämliche Strassenhälfte streuenden Reflektoren wird ein rechtsseitig verkehrendes Fahrzeug mithin immer von hinten angestrahlt und nur geblendet, wenn es über die Strassenmitte hinausgerät. Ueberdies hat die Strahlenwirkung der hochgelegenen Reflektoren den Vorteil, in der Schutzscheibe des Fahrzeuges keine *j£3renden Blendreflexe auf den FahrzeuguThrer auszuüben und eine bei jeder Witterung vortrefflich sichtbare Vertikalanstrahhing der Randmarkierungen zu gewährleisten. Eine Vorführung dieser Beleuchtungsart, die mit verhältnismässiz geringen Anlagekosten erstellbar ist (alle 60 m ein Mast mit zwei Reflektoren und kurzem Eisengitter), zeigte bei starkem Nebel, dass die betreffende Musterstrasse volle Sicht auf 200 Meter bot, wo sich jede andere Beleuch- i nf kaum ^0 m beschränkte. (W. Der Tourenonkel Aurorpunsf-ische Abteilung Wohin man kommt, wohin man geht, Dies Bild stets wieder vor uns steht Ein jeder sagt's, ein jeder nennt Den Tourenonkel, den er kennt. Vor allen Ihren Fahrten wenden Sie sieh an uns. Sie erhalten vollständig kostenlos jede touristische Auskunft. Touristikbnrean der Automobil-Kerne, Telephon 28.222 Um vollständige und ztfeckmässige Reigevorsehläge auszuarbeiten trollen Sie folgende Punkte angeben: 1. Reiseziel. 2. Was für Orte müssen berührt werden. 3. Wieviel Zeit steht zur Verfügung. 4. Durchschnittliche Tagesetappen in Kilometer. 5. Zeitpunkt der Reise. 6. Werden Hotelangaben gewünscht, Rang. 7. Sind Grenzformalltätcn anzugeben. Fügen Sie eine 20 Cts.-Marke tür Rückporto bei. 10 Behandlung des gesamten Fragenkomplexes illustriert wieder einmal deutlich, dass man bei uns vor lauter Projektaufstellungen, -Abänderungen, Kommissionssitzungen, Gutachten und wie diese Dinge alle heissen mögen, sich nicht einmal am Seedamm, geschweige dann über den Ausbau der Alpenstrassen wird einigen können, so dass man sich nicht wundern muss, wenn der Vorsprung des Auslandes auch auf strassenbautechnischem Gebiet immer grösser wird. Neue Fahrstrasse Naters—Blatten. Diesen Monat wird bei Brig (Wallis) eine Strassenstrecke dem Verkehr übergeben, die das 2100 Meter hoch, über dem Aletschgletscher liegende Hotel Beialp dem Verkehr näherbringt. Die neue Strasse verlässt das Rhonetal in Naters bei Brig und endigt in 1340 m Meereshöhe beim Weiler Blatten auf dem westlichen Ufer der Massa - Schlucht. Die Strasse, auf welcher ein Autopostkurs verkehren wird, erschliest die Schönheit und Grossartigkeit des Aletschgletschers, dessen Zunge in tiefer Schlucht unterhalb des Hotels Beialp liegt. Sie verkürzt auch den Touristen den Zugangsweg, die in der Nähe des Aletschgletschers Besteigungen ausführen wollen. Wieder einmal die Sustenstrasse. 1810, also vor beiläufig 124 Jahren tauchte das Projekt eines Ausbaues der Sustenstrasse zum ersten Male auf. 1 ^ Jahrhundert — und nach ist der Bau dieser so eminent wichtigen MOSEß-AnS^änger HOPMOBSLE Limousine 16 PS, sehr gut erhalten, zuverlässig, kontrollbereit. Fr. 1700.— Mercedes-Benz-Automobil- A.-G., Badenerstrasse 119. Zürich. Telephon 51.693. ? Wer wünscht? ein fabrikneues Ia. 6-Zyl.- AUTO 14 Steuer-PS, Limousine, zum Selbstkostenpreis der General-Vertretung? Volle Fabrik-Garantie I! Offerten unter Chiffre 14387 aä die 10783 Automobil-Revue. 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Mengenmässig erreichte Frankreichs Exporterlös stieg von 549 auf 621 Mülionen führung eingesetzt, bis jetzt aber leider noch Automobilexport 1933 die Höhe von etwa ohne greifbaren Erfolg. Und doch ist dem 1931,' jedoch stellte sich der Ausfuhrwert in Bau einer Sustenstrasse vor allen andern neuen Strassenprojekten sicherlich mit Recht die Priorität zuzugestehen. Wir haben in der Automobil-Revue schon ungezählte Male auf die Bedeutung einer Sustenstrasse hingewiesen. In autotouristischer, allgemein wirtschaftlicher und militärischer Hinsicht ist ihr Bau eine nicht wegzuleugnende Notwendigkeit. Es ist deshalb eigentlich verwunderlich, dass im eidg. Parlament nicht schon öfters angefragt wurde, wie sich eigentlich die Bundesbehörden im jetzigen Zeitpunkt zum Bau einer Sustenstrasse stellen. Erst in der Frühlingssession dieses Jahres hat dann der Berner Oberländer Nationalrat Balmer in dieser Angelegenheit eine Anfrage gestellt. Dieselbe •s* in der jetzigen Session wie folgt beantwortet worden: «Der Bundesrat teilt die in der Anfrage dargelegte Ansicht über die Wünschbarkeit eines Baues der Sustenstrasse. Eine Einreihung dieses Werkes in ein allgemeines Arbeitsbeschaffungsprogramm ist bis jetzt noch nicht möglich gewesen, indem die vielfachen Begehren betreffend Durchführung von grosszügigen Strassenbauten sehr grosse Forderungen an die Bundesfinanzen stellen und demnach in Verbindung mit der vorliegenden Strasseninitiative abgeklärt werden müssen. Wir hoffen einmal die einzelnen Vorlagen eingehend behandeln und womöglich unterstützen zu können, sobald Beschlüsse vorliegen, welche über die zu verwendenden Mittel wegleitend sind». Also immerhin ein kleiner Lichtstrahl in diese nun reichlich lange verschleppte Angelegenheit: Der Bundesrat teilt die Ansicht über die Wünschbarkeit eines Baues der Sustenstrasse. Dass die ganze Frage im Zusammenhang mit der Strasserjbau-Initiative gelöst werden muss, liegt auf der Hand. Wir wollen nur hoffen, dass nachdem der Initiative ein so grosser Erfolg beschieden gewesen ist, t " oi n " 3 Luft-B rernse CAR ALPIN zu verkaufen 10/12plätzig, gelöst, ev. zu vertauschen an 16/18-Plätz. Offerten unter Chiffre 63611a an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen AUTO Ansaldo Modi. 1928, 4/5 PL, 10 PS, m. Brückli, durchrevidiert, 6fach neu bereift, frisch lackiert. Preis Fr. 900.—, Offerten unter Chiffre 63653 an die Automobil-Revue, Bern. TAUSCH! Wünsche meinen tadellos erhalt. 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Nach Berichten aus Estland soll die russische Handelsvertretung beabsichtigen, in den baltischen Staaten eine grosse Anzahl russischer Autos vom Ford-Typus auf den Markt zu werfen. Wie diese Dumpingexporte vor sich gehen sollen, dürfte daraus ersichtlich sein, dass Russland die exportierten Automobile zu einem Preis von 250 Dollars abzusetzen gedenkt, das heisst zweimal billiger als die amerikanischen und englischen Fordmodelle. Bekanntlich wurde in den letzten Jahren unter aktiver Mitarbeit von Fordingenieuren in Nishni-Novgorod eine mächtige Fabrikanlage zur Herstellung von Automobilen auf Grund von erworbenen Fordpatenten errichtet. Diese Lizenzvergebung bezog sich auf das Modell 1930. Auf Grund des zwischen der sowjetrussischen Regierung und dem Fordkonzern abgeschlossenen Verträge ist es Russland verboten, Produkte, welche in den nach Fordprojekten erstellten Anlagen produziert werden, ins Ausland zu exportieren. Es hat jedoch den Anschein, als ob sich Russland kaum um diese vertraglichen Bestimmungen kümmere. Hinsichtlich der Qualitätsfrage dieser Produkte ist man etwas pessimistisch eingestellt, gibt doch selbst die russische Presse zu, dass die in ihrem Lande produzierten Wagen hinsichtlich Brennstoffverbrauch als unwirtschaftlich werden müssen. betrachtet a Mercedes 1929, 20 Ps, 6 Zylinder, Allwetter-Karosserie, 7 PL, SSehweizej Karosserie, Leder vind Tuehpolsterung, Vierradbremsen, 6 kompl. Räder, Koffer, Zeißschem-' werfer, von der Fabrik komplett durchrevidiert, zu verkaufen. Ankaufspreis Fr. 25 500.—-, Verkaufspreis Fr. 5S00.-r. 63717 Garage Majestic, Lausanne. Av. de Morges 145. — Telephon 29.453. OGCASION! Ein bereits neuer 2-Tonnen-Lastwagen äüsserst preiswert aus Privathand zu verkaufen. Offerten unter Chiffre 53251 an die Automobil-Revue. Bern. LANCIA-LAMBDA 8. 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