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E_1934_Zeitung_Nr.050

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10 AUTOMOBIL-KEVUr

10 AUTOMOBIL-KEVUr 1934 - N° 50 Bateaux de tous genres Vedettes de 6.60 m. occasions except.: Canot automobile 8 m. mot Scripps, 6cyl. en parfait ötat. „Sachs", „Trim" „Efftett", „Rotbart" 1V„ 2V„ 4, 6, 0, 12 et 20 CV. 29 Jahre alt, verh., sicherer Berg- und Ueberlandfahrer, Deutsch sowie Franz. sprech., mit Ausland- Praxis, versiert in allen vorkommenden Arbeiten, versehen mit sämtl. Werkzeug, sucht Dauerstellung als CHAUFFEUR oder GARAGECHEF. Bewerber ist im Besitze der Fahrbewilligung seft 1924. Gefl. Offerten unter Chiffre 63771 an die Automobil-Revue, Bern. Neues Verfahren Mit Fr. 22.— Auslagen können abgenützte Kolben und Zylinder wieder vollkommen abgedichtet werden, so dass der Motor für 15000 km seine frühere Normalleistung erreicht. Grosse Oelersparnis. Prima Referenzen. Leicht verkäuflich. Schöne Verdienstmöglichkeit. Am geeignetsten für solche Bewerber, die bereits Automobilkundschaft bereisen. — Offerten unter Chiffre Z 2997 an die ""* Automobil-Revue. Bureau Zürich. Mehrjähriger, gewissenhafter, jüngerer Chauffeur auf Car Alpin, MöbeJ- und Luxuswagen, J

NO 50 -1934 AUTOMOBIL-REVUE 11 Autosektion St. Galleii-Appenzell GRUPPE ST. GALLEN - STADT. Einladung zu Zuverlässigkeitsfahrt, Picknick und Schnitzeljagd. Nachdem wir Sie infolge der anhaltenden Krise dieses Frühjahr mit Anlässen verschonten, hat die Kommission, um den Zusammenhang mit den Mitgliedern nicht ganz zu verlieren, beschlossen, auf Sonntag, den 24. Juni 1934, eine Zuverlässigkeitsfahrt, Picknick und Schnitzeljagd durchzuführen Das Picknick findet auf prächtigem Höhepunkt, auf dem «Stähelibuck» mit grossem Aussichtsturm, statt. Bei schlechter Witterung steht eine gute Land-Wirtschaft zur Vertilgung des Picknicks zu unserer Verfügung. Schöne Preise sind vorhanden Schluss des Anmelde-Termins 20. Juni. Start: Tonhalleplatz, 9 Uhr. Reglement für die Zuverlässigkeitsfahrt vom 24. Juni 1934. 1. Die Veranstaltung ist offen für «amtliche Mitglieder des T.C.S., Sektion St. Gallen.Appenzell, sowie für den geladenen Damen-Automobil-Club St. Gallen, und wird bei jeder Witterung durchgeführt. 2. Nenngeld pro Wagen Fr. 5.—*. Dasselbe Ist gleichzeitig mit der Anmeldung bis spätestens 20. Juni an unsern Kassier, Herrn Hrch. Burk, Unionplatz, St. Gallen. Postcheckkonto IX 4842, T.G.S., einzusenden. 3. Das Nenngeld •wird nur zuruckbesa.hlt, wenn die Veranstaltung nicht durchgeführt •wird. •4. Sämtliche Wagen müssen um 8H Uhr auf dem Tonhalleplatz parkiert sein. Gestartet wird in der Reihenfolge der Anmeldungen. 5. Die Fahrt beträgt ca. 75 km. 6. Die genaue Route wird jedem Teilnehmer direkt vor der Abfahrt übergeben. 7. Auf der Strecke sind Kontrollposten aufgestellt die auch die jeweilige Durchschnittsgeschwindigkeit bekanntgeben. 8. Jede Minute zu frühe oder rn späte Durchfahrt bei der Kontrolle oder am Ziel wird mit einem Strafpunkt belegt. 9. Wer eine Kontrolle nicht passiert, fällt ansier Konkurrenz. 10. Erster ist derjenige, -welche am -wenigsten Strafpunkte aufweist. 11. Im Falle einer Punktgleichheit hat derjenige Wagen mit weniger PS und bei gleicher Kraft derjenige mit höherem Gewicht den Vorrang. 12. Mindestens % aller Konkurrenten erhalten Preise. 13. Die Fahrzeugführer haben sich an die polizeilichen Vorschriften zu halten und fahren auf eigenes Risiko. 14. Die veranstaltende Gruppe lehnt Jede Verantwortung grundsätzlich ab. 15. Entscheide der Sportkommission sind unanfechtbar. 16. Preisverteilung 18 Uhr In der Brauerei Stocken. St. Gallen W. Reglement für die Schnitzeljagd vom 24. Juni 1934. 1. Die Veranstaltung ist für alle Mitglieder der Sektion St. Gallen-Appenzell sowie für den geladenen Damen-Automobil-Club St. Gallen offen. 2. Die Teilnehmer sammeln sich punkt 15 Uhr auf dem Schwanenplatz Wil. 3. Strecke: Wil-Flawil-St. Gallen mit höchstens 10 km Abzweigung nach links und rechts von der Hauptstrasse;**" " * " " "' ----- 4. Der Fuchs fährt nach vorangehender Instruktion 15.30 Uhr ab, die Teilnehmer K Stunde später. 5. Der Fuchs hat seinen Weg in einem. Abstand •von Maximum 500 Metern durch Ausstreuen von farbigen Schnitzeln rechts der Fahrbahn zu markieren. 6. In Ortschaften darf der Fuche die Geschwindigkeit von 40 km und im freien Gelände von 60 km nicht überschreiten. 7. Im Falle einer durch den mitfahrenden Kontrolleur beobachteten Uebersch reitung der 40 bzw. 60 km wird der Fuchs disqualifiziert. 8. Die Jagd dauert bis 17 Uhr. 9. Dem Fuchs ist gestattet, Nebenstrassen zu benützen, aber keineswegs gesperrte oder verbotene, sofern sie als solche gekennzeichnet sind. 10. Die Verfolger haben sich genau an die YOTgeschriebenen Geschwindigkeiten des Fuchses zu halten. Geheime Stopp-Kontrollen können die, die Vorschriften überschreitenden Verfolger disqualifizieren. 11. Ist bis 17 Uhr der Fuchs, event. bei grosser Beteiligung die Füchse, nicht gefangen, so ist er Sieger, im andern Falle die glücklichen Verfolger. 12. Jeder Fuchswagen erhält drei Wimpel. I. Preis weiss, II. Preis grün, III. Preis rot 13. Die Ueberbringer der Wimpel gelten "als Sieger. 14. Jeder Verfolger darf nur einen Wimpel abreissen. 15. Das Nenngeld beträgt Fr. 3.— und ist mit 3er Anmeldung bis spätestens 20. Juni an Herrn Hrch. Burk, Postcheck IX 4842, einzusenden und •wird nur zurückgezahlt, sofern die Veranstaltung nicht zur Durchführung kommt. Die Sportkommission. Autosektlon Waldstatte Strassenverkehrskom.mission der Stadt Luzern. Am 13. Juni versammelte sich die Strassenveriehrskc-mmission zu ihrer dritten diesjährigen Siteung. Es waren vertreten; Touring-Club der Schweiz, Automobil-Club der Schweiz, Schweiz. Radfahrerbund, Union Motocycliste Suisse, Chauffeur-Club I/uzern, Polizeikommissariat der Stadt Luzern, die Baudirektion der Stadt Luzern, Motorsport-Club Luzern, Arbeiter-Radfahrerbund, Stadtingenieur. Das Protokoll der letzten Sitzung vom 11. April 1934 wurde verlesen und genehmigt. Nach Erledigung der Korrespondenzen ging man über zur Diskussion des neuen Bahnhofplatzes. Die ganze Anlage wurde lobend aufgenommen. Zur Zufriedenheit vieler Strassenbenützer entschloss sich die Kommission, den Verkehr Bahnhofstrasse- Seebrücke nicht in den Kreiselverkehr einzuechliessen, sondern direkt zu führen. Es braucht also weder der Automobilist, noch der Handwagenführer den grossen Kreis von. ca. 235 m tu durchfahren. Weiter -wurde die Geschwindigkeitsfrage an der Haldenstrasse besprochen. Hierüber entschloss sich die Kommission einstimmig, die Geschwindigkeitslimite von 40 Kilometer nicht anzunehmen, jedoch im Schosse der Vereine und Clubs darauf aufmerksam zu machen, die Strasse ruhig zu durchfahren und eventuell mit entsprechenden Ta^ fein darauf hinzuweisen. Die Sitzung wurde um 11 Uhr unter bester Verdankung an die Anwesenden aufgehoben. Alsdann wurde noch der Bahnhofplatz besichtigt. P. B. Sommer-Delegierten-Versammlung des A.C.S. in Lausanne Die Sommer-Delegierten-Versammlung des A.C.S. in Lausanne, der am letzten Sonntag ein herrlicher Sonnentag beschieden war, bedeutet in der Geschichte der Hauptversammlungen des Clubs einen eigentlichen Rekord. Die ganze Sitzung währte bloss eine Stunde, eine Tatsache, die ebenso für die Geschicklichkeit und Umsicht der Leitung wie für die grosse Disziplin der Versammlung spricht. Immerhin muss bemerkt werden, dass der vorgesehene Hauptpunkt der Verhandlungen, die Statuten-Revision überhaupt nicht zur Diskussion kam. Damit war jedoch der Versammlung ein sehr "wichtiges Traktandum genommen. Bekanntlich hatten Zentralkomitee und Direk- ÖonsTat in mehreren Sitzungen die Totalrevision der Statuten besprochen und nach «sorgfältigem Studium auch aufs Papier gebracht. Die weitgreifenden Umänderungen sollten der Delegiertenversammlung am Sonntag zur Diskussion und Abstimmung vorgelegt werden. Doch in letzter Minute entschied sich das Schicksal anders. Da sich von Seite von drei Sektionen aus ein« prinzipielle Opposition gegen die beabsichtigte Totalrevision geltend machte — die Sektion Zürich reichte auch ein Gegenprojekt ein — musste in Lausanne am Samstag noch eine Präsidenten-Konferenz einberufen werden, die zur Angelegenheit Stellung zu nehmen hatte. Bei dieser Konferenz lehnten 118 gegen neun Delegierte — die Präsidenten stets als bevollmächtigte Vertreter der Sektion-Delegierten gedacht — die Statutenrevision ab. Einige Punkte der Aenderungen fanden jedoch die allgemeine Zustimmung, so dass umgehend der Plan einer blossen Teilrevision aufgestellt wurde, deren genauere Einzelheiten eine besonders ernannte Kommission im Laufe des Jahres auszuarbeiten hat, um sie der Winter-Delegierten-Versammlung vorlegen zu können. Nach diesem Vorspiel am Samstag wickelte sich die Sitzung am Sonntag in gediegenem Rahmen und mit erfreulicher Promptheit ab. Um 10.30 UTIT durfte Herr Zentralpräsident Dr. Mende die Sitzung unter den fröhlichen Tönen einer Autohupe eröffnen, die die normale Funktion einer Tischglocke zu erfüllen hatte. Der Versammlung war der würdige Sitzungs-Raum des Grossen Rates ZUT Verfügung gestellt worden, eine noble Geste der Waadtländer Regierung, die Herr Dr. Mende gleich zu Beginn aufs herzlichste zu verdanken wusste. Er konnte 114 Delegierte begrüssen, die insgesamt 28 Sektionen vertraten. Gleich zur Eröffnung der Sitzung wurde den Anwesenden die überraschende Kunde zuteil, dass der Club nun bereits über 15.000 Mitglieder zählt, eine Nachricht, die mit lebhaftem Beifall aufgenommen wurde. Leider blieb auch die vergangene Periode nicht ohne ernste Schicksalschläge, die den A. C. S. in Trauer brachten. 152 Mitglieder verstarben, darunter sehr bekannte Persönlichkeiten, die für den A.C.S. grosse Dienste geleistet hatten, wie die Herren Cotinelli, Kündig, Frey, Baron von Waldthausen -usw. Die Versammlung ehrte das Andenken der Verstorbenen durch Erheben von den Sitzen, um sodann zur eigentlichen Tagesordnung überzugehen. Der vom Zentralkomitee vorgelegte Jahresbericht üb&r~4ie-Tätigkeit des A. C. S. -während der abgelaufenen Geschäftsperiode stellt ein Dokument von 81 Druckseiten dar. Da die Vitalität eines Clubs nach seiner Tätigkeit und nach den geleisteten Diensten beurteilt- wird, so kann man mit Genugtuung feststellen, dass sich im abgelaufenen Jahre mehr als je die Lebenskraft des A. C. S. entfaltet hat. Am 1. Januar 1033 traten das eidg. Automobilgesetz und' die Vollziehungsverordnung in Kraft, wobei niemand behaupten wind, dass Gesetz und Vollziehungsverordnung vollkommen seien, sind doch die Erwartungen der Automobilisten in mehr als einem Punkte unerfüllt geblieben. Dessen ungeachtet müssen die beträchtlichen und unbestreitbaren Vorteile anerkannt werden: die Rechtseinheit auf dem ganzen Gebiete der Eidgenossenschaft, die vereinfachte und auf das nötwendigste beschränkte Strassensignalisation, der Wegfall heimtückischer Autofallen etc. Auch das Benzinproblem hat 1933 die voll« Aufmerksamkeit dee Clubs verlangt. Dank der Untersuchungen und Bemühungen des A. C.S. war es den Verbänden möglich, ihre Forderungen und Wünsche betr. Preisbildung in den verschiedenen Sitzungen, welche im Anschluss an die «Konvention des Schweiz. Benzinmarktes» folgten, mit Nachdruck geltend zu machen. Im besondern wird hervorgehoben, dass der A. C. S., dessen politische Neutralität als Grundsatz in den Statuten verankert ist, der Benzinkorporation nicht beitreten konnte, solange dieselbe den Versuch einer wirtschaftspolitischen Organisation darstellte. Aktiv war auch der A. C. S. in der Pneufrage tätig. Da die Interpretation « Genügender Gleitschutz >, wie er vom ledigt Das Total der abgegebenen Zolldokumente 1000 mündliche -und telephonische Anfragen er- eidg. Justiz- und Polizei-Departement erlassen beziffert sich auf 19.904 (18.178), worunter 10.419 wurde, verheerende Folgen hätte zeitigen können, Triptyks figurieren. Schweiz. Triptyks durch die wandte sich der A. C. S. an das zuständige Departement, das sich damit einverstanden erklärte, seine abgegeben (4784). der Ä.I.A.C.R. angeschlossenen Clubs wurden 4229 Auslegung einer erneuten Prüfung zu unterziehen. Der technische Dienst hatte um Verlaufe 8es Aktiv beteiligte sich der Club an der Offenhaltung Jahres 1933 häufig schriftlich und mündlich die des Julierpasses, sowie an der von der Schweiz. verschiedensten Anfragen betr. der Automobiltechnik seitens der Mitglieder zu beantworten. Die Strassenverkehrs-Liga lancierten Volksinitiative betr. Alpenstrassen-Ausbau. Trotz anhaltender Krise hat die Mitgliederwerbung erhebliche Fortschritte ru verzeichnen. Der Zuwachs war ein erfreulicher, so dass Ende des letzten Jahres der Gesamtbestand auf 14 618 anstieg. Die prozentuale Erhöhung des Mitgliederbestandes beträgt für 1931 7,6%, für 1932 2.12% und für 1933 5,5%. Die aufsteigende Tendenz dieser Kurve darf als ein gutes Omen für die weitere Entwicklung des A. C. S. angesehen -werden. Auch die inzwischen erfolgte Erhöhung- auf 15 000 Mitglieder zeigt eine anhaltend aufsteigende Entwicklung. 1933 stand auch im Zeichen der Reorganisation des offiziellen Organs. Das A.C.S.-Bulletin musste der neuen A.C.S.,Revue, die im Gegensatz zur frühheren wöchentlichen Erscheinungsweise nunmehr zweimal im Monat herausgegeben wird, weichen. Auch der Frage der Statutenrevision hat das Zentralkomitee seine ganze Aufmerksamkeit geschenkt. Der A.C.S. hat als solcher einen Sitz im Vorstand der Schweiz. Verkehrszentrale, -weshalb er in der Lage ist, noch mehr als bisher das Seinige zur Förderung des Tourismus beizutragen. Im weitern sind die Vergünstigungsverträge mit der «Winterthur» und der «Zürich» betreffend Haftpflichtpolicen zu erwähnen. Auf verkehrstechnischem Gebiet stand im Vordergrund die Organisation der technischen Automobilkontrolle im Hinblick auf die notwendige Anpassung der Fahrzeuge an die Vorschriften des Automobilgesetzes. Was die Tätigkeit des A. C. S. nach innen anbetrifft, so fanden.im Jahre 1933 die beiden statutengemäß vorgeschriebenen Delegiertenversammlungen statt. Das Zentralkomitee hielt sechs Sitzungen ab, das Direktionskomitee deren acht, während sich von den verschiedenen Kommissionen diejenige für den Verkehr viermal, die Finanzkommission siebenmal, die Touristikkommission dreimal versammelten, wogegen die Kommission für zentralen Rechtsdienst sowie die spezielle Kommission für das Klausenrennen je einmal und die nationale Sportkommission zweimal zusammentraten. Weiter wurden abgehalten eine Versicherungskonferenz, eine Präsidenten- und Sekretärenkonferenz und zwei Konferenzen betreffend internationale Camping-Sternfahrt. Ein ganz gewaltiges Arbeitspensum hatten die Nationale Spoxtkommission, die Touristikkommission, sowie diejenige für den Ver- der sportlichen Betätigung nach einer gewissen Ruheperiode. Besonders rührig war die Sportkommfssion im Hinblick auf die Organisation des 1. Grossen Preises der Schweiz für Automobile (Bern 1934). Im Rahmen der internat. Alpenfahrt 1933 hatte der A. C. S. die Organisation für die Schweiz. Teilstrecke übernommen, Die N. S. K. gab den an der nationalen Sportreglementierung Interessierten auch 1933 Gelegenheit, sich über die betr. Fragen ru äussern. Das Rundfragesystem wirkte sich aber in der Folge als wenig angebracht aus, so dass es wohl besser wäre, eine andere, dem Clubgeist besser entsprechende Lösung zu finden. Die Touristikkommisjson befasste sieh vor alleni mit den A C. S.-Karten, mit dem Tourietikbulletin, dem Grenzbureau Ghiasso, dem S. 0. S.-Telephonhilfsdienst, dem Wasserhilfsdienst, der Frage der Automobiltransporte durch die Alpentunnels, dem Schilderdienst, dem Camping, verschiedenen autotouristischen Veranstaltungen (A. C. S.-Wintersportwoche in Davos, Jungfraufahrt, Ungarnfahrt, Traubentage im Wallis). Die Tätigkeit der Verkehrskommission stand in enger Berührung mit der Einführung des Automobilgesetzes- Dabei handelt es sich um die neue gesetzliche Verkehrsregelung, in Verbindung mit der Befolgung der Vorschriften und der Disziplin der Strassenbenützer. Um dieses Ziel innerhalb des Clubs zu erreichen, beschloss die Kommission, einen Verkehrsdienst zu schaffen. Um auch innerhalb des Clubs den Gedanken der Verkehrssicherheit zu fördern, wurde der Beschluss gefasst, im Sommer 1934 eine Schweiz. Verkehrswoche durchzuführen. Auch Fragen, wie Förderung der Verkehrssicherheit durch Einführung automatischer Signale, durch farbige Lichtsignale, wurden eingehend behandelt, im weitern alle mit der Alpenstrasseninitiative, mit dem Benzinzollproblem und dem Ausbau des juristischen Bulletins zusammenhängenden Probleme. Die Arbeiten der Versicherungskommission standen in engem Zusammenhang mit der durch das neue Automobilgesetz geschaffenen Neuordnung der Haftpflichtversicherung. SEKTION ZÜRICH. DM für den 23. Juni vo*. sowie mit dengesehene Burgfest in Rapperswil findet nicht statt. Speziell befasste sich die Kommission mit den Sämtliche schweizerischen Alpenstrassen sind Rückwirkungen dieser Neuerungen auf dienunmehr dem Fahrverkehr geöffnet. Umbrail ist Wirtschafts- und Finanzlage des A. C. S. und seiner Mitglieder gegenüber der Politik des in- und ausländischen Versicherungsgesellschaften auf dem Gebiete der Haftpflichtversicherung. Nach aussen dokumentiert sich die Tätigkeit des A. C. S." durch seine Delegation in der A. I. A. C. R., durch seine Mitwirkung in der internat Verkehrs- und Zollkommission, in der internat. Touristikkommission, der Kommission für die Statutenrevision sowie der internat. Sportkommission. Den einzelnen Sektionen des A. C. S. wurde im letzten Jahre ein ausführlicher Fragebogen zur Beantwortung zugestellt, auf Grund dessen Ausfüllung ein Bild über die Detailtätigkeit und über die Kleinarbeit des Clubs und seiner Organe aufgestellt werden kann... Die Tätigkeit der Zentralverwalhing -wird jedes Jahr vielgestaltiger und umfangreicher. Dire Arbeit nimmt proportionell der Ausdehnung des Arbeitsgebietes der ständigen und inständigen Kommissionen zu. Die Entwicklung aller den Automobilismus berührender Kreise, die Wechselbeziehungen zwischen Verkehr und Tourismus, die internationale Angelegenheit in bezug auf Zoll und Strassenpolizei verlangen eine stete Aufmerksamkeit und eine kontinuierliche Kontrolle aller Vorgänge, die allein in den Stand setzt, den Mitgliedern genaue und zuverlässige Auskunft zu geben. Der Personalbestand ist mit 14 Funktionären und Angestellten gleich geblieben. Das Touristbüro hat 1933 etwa 320 detaillierte Routenbeschreibungen zusammengestellt -und gegen 300 schriftliche und Grenzbüros von Kreuzungen und Chiasso. der Telephondienst auf Bergstrassen, der Eisenbahnverladehilfsdienst für Automobile am Gotthard und Simplon, dos offizielle Automobilhandbuch der Schweiz, das Nachrichten-Bulletin der Zentralverwaltung imd das juristische Bulletin Aes A. C. S. stellen die -weiten» wichtigen von der Zentralverwaltung bearbeiteten Gebiete dar. Jahresrechnung. Die mit einer Bilanzsumme wn Fr. 280.566.87 abschliessendo Jahresrechnung wurde genehmigt. Den Delegierten wurden seitens des Zentralkomitees zwei Entwürfe für die Statutenrevision vorgelegt. Diese Entwürfe sehen die Aufhebung der bisherigen. Herbst-Delegierten-Versammlung vor. Als neuer Organismus wurde die Präsidentenkonferenz der Sektionspräsidenten geschaffen. Im weitern ist eine Erhöhung der Zahl der Zentralvorstandsmitglieder von 21 auf 25 vorgesehen. Die einzige Delegiertenversammlung des Jahres wird in den Mittelpunkt des A. C. S.-Zentralfestes gestellt, für dessen erstmalige Durchführung (1935) die Sektion Graubünden St. Moritz in Vorschlag brachte. Im laufenden Jahre findet nochmals eine Herbst-Delegierten- Versammlung, statt, die die definitive Beschlussfassung über die Statutenrevision vorzunehmen hat. Im weitern Verlaufe der Verhandlungen wurde der grosse Erfolg von Montreux sowie der vorzügliche Gang der Vorbereitungen für das Klausenrennen und den Grand Prix der Schweiz registriert. Die flott durchgeführte Versammlung fand ihren Abschluss durch ein Bankett, an welchem rund 150 Mitglieder teilnahmen. es. SEKTION LUZERN. Als zweite Veranstaltung grösseren Formats organisiert die Sektion am 24. Juni eine Fahrt ins Grüne, verbunden mit einer Fuchsjagd. Der unermüdliche Sportpräsident, Ing. A, Bartholomäi, hat mit dieser Veranstaltung wiederum etwas durchaus Neues rand Originelles geschaffen. Wir skizzieren kurz deren Verlauf: Am Start erhält jeder Teilnehmer zwei Kuverts, ein solches mit dem Endziel (nur im Notfall zu öffnen!) und eines mit dem nächsten Kontrollposten. Dieser nächste Kontrollposten ist als Streckenstück skizziert, dazu ist die kilometrische Entfernung von Luzern angegeben, was natürlich das Auffinden erleichtert Nach Erreichung des ersten Postens erhält der Konkurrent kehr und für das Versicherungswesen zueine Aufgabe und nach Lösung derselben ein neues erledigen. Ins Gebiet der ersten gehören die Kuvert mit der Skizze des nächsten Postens. So 1933 durchgeführten vier nationalen Rennveranstaltuneen, wobei die Rennen von Montreux-Caux und das Ziel-ist In der Wahl der Strecke ist jeder geht es weiter bis zum Posten Nr. 5, der zugleich Monte Ceneri spezielle Erwähnung verdienen, bedeuten sie doch eine glänzende Wiederaufnahme vorgeschrieben; Immerhin muss die ganze Posten frei, ebenso sind keine Geschwindigkeiten Aufgabe in 3 Stunden gelöst werden. Zu viel gebrauchte. Zeit und die Punkte aus den Aufgaben, gestellt an den Posten, ergeben die Klassierung. Wer am- -wenigsten Strafpunkte aufweist, -wird Sieger. Da« Ziel Eegt auf «iner -wunderschönen Alp. Bis 12 Uhr mittags dürften alle Teilnehmer dort besammelt sein. Die Zufahrtestrasse zu dieser Alp ist ein ideales Bergsträsschen, ohne jeglich« Gefahr. Auf der Alp Picknick, dazu ein Dessert, offeriert vom Club. Nachher folgen «Volksbelustigungen» aller Art; Kinder können ruhig mitgenommen werden, auch für sie sind Ueberraschungen vorbereitet. Die Anmeldungen für diese tomristisch-tportlicha Prüfung sind bis Freitag, den 22. Juni, an das Clubsekretariat erbeten. PP- Aus «l«»n Vetbanden Gesellschaft der Mwtorfahreroffizlere im Rahmen des III. Armeekorps. Die Gesellschaft der Motorfahreroffiziere im Rayon des IIL Armeekorps veranstaltet am nächsten Sonntag eine Zuverlässigkeitsfahrt, verbunden mit technisch-taktischen Aufgaben. Die Konkurrenz geht über eine Strecke von zirka 140 km und wird bei jeder Witterung durchgeführt. Start der Equipen, für die bisher 25 Offiziere mit 12 Fahrzeugen angemeldet sind, 8.30 Uhr beim Restaurant «Falkenschloss» in Zürich. Nach Beendigung der Uebung, zirka 16 Uhr, gemeinschaftliches Abendessen mit kameradschaftlicher Zusammenkunft in St. Gallen im Restaurant Stocken. Die Uebungsanlage wurde von Hauptmann Gehrig ausgearbeitet, der auch die Leitung der Konkurrenz innehat Touristik-Bulletin des A.C. S. bereits Samstag, den 9. Juni durchgehend passierbar geworden. Grosser St. Bernhard öffnete Mittwoch, den 13. Juni; die Durchfahrt mit grossen Cars- alpins ist jedoch vorderhand nicht empfehlenswert, da die Italienerseite noch nicht genügend breit ausgeschaufelt ist. Trotz des gegenwärtig herrschenden schlechten Wetters sind alle Passstrassen ohne Ketten 1 gut befahrbar. Italien; Sämtliche Dolomitenpässe sind für Fahrzeuge jeglicher Art befahrbar. Das Stilfserjoch ist seit Mittwoch, 13. Juni, durchgehend ohne Ketten passierbar, Frankreich: In der Route d'ete des Alpes sind immer noch gesperrt: Galibier, Izoard und Cayolle. In den- Pyrenäen. öffnete der Col du Pourtalet Verkehrsvorschriften. 1. Haslibergstrassen: Vom 15. Juni bis 15. September sind die Haslibergstrassen Brünig-Reuti und Meiringen-Reuti für den gesamten Motorfahrzeugverkehr gesperrt. Ab 15. September dürfen diese Strassen mit Personenautos bis zu acht Sitzplätzen und mit Lastautos bis zu 3 Tonnen Gesamtgewicht befahren werden. Ausnahmebewilligungen für die Zeit des Verbotes werden für Autos erteilt, welche mindestens fünf Tage auf dem Hasliberg stationiert bleiben. Diese Bewilligungen werden auf Grund eines schriftlichen Gesuches, welches beim Kant Verkehrsamt Bern einzureichen ist, ausgestellt. 2. Grosse Scheideggstrasse: Die Grosse Scheideifgstrasse (Meiringen-Rosenlaui-Bad-Schwarzwaldälp) darf nur mit Personenautos bis zu sechs Sitzplätzen und mit einer Höchstbreite von 1,8 m, sowie mit zwei Hotellieferungswagen, deren Gesamtgewicht je .3000 kg nicht übersteigen darf, und mit Motorrädern befahren 1 werden. • Während der Zeit der Alpauffahrt und der Alpabfahrt bleibt die Strasse' jeweils von Mitternacht bis Mittag für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt 3. Die Gadmenstrasse (Innertkirchen-Gadmen) ist nur für Personenautomobile bis zu sechs Sitzplätzen, sowie Motorräder mit und ohne Seitenwagen geöffnet. 4. Diemtigtalstrasse (Oev-Grimmialp): Geöffnet für Personenautomobile bis maximal acht Sitzplätzen und Lieferungswagen und Lastautos bis zu 3,5 Tonnen Gesamtgewicht Maximalbreite der Wagen 2 m, maximal zulässige Geschwindigkeit 20 km/St. 5. Kientalstrasse (Reichenbach-Kiental): Für jeden Motorfahrzeugyerkehr gesperrt. 6. Obere Gletscherstrasse - Grindelwald: Befahren mit Motorfahrzeugen verboten; Ausnahmebewilligungen für Medizinalpersonen sowie für Motorräder für die Anwohner. 7. Orvin-Chasseralstrasse: Für den Motorfahrzeugverkehr gesperrt I 8. Seelisbergerstrasset Die Strasse Emmetten- Seelisberg ist "für Personenautomobile mit über acht Personen Fassungsvermögen und für Lastwagen mit über 6 Tonnen Gesamtgewicht und mehr als 2 m Breite gesperrt. Alpenposten. Auf folgenden Alpenposten wird der Betrieb am 15. Juni eröffnet werden: Meiringen-Grimsel-Gletsch, Andermatt-Furka- Gletsch, Andermatt-Gotthard-Airolo, Flüelen-Klausen-Linthal, Chur-Julier-St. Moritz, Davos-Flüela- Süs, Thusis-San Bernardino-Mesocco und Disentis- Lukmanier-Olivone. Ferner werden auf den 15. Juni folgende neue Postautolinien In Betrieb genommen: Fieseh-Ernen-Twingen-Haselwald-(Binn)f Brig-Naters-Blatten-(Belalp). Der nächste *Autler-Feierabend» erscheint kommenden Freitag als Strandbad-Nummer.