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E_1934_Zeitung_Nr.047

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1934- \ «e> •• I* *esUm o» ürossbritanniens neue Verkehrsregelung» Mit der Entwicklung des Motorfahrzeugverkehrs hat, neben den Vereinigten Staaten, speziell in allen westeuropäischen Ländern die Verkehrsdichte in den letzten Jahren stark zugenommen. Damit ergab sich auch eine Kluft zwischen der rechtlichen Ordnung und der praktischen Durchführung des Strassenverkehrs, indem letztere meistens den gehandhabten Verkehrsregelungen weit voraus eilte. Auf keinem Gebiet, wie auf demjenigen des Automobilwesens, dürfte die gesetzliche Regelung derart stark der technischen Entwicklung nachhinken, so dass in vielen Ländern in immer kürzern Intervallen eine gewisse Angleichung der Gesetze an die Praxis vorgenommen werden muss. Nachdem besonders Grossbritannien im abgelaufenen Jahr ein starkes Anwachsen seines Automobilbestandes zu verzeichnen hatte, löste die Steigerung der Verkehrsopfer von 6667 im Jahre 1932 auf 7202 im letzten Jahre auch in den direkt beteiligten Kreisen starkes Missbehagen aus. Im gleichen Zeitraum ist zudem die Zahl der bei den Zusammenstössen als verletzt Gemeldeten von 206,450 auf 216,328 gestiegen. Wenn auch umgerechnet auf die Kilometerleistung diese Ziffern sich wahrscheinlich in normalem Rahmen bewegen, so stellen sie doch in ihrer nicht zu verleugnenden Grosse eine ständige Mahnung an die zuständigen Instanzen dar,.durch gesetzliche Regelung die Gefahrenquellen im modernen Strassenverkehr nach Möglichkeit zu vermindern zu versuchen. Dem britischen Parlament soll nun demnächst ein neues Verkehrsgesetz unterbreitet werden, in welchem als wichtigste Neuerung die Aufhebung der Geschwindigkeitsfreiheit, wie sie seit 1930 in Grossbritannien bestand, niedergelegt ist Allerdings hat man bei dieser Beschränkung sich davor gehütet, in die frühere 20-Meilengrenze zurückzufallen, sondern man einigte sich auf eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Meilen = 48 km im bebauten Gelände. Nicht nur bei uns, sondern auch in England hat die Definition des Begriffes «geschlossene Ortschaft» erhebliches Kopfzerbrechen bereitet Da der Engländer bekanntlich in gesetzlichen Dingen möglichst klare Begriffe und Umschreibungen liebt, hat man sich dahin geeinigt, alle Strassen, die unbeleuchtet *ind, als frei von jetlicher GeschwiixllrkeitsrreiTze zu bezeichnen, so dass nur beleuchtete Ronten und Wege für die gesetzlichen Beschränkungen in Betracht fallen. In Abweichung vom Gesetze ist es jedoch den örtlichen Verwaltungen, nach Genehmigung des Verkehrsministeriums, gestattet, unter Umständen auch beleuchtete Strassen als «geschwindigkeitsfrei» zu bezeichnen, wobei namentlich solche Strecken in Berücksichtigung gezogen werden sollen, die, wie es in jüngster Zeit auch in England der Fall war, als Ueberlandstrassen mit Beleuchtungsanlagen ausgerüstet wurden. Für den Briten bringt das neue Gesetz ;n der Einführung einer Eignungsprüfung für Automobilisten, die nach dem 1. April 1934 erstmals die Führung eines Automobils übernahmen, eine bedeutsame Neuerung, die wir allerdings auf dem Kontinent und speziell in der Schweiz seit jeher besitzen. Die Prüfung erstreckt sich aber nicht nur allein auf die technische Materie, sondern wird sich in ausgiebiger Form mit den Verkehrssitten befassen, denn nur dadurch dürfte es verständlich sein, dass Automobilisten, die sich eines Verstosses gegen die Verkehrspflichten schuldig machen und speziell wegen rücksichtsloser Fahrweise auffallen, nachträglich zur Ablegung einer Prüfung herangezogen werden können, selbst wenn sie seit Jahren oder Jahrzehnten ein Motorfahrzeug gelenkt haben. In Zukunft wird jeder Fahrer mit einer Fahrlizenz versehen, welche speziell zur Eintragung von Uebertretungen bestimmt ist. Schwere Verstösse gegen die Verkehrssitten werden mit der Entziehung der Lizenz geahndet; als Präventivmittel gegen unkorrekte Fahrweise wurde vor allem die kurzfristige Entziehung aufgenommen, und zwar für den ersten Verstoss maximal 1 Monat, für den 2. maximal. 3 Monate. Im besondern hielt es jedoch der englische Gesetzgeber für geboten, nicht die Anfänger zu erfassen, sondern speziell auf die routinierten, aber rücksichtslosen Fahrer zurückzugreifen, auf deren Schuldkonto sich weit mehr Unglücksfälle häufen, als bei den übrigen Automobilisten. Bei der Verkehrsgesetzregelung hat der englische Verkehrsminister, Oliver Stanley, auch den Fussgänger mit in die Regelung einbezogen, dem er einerseits wohl erhöhten Schutz gewährt, anderseits aber auch vermehrte Pflichten aufbürdet. Demnach ist es dem Fusgänger in Zukunft untersagt, die Strassen an andern als an den hiefür vorgesehenen Stellen zu überqueren. Uebertretungen können gesetzlich mit einer Busse bis | zu 5 Pfd. St. bestraft werden. Naturgemäss i werden diese drakonischen Massnahmen erst dann in die Praxis umgesetzt werden können, wenn die notwendigen Uebergänge und Vorkehrrngen geschaffen sind und das Publikum durch eine gewisse Angewöhnungsdauer auf die neuen Verhältnisse eingestellt ist. Im Gegensatz zum eidgenössischen Verkehrsgesetz, das die Fahrräder mit dem sogenannten Katzenauge versieht, verlangt die englische Verkehrsordnung für Velos die Anbringung eines weissen Fleckens am hintern Kotflügel. -my- Hollands neue Verkehrsregelung. Neben Grossbritannien ist auch die niederländische Regierung an eine Neuregelung des Automobilverkehrs herangetreten, wobei sich entsprechend den landesüblichen Strasseneigenschaften der Gesetzesentwurf in weniger grundsätzlichen Fragen erschöpft, was voraussichtlich damit zusammenhängt, dass dieses Land kein Verkehrszentrum im gewaltigen Ausmasse der englischen Hauptstadt besitzt. Für uns in der Schweiz interessant ist speziell das Verbot des Ueberholens auf Strassen, die den entgegenkommenden Fahrzeugen keinen ausreichenden Platz lassen, also nicht mindestens dreimal Fahrzeugbreite besitzen. Diese Massnahme kann speziell In Holland, sofern sie streng gehandhabt wird, besonders einschneidend ausfallen, weil das Land durch viele enge Strassen durchzogen wird, so dass bei Inkraftsetzung der neuen Ordnung die Geduld des überholungslustigen Automobilisten mitunter erheblich auf Probe gestellt würde. Eine weitere Auslegung dieses Ueberholungsverbotes geht dahin, dass für schmale Wege und Landstrassen generelle Ueberholungsverbote erlassen werden können. Die Niederlande, das Land der Velofahrer, verpflichtet jeden Automobilisten, bei Vermeidung erheblicher Geldstrafen, sich vor dem Oeffnen der Tür zu überzeugen, dass kein Radfahrer durch diese Vorhabe etwa gefährdet werde. Aus dem gleichen Grunde ist dem Automobilisten die Pflicht aufertegt. sich vor dem Rückwärtsfahren davon zu überzeugen, dass der Weg frei ist. Man könnte annehmen, dass diese Vorschrift eine Selbstverständlichkeit darstellt, doch haben die vielen daraus resultierenden Unfälle deutlich deren Notwendigkeit bewiesen. Am Strassenverkehr Interessierte haben mit grosser Genugtuung festgestellt, dass endlich auch in Holland In der Bedienung der Signale einschränkende Bestimmungen erlassen werden, NO 47 denn in keinem Lande der Welt verursachen die Automobilhupen einen derartigen Lärm wie im sonst so ruhigen und überlegten Land der Tulpen. Die Betätigung des Signals Jst nunmehr an den allerdings recht dehnbaren Begriff der Notwendigkeit geknüpft worden; doch kann bereits dieser erste Schritt als Anzeichen zur Besserung auf diesem Gebiete gewertet werden.

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