Aufrufe
vor 10 Monaten

E_1934_Zeitung_Nr.054

E_1934_Zeitung_Nr.054

10 AUTOMOBIL-REVUE 193t

10 AUTOMOBIL-REVUE 193t - No 54 mass von Reibung in vielen Fällen in der Lenkung erwünscht erscheint, bildet auch den Grund der.häufig noch zu beobachtenden, mechanisch noch so primitiven Ausbildung des Lenksystems. Hätte man die Reibung nicht zur Dämpfung der Flättertendenz nötig, so Hesse sich der zur Lenkungsbedienung erforderliche Kraftaufwand statt durch Erhöhung des Uebersetzungsverhältnisses weitgehend auch noch durch mechanische Vervollkommnungen erreichen. Zur Druckübertragung zwischen Achsschenkel und Achse könnte man beispielsweise Kugellager verwenden, während heute ausser bei Lastwagen fast immer nur Reibflächen aufeinander gleiten, die dazu noch sehr oft unzulänglich bemessen und geschmiert sind. Auch im eigentlichen Lenkmechanismus Hesse sich noch manche Quelle von Reibung vermeiden. Mit Rücksicht auf die Flattertendenz der Räder sieht man sich aber in manchen Fällen im Gegenteil zur Einführung zusätzlicher Reibungen in Form von « Flatterdämpfern » gezwungen. Letzten Endes hat die Sicherheit allen andern Rücksichten voranzugehen. Da mit der starren Achse keine Lenkungsübersetzung gleichzeitig absolut Flatter- und Stossfreiheit einerseits und genügend rasche Wirkung und * Strassenkontakt» anderseits zu ergeben vermag, halten wir es für besser auf ein Höchstmass jener Lenkungseigenschaften zu verzichten, die nur der Bequemlichkeit dienen. Im Interesse einer erhöhten Sicherheit bei grösseren Fahrgeschwindigkeiten wird jeder erfahrene Automobilist gerne eine etwas härter arbeitende, dafür aber präzise Lenkung in Kauf nehmen, wenn unumgänglich sogar auch eine härtere Abfederung des Vorderwagens. Anderseits sollten sich die Konstrukteure von Wagen mit unabhängigen Vorderrädern Ihres Vorteils bewusst sein und nicht durch Anwendung zu hoch übersetzter Lenkungen dieselben Lenkungsmängel schaffen, um die man bei mancher Starraehs-Konstruktion anscheinend nicht herumkommt. -s. Totmannvorrichtung für Autos. Durch einen neuen auf dem deutschen Markt erschienenen Apparat sollen die gefährlichen Folgen einer übermässigen Ermüdung des Wagenführers aus der Welt geschafft sein. Der Apparat tritt in Funktion, sobald der Fahrer das Lenkrad nicht mehr wenigstens mit einer Hand sicher festhält. Ein elektrisches Relais lässt dann zuerst die Hupe ertönen, um gleich darauf auch die Zündung des Motors zu unterbrechen. Die Steuerung des Relais geschieht durch einen unten am Lenkrad angeordneten elastischen ^ing, den der Fahrer normalerweise ständig mit der einen oder anderen Hand zuammenpresst. Durch einfache Umschaltung lässt sich die Vorrichtung auch als Diebstahlssicherung verwenden. —at— i»iual«t S«l* 4» Der schönste Steckschlüssel nützt nichts, wenn man den dazu gehörigen Dorn verlegt hat. Bei Reparaturen auf der Landstrasse macht sich ein Dorn auch nur allzuleicht selbständig. Man tut deshalb gut, einen viel Der verbesserte Steckschlüssel. gebrauchten Steckschlüssel, wie z. B. den Kerzensteckschlüssel, ein für allemal mit einem eigenen fixen Dorn auszurüsten. Das einfachste Verfahren den Dorn zu fixieren besteht darin, dass man ihn, wie oben skizziert, durch ein Stückchen Gummischlauch hindurchschiebt, das vorher in den Steckschlüssel eingeführt wurde. -a- Improvislerte Reparahirrampe. Bei den niedrigen Automobil-Bauarten sind Reparaturen oder Instandhaltungsarbeiten an der Wagenunterseite für den Durchschnittsfahrer, dem keine Putzgrube und kein Autolift zur Verfügung steht, nur schwer durchführbar. Behelfmässig kann man sich jedoch Der Putzgruben- oder Autolift-Ersatz. nl*e zweier Rampen bedienen, die, wie unten skizziert, aus einigen starken Brettern zurecht gezimmert werden. Wer einige Mehrarbeit oder Mehrkosten nicht scheut, der kann die Rampen auch zusammenlegbar gestalten, sodass sie sich bei Nichtgebrauch ohne grossen Platzbedarf unterbringen lassen. —at— «tcfl» Tech *•» II. Antwort 9101. Entfernen von Teer. Die durch Befahren frisch geteerter Strassen hauptsächlich an den Innenflächen der Kotflügel und auch an der Karosserie entstehenden Teerbeschmutzungen lassen sieh nach meiner praktischen Erfahrung am leichtesten und ohne Schaden für die Lackierung mit Rohöl (Naphta) beseitigen. Es ist dies zugleich auch -das billigste Entteerungsmittel. Beschaffen 'Sie sich einen Zerstäuber, wie man ihn für das bekannte Motten- und Insektenvertilgungsmittel «Flit» fast in allen Drogerien bekommt. Die mit Teer beschmutzten Stellen des Wagens werden alsdann tüchtig mit Rohöl durch den Zerstäuber bespritzt. Man lässt das Rohöl eine kurze Zeit lang einwirken, bis der Teer flüssig wird. Mit einem scharfen, jedoch schräg gegen die Fläche gerichteten Wasserstrahl lässt eich der Teer dann fortschwemmen. Verbleibende Spuren entfernt man mit ganz sauberen Putzfäden, die etwas mit Rohöl befeuchtet (getränkt) sind. Den letzten Rest besorgt das Nachpolieren. Die Anwendung des Wasserstrahles ist deshalb wichtig, -weil man damit die im Teer enthaltenen Sandkörner zuerst entfernt und somit ein Verkratzen der hochpolierten Flächen vermeidet. Ist man auf seinen Fahrten zur Passage eines frisch geteerten Strassenstückes gezwungen, so empfiehlt es sich in allen Fällen, mit der Fahrgeschwindigkeit bis zum Schritt-Tempo herunterzugehen. Dieser relativ kleine Zeitverlust enthebt einen oft der immerhin mehr Zeit in Anspruch nehmenden Entfernung von Teerflecken. Zu erwähnen ist noch, dass sich mit Rohöl auch bereits angetrocknete Teerspritzer ziemlich leicht entfernen lassen. H. M., Ing. in L. Frage 9107. Celsius und Fahrenheit. Bei den meisten Amerikaner-Wagen ist das Kiihlwasserthermometer in Fahrenheit-Graden geeicht. Wie kann man daraus die entsprechende Temperatur in Celsius ereehen? M. 'S. in W. Antwort: Zur Umrechnung der Fahrenheit- Grade in Celsius subtrahiere man vom rorliegenden Wert die Zahl 32, dividiere dann das Ergebnis durch 9 und multipliziere den letzten Betrag mit 5. Es entsprechen so z. B. 212 Grad Fahrenheit 100 Grad Celsius, da 212 minus 32 = 180, 180 dividiert durch 9 = 20 und 20 mal 5 = 100. Um Celsius-Grade in Fahrenheit-Grade umzurechnen, dividiere man den vorliegenden Wert durch 5, multipliziere das Ergebnis mit 9 und addiere zu dem Produkt die Zahl 82. Anhand der Skalen-Zusammenstellung unten können Sie übrigens die meisten der in kommenden Werte direkt ablesen. |u»fstf. «•» '«eck Frage at. Anfrage 421. Haftpflichtversicherung. Im letzten August stiess ich mit meinem Wagen, den ich neu für Fr. 7000 gekauft habe und mit welchem ich seither 40,000 km zurücklegte, mit einem Motorradfahrer zusammen. Laut Polizeibericht lag auf meiner Seite kein Verschulden vor. Die Versicherungsgesellschaft des Motorfahrerg war mit der Reparatur meines Wagens einverstanden. In der dafür beauftragten Werkstätte glaubte man den Wagen in zirka 14 Tagen wieder fahrbereit hergestellt zu haben und anerbot eich, während dieser Zeit mir einen.Ersatzwa.gen zu stellen. Nun stellte sich heraus, dass ein Motor-ErsaUstück nirgends aufzutreiben war, so dass dasselb« aus Amerika bezogen werden musste. Die Reparaturrechnung stellte sich auf Fr. 1600 Der Ersatzwagen für 4 Monate > 1800 Die Auslagen für Arzt usw. » 60 Minderwert des Wagens » 600 Total Fr. 3960 Nun weigert sich die Versicherungsgesellschaft, diesen Betrag zu zahlen, mit der Begründung, der Wagenwert hätte vor der Kollision Fr. 1400 betragen, die Reparatur hätte auch viel zu lange gedauert usw. Im Gesetz heisst es doch, dass derjenige, der einem andern Schaden zufügt, für solchen auch voll und ganz aufzukommen hat. Die Versicherung offeriert mir Fr. 2500, ich verlange aber volle Begleichung der Rechnungen, bin jedoch bereit, auf den Minderwert des Wagens zu verzichten. K. B. in Sp. Antwort: Jede Vrrsicherungsgesellschafthat bis zur Höhe der Versicherungssumme für allen Schaden aufzukommen, den ihr Versicherter durch eine Kollision verursacht hat. Von diesem Grundsatz gibt es Ausnahmen, und zwar solche, die eine Haftung ganz beseitigen und solche, die sie bloss mindern. In Ihrem Falle scheint die gegnerische Gesellschaft grundsätzlich eine Schadenersatzpflicht anzuerkennen, sie geht jedoch bezüglich der Schadenhöhe nicht mit Ihnen einig. Sie haben daher nachzuweisen, dass Veine Gründe vorliegen, die eine Haftbarkeit der gegnerischen Haftpflichtversicherung mindern und dasa Ihr Schaden wirklich Fr. 3960 und nicht Fr. 2500 beträgt. Der von Ihnen erwähnte Polizeibericht scheint genügend Handhabe dafür zu bieten, den Nachweis zu erbringen, dass das Verschulden in 100% auf Seite des Motorvelofahrers liegt. Was Ihre Schadenrechnung anbetrifft, so können wir anhand der blossen Zahlen nichts Genaues aus-* sagen. * Ist so angenehm für den geschlossenen Waren. EIN ROLLDACH DAS TETTO -ROLLDACH BERN ist billig, garantiert lautlos u. wasserdicht. Eigerp'atz 13 Tel. 28.299 bauen TETTO schnell und zuverlässig ein. Cliches Hallwag sind erstklassig CHEVROLET -Spezialwerkstätte in Zürich, Badenerstrasse 313 übernimmt zu coulanten Bedingungen Reparaturen und Revisionen aller Chevrolet-Modelle, sowie jeder anderer Marke bei Verwendung von Original-Ersatzteilen zu niedrigsten Preisen. Garantie für fachgem., rasche Bedienung. Verlangen Sie Kostenvoranschlag. Telephon 52 607 Automobilwerke Franz AG. Zürich Occasionen! MERCEDES-Lastwagen 19 PS, 1%—2 Tonnen, Brücke 190/320, ev. mit Verdeck, Doppelbereifg., in Ia. Zustand, fahrbereit, Fr. 5200.— ARBENZ-Lastwagen 4—5 T., Brücke 190/400 cm, Kardan - Antrieb, Luftkammer -Bereifung, Bosch-Beleuchtung, revidiert, Fr. 3000.— CHEVROLET, 1932 m. Hintertüre, Einrichtung für Brottransport, garantiert nicht über 15 000 km, in tadellosem Zustand, Fr. 3600.— HÜPMOBILE-Goupe 3/4 PL, prima Zustand, kontrollbereit, Fr. 2900 — FIAT 503 mit Ladebrücke, kontrollbereit, Fr. 1200.— RENAULT 1Ö28, 4 PL, Limousine, Motor revidiert, in Ia. Zustand, Fr. 1500.— SWALLOW Limousine, Sportmodell, mit Schiebedach, 10,44 PS, 1933, schwarz mit roter Lederpolsterung, wie neu, Fr. 6000.— Auf allen Wagen wird ev. Zahlungserleichterung eingeräumt. 11192 STELLA-GARAGE A.-G., WINTERTHUR Frauenfelderstrasse 44. Tel. 23.100. HUPMOBILE Limousine 16 PS, sehr gut erhalten, zuverlässig, kontrollbereit, Fr. 1700.— Mercedes-Benz-Automobil- A.-G., Badenerstrasse 119, Zürich. Telephon 61.693. Fnermöül - Ist In seiner Wirkung einfach grossartig Stock-Lager: Basel: C.Weckerie & Cie. A.-G., Holbelnstr.56. St.Qallen: A.Wlnterhalter, Schmiedgasse26 Bern: H. Fleury.Bogenschützenstr. 6. Qenl: E.Kochat Auto-Htees, nie de Ia Boaoderie 6. Zürich: Autopartt A.-G., Talstrasse 83. Generalvertretung für die Schweiz: Paul Landis, Ingenieur,. Zürich4 8tauffacherstr. 54 AlltO-Expeftd Tel. 36.530 Zu verkaufen TALBOT Typ K75, Modell 1930, 6 Zylinder, 14 PS, wundervolles Cabriolet, 4plätzig, in neuem Zustand, samt Zubehör zum Preise von Fr. 5500.—, Neupreis Fr. 17 000.—. Offerten unt. Chiffre G. 1780 an die 11325 Automobil-Revue, Bureau Genf. Günstig f. Taxameter od. Hotel! Zu verkaufen eine 63954 Lincoln Limousine, 6/7-Plätzer, mit Separation, tadellos erhalten, fertig f. Kontrolle, zum Preise v. Fr. 2900.—. W. Roth, Hohlstr. 176, Zürich 4. Telephon 58.188. Gelegenheit 5-Tonnen-Dreiseiten-Kipper BERNA 63936 wegen Nichtgebrauch billig zu verkaufen. — Nähere Angaben unter P. 5969 Y. an Publicitas, Bern. DODGE-CABRIOLET Wir sind in der Lage, sofort abzugeben 1 CABRIOLET (Kellner, 4 Fenster), Modell 1933, gefahren 5000 km garantiert, Farbe grau, Stoffpolsterung, 6-Zyl.-Motor, 17 PS, 6 Räder, prachtvolles Stück, volle Garantie. DODGE-Vertretung, Bern. Telephon 23.941. Zu verkaufen roen C6 Limousine, Typ Berlin, 4 Türen, 13 PS, Mod. 29, in tadellosem Zustand. Preis Fr. 1900.—. Anfragen unter Chiffre 63956 an die Automobil-Revue. Bern. wird auch Sie verblüffen ! Odlll tSl 5 T., Dreiseitenkipper, Typ 5 AE, auf Pneus, elektr. Beleuchtung, günstig abzugeben. Off. unt. Chiff. Z 3007 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Occasionswagen FIAT Wir verkaufen zu günstigen Preisen verschiedene sehr gute Innenlenker, 5 und 7 PS. 11416 Telephon 44.741, Zürich. FIAT Occasionswanen reinigt und poliert Ihren Wagen ohne Wasser..Wer kennt nicht dieses altbewährte Putzmittel ? Seit 7 Jahren haben wir darin eine treue, zufriedene Kundschaft. (Neue Packung). Grossenbacher & Co., Bern Autozubehör und Ersatzteile Hirschengraben 6 - Tel. 27.751

N"'54 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 11 Unfallhaftung. (Aus dem Bundesgericht.) Auf der Strasse Thayngen-Bibern überfuhr ein auf der linken Strassenseite in übersetztem Tempo daherkommender Motorradfahrer ein ihm auf dem Fahrrad entgegenkommendes 13^ Jahre altes Mädchen, das infolge einer Ktiieverletzung einen erheblichen bleibenden Körperschaden davontrug. Das Mädchen klagte gegen den unvorsichtigen Fahrer auf 24,048 Fr. Schadenersatz und Genugtuung; in diesem Betrage waren 20,000 Franken Schadenersatz für bleibende Invalidität und 3000 Fr. Genugtuungssumme inbegriffen. Der Beklagte wollte bloss eine Schadenersatzpflicht bis zum Betrage von 4000 Fr. anerkennen. Das ärztliche Gutachten schätzte die infolge der verringerten Beweglichkeit eingetretene Einbusse an Arbeitsfähigkeit bei Ausübung des landwirtschaftlichen Berufes auf 40% und bei Ergreifung eines sitzenden Berufes auf 20%, unter Umständen sogar nur 10%, während, wenn ohne Rücksicht auf einen bestimmten Beruf auf den allgemeinen Arbeitsmarkt abgestellt werde, eine Invalidität von 30% angenommen werden müsse. Die untere kantonale Instanz, das Kantonsgericht Schaffhausen, ging von der letzteren Schätzung der Invalidität aus und nahm an, die Klägerin hätte ohne den Unfall jährlich 2400 Franken verdient, so dass die Erwerbseinbusse von 30% jährlich 720 Fr. ausmache; dies ergab kapitalisiert für den Nachteil teilweiser Arbeitsunfähigkeit einen vom Beklagten zu leistenden Schadenersatz von 15,084 Fr., und da der Klägerin ausserdem 3000 Fr. Genugtuung sowie der Ersatz für Behandlungskosten und Kleiderschaden zugesprochen wurde, hatte der Beklagte insgesamt 17,960 Fr. zu bezahlen. Das Schaffhauser Obergericht bestätigte diesen Entscheid. Es ging dabei freilich von der Annahme aus, dass die Klägerin beim "Bauernberuf bleibe, die Invalidität somit 40% betrage, veranschlagte aber dafür das normale Einkommen auf nur 1800 Fr. jährlich, so dass sich bei einer als Folge der Verletzung eintretenden Einbusse von 40% des Erwerbes wiederum ein vom Beklagten zu ersetzender Verlust von jährlich 720 Fr. ergab. Dieses Urteil ist vom Bundesgericht am 27. Juni bestätigt worden. Mit aller Schärfe wurde dabei die Behauptung des Beklagten abgelehnt, der Schadenersatz sei deswegen herabzusetzen, weil die erst 14jähige Klägerin einen andern Beruf als den von ihr erwählten landwirtschaftlichen ergreifen und so die Erwerbseinbusse vermindern könne. Wer durch eine unerlaubte Handlung geschädigt wird, soll allerdings den Schaden nicht verschlimmern. Trifft den Geschädigten ein Mitverschulden oder ist der Unfall teilweise eine Folge des Zufalls, kann vom Geschädigten auch erwartet werden, dass er den Schaden zu verringern trachtet. Hier aber ist der Unfall einzig der groben Fahrlässigkeit des Beklagten zuzuschreiben und nun verlangt er auch noch, sein Opfer solle auf den von ihr erwählten Beruf verzichten und eine sitzende Lebensweise wählen, nur damit ein geringerer Grad von Invalidität angenommen werden könne und der Beklagte weniger Schadenersatz leisten müsse! Das ist eine ganz unsinnige Zumutung und geht weit über die Regel hinaus, dass der Geschädigte den Schaden wenn möglich zu vermindern suchen solle. Uebrigens hat der Beklagte dabei übersehen, dass er auch die Kosten für die Ausbildung zu einem andern Berufe zu ersetzen hätte und dass, wenn bei diesem andern Berufe ein höheres. Einkommen zu erwarten wäre, dann auch die Erwerbseinbusse auf Grund dieses höhern Einkommens berechnet werden müsste. Wp. C»4E»S.«»tfz$&«Ki*Un^ Güterbeförderung mit Motorfahrzeugen. Soeben wird vom Bundesrat eine ausführlich gehaltene Botschaft betreffend den Erlass eines Bundesgesetzes über die Regelung der Beförderung von Gütern mit Motorfahrzeugen auf öffentlichen Strassen an die Bundesversammlung erlassen. In der Einleitung wird bemerkt, dass der Entwurf seinem wichtigsten Inhalte nach eine Verständigungslösung darstelle, die die bisherigen Gegensätze im Verkehrswesen mildern solle. Giundsätzlich dreht sich die Vorlage um Gewährung eines genügenden Schutzes der in den Eisenbahnen investierten Milliardenwerte, da das Gegenteil den Ruin vieler Einzelexistenzen zur Folge haben würde. Der Entstehungsgeschichte des Entwurfes, geschlossen und seither von den zuständigen Instanzen ratifiziert worden ist. Diese Übereinkunft ist jedoch nicht identisch mit dem < Allgemeinen Verständigungsabkommen » von dem in Art. 14, Ziff. 4, die Rede ist, wogegen wichtige Bestandteile dieser Uebereinkunft nach Annahme des Gesetzes in das neu abzuschliessende und vom Bundesrat zu genehmigende « Verständiigungsabkommen > aufzunehmen sein werden. Nach Annahme des Gesetzes werden auch verschiedene Bestimmungn der Uebereinkunft hinfällig werden. In den Schlussbemerkungen vertritt der Bundesrat die Ansicht, dass die Regelung des Verhältnisses von Eisenbahn und Automobil eine wesentliche Voraussetzung zur dauernden Sanierung der Finanzlage der Bundesbahnen sei. Mit der weitern Ausdehnung der Lastwagentransporte, namentlich auf längere Entfernungen, würde eine der wichtigsten Voraussetzungen, auf denen der Sanierungsplan beruht, dahinfallen. Nach Ansicht des Bundesrates stellt die Koordination von Eisenbahn und Motorlastwagen, wie sie im Gesetzesentwurf enthalten ist, die praktisch beste Lösung dar, die auch am raschesten zu verwirklichen ist, bezweckt sie sich doch einer Verkehrsorganisation zu nähern, wie sie voraussichtlich entstanden wäre, wenn der Motorlastwagen vor der Erfassung der Klein- und Kurztransporte durch die Eisenbahn, als Verkehrsmittel hätte eingegliedert werden können. Ohne gründliche Umstellung des Eisenbahnbetriebes und dessen aufrichtige Zusammenarbeit mit dem Strassenverkehr sei eine fortschrittliche Organisation der Verkehrswirtschaft nicht mehr denkbar. Nachdem der bundesrätliche Gesetzesentwurf vom 23. Januar 1934 im Ständerat bereits während der letzten Session behandelt worden war und derselbe mit einigen geringfügigen Abänderungen der Vorlage zugestimmt hat, wird nun auch der Nationalrat sich mit dieser nicht gerade einfachen Materie zu befassen haben. In der nächsten Nummer werden wir ausführlicher über obige Botschaft berichten. my. die verfassungsrechtlichen Grundlagen für Ein unverständliches Parkverbot. Obwohl das Konzessionsgesetz, sowie die Grundizüge Zürich nicht reich an grösseren Parkplätzen des Entwurfes finden in der Botschaft eingehende Würdigung. Als Anhang ist dieser holt Anlass zu Aussprachen zwischen Poli- ist und die Parkierungsnot schon wieder- die Uebereinkunft beigegeben, wie sie zwischen dien Eisenbahnverwaltungen und den in letzter Zeit feststellen, dass die Automozei und Verbänden gegeben hat, muss man Automobilinteressenten am 27. Mai 1933 ab-bilisten nach und nach verschiedener wich- fciger Parkierungsgelegenheiten an Strassen « beraubt» werden. So ist letztes Jahr für den Abschnitt der Uraniastrasse beidseits der Bahnhofstrasse ein Parkverbot erlassen worden, obwohl das dort zugelassene Auffahren der Fahrzeuge in Zweierkolonne nur ein Parkverbot auf einer Strassenseite gerechtfertigt hätte. Noch weniger verständlich ist aber das jüngst erlassene Parkverbot an der Rämistrasse zwischen Limmatquai und Oberdorfstrasse. In diesem wichtigen Geschäftszentrum ist ein starkes Bedürfnis für Parkplätze zweifellos vorhanden, zumalen das alte Tonhalleareal, trotz den Eingaben der Verbände, nicht für das Aufstellen von Fahrzeugen freigegeben wird, und die nächstgelegenen Parkflächen meist beansprucht sind. Wieso hier ein Parkverbot erlassen wurde, ist unverständlich; ein solches wäre beispielsweise eher am untern Teil der wichtigen Ausfallstrasse des Utoquais zu rechtfertigen. A. C. S. und Anstösser haben nun in Eingaben an die Polizeibehörden die Rückgängigmachung des Verbotes beantragt, das dem Vernehmen nach auf Veranlassung der Strassenbahnen erlassen wurde. V AaB&€*I«aBH»ss«» Sommer-Alpenposten. In der ersten Betriebswoche vom 18. bis 34. Juni 1934 wurden auf den von der eidg. Postverwaltung betriebenen Linien 16 552 Passagiere oder 8183 mehr befördert als in der vorjährigen Parallelperiode. An der über hundertprozentigen Frequenzsteigerung -waren vor allem die Kurslinien Lenzerheide mit + 1369 und Nesslau-Buchs mit + 1215 Reisenden beteiligt. Aber auch viele andere Strecken haben bemerkenswerte Frequenzerhöhungen zu verzeichnen, wie die Grimsel (+ 635), Furka (+ 560), St. Moritz-Maloja (+528), Thusis-Splügen (+429), Flüela (+427), Melchtal (+325) und Julier (+304). Mit einer zwischen 201 und 300 liegenden Mebrfrequenz sind die Linien Ghur - Tschiertschen, Reichenau - Flims und Maloja-Castasegna beteiligt, während auf den Strek, ien Les Mosses, Sion - Les Mayens de Sion, Simplon, Klausen, Ofen und Schuls-Landeck Frequenzerhöhungen erzielt wurden, die zwischen 100 und 199 liegen. Dieses günstige Resultat ist vor allein auf die anhaltend gute Wetterlage zurückzuführen, war doch im Vorjahr der Verkehr um die nämliche liehe Zeit über Grimsel, Gotthard und Klausen je 2 Tage und die Furka während drei Tagen unterbrochen. verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Ma«hy$. — Or. E. Waldmeyer. — M. Bolliaer. Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwag). Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295. Preiswert zu verkaufen wegen Geschäftsaufgabe FIAT 509 A Limousine, 4plätzig, in sehr gutem Zustande, den neuen Vorschriften entsprechend, Steuer u. Versich. - pro 1934 bezahlt. — Offerten an E. Neuenschwander, Frutigstrasse 15, Thun. 63901 Wegen Nichtgebrauch zu verkaufen 5-Tonnen-Berna-Lastvvagen sehr gut gepflegt und unterhalten, kürzlich revidiert, eventuell gegen Lieferung von Holz. Offerten unter Chiffre 63861 an die Automobil-Revue. Bern. ZU VERKAUFEN ein AUTO, Modell 33, Marke OPEL 4 PL, Limousine, 4 Zylinder, mit Koffer und Gepäckträger, tadellos in Stand, ev. mit Garantie. Preis Fr. 2800.-. — Offerten unter Chiffre 63953 an die Automobil-Revue, Bern. 14plätziger Car Alpin BERNA neu, wegen Anschaffung eines grösseren Wagens, umständehalber sofort mit Fabrikgarantie abzugeben. Offerten unter Chiffre 14420 an die 11097 Automobil-Revue, Bern. DODGE 5-t-Dreiseitenkipper Wirz fahrbereit, jedoch reparaturbedürftig, wegen Anschaffung eines BERNA-Wagens billig zu verkaufen, mit od. ohne Revision. — Off. unt. Chiff. 14418 an die 11097 Automobil-Revue, Bern. 3UGATTI Mod. 1931, Typ 5 Liter, 8 Zylinder, Cabriolet, demontierbar, 4plätzig, in neuem Zustand abzugeben. Als Tourenwagen ausgerüstet. Sehr massiger Preis. Offerten unter Chiffre G. 1779 an die 11325 Automobil-Revue. Genf. So leicht un«j einfach schmtat««» entrostet Hilfsger Ata BlRlT Vi-kg-Kanno mit Auselessrohr Fr.7.50 Verlangen Sie ausführlichen Prospekt LUBAR1T-DEPOT CHAM Vertreter gesucht Wirkliche OCCASION ! 6 Zyl., feine amenkan. Limousine Mod. 32/33, 16 PS, 6fach bereift, mit allen modernen Schikanen sehr preiswert abzugeben. Offerten unter Chiffre 63878 an die Automobil-Revue. Bern. Chevrolet Orig.-Ersatzteile Neue niedrigere Preise. Prompt ab Lager. FRANZ A.-G., ZÜRICH Tel. 62.607 , M . 8 Sehr schönes Kabriolet PACKARD 5 Plätze, also 3 Plätze mit Spider, Modell 1931, 8 Zylinder, 27 PS, in ausgezeichnetem Zustande, preiswert abzugeben durch die minerva Fabrikf liale ZÜRICH Badenerstr. 330 • Tel. 27.083 u. 59.372 Neue B.M. W.-Wagen 6 Zylinder, 6 PS Infolge Todesfall und Aufgabe der Vertretung sind einigt neue B. M. W.-Wagen mit Garantie zu stark reduzierten Preisen abzugeben. Anfragen an: 7525 Kehrer & Co., Lausanne 46, rue de Geneve. Telephon 29.503. Allein-Vertreter für die Schweiz der IN0IAN- und A. J. S.-Motorräder. Unter der gleichen Adresse ist ein gutgepflegter 0 AKLAN D-Wagen 6 Zylinder, Limousine, Modell 1929, mit Garantie, in vorzüglichem, fahrbereitem Zustande, zum Preise von Fr. 700.— abzugeben. Zu verkaufen wegen Nichtgebrauch oder Tausch gegen kielnern Wagen, 4- oder 6-Zylinder, 11527 MERCEDES 20 PS, Cabriolet. 7-Plätzer Modell 1929, 6 Zyl., Schweizer Karosserie, sorgfältig gepflegt, Wagen im Jahre 1932 in den Mercedes- Werken revidiert (2700 Mark). W. Zweigart, Lausanne Garage MAJESTIC, av. de Morges. — Tel. 29.453 Agence: PEUGEOT und D0DGE. SAURER AD, 3K-Tonnen-Lastwagen, Pneus 38 X7, mit Brückenverdeck, revidiert, wird mit Garantie wegen Arbeitsmangel sofort zu günst. Bedingungen abgegeben. — Anfragen an Emil Hänggl, Gesellschaftsfahrten, Nunningen (Sol.). Tel. 52. ••"• Zu verkaufen Fiat503 Torpedo in gutem Zustande, neu bereift, Steuer pro 1934 bezahlt, zu Fr. 900.—. 2 Offerten unter Chiffre 63912 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen Peugeot 301 C wie neu, nur 4000 km gefahr., umständehalb, sehr günstig abzugeben. Anfragen an Postf. 14, Bern 17. 63956 II ••••••••••••••• CHRYSLER- IMPERIAL Limousine, 7-Plätzer, 52 000 km gefahren, 24 PS, in Ia. Zustand, billig zu verkaufen. Sehr geeignet für Herrschafts-Taxi. 10803 Gefl. Anfragen erbet, unt. Chiffre Z 3013 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. Rasieren Sie sich ohne Rasiermesser I EIn wlrkjich aahwar • behandelnd«' Bart. SHOW bat mloh bomtonm *•>wMbntm In verschiedenen Landern bereits hat dieses Erzeugnis einen ungeheuren Erfolg erzielt Millionen von Männern sind begeistert von dieser leichten, angenehmen und modernen Art sich zu rasieren und möchten sich um keinen Preis mehr des Rasiermessers bedienen. Jatxt I** äaa Kaalarem kolna Qual mofcf. Lassen Sie ein Kr alle Mal, Seite, Rasier, pinsel, Rasiermesser und Raslerklingen bei Seite, die Ihnen nicht erlauben so glatt rasiert zu sein, wie Sie es wünschen. Benützen Sie "SNOW ' Ohne Mitleid mit dem Bart zu haben, ist "SNOW" garantiert vollkommen unschädlich für die Haut Nur «Inan kurien Augen. • bliok "SNOW" auttragen 7 Aus Privathaus zu verkaufen: Tadellee raelart... * imd ohne Rnalarm*M*r ttanh aiußf wunüoflaanttn Eiwit" Lange und kostspielige Laboratorlurrjs-Fof. schungen haben zur Entstehung des hervorragenden Erzeugnisses. "SNOW" geführt, weiches die Benützung des Rasiermessers überflüssig macht und Ihnen gestattet, immer tadellos rasiert zu sein. Vorauohon Slm molhat «SHOW. Die Dose "SNOW" für mehr als einen Monat ausreichend kostet Fr. 3.71 (vorgeschriebener Preis). lia tkhebts tofintea na enlfernl_lbrea_ßjrl in kurier Zeit BESTELLSCHEIN Senden Sie mir bitte franko eine Dose «SNOW» mit Gebrauchsanweisung. Beiliegend Fr. 3.7S (Mandat, Scheck, Briefmarken oder Postcheckanweisung 1.6411. Bei Nachnahme Fr. 0.15 Zuschlag). Sehr leserlich schreiben. Adresse. Ort Kanton. Ausactinaldan und «r. (olgendo Adraa» aandant DALTOS A.Q., 41, Quai Wilson - 6ENF AR 3