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E_1934_Zeitung_Nr.054

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Bergrennen

Bergrennen Rheineck-Walzenhausen CHRYSLER stellt neue Rekorde auf O. Zwimpfer fährt mit Chrysler 8 Zylinder in der Klasse 3-5 Liter die beste Zeit der Tonrenwagen in neuer Rekordzeit von 5.58,3 Tourenwagenklasse 3-5 Liter 1. H. Gfibelin auf Plymouth, 6.04,8, neuer Rekord 2. H. Pfäffli, 6.35,8 3. H. Strnb, bester Amateur, 6.41,2 Sportwagenklasse 3-5 Liter Frl. H. Ortelli, Gewinnerin de» Damenpreises, 6.28,8 Sportwagenklasse 5-8 Liter JtC. Itten, auf Chrysler 8 Zyl., 6.01,8, neuer Rekord Mit PNEUSund TEXACO-MOTOB-OIIi Solche Resultate bestätigen, aufs neue die Überlegenheit der Chrysler- und Plymouth-Wagen. Die Fabrikvertreter: AMAG, Automobil- und Motoren A.-G., ZÜRICH BLANC & PAICHE, BERN und GENF RITZI & WAGNER, AMRISWIL und ST.GALLEN FERRARI, BERNASCONI & Co. S.A.! 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Dass es dabei zu allerlei Kapriolen der Wagen kam, lässt sich leicht -denken, doch verstand es die Mehrzahl der Fahrer, ihre Maschinen in Kurs zu behalten und glücklich alle Fährnisse zu überwinden. Gleich 'die Gruppe der Kleinsten brachte Tempo in die Sache hinein, wo A. Frei, auf seinem Liliputaner Fiat, eine äusserst achtbare Zeit erreichte und den Klassenrekord mit einer Verbesserung um 21 Sekunden in Grund lind Boden hineinfuhr. Freilich hätten ihm Wustrow, der als Zweiter einkam und Schumacher, ein alter Kenner der Strecke, unter normalen Umständen gefährlich werden können. Der erstere hatte aber Pleueldefekt im Training und scheint die Reparatur nicht mehr innert nützlicher Frist fertig gebracht zu haben. Dann wollte Schumacher seine bisherige Tradition, jedes Jahr einen neuen KlassenTekord aufzustellen, beibehalten und zog daher mit grossem Elan los. Dieser erwies sich aber offenbar doch nicht ganz als der Strecke angepasst, denn der Stuttgarter landete unvermutet im Grünen und verlor gut eine halbe Minute Zeit, bis sein «Wägele > wieder richtigen Kurs hatte. E. Schneider hatte leider keine Gelegenheit, sich mit seinem neuen Rivalen Hummel zu messen, da der letztere wegen Kardandefekt atisgerechnet in der obersten Kurve und angesichts des Zieles stecken blieb. Schneider machte übrigens infolge seines Schneides ebenfalls einen kleinen Ausflug auf die Wiese, der aber die programmmässige Beendung des Rennens nicht behinderte. Maag hat sich trotz seiner Neuacquisition von seinem alten Bugatti noch nicht getrennt und auch mit Recht. Dass beide gut aufeinander eingestellt sind und die Maschine trotz all den Stürmen, die sie schon erlebt hat, immer noch in bester Form ist, zeigte sich am Sonntag, wo Maas eines seiner schönsten Rennen in einwandfreiem Stil fuhr. Der Erfolg Hess denn auch nicht auf sich warten, und mit 5 Min. 19,8 Sek. sorgte er für einen neuen Klassenrekord, stellte sich an die Spitze aller Fahrer der Kategorie und holte auch zum entscheidenden Schlag gegen die Kategorie-Bestzeit aus. die um weitere 6 Sekunden gekürzt wurde. Wir möchten wünschen, dass Maag, der in 14 Tagen unsere Farben am 1 Grossen Preis von Deutschland, zusammen mit Ruesch, vertreten wird, dort ebenso ausgezeichnete Figur macht wie am klassischen Bergrennen der Ostschweiz. Man war allgemein auf das Debüt von H. Stuber in der Kategorie der Sportwagen und auf die Möglichkeiten gespannt, die ihm dort sein Alfa Romeo einräumen würde. Dass in der Maschine, die aus dem aufgelösten Rennstalle des leider zu früh geschiedenen Barons von Waldthausen stammte, allerhand steckt, Hess schon der erste Lauf dieser Saison erkennen, bei welcher Gelegenheit der ebenfalls auf Alfa Romeo aufgestellte Klassenrekord um gute 4 Sek. korrigiert wurde. Stuber scheint sich auf dem Wagen bereits recht zu Hause zu fühlen, immerhin -wurde die saubere Fahrt durch verschiedene deutliche Aussetzer des Motors um einiges verlangsamt. Die Maschine scheint Wert darauf zu legen, um den neuen Besitzer und sein Faktotum Schneider gleich von Anfang an mit ihren Starallüren und -launen bekannt zu machen! Dass natürlich Frl. Ortelli mit ihrem Plymouth in der nämlichen Klasse gegen solch hochgezüchtete Sportmaschinen nichts auszurichten hatte, liegt auf der Hand. Es wird auch niemand so naiv sein, die Zeiten vorbehaltlos miteinander zu vergleichen. Betrachtet man aber die von dieser Amazone gefahrene Zeit mit den Ergebnissen bei den Tourenwagen der gleichen Stärke (diese Parallele ist durchaus am Platze, da es sich dabei ja um Gübelins Plymouth handelt), so wird man der Leistung der Luzerner Damenfahrerin alle Hochachtung zollen und einige Vertreter des c starken Geschlechtes» werden sich wohl veranlasst sehen, ihrem Beispiel nachzueifern. Mit Stuber hätten gleichzeitig noch Rampinelli und Ruesch, beide auf Alfa, antreten sollen, der Erstere schied jedoch, wie bereits oben gemeldet, infolge heftiger Kollision im Samstags-Training aus, während der Letztere schon in den Vortagen stets mit Maschinenschwierigkeiten zu kämpfen hatte und, anstatt sich weiter zu ärgern, seine Anstrengungen und Kräfte auf den Start bei den Rennwagen konzentrierte. R. Itten, der letzte Saison leider nur kurze, aber um so eindrücklichere «Gastspiele» gab, verspricht eine Hauptstütze des Chrysler-« Stalles» zu werden und scheint schon jetzt in die bewährten Fußstapfen von Zwimpfer einzutreten. Mit 6'01,8" hat er sich bis auf weniges der Rekordzeit der Tourenwagen (mit einem solchen fuhr er auch, obwohl der Start bei den Sportwagen erfolgte) genähert und damit eine Zeit erreicht, die andere nicht einmal mit Kompressorenhilfe zu schaffen vermochten. Schade, dass sein Opponent Hahn ausfiel, indem ein Vergleich der Ergebnisse allerhand interessante Schlüsse zugelassen hätte. Die Rennwagen. Ed. Ryf hat besondere Freude und Geschick für technisches Basteln, obwohl er beruflich ganz auf anderem Gebiete tätig ist. Um einen Chappuis- Motor herum hat er einen Wagen nach eigenen Plänen gebaut, wobei sogar der Chassisrahmen durchaus eigene Arbeit darstellt. Die «E. R.» getaufte Konstruktion sieht recht gut, ja sogar originell aus. Schade, dass Ryf einen Sologang zu bestreiten hatte, da mit seiner Zeit auf diese Weise wenig anzufangen ist. Der Klassenrekord steht auf alle Fälle um rund eine Minute besser, so dass noch allerhand zugesetzt werden muss, wenn er einmal fallen soll. Die nächste Gruppe sollte ein interessantes Duell zwischen Maag und Kessler bringen, die beide auf ihren Neuanschaffungen, nämlich auf 1500 com ausgebauten, ursprünglichen 1100 ccm Maserati-Maschinen, am Start erschienen. Kesslers Renner ist als Monoposto karossiert, und wir haben uns schon oft gewundert, wie ein Fahrer überhaupt in dem kleinen, Bchachtartigen Ausschnitt Platz findet. Dazu kommt noch, dass der Schalthebel einfach unmöglich unmittelbar unter dem Lenkrad postiert ist, so dass es akrobatische Verrenkungen nötig macht, wenn die Gänge gewechselt werden sollen. Kessler wollte nach eigenen Plänen Schalthebel und Lenkrad gegeneinander versetzen, um wenigstens nicht noch bei den maschinellen Manipulationen Schwierigkeiten zu haben, da schon alle Aufmerksamkeit auf die Strecke selbst konzentriert werden sollte. Die Zeit reichte aber nicht mehr, und so kam es eben, dass sich selbst ein alter Routinier wie Kessler verschaltete und dann beträchtlich Zeit verlor, bis der Fehler durch Herabschalten wieder korrigiert war. Auch Maags Maschine lief nicht ganz hundertprozentig. Immerhin gelang es ihm gerade noch, ein «gewisses Etwas>, nämlich drei Zehntel Sekunden herauszuschinden, um sich vor Kessler den ersten Platz zu sichern. Wir dürfen uns in einem nächsten Rennen auf eine spannende Revanche gefasst machen. Gegen die beiden Maserati nahm sich der Aston-Martin von Christen wie ein Bummelfahrzeug aus, und er blieb denn auch bei allem guten Willen und Können des Fahrers fast um eine volle Minute distanziert. In der Gruppe der Wagen über 2 1 Inhalt sollte sich ein scharfes Ringen abspielen. Wenigstens Hessen Trainingsresultate und Nennungen damit rechnen. Aber die Glanznummer des Programms verlor schon deshalb viel von ihrem Reize, als die Sportkommissäre entschieden, dass Stuber mit seinem Sportwagen nicht mit den Rennmaschinen starten könne. So hätte es immerhin zu einem Duell Ruesch- Hug gereicht, wenn nicht verölte Kerzen nochmals einen Strich durch die Rechnung gemacht hätten. Hug hatte sich zusammen mit Ruesch im Training stets als der Schnellste erwiesen, verschiedene Beobachter und Horchposten hatten für ihn sogar die besten Zeiten notiert, und im Lager der übrigen Fahrer sagte man dem Stuber'schen Rekord aus dem Jahre 1932 ein unbedingtes Ende voraus. Hug sah sich dann aber schon bei der ersten Kurve veranlasst, von einer Weiterfahrt abzusehen, da die Maschine einfach nicht auf Touren kam und ein Kerzenwechsel viel zu viel Zeit beansprucht hätte. Ein zweiter Start war nicht mehr möglich, und so ergab er sich ins Unvermeidliche, machte aber wenigstens gute Miene zum bösen Spiel. Ruesch legte sich tüchtig ins Zeug und bot mit seinem Ergebnis, das die beste Tageszeit werden sollte, eine vorzügliche Leistung. Wenn damit auch der absolute Streckenrekord mit drei Sekunden Vorsprung noch weiter in seinem Rechte bestehen bleibt, so wurde doch gegenüber der letztjährigen Bestzeit ein wesentlicher Zeitgewinn gebucht. Der Maserati-Monoposto scheint aber nicht für Bergrennen geschaffen zu sein. Es musste geradezu verwundern, wie der Pilot die Maschine in der Hand zu halten vermochte, trotzdem sie die tollsten Seitensprünge unternahm. Ruesch hat zwar die sehr ungünstige Gewichtsverteilung, die ihn schon am Kesselberg handikapierte, dadurch wenigstens teilweise behoben, indem er die Vorderachse etwas versetzte, um mehr Gewicht auf sie zu verlegen und gleichzeitig auch die Vorderradabfederung verbesserte. Dennoch braucht es eiserne Nerven und eine geschickte Hand, um diesen Wagen, der ganz einem überaus nervösen und hochgradig empfindlichen Vollblutpferd gleicht, in Bergrennen zu meistern. Es ist übrigens bezeichnend, dass in der diesjährigen Saison von all den internationalen Fahrern, die bis dato auf dieser Maschine gestartet sind, bereits die Mehrzahl Zwischenfälle zu verzeichnen hatten, weil der Wagen aus der Bahn hinausgetragen wurde. Wer aber einen grösser dimensionierten Rennwagen fahren will, ist ausschliesslich auf Maserati angewiesen, indem bekanntlich die diesjährigen Alfa-Modelle nur an Italiener und nicht ins Ausland abgegeben werden, während Mercedes und die Auto- Union vorläufig nicht daran denken, über den Bedarf ihrer Fabrikmannschaften hinaus weitere Maschinen zu bauen. Das Baukett nahm wie üblich im Kurhaus Walzenhausen einen recht angenehmen Verlauf, wozu fachgemässe Bedienung und Menü das Ihrige beitrugen. Der Reigen der offiziellen Reden wurde mit der Begrüssung der Fahrer, Behörden und Gäste durch Präsident Walser eingeleitet. Während er in seinen trefflichen Ausführungen die eigene Person allzusehr in den Hintergrund stellte, hatten dann weitere Redner Gelegenheit, auf seine Verdienste als Animator dieses Rennens gebührend hinzuweisen. Recht sympathisch wirkten auch die verständnisvollen Worte des Gemeindevertreters von Walzenhausen, welche Ortschaft dem Rennen nach wie vor volle Sympathie entgegenbringt und die damit bedingte vorübergehende Belebung ihres auch bescheidener gewordenen Fremdenverkehres sehr zu schätzen weiss. Die Preisverteilung brachte den Fahrern und Siegern die verdiente Ehrung und bleibenden Lohn in Form einer Reihe währschafter Silberpreise. Alles in allem wieder ein Rennen, das als vollauf gelungen bezeichnet werden darf und seinen Platz in der Reihe der für die Meisterschaft zählenden Bergrennen richtig ausfüllt. Mit uns können sicher viele hundert Sportsfreunde und auch die meisten Fahrer die Veranstaltung gar nicht aus dem Saisonprogratnm wegdenken. Es wäre kaum vollwertiger Ersatz vorhanden und zudem hat Rheineck - Walzenhausen mit all , seinem Drum und Dran einen besonderen Charme, der eben nur dort oben voll zur Geltung kommt. Also wollen wir es gleich fürs nächste Jahr wieder vormerken und den Sportsinstanzen, wie auch den hohen Behörden nurmehr die Sorge um die Wahl des geeigneten Datums überlassen! b. Die Rekorde von Rheineck—Walzenhausen. Klasse Fahrer Marke Tourenwagen: Bis 750 cc. Buchwald (B.M.W.) 1100 cc. G. Sanfelice (Fiat-Balilla) 1500 cc. A. Keller (Alfa Romeo) 2000 cc. A. Keller (Alfa Romeo) 3000 cc. A. Scheibler (Bugatti) 5000 cc. A. Gübelin (Plymouth) 8000 cc. 0. Zwimpfer (Chrysler) Sportwagen: Bis 750 cc. H. E. Schumacher (BMW.) 1100 cc. A. Frei (Fiat-Siata) 1500 cc. R. Emery (Derby) 2000 cc. Zbinden (Bugatti) 3000 cc. U. Maag (Bugatti) 5000 cc. H. Stuber (Alfa Romeo) 8000 cc. R. Itten (Chrysler) Ueber8000cc. CafHsch (Mercedes-B 1 .) Rennwagen: Bis 750 cc. Markiewicz (Austin) 1100 cc. H. Kessler (Amilcar) 1500 cc. U. Maag (Maserati) 2000 cc. M. Maag (Bugatti) 3000 cc H. Stuber (Busatti) Jahr Zeit 1930 7.57,8 1934 7.39,0 1931 6.22,2 1932 6.13,6 1932 5.59,8 1934 6.04,8 1934 5.58,2 1933 7.23,4 1934 6.28,4 1932 6.06,0 1930 6.37,4 1934 5.19,8 1934 5.22,0 1934 6.01,8 1931 6.46,0 1931 6.30,8 1932 5.45,4 1934 5.14,0 1933 5.24,06 1932 5.03,2

N° 54 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE Allgemeine Bedingungen für die fakultative Unfallversicherung der „AUTOMOBIL-REVUE" S 1. Die Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft in Bern (nachstehend kurz „Allgemeine" genannt) versichert unter den nachstehenden Bedingungen die in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein wohnenden Abonnenten der Zeitung „Automobil-Revue" und die von diesen zur Mitversicherung angemeldete Person gegen körperliche Unfälle. 1. Die Versicherung gilt jeweilen für diejenigen zwei Personen, die in der vom Verlag dem Abonnenten auszuhändigenden Versicherungsbestätigung genannt sind. Neben dem Abonnenten kann dessen Ehegatte oder eine andere Person (Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Sohn, Tochter, Braut, Bräutigam usw.) versichert werden, jedoch nie zwei männliche Personen durch das gleiche Abonnement. Lautet das Abonnement auf eine Familie, einen Verein, eine Gesellschaft usw., so können beliebige zwei, aber nie zwei männliche Personen gleichzeitig zur Versicherung aufgegeben werden. Scheidet eine der in der Versicherungsbestätigung genannten Personen von der Versicherung aus, so kann an deren Stelle eine andere Person im Sinne vorstehender Bestimmungen, unter Angabe von Namen und «Geburtsdatum beim Verlag angemeldet werden. Die Versicherung gilt für die neue Person erst vom Moment an, wo der Verlag dem Abonnenten die Aufnahme in die Unfallversicherung durch Aushändigung einer neuen Versicherungs-Bestätigung bestätigt hat. 2. Nicht als versichert gelten, auch wenn sie in der Versicherungsbestätigung aufgeführt sind und der Versicherungsbeitrag bezahlt sein sollte: a) Personen, die zur Zeit des Unfalles das 16. Altersjahr noch nicht vollendet und solche, die das 70. Altersjahr zurückgelegt haben. Ist der Versicherungsbeitrag über das vollendete 70. Altersjahr hinaus weiter entrichtet worden, so werden auf Verlangen des Abonnenten die irrtümlich bezahlten Versicherungsbeiträge zurückerstattet. b) Mit schweren Gebrechen behaftete Personen, nämlich Taube, Blinde, hochgradig in der Sehkraft geschwächte oder stark schwerhörige Personen, ferner Epileptische, ganz öder teilweise Gelähmte, Geisteskranke, schon einmal vom Schlagfluss Betroffene und Trunksüchtige, ferner solche, die durch Krankheit oder Unfälle invalid geworden sind und deren Invalidität nach den vorliegenden Bedingungen mit 40 % oder höher zu schätzen ist. Tritt ein solcher Zustand erst nach Aufnahme in die Versicherung ein, so fällt die Versicherung für die betreffende Person von diesem Zeitpunkt an dahin. § 2. 1. Als Unfälle Im Sinne dieser Versicherunfl gelten Körperbeschädigungen, die der Versicherte innerhalb der Grenzen Europas, in oder ausser seinem Beruf oder auf Reisen, durch ein von aussen plötzlich auf ihn einwirkendes, gewaltsames Ereignis unfreii Willis erleidet. "Ü Als Unfälle in diesem Sinne gelten auch: Verletzungen durch Blitz oder elektrische Schläge; Verbrennungen, Ersticken oder Körperbeschädigungen infolge unfreiwilligen Einatmens plötzlich ausströmender Gase oder Dämpfe (oder Tod infolge Ersticken durch ausströmende Gase laufender Motoren in Garagen); Zerrungen oder Zerreissungen von Muskeln infolge einer plötzlichen und ausserordentlichen Kraftleistung; Blutvergiftungen, sofern sie durch einen versicherten Unfall hervorgerufen sind; ferner Unfälle bei rechtmässiger Verteidigung oder Rettung von Personen oder Sachen; beim Feuerwehrdienst oder bei Erfüllung der Dienstpflicht in Friedenszeit und im Grenzbesetzungsdienst in der schweizerischen Armee. Eingeschlossen sind auch Unfälle bei Benützung von Personen- oder Lastautomobilen oder Traktoren (Selbstlenken, Mitfahren, Hantieren am Fahrzeug), Tretradfahren (ausgenommen jedoch jegliches Wettund Trainingsfahren) ferner Unfälle bei Bergwanderungen, soweit der Versicherte gebahnte Wege benützt oder abseits von solchen begangenes pfadloses Gelände auch für Ungeübte leicht begehbar ist. Im übrigen sind alle Unfälle eingeschlossen, welche nicht ausdrücklich unter §2 und 3 ausgeschlossen sind. IL Nicht als Unfälle gelten: Krankheitszustände aller Art, auch die Berufs-, Infektions- und Seuchenkrankheiten, Ansteckungen und Vergiftungen, Malaria, gelbes Fieber und Typhus, ohne Rücksicht auf die Ursache; Beschädigungen durch Aufnahme von Speise und Trank, Medizin und schädlichen Stoffen; Eingeweidebrüche (Hernien) aller Art und Darmyerschliessungen, gleichviel welchen Ursprungs; epileptische, Schlag- und Ohnmachtsanfälle und dabei eintretende Verletzungen; die Folgen von Krampfadern, auch wenn sie durch Unfall verschlimmert werden; Blutungen aus inneren Organen ohne erkennbare äussere Verletzungen; Erkältungen, Erfrieren, Sonnenstich, überhaupt die Folgen von Temperatureinflüssen; Hexen- «chuss (Lumbago) und Ischias und die Folgen fortgesetzter körperlicher Anstrengungen; operative Eingriffe jeder Art und ihre Folgen, wenn sie nicht durch einen versicherten Unfall bedingt sind; die Folgen lediglich psychischer Einwirkungen; die Folgen von Eingriffen jeder Art, die der Versicherte am eigenen Körper vornimmt, wie Schneiden von Nägeln, Hühneraugen, Kratzen. § 3. Von der Versicherung sind ausgeschlossen: a) Unfälle bei Wettkämpfen, Rennen, beim Ringen und Schwingen, Fussballspielen, Bobsleigh- und Skeletonfahren, Motorradfahren (Selbstlenken und Mitfahren), bei Automobil-Wett- und Trainingsfahrten (Rennen), bei Benützung von Flugzeugen, Luftschiffen oder ungewöhnlichen Transportmitteln, bei Berg-, Hochgebirgs- und Gletschertouren, die nicht unter § 2, Ziffer I, Absatz 3, fallen. b) Ertrinkungstod bei Bootfahrten, die der Versicherte ohne Beisein einer anderen erwachsenen Person ausführt, oder beim Baden, es sei denn, dass er nachweislich die Folge eines Unfallereignisses war. Nicht als versichert gilt. Ermüdung beim Schwimmen, alle körperlichen Beeinträchtigungen, insbesondere auch der Atmung, durch ungewöhnliche Körperhaltung, Temperatureinflüsse, Wasserdruck oder -zug (z. B. Strömung, Wirbel). c) Körperverletzungen, die der Versicherte im ausländischen Militärdienst, durch Kriegsereignisse, bei bürgerlichen Unruhen, Erdbeben oder Bergstürzen erleidet. d) Unfälle bei der Teilnahme an Verbrechen oder Vergehen (oder dem Versuche dazu), im Duell, bei Schlägereien, im Raufhandel, bei Akrobatik, endlich Verletzungen, die der Versicherte im Zustande der Geistes- oder Bewusstseinsstörung (z. B. Delirium, Schlafwandel) oder im Zustande offenbarer Trunkenheit erleidet. e) Unfälle in Sprengstoff-, Pulver- und Dynamitfabriken, soweit sie infolge einer Explosion entstehen. § 4. Voraussetzung für die Gültigkeit der Versicherung ist, dass der Abonnent den Abonnementsbetrag (einschliesslich Versicherungsbeitrag) für denjenigen Zeitraum in dem sich der Unfall ereignete, und zwar vor dessen Eintritt, entrichtet hat. Für Beginn, Unterbruch und Beendigung der Versicherung gelten im übrigen folgende nähere Bestimmungen: a) Die Versicherung beginnt nach zweiwöchigem, ununterbrochenem Bestand des Abonnementes. Als Beginn des Abonnements gilt der Zeitpunkt der Einlösung der ersten Nachnahme. b) Die Versicherung endigt mit der Abbestellung oder dem Unterbruch des Abonnements. Wird eine Nachnahme nicht eingelöst, so gilt das Abonnement als unterbrochen vom Moment der Nichteinlösung an, frühestens aber vom Ablauf der Zeit an, für die das Abonnement bezahlt war. Das Abonnement, bzw. die Versicherung, beginnt in diesen Fällen erst wieder 8 Tage nachdem sämtliche rückständigen Beträge bezahlt worden sind. c) Fällt der Vertrag zwischen dem Verlag und der Gesellschaft aus irgendwelchen Gründen dahin, so ist der Verlag verpflichtet, die Aufhebung des Vertrages in drei aufeinanderfolgenden Nummern der Zeitung an augenfälliger Stelle bekanntzugeben, unter genauer Angabe des Ablaufes des Vertrages. Wird diese Veröffentlichung durch den Verlag nicht vorgenommen, so ist die Gesellschaft berechtigt, diese mit gleicher Wirkung gegenüber den Abonnenten im Schweizerischen Handelsamtsblatt vorzunehmen. Die Versicherung erlischt in diesem Fall für den einzelnen Abonnenten (unter Vorbehalt der Bestimmungen betreffend Unterbruch der Versicherung infolge nicht rechtzeitiger Bezahlung des Versicherungsbeitrages laut vorstehendem Absatz b) mit Ablauf des Zeitraumes, für den der Versicherungsbeitrag entweder schon bezahlt ist oder gemäss Bestellschein noch entrichtet werden muss, soweit es sich nicht etwa um erst nach Ablauf der Kündigungsfrist herausgegebene Abonnements han* delt, für welche die Gesellschaft nicht haftet. Die Gesellschaft kann die noch ausstehenden Versicherungsbeiträge für die Zeit vom Dahinfallen des Vertrages an bis zum Erlöschen der einzelnen Versicherungen direkt einziehen. Es steht aber den Abonnenten frei, durch einfache Nichtzahlung eines solchen Beitrages die Versicherung mit sofortiger Wirkung zur Aufhebung zu bringen. d) Werden die allgemeinen Versicherungsbedingungen geändert, so ist der Verlag verpflichtet, die Aenderungen mit ihrem genauen Wortlaut in einer Nummer der Zeitung an augenfälliger Stelle zu veröffentlichen. Die zu Ungunsten des Abonnenten abgeänderten und veröffentlichten Versicherungsbedingungen werden für diesen erst nach Ablauf des Zeitraumes verbindlich, für den er den Versicherungsbeitrag entweder schon bezahlt hat oder gemäss Bestellschein noch entrichtet werden muss. e) Der Abonnent ist verpflichtet, allfällige Adressänderungen dem Verlag unverzüglich anzuzeigen und dem Verlag davon Kenntnis zu geben, falls er eine Nummer nicht: erhalten hat. § 5. Die Versicherungssummen-betragen pro versicherte Person: Fr. 5000.— im Todesfall; Fr. 5000.— im Falle gänzlicher Invalidität; bis Fr. 5000.-T im Teilinvaliditätsfall; Fr. 2.— Taggeld pro Arbeitstag bei vorübergehender gänzlicher Arbeitsunfähigkeit vom 8. Tage nach Beginn der ärztlichen Behandlung an bis zum Höchstbetrage von Fr. 50.—. Bei der Suval versicherte Personen haben nur in dem Masse Anspruch auf dieses Taggeld, als der von ihnen erlittene Schaden nicht durch Leistungen von anderer Seite (Suval etc.) voll gedeckt ist. Falls bei Bestellung des Abonnements bzw. bei Aufnahme in die Versicherung von efner oder beiden der versicherten Personen auf die Mitversicherung der Entschädigung für vorübergehende Arbeitsunfähigkeit (Taggeld) verzichtet wird, tritt an dessen Stelle ein Sterbegeld von Fr. 100.— nach einjährigem Bestand des Abonnements. Als Aufnahmegrenze für das Sterbegeld gilt das vollendete 55. Lebensjahr. Betreffs des Sterbegeldes wird noch auf die. besondern Bedingungen verwiesen. § C. I. Die Todesfallentschädigung wird geschuldet, wenn der Unfall sofort oder binnen Jahresfrist vom Unfall tage an den Tod des Versicherten herbeigeführt hat. •• .. '" ., Bezugsberechtigt ist in erster Linie der überlebende Ehegatte. Hinterlässt der Verunfallte keinen Ehegatten, so fällt die Todesfallentschädigung der mitversicherten Person zu. Ist eine solche nicht vorhanden, dann sind die Kinder des Verunfallten, beim Fehlen solcher, seine Eltern und, falls auch solche nicht vorhanden sind, seine Geschwister bezugsberechtigt, unter Ausschluss aller anderen Hinterbliebenen. Wer den Tod des Versicherten durch ein Verbrechen oder Vergehen herbeigeführt hat, verwirkt zugunsten der anderen Bezugsberechtigten seinen Anspruch. II. Die Invaliditätsentschädigung wird geschuldet, wenn infolge des Unfalles sofort oder binnen Jahresfrist vom Unfalltage an die Arbeitsfähigkeit des Versicherten bleibend völlig aufgehoben oder bleibend beeinträchtigt wird. Bei Ganzinvalidität besteht die Entschädigung in der vollen Versicherungssumme und bei Teilinvalidität in einem nach dem Grade der Invalidität abgestuften Teil davon. Die Zahlung der Invaliditätsentschädigung erfolgt, sobald die bleibende Invalidität und deren Grad endgültig festgestellt sind. Der Verlust bzw. die Beschädigung eines vor dem Unfall bereits verkrüppelten, verstümmelten oder gebrauchsunfähigen Körperteils begründet keinen Anspruch auf Entschädigung für bleibende Invalidität. Im übrigen kann beim Bestehen solcher anderweitiger Körperbeschädigungen die durch den Unfall verursachte Invalidität nicht höher taxiert werden, als sie zu taxieren wäre, wenn der Unfall eine körperlich intakte Person betroffen hätte. Kann nach Schluss des Heilverfahrens noch nicht sicher festgestellt werden, ob und in welchem Masse eine bleibende Invalidität zurückbleiben wird, so kann die endgültige Feststellung bis auf höchstens ein Jahr vom Abschluss des Heilverfahrens an verschoben werden. Als Fälle von Ganzinvalidität gelten ausschliesslich: Verlust beider Augen oder vollständige Aufhebung ihrer Sehkraft, der Verlust oder die vollständige unheilbare Gebrauchsunfähigkeit beider Arme oder Hände, beider Beine oder Füsse, eines Armes oder einer Hand und zugleich eines Beines oder Fusses, unheilbare Geistesstörung, die jede Erwerbstätigkeit auss^hliesst. b) Für lebenslängliche Teilinvalidität wird die Höhe der Entschädigung in Prozenten von Fr. 5000.— bestimmt, nach der dauernden Beeinträchtigung, welche die Arbeitsfähigkeit des Versicherten ohne Rucksicht auf dessen spezielle Berufsverhältnisse erfahren hat. Massgebend sind tue Schätzungen der patentierten Aerzte, eventuell von Spezialärzten. Bei gänzlichem Verlust oder gänzlicher unheilbarer Gebrauchsunfähigkeit nachbezeichneter Körperteile gelten folgende Invaliditätssätze: Für den rechten Arm oder Hand . 60% Für den linken Arm oder Hand . 50% Für ein Bein im Hüftgelenk ... 60% Für ein Bein im Oberschenkel . . 50% Für ein Bein im Unterschenkel und Fuss 40% Für ein Auge . . . . . . . . . . . . . 25% Für das Gehör, einseitig 10% Für das Gehör, beidseitig . . . . 60% Für den rechten Daumen . . . . 20% Für den linken Daumen . . . . . 18% Für den rechten Zeigefinger ... 12% Für den linken Zeigefinger . . . . 8% Für den rechten Mittelfinger ... 8% Für den linken Mittelfinger 6% Für den rechten Ringfinger, ... 6% Für den linken Ringfinger . . . . 6% Für den rechten Kleinfinger ... 6% Für den linken Kleinfinger . . . . 6 % Für die Grosszehe 8% Fr. 3000 2500 3000 2500 2000 1250 500 3000 1000 900 600 400 400 300 300 300 300 300 400 150 Für jede andere Zehe 3% Für unheilbare Nervenkrankheiten als Folge eines versicherten Unfalles . . . . . . . . . . . . 20% „ 1000 Bei gleichzeitigem Verlust oder gänzlicher unheilbarer Gebrauchsunfähigkeit mehrerer Glieder oder Organe werden die betreffenden Entschädigungsbeträge zu- sammengerechnet; die Gesamtsumme darf aber den Betrag von Fr. 5000.— nicht überschreiten. Bei nur teilweisem Verlust oder nur teilweiser Aufhebung der Gebrauchsfähigkeit wird ein entsprechender Teil der vorstehend für den Totalverlust festgesetzten Beträge vergütet. Geringfügige bleibende Invaliditäten, die mit weniger als 3% einzuschätzen sind, berechtigen zu keiner Entschädigung. In den vorstehend nicht genannten Fällen bleibender Invalidität ist der Invaliditätsgrad nach der dauernden und unheilbaren Beeinträchtigung zu bestimmen, welche nach ärztlichem Gutachten die Arbeitsfähigkeit des Versicherten, ohne Berücksichtigung seiner Berufstätigkeit, durch den Unfall erfahren hat. Die Entschädigung besteht in dem dem festgestellten Invaliditätsgrad entsprechenden Prozentsatz der für den Ganzinvaliditätsfall versicherten Summe. III. Vorübergehende Arbeitsunfähigkeit. Für Unfälle, die weder den Tod noch eine bleibende Invalidität, jedoch eine länger als sieben Tage dauernde gänzliche Arbeits- oder Erwerbsunfähigkeit zur Folge haben, wird vom 8. Tage nach Beginn der ärztlichen Behandlung an, eine Entschädigung von Fr. 2.—• pro Arbeitstag vergütet, und zwar während längstens 25 Arbeitstagen; vorbehalten bleibt § 5, Absatz 2 und 3. , § 7. 1. War der Unfall-nicht-die alleinige Ursache des Todes, der Invalidität oder der vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, sondern haben schon besiehende Krankheitszustände oder Gebrechen oder hinzugetretene Krankheiten, die nicht erst durch den Unfall hervorgerufen sind, mitgewirkt, so wird nur ein verhältnismässiger Teil der Entschädigung geleistet, entsprechend dem vom ärztlichen Sachverständigen abzuschätzenden prozentualen Anteil des Unfalles. 2. Ist der Unfall auf grobe Fahrlässigkeit des Verunfallten zurückzuführen, so reduziert sich die Entschädigung auf die Hälfte derjenigen Summe, die sonst zu zahlen gewesen wäre. § 8. Ein und derselbe Unfall berechtigt immer nur zu einer der in § 5 genannten Entschädigungen,-entweder derjenigen für Tod oder derjenigen für Invalidität oder derjenigen für vorübergehende Arbeitsunfähigkeit mit der Massgabe jedoch, dass, wenn der Tod des für teilweise Invalidität entschädigten Versicherten binnen Jahresfrist, vom Unfalltage an gerechnet, als direkte Folge des Unfalles eintritt, die Todesfallsumme, abzüglich der bereits geleisteten Entschädigung, bezahlt wird; desgleichen wird für einen und denselben Unfall die Entschädigung nur einmal gewährt, gleichviel, ob die verunglückte Person durch ein oder mehrere Abonnements der Zeitung „Automobil-Revue" versichert war. Werden von einem und demselben unter die Versicherung fallenden Unfallereignis mehrere durch diese Zeitung versicherte Personen betroffen, so beschränkt sich die Deckung der Gesellschaft zusammen auf die Summe von Fr. 50,000.—. Reicht diese Summe zu den normalen Entschädigungen nicht aus, so werden alle Entschädigungen gleichmässig herabgesetzt. Bezieht jedoch ein Abonnent die Automobil-Revue mit Versicherung sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache, so werden ohne weiteres aus jeder einzelnen Versicherung, also für jede Zeitung, die vollen bedingungsgemässen Versicherungssummen ausbezahlt. Unfallmcldunoen, § 9. Tritt infolge eines Unfalls der Tod des Versicherten ein, so ist der Allgemeinen Versicherungs- Aktiengesellschaft in Bern, Agentur H. in Ölten, beim sonstigen Verlust des Entschädigungsanspruchs, sofort telegraphisch, jedenfalls aber so rechtzeitig Kenntnis zu geben (und zwar auch dann, wenn der betreffende Unfall bereits angemeldet worden ist), dass es der Gefejllschaft möglich ist, selbst eine ärztliche Untersuchung oder die Sektion anzuordnen. '.' i «D$e Angehörigen sind auf Verlangen der Gesellöcäiäft" verpflichtet, ,4ie Sektion der Leiche zu bewilligen/ansonst keine Entschädigungspflicht besteht. ' Unfälle, die eine bleibende Invalidität oder vorübergeheftde gänzliche Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben, sind zur Vermeidung des Verlustes des Versicherungsanspruches innerhalb 10 Tagen vom Unfall an der obgenannten Meldestelle schriftlich anzumelden, unter Beifügung der Versicherungsbestätigung und Nachnahmekarte für die laufende Zeit. § 10. Nach dem Unfall ist sobald als möglich auf Kosten des Versicherten bzw. der Anspruchsberechtigten ein patentierter Arzt beizuziehen und für die Wiederherstellung des Versicherten auch sonst gehörig Sorge zu tragen. Der Versicherte bzw. seine Angehörigen sind verpflichtet, dem Beauftragten der Gesellschaft den Zutritt zum Verletzten zu gestatten und dem Vertrauensarzte der Gesellschaft dessen Untersuchung zu ermöglichen. Der Versicherte ermächtigt zum voraus alle Aerzte, welche ihn wegen des Unfalles oder wegen anderer Unfälle oder Erkrankungen behandelt haben, zur Erteilung jeder von der Gesellschaft gewünschten Auskunft. Der Versicherte bzw. die Anspruchsberechtigten sind ferner verpflichtet, der Gesellschaft auf ihr Verlangen nach bestem Wissen und Können jede von ihr gewünschte Auskunft über die näheren Umstände des Unfalles und seine Folgen, den Heilungsverlauf oder über allfällige frühere Unfälle oder Erkrankungen des Versicherten zu erteilen, sowie ihr die zur Feststellung der Entschädigungspflicht erforderlichen Belege (ärztliche Zeugnisse usw.) einzureichen. Die Gesellschaft kann unter schriftlicher Androhung der Säumnisfolgen den Versicherten bzw. die Anspruchsberechtigten, auffordern, innert einer bestimmten Frist die verlangten Angaben zu machen und die notwendigen Belege einzureichen. Die Kosten für die Arztzeugnisse über den Uhfall und dessen Folgen gehen zu Lasten des Versicherten bzw. der Anspruchsberechtigten; die Gesellschaft ist berechtigt, diese Kosten an den ausstellenden Arzt oder eine von ihm bezeichnete Stelle direkt zu bezahlen und den bezüglichen Betrag von der Entschädigung iri Abzug zu bringen. Die Kosten der von Gesellschaft veranlassten vertrauensärztlichen Untersuchungen und Gutachten werden von ihr selbst getragen. §11. Falsche Angaben in der Unfallanzeige oder in den weiteren Mitteilungen über den Unfall, sowie die Verletzung einer der in den § § 9 und 10 vorgesehenen Obliegenheiten durch den Versicherten oder seine Rechtsnachfolger ziehen den Verlust der Entschädigungsansprüche nach sich, sofern nicht die Verletzung den Umständen nach als eine unverschuldete anzusehen ist. Eine ohne Verschulden erfolgte Verletzung kann sofort nach Wegfall des Hindernisses nachgeholt werden. § 12. Für etwaige Streitigkeiten aus dieser Versicherung anerkennt die Gesellschaft den Gerichtsstand ihres Sitzes in Bern, sowie denjenigen des schweizerischen Wohnortes des Versicherten oder Anspruchsberechtigten. § 13. Im übrigen gelten für diese Versicherung die einschlägigen Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Versicherungsvertrag vom 2. April 1908. ALLGEMEINE BEDINGUNGEN für die Sterbcgcldverslr.herung der Abonnenten der Zeitung „Automobil-Revue". § 1. Die Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft in Bern versichert unter den nachstehenden Bedingungen die in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein wohnenden Abonnenten der Zeltung AUTOMOBIL-REVUE und die von diesen zur Mitversicherung angemeldete Person, welche auf die durch die Erwachsenen-Unfallversicherung vorgesehene Taggeld-Vergütung verzichtet haben, für ein Sterbegeld. Die Versicherung gilt jeweilen für diejenigen Per* sonen, welche in den vom Verlag dem Abonnenten auszuhändigenden Versicherungs-Bestät'igtingen für die Sterbegeld-Versicherung vorgemerkt sind. Scheidet eine der in der Versicherungsbestätigung genannten Personen von der Sterbegeld-Versicherung aus, so kann an deren Stelle eine andere Person im Sinne vorstehender Bestimmungen, unter Angabe von Namen und Geburtsdatum, beim Verlag angemeldet werden. Die in § 3, Ziffer 1, vorgesehenen Wartefristen beginnen für diese neue Person erst von dem Zeitpunkt an zu laufen, wo der Verlag dem Abonnenten die Aufnahme in die Sterbegeldversicherung bestätigt hat Ḟür die vor dem zurückgelegten 55. Altersjahr aufgenommenen Personen gilt die Sterbegeldversicherung bis ans Lebensende. Nicht als versichert gelten, auch wenn sie in der Versicherungsbestätigung aufgeführt sind und der Versicherungsbeitrag bezahlt sein sollte: Personen, die im Zeitpunkt des Todes das 16. Altersjahr noch nicht vollendet oder bei Abschluss des Abonnements mit Sterbegeldversicherung das 55. Altersjahr bereits zurückgelegt haben; im letzteren Falle sind die Betreffenden für Taggeld versichert. § 2. Das Sterbegeld wird bezahlt beim Tode einer versicherten Person, sofern der Tod innerhalb der Grenzen Europas eintritt. Ausgenommen sind jedoch: Todesfälle durch Kriegsereignisse, bei bürgerlichen Unruhen, Selbsttötung (ausgenommen bei Urteilsunfähigkeit) sowie bei Cholera-, Pest- und Typhus- Epidemien.. § 3: Das Sterbegeld beträgt pro versicherte Person: Fr. 100.— nach einjährigem, ununterbrochenem Bestand des Abonnements. 2. Bezugsberechtigt ist in erster Linie der überlebende Ehegatte. Hinterlässt der Verstorbene keinen Ehegatten, so fällt das Sterbegeld der mitversicherten Person zu; ist eine solche nicht vorhanden, so sind die Kinder des Verstorbenen, beim Fehlen solcher die Eltern und falls auch solche nicht vorhanden sind, seine Geschwister bezugsberechtigt. Sind auch keine Geschwister vorhanden, so wird derjenigen Person, die die Kosten der Beerdigung des Verstorbenen getragen hat, der dafür nachweislich aufgewendete Betrag (nur bare Auslagen) zurückerstattet, indessen nicht mehr als die Versicherungssumme. Wer den Tod des Versicherten durch ein Verbrechen oder Vergehen herbeigeführt hat, verwirkt zugunsten der anderen Bezugsberechtigten seinen Anspruch. 3. Das Sterbegeld wird nur einmal gewährt, gleichviel, ob die verstorbene Person durch ein oder mehrere Abonnements der Zeitung AUTOMOBIL-REVUE versichert war. Bezieht jedoch ein Abonnent die Automobil-Revue mit Versicherung sowohl in deutscher als auch in französischer Sprache, so wird ohne weiteres aus jeder einzelnen Versicherung, also für jede Zeitung, die volle bedingungsgemässe Versicherungssumme ausbezahlt. Sterbefalimeldnngen. § 4. 1. Ein unter diese Sterbegeldversicherung fallender Todesfall ist binnen 14 Tagen nach dessen Eintritt an die Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft in Bern, Agentur H Ölten, schriftlich anzuzeigen. 2. Ferner sind von den Bezugsberechtigten innerhalb 30 Tagen nach Eintritt des Todes dem Verlag die folgenden Schriftstücke einzusenden: a) die Versicherungsbestätigung, b) ein amtlicher Totenschein. Die Allgemeine Versicherungs-Aktiengesellschaft in- Bern kann unter Androhung der Säumnisfolgen die Anspruchsberechtigten auffordern, innert der obigen Frist die notwendigen Schriftstücke einzureichen. 8 5. Die Verletzung einer der in § 4 vorgesehenen Obliegenheiten durch die Anspruchsberechtigten zieht den Verlust der Entschädigungsansprüche nach sich, sofern nicht die Verletzung den Umständen nach als 1 eine unverschuldete anzusehen ist. Eine ohne Verschulden erfolgte Verletzung kann sofort nach Wegfall des Hindernisses nachgeholt werden. § 6. Die Auszahlung des Sterbegeldes erfolgt innerhalb fünf Tagen nach Feststellung der Zahlungsverpflichtung. § 7. Im übrigen gelten für diese Sterbegeld-Versicherung, insbesondere was den Beginn, den Unterbruch und die Beendigung der Versicherung anbelangt, die einschlägigen Bestimmungen der Versicherungs- Bedingungen der Erwachsenen-Unfallversicherung sowie die Bestimmungen des Bundesgesetzes, über den Versicherungs-Vertrag. '" Strassen und Tourismus Der unhaltbare Zustand unserer Alpenstrassen. Es ist an dieser Stelle in den letzten Jahren eindringlich darauf hingewiesen worden, wie sehr die Schweiz mit dem unbefriedigenden Zustand ihrer Alpenstrassen gegenüber andern Touristikländern ins Hintertreffen geraten ist und dass der Zeitpunkt vielleicht nicht mehr so ferne liegt, wo man im Ausland den Automobilisten anempfiehlt, die sonst landschaftlich so prächtigen schweizerischen Alpenstrassen zu meiden. In der offiziellen Clubzeitung des Automobile Club de France veröffentlichte kürzlich dessen Präsident, Vicomte de Rohan, einen Bericht eines Clubkollegen über eine Autoreise nach Norditalien und der Schweiz. Während er sich über den Zustand der italienischen Strassen gerechterweise sehr lobend äussert, schreibt er anschliessenid 1 über die schweizerischen Strassenverhältnisse ungefähr folgendes': Für die Süd-Nord-Durchcnierung der Schweiz ist es empfehlenswert, die Gotthardstrasse zu meiden, denn selbst wenn man den Wagen mit der Bahn durch den Tunnel transportiert, eo ist die nördliche Abfahrt von Göschenen bis Altdorf gefährlich, weil die Strasse sehr eng, ohne Schutzmauern und oft mit einer Eisschicht bedeckt ist. Diese Konstatierung zeigt wieder deutlich, wie man den- Zustand unserer Alpenstrassenheute im Ausland 1 einschätzt. Wirklich keine Reklame, wenn solche Warnungen in einer vielgelesenen und angesehenen Automobilistenzeitung des Auslandes figurieren. Herr Vicomte de Rohan nimmt in einem an- •schliessenden Artikel zu den Ausführungen seines Glubkollegen Stellung, als Gentleman schweigt er sich allerdings zur vorgenommenen Kritik der Schweizer Alpenstrassen aus, Jndem er lakonisch, aber, vielleicht .auch vielsagend* ausführt: « Je prends, par ailleurs, bonne note des renseignements que vous me donnez sur les meilleures routes pour parcourir Ia Suisse du Nord au Sud... » Wirklich keine Reklame für die Inner- und Südschweiz, die doch gerade heute so sehr am ungenügenden Zufluss von Auslandsgästen leiden. Möge die Alpenstrassenirtitiative die Geister, die da träumen, aus ihrem Dauerschlaf erwecken. V