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E_1934_Zeitung_Nr.054

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Q AUTOMOBIL-REVUE

Q AUTOMOBIL-REVUE 1934 — Chinin, der überlegene Sieger des Grossen Preises von Frankreich unmittelbar vor dem Start zu einem .der grössten bisherigen Erfolge seiner Rennfahrer-Laufbahn, Ein weiterer Favorit das Grossen Preises war H. Stack mit seinem P-Wagten 3er Auto-Union. Link» ijon ihm der Rennleiter der Fabrik, Ing. Walb, rechts der Konstrukteur des .Wagens, Dt, Ine, [Porsche, der sein Werk noch einmal kritisch überprüft. Vom Bergrennen Rheineck Walzenhausen Bü3 links: Die drei schnellsten Fahrer des Tages. Hier sehen wir die drei Kategoriensieger wiederum «in Zivil» und natürlich in bester Laune. Von links nach rechts: Ruesch, der Tagessieger, Zwimpfer und Maag, die in der Tourenwagen- resp. Sportwagenkategorie neue Bestzeiten aufstellten« Kid rechts: Der Wagen nies Siegers. Hier seHed wir Ruesch auf seinem 3-Liter-Maserati Monoposto, einer äusserst schnittigen Maschine, die aber besser aul Rennbahnen als auf Bergstrecken zu Hause ist. Ob's woffl turn bamenpretfs gereicht hat? Das ist die erste Frage, die sich nach der Ankunft am Ziel auch Frl. Ortelli stellte, die auf Plymouth eine sehr gute Zeit fuhr und tatsächlich Preisträgerin wurde, Das Rennen um die Trophäe des britischen Kaiserreiches. Das auf 8er Brooklandsbahn abgehaltene grosse sportliche Ereignis führte in 100 Runden über 300 Meilen, Hier sehen wir das Feld, aus dem Eyston auf M.G, als Sieger hervorging, an einer der künstlich eingeschalteten Spitzkehren, Auto-Heber für Personen- und Lastwagen. Wasser-} Luft- oder Oeldruck» 1—10 Tonnen Tragkraft. Sorgfältige Installation. MASCHINENFABRIK BUCHER GUYER N IEDERWEN INGEN ZÜRICH ist führend Leichtmetall-Ausfuhrung: Eigengewicht 1000 kg Nutzlast 4000 kg Verlangen Sie Offerte und Referenzen Joh. Knupp, St. Gallen-W KONSTRUKTIONS-WERKSTÄTTE Telephon 626 .Verlag, Administration, Druck und Clieherie: HALLWAG A.-G. Hallersche Buchdruckerei und Wagnersche yerlacsanstalt, Bern,

N» 54 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE T«£«l*n, Rundschau Die Mode der hoch übersetzten Lenkung. Ein sicher nicht geringer Prozentsatz von Automobilunfällen hängt heute mit der Len kung zusammen. Von vornherein seien hie aber die Fälle ausgenommen, in denen die Lenkung «versagt» hat. In Wirklichkei kommt ein solches Versagen der Lenkung äusserst selten vor oder doch erst dann, wenn der Unfall bereits eingetreten und der Wagen auch sonst schon mehr oder weniger stark beschädigt ist. Der Zusammenhang, auf den wir hinzuweisen beabsichtigen, besteht vielmehr nur indirekt, indem manche Lenkrad wäre wie bei der Lenkung einer Dampfwalze mit einer Kurbel ver- ! Sehr oft gelingt die Korrektur moderne Lenksysteme nicht mehr den An-seheforderungen entsprechen, welche die heu-detigen hohen Fahrgeschwindigkeiten an ihre spät, der Wagenhinterteil schleudert nach Schleuderbewegung nur halb oder zu Wirkungsweise stellen. der andern Seite hinüber und wenn nicht Gerade in den letzten Jahren war dabei eher eine Verschlimmerung zu beobachten Im Bestreben, die Lenkung möglichst bequem zu machen, haben manche Konstrukteure Lenkungsübersetzungen angewandt, die für hohe Fahrgeschwindigkeiten durchaus ungeeignet sind. Früher bedingte der volle Einschlag der Vorderräder nach rechts oder links ungefähr eine halbe Lenkradumdrehung nach der entsprechenden Seite. Heute benötigt man durchschnittlich für den gleichen Radeinschlag schon mindestens eine ganze Radumdrehung, in einzelnen Fällen sogar nahezu zwei Lenkradumdrehungen. Der Vorteil der Anwendung eines so hohen Uebersetzungsverhältnisses sticht nur zu deutlich hervor : Jede Frau und selbst jedes Kind vermögen den schwersten Wagen mit zwei Fingern zu lenken, und alle Rückwirkungen Eine hoch übersetzte Dampfwalzen-Lenkung eignet sich nicht für hohe Fahrgeschwindigkeiten. von Strassenstössen auf dem Lenkrad fallen dahin. Wer einen Wagen mit derart hoch übersetzter Lenkung mit massigen Geschwindigkeiten fährt, wird auch kaum etwas von Nachteilen bemerken. Die hoch übersetzte Lenkung wird aber direkt gefährlich, wenn sie in einem Wagen eingebaut ist, den man gelegentlich auch voll ausfahren will. Aber sogar auch schon bei ganz niedrigen Geschwindigkeiten kann sie verhängnisvoll werden, wenn der Wagen einmal ins Schleudern gerät. Der Fahrer hat dann gewöhnlich nicht genügend Zeit, um die zum Abfangen der Schleuderbewegung notwendige Lenkungskorrektur zu vollführen. Es sei denn, das Bei älteren, niedrig übersetzten Lenkungen genügte oft zum vollständigen Einschlagen der Vorderräder nach links oder rechts eine halbe Lenkradumdrehung, wogegen bei modernen, hoch übersetzten Lenkungen oft mehr als eine volle Lenkradumdrehung erforderlich ist. sehr viel Platz zur Verfügung steht, ist der Unfall unvermeidlich. Zum mindesten bedeutet die hoch übersetzte Lenkung deshalb eine Gefahr, weil sie den gefühlsmässigen Kontakt zwischen dem Fahrer, der Massenträgheit des Wagens und der Strasse stark herabsetzt. Bei niedrig übersetzter Lenkung bedarf es oft eines beträchtlichen Kraftaufwandes, um den Wagen n raschem Tempo durch eine stärkere Kurve zu lenken. An diesem Kraftaufwand fühlt der Fahrer genau, was er der Strassenhaftung umutet. Mit der Zeit wird er ihm zum genauen Maßstab für das beim Kurvenfahren erade noch zulässige Tempo. Feinfühlige Wagenlenker vermögen am Widerstand, den sie am Lenkrad spüren, sogar die Griffigkeit der Strassenoberfläche abzuschätzen. Durch eine hoch übersetzte Lenkung ist man dagegen von der Strasse gleichsam isoliert. Da die Reaktion der bei Richtungsveränderungen auftretenden Massenträgheitskräfte des Wagens im Lenkrad fast vollkommen unterbleibt, muss der Fahrer nun die Zulässigkeit seiner Lenkbewegung viel stär- In manchen Fällen Hesse sich die Lenkung ohne Erhöhung des Uebersetzungsverhältnisses erleichtern, indem die Reibung im Lenkmechanismus, z. B. in der Achsschenkellagerung, vermindert würde. ker nur mit dem Augenmass abwägen. Er empfindet die «Geschwindigkeit nicht mehr unmittelbar in der Hand, sondern nur noch über den viel weniger genauen und viel leichter zu täuschenden Gesichtssinn. Bestenfalls kommt ihm dabei noch etwas die Empfindlichkeit der Gesässmuskeln zu Hilfe, die ihn erkennen lässt, wenn der Wagen in der Kurve besonders stark nach aussen drängt. Die Feinfühligkeit der Hand ist jedoch durch nichts zu ersetzen. Kleine Schleuderbewegungen des Wagens korrigiert der Fahrer bei niedrig übersetzter Lenkung ganz unbewusst und auch bei grösseren Schleuderbewegungen genügt meist ein kurzer rascher Lenkradausschlag, Die Verhältnisse werden noch dadurch begünstigt, dass bei niedrig übersetzter, wenig Selbsthemmung besitzender Lenkung die Korrektur auch mehr oder weniger selbsttätig erfolgt, da die Vorderräder unter ihrer Kreiselwirkung ihre ursprüngliche Richtung leichter beibehalten. Stellt man sich die Kreiselwirkung der Vorderräder übertrieben stark vor, so ist auch der Fall denkbar, dass sich das Schleudern ganz selbsttätig korrigiert. Die Vorderräder würden dann bei jedem Schleudern in ihrer ursprünglichen Fahrtrichtung verbleiben und nun — bei einem System mit wenig Selbsthemmung — das Lenkrad von sich aus in die entsprechende Stellung einschlagen. Wahrscheinlich kommt dieser heute noch kaum beachteten Erscheinung einer mehr oder weniger ausgeprägten Selbstkorrektur von Schleuderbewegungen eine nicht zu unterschätzende Bedeutung in der Erhöhung der Fahrsicherheit zu. Sie ist aber nur dort festzustellen, wo der Lenkmechanismus noch keine zu grosse Selbsthemmung hat. Ein Lenksystem mit hoher Selbsthemmung in der einen Uebertragungsriehtung (und dazu gehören die meisten hoch übersetzten modernen Lenkungen) schliesst sie aus. Ausser durch das Bestreben, dem Kunden einen « bequemen » Wagen anbieten zu können, sieht sich allerdings der Automobilfabrikant auch noch aus andern Gründen zur Anwendung eines hohen Lenkübersetzungsverhältnisses veranlasst. Bekanntlich neigen seit dem Aufkommen der Vorderradbremsen und der Niederdruckpneus die Vorderräder mancher Wagen zum Flattern. Durch die Anwendung der Superballonreifen und noch weicherer Federn wurde die Flattertendenz noch vergrössert. Um ihr abzuhelfen, bestand ein Ausweg im Verzicht auf die starre Achse. Indem man die Räder so mit dem Chassisrahmen verbindet, dass sie beim Ueberrollen von Bodenunebenheiiten sich nur noch senkrecht auf- und abwärtsbewegen, kann man tatsächlich manche Lenkungsunruhen vermeiden. Mancher andere Konstrukteur zog es indessen vor, angesichts der heute noch wenig abgeklärten Verhältnisse auf dem Gebiet der Federung die starre Achse vorläufig beizubehalten und der Flatterneigung der Räder durch andere Massnahmen beizukommen, so gerade auch durch die Lenkung mit grösserer Selbsthemmung. Die Flatterneigung besteht hier wohlverstanden nach wie vor, kann sich jedoch wegen der starken, bei der hohen Lenkungsübersetzung auftretenden Reibung nicht auswirken, jedenfalls nicht bis zum Lenkrad. Die Tatsache, dass ein gewisses Mindest- Jetzt Apena rfen Ob Sie in die Ferien fahren oder nach einer arbeitsreichen Woche einen Ausflug in herrlich duftende Wälder oder an einen Badestrand machen, die meiste Freude bereitet doch ein B. M.W. - Cabriolet Wie sicher und pünktlich führt es Sie immer an Ihren Bestimmungsort 1 Bei diesem Wagen gibt es fceine unangenehmen Ueberraschungen. Im Gegenteil, staunen werden Sie über dieses hochwertige Automobil mit seinen geradezu phantastischen Leistungen. Auch die Karosserie ist erstklassig, elegant in der Linie und mit prima Lederpolsterung. Der Preis? Nur Fr. 7 400.- für ein 6-Zylinder, 4-Plätzer Cabriolet. Ist das nicht ein Rekord? Wir möchten Sie gerne von den Qualitäten des B. M. W. überzeugen. Eine Probefahrt ist für Sie frei und unverbindlich. Kataloge mit allen Details werden gerne zugesandt. 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