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E_1934_Zeitung_Nr.055

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20 AUTOMOBIL-REVUE

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Illustrierten, neuen Kurhaus Bad Schwarzenberg Eine Fahrt in's SEE-und OBERWYNENTAL Eine Erholungsstätte für Seele u.Leib! durch das Sekretariat des Verkehrsvereins Seein Blrrwll (Telephon 8.16). Unsere Ecke der Haasfrau: Kleine Winke — grosse Hilfe Unter rotem Glas wachsen Pflanzen schneller. Während blaues Qlas das Wachstum der Pflanzen hemmt, fördert rotes Qlas die Entwicklung und bewirkt eine nicht selten 8- bis 10-fach schnellere Entfaltung als unter blauem Glas. Bei Mimosen wurde eine nahezu 15fache Beschleunigung festgestellt. Rauch beschleunigt das Treiben von Pflanzen. Es gibt verschiedene Kunstmittel, die von den Gärtnern angewendet werden, um «schlafende » Zweige zu veranlassen, bereits mitten im Winter Blüten und Blätter zu treiben. Die wenigsten Blumenfreunde wissen, dass auch Rauch die Winterruhe mancher Pflanzen abkürzt. Und zwar bringt man die Zweige oder die Topfpflanzen für mindestens 24 Stunden in einen mit dicken Rauchschwaden gefüllten Raum, lässt sie also auch noch in ihm stehen, wenn sich der Rauch bereits niedergeschlagen hat. Solche «geräucherten •» Pflanzen treiben dann einige Wochen früher, als dies sonst der Fall wäre. Eine «elektrische Zunge» prüft Speisen. Die amerikanische Westinghouse-Elektrizitätsgesellschaft hat einen Apparat konstruiert, der genau anzeigt, ob eine Frucht süss oder sauer ist. Dem Gerät liegt der Gedanke zugrunde, dass sauere Flüssigkeiten den Strom besser leiten als süsse. Bei der Prüfung werden zwei nadeiförmige Elektroden in die Frucht gestochen, und der Ausschlag an der Skala eines Messgerätes gibt das Urteil der «elektrischen Zange» bekannt, wobei feinste Grade unterschieden werden können. Das Instrument lässt sich auch bei andern Nahrungsmitteln verwenden, wenn der Säuregrad festgestellt werden soll. Zucker gegen Insektenstiche. Bei Stichen von Stechmücken und Schmeissfliegen hat sich Zucker nach neuen Untersuchungen sehr gut bewährt. Ein ziemlich kräftiges Einreiben der Stichstelle mit einem Stück angefeuchteten Zucker genügt, um den Juckreiz aufzuheben und eine Schwellung zu ter rarbstellung verarbeitet werden, d. h. an Stelle des dunklen Grundes mit hellen Streifen tritt ein heller Grund mit dunklen blauen, schwarzen oder braunen Punktstreifen. Die Aermelgarnituren rutschen immer weiter nach unten. Der Oberärmel bleibt glatt und nur im Handgelenk der langen Aermel gibt es Verzierungen, deren Abwechslungsreichtum unerschöpflich ist. Aufschläge, die in der Mitte abgebunden sind, so dass sie doppelt nach oben und nach unten ragen; offene dreiviertellange Pagodenärmel, aus denen ein zweiter, ebenfalls offener Aermel aus farblich abweichendem Material herauswächst; Aermel, die im Handgelenk zusammengebunden sind und dadurch volantartig über die Hand fallen; andere, die nach unten zu in einer kleinen Glocke endigen, und schliesslich solche mit einem grossen Bausch zwischen Hand und Ellbogen. Das Leinencape taucht in neuen Formen auf und gibt dem schlechtesten Kleide eine frische, lebhafte Note. Man hat Capes mit ausgearbeiteten Schultern, die vorn zwar Knöpfe und Knopflöcher haben, aber trotzdem offen bleiben. Andere Capchen werden aufgeknöpft, andere, die gebunden werden, haben lange Schulterschlitze, zwischen denen der Kleiderärmel hervorsieht. Auch plissierte, im Rücken capuchonartig heruntergezogene Pelerinen und solche mit angeschnittenen kleinen Aermeln, die wir kurze Bolerojäckchen wirken, sind modern. Trägerleibchen aus bunter Wolle in grober bäurischer Stricktechnik, gerade und 1 fast viereckig verarbeitet, werden über weisisen Sommerblusen getragen. Sie erinnern an Kinderleibchen und haben zwei breite, vorn angeknöpfte Träger, die einen tiefen, viereckigen Ausschnitt ergeben und seitlich mit grossen modernen Knöpfen garniert sind. Das Leibchen wird in leuchtenden Farben, wie Blau, Rot, Gelb oder Grün verarbeitet und bildet eine ebenso wärmende wie kleidsame Ergänzung sportlicher Anzüge. verhindern. Man muss den Zucker aber sofort anwenden, solange die Stichöffnung durch de Schwellung noch nicht verschlossen ist. Kaltes Wasser nach Obstgenuss kann selbstverständlich Gärungserscheinungen hervorrufen, die verschieden stark, j« nach den Obstsorten, sind. Durch experimentelle Versuche wurde ermittelt, dass Kirschen und Stachelbeeren am stärksten aufquellen. Es sei immerhin bemerkt, dass unreifes Obst, vor dessen Genuss immer gewarnt wird, keine eigentlichen Gifte enthält. Fischleber gegen Blutarmut und zwar vom Kabeljau, Schellfisch und Weissling, empfiehlt Prof. P. Davidson von der Universität Aberdeen an Stelle der üblichen Rinderleber. Metalle riechen. Metalle haben oft einen spezifischen Geruch, wie man an Bestecken und an Münzen feststellen kann. Am stärksten ist der Geruch beim Silber, schwächer beim Kupfer und noch schwächer beim Nickel. Jod im Gemüse. • Nach Versuchen von Prof. G. Pfeifer nimmt die Schilddrüse das in anorganischer Form gegebene Jod nicht auf, während sie für organisch, und zwar an das Eiweiss der Pflanzen gebundenes Jod sehr empfänglich ist. Eine vollständige Heilung des Kropfes dürfte mit jodhaltigen Pflanzen allein möglich sein. Ene ganze Anzahl von Gemüsen kann Jod speichern; vor allem Kopfsalat, Spinat, Karotten, Möhren und rote Rüben. Radiowellen heilen Zahnschmerzen. In Amerika verwendet man in letzter Zeit gegen Zahnschmerzen die Bestrahlung mit kurzen Wellen. Die Wellenlänge beträgt 3,2 m; die Behandlung dauert 5—60 Minuten. In 70 Prozent aller Fälle konnte eine Besserung erzielt werden. Ueberempfindlichkeit gegen Seide. Es gibt Personen, die so empfindlich gegen Seide sind, dass eine Berührung damit ausreichend für das Auftreten eines Ausschlages ist. flüssig macht, da sein breiter Ueberschlag ein Auseinanderschlagen verhindert. Ein luftiger und gleichzeitig « angezogen» wirkender Mantel. Der weisse Somtnerhut spielt im Jahre des Leinens eine grosse Rolle. Auch weisser Pikee und weisses Panamastroh werden zu neuen Sommerhüten verarbeitet, Panama häufig mit weissem Ripsband garniert und eigefasst. Auch marineblaues Band und winzige Blütensträusschen bilden eine geschmackvolle Garnierung weisser Hüte. Meine Liebe! Finden Sie das eigentlich fein. so wenig originell zu sein? Diese Keulenärmel aus steifem Taft, und diese Jacke zum Schösschen gerafft, und dann ein Fichu und ein hoher Kragen. und Stulphandschuh... Darf ich es wagen Ihnen zu sagen: Schlagen Sie doch mal auf, Anno 1895, Seite acht, Familienalbum, Grossmutter erwacht! Dieselben Aermel, derselbe Hut, derselbe Taft, das Karo — nur Mut, dasselbe Fichu, der gleiche Kragen; fehlt nur das Korsett noch über dem Maien. Sie sind ja eine wandelnde Kopie! Wie? Das sei modern sagen Sie? Sie, die Jahrzehnte um Freiheit kämpftet Die das Männerurteil über eitle Frauen dämpfte? Die beim Sport, zu Haus und im Beruf sich ein « gleichberechtigtes » Dasein schuf? Sie werfen heut alles über den Haufen und schämen sich nicht, einer vergangenen Epoche nachzulaufen? Nehmen wahllos, was Ihnen gefällt, ohne zu sehen, dass in Ihrer Welt tausend Möglichkeiten enthalten, das modische Zeitbild neu zu gestalten? Ihr Kleid soll dem Leben, der Arbeit entsprechen, Ein Kleidmantel, nicht zu verwechseln mit Mantelkleid, interessiert unter den modischen Neuschöpfungen. Er ist aus einem der neuen leinenartigen Gewebe — vielleicht aus Leinen mit eingewebten dunklen Affenhaaren — ärmellos und zweireihig geknöpft und hat einen abnehmbaren Schulterkragen, der, gebunden oder aufgeknöpft, diesem Anzug mantelartigen Charakter verleiht. Der Vorzug dieses Kleidmantels ist, dass er ein Kleid tiberohne der Phantasie in der Kopie den Hals zu brechen. (« B. Z. am Mittag ».) Zürich V _ i L i—. —. JIMA^I 7i^K MAVII

N°55 - 1934 »UTOMOBIL-REVUt 21 F E U I L L E T O N Bux. Zirkusroman von Hans Possendorf. '(Fortsetzung von 1. Seite «Autler-Feierabend».) «Ich werde mich wohl noch in meinem eigenen Zelt aufhalten dürfen !> erwiderte Bux nicht gerade freundlich. Dann wandte er sich dem italienischen Arzt zu und fragte in dessen Sprache: «Was ist mit der Dame passiert?» Der Italiener erklärte mit hastigen Worten den Vorfall und fügte hinzu, dass ohne Narkose hier wohl keine Hilfe möglich sei. Dann eilte er davon, um nach einem Krankenwagen zu telephonieren. «Sie haben natürlich den Elefanten geneckt?» fragte Bux. «Nein, gar nichts habe ich gemacht!» wimmerte Fee. «Fee!» sagte der Major verweisend; und zu dem Clown: «Meine Tochter hat dem Tier zum Scherz Zigarettenrauch in den Rüssel geblasen.» «Aha! — Der Arzt sagt mir, dass Ihre Tochter ins Krankenhaus geschafft und der Arm unter Narkose eingerenkt werden müsste. Aber je länger der Arm ausgerenkt bleibt, desto schlimmer wird die Sache und desto langwieriger die Heilung. Erlauben Sie mir also, dass ich mal mein Heil versuche.» Er kniete nieder und fasste nach Fees Arm. «Halt! Sie sind wohl verrückt!» schrie ihn jetzt der Major an. «Ihre Clownscherze sind jetzt nicht mehr am Platz!» «Erlauben Sie, ich bin praktischer Arzt.» «Lassen Sie diese Witze, Herr!» «Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, dass ich Arzt bin. Also hindern Sie mich nicht! Sie tun Ihrer Tochter damit keinen Gefallen.» Ohne eine Antwort abzuwarten, fasste er wieder Fees Arm, während er Tom auf Englisch etwas zurief. Der grosse Neger eilte herbei, kniete sofort neben Fee nieder und presste ihre rechte unverletzte Schulter gegen den Erdboden. Bux führte den linken Arm mit einer seitlichen Drehung nach oben und dann nach rückwärts. Fee stiess einen gellenden Schrei aus, und mit einem Knack sprang die Kugel ins Gelenk. «So, der Arm ist eingerenkt. Jetzt kann Ihnen unser Zirkus-Sanitäter noch einen Verband anlegen; ich werde ihn gleich mit Verbandzeug herschicken. Und dann können Sie nach Hause fahren. Sie müssen sich natürlich weiter behandeln lassen.» «Wie soll ich Ihnen danken, Herr Doktor!» sagte der Major erleichtert. «Bitte, entschuldigen Sie mein Misstrauen, aber Sie werden verstehen, dass...» «Dass man in einem Clown keinen Arzt vermuten kann, natürlich.» Der Major zog Bux etwas beiseite: «Verzeihen Sie, Herr Doktor, was darf ich Ihnen für Ihre Bemühungen...» «Bitte, lassen Sie das,» sagte Bux mit einer Handbewegung, die jedes weitere Wort in dieser Frage abschnitt. «Wir wollten morgen Weiterreisen, Herr Doktor; ist das wohl möglich?» fragte Major von Prastelny. «Wo denken Sie hin! Alle Sehnen sind doch gezerrt. Die Patientin muss völlige Ruhe haben. Sechs Tage lang mindestens. Dauernd im Bett liegen ist nicht nötig, sogar nicht ratsam. Am besten in einem bequemen Lehnstuhl sitzen.» Sie traten wieder auf Fee zu. Ihr Gesicht war von dem Schrecken und den ausgestandenen Schmerzen noch sehr blass. Sie stützte den verletzten Arm mit der rechten Hand. «Wir können vorläufig nicht Weiterreisen, Fee,» erklärte ihr der Vater. «Du musst noch eine Weile behandelt werden, wie mir Herr Doktor sagt.» «.Von einem italienischen Arzt? Nein, nie wieder lasse ich so einen an mich heran! Der hat mich zu schrecklich gequält.» «Seien Sie nicht ungerecht», sagte Bux. «Das Einrenken ist nicht so einfach. Das kann jedem mal misslingen.» «Ach, Herr Doktor, ich bin Ihnen so dankbar!» stiess Fee hervor. «Darf ich Sie um etwas bitten?» «Sprechen Sie nur!» «Wie lange ist der Zirkus noch in Mailand?» «Das hängt vom Geschäft ab. Acht Tage, zehn Tage — je nachdem.» «Würden Sie wohl meine weitere Behandlung übernehmen?» Bux zögerte einen Augenblick. Aber die Sache machte ihm plötzlich Spass. Die würden sich ja wundern, wenn sie merkten, wer den Arm eingerenkt hatte! Und' er sagte : «Gut. Wie ist Ihr Name und Ihre Adresse?» Er erwartete, dass ihm nun das Hotel «Prin cipe di Savoia» genannt würde, das er ja selbst empfohlen hatte. Aber zu seiner Verwunderung schrieb der Major auf seine Visitenkarte den Namen eines recht bescheide nen Gasthofes. «Ich werde mir also erlauben, morgen um zwölf Uhr mittags zu kommen Ist Ihnen das recht? — Gut. Erlauben Sie mi dann, mich jetzt zu verabschieden. Ich möchte mich abschminken.» Mit einer kur zen Verbeugung zog sich der Clown zurück Dann erschien der Zirkus-Sanitäter und legte Fee sehr sachgemäss einen Verband an. 5. Am Mittag des folgenden Tages, punk 12 Uhr, meldete der Portier des kleinen ita< lienischen Gasthofes, dass ein Herr den Major und seine Tochter zu sprechen wünsche. «Bitte, führen Sie den Herrn gleich her auf!» sagte Fee, ohne nach dem Namen zu fragen, denn es konnte ja niemand anderes sein, als jener rätselhafte deutsche Clown- Arzt. «Dieser Clown gefällt mir nicht übel» meinte der Major, als der Portier das Zimmer wieder verlassen hatte. «Seine Dressur war vollendet, seine ärztliche Hilfe sicher und sachgemäss, sein Wesen bestimmt; und pünktlich ist er auch!> Fee, die im Lehnstuhl sass und — solange sie sich nicht bewegte — fast ohne Schmerzen war, sagte: «Vor allem bin ich gespannt wie er in Zivil aussieht. Ueberhaupt bin ich furchtbar neugierig zu hören, wie dieser Arz als Clown zum Zirkus gekommen ist. Sei nur recht liebenswürdig zu ihm, Papa, damit er uns ein bisschen was erzählt und...» Sie konnte nicht weitersprechen, denn in diesem Augenblick wurde an die Tür geklopft. Der Major öffnete, sah sich Bux gegenüber und prallte erstaunt zurück. «Guten Tag. — Hoffentlich störe ich nicht Herr Major? — Mein Besuch scheint Sie zu überraschen?> «Allerdings. Wir hatten nämlich... jemand andern erwartet, aber...» Prastelny blickte etwas hilflos zu seiner Tochter hinüber. Feodoras Vorhaben, den Reisegenossen nie wieder eines Blickes zu würdigen, war sofort vergessen. Dass er auf die Idee gekommen, sie aufzusuchen, — ja, dass er sich sogar die Mühe gemacht, das Hotel ausfindig zu machen, in dem sie abgestiegen, das war wohl der beste Beweis, welchen Eindruck sie dennoch auf ihn gemacht hatte. «Sie sehen uns allerdings höchst überrascht, Herr Buchsbaum, aber...» Sie brach mitten im Satz ab. Durch das Aussprechen des Namens schien ihr der Zusammenhang blitzartig klar zu werden. Bux beobachtete amüsiert ihren völlig überraschten Gesichtsausdruck. Der Major aber begriff noch immer nicht und schien von dem Besuch aufs peinlichste berührt. Endlich fand Fee die Sprache wieder: «Mein Gott — sind Sie etwa..*?» «Dr. Willibald Buchsbaum, alias Clown Willy Bux, — jawohl, mein gnädiges Fräulein.» Er trat auf Feodora zu, reichte ihr die Hand und fragte freundlich: «Nun, wie geht's heute? Noch grosse Schmerzen?» Und da begriff endlich auch Herr von Prastelny. «Nun, sagen Sie doch: Haben Sie eine schlechte Nacht verbracht?» drängte Dr. Buchsbaum. Aber Fee brachte vor Staunen noch immer kein Wort heraus. Endlich stammelte sie: «Nein, ich... ich kann es noch gar nicht fassen, Herr Doktor, dass ... dass Sie ...» «Das', ich Clown bin? — oder dass ich Arzt bin?» «Dass Sie beides sind, Herr Doktor, — und in beiden Berufen so fabelhaft tüchtig!» «Warten Sie erst mal ab mit diesem Urteil, bis Sie wieder ganz gesund sind !» scherzte Bux. «Nein, sagen Sie doch nur, wie Sie auf diese tolle Idee gekommen sind, Clown zu werden!» «Ihre Fragestellung setzt einen Irrtum voraus, mein gnädiges Fräulein. Doch davon später, wenn es Sie wirklich so interessiert. —Jetzt wollen wir uns lieber erst mal mit Ihrem Arm beschäftigen.» Während Dr. Buchsbaum seine Patientin untersuchte, bestellte der Major ein warmes Frühstück. Er hatte vor lauter Staunen kein Wort mehr herausgebracht. Aber nun war er auch so neugierig geworden, Näheres über diesen interessanten Mann zu erfahren, dass er ihn nach der Untersuchung durch :ine gemeinsame Mahlzeit noch für eine Weile zurückhalten wollte. Die Untersuchung ergab, dass alles in bester Ordnung war. Vorläufig hätte sich die Patientin nur ruhig zu halten; erst in einigen Tagen sollte mit leichter Massage beonnen werden. IPnricotnuna fnlttt I ZUG Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. CHTourlng, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des Weekend- Fahrt Zagersee Unterägeri R. Wagner« T. C. S. för Ferfen- und Kuraufenthalt. Gut ref 0 h rt e Hotels und Pensionen Ueber ein Dutzend Kinder-Kurhäuser. 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