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E_1934_Zeitung_Nr.055

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Er verdiente zwar Geld, sehr viel John Davison Rockefeller — Die Bilanz Geld sogar, und war, als er im Jahre 1870 eines Lebens. die Standard Oil Comp. von Ohio gründete, bereits vielfacher Millionär. Aber Es ist schon lange her, da standen eines Tages die Kinder der Volksschule von was wollte das schon bedeuten? Trotzdem Richmond in Virginia (USA.) vor derdie Standard Oil Comp. ein Grundkapital Kamera eines Wanderphotographen. Zwei von ihnen nahm der Lehrer wieder aus der Gruppe heraus, nachdem sich herausgestellt hatte, dass sogar ihre Sonntagsanzüge so schäbig waren, dass man sie in diesem Aufzug nicht photographieren lassen konnte. Die beiden kleinen Unglücksraben gehörten ganz armen und bescheidenen Leuten, und wie bitter Armut sein kann, sollte der Aeltere von den beiden Burschen noch einmal erfahren. Damals, im Jahre 1855, verdiente der junge Mensch, von dem hier die Rede ist, im Tage kaum einen halben Dollar. Drei Jahre später besass er jedoch schon ein kleines Kapital von 500 Dollar. 1865 waren es 50 000 Dollar, und im Jahre 1870 war er gar Millionär. Hundertfacher Millionär ist er schliesslich im Jahre 1885 geworden; und wiederum ein Jahrzehnt später ist er von einer Million Dollar besass, war sie zunächst nicht viel mehr als ein verhältnismässig unbedeutendes einzelnes Unternehmen mitten unter 250 ähnlichen Betrieben, die sich rücksichtslos und bis aufs Messer bekämpften. Und von dem gesamten amerikanischen Petroleummarkt beherrschte die Standard Oil Comp. von Ohio damals nur etwa 4 Prozent. Von einem wirklichen Erfolg hätte erst dann die Rede sein können, wenn es Rockefeller gelang, diese Verhältnisse zu seinen Gunsten zu ändern, und zwar ganz entscheidend. Bisher hatte sich aber keine Gelegenheit dazu geboten. Diese Gelegenheit, die grosse Chance seines Lebens, trat erst im Jahre 1872 an ihn heran. Damals schlössen sich einige der bedeutendsten Petroleumproduzenten von Pittsburg zu der South Improvement Comp. zusammen. Der Zweck dieser Grün- als vielfacher Milliardär nicht nur derdung war klar. Es war der erste Versuch reichste Mann Amerikas, sondern der dieser Art, die wirtschaftlich schwache Welt überhaupt gewesen. Selbst heute, da Stellung der einzelnen durch den Zusammenschluss mit mehreren zu festigen und er den Geschäften endgültig fernsteht, verdient er in jeder einzelnen Stunde seines Lebens noch Tausende und Abertau- Standard Oil, wurde aufgefordert, mitzu- zu stärken. Auch Rockefeller, der Chef der sende von Dollars. Der Name dieses Mannes aber ist John Davison Rockefeller. fort die Vorteile, die sich ihm aus dieser machen. Rockefeller erfasste nun auch so- Schon diese wenigen Daten und Zahlen Verbindung ergeben konnten. Aber er sprechen Bände. Es ist in der Tat etwas dachte gleichzeitig weiter. Sein Ehrgeiz Wunderbares um das Leben dieses Mannes und seinen Aufstieg, der von einem schaft. Für ihn hatte dieses South Impro- ging höher. Er strebte nach Alleinherr- gewissen Augenblick an einem ununterbrochenen Siegeslauf gleicht. Fast un- es ihm gelang, sie vor den Wagen seiner vement Comp. nur dann einen Sinn, wenn heimlich berührt dabei vor allem die Tatsache, mit welcher Beständigkeit sich im Art Sturmbock zu gebrauchen, mit dessen Interessen zu spannen und sie als eine späteren Leben das Glück an die Fersen Hilfe es ihm möglich sein würde, der Konkurrenz, die sonst in einem aufreibenden dieses Menschen geheftet hat. Wie aussergewöhnlich der Werdegang Kampf von Mann zu »Mann niedergerungen werden musste, auf einmal den Ga- dieses Mannes vom Nichts zur Macht und zur industriellen Weltherrschaft gewesen raus zu machen. Dieser teuflische Plan ist, wird im übrigen erst dann ganz deutlich, wenn man sich an die Anfänge dieser nen entscheidenden Einfluss auf die Füh- wiederum setzte aber voraus, dass er ei- ganzen Entwicklung erinnert. rung der Geschäfte dieses Trusts gewann. Noch um die Mitte des vorigen Jahr- Statt einer Zusage gab er daher seinen hunderts war das Petroleum so gut wieMaklern und den vielen anderen Agenten, die häufig genug auf unterirdischen Wegen für ihren Herrn arbeiteten, zunächst die Order, die Papiere und Aktien der Soüth Improvement, soweit solche bereits auf dem freien Markte waren, aufzukaufen. Erst als er dann annähernd die Hälfte des gesamten Aktienkapitals der South Improvement in seinem Portefeuille wusste, erklärte Rockefeller auch offiziell seinen Beitritt zu dem Trust. Und nun konnte der grosse Kampf beginnen, der ihm nur den Sieg oder den Ruin bringen konnte. Dieser Kampf setzte mit aller Wueht und auf der ganzen Linie ein. Der Zweck schien alle Mittel zu heiligen. Sabotage,^ Spionage, Attentate und Dumping waren" unbekannt. Es hiess damals Felsenöl (rock-oil), wurde zu Arzneien verarbeitet und als Heilmittel gegen Cholera, Leberkrankheiten, Bronchitis und Tuberkulose mpfohlen. Dem geringen Verbrauch entsprechend erfolgte auch die Gewinnung dieses Oels auf denkbar primitivste Art und Weise. Es wurde einfach von der Oberfläche der Gewässer, die solches Oel mit sich führten, abgeschöpft. Zu diesem Zwecke bediente man sich dicker Wolldecken, die in das Wasser hineingetaucht wurden und nun so lange darin blieben, bis man annehmen konnte, dass sie sich mit dem Oel vollgesogen hatten. Hierauf wurden sie ausgerungen. Bei diesem Verfahren gewann man natürlich nur sehr eringe Mengen Oel. Man wusste allerdings auch damals schon, dass aus dem in rohem Zustande gewonnenen Felsenöl mittels eines bestimmten Destillierprozesses in leichterer Extrakt hergestellt werden konnte, der, in Lampen umgefüllt, zur Beleuchtung zu gebrauchen war. Ueber Liebhabereien und gelegentliche Laboratoriumsversuche war man in dieser Beziehung jedoch noch nicht hinausgekommen. Erst um die 60er Jahre hat man dann zum erstenmal wirklich nach Oel gebohrt. Man war geradezu verblüfft, als man dabei beobachtete, in welch ungeheuren Mengen das Oel aus dem Erdinnern herausquoll. Von diesem Augenblick an änderte sich mit einem Schlage auch die anze Situation. Was bisher nichts als ein harmloses Laboratoriumsexperiment gewesen war, das entpuppte sich mit einem Male als grossartige industrielle Zukunftsmöglichkeit. Sofort setzte denn auch die Spekulation ein, die sich mit allen verfügbaren Mitteln auf die bereits nachgewiesenen Erdölforschungen stürzte und möglichst noch gleich an Ort und Stelle Raffinerien errichtete. Auch Rockefeller betätigte sich zunächst nur als Spekulant. Er beteiligte ich im Jahre 1862 mit einem kleinen Kapital, das 20—30 000 Dollar nicht übersehritten haben dürfte, an dem Unternehmen eines jungen Engländers namens Andrew. Dieses Geschäft muss gleich ein durchschlagender Erfolg gewesen sein, denn nun zog sich Rockefeller im Laufe der nächsten drei Jahre nach und nach von allen anderen Unternehmungen zurück und warf sich ganz auf das Petroleumgeschäft. Von nun an dachte er nur noch an Oel, Oel und immer wieder Oel. Er hat seinen Entschluss nicht zu bereuen ehabt. Seine feine Witterung für alles, was mit Geld und Gewinn zusammenhing, hatte ihm auch diesmal den richtigen Weg gewiesen- an der Tagesordnung. Ganze Kolonnen und Sprengkommandos der South Improvement stiegen des Nachts in die Schuppen der Konkurrenzbetriebe ein, wo dann Tanks zerstört wurden. Oder man riss die Schienen in den Verladebahnhöfen auf, lockerte die Schrauben und die Bohlen, stahl die Räder, die Achsen und andere Ersatzteile und demolierte die Wagen. Gelegentlich zündete man wohl auch ganze Depots an, raubte Pläne, Aufzeichnungen und Kalkulationen aus den Bureaux und bestach die Arbeiter, Angestellten und Ingenieure der Konkurrenz, die dafür zu sorgen hatten, dass bestellte Lieferungen unpünktlich abgingen, oder dass das zum Versand bereitstehende Oel durch allerhand Zusätze verunreinigt wurde. Kurzum, man tat alles — und vergass wirklich nichts — was geeignet schien, den verhassten Konkurrenten das Leben so sauer wie möglich zu machen. Und dennoch war dies alles nicht das Entscheidende. Das war gewiss ein hartnäckiger, opferreicher und zermürbender Krieg, aber doch nur ein Kleinkrieg, der höchstens dazu beitragen konnte, die Positionen des Gegners allmählich sturmreif zu machen. Die grosse Entscheidung reifte inzwischen hinten in den Bureaux und in den Kontoren der South Improvement Comp. heran. Dort wurden die grossen Pläne geschmiedet, die den Gegner endgültig zu Fall bringen sollten. Den Stoss setzte man an der richtigen Stelle an. Indem man nämlich die grossen Eisenbahngesellschaften, die sich damals noch durchwegs in Privatbesitz befanden, monatelang boykottierte, zwang man sie zu einer wesentlichen Herabsetzung der Transporttarife. ftftf nnrl Der beliebte Ferienort 11 V I /l/lll Golf-, Tennis- und Schwimm- ^plOlUUU konkurrenzen. [•"reiluftgymnastik, gesell. Leben. Saanenmoser 14 Hotels. Pcnsionspr. V. Fr. 8 an. Sommersportprogramm und Prospekte durch die VerkehrsbOro

NO 55 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE 23 Humor Museumbesuch Im Jahre 2000. « 3o vorsintflutlieh sah die Sommermod© 1934 aus! » (Präger Presse.) aaen~