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E_1934_Zeitung_Nr.058

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 58 Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz CH Touring, Führer für Automobilfahrer, Altbekanntes Haus, direkt beim Schwimm- u. Sonnenbad. Terrasse. Butterküche. Bäckerei und Konditorei. Massige Preise. Garage. Tel. Nr. 185. A. Locher-Bernet, Besitzer. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Zwischen Zürich und Winterthur liegt W Neuerdings sehr beliebter Ausflugsort, an der alten Heerstrasse. Im neurenovierten, in Mitte der Ortschaft gelegenen GASTHOF zum BAEREN finden Sie das Ziel Ihrer Wünsche, schöne und heimelige Lokalitäten aller Art. Flotte Bedienung. Eigene Metzgerei. Billige Preise. Spezialitäten: Bauernbrot, Speck und Schinken, Negerwürste. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. (Güggeli auf vorherige Bestellung.) Für Hochzeitsund Vereinsanlässe bestens empfohlen. Ruhiger Ferienort: Pensionspreis von Fr. 6.50 an. ff. 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Weekendgäste sind vielleicht nicht so anspruchsvoll in bezug auf «Feinheiten des Essens», aber sicherlich immer bei regem Appetit, also heisst es, sie gut und reichlich verköstigen, ohne allzu viele Mühe und Zeitverbrauch, denn schliesslich will ja die Hausfrau auch etwas von ihrem Weekend gemessen. Sie wird demnach gut daran tun, sich für diese Zwecke ein richtiges, gutes Wochenendküchenprogramm zurechtzulegen, um die Frage: «Wie koche ich reichlich, schnell und nicht zu kostspielig?» vorher restlos zu beantworten und darnach ihre Massnahmen zu treffen. Natürlich hängt diese Zusammenstellung in erster Linie von den gegebenen Möglichkeiten ab, d. h. also von der Art des Weekendparadieses — ob primitiv oder mit Komfort. Gibt es Kochmöglichkeiten, dann kann man sich auf mehr als nur warme Getränke, wie Kaffee und Tee, einlassen, auch Suppen und anderes mit in die Berechnung ziehen, wenn man sehr ehrgeizig ist oder eine Haushilfe mit ins Wochenende nimmt. Heisst es sich aber auf Kleinformat einzustellen, dann bereitet man am besten daheim in seiner bequemen Küche alles vor, was man «draussen» dann eventuell nur auf einem Spirituskocher aufwärmt oder eben kalt verzehren kann. Dass man gerade für das Wochenendmenü gut daran tut, von allen «fertigen» Lebensmitteln zu profitieren, also alle Suppenwürzen und -Würfel ebenso heranzieht wie alle Konserven irgendwelcher Art, ist klar. Vorsorge treffen, dass sich irgendwo ein kühler Platz befindet, wo man Vorräte, die man Samstag mitbringt, bis Sonntag sicher verwahrt, dann kann es keine Verlegenheit geben. Erntefest. Der Sommer hat seinen Höhepunkt erreicht, die Fremden- und Reisesaison bringt überallhin Gäste aus der Stadt. Da wird es vielleicht da und dort als ganz nette Anregung wirken, wenn man die Städter in Pensionen, oder Stadtgäste, die bei Freunden und Bekannten ein bisschen rustikanes Leben kennenlernen wollen, durch eine natürlich etwas stilisierte Erntefesttafel in «ländliche Stimmung» versetzt. Die Tafel soll sich die Erntetafel früherer Zeiten in behaglichen Bauernhäusern zum Muster nehmen, man bedeckt also den Tisch entweder mit etwas derberen weissen oder mit schönen bunten Tischtüchern. Sehr nett dazu natürlich das bekannte Bauernservice mit dem bunten Blumendekor aus Steingut. Bunte Girlanden aus Kornähren, Mohn- und Kornblumen betonen den Zweck des Festes. Sehr hübsch auch in der Mitte ein kleiner Schober aus Kornähren, mit bunten Bändern zusammengehalten. Grosse Schüsseln mit Brot und Obst werden aufgestellt. Das Menü passt sich dem Grundgedanken an: kräftige Suppe, dann ein oder mehrere Braten mit Kartoffeln und Gemüse, oder Rippli mit Kraut, ein ganzer Schinken usw. Eine lekkere Haussulz in Bombenform, Hauswürste, gleich mit Schneidebrett und Messer dazu! Will man Mehlspeisen auch geben, dann • wenn es nicht zu viele Gäste sind — Obststrudel, entweder ausgezogen oder aus Butterteig, auch Torten, die man am besten dann aus Schokolade oder Kakaomasse wählt und mit Zucker bestreut, um so echtes Brot vorzutäuschen, oder was am nettesten für diesen Zweck ist — in Brotlaibform schon am Vortage bäckt, dann kalt in richtige derbere Schnitten schneidet und mit einem Guss versieht, der wie Butter wirkt, so dass es süsse Butterbrotschnitten gibt — also eine angenehme Ueberraschung. Zu dem Guss verrührt man Staubzucker mit Eidottern, etwas Rum und Zitronensaft, jedoch darf man nur soviel Flüssigkeit geben, als erforderlich ist, um bequem rühren zu können; die Masse muss ganz schwer vom Löffel tropfen. Man rührt dies, wenn nicht mehr als % kg Zukker verwendet wird, H Stunde, sonst ^ Stunde, bestreicht damit dann die Tortenschnitten, streut gehackte Angelikawurzeln (wie Schnittlauch) darauf und lässt an der Luft trocknen. Gugelhupf, allerlei Gebäck — das alles muss natürlich beim Nachmittagskaffee in Massen vorhanden sein. Abends reicht man kalten Braten mit den verschiedenen Salaten und, wenn man den rustikanen Charakter wahren will, natürlich ein Fässchen Bier und Wein. Gibt es dann noch die dazugehörige Bauernmusik, entweder bescheiden nur mit Klavier und Zither oder — üppiger — mit Klarinette und Trompete und der nötigen Jugend, dann wird es auch an der richtigen Erntestimmung nicht fehlen. (Aus: «Wie bewirte ich meine Gäste?> Von Ida Bock. Leykam-Verlag, Graz.) Tourismus Wohin in die Ferien ? (Fortsetzung des Leitartikels der «A.-R.» Nr. 57.) Der Balkan. Der Name Balkan lässt in unserer Phantasie den Gedanken an orientalische Romantik erstehen. Leider musste diese aber nun in fast allen Gebieten bereits der abendländischen Zivilisation weichen; nicht immer war dies ein 'Gewinn für das betreffende Gebiet und seine Bewohner. Auch das Land, das die orientalische Ursprünglichkeit am längsten sich erhalten hat — Albanien —, hat sich in den letzten Jahren unter seinem zielsicheren und energischen König Zogu I. in den Kreis der «europäischen» Länder eingereiht. Damit ist es aber auch für das Motorfahrzeug erschlossen worden. Es gibt wenige Länder, die dem Besucher so sehr ans Herz wachsen, wie dieses. Nirgends in Europa stehen die Gegensätze so eng beisammen wie in Albanien: prächtige neue Betonbrücken im Weichbilde von Städten, in denen die Bewohner jahrhundertalte Trachten tragen, die Handwerker sozusagen im «Schaufenster» sitzen, wo das ganze Leben und Treiben des Begriffes «Zeit» spottet, wo man, wenn man einen Eingeborenen aufsucht, um ihn um eine kur2e Auskunft zu bitten, erst lange Begrüssungszeremonien über sich ergehen lassen und gemeinsam Kaffee trinken muss, ehe man zur Fragestellung kommt. Punkte, die man in Albanien besuchen soll, sind: Skutari am Skutari-See, von einer uralten Zitadelle überragt, Tirana, die modern ausgebaute Hauptstadt des Königreiches, Durazzo, der Haupthafen und seinerzeitige Residenzort des Fürsten Wied, die uralte, überall die Spuren jahrhundertelanger Türkenherrschaft aufweisende Stadt Elbasan, und der Ochridasee. Albanien ist auf landschaftlich sehr schöner Fahrt über Dalmatien, Cattaro, den Lovcen mit seiner herrlichen Aussicht auf die Bocche, und über die alte montenegrinische Hauptstadt Cettinje, inmitten der «schwarzen Berge» gelegen, bequem zu erreichen. Gegen Süden stehen Strassen nach Athen, gegen Westen solche nach Saloniki zur Verfügung. Von Saloniki kann man durch die Schluchten der Struma nach Sofia gelangen, wobei man einen Abstecher zum Rila-Kloster, das während der Türkenherrschaft die einzige Pflegestätte bulgarischen Volksbewusstseins war, nicht unterlassen darf. Von Sofia aus ist auf einer anfänglich guten, im letzten Teil jedoch sehr mangelhaften Strasse Konstantinopel, die einstige Hauptstadt eines Weltreiches, erreichbar. Seitdem die Sondervorschriften für die Militärzone um Konstantinopel gefallen sind, kann man diese Märchenstadt direkt per Auto erreichen. Im nördlichen Teil der Balkanhalbinsel leiten mehrere landschaftlich sehr schöne Passstrassen, von denen jene über den berühmten Roten-Turm-Pass und über den Vulkan-Pass hervorgehoben zu werden verdienen, von der Walachei über die Transsylvanischen Alpen in das Banat und nach Siebenbürgen, welche Gebiete sich besonders durch gute Strassen auszeichnen. In einem rechten Winkel schliessen sich die Karpathen, die nach Polen und in die Tschechoslowakei überleiten, an. Die Pyrenäen-Halbinsel. Seitdem es einen nennenswerten Reiseverkehr gibt, ist Spanien immer schon ein Begriff für sich gewesen. Die prächtigen Gebäude in maurischem Stile, Denkmäler einer längst entschwundenen Kulturepoche, sind Anziehungspunkte, die im Laufe der Jahrzehnte wohl schon Millionen Reisende nach Spanien gezogen haben. Dieser hervorragende Ruf Spaniens als Reiseziel ist dem Lande auch in der Zert des Autotourismus geblieben. Allerdings ist der Automobilist insofern von einem Besuch des Landes etwas enttäuscht, als die Landschaft trostlos öde ist und nur selten ein hübsches Strassenstück einige Abwechslung schafft. Vor Jahrhunderten wurden zur Erbauung der Schiffe die Wälder niedergelegt — ähnlich, wie dies die Venezianer im Karst taten —, niemand dachte an das Aufforsten, die Stürme fegten über eine kahle Gegend und fegten die einstens fruchtbare Erde weg; wo Wald fehlt, fehlt es auch an Niederschlägen; so kommt es, dass heute Spanien den afrikanischen Steppengebieten gleicht und nicht mit Unrecht auch als «Kleinafrika» bezeichnet wird. Dazu eine sengende Hitze, wie sie ähnlich über der nordafrikanischen Küste liegt. Auf diese Umstände muss bei der Anlage der Reise Rücksicht genommen werden. Wer Spanien besucht, muss sich vor allem auf die Besichtigung der Baudenkmäler einstellen. In den Pyrenäen, in Asturien und im südlichen Küstengebiet gibt es jedoch auch Strassen, Gstaad Der beliebte Ferienort Golf-, Tennis- und Schwimmkonkurrenzen. Freiluftgymnastik, gesell. Leben. Saanenmöser 14 Hotels. Pensionspr. v. Fr. 8 an Sommersportprogramm wu Prospekte durch die Verkehrsbüro

N» 58 -1934 AUTOMOBIL-REVUE 17 die landschaftlich hervorragend schön sind. Die Pyrenäen kann man auf der in Frankreich gelegenen Längsstrasse zwischen Perpignan und Biarritz befahren. Die Strassen sind fast durchwegs sehr gut. Ganz zu Unrecht tritt Portugal gegenüber Spanien als Reiseland ganz in den Hintergrund. Es ist sehr reizvoll und durchaus lohnend, eine Fahrt durch die Pyrenäen-Halbinsel nicht in Spanien zu wenden, sondern bis an die portugiesische Küste auszudehnen. Nordafrika. Die nordafrikanischen Länder Tunesien, Algerien und Marokko gehören heute bereits zum europäischen Tourengebiet des Autotouristen. Tunis ist von Neapel oder Palermo bequem und billig zu erreichen, desgleichen auch von Marseille; von diesem französischen Hafen besteht auch eine gute Verbindung nach Algier. Und von Spanisch-Marokko (Melilla und Ceuta) bestehen gute Verbindungen nach Malaga bzw. Algeciras. Es muss aber gleich vorweg gesagt werden, dass es keinen Sinn hat, die Ueberfahrt mit dem Motorfahrzeug zu unternehmen, um dann vielleicht in Tunis oder Algier zu bleiben oder nur die Küstenstrassen zwischen diesen Städten zu befahren. Zwar sieht man in den nordafrikanischen Hafenstädten natürlich mehr farbige Eingeborne aller möglichen Schattierungen, als dies in Marseille der Fall ist, auch liegen ausserhalb der Europäerviertel noch alte Stadtteile, die nur von Eingeborenen bewohnt werden und eine gewisse Eigenart sich bewahren konnten — im übrigen sind diese Hafenstädte durchaus eine Enttäuschung. Auch der Landstrassenverkehr vollzieht sich auf prächtigen Asphaltpisten in gewohnter Weise und bietet nichts Exotisches. Man muss also etwas in das Landesinnere eindringen, um etwas zu Gesicht zu bekommen, was die Mühen und Kosten der Hinreise wirklich lohnt. In Tunesien ist es vor allem die Strecke über Sfax und Gafsa zu den Oasen Nefta und Tozeur, die uns in ein herrliches Oasengebiet führt. — In Algerien ist es lohnend, die auf einer FeJsplatte gelegene, von der Rhummel-Schlucht umschlossene Stadt Constantine zu besuchen, weiters nach Batna zu fahren mit einem Abstecher zu den altrömischen Resten von Timgad, und über die in einem tiefen Einschnitt zwischen den Felsengebirgen des Sahara-Atlas und des Aures-Gebirges gelegene Oase El Kantara (mit einer Römerbrücke) nach der berühmten Oase Biskra zu gelangen. Wer wenig Zeit hat, macht noch einen Abstecher zur Oase Sidi Okba, ansonsten ist eine Fahrt auf einer guten Wüstenpiste nach Tuggurt sehr lohnend. — Schwieriger sind die Fahrten nach Laghouat und Ghardaia; sie erfordern auch im Gegensatz zu den erstgenannten Strecken eine Sonderausrüstung. — Die Sicherheitsverhältnisse sind durchaus befriedigend; Benzin und Oel ist überall, selbst in Oasen, erhältlich; auch zufriedenstellende sind gegeben. Unterkunftsmöglichkeiten Landschaftlich sehr schön sind Fahrten in •dem längs der Küste verlaufenden Teil-Atlas mit Schluchten und Passhöhen, auf der Nordseite mit prächtigen Ausblicken auf das Mittelländische Meer. Dieses Gebiet leitet über gegen Westen nach Marokko, das zweifelsohne in seinem Landesinnern sich von allen drei Ländern die Ursprünglichkeit am meisten erhalten konnte. Die Strassen sind teilweise sogar sehr gut, jedenfalls ermöglichen sie es, ohne wesentliche Schwierigkeit die wichtigsten Punkte: Fes, Meknes, Rabat, Casablanca und Marrekesch (Marocco) zu erreichen. Da allerdings Marocco für den mitteleuropäischen Touristen sehr abgelegen ist, begnügt man sich meist mit dem zwischen Neapel (Palermo) und Marseille unternommenen Bogen durch Tunesien und Algerien. Die anderen nordafrikanischen Tourengebiete, so vor allem Aegypten, und in Asien anschliessend Palästina und Syrien (mit der berühmten Verbindung Damaskus-Fort Rutbah- Bagdad), sind zwar hervorragende Autostrassen, für den Tourismus geradezu prädestiniert, erfordern jedoch so lange Zufahrten, dass sie hier in diesem Zusammenhang nicht behandelt werden können. Ueber näherliegende Länder, wie Frankreich, Italien und Deutschland oder rheinabwärts nach Belgien und Holland über den Kanal nach England, Irland und Deutschland berichten wir in einem späteren Artikel. In demselben streifen wir auch den näheren Osten berichten über das österreichische Alpenge-, biet, die Tschechoslovakei, Ungarn und Rumänien. Im Zusammenhang mit kleineren und grösseren Ausflügen nach allen Ländern Europas machen wir neuerdings den Leser auf die 12. Zürich cm- 250 m vom H bahnhof Einheitspreis 50 T^.iJl l_ aKM+1 7IMMAM« EUROPA TOURING AUTOMOBILFUHRER VON EUROPA Zu beziehen in allen grosseren Buchhandlungen und beim VERLAG HALLWAG, BERN Ausgabe des kürzlich erschienenen «Europa- Touring» aufmerksam; das Werk hat seit Jahr und Tag weit über Hunderttausend Automobilisten als Wegweiser gedient; die neue Ausgabe bedeutet die touristische Zusammenfassung aller Länder Europas nach einheitlichen, wohldurchdachten Grundsätzen, wobei die textliche und kartographische Ausstattung ebenso mustergültig ist, wie die erprobte Anlage dieses einzigartigen Werkes. Und nun noch ein abschliessendes Wort über die Frage, ob derartig grosse Fahrten für den im Berufsleben angestrengt tätigen Menschen eine Erholung darstellen können! Diese Frage muss bejaht werden; zwar bedeutet es gewiss eine grosse Anstrengung, täglich viele Stunden hinter dem Lenkrad zu sitzen oder auch nur als Mitfahrer an grossen Fahrten teilzunehmen. Dadurch aber, dass diese Anstrengung auf einem ganz anderen Gebiete liegt als jene der Berufstätigkeit, dadurch, dass alle unsere Gedanken auf Dinge konzentriert werden, die weitab von unserem beruflichen Interessenkreis liegen, ergibt sich auch eine «konzentrierte Erholung»; aber das kann nur jemand verstehen, der schon selbst die Freuden des Autotourismus genossen und das Herrengefühl des Steuerns eines Motorfahrzeuges, dieses Herrschen des menschlichen Geistes über die tote Maschine, der dadurch Leben eingehaucht wird, empfunden hat. — Todmüde kann man von einer grossen Tour heimkommen, aber doch von den Alltagssorgen gründlich befreit und dadurch wirklich erholt, und voll Freude, sich wieder dem Beruf widmen zu können. — Das ist das Geheimnis autotouristischer Fahrten; es widerspricht nur scheinbar medizinischen Erwägungen. K. M. Humor • Schotte: «Was kostet ein hölzerner Kleiderbügel?» Verkäufer: «Zehn Rappen, mein Herr.» Schotte- «Haben Sie nicht etwas Billigeres?» Verkäufer: «Jawohl, mein Herr, wie wäre es mit diesem N'agel?» «Sind Sie meinem Rat gefolgt und schlafen jetzt bei offenem Fenster, um den ständigen Schnupfen «Ja!» cNa, und ist die Erkältung weg?» «Nein, nur meine Uhr und mein« Brieftasche!» Empfehlenswerte Walliser-Hotels: BELALP Wallis (2180 m) Über dem grossen Aletsohgletscher. Hochalp. Kurort und Exkursionszentrum mit überwältigender Aussicht und Lage. Wald, See, Tennis. Autopost bis Blatten. Garage. Nur 2 Std. Fussweg mehr. Weekend- Abk. Ermässigte Preise. Prospekte. A. Klingele & Cic. Cd. St - Bernard 2472 m über Meer, gegenüber dem Hospiz Oel, Benzin — Telephon 29.3 die neue Strasse Martiany-Saivan Hotel des Borges du Triege, Salvan Restaurant Und Tea Room — Garage, Lonfat & Gentinetta, Besitzer. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O, R. 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