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E_1934_Zeitung_Nr.057

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N« 57 Der Nürburgring im Bild Der Schauplatz des Grossen Preises von Deutschland. AM BVJRN MIT DUAL - RATIO - HINTERACHSGETRIEBE Dual-Ratio ist ausschliesslich Auburn-Patent und an keinem andern Automobil zu finden. Dual-Ratio-Hinterachsgetnebe, an die Normal-Übersetzung des Hinterachsgetriebes gebaut. Auburn-Automobile vereinigen durch das „Dual-Ratio"-Getriebe (Doppel-Hinterachs-Über- Setzung) praktisch in einem Wagen deren zwei: 1 • einen Wagen mit Normal-Übersetzung, der beträchtliche Steigungen bei voller Belastung mühelos im direkten Gang nimmt, 2. einen Wagen, der bei Vmschaltung auf grosse Übersetzung — durch Hebekhen auf dem Steuerrad in einer Sekunde umschaltbar •— eine hohe Reisegeschwindigkeit erzielt bei 30 °/ 0 tiefer liegender Tourenzahl des Motors, bei wesentlich geringerer Abnützung aller Motor- und Chattitteile, wesentlich geringerem Verbrauch an Benzin und Oei. Ein Bild, wie es sich am Sonntag' wieder präsentieren wird: Der Start der Rennwagen auf der Zielgeraden. Man beachte die Anlagen des Zeitmesserhauses und der Boxen. Ein Daumendruck am Steuerrad und Ihr AUBÜRN geht bei 3500 Touren im Direkten mit 95 hm Geschwindigkeit über beträchtliche Steigungen t Ein Daumendruck am Steuerrad und Ihr AUBÜRN erreicht ebenfalls 95 km Reisegeschwindigkeit, jedoch bei nur 2500 Touren des Motors. Mit dem neuen AUBÜRN 6 Zylinder fähren Sie im hohen direkten Gang mit 5 Personen Belastung und Gepäck, 100 km Distanz mit nur 13,5 Liter Benzin. Welchen Einfluß hat „Dual-Ratio", die Doppelhinlerachs-Übersetzung, bei AUBÜRN Automobilen f Dort, wo ein anderer Wagen nach 100000 km revisionsbedürftig wird, kommt dies für den AUBÜRN event. erst nach 150000 km in Frage. Achten Sie bei der Probefahrt mit dem AÜBURN auf den Geschwindigkeitsmesser und, auf den Tourenzähler vor Ihren Augen. Sie sind sofort überzeugt: AUBÜRN ist der wirtschaftlichste Wagen. Die verschiedenen weiteren Vorzüge nennen und zeigen wir Ihnen gerne. 6 UND 8 ZYLINDER. M O DELL E : Luxus Sedan, 2 Türen, 5 Platze Luxus Cabriolet 2 Türen, 2/4 Plätze Luxus Sedan 4 Türen, 5 Plätze Luxus Cabriolet 4 Türen, 5 Plätze SEHR GÜNSTIGE V E R K A U F S P R E I S E I Bergsteiger und Gebirgskühlung par Excellence. — Alpenpässe im direkten Gang befahrbar. Beispiel: Klausenpassv.Linthal bei voller Belastung im direkten Gang. Generalvertreter: A. G. FÜR AUTOMOBILE, ZÜRICH 4 Ptlanzschulstr. 91 Ecke Badenerstr. 190. Tel. 31688. Spezialwerkstäüe und ErsatzteiUager. Ausstellung: Zürich 1, Theaterstrasse 12, beim Corso, Telephon 22800 In allen Kantonen werden tüchtige und sertö*e Vertreter mit eigener Service-Station gesucht. Die Tribünenanlage beim Ziel mit der grossen Nordkurve. Die gefürchtete 17%-Steilkurve in 'der Nordsohleife. Auch bei kleineren Wagen lohnt es sich, ein Spezial-Cabriolet erstellen zu lassen. Auf Grund langjähriger Erfahrung haben wir eine Bauart geschaffen, die rationell und doch zweckmässig ist und die auch in ein bescheideneres Budget passt. Ein 45jähriger Ruf bürgt für die Qualität. Eine typische Kurve des Nürburgringes. Das Bild wurde während der Bauzeit aufgenommen, inzwischen erhielt die Strassenoberfläche einen Teerbelag.

N» 57 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Der Nürburgring in der Eifel Wir setzen die Reihe unserer Besprechungen der grossen europäischen Rennbahnen im Folgenden fort und würdigen den Nürburgring in Wort und Bild, der bekanntlich am nächsten Sonntasr der Schauplatz des Grossen Preises von Deutschland sein wird. Der im Eifelgebiet bei Adenau liegende Niirburgring darf den Anspruch darauf erheben, die interessanteste und eigenartigste Bahn Europas darzustellen. Es handelt sich bei diesem Circuit nicht um ein normales Autodrom mit sehr schnellen Geraden und meterhoch überhöhten Kurven, sondern um eine sorgfältig ausgebaute Strassenrundstrecke, die in unaufhörlichem Wechsel grössere und kleinere Kurven, Gerade, Steigungen und Gefälle einschliesst und so ein eigentliches verbessertes Abbild der Targa Eifelrennen, und im Juli für den Grossen Preis von Deutschland. Jedes Jahr finden auf dieser Strecke auch grosse Zuverlässigkeitsfahrten statt, da die Motorfahrzeugindustrie den Nürburgring als Prüfungsstrecke sehr schätzt. Hier können die Fahrzeuge in allen ihren Teilen sorgfältig auf Herz und Nieren geprüft werden. Am bekanntesten ist eine vor zwei Jahren durchgeführte 30-Tage- Hochleistungsprüfung geworden, bei der normale Serienwagen einen ganzen Monat lang ununterbrochen zu fahren hatten. Der Nürburgring bringt auch jedes Jahr die grössten Zuschauermengen zusammen. Das letzte Eifelrennen im Juni schlug alle Rekorde mit einer Besucherzahl von 300,000 Zuschauern. Nicht weniger als 40.000 Fahrzeuge wurden Neue Zeiten, neue Wagen! Florio repräsentiert. Der Nürburgring steht in direktem Gegensatz zu den Bahnen von Monza oder Brooklands, wo die Maschinen mit Leichtigkeit bis auf 160 km/St. Durchschnitt kommen. Auf dieser Route werden nicht nur der Motor allein, sondern auch aMe weiteren Maschinenbestandteile wie Bremsen und Getriebe aufs äusserste beanansprucht. Der Fahrer hat hier mehr als nur Wagemut zu beweisen, nämlich auch grosse Fahrkunst und Geschicklichkeit. Der Nürburgring wurde in den Jahren 1925—1927 als Notstandsarbeit gebaut. Seine Lage ist sehr gut, da er sich in dem verkehrsreichen Westdeutschland befindet und nicht allzu weit von der holländischen, belgischen, luxemburgischen und französischen Grenze" entfernt ist. Die Gesamtlänge des Ringes, alle vier verschiedenen Rennstrekken inbegriffen, beläuft sich auf 28,2 km. Die sogenannte Betonschleife am Start und Ziel ist 2,29 km lang, die kleinere Südschleife führt über 7,74 km und die berühmte Nordschleife, auf der meistens die grossen internationalen Rennen ausgefahren werden, verläuft über eine Gesamtlänge von 22,8 km. Auf seinem Gesamtkurs von 28,2 km weist der Nürburgring nicht weniger als 178 Kurven auf, die Hälfte sind Rechts- und die Hälfte Linkskurven. Der Ring verfügt über Gefälle bis zu 11% und Steigungen bis zu 17 und 21%. Sehr bekannt und berüchtigt ist die 27 %-Steilstrecke, die die grosse Karussellkurve abkürzt, jedoch nur bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen befahren wird. Der vorbildlich ausgebaute Start- und Zielplatz findet sich auf einer Höhe von 612 m ü M. Im ganzen weist die Rennstrecke einen Höhenunterschied von 700 m auf. Aus diesen Angaben geht mit aller Deutlichkeit hervor, wie ungeheuer schwer ein solches Rennen, wie der Grosse Preis von Deutschland vom nächsten Sonntag, zu fahren ist, bei dem die Maschinen die grosse Nordschleife 25 mal, demnach über 570 km zu befahren haben. Die unzähligen Kurven und der ständige Wechsel von ebenen Geraden, Steigungen und Gefällen, stellen an Fahrer wie an Maschinen maximale Anforderungen. Der Nürburgring — Deutschlands schönste und abwechslungsreichste Rennstrecke, gilt wegen der Vorzüglichkeit seiner technischen Anlage als die interessanteste Prüfungsstücke der Welt. Die Bahn ist schon lange international berühmt geworden durch die vielen Automobil- und Motorradrennen. Für grosse automobilistische Veranstaltungen wird sie normalerweise zweimal im Jahre verwendet, nämlich im Juni für das an diesem Tag in den Parkplätzen gezählt. Die Unterbringung solcher Zuschauermassen verlangt selbstverständlich eine grosse und straffe Organisation, so dass an solchen. Tagen einschliesslich des Absperrungsdienstes und der Verkehrspolizei mehrere Tausend Menschen im Dienste des Veranstalters, nämlich der Nürburgring G. fri. b. H., stehen. Rund um die Strecke finden sich 100 offizielle Parkplätze, die ein Fassungsvermögen für 50,000 Fahrzeuge aufweisen. Die Start- und Zielanlagen sind technisch nach den neuesten Errungenschaften erbaut worden. Auch die technischen Einrichtungen längs der Strecke sind sehr interessant. In Regelabständen von 3 km befinden sich feste Beobachterposten in kleinen Blockhäusern. Auf der ganzen Strecke sind 9 solcher Hauptposten eingerichtet, die durch eine Telephoneinrichtung mit dem Start und Ziel verbunden sind. In diesen Hauptposten befinden sich die Beobachter und Sanitäter. Jeder dieser Hauptbeobachter ist wieder mit mehreren Hilfsbeobachtern verbunden, die in Abständen von 500 m auf der ganzen Strecke verteilt sind. Der gesamte Ring ist so bei Rennen bis auf den letzten Meter unter ständiger Kontrolle. Grosser Preis von Vichy. Der bekannte französische Badeort Vichy veranstaltet am kommenden Wochende ein grosses automobilistisches Meeting. Die Veranstaltung wird mit einer Sternfahrt eingeleitet; ihr schliesst sich am 15. Juli ein Stadtrundstreckenrennen an, das erst vor kurzer Zeit zur Ausschreibung kam. Die Rundstrecke ist 2,3 km lang und zählt im ganzen 10- sehr starke. Kurven. Die Wagen werden in zwei Gruppen eingeteilt, die je 30 Runden, demnach 70,7 km zu fahren haben. Der Final vereinigt die vier Besten jeder Gruppe zu einem Lauf von 60 Runden, demnach 141,4 km. Das Rennen ist reich mit Preisen bedacht Der Sieger erhält 50,000 frz. Fr., der Zweite 20,000 frz. Fr. usw. Es sind eine ganze Anzahl Nennungen eingetroffen, wie von Sommer (Maserati), Etancelin (Maserati), Whitn-ey Straight (Maserati), Delmo (Bugatti), Brunet (Bugatti), Benoit Falchetto (Maserati), Mme Itier (Bugatti), Mlle Helle- Nice (Alfa Romeo), Biondetti (Alfa Romeo), Zanelli (Alfa Romeo) usw. Am Gabelbachrennen in Deutschland erzielte am letzten Sonntag der .Münchener Steinweg (Bugatti) in der. Klasse über 1500 ccm mit 2:07,4 (Stundehmittel 113,5 km) die beste Tageszeit. DER MODERNSTE UND WIRTSCHAFTLICHSTE WAGEN VORDERRADANTRIEB • „SCHWEBENDER MOTOR" MIT KIPPHEBEL- STEUERUNG • SCHWINGACHSEN • HYDRAULISCHE BREMSEN ABFEDERUNG DURCH TORSIOiMSST ANGEN GANZSTAHLKAROSSERIE AUS EINEM STÜCK ABSOLUT AERODYNAMISCHER WAGEN GESCHWINDIGKEIT: 100 Std.-km • GEWICHT: 900 kg BRENNSTOFFVERBRAUCH: 9 LITER AUF 100 KILOMETER Unübertreffliche Fahreigenschaften unvergleichliche Strassenhaltung Citroen-Vertreter und Untervertreter: GENF: A. CITROEN, 3, RUE DU MONT-BLANC ZÜRICH: A. CITROEN, UTOQUAI 25 Aarau: Bruggtsser H. Mantnox: Garage du Kursaal S.A. Baar: Klaus Th. Nyon Eicher J. Basel: Contelly Ed. Oberdlassbuh luchser G. Bern: Lindt P. Ölten: Widmer Th. Bial: Bourquin W. Peseux-Naiienburg: von Arx Ed. Bris;: Alder Ch. Porwotruy: Montavon G. Echallen« Pittet V. Rheinteldan: Gebr. Grell Frauenfeld: Notz A. Riddes: Favre L. Freiburg: Baudere L. Romamhorn: Müller II. Glarus: Ryrfel-Altmann RSii: Schaufelberger H. A. Interlakan: Hämberger K. »». Gillm: Habegger F. Kallnath: Marti E. Schaflhausea: Hübscher F. La Chaux-de-Fondt: Bloch Ch. teon: Knecht-Merz K. Langenthai: Geiser E. Sotothurn: Fröhlicher 11. Lausanne: Garage des Jordils S. A. 8ur»ae: Wyder Fr. Locarno: Motta 4 Biffoni Wädeinwlr; Weber F. Luzern: Leimgruber & Roelli Winterthur: Roos H. Lugano: Descagni-Ferrari N.