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E_1934_Zeitung_Nr.059

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Das schönste Tourenbuch

Das schönste Tourenbuch für Fahrten in den Alpen ist 0. R. WAGNERS Auioinoülllölirer Huren öle Alpen Die Zeit der Reisepläne ist da; alle Hochstrassen und Alpenpässe der Schweiz, in Oesterreich, Italien und in Frankreich sind geöffnet und fahrbar. Ein bevorzugtes Ziel jedes Automobilisten waren seit {eher die Alpen / die durch ein weit verzweigtes Netz von Strassen dem Fahrer die landschaftlichen Reize der Hochgebirgswelt von Wien bis hinunter nach Nizza erschliessen. Diese Gebiete dem Autler bekanntzumachen, ihm ein Wegweiser und Berater zu sein, ist der Zweck des von O. R. Wagner herausgegebenen Alpen-Führers. Hunderte von Touren finden ihre Beschreibung, keine Pass-, Taloder Hochstrasse, die nicht vom Herausgeber und seinen Mitarbeitern befahren wurde und deren Charakter nicht ihre eigene persönliche Note in der Darstellung gefunden hat. Der Alpenführer enthält im TEXT- TEIL alle nötigen Angaben über Ausweise, Gebühren, Verkehrsregeln, Bahnverlad, orientiert über Höhe, maximale Steigung, Breite, Oeffnung, Zustand und Fahrbarkeit von 252 AL- PENPÄSSEN und bespricht in 300 ROUTENVORSCHLÄGEN all die zahlreichen Varianten und Abzweigungen für Touren im Gebiet von fünf Alpenländern. Angegliedert ist eine BESCHREI- BUNG DER ALPENSTRASSEN im Tirol und Vorarlberg, im Salzkammergut und seiner weiteren Umgebung, im Gebiet des Semmering, im südlichen Oesterreich und Oberbayern, in den Dolomiten, den Venetianer, Karnischen, Julischen, Vicentinischen, Bergamascer und Adamello-Alpen, sowie im Ortler Gebiet. Die Pässe und Hochstrassen der Schweiz sind ebenso sorgfältig dargestellt wie diejenigen der West-Alpen in Savoyen, der Dauphine, im Piemont und den Seealpen. Ein ORTSREGISTER umfasst zirka 400 im gesamten Alpengebiet gelegene Ortschaften unter Hervorhebung aller touristischen Merkmale mit Angabe der für den Automobilisten in Betracht kommenden Hotels, Gasthöfe, Restaurants und Garagen. Grössere Orte besitzen Stadtpläne nebst besonderer Hervorhebung der Sehenswürdigkeiten, soweit sie den Automobilisten interessieren. 150 ABBILDUNGEN ergänzen den Text und geben dem Benutzer des Führers einen Einblick in die landschaftlichen Schönheiten des zu durchfahrenden Gebietes. 50 HAUPTKARTEN in 6 Farben im Maßstab 1 :500,000. Das Gebirgsrelief ist besonders klar, Täler, Pässe und Höhen sind sinnfällig dargestellt; in die kartographische Landschaft hinein ist das Strassennetz mit bisher nie erreichter Sorgfalt gezeichnet, die Eigenart jeder Bergstrasse ist kurvengerecht eingetragen; Einteilungskarte und OBERSICHTSKARTE über das Gesamtalpengebiet in gut orientierender, zuverlässiger autotouristischer Bearbeitung erleichtern die Benützung des Führers. Als Beispiel sorgfältiger Bearbeitung eines Alpenpasses verweisen wir auf nebenstehende Beschreibung aus dem Kapitel Oesterr. Alpen. 2. Flexenpass, 1784 m. Landschaftlich sehr schöne und äusserst interessant angelegte Strasse. Höchststeigung zwischen Steg und Warth 15°/„. Strassenbreite 3—i m. Strasse gut und mittelgut, z. T. staubig; äusserst kurvenreich; viele Ausweichstellen; nicht sehr starker Verkehr; erfordert grosse Vorsicht und Fahrtechnik. Fahrbar von Juni bis Oktober. Reutte, 854 m — Passhöhe, 1784 m, 78 km — Stuben, 1409 m, 83 km. (S. Bilder S. 27/29.) K. 16. Landschaftlich hervorragend, von Reutte massiger Anstieg durchs waldreiche Lccntal über Weissenbach - Stanzach - Elblgenalp, 1040 m bis Holzgau, 1103 m. Von hier zahlreiche Schielten und Kurven, von Warth und Leen, 1447 m, zur Fasshöhe, 1784 m, wundervolle Ausblicke zur w. WUdarubenspltze, 2756 m, s. Faterloi, 3059 m, und Stlvretta. 3316, ra Abstieg landschaftlich und strassentechnisch hervorragend. Tunnel, Galerien, Brücken, entzückende Ausblicke ins Klostertal, Richtung Bludenz. Besondere Vorseht 1 Sehr schmal bis in die Einmündung der Arlbergttrasse (1). Was der Automobilist Ober die Alpen wissen will, findet er bestimmt und lückenlos in diesem prächtigen Band, der jedem Fahrer unzählige Anregungen für herrliche Alpenfahrten vermittelt. Preis des vorzüglich ausgestatteten Leinenbandes nur Fr. 8. In allen grössern Buchhandlungen und beim Verlag A Hallwag. Bern A AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 59 Das Vortrittsrecht. Vom Sekretariat des Ausschusses der amtlichen kantonalen Automobilexperten der Schweiz erhalten wir nachstehende Erwiderung zu dem in No. 51 der c A.-R.» (22 Juni 1934) erschienenen Artikel über das Vortrittsrecht: Es ist notwendig, vorab den Artikel 21 des Bundesgesetzes anzuführen: A r t. 2 7. 1. Bei Strassengabelungen und -kreuzungen hat der Führer die Geschwindigkeit seines Fahrzeuges zu massigen und einem gleichzeitig von rechts kommenden Motorfahrzeug den VoTtritt zu lassen. 2. Werden bestimmte Strassen als Hauptstrassen gekennzeichnet, so hat das auf der Hauptstrasse verkehrende Motorfahrzeug den Vortritt; das aus der Nebenstrasse kommende Motorfahrzeug hat die Geschwindigkeit zu massigen. Viele Automobilisten glauben, das Vortrittsrecht könne ohne jede Einschränkung beansprucht werden, d. h. bei Strassengabelungen und -kreuzungen besitze das von rechts kommende Motorfahrzeug ohne weiteres den Vortritt, mit Ausnahme der auf speziell gekennzeichneten Hauptstrassen verkehrenden Motorfahrzeugen. Dabei wird übersehen, dass der Art. 27 viel wichtigere und weittragendere Bestimmungen enthält als die Regelung des Vortrittsrechtes an und für sich. In Absatz 1 ist jedem Fahrer die Pflicht auferlegt, vor Strassengabelungen und -kreuzungen die Geschwindigkeit seines Fahrzeuges zu massigen, gleichviel, ob er von rechts oder von links heranfährt. Man will dadurch eine doppelte Sicherheit herbeiführen und das Vortrittsrecht soll erst nach dem Verlangsamen sich abspielen. Man will auch verhüten, dass zwei gleichzeitig auf einer Kreuzung anlangende Führer ihre Fahrzeuge vollständig anhalten müssen. In Absatz 2 ist das Vortrittsrecht dem Fahrzeug auf der gekennzeichneten Hauptstrasse eingeräumt. Dagegen ist hier nicht jedem Fahrer vorgeschrieben, die Geschwindigkeit zu massigen, sondern diese Pflicht wird nur dem aus der Nebenstrasse kommenden Fahrzeug auferlegt. Hieraus ergibt sich, dass die Regelung nach Absatz 1 die doppelte Sicherheit in sich schliesst, währenddem nach Absatz 2 die durch Verlangsamen festgelegte Vorsichtspflicht nur dem einen Führer auferlegt ist, nämlich dem aus der Nebenstrasse kommenden Fahrzeug. Nun dürfte man aus langjähriger Erfahrung wissen, dass bei der Grosszahl der Unfälle mehr als ein Strassenbenützer schuldhaft beteiligt ist und dass Unfälle nur durch mehrfache Sicherung mit Erfolg bekämpft werden können. Weshalb verzeichnen wir in der Schweiz so ausserordentlich wenig Eisenbahnkatastrophen? Gewiss spielt hier die Zuverlässigkeit der Maschinenführer eine grosse Rolle, daneben aber auch die mehrfachen mechanisch einwandfrei funktionierenden Signalund Blockieranlagen. Trachtet man bei den meisten Gesetzesbestimmungen für den Verkehr danach, eine doppelte Sicherheit herbeizuführen, so hat man bei Absatz 2 des Art. 27 diesen Weg verlassen und die Sorgfaltspflicht durch Herabsetzung der Geschwindigkeit gewissermassen nur dem aus der Nebenstrasse einmündenden Führer überlassen. Es muss zugegeben werden, dass der Verkehr auf den Hauptdurchgangsstrassen nicht überall Rücksicht nehmen kann auf die zahlreichen unübersichtlichen Einmündungen unbedeutender Wege und Strässchen. Hier kann nur die Herstellung einer grösseren Uebersichtlichkeit helfen, was bei den Organen des Strassenbaues offenbar noch nicht überall begriffen wird. Erneut sei hier darauf hingedeutet, dass die Länge des Bremsweges eines Automobils im Quadrat der Geschwindigkeit wächst, d. h. ein Wagen benötigt bei einer Geschwindigkeit von 60 km/St, einen viermal längeren Bremsweg als bei 30 km/St. Nicht nur die langjährigen guten Erfahrungen, welche man andernorts mit der Vorschrift des Verlangsamens der Fahrzeuge an Strassenkreuzungen, verbunden mit der Einräumung des Rechtsvortrittes, gemacht hat, sondern ganz besonders das erhöhte Gefahrenmoment wird die Bundesbehörden veranlasst haben, vorsichtig umzugehen mit der gefährlichen Verkehrsregel des Absatz 2. Die Behauptung in dem in Frage stehenden Artikel, wonach mit der allgemeinen Anwendung des Absatzes 1 des Art. 27 eine Verkehrsunsicherheit geschaffen worden wäre, ist gewagt; gänzlich aus der Luft gegriffen ist die Mitteilung, wonach eine grosse Zahl von Verkehrsunfällen ihre Ursache in der unglücklichen Regelung des Vortrittsrechtes im Automobilgesetz haben sollea Die ungeheure Zahl der Verkehrsunfälle an Strassenkreuzungen, welche auf ein ungenügendes Verlangsamen der Geschwindigkeit der Fahrzeuge zurückzuführen ist, hat diejenigen Amtsstellen, die sich ständig mit Verkehrsunfällen befassen, längstens davon überzeugt, dass nur die Verpflichtung der Herabsetzung der Geschwindigkeit aller Fahrzeuge eine Besserung herbeiführen kann, und es ist ausserordentlich anerkennenswert, dass der Bundesrat für den Intierortsverkehr sich diese Erfahrungen zunutze gezogen hat und den Absatz 1, d. h. die doppelte Sicherung innerorts, allgemein vorschreibt, im Gegensatz zum Vorschlag der Strassenverkehrsliga, welcher das «allgemein unbeschränkte Vortrittsrecht» vorsah Nach ihrem Entwurf sollte das Vortrittsrecht nur bei Strassen gleicher Breite oder in Zweifelsfällen Geltung haben. Mit dieser Bestimmung musste der Kanton Bern von 1924 bis 1932 operieren, und man darf schon sagen, dass die Rechtsunsicherheit damals immer grösser wurde, indem mehrere Richter eine Strasse deshalb als Nebenstrasse bezeichneten, weil sie 10 oder 20 Zentimeter schmäler war, anderseits wurden auch breitere Strassen mit etwas geringerem Verkehr als Nebenstrassen bezeichnet. Die bestehende Regelung mag dem Automobilführer in der Schweiz unbequem liegen, der mit einem Tempo von 70 bis 100 km/St, ohne Einschränkung von Bern nach Zürich fahren möchte; aber nicht der Rechtsvortritt innerorts hindert ihn hieran, sondern die Pflicht zum Verlangsamen an Strassenkreuzungen. Der Verfasser des Artikels in Nr. 51 möchte glaubhaft machen, dass eine Regelung, welche eine Herabsetzung der Geschwindigkeit an gefährlichen Stellen in Ortschaften vorschreibt, «grosse Gefahren» in sich schliesse; dies wäre im Gegenteil der Fall, bei Einräumung des blinden Vortrittsrechts in Ortschaften in Verbindung mit der Freigabe der Geschwindigkeit; das begreift auch der Laie. Physikalische Regeln lassen sich nicht durch juristische Erwägungen und Bequemlichkeitsvorschriften abändern. Das eidg. Justiz- und Polizeidepartement hat in seinem Kreisschreiben vom 27. März 1934 an die Regierungen der Kantone eine vernünftige Anwendung der Bestimmungen des Art. 27 empfohlen, u. a. hat ein vortrittsberechtigter Führer seine Geschwindigkeit in vermehrtem Masse herabzusetzen, wenn er aus einer untergeordneten Einmündung in eine Durchgangsstrasse einfährt. Es ist einfach unerklärlich, wie man behaupten kann, dass durch Anwendung des Absatzes «Unsicherheit und grosse Gefahrenquellen» geschaffen werden; bedeutet es etwa eine Gefahr, wenn ein Führer sich auf einer gekennzeichneten Hauptstrasse befindet, ohne es zu wissen; im Gegenteil, wird er ja doch bei den Strassenkreuzungen verlangsamen. Die Anwendung des Absatzes 2 In Städten hätte zur Folge, dass an unzähligen Einmündungen und Kreuzungen Sicherheitshalte gemacht werden müssten, was nicht nur auf der untergeordneten Strasse, sondern auch auf der Hauptstrasse eine Verkehrsstokkung herbeiführen müsste. Die Regel des Rechtsvortrittes wird anscheinend bei vielen Autoführern In der deutschen Schweiz u. a. auch bei gewissen Mitgliedern der Strassenverkehrsliga immer noch nicht begriffen. Nun sei noch auf Art. 30 des Bundesgesetzes hingewiesen, wonach die Bestimmungen des Rechtsvortrittes auch für die Radfahrer gelten sollen. Das Departement hat In dem erwähnten Kreisschreiben deutlich hervorgehoben, dass das Vortrittsrecht gemäss Art. 27 nicht nur zwischen den gleichartigen Kategorien von Strassenbenützern, sondern auch zwischen verschiedenartigen gelten ix. B. auch zwischen Motorwagen und Fahrrädern). Der Einsender des Artikels in Nr. 51 bezeichnet diese Auffassung als «rechtsirrtümlich». Wenn vielleicht die Fassung der Art. 27, 30, 33 und 34 des Bundesgesetzes diesbezüglich zu Unklarheiten geführt hat, so dürfte die Logik den rechten Weg zeigen. Die Auffassung des Einsenders kann am besten wie folgt resümiert werden: Der Führer eines Automobils darf in Ermangelung der Festsetzung von Höchstgeschwindigkeiten durch Hauptstrassen in Städten wie Dörfern rücksichtslos durchrasen und darf, weil überall vortrittsberechtigt, auch Radfahrer, welche ganz langsam aus einem Gässchen herausfahren, anrammen. Eine andere Auswirkung der Anschauungen des Einsenders kann es nicht geben; ist wohl der Vertreter der Radfahrer in der Strassenverkehrsliga einverstanden mit diesem allgemeinen Vorrecht der Motorfahrzeuge? In der Einsendung steht auch zu lesen: «Leider blieben diese wohlgemeinten Ratschläge von Praktikern bei den Theoretikern des grünen Tisches unbeachtet». Es scheint jedoch, dass der Tisch dieser Praktiker noch grüner ist, denn sonst würde man sich etwas mehr befassen mit der seit der Annahme des Bundesgesetzes erfolgten bedenklichen Erhöhung der Zahl der schweren Verkehrsunfälle. Man hat vor Jahren das englische Verkehrsgesetz als Muster herangezogen, weil man dort den Versuch machte, die Höchstgeschwindigkeiten aufzuheben. Nun vernimmt man, dass England hiermit die denkbar schlechtesten Erfahrungen gemacht und eine Bestimmung über Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften wieder aufgenommen hat. P. W. Anmerkung der Red.: wir sind dem Expertenausschuss dankbar, dass er sich, zur Frage des Vartrittsrechtes geänssert hat, indem nichts so sehr zur Abklärung von Verkehrsproblemen beiträgt, als eine gründliche Diskussion. Wir hatten leider nöcli keine Gelegenheit, die obigen Ausführungen Verfasser des in Frage stehenden Aufsatzes zu ui terbreiten, da er sich im Militärdienst abweisen * befindet, so dass eine event. Rückäusserung abgewartet werden mus«.^ Immerhin scheint es uns. als ob die Diskussion cb in

N» 59 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 15 etwas neben den angeschnittenen Fragen hergeht und 'den Ausführungen auf alle Fälle «ine Absicht imputiert wird, die beim Verfasser bestimmt nicht besteht. Der Mitarbeiter ist uns aus jahrelanger Praxis bekannt und wir wissen aus seiner Einstellung zum 'Strassenverkehr heraus, dass er mit uns der letzte wäre, einem rücksichtslosen Draufgängertum oder einem eigensinnigen Festhalten an Prioritäten das Wort zu reden. Rechthaberei auf •der Strasse führt nie zur notwendigen Verkehrssicherheit, weshalb es sich jeder Fahrzeugführer aur Pflicht machen muss, neben der strikten Einhaltung der Verkehrsregeln, auch den gesunden Menschenverstand und Nachsicht walten zu lassen. Der Verfasser schrieb u. a. ausdrücklich: «'Selbstverständlich ist das Vortrittsrecht der Hauptstrasse jedoch nicht ein Freipass für Ausserachtlassung der Sorgfaltspflichten, die dem Motorfahrzeugführer obliegen. » Der Artikelschreiber steht gewiss nicht allein, wenn er befürchtet, dass die unterschiedliche Regelung des Vortrittes in- und ausserorts zu vermehrter Unfallmöglichkeit führt. Im Gegensatz mm •Auslande finden sich bei uns im Mittellande nirgends viele Kilometer lange Strassenstrecken, die durch keinerlei Ansiedelung unterbrochen werden, gondern die Ortschaften sind Techt dicht gesät und folgen sich nach kurzen freien Strecken in fast Tegelmassigen Abständen. Es wird aber lange brauchen, bis jeder Fahrer geistig so beweglich iet, dass er sich beim Eintritt in jede Ortschaft automatisch auf die aweite Variante der Vortrittsregelung umstellt und auch darnach handelt. Wenn von «gros- ,sen Gefahren» die Rede ist, so keinesfalls deshalb, weil die Geschwindigkeit in Ortschaften herabgesetzt werden muss. wie dies oben vermutet wird, sondern vielmehr darum, weil der Ortsanfang, der für die Ausschaltung des Vortrittsreohtes auf der Hauptetrasse massgebend ist, meistens nicht so scharf und deutlich gekennzeichnet ist und in Erscheinung tritt, wie dies wünschbar wäre. Wir könnten verschiedene Beispiele aufzählen, wo heute die Ortstafel (und zwar bereits die neu vorgeschriebene) fast noch im freien Felde steht, so dass kein Mensch ernsthaft daran denken wird, er befinde eich im cOrtsinnern», während andererseits die Städte sich allmählich gegen aussen hin so weiter entwickelt haben, dass die Ortstafel schon zu weit im Ortskern drin steht. Wenn sich in all diesen Zweifelsfällen die Fahrer auf den Paragraph berufen wollen und nicht gegenseitige Rücksichtnahme pflegen, dann wird es in diesen Uebergangszonen von der freien Landschaft zur Ortschaft allerlei unliebsame Kollisionen absetzen. Von einer Autorisierung der Automobilisten, «durch Hauptstrassen rücksichtslos durchzurasen und Velofahrer zu rammen », können wir aus dem Artikel in No. 51 nichts herauslesen, sonst wäre er in unserem Blatte auch gar nicht erschienen. Dass aber die Hauptstrasee mit Vortrittsrecht nur dann einen Sinn hat, wenn dadurch auf ihr eine flüssige und einfache Verkehrsabwicklung erzielt werden kann, liegt doch wohl durchaus in der natürlichen Entwicklung des Strassenverkehres. Es . w.äre gerade wegen der dichten Besiedelung unseres Mittellandes ein Schildbürgerstreich, wenn eine Regelung in Kraft träte, bei der man auf den Nebenstrassen bald rascher vorwärts käme, als auf den grossen Heeresstrassen! Wir glauben daher, ohne .auf die juristischen Erwägungen beiderseits eintreten zu können, dass beide Einsendungen ihr gutes Korn Wahrheit enthalten. Die Praxis wird uns ja bald zeigen, ob sich auch noch Spreu dabei befand! Gc*954&tfz«£^l»ajiiinRegIa > aufzuführen. Am Festspiel sind 250 Teilnehmer tätig, die Aufführung dauert von 21.15 ;tis 22,30 Uhr und findet ihren Abschluss in einem jirossen Sommernachtsball. Ij Die sportliche Disziplin, «L h. der Auto-Slalom, *peginnt bereits Samstag-Nachmittag, 14.15 Uhr mit Teilnahme ausgeschlossen ist. Die Durchführung der Geschicklichkeitsprüfung ist so vorgesehen, dass Anmeldungen auf dem Prüfurugsplatz selbst abgegeben werden können. Die Sportkommission bittet aber die voraussichtlichen Teilnehmer des Auto- Slaloms, jetzt schon beim Sektionssekretariat die Wettbewerb-Bedingungen zu verlangen. h. V«»»l««->h» Alpenposten. Das anhaltend günstige Wetter und namentlich die reduzierten Taxen bringen unseren Alpenposten zunehmend starke Frequenzerhöhungen gegenüber dem Vorjahre. In der 4. Betriebswoche vom 9. bis 15. Juli wurden 24 803 Passagiere befördert oder 8203 mehr als im Vorjahre. Nur zwei Kurslinien (Melchtal und Flüela) verzeichnen eine Abnahme um 5 resp. 3 Passagiere. Der dieses Jahr erstmals durchgeführte Kurs Stalden-Huteggen beförderte 808 Personen. Die grössten Frequenzzuriahmen verzeichnen Nesslau-Buchs mit +1404, Lenzerheide mit + 722, St. Moritz- Maloja mit +694, Furka mit +622 und Grimsel mit + 546. Aber auch auf den Strecken Schuls- Tarasp (+ 369), Schuls-Landeck (+ 304), Les Mosses (+ 280), Chur-Reichenau-Flims Waldhaus (+ 261), Sierre-Val d'Anniviers (+218), Martigny- Champex (+ 204) war der Verkehr gegenüber dem Vorjahre bedeutend reger Veranstaltungen. Comptoir Industnel et Commercial de La Chauxde-Fonds. Die Schweiz. Syndikalkammer der Automohil- und Fahrradindustrie macht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass seitens des Gomptoir Industriel et Gommercial, welches vom 25. August bis 9. September 1934 in La Chaux-de-Fonds stattfindet, auch Automobilfirmen zur Teilnehme aufgefordert werden. Die Syndikalkammer lenkt jedoch besonders die Aufmerksamkeit der Interessenten auf Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von Fr. 10,000 gegründet Zweck der Unternehmung ist der selbständige Handel im Automobilfach, die Organisation von Reisen, Verkauf von Automobilzubehör uew. Einziger V.R. ist L. Schaniel, von Tinzen, er führt rechtsverbindliche Einzelunterschrift. Geschäfts domizil: Rue d'Italie (Bureau der Banqtue Parisienne de Credit au Commerce). Garage du VaJIon 8. A„ Blei. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von Fr. 2000 gegründet. Zweck der Unternehmung ist die Uebernahme und der Betrieb einer Autogarage in Sonceboz. Einziges Mitglied des V R. ist C. A. Richard, Garagist in Sonceboz. Geschäftsführer wird P. Chopard, Garagist in Biel. Die beiden führen Kollektivunterschrift, Domizil: Madretschstrasse. Personelles. Franz HaberII, Garage, Echallens. Inhaber dieseT Firma ist Franz Häberli in Echallens, Mech. Werkstätte, Garage und Handel in Automobilen und Zubehör. Sitzverlegung. Auto PefroJa S. A., Genf. Die frühere Firma Auto Service Basel hat ihre Anschrift in Petrqla 'S. A. abgeändert und gleichzeitig ihren Sitz von Basel nach Genf verlegt. Zweck des Unternehmens ist die Einfuhr und der Handel mit Benzin und ähnlichen Produkten. Das Aktienkapital beträgt Fr. 5000. Einziger V.R. ist J. Rölli in Basel. Er führt rechtsverbindliche Einzelunterschrift. Geschäftssitz: Rue de Ghantepoulet. Firmenlöschung. Adolf Plattner, Autoreparatur-Werkstätte, Riehen. Die Firma wird infolge Konkurses des Inhabers von Amtes wegen gelöscht. Josef Peuto, Automobilhandel, Reconvlller. Die Firma wird infolge Verzicht des Inhabers gelöscht. Kapitaländerung. Assa Autoservice A.-G. Zürich. Durch Beschluss der Generalversammlung wurde das Aktienkapital von bisher FT. 500,000 auf Fr. 250,000 reduziert durch Herabsetzung 1 des Nominalwertes der 500 hat in ihrer Generalversammlung beschlossen, das Kapital von 150.000 Fr. auf 205.000 Fr. durch die Ausgabe von 55 neuen Aktien ä 1000 Fr. zu erhöhen. Dem Verwaltungsrat gehören an: S. Audeoud, Industrieller, Vevey als Präsident; G. Broillet, Ingenieur, in Corseaux; A. Guenod, Bankprokurist, Tour-de^Peilz und J. Ormond, Industrieller, Vevey. Briefkasten der Redaktion Die A.-R. auch Im Auslande eine geschätzte Beraterin. Herr Minister E. in Madrid quittiert uns eine ihm durch den Sprecheaal der A.-R. zugestellte Antwort wie folgt: «Ich danke Ihnen verbindlichst für Ihre interessante und heiehrende Aufklärung.» Die Reichhaltigkeit der «A.-R.». Herr Dir. Z. schreibt uns: «Ich mache Ihnen kein Kompliment, stelle aber fest, dass es in der Welt wenig Automobilzeitungen gibt, die ihren Lesern Gleiches zu bieten vermögen.» Grosses Lager in Bestandteilen Zukaufen gesucht ein noch gut erhaltener WIRZ-KIPPER auf 5-Tonnen-SAURER-L.astwagen, eventuell mitsamt Brücke. Offerten unter Chiffre 64158 an die sofort ein neuer, offener CITROEN oder FIAT •«" 40 PS, oder erstklassige Oceasion, nicht unter Modell 33. An Zahlung muss ein neues Weekend-Chalet und älteres Auto genommen werden. Restzahlung in bar. — Offerten an Ernst Blunier, Schreinermeistei, Trüb (Kt. Bern). Torpedo 6/7 Plätze, 10—12 PS, ev. 84121 mit Ladebrücke. Offert, an Fr. Leibundgut, Bäckerei, Melchnau. Graham-Paige 6 Zyl., Limousine de Luxe, 5 PL, bester Zustand, reichhalt. Ausrüstung, sehr preiswert zu verkaufen. Offerten unt. 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