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E_1934_Zeitung_Nr.059

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8 AUTOMOBIL-REVUE 1931-

8 AUTOMOBIL-REVUE 1931- NO 59 Aus dem Bilderkch des Grossen Preises von Deutschland V. 1. n. r. 7 Die Ruhe vor dem Sturm. G. Moll und T. Nuvolari lassen sich auch unmittelbar vor dem Start nicht aus dem Gleichgewicht bringen und warten geduldig auf die Anordnungen des Starters. l_ Chlron in «Zivil». Hier sehen wir den französischen Favoriten mit Photoapparat ausgerüstet bei der Wagenabnahme. V. 1. n. r.: Eine schwierige Operation. Dem bei der Auto-Union tätigen Ersatzfahrer Kohlrausch ist beim Training etwas ins Auge geflogen. Unter kundiger Assistenz wird nun der Patient behandelt. Der Philosoph. L. Fagioli erwies sich im Rennen als ein echt südländischer Draufgänger. In den Trainingspausen aber bewahrt er philosophischen Gleichmut Die Sachverständigen. Die Damen der Rennfahrer verfolgen mit Eifer und Sachkenntnis die Passage der einzelnen Konkurrenten. Links die Gemahlin von Momberger, recht* daneben Frau Stuck, die nicht nur eine tüchtige Helferin ihres Hans ist, sondern auch aJa Journalistin einen guten Ruf besitzt und in dieser Eigenschaft auch unseren Lesern bekannt ist. v 1. n. r. • Der 2,9-Liter-Alfa-Romeo Im «N£gllg£». Bei abgenommener Motorhaube liegt fast die ganze Motor- und Uebertragungsanlage frei zugänglich da Der Kriegsrat. Stuck erhält hier vor dem Rennen die letzten Ratschläge und Anweisungen seiner Rennleitung. Links vom Wagen der Konstrukteur der Maschine Dr. ing. Porsche, rechts im Vordergrund der Rennchef Ing. WaJb. Der Rennstall. Die vier Maschinen der Auto-TJnion sind hier fahrbereit. Drei davon werden in der nächsten Minute an den Start geschoben (im mittleren Wagen sitzt bereits Stuck), die vierte bleibt als Reserve zurück. Im Hintergrund einer der mächtigen Transport- und Werkstattwagen der Fabrik. Der Halt an der Boxe. Dieser interessante Scbnappschuss zeigt Stuck an der Boxe. Während er die kleine Schutzscheibe abwischt, sind zwei Helfer mit dem Pneuwecbsel beschäftigt. Ein dritter hat den Fülltrichter eingesteckt und holt eben an der Boxe eine Kanne mit Brennstoff. Der Grosse Preis von Vichy Links: Dw Sieger. Graf Trossi lorbeergesehmückt nach seiner erfolgreich beendeten Fahrt. — Unten links: Der Star! zum Grossen Preise. Trossi (Nr. i) liegt hier bereits an der Spitze — Rechts: Mitten im Kampf. In Führuns liegt Trossi, uefolgt von Straight, der sein schärfster Gegner war und sich nicht abschütteln liess. fM&mmms

N 1 59 II. Blatt BERN, 20. Juli 1934 No 59 II. Blatt BERN, 20. Juli 1934 dsdhau Ein Henriod-Schnellgang-Vorgelege. Wir haben schon mehrmals auf die Getriebekonstruktionen des im Ausland lebenden Schweizers C. E. Henriod, eines der Pioniere des Automaobilbaues, hingewiesen. Seitdem sich Henriod von der Automobilfabrikation zurückgezogen hat, verlegte er seine ganze Arbeitskraft auf die Entwicklung eines Getriebes, bei dem womöglich das zum Einschalten eines neuen Ganges nötige Bedienungsmanöver auf die Betätigung von nur zwei Druckknöpfen reduziert werden sollte. Vor ungefähr Jahresfrist beschrieben wir einen Henriod-Automaten, durch dessen Anwendung das erstrebte Ziel bereits verwirklicht war. Die Gangschaltung konnte bei diesem Getriebe, dessen Konstruktion inzwischen bis zur Fabrikationsreife vervollständigt wurde und dessen serienmässiger Einbau nun von mehreren Autofirmen geprüft wird, ohne Anwendung irgend eines Pedals oder Hebels vorgenommen werden, indem man lediglich einen von zwei Druckknöpfen betätigt. Einer der Druckknöpfe dient dabei zum Aufwärtsschalten, der andere zum Abwärtsschalten. Nach ähnlichen Prinzipien hat jetzt Henriod noch ein Schnellgang-Vorgelege gebaut, das im folgenden erstmalig beschrieben wird. Das Vorgelege lässt sich hinter jedem gewöhnlichen Wechselgetriebe einbauen und erhöht damit dessen Gangzahl auf das Doppelte. Die Gesamtübersetzungen werden im Verhältnis von 1 :1,35 verändert. Ein- und Ausschalten der Schnellgangübersetzung geschehen wiederum auf einfachste Weise durch Betätigen eines Druckknopfes, ohne dass dabei auf die Motortourenzahl irgendwie Rücksicht genommen zu werden braucht. Fährt der Wagen im direkten Gang, so lässt ein Betätigen des Druckknopfes das Schnellganggetriebe zuerst leerlaufen. Das Vorgelege ergibt damit also gleichzeitig Freilaufwirkung. Erst das nochmalige kurze Betätigen das Druckknopfes lässt den Schnellgang in Wirkung treten. Aus den beistehenden Skizzen geht der kompakte Aufbau des Vorgeleges deutlich i Verschiedene Ansichten des neuen Schnellgang- Vorgelege«. Oben das TaWeau auf dem Instrumentenbrett, von wo aue durch Betätigen eines Druckknopfes wahlweise der direkte Gang (P), Freilauf (L) oder Schnellgang (S) zur Wirkung gebracht werden kann. hervor. Die Sekundärwelle des gewöhnlichen Wechselgetriebes trägt an ihrem Ende den Zahnkranz 3. Mit seiner Innenverzahnung steht dieser Zahnkranz über dem Zahnkranz 5 mit dem Ritzel 4 in Verbindung, an dessen Achse die Kardanwelle angeschlossen ist. Denkt man sich den Zahnkranz 5 in seiner dargestellten Lage festgehalten, aber drehbar, so muss die Rotation des Zahnkranzes 3 eine beschleunigte Rotation des Ritzels 4 zur Folge haben, womit die gewünschte Uebersetzung ins Schnelle verwirklicht ist. Verbindet man anderseits den Zahnkranz 3 direkt mit dem Ritzel 4, so findet eine direkte Uebertragung der Drehbewegung statt. Schliesslich besteht die Möglichkeit, den exzentrisch gelagerten Zahnkranz 5 mit samt seiner Lagerung um das Ritzel 4 herum rotieren zu lassen. In diesem Fall muss jede Kraftübertragung unterbleiben, das Vorgelege ergibt Freilaufwirkung. "• Konstruktiv ergibt sich der erste Zustand •j- die Uebertragung ins Schnelle — daraus, däss ein durch die Feder 7' zusammengezogenes Bremsband die Trommel 6 abbremst, die mit der exzentrischen Lagerung 6 des Zahnkranzes 5 ein Stück bildet. Der zweite Zustand — Freilauf — ergibt sich dann. wenn man durch Auseinanderspreizen dieses Bremsbandes 7 die Trommel 6 wieder löst. Der dritte Zustand — die direkte Uebertragung — tritt ein, wenn die Trommel 9 (siehe Fig. 1) nach links verschoben wird, so dass die ausfahrenden Keile 9' eine Ausdehnung des mit Vorspannung eingebauten Bremsbandes 8 ermöglichen. Dieses Bremsband verkuppelt sich nun seinerseits mit der Trommel 6, so dass, da es durch den Bolzen 8' mit dem Zahnkranz 3 verbunden ist, der ganze Mechanismus blockiert wird. Die Spreizung des Bremsbandes 7 entgegen der Wirkung der Zugfeder 7' geschieht durch den Hebel 10'. Auf derselben Hebelachse, die durch ein elektrisches Relais gesteuert wird, sitzt der Hebel 10, durch welchen die Seitenverschiebungen der Trommel 9 zustande kommen. s Um die Abnützung des Mechanismus nach Möglichkeit zu verringern, eine besondere Schmierwartung zu erübrigen und um ein, sanftes Eingreifen der Kupplungen zu gewährleisten, ist das ganze Vorgelege an das Druckschmiersystem des Motors angeschlossen. Das unter Druck stehende Oel tritt bei 17 ein und gelangt durch eine Nut in der äusseren Stirnwand des Getriebes in die Oelkanäle 12. Nachdem es von hier aus die Zahnräder, die Bremsbänder und alle Lagersteilen gründlich geschmiert hat, tropft es' in den Gehäuseunterteil ab, von wo es durch die Leitung 18 wieder in den Motor, zurückgesaugt wird. Wie man uns versichert, haben ausgedehnte Versuche ergeben, dass sowohl das Vorgelege als Ganzes wie auch seine Einzelorgane allen Anforderungen mit grösster Leichtigkeit zu genügen vermögen. Wie aus Figur 2 ersichtlich, ist der Zahnkranz 5 direkt auf den aus nitriertem Stahl bestehenden sichelförmigen «Teilen 6 gelagert, da es sich herausgestellt hat, dass dadurch weder die Reibung noch die Abnützung grösser ausfallen als bei Lagerung des Zahnkranzes in Rollen- oder Kugellagern. Eine übermässige Abnützung der Bremsbänder andererseits wird zum Teil durch die gute Schmierung, zum Teil durch die geringen abzubremsenden Kräfte vermieden. —y— I werk Obenschmierung oder nicht? Unter Obenschmierung versteht man die Schmierung der oberen Teile der Kolbenlaufbahn, die dadurch zustande kommt, dass man dem Benzin ein Quantum Obenschmieröl beimischt. Beim Ansaughub des Kolbens gelangt zugleich mit dem Brennstoffgemisch dieses Obenschmieröl in die Explosionskammer, schlägt sich an den Seitenwänden nieder und schmiert dort, wo der Kolben sonst trocken läuft. Fast alle Fabrikanten von Obenschmierölen behaupten von ihrem Produkt, dass dasselbe der Verbrenniingshitze widerstehe; vielleicht glauben sie das sogar selber, wahr ist es aber nicht. Es gibt kein Oel, das in der Explosionshitze von zirka 1500° nicht verbrennt. Ist es aber ein gutes Obenschmieröl, so hinterlässt es dabei keine Rückstände; ist es ein schlechtes Oel, so ij^t es Ursache zu vermehrter Kohlebildung im Zylinder. Darum ist die Verwendung von Obenschmierölen zum Einfahren neuer Wagen zwar unbestritten, im Dauerbetrieb aber wird manchmal davon abgeraten. Was ist nun richtig? Genau durchgeführte, wissenschaftliche Versuche haben bewiesen, dass die Hauptabnützung von Kolben und Zylinder nicht im Dauerbetrieb des Motors, sondern beim Anlassen entsteht. In den Sekunden, die zwischen Anspringen des Motors und Eintreten der Oelschmierung vergehen, läuft das Trieb- trocken. Darum wird z. B. ein Stadtreisender, der seinen Motor täglich sehr oft abstellt, und wieder in Gang setzt, eine viel grössere Abnützung konstatieren, als derjenige, der ununterbrochen lange Strecken fährt. Im Winter ist die Abnützung noch bedeutend grösser als im Sommer, weil das durch die Kälte erstarrte Oel nur langsam fliesst und die Schmierung darum noch später einsetzt. Darum sollte im Winter jeder Automobilist unbedingt, im Sommer wenigstens derjenige stets Obenschmieröl verwenden, der öfters kurze Strecken fährt. Um aber der drohenden Verrussung vorzubeugen, sollte man nur ein anerkannt hochwertiges Obenschmieröl guter Marke gebrauchen. Ein solches gutes Obenschmieröl verlängert die Lebensdauer Ihres Motors erheblich, d. h. das Ausschleifen der Zylinder und Einsetzen neuer Kolben wird erst nach Zehntausenden von Kilometer später nötig als sonst. Das für Ihren Motor geeignete gute Obenschmieröl erhalten Sie beim nebenstehenden Vertreter Ihrer Marke, Sie können es sich direkt beim Tanken mit dem Benzin einfüllen lassen. Es I kostet nur wenige Rappen. A.-G. tEK 4-, 6- und 8-Zyllnder- Personenwagen FÜR AUTOMOBILE. ZÜRICH Pflanzschulstr. 9 Tel. 31.688 CHRYSLER 6- und 8-Zylinder- Personenwagen RITZI & WAGNER Amriswil 8t. Qallen Tel. 600 Tel. 3200 DQOGE- 6- und 8-Zyllnder- Personenwagen Vertretung für Zürlcht A. B. C. GARAGE A.-G., ZÜRICH MOhlebach'Holbelmtr. Tel. 44.650 4- und 8-Zyllnder- Personenwagen BAUMBERGER & FORSTER ZÜRICH LSwenstrasse 17 Tel. 66.848 Für reelle Occasionen BORRER, ZÜRICH Badenerstr. 644 Tel. 55.622 P\ 4- und 8-Zyllnder- Personenwagen Vertretung für ZG rieh: : A. B. C. GARAGE A.-G., ZÜRICH MOhlebaeh/Holbelnttr. 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