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E_1934_Zeitung_Nr.060

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Die Rennen des Sonntags

Die Rennen des Sonntags Grosser Preis von Dieppe. Chiron und Etancelin gewinnen die Vorläufe und Etancelin siegt im Finale. — Zahlreiche Unfälle. — Schwerer Sturz von Gaupillat. Das Automobil-Meeting von Dieppe begann Mitte der letzten Woche mit einer Sternfahrt, an der sich 70 Konkurrenten, die von verschiedenen europäischen Städten aus gestartet waren, beteiligten. 55 Fahrer erreichten das Ziel und 54 wurden klassiert. Das Reglement schrieb ferner eineGescHieidigkeitsprüfung nach der Ankunft vor, deren Ergebnisse bei der Gesamtwertung mitberücksichtigt wurden. Der Franzose Ambaud auf Ford wurde Gewinner des Sternfahrtpokals, Zweiter wurde Rossi auf Ford und Dritter de Bremond auf Mathis. Am Samstag beschloss eine grosse Schönheitskonkurrenz den ersten Teil des Meetings. Der Grosse Preis von Dieppe, für den 22 Fahrer gemeldet waren, zerfiel in zwei Vorläufe über je eine Stunde und das Finale über zwei Stunden. Das Training zeigte keine besonders eindrücklichen Leistungen, da die Fahrer nicht nach den schnellsten Trainingsrunden, sondern nach dem Los zum Start aufgestellt wurden. Zwanzig Fahrer bestritten am Sonntag das Rennen (Whitney Straight [Maserati] und Renaldi [Bugatti] gaben kurz vor dem Start ihre Absage), so dass in beiden Vorläufen je 10 Piloten konkurrierten. Der erste Vorlauf. Der Tag begann mit strahlendem Sonnenschein, der grosse Zuschauermassen anlockte. Der erste Lauf wurde von den folgenden Piloten bestritten: Etancelin (Maserati), Lehoux (Alfa Romeo), Scaron (Alfa Romeo), Penn Hughes (Alfa Romeo), Clifford (Bugatti), Eonnet (Bugatti), Ford (M.G.), Villapadierna (Maserati), Staniland (Bugatti) und Eccles (Bugatti). Sofort nach dem Start setzte sich der Vertreter der Scuderia Ferrari, Lehoux, an die Spitze, knapp gefolgt von Etancelin und Penn Hughes. Der Engländer Eccles kam schon in der ersten Runde ins Schleudern und wurde aus seinem Wagen geworfen; er erlitt leichtere Verletzungen am Kopf. Die 3. Runde sah bereits einen Angriff von Etancelin, der Lehoux vor den Tribünen auf den 2. Platz verdrängte. Der Alfa Romeo schien unter einem leichten Defekt zu leiden, so dass sich Lehoux nur mit halben Kräften wehren konnte. Eonnet produzierte in der Eingangskurve vor der Zielgeraden ebenfalls ein gefährliches Schauspiel. Sein Wagen schleuderte stark und drohte sich zu überschlagen, die ihm nachfolgenden Fahrer entgingen nur mit knapper Not einem Zusammenstoss. Etancelin behielt die Spitze unverändert bei und stellte in der 8. Runde einen neuen Rundenrekord mit dem Durchschnitt von 130,8 km/St, auf. Lehoux wurde dem Franzosen keinen Augenblick mehr gefährlich. Die Engländer Staniland und Penn Hughes jagten sich mit wechselndem Erfolg und lieferten sich um den 3. Platz einen spannenden Privatkampf. Ford kam in einer Kurve ebenfalls ins Schleudern und beendete das Rennen in einem Haufen Sandsäcke. Etancelin feierte in diesem Vorlauf einen leichten Siegj der durchaus verdient ist. Der zweite Vorlauf. Um 11 Uhr vormittags stellten sich die AUTOMOBIL-REVUE folgenden Fahrer zum 2. Vorlauf: Ghiron (Alfa Romeo), Zehender (Maserati), Lord Howe (Maserati), Rose Richards (Bugatti), Biondetti (Maserati), Mlle Helle-Nice (Alfa Romeo), Delorme (Bugatti), Gaupillat (Bugatti), Mays (E.R.A.) und Gazaux (Bugatti). Wir erwartet, setzte sich Chiron sofort nach dem Start mit grossem Elan an die Spitze. Zehender und Gaupillat bildeten den Schluss des Spitzenfeldes, das sich rasch von den andern Fahrern distanzierte. Sofort begann sich auch die Reihe der Unfälle fortzusetzen. Cazaux verfehlte eine Kurve und musste aufgeben, kurz nachher geriet auch Delorme über die Bahn hinaus. Chiron hielt während des ganzen Kampfes ungefährdet die Spitze. Zehender konnte sich nach einiger Zeit an den 2. Platz setzen. Mit besonderem Interesse verfolgte man die Fahrt des neuen englischen E. R. A.-1500-ccm-Wagens, der von Mays geführt wurde. Der Wagen scheint die Kinderkrankheiten noch nicht überwunden zu haben, doch hinterliess er schon nach seinem ersten Start auf dem europäischen Festland einen ausgezeichneten Eindruck. Kurz vor Schluss musste Mays das Rennen wegen Maschinenschadens aufgeben. Auch Gaupillat wurde ein Opfer der sehr glitschigen Strasse. Seine Maschine schleuderte in einer starken Kurve und schoss gegen einen Baum. Der Fahrer blieb bewusstlqs liegen und musste von der Sanität ins Spital überführt werden, wo män'einen sehr schweren Schädelbruch feststellte. Der Zustand des verunfallten Fahrers soll nach den letzten Meldungen besorgniserregend sein. Chiron beschränkte sich darauf, das Rennen in vorsichtiger Weise zu beenden und kam nicht an die Spitzengeschwindigkeiten des ersten Vorlaufes heran, der schärfere Kämpfe gezeitigt hatte. Ohne Schwierigkeiten konnte er den Lauf gewinnen. Lord Howe und Biondetti hatten sich erbittert um den 3. Platz gestritten, das Duell endete mit dem Ausfall des Italieners, dessen (Maschine in der 14. Runde Feuer fing. Das Finale. Die grosse Hitze hatte den Teerbelag der Strecke aufgeweicht, sodass die Fahrer nur noch mit grösster Vorsicht ihre Runden zurücklegen konnten. Die Organisatoren gaben sich über die Gefahren dieser Bahn keinen Illusionen hin und Hessen denn auch vor dem Finale jeden Piloten eine Proberunde fahren, damit er sich selbst über den Zustand der Route orientieren konnte. Trotzdem traten alle 12 Konkurrenten zum Schlusslauf an. Chiron wurde auch hier wieder zum Hasen, den die ganze Meute jagte. 'Leider berührte der Monegaske schon kurz nach dem Start eine Bahnumzäunung, sodass er sofort bei den Boxen anlegen musste, um den Parallelismus der Räder nachzuprüfen. Dadurch fiel er. auf den 3. Platz zurück, während sein Co- Equipier Lehoux die Spitze übernahm. Etancelin bildete als Zweiter eine schwere Bedrohung der Scuderia Ferrari, die in Dieppe keinen guten Tag hatte. Er vermochte in der 5. Runde die Führung zu ergreifen, um sie wenige Minuten später erneut an Lehoux abtreten zu müssen. Chiron befand sich mit seiner Maschine längere Zeit im hinteren Feld und vermochte nicht mehr entscheidend einzugreifen. Nach einiger Zeit gab er wegen Bruch der Stossdämpfer endgültig auf. Lehoux war nun noch der einzige Mann, der die Scuderia Ferrari verteidigte. Noch nie war Etancelin seinem Traum, die Vorherrschaft des italienischen Stalles zu brechen, so nahe wie an diesem Tage. Die Strassenverhältnisse wurden immer schlechter, sodass die Durchschnitte sich nur noch um 120 km/St, bewegten. Nach der Hälfte des Rennens hielt Etancelin erneut die Spitze mit einem Vorsprung von 2 Sek. vor Lehoux. Als Dritter folgte Lord Howe. Etancelin Hess sich die Führung nicht 1 mehr rauben.'Langsam vergrösserte sich der : Vorsprung zwischen dem Ersten 1934 - N«6ü und Lehoux, und so ging- Etancelin, der unzählige Male vom Pech verfolgt wurde, nach 30 Runden siegreich durchs Ziel. Das Pech hatte diesmal die Scuderia Ferrari ereilt, die mit Lehoux noch einen Ehrenplatz rettete. Lord Howe kam durch seine regelmässige und sichere Fahrweise auf den 3. Platz, während der Engländer Rose-Richards auf Bugatti die 4. Stelle belegte. DIE RESULTATE I. Vorlauf: 1. Etancelin (Maserati), Std.-Mittel 127,9 im/Si 2. Lehoux (Alfa Romeo), 125,0 km/St 3. Staniland (Bugatti), 123,8 km/St. 4. Penn Hughee (Alfa Romeo) v 5. Scaron (Alfa Romeo) 6. Villapadierna (Maserati) II. Vorlauf: 1. Chiron (Alfa Romeo), 122,8 km/3t. 2. Zehender (Alfa Romeo), 118,7 km/St, 3. Lord Howe (Maserati), 117,1 km/St, 4. Rose-Richards (Bugatti) 5. Mlle Helle-Nice (Alfa Romeo) Das Finale: 1. Etancelin (Maserati), 241,9 km (Stundenmittel 120,9 km/St.)- 2. Leoux (Alfa Romeo), 238,7 km 3. Lord Howe (Maserati), 236,4 km 4. Rose-Richards (Bugatti) 5. Penn Hughes (Alfa Romeo) 6. Scaron (Alfa Romeo) 7. Mlle Helle-Nice (Alfa Romeo) Die Sternfahrt: 1. Ambaud (Ford), 682 Punkte 2. Rossi (Ford), 679 Punkte 3. De Brfmond (Mathis), 678 Punkte 4. Guillaume (Ford), 676 Punkte 5. Lasne Sauvigny (Peugeot) 6. Dubuc-Taine (Hotchkjss) Varzl gewinnt die Coppa Ciano. Glänzende Fahrt von Moll. — Nuvolari hat wieder Pech. — Malagutti siegt bei den Kleinwagen. Das 14. Rennen um die Coppa Ciano auf: 1 der Rundstrecke von iMontenero, bekannt als die schwierigste Bahn auf italienischem Festland, endete mit einem eindeutigen Sieg der Scuderia Ferrari. Dem Modeneser Rennstall stand als einziger Gegner Nuvolari auf Maserati gegenüber, der wieder langsam im Kommen ist, obwohl er auch jetzt noch an den letzten Nachwirkungen seines schweren Sturzes in Alessandria leidet. Wie beim Grossen Preis der Marne, so sah es auch am Sonntag in Livorno eine Zeitlang für die Scuderia-Ferrari- Leute nicht besonders gut aus. Nuvolari legte sofort mit verbissener Energie los und schien sich diesmal darauf verschworen zu haben, endlich seine unselige Pechsträhne abzureissen, mit der er sich seit 'Monaten herumzu- HUPMOBILE in jeder Hinsicht Stromlinien -Wagen der Welt Dank vollendeter Harmonie und konsequenter Durchführung der Stromlinie ist der neue Hupmobile nicht nur berückend schön, er ist auch billiger geworden durch Ersparnis an Oel und Betriebsstoff. Wir wollen Ihnen nichts versprechen, nichts vormachen, wir bitten Sie lediglich: machen Sie einen Versuch, dann sind Sie für Hupmobile gewonnen, denn eine Fahrt in • diesem Wagen ist höchstes Vergnügen, Vertreter iflr Bern und Solofburn; H. 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N° «0 - 1034 AUTOMOBIL-REVUE schlagen hat. Von den 12 Fahrern der grossen Klasse waren 11 Italiener, nur Guy Moll rückte als Ausländer an. Gleich in der ersten Runde übernahm Nuvolari mit seinem Maserati die Spitze, um sie während einiger Zeit Segen die Attacken von Varzl, Moll und Trossi (alle auf Alfa Romeo) zu verteidigen. Varzi Hess sich die Demütigung von Nuvolari nicht gefallen und versuchte mit allen Kräfden, den 'Mantuaner einzuholen. Der hochinteressante Zweikampf zwischen der Ferrari- Mannschaft und Nuvolari wurde aufs neue wegen eines Maschinendefektes am Maserati zu Gunsten der starken Equipe entschieden. Der Mantuaner rnusste kurze Zeit anhalten und Vard schoss an die Spitze vor. Moll und ' Trossi kamen ebenfalls an Nuvolari vorbei und nach der Hälfte des Rennens führte Varzi mit 40 Sek. Vorsprung vor dem Zweiten, Moll, und eine halbe Minute vor dem Dritten, Trossi. Nuvolari hatte bereits 2 Min. auf Varzi verloren. Der Junge Algerier Moll legte am Sonntag sein eigentliches Gesellenstücklein ab. Bis jetzt tat er sich vor allem auf besonders schnellen Circuits hervor, während er den Beweis dafür, nicht nur schnell, sondern auch geschickt und sorgfältig fahren zu können, noch schuldig blieb. Diesen hat er am Sonntag in überzeugender Manier geliefert. Er erledigte sogar Varzi und hielt während langer Zeit die Spitze des ganzen Feldes inne. Runde um Runde raste er trotz den Angriffen seiner Co-Equipiers als Erster an den Tribünen vorbei, und erst in der letzten Runde unterlag er dem Ansturm Varzis, der auf dieser ihm sehr gut bekannten Strecke das Letzte aus der Maschine herausholte. Mit 9 Sek. Abstand ging Varzi als Sieger durchs Ziel. Moll belegte den 2. Platz und Nuvolari den 3., während Trossi, der leicht zurückgefallen war, sich mit dem 4. Platz begnügen musste. In der Klasse bis 1100 ccm starteten 9 Fahrer. Die kleinen Maserati erwiesen sich als sehr gute Maschinen und beherrschten nach kurzer Zeit das Rennen. Magnuzzi auf Fiat- Balilla lag die ersten drei Runden vorn, nachher zog Matrullo auf Maserati an ihm vorbei und kurz vor Schluss schwang sich Malagutti an die Spitze, die er bis zum Schluss beibehielt. Die Resultate: Klasse bis 1100 ccm (160 km): 1. Malagul« (Maserati) 2 St. 09 Min. 39 Sek. (Mittel 74 km/St.); 2. Marullo (Maserati) 2 St. 12 Min. 05 Sek.; 3. Magnuzzi (Fiat Baliila) 2 St. 14 Min. 10 Sek.; 4. Toti (Maserati). Klasse über 1100 ccm (240 km): 1. Achille Varzi (Alfa Romeo) J 8t. 49 Min. 52 Sek. (Mittel 84,7 km/St.); 2. Moll (Alfa Romeo) 2 St. 50 Min. 01 S.; 3. Nuvolari (Maserati) 2 St. 53 Min. 35 Sek.; 4. Graf Trossi (Alfa Romeo) 2 St. 58 Min. 48 Sek., 5. Barbieri (Alfa Romeo) 2 St. 59 Min. 34 Sek. Galsbergrennen verschoben. Das auf vergangenen Sonntag angesetzte österreichische Qaisbergrennen ist auf den 2. September verschoben worden. Neue Internationale Rekorde. Der bekannte amerikanische Rennfahrer Whitney Straight hat vorletzte Woche mit seinem Maserati in England zwei neue internationale Rekorde der 3000-ccm-KIasse aufgestellt. Er erreichte über den fliegenden Kilometer eine Geschwindigkeit von 219 km/St, und über die fliegende Meile ein Mittel von 218 km/St. Die früheren Rekorde gehörten Divo auf Bugatti. Verschiebung des Grossen Preises von Nizza. Wie uns die Organisatoren des Grossen Preises von Nizza melden, wurde das grosse südfranzösische Stadtrundstrekkenrennen um 8 Tage verschoben. Das Rennen war bekanntlich ursprünglich auf den 12. August angesetzt und wurde nun nachträglich auf den 19. August verlegt. Am 12. August findet nämlich bei Pescara in Italien ein 20-Stunden-Rundstreckenrennen für Sportwagen um die Coppa der Abruzzen statt, und nur drei Tage später folgt auf dem gleichen Circuit das grosse Rennen um die Coppa Acerbo. Da der Grosse Preis von Marseille, der ursprünglich auf den 19. August angesetzt war, kürzlich abgesagt wurde, ergab, sich so eine willkommene Gelegenheit, eine unerwünschte Konkurrenzierung zwischen dem italienischen und dem französischen Rennen zu vermeiden. Der Grosse Preis von Nizza soll, wie wir weiter vernehmen, die besten Fahrer des Kontinents vereinigen. Automobil - Jubiläumswoche In Freibure I. Br. Anlässlich des Bergrennens auf dem Schauinsland bei Freiburg i. Br., das in diesem Jahre bereits zum zehnten Male zur Durchführung kommt, veranstaltet der DDAC vom 12. bis 19. August in Freiburg eine Motorsportswoche. Das als «Grosser Bergpreis von Deutschland» ausgeschriebene Bergrennen wird den Höhepunkt der Veranstaltung bilden. Ihm geht am 17. August eine Zuverlässigkeitsfahrt durch den Schwarzwald über 400 km voraus und am 18. August eine Rundstrecken-Hochleistungsprüfung durch die Stadt Freiburg. Die Zuverlässigkeitsfahrt wird die schönsten Punkte des (Schwarzwaldes berühren und über zehn Höhen führen. Der insgesamt zu überwindende Höhenunterschied beträgt rund 5000 m. Die Schauinslandrennstrecke wird in diesem Jahre erneut ausgebaut. An dem über die Holzschlägermatte führenden Teil der Rennstrecke 'werden zur Zeit umfangreiche Ausbauarbeiten vorgenommen. Auf diesem Teil wird eine zirka 800 m lange Gerade und im Anschluss daran eine breite, stark überhöhte Tribünenkurve in die Route gelegt. S€i»a»seni Das zweite st. gallische Strassenausbau- Programm. Das erste st. gallische Strassenausbau-Programm für die Jahre 1931/36 Ist rascher verwirklicht worden, als seinerzeit angenommen wurde. Von den 12 MM. Fr., die für das erste Programm zur Verfügung gestellt wurden, stehen für 1935 nur noch 1,4 MM. Fr. bereit. Es ist deshalb nötig geworden, das zweite Ausbau-Programm ebenfalls vorzeitig in Angriff zu nehmen. In den Jahren 1931/33 wurden an Pflasterungen, Teerbeton* und Asphaltbelägen, Zementbeton- und andern Belägen und an Oberflächenbehandlungen zusammen 87,8 km zur Ausführung gebracht, so dass für 1934 und 1935 noch 53,6 km erstellt werden. Nach Abschluss der ersten Bauperiode sind von den 530,5 km Staatsstrassen 352 km mit künstlichen Belägen versehen; es sind somit noch 178 km = 33 Proz. der Staatsstrassenstrecken auszubauen. Das zweite Programm umfasst die Jahre 1936/42 mit einem Gesamtkostenbetrag: von 16 MM. bezw. 2,3 MM. Fr. per Jahr, wobei wie bis anhin, die Gesamterträgnisse aus Auto- und Fahrradgebühren und, der Benzinzoll-Anteil der Jahre 1935—1942 dem diesem Ausbau dienenden Vorschusskonto « Ausserordentliche Strassenverbesserungen > gutgeschrieben werden soll. Für die Erstellung neuer Strassenbeläge, sind 7 MM. Fr., für den Ausbau Fr. 803,000 und für Neubauten und Korrektionen 5,5 Mill. Fr. vorgesehen. Neu mit künstlichen Belägen sollen versehen werden Staatsstrassen in einer Gesamtlänge von 109,8 km. Beim Ausbau von bereits mit künstlichen Belägen versehenen Strassen ist eine Pflästerungserweitenmg der Staatsstrasse St. Gallen—Rorschach mit Kurvenerhöhungen, eine Verbreiterung des Belages im Trace der «Rheintalischen Strassenbahnen» nach Liquidation derselben (!) im Kostenvoranschlage von Fr. 348,000 und eine Pflästerungsverbreiterung der Staatsstrasse Winkeln—Gossau— Flawil vorgesehen. Bei den Neubauten und Korrektionen sind 10,5 Milk Fr. für den Bau einer Walenseestrasse, 3,1 MM. für den Umbau des Seedammes von Rapperswil und 2,8 Mill. Fr. für die Erstellung einer neuen Sitterbrücke eingestellt; dazu kommen u. a. noch 2 Mill. für Verlegung der Strasse Sargans—Wallenstadt, 700,000 Fr. für Korrektion der Strasse Heerbrugg-Balgach, 1,5 Mill. Fr. für Verlegung des Strassenstückes Uznach—Schanis, 1,264,000 Fr. für Korrektion Lichtensteig— Wattwil usw. An der Ruppenstrasse sollen Verbesserungen und Ausbauten der Kurven im Kostenvoranschlage von Fr. 250,000 vorgenommen werden. Bei der Beseitigung von schtenenglelchen Uebergängen sind Fr. 1,230,000 für Ziegelbrücke, Fr. 520,000 für Sargans, Fr. 900,000 für Wattwil, Fr. 820,000 für Winkeln, 376,000 Franken für Flawil, Fr. 287,000 für Jona— Rapperswil usw. vorgesehen. Vorläufig ist die Erstellung von 15 km Fahrradwegen im Kostenvoranschlage von Fr. 900,000 vorgesehen. Bei diesen Projekten handelt es sich zu einem Teile um solche, die nicht allein auf Kosten des Kantons ausgeführt werden, sondern In'Zusammenwirkung mit andern Interessenten, Kantonen, Gemeinden, der S.B.B, usw. Dfl. Eine neue BUndner Autostrasse. Schon im letzten Frühjahr hat die Gemeinde Bonaduz bei Reichenau mit Staatshilfe von der sogenannten Höhe, d. h. als Abzweigung der Sculmserstrasse eine neue Weganlage nach Scardanal (1174 m) erstellt. Diese neue, für Automobile befahrbare Strasse eröffnet ein lohnendes Naturgebiet dem modernen Strassenverkehr. Obwohl das Steinbett noch nicht verlegt ist, fahren jetzt schon kleinere und grössere Wagen aller Art von Bonaduz über Weiermühle durch schattige Wälder bis nach Höhe (960 m). Von dort steigt alsdann die Strasse zur neuen Skihütte Scardanal hinauf, während sich der alte Weg als Drittklassstrasse bis nach Flims fortsetzt. Von Scardanal aus geniesst man eine prächtige Rundsicht auf das Hinter- und Vörderrheintal, den Calanda, die Tschingelhörner, die Vorabgruppe und den Panixerpass. Von Chur bis Scardanal braucht man mit dem Automobil rund 40 Minuten. WALTER JFF Auto-Reparaturwerkstätte LÄNGENTHAL Telephon 53 Telephon 53 Vor Auto-Kauf den BMW probieren heisst Freude haben und kein Geld verlieren. Die neuen 6Zylinder, 8 PS-Model le mit 2-Vergaser-,, Motor, Schwingachsen und 4 Vorwärtsgängen sind Spitzenleistungen moderner Automobiltechnik. 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