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E_1934_Zeitung_Nr.060

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8 AUTOMOBIL-REVUE

8 AUTOMOBIL-REVUE 1934 — N» f 0 Schema der Wirkungsweise des neuen Stossdämpfers. Chassis - Schwingungen ein, sodass die Be-düszeichnung des Apparates wenigstens zum unregelmässig, der Auspuff ist schwarz und russig und stinkt. Natürlich darf man aber auch Teil berechtigt ist. Tedhn 4>dhi Antwort 9112. Wagenheber «Teil». Zuschrift w*itergeleitet. Ked. II. Antwort 0121. Abgenützter Schwungrad- Zahnkranz. Zuschrift weitergeleitet. Bed. Frage 9128. Beryllium. Was versteht man unter «Beryllium >? W. B. in S. Antwort: Beryllium ist ein Leichtmetall, ähnlich Aluminium, mit einem spezifischen Gewicht von 1,84 und einem Schmelzpunkt von 1278 Grad, das jedoch heute noch nicht in grösseren Mengen wirtschaftlich hergestellt werden kann. at. Frage 9129. Wirkungsgrad eines Propellers. Mit •welchem Wirkungsgrad arbeitet ein Flugzeugpro- Ipeller? F. L. in H. Antwort: Unter günstigen Bedingungen der gegenwärtigen Praxis arbeitet ein Flugzeugpropeller mit einem Wirkungsgrad von etwa 75%. Durchschnittlich sind aber nur Wirkungsgrade von etwa 60—70% erreichbar. Eine Verminderung erfährt der Wirkungsgrad durch die Erhöhung der Drehzahlen (ganz besonders dann, wenn die Propeller- Spitzen die Luft mit annähernd oder mehr als Schallgeschwindigkeit durchschneiden). Das Verhältnis der aufgewandten Motorleistung zuni erreichten Vortrieb und Auftrieb hängt ausserdeni stark von der Propelleranordnung ab. Arbeitet d«r Propeller beispielsweise vor einem Sternmotor mit anschliessendem breitem Flugzeugrumpf, so kann sein Wirkungsgrad im Steigflug bis auf 40 bis 45% herabsinken. Durch Anordnung des Propellers in allseitig offenem Luftraum lässt eich dagegen der Wirkungsgrad bis auf etwa 85% erhöhen. -at- Frags 9130. Einregulieren eines Vergasers. Wie ägeht man beim Einregulieren eines Vergasers im allgemeinen vor? P. H. in B. Antwort: Das Einregulieren eines Vergasers beginnt man im allgemeinen mit der Einstellung 'des Leerlaufs. Man erstrebt dabei, eine möslichst niedrige Leerlaufdrehzahl zu erreichen, um Brennstoff zu sparen und den Motor möglichst geräuschlos laufen zu lassen. Man wählt daher die Leerlaufdüse so klein als möglich. Eine mit den praktischen Erfahrungen ziemlich übereinstimmende Faustregel besagt, man soll die Leerlaufdüse mit doppelt soviel Hundertstel Millimeter Durchmesser wählen als der Nenndurchmesser des Vergasers beträgt (lichte Weite des anzuschliessenden Gemischstutzens). Man setzt also einmal versuchsweise eine solche Düse ein. Springt der Motor mit ihr gut an und läuft er anstandslos weiter, so -versucht man, mit einer noch kleineren Düse auszukommen und probiert so lange, bis man die kleinste Düse gefunden hat, mit der der Motor in warmem Zustand noch anspringt und gut weiterläuft. Eine zu grosse Leerlaufdüse muss man unter allen Umständen vermeiden; sie bedingt einen höheren Brennstoffverbrauch, der Motor läuft bei zu grosser Leerlauf- nicht eine zu kleine Leerlaufdüse wählen, denn diese bringt den zum Weiterlaufen des Motors erforderlichen Brennstoff nicht her, der Motor bleibt nach wenigen Umdrehungen wieder stehen. Auch die Einstellung bei belastetem Motor und höheren Tourenzahlen läuft auf ein Ausprobieren hinaus. Die -Lufttrichtergrösse beeinflusst ganz erheblich die Saugkraft des Luftstromes im Saugrohr und damit auch den Brennstoffverbrauch. Um daher einen möglichst niedrigen Brennstoffverbrauch zu gewährleisten, wählt man den grössten zu dem vorliegenden Vergasernenndurchmesser gehörenden Lufttrichter, wobei eine einschlägige Tabelle gute Dienste leistet. Hierzu wählt man nun eine Brennstoffdüse von soviel Hundertstel Millimeter als die Zylinderbohrung Millimeter im Durchmesser hat. Mit dieser Düse wird man in fast allen Fällen den Motor in Gang bringen und auch gut beschleunigen und belasten können. Anschließend daran geht man mit der Düsengrösse herunter, d. h. man versucht es bei gleichem Trichter immer wieder mit ÄPT nächst kleineren Düse. Man fährt darin solange fort, bis der Motor im warmen Znstande beim Gasgeben knallt. Diese Düse ist dann bereits zu klein und man wählt die um 0,05 mm grössere, prüft diese mehrmals durch und wenn kein Knallen auftritt, dann ist sie die passende, wenigstens soweit es nur auf sparsamen Brennstoffverbrauch ankommt. Nun kommt es darauf an, ob man den Vergaser nicht etwa auf Höchstleistung einstellen will, denn grösste Wirtschaftlichkeit und Höchstleistung liegen nicht beisammen. nächsten kleineren Lufttrichter bei gleicher Düse ein so wird gemäss der grösseren Saugkraft des Luftstromes in diesem Trichter mehr Brennstoff aus der Düse herausgesaugt und die Leistung erhöht. Man kann aber dann auch wieder zu einer kleineren Düse übergehen und dadurch einen kleineren Brennstoffverbrauch bei gleicher Leistung herbeiführen. Sohließslich hat man aber noch eine weitere veränderliche, nämlich die Ausgleich- oder Korrekturdüse. Hier verfährt man in der Weise, dass man zu einer konstanten Kombination von Trichter und Brennstoffdüse verschiedene Korrekturdüsen ausprobiert und Leistung und Brennstoffverbrauch dabei kontrolliert. Vorteilhaft hält man sich bei der Auswahl der Korrekturdüsen in der Hauptsache an Tabellen. Die Leistung des Motors stellt man durch sorgfältige Geschwindigkeitsmessungen fest. Den Brennstoffverbrauch kann man mit einer gewissen Genauigkeit nur über frossere und absteigender Linie sowie die Ehegatten nicht Strecken kontrollieren. Man darf bei solchen Einstellungen nicht vergessen, dass sie immer nur für schutz durch die Autoinsassen-Versicherung. Ebenso mitversichert. Sie erhalten also Versicherungs- einen Brennstoff von bestimmtem Heizwert gelten. Auch Temperatur und Feuchtigkeit der Aus- den Halter kein Verschulden trifft, die Entschädi- sieht Art. 37 des Automobilgesetzes vor, dass, wenn senluft, besondere aber auch die geographische gung ,an die Autoinsassen ganz wegfallen könne, Höhenlage, spielen eine gewisse Rolle. sofern die Geschädigten unentgeltlich im Motorfahrzeug mitgeführt wurden. Ein event. Ausfall aus der Haftpflichtversicherung würde also hier durch die Insassenversicherung gedeckt. Ebenso Sp» •»»«!•* £.1 Anfrage 428. Kausalhaftpflicht Für meinen Wagen habe ich eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, wie es das neue Gesetz verlangt, mit dem Zusatz auf Mietfahrten gegen Entgelt. Auf einer solchen Fahrt hat ein Fahrgast, als er eingestiegen •war und der Chauffeur die Tür schliessen wollte, seinen Dauen eingeklemmt, so dass er sich.in ärztliche Behandlung begeben musste und zirka 10 Tage arbeitsunfähig war. Die Versicherung lehnt die Haftpflicht ab, da den Chauffeur infolge Unachtsamkeit allein die Schuld treffe. In der Police steht aber, dass sich alle Schadenfälle, die durch das Auto oder seinen Fahrer erstehen und an den Halter gestellt werden, auf die Versicherung erstrecken. Wie steht es mit der Kausalhaftpflicht? Wer muss den Schaden tragen? R. S. in S. Antwort: Das MFG lässt den Halter eines Motorfahrzeuges für den Schaden haften, der durch den Betrieb des Fahrzeuges verursacht worden ist. Ihre Versicherung verpflichtet sich gemäss Art. 1 der allgemeinen Bedingungen, für die zivilreohtlichen Schadenersatzansprüche, die auf Grund der gesetzlichen Haftpflichtbestimmungen gegen Sie als Halter erhoben werden, aufzukommen. Wenn die Versicherungsgesellschaft heute behauptet, es handle sich um keinen Verkehrsunfall, so tut sie dies offenbar deshalb, weil sie der irrigen Ansicht ist, das Motorfahrzeug befinde sich nur im « Betrieb », sobald es gefahren werde. Dem ist nicht so. Auch bei abgestelltem Motor und stehendem Wagen kann der Betrieb gegeben sein. Ein Automobil, welches, wie das Ihrige, im öffentlichen Verkehr zwecks Aufnahme von Fahrgästen stationiert ist, steht im Betrieb, und zwar solange, als es nicht garagiert oder ausser Betrieb gebracht wird. Ihre Versicherungsgesellschaft muss unseres Erachtens den 'Schaden Ihres Fahrgastes übernehmen, gleichgültig, ob den Chauffeur ein Verschulden trifft oder nicht * Setzen wir den Frage 429. Haftpflichtversicherung. loh habe neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung noch eine Versicherung von Automobilinsassen gegen Unfälle abgeschlossen. Nun sagte mir unlängst jemand, der behauptet, etwas von der Sache zu verstehen, dass in der oblig. Haftpflichtversicherung auch die Automobilinsassen als Drittpersonen inbegriffen seien. Eine besondere Versicherung der Automobilinsassen sei also überflüssig. Stimmt diese Theorie? E. F. in J. Antwort: An sich ist es richtig, dass nach dem neuen Automobilgesetz auch die Insassen des Autos haftpflichtversichert sein müssen. Das Prinzip erlaubt jedoch verschiedene Ausnahmen, so dass unter Umständen die Haftpflichtversicherung nicht für alle Schäden aufzukommen hat, die den Insassen zufolge irgend eines Unfalles zustossen können. Vorerst einmal sind die Blutsverwandten in auf- kann die Insaesenversicherung beansprucht werden, wenn aus gewissen, im Gesetz vorgesehenen Gründen der Halter des Motorfahrzeuges nur teilweise haftet, und wenn ein anderer Dritte mithaften würde, .die Entschädigungssumme nicht erhältlich, ist. Sie ersehen also daraus, dass durch die neuen Versicherungsbestimmungen .gemäss den Eidg. Gesetzen die Autoinsassenversicherung nicht nutelos geworden ist. Allerdings spielt sie nicht mehr die gleich grosse Rolle wie vor dem Inkrafttreten des Eidg. Gesetzes. Es sollte 6ich dies auch unseres Erachtens in der Reduktion der Prämien äussern. Büdierli^di Kwik, das Tagebuch des erfahrenen Automobilisten, 140 S., Preis Fr. 4.—, Herausgeber und Verlag: Claus Beinz, «Agens»-Verlag, Postfach Hauptbahnhof, Zürich. Viel mehr als manche Automobilisten immer noch ahnen, hängen die Betriebskosten von einer systematischen Automobil-Buchführung ab. Eine systematische Buchführung stellt ausserdem das einzige Mittel zur planmässigen Instandhaltung des Wagens dar. Sie soll ausser den Ausgaben- und eventuellen Einnahme-Posten alle Kontroll- und Reparatur-Arbeiten umfassen und in jedem Moment mit einem Blick die Erfassung des jeweiligen Wagenzustandes ermöglichen. Während eine derartige Betriebs-Buchführung Garagen und anderen Betrieben mit mehreren Motorfahrzeugen geradezu unerlässlich ist, entlastet sie auch den privaten Wagenbesitzer von viel mühsamer und zeitraubender Gedächtnisarbeit. Schliesslich ist auch das sicherheitsfördernde Moment nicht zu übersehen, das eine durch die Buchführung ermöglichte eeriöse Wagenüberwachung gewährleistet. Das -vorliegende « Automobiltagebuch » ermöglicht seinem Umfang nach die Niederschrift der- ganzen Lebensgeschichte eines Automobils. Die wesentlichen Merkmale des Buches liegen in der Art der Erfassung und Gruppierung der Kosten, der Methode des Unterhaltes des Wagens und der Möglichkeit zur Ermittlung der wirklichen Betriebskosten. E ist in die Unterabschnitte «Fahrten und Unterhalt»; «Betriebskosten», «Instandhaltungskontrolle», «Instandhaltungs-Schemata», «Störungs- und Mängelliste», «Reifenkontrolle», «Werkzeug- und Zubehörverzeichnis», «Winke für die Schonung des Wagens», «Anleitung für die Führung des Automobil- Tagebuches», «Notizen», «Normalschema für Leistungen, Verbrauch und Kosten» gegliedert und umfasst ausserdem Kalendarium für die Jahre 1934/35 und Verzeichnis deutscher und französischer Fachausdrücke. o AUTOMOBILISTEN! Tankt Benzin bei den Säulen mit der COSUMA -Plakette Weil ich Geld brauche, verkaufe ich mein AUTO z. Spottpreis v. 1200 Fr., Marke Tragkraft 600 kg, Innen- Länge: 2 m. TALBOT Brennabor FIAT Cabriolet, 6 ZyL, 13 PS, Modell 30, neue Kolben, Limousine, 4plätz., geräumig, Modell 31, 5 PS, in neues Verdeck, Zustd. wie neu, 4/5pl., wenig gefabr. gutem, durchrevidiertem 10 PS, fabrikneu, zu vorteilhaft. Preis abzugeben. Zustand. 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N°60 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE fl LUFTFAHR 25. Juli 1909 — 25. Juli 1934. Von Bteriots «nfipfer» über den Kanal zu «Graf Zeppelins» fahrplanmässlgen Flügen nach Südamerika. Dieser Tage feiert die Welt die 25. Wiederkehr des ersten Kanalfluges von Louis B16- riot, des französischen Flugtechnikers, der am 25. Juli 1909 in 27 Minuten von Calais nach Dover über den Aermelkanal flog. Welchen Aufschwung hat die Ozeanfliegerei seither genommen! Man erinnert sich mancher spannenden, beklemmenden Stunde, die man in den letzten Jahren miterlebt hat, wenn die ganze Welt — vielleicht allzu oft und allzu unvorbereitet — um das Schicksal eines kühnen Ozeanfliegers bangen musste, aber auch an Augenblicke frohen Jubels, den ein geglückter Versuch, eine erfolgreiche Tat in aller Welt ausgelöst haben. Wir glauben den Moment geeignet, auch an dieser Stelle in einem kurzen Rückblick die wichtigsten Ereignisse auf dem Gebiete der Ueberseeflüge zu streifen: Nordatlantik: 14.—15. Juni 1919: Erster direkter Flug Neufundland-Irland durch die Flieger Alcock und Brown in 16 Std. 12 Min., die dadurch den ausgesetzten 10,000-Pfund-Prefs der Londoner Zeitung «Daily Mail» erhalten. 12 15. Oktober 1924: Das deutsche Luftschiff Z-R-3 fliegt in 81 ^ Stunden von Friedrichshafen nach Lakehurst N. J. 8. Mai 1927: Die Franzosen Nungesser und Coli starten zu einem Flug von Paris nach New York. Sie bleiben mit ihrem Apparat jDiseau Bleu » verschollen und werden, trotz •mehrmonatiger Nachforschungen, nicht gefunden. 20.—21. Mai 1927: Die epochemachende Tat: Charles Lindbergh gelingt ein Flug New York-Paris in 33^ Stunden auf einem kleinen Sport-Eindecker. 4.-6. Juni 1927: Chamberlin und Levine unternehmen einen Pfingstausflug im Aeroplan von New York nach Berlin, das sie nach Zwischenlandung in Eisleben und Kottbuss innert drei Tagen erreichen. ^ - 29. Juni—1. Juli 1927: Der Nord-und Südpol-Flieger Richard Byrd fliegt in einem dreimotorigen Fokker-Apparat von New York nach Frankreich. Infolge Streikens des Kompass muss er eine Landung in Paris aufgeben und geht bei Ver-sur-Mer auf's Meer nieder. 12.—13. April 1928: Zum erstenmal wird Europa mit Amerika im Flugzeug verbunden. Diese Tat fällt auf das Konto der Piloten Kohl, von Hünefeld und Fitzmaurice, die mit der Junker-Maschine «Bremen» ab Dublin die Insel Greenly Island bei Labrador erreichen. " 11.—15. Oktober 1928: «Graf Zeppelin» unternimmt unter Dr. Eckeners Führung den ersten Amerikaflug nach Lakehurst. Er ist Stunden in der Luft. 19. August 1929: Die beiden Flieger Käser und Lüscher, zwei junge Schweizer, beabsichtigen, unsere Landesfarben von Lissabon nach New York zu tragen. Der Versuch misslirigt und die Piloten finden in der Nähe der Azoren ein nasses Grab. 24.-26. Juni 1930: Kingsford Smith und Besatzung traversieren im «Southern Cross» den Atlantik von Dublin nach New York via Neufundland. 19.—26. August 1930: Der. Vorsteher der deutschen Verkehrsfliegerschule in Warnemünde, Wolfgang von Gronau, fliegt anlässlich einer Erkundigungs-Expedition von der Insel Sylt via Island-Grönland-Labrador nach New York und fügt im Jahre 1931 und 1932 einen zweiten und dritten derartigen Flug hinzu. 1.—3. September 1930: Der erste FlugParis-New York wird zur Tatsache. Costes- Bellonte legen die Strecke in 37 Std. 18. Min. zurück. 15.—16. Juli 1931: Die Ungarn Maygar und Endresz rasen in knapp 26 Stunden in einem Lockheed-Apparat von Neufundland bis kurz vor Budapest. 28.—30. Juli 1931: Boardman und Polando bringen die 8065 km lange Strecke New York-Konstantinopel in 49 1 /* Stunden hinter sich. 20.—21. Mai 1932: Zum zweitenmal gelingt d«r amerikanischen Miss Earhart ein Flug von Amerika nach England. 13. September 1932: Pisculli, Ulrich und Miss Newcom'ber wollen von New York nach Rom gelangen, wobei die Miss über Florenz im Fallschirm abzuspringen gedenkt. Doch der Versuch-missglückt und" nach wenigen- Wochen werden Ueberreste ihres Apparates in den Wellen des Meeres aufgefunden. 10.—11. Juni 1933: Barberan und Collar überfliegen den Nordatlantik in seiner grössten Breite von Sevilla nach Cuba. 1. Juli—12. August 1933: Etappen-Geschwaderflug von 25 italienischen Flugbooten unter Balbo nach Chicago und zurück. 15.—16. Juli 1933: Der Weltumflieger Wiiey Post etabliert den ersten Direkt-Flug New York-Berlin in 25 Std. 40 Min. 5.-7. August 1933: Der Weltdistanz-Rekord geht an die Franzosen Codos und Rossi über. Sie haben diesen auf der Strecke New York-Rayak (Syrien) aufgestellt. 9104 km. "28.-29. Mai 1934: Codos und Rossi fliegen von Paris nach New York in 38^ Std. Südatlantik: 30. März—17. Juni 1922: Den Portugiesen Cabral und Coutinho gelingt ein Etappenflug von Lissabon nach Rio de Janeiro. 22. Januar—bis 10. Februar 1926: Der Spanier Franco hüpft in Etappen von Spanien nach Argentinien. 19. Februar —10. Juni 1927: Auf einer «Kreuzfahrt über die Ozeane» überquert De Pinedo den Südatlantik und auf seiner Rückreise nach Europa den Nordatlantik. 10.—20. Oktober 1927: Erstmals wird die französische Metropole durch Costes und Le Brix mit Buenos Aires verbunden. 3.-5. Juli 1928: Die Italiener. Ferrarin und Del Prete fliegen non-stop von Rom nach Natal in 51^ Stunden. 24.—26. März 1929: Die Spanier Jimenez und Iglesias verbinden Sevilla mit Bahia. 12.—13. Mai 1930: Mermoz, der französische Langstrecken-Pilot, führt den ersten Postflug Frankreich-Südamerika durch. 6. Januar 1931: 12 Flugboote unter Italo Balbo gelangen von Bolama nach Natal. 30. Mai—5. Juni 1931: Das deutsche Riesenflugschiff DO-X unternimmt seinen Probe- Ozeanflug von Afrika nach Brasilien. 26.-27. November 1931: Der Australier Hinckler überquert den Südatlantik zum erstenmal in Richtung West-Ost von Natal nach dem Senegal. 20. März 1932: «Graf Zeppelin» eröffnet seine fahrplanmässjgen Fahrten nach Südamerika. .6.-9. Februar 1933: James Mollison jagt im Eiltempo von England nach Brasilien. 3« Tage! Pazifik: T!28.—29. Juni 1927: Die amerikanischen Marine-Piloten Hegenberger und Maitland flie- gen in 26 Stunden von San Francisco nach Honolulu. 16.—19. August 1927: Beim Honolulu- Derby, das nur zwei Equipen mit Erfolg bestreiten, kommen drei Apparate mit zusammen 7 Personen um, nachdem schon bei den Vorbereitungen zu diesem Rennen vier Flieger den Tod fanden. 31. Mai—9. Juni 1928: Der Australier Kingsford Smith überauert den Stillen Ozean von San Francisco nach Brisbane via Honolulu-Suva in 82 Stunden Effektiv-Flugzeit. , 3.-5. Oktober 1931: Die Amerikaner Pansrborn und Herndon, auf einem Weltflug begriffen, überfliegen zum erstenmal den Pazifik von West nach Ost, Tokio-Wenatchto (Washington). Arthur Flury. Bilanz der Ozeanflüge, aufgestellt per 10. Juli 1934. Nord- Büdatlantilc atlantlk Fast» Geglückte Flüge Ost-West 36 30 12 Geglückte Flüge West-Ost 49 3 Expeditionen, welche katastrophal endigten 15 Expeditionen, die aufs Meer niedergingen und aufgefischt wurden 13 Nach dem Start oder unterwegs abgebrochene Raids 21 Luftschiff-Traversierungen West-Ost 7 Luftschiff-Traversierungen Ost-West 5 Todesopfer 40 25 9 .10/ Das Flugzeugrennen um den Klng's Cup, das am 13./14. Juli auf drei Rundstrecken bei Hatfield ausgetragen wurde, und das reglementsgemäss bisher immer eine' aus&chliess- Iich englische Angelegenheit darstellte, verdient diesmal bei uns um so mehr Beachtung, als die Siegermaschine, eine «Monospar», bekanntlich die Konstruktion des Schweizers Stieger darstellt. H. J. Stieger flog das Handicap - Rennen als Passagier mit. wahrend als Pilot der Militärflieger H. M. Schofield amtete. Der Sieg der « Monospar S. T. 10 » kam ziemlich überraschend. Eher hätte man ihn einer der beiden mitkonkurrierenden Monospar-Typen «S. T. 4» oder « S. T. 6»- zugetraut, die ein einziehbares Fahrgestell aufweisen und auch sonst rascher aussehen. Der erhöhte Luftwiderstand des neuesten festen Fahrgestells wurde jedoch offenbar , durch die Gewichtsersparnis und durch Verbesserungen in der Formgebung des Rumpfes, des Flügelanschlusses und des Schwanzradeinbaues mehr als wettgemacht. Während die Geschwindigkeit der Maschine mit rund 195 km/St, ins Handicap eingesetzt worden war, betrug sie in Wirklichkeit 215 km/St, Fortsetzung siehe Seite 11. l 23 W k il kauft noch ein neues Fabrikneu AUTO ohne mein reichhaltiges Lager In neuen und gebrauchten Wagen der verschiedensten Marken besichtigt zu haben . . . sind momentan folgende Wagen am Lager: CHRYSLER-SIX, Limousine, Modell 1934 PLYMOUTH, Limousine, Modell 1933 PLYMOUTH, Cabriolet, feinste Ausf., Mod. 1934 Alle Wagen werden mit voller Garantie abgegeben. Eigene, besteingerichtete Reparatur-Werkstatte IIoiieOH Kreuzgarage, b. Kreuzplatz IldUdGl Zollikerstrasse 9 Zürich 8 _/ZURICH- ZURICHSEE Uinwil VULKANISIER ANSTALT Pneu 8took »QOODYEARM Neugummierung mit Winterprofil PROFILFRÄ8EN Telephon 981.275 - «. MUaQLKR; HltfUcd I.C.S. Dv N.A.W*.P«t»n»-Aoipomopf ttt der bette für alle Exolo*lon««Motoren Verlangen Sie Prospekte vom W. 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