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E_1934_Zeitung_Nr.061

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12 AUTOMOBIL-REVUE 193*

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Bundesfeier*Sondernummer Bern, Freitag, 27. Juli 1934 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 61 Ein Wort zum 1. August Von Johannes Jegerlehner. Es gilt der Versammlung, der Versöhnung, der Volksgemeinschaft, der Freiheit und Gleichheit aller Bürger auf dem ehrenfesten Grund der Nation und des Vaterlandes. Die zusammengeraffte Kraft aller VolksgUeder, Zusammenschluss aller Vielgestaltigkeit zu einem Willen, sie entscheiden die Lose der Nation. Mögen die Abrüstungskonferenzen scheitern — der Völkerschrei nach Frieden lässt sich nicht mehr aus der Welt schaffen. Das Weltgewissen ist erwacht. Es kann nicht mehr einschlummern und wird über die Lauen und Zauderer, die Eiferer und Hetzer, über den ganzen Erdball zuletzt triumphieren. Heute wie vor tausend Jahren dulden wir nicht Gesslerhut noch Bonzentum, noch Herren von Gottesgnaden. Wer sich gebückt und gedemütigt fühlt, soll wissen: wir heben alle Jas Haupt in gleicher Höhe. Einer wie der Rindere sind wir Sprossen eines Stammes und einer Freiheit. Am Wiegenfest dieser Freiheit wollen wir uns ins Bewusstsein hämmern: es gibt keine Erneuerung der schweizerischen Gesinnung und keine wirtschaftliche Solidarität, wenn wir nicht den Eigennutz begraben und alles fernhalten, was uns trennen und spalten könnte. Soziales Denken in der ursprünglichen Bedeutung ist nichts anderes als freiwillige Hingabe zum Wohle der andern. Demokratie und Gemeinschaft dürfen nichts anderes sein als Einsatz und Zusammenspiel der besten Kräfte für Land und Volk. Die Glocken schütteln ihren ehernen Mantel und läuten zum Frieden. Auf den Kuppen lodern die Höhenfeuer. Ein neu Geschlecht steht auf. Im Zeichen, das noch zu allen Zeiten den Schicksalstücken getrotzt, je und je die Wetterstürme überdauert hat. Es ist das Zeichen der Demokratie. In der absoluten ^Demokratie finden Parteisüchtige, Sesselrei- Jer und wichtigtuende Vaterlandsritter keinen Platz. Eigenmacht und Ueberhebung erliegen. In diesem Zeichen werden wir die Bresten der Gegenwart überwinden, und zwar durch eigenen Willen und Antrieb. Schaut in die Geschichte zurück. Wenn eine Regierung unseres Landes in Verblendung und Kurzsichtigkeit den Fremden nacheiterte, wenn man es den scheinbar Grossen und Ueberlegenen des Nachbarlandes gleichtun wollte, ist noch jedesmal das Unglück über uns hereingebrochen. Es ist ein Dünkel ohnegleichen, dem Schweizer die Kraft und den gesunden Menschenverstand abzusprechen. Wir malen keine Morgensterne auf den Schild, wir greifen zu den Werkzeugen der Arbeit, der körperlichen und geistigen Ertüchtigung. Wir verspüren keinen Hang zum blinden Gehorchen, zum Zwang und zum schwächlichen Götzenkult. Der russische Weizen, der Dünenhafer des Nordens und die Pinien Roms, sie gedeihen nicht auf unserem Boden. Wir sind das Land der Tannen und der Obstmatten. Schweizerdeutsch und Schweizerwelsch, Tessinisch und Bündnerromanisch, das sind unsere Muttersprachen. Die Tannen müssen rauschen, aus dem Erdreich muss der Geruch des Eigengewächses und der Ellbogenfreiheit aufsteigen, dann fühlen wir uns bas und heimisch. Um unsere Wipfel und Gipfel blasen alle Winde, harsch oft und heftig, aber i sie fegen aus und säubern das Korn von der Spreu. Der erste August ist der Tag der Aussaat des vaterländischen Gedankens. Sonne und Regen, das sind Solidarität und Opfermut, sie befruchten diese Saat und lassen sie zur Ernte aufspriesseji. Die Schweiz ist nicht nur das Land der Berge, der Blumenauen, der blauen Seen. Ich sehe noch ein anderes Land, eine Heimat, die kein Pinsel malt, keine Feder schildert, denn sie offenbart sich nicht im prallen Licht des Mittags, nicht im Gebrause des alltäglichen Wellenschlages. Die Schweiz DU Wengwnalp am Fam der Jmnctna. Das Lied vom Vaterland (Zum 1. August.) Von Alfred Huggenberger. Schön klingt durch Wald and Wiesengrund Das Lied vom Vaterlande! Der Freiheit Psalm aus Kindermund Knüpft fester heil'ge Bande. Gern lausch' ich, wenn der Berghirt singt Den Sang vom Schweizerdegen, Dass hoch ob Fels und Firn verklingt Der alte Waffensegen. Die Berge ragen stolz und steil, Der Heimat Schirm und Glauben. Von unsern Bergen kommt das Heil, Das kann uns niemand rauben. Euch Felsenstirnen, duftumblaut, Schlägt keine Macht in Bande, Die ew'gen Berge singen laut Das Lied vom Vaterlande. ist nicht nur das Land der Schönheitspilger, der frohen und oft so überlauten und weinseligen Festlichkeiten. Wir bekennen uns zum Natur- und Heimatschutz, zum Opfersinn, der brüderlichen Hilfe und der Nächstenliebe. Wenn jeder selber in die Taschen greift, wenn wir soziale Werke mit Blut und Odem beleben, wenn wir zu unserer eigenen Bürde noch von der Last des andern aufladen, der schwerer als wir befrachtet ist, ja, dann weht Rütliluft und Rütligeist um uns. Dann schwing dich in die Lüfte, du weisses Kreuz im roten Feld, denn: es geht vorwärts, es geht wieder höher empor. Horch — Böllerknall und Trommelschlag, Mein Volk will festlich tagen. Wer wird im lauten Frohgelag Nach hoher Minne fragen? Der Abend spannt sein Goldnetz aus, Verglüht im Lichtgewande, — Rein steigt aus dumpfem Festgebraus Das Lied vom Vaterlande. Was von der alten Schweiz gross dasteht, wollen wir mit neuem Geist erfüllen. Mir zittert das Herz, denk ich daran, es könnte die Stunde schlagen, wo wir uns, die Führer aller Parteien, wir die Volksmassen, zusammenschüessen zum Bund aller für alle. Zum Bund einer neuen, geläuterten Volksgemeinschaft. 0 wie wären wir da stark und allvermögend! Wie würde das Vertrauen wiederkehren! Das Vertrauen, verschlungen in den Sieg. Nicht eine Neuschöpfung steht bevor, aber die Wiedergeburt der alten Volksrechte, der alten Schweizertreue, eine Wiedergeburt zu der alleinzigen, abwehrstarken and autbaufreudigen Gesamtheit. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Mensch mit gesunden Sinnen im Kern seines Gemütes das Vaterland verleugnet. In schlechter Gesellschaft kann er ein Gotteslästerer werden. Unter dem Druck leiblicher Entbehrungen kann er der Scholle fluchen, auf der er geboren. Im untersten Nest seiner Seele horstet dennoch das Bild seiner Heimat. Es wurde ihm mit auf den Weg gegeben wie Herz und Hirn, wie Denken und Fühlen. Unmöglich, es abzuschütteln, sich einzureden, es sei gar nicht da. Er trägt es mit sich auf Weg und Steg. Es ist ein Teil seines Wesens, ist Blut von seinem eigenen Blute. Daher steigen die Fanfaronaden der Vaterlandsfeinde wie Raketen in die Luft, knallen and zerstäuben im Nichts, weil ihnen weder Ueberzeugung noch Zuversicht innewohnen. Sie glauben selber nicht an ihre Posaunen. Sie dürfen es nicht glauben, weil das Heimatbild in der Seele sie immer auf den realen Boden zurückreisst und Lügen straft. Es gibt kein Bergmassiv, das nicht aus dem Grün der Wiesen und Tannen sich auftürmt. Keine Höhenwarte, zu der nicht ein Weg hinaufführt. Unsere Jungmannschaft aber will nicht auf den Terrassen der Beschaulichkeit unten zurückbleiben. Sie ist nicht mehr, wie wir waren. Sie hat rascheren Puls und heisseres Empfinden. Sie ist kühner geworden, wagemutig, tatenbereit. Schweizer Jugend vor! Aus der Kolonne ah die Spitze. In der geistigen Erneuerung des Volkes sollt ihr das Banner vorantragen, zum Heil and Frommen unserer Heimat. 0 Land der Berge, wo die Gletscher blühen, hoch über Adlerflug and steilen Flühen in Sternenpracht Allweise überschirmen, du unser Hort und Heil in allen Stürmen. Ob hier, ob fern dem Schweizerhaus und Herde, das Teuerste bist da, o Muttererde, ob lebend oder tot, ob alles schwand, wie lieb ich dich, du heil'ges Vaterland. Erlöserin Heimat Ein Trostwort zum Bundesfeiertag. Von Hermann Aellen. Die unsteten, leidenden Menschen der Jetztzeit suchen Erleichterung, Halt und Wahrheit auf unerreichbaren Gipfeln, mehren ihr Wissen, für den Zuflucht in religiösen Wahnvorstellungen, bei Sekten und falschen Propheten, oder stecken wie der Strauss den Kopf in den Sand, um nichts mehr zu sehen, weil auch das Erkennen noch schmerzt. Sie alle ahnen nicht, dass sie sich von der Grundlage des wahren Lebens so weit entfernt haben und nun die alten Wahrheiten, die auf der Strasse liegen, nicht mehr zu erkennen und aufzuheben vermögen. Wissen, Religion, Kunst sind Stützen eines höheren, gläubigen Lebens, das nicht nur Betäubung und Illusionierung im Genuss sucht. So viele sind heute entwurzelt und können sich nicht mehr zu den frischen Quellen des Lebens zurückfinden. Aber es genügt nicht, dass wir unser Leben, das heute bei allen Kulturmenschen ver- VEVEY (Genfersee) und Mont-Pelerin Prachtvolles Ausflugszentrum Modernes Strandbad Schöne Fahrstrassen Prospekt durch das Verkehrsbureau