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E_1934_Zeitung_Nr.061

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24 Die Zufahrtestrassen

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Nobl empfiehlt aber eine solche Injektkmskur nicht, da sie bisher nur versagt hat und eine Sommensprössenhellun* von innen heraus nicht möglich sei, Bienenhonig ist gesund. Längere Beobachtungen an Knaben zeigten, wie wertvoll Honig für die Ernährung ist. Einer Anzahl der Knaben wurde zweimal täglich ein Esstöffel voll Honig gegeben. Beim Vergleich mit den andern Knaben stellte man einen sehr günstigen Einfluss des Hontes auf die Blutzusammensetzung und das Körperwachstum fest. Silber heilt Lähmungen. Nach neuen- Untersuchungen kann man Lähmungen, die infolge Erkrankung des Zentralnervensystems entstanden sind, durch Modellen Zeichnungen anfertigen, die nach Wünschen von Kunden ausgeführt und gegenüber dem Modell oft etwas abgeändert werden. Modezeichnerinnen gibt es auch einzelne in der Schuhindustrie. Der schwei: r ~V rische Stoffdruck beschäftigt ebenfalls Zeicnnerinnen, die nach Vorbildern der führenden französischen Mode Stoffe entwerfen und Entwürfe davon ableiten. Ein weiteres Gebiet, das Frauen offen steht, aber erst seit kurzem von Schweizerinnen mehr beachtet' wird, ist der Beruf der Schaufensterdekorateurin. Sehr gute Ausbildungskurse gibt es hiefür in Basel. Eine gute künstlerische und sonstige Allgemeinbildung und ausgesprochener Sinn für Farben und Raum sind hier Vorbedingung. Dieser Beruf bietet vielerlei Möglichkeiten, da ja auch Festdekorationen, wie Bühnendekorationen und Figurinen hier in Betracht kommen. Klöppel- und Filetarbeit verdanken wir ebenfalls der Mitarbeit künstlerisch empfindender, an Schulen tätiger Frauen. Sowohl die Greyerzer Filet- und Klöppelspitzen, wie die im Lauterbrunnental und an andern Berner Oberländer Orten ausgeführten Klöppelarbeiten wurden auf die jetzige geschmacklich erfreuliche Stufe durch einzelne Frauen gebracht, die hiefür neue, an die alte Tradition anknüpfende 'Muster schufen. Wir nennen Frau Frey-Amsler in Zürich und Irma Kozan in Basel; letztere war auch mehrere Jahre ang im Berner Oberland praktisch tätig. Wie schon eingangs darauf hingewiesen worden ist, hat die moderne Entwicklung eine Anzahl neue Berufe gebracht. Wir möchten dabei vor allem an Reklame und Verwandtes erinnern. Die graphischen Fachklassen unserer Kunstgewerbeschulen werden von Frauen ziemlich eifrig besucht. Manche betätigen sich später denn auch praktisch, und zwar als Qraphikerinnen, Modezeichne- Endlich ist noch darauf hinzuweisen, dass auch Innenarchitektinnen und Architektin- in der Schweiz tätig sind. Nennen wir rinnen und in der' Photographie. Die Gra-nephikerinnen entwerfen Reklamedrucksachen, nur die bekannteste, die Zürcherin Lux bei denen es auf klaren Schriftsatz ankommt, Guyer, die unter anderm in Zürich ein Heim liefern auch Zeichnungen für solche Zwecke, für alleinstehende Frauen, eine Art Apartmenthouse, gebaut hat. In der Keramik fin- so etwa für Kataloge, Prospekte und Inserate in Tageszeitungen. Unsere Schulen erteilen für solche Aufgaben einen vorzüglimann in Uster und eine Winterthurerin. Ferden wir einzelne Frauen, so Frau Hausamchen Unterricht. Dann und wann entwerfen ner arbeiten Frauen in keramischen Werkstätten, wo sie Geschirr bemalen, so auch Frauen auch Plakate für Steindruck oder andere Techniken. Ferner Lichtreklamen, die in der Porzellanindustrie. Die Fayencefabri- a immer wichtiger werden. Hier soll die in Bern wirkende Graphikerin Frieda Meier vor allem genannt werden. Auch einzelne Photoraphinnen sind am Werk. Wir erinnern an die Aufgaben, die ihnen Porträt und Reklame kation erfreut sich der Mitarbeit des Zürcher Ateliers Strasser-Tappolet. Westschweizerinnen bemalen Glassachen geschmackvoll. Die Bildhauerin Margherita Osswald hat schon manche getriebene und gravierte stellen, sowie an das den Zeitschriften unentbehrliche IUustrationsmaterial. Zu der Sachen verfertigt eine Baslerin mit viel Ge- Schale von hohem Reiz ausgestellt. Schmuck- • schmack und jn Luzern arbeitet eine Frau als moderner Silberschmied. -ss. Avantgarde der Photographie gehört die üreberin Binia Bill. Mit den Modeberufen verwandt ist die Tätigkeit der Modezeichnerin, die heute von einer Anzahl Frauen ausgeübt wird. Ihnen fällt zwar bei uns weniger die Aufgabe zu, eigene Modelle zu schaffen, als sich als Zeichnerin nach Modellen für illustrierte Kataloge von Industrie und Handel zu betätigen. Qrosse Modehäuier stellen auch Zeichnerinnen an, die sowohl die neuesten, in Skizzen festgehaltenen Pariser Modeideen verarbeiten, wie nach 1934 — N° dl Silbermjektionen heilen. Diese Injektionen werden in Verbindung mit einer Zuckerlösung und einer bestimmten chemischen Substanz gegeben. Ein neues Vitamin wurde von Prof, v. Buler entdeckt. Es soll vor allem im Saft von schwarzen Johannisbeeren und Zitronen enthalten sein und gegen den Errege^ der Lungenentzündung schützen. Einseitigkeit schadet. Sowohl von wissenschaftlichen als auch von Laienkreisen wurde wiederholt festgestellt, dass bei übertriebener Ernährung mit rohen Nahrungsmitteln (Spinat, Tomaten, Mohrrüben) Neigung zu Nierenleiden entsteht. Deshalb soll eine stark einseitige Kost immer nur »ur^Heilunt von Krankheiten, nie aber für den. gesunden Menschen Verwendung finden. Schützen Salben vor Sonnenbrand ? Man verwendet gerade jetzt im Sommer bestimmte Salben, um die Haut vor übermässiger Sonnenstrahlung zu schützen. Nach neuen Versuchen sind nur Salben mit bestimmten Substanzen wirksam, die im ultravioletten Licht fluoreszieren, da dieselben auch gleichzeitig die ultravioletten Strahlen entsprechend stark aufsaugen. Die üblichen käuflichen Präparate enthalten diese Stoffe, Herstellung von türkischem Mokka. Die Zubereitung des echt türkischen Mokkas, der ja trotz seiner Stärke viel weniger schädlich ist als unser gewöhnlicher Kaffee, unterscheidet sich von der bei uns sonst üblichen Kaffeezubereitung recht wesentlich. Sachkenner geben folgendes Rezept an: Man erwärmt zuerst das bereits gezuckerte Wasser in einem kupfernen Kännchen über der Flamme, bis das Wasser siedet. Dann nimmt man es schnell von der Flamme und setzt das ganz fein gemahlene Kaffeepulver zu. Und zwar braucht man etwa die gleiche Zahl Kaffeelöffel voll Kaffeepulver, als man nachher Mokkaschälehen trinken will. Das Kaffeepulver wird dann schnell in dem wassergefüllten Kännchen umgerührt. Darauf lässt man das ganze nochmals kurz über der Flamme aufwallen. Dann ist der türkische Mokka fertig! — Sehr wichtig ist es, dass die Kaffeebohnen äusserst fein vermählen werden. Im Orient benutzt man hierzu ganz besonders gebaute Kaffeemühlen oder auch Mörser, in denen man die Bohnen zerstampft. Ferner wird auch der Kaffeesatz nicht abfiltriert, sondern z. T. sogar mitgetrunken. Höchstwahrscheinlich ist gerade deswegen der türkische Mokka so bekömmlich. Man nimmt nämlich an, dass dieser Satz in hohem Masse die giftigen Stoffe bindet. Viele» Kenner meinen auch, dass das Mitkochen des Zuckers eine ähnlich günstige Wirkung hat. Jedoch soll nicht verschwiegen werden, dass man den türkischen Molkka mancherorts auch ungesüsst zubereitet und dass seine Bekömmlichkeit offenbar dadurch kat^*' beeinträchtigt wird. Rauchen ist nicht schädlich, wenn es nicht übertrieben wird. So gibt ehi Gelehrter neuerdings ein tägliches Quantum von fünf bis sechs Zigaretten, oder zwei bis drei Zigarren, oder 10 Gramm Tabak als diejenige Menge an, die der gesunde Mensch* ohne Schaden zu befürchten, ruhig gemessen dürfe. In Apfelschalen ist eine Säure enthalten, die sogenannte» Ursolsäure. Die Säure eignet sich hervorragend zur Erhöhung der Härte und Undurch-< lässigkeit von Lacken. Zürich Talanh IM aÜmtl 7!mmArlt

N° »1 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 25 Historisches Land Von Hans Schmid. Um "den See der vier Waldstätte liegt historisches Land. Man hat diese Landschaft das Herz der Schweiz geheissen, was sehr poetisch klingt, aber auch geographisch und historisch einwandfrei ist. In des Landes Mitte liegt der Vierländersee, wohl behütet von den Bergen und weitab von den Grenzen, und da liegt auch der historische Kern der Eidgenossenschaft, das Herz. Die Städte draussen im offenen Land, die nach und nach zu gross werden für den kleinen Staat der Eidgenossen, sie mögen sich als Hirn und Lunge des Landes ausgeben; das Herz aber bleibt die Urschweiz. « Hier standen die Väter beisammen », singen Tausende von Schweizerkindern, die im Sommer, im Juni, wenn die Engländer noch nicht da sind, auf fröhlich bewimpelten Schiffen zum Rütli und zur Tellskapelle fahren. Die Städte, die draussen im Tiefland heute so stolz tun, haben vor sechshundert Jahren den Anschluss an die robust aufstrebenden Bauernrepubliken um den Vierwaldstättersee gesucht; die Herren wollten aus eigenem Antrieb bei den Bauern liegen, well sie hier Jhren politischen Halt und ihren strategischen Stützpunkt fanden. Man mag sich sinnend zurechtlegen, was aus dem schweizerischen Alpenvorland, aus Bern und Zürich geworden wäre, wenn nicht die Urschweiz mit magnetisch anziehender Werbekraft den staatsbildenden Kern geschaffen hätte, um den sich nach und nach die alte Schweiz und die heutige Eidgenossenschaft gruppiert und zusam« mengeschweisst haben. Ein Treppenwitz der Weltgeschichte war die Gründung der alten Eidgenossenschaft kaum, und dass das kleine Land mitten unter den Grossen sechshundert Jahre lang beisammen und selbständig geblieben ist, das ist allen lateinischen Sprichwörtern zum Trotz nicht bloss der Gnade der Götter und der Zwietracht der Menschen zu verdanken. , Kleine Städtlein, selbstbewusste Städte- und Bauernrepubliken haben sich im Mittelalter auch in Süddeutschland und in Oberitalien aufgetan; aber von all diesen kleinen Staatsgebilden hat nur die Schweiz ihre Existenz zu erhalten gewusst. Es ist einem, als ob die Historiker vom Fach diese verblüffende weltgeschichtliche Tatsache nicht nach Gebühr gewürdigt hätten. Die Gunst der Natur, militärisch gesprochen die Vorteile des Terrains, haben bei der Entstehung der Eidgenossenschaft ihre Rolle gespielt. Man konnte trotzen in diesen engen, verrammelten Bergtälern um den Vierwaldstättersee, konnte der feudalen Ritterschaft gleich im Anfang, am Morgarten, die Unangreifbarkeit des kleinen Bauernstaates beweisen. Dazu schuf der Kampf mit der Natur ein zähes und waffentüchtiges Volk, das sich seiner Wehrfähigkeit schon zu einer Zeit bewusst wurde, da das Kriegshandwerk ander- ;, wärts noch ein Privileg des Rittertums war. 1 Die Markgenossenschaften freier Bauern wurden nach den ersten kriegerischen Erfolgen zu politischen Einheiten von überlegener Selbstbewusstheit, die weder vor österreichischen Herzögen noch vor frommen Klöstern Halt machte. Die angeborene Rauflust der Bergler ist durch Bauernführer von verblüffendem Weitblick diszipliniert und, bewusst oder unbewusst, militärisch und politisch verwertet worden. Dieser weite Blick, der den Führern der Bauernrepubliken in der Urschweiz eigen war, früher und stärker als den Bürgermeistern von Zürich und den Schulthelssen von Bern, er ist vielleicht gewonnen worden durch den glücklichen Umstand, dass die Urschweiz an einem grossen Alpenpasse liegt. Wenn schon das Kloster Engelberg seinen Leuten befohlen hat, an kriegerischen Unternehmungen nur dann mitzumachen, wenn man am Abend zum Melken wieder daheim sein könne, und wenn Bern und Zürich ennetbirgische Kriegszüge nicht über den Dazio grande mitmachen wollten, so sind doch die Urschweizer auf eigene Faust immer und immer wieder über den Gotthard gezogen, um Bellenz «zu behan» und sich die Herrschaft über den grossen Alpenpass zu sichern. Die Historiker sind vielleicht allzu kühn, wenn sie die Gründung der Eidgenossenschaft mit der Oeffnung des Gotthardpasses in engsten Zusammenhang bringen und den Satz vertreten, der Vater der Eidgenossenschaft sei nicht der Teil von Bürglen, sondern der unbekannte Schmid von Göschenen gewesen, der im 13. Jahrhundert die Ketten für die stiebende Brücke in der Schöllenen ersann. Aber ein simpler Zufall ist es doch nicht, dass die Entstehung der Eidgenossenschaft mit der Erschllessung des Gotthardweges so auffallend genau zusammenfällt. Auf jeden Fall war der Gotthard als Pate bei der Gründung der Eidgenossenschaft dabei, und er war es auch, der den Urnern und Schwyzern die Reichsunmittelbarkeit und den ersten Bauernpolitikern der Urschweiz den staatsmännisch weiten Blick verschaffte, der die Geschicke der Schweiz vom Zug der Schwyzer nach Faenza bis zur Schlacht von Marignano geleitet hat Abzugewöhnen hat man sich die naive Meinung, dass die Hirtenknabenpolitik an der Wiege der Eidgenossenschaft gestanden hätte. Man könnte auf die Frage kommen, warum sich um den See der vier Waldstätte nicht ein engerer Zusammenschluss, ein einziger Kanton gebildet hat, wie in den drei Bünden von Rätien und unter den Zehnten im Wallis. Man hatte einmal einen Kanton Waldstätten, von aussen her gemodelt und diktiert, während der Zeit des helvetischen Einheitsstaates. Sonst aber sind die Länder um den See immer ihre eigenen Wege gegangen, und in Unterwaiden hat der Kernwald sogar zwei selbständige Republiken geschaffen. Die geographische Konstruktion der Landschaft hinderte einen engeren Zusammenschluss der Schweizerdegen Von Gottfried Keller. Heisst ein Haus zum Schweizerdegen, Lustig muss die Herberg sein; Denn die Trommel spricht den Segen, Und der Wirt schenkt Roten eint Kommen die Gäste, schön' Wirtin, sie lacht, Sie hat schon manchen zu Betts gebrachtl Ist kein Volk fast allerwegen Was da nicht schon eingekehrt, Und der Wirt zum Schweizerdegen Hat den Eintritt nie verwehrt, Hat dann die blutige Zeche gemacht, Dass die Frau Wirtin vor Freuden gelacht. Zweiundzwanzig Schilde blitzen Von dem Giebel weit zu Tal; Zeug' und Bannerherren sitzen < Harrend in dem hohen Saal, Lauschend, bis Jauchzend die Mutter sie ruft Und vo/j den Schildern erklinget die Luft. Und auf allen Weg' und Stegen Steht es auf zu Berg und Tal; Hört, es klingt der Schweizerdegen, Hört, es singt der alte Stahl! Tut ihm genug und erprobt ihn vereint! Besser, das Mütterchen lacht, als es weint! Wo in Ländern, schön gelegen, Wo in altgetürmter Stadt Schweizerherz und Schweizerdegen Die gemeine Herrschaft hat, Da ist die Mutter, so hold und so fein, Lacht, sie, so wird's Frau Helvetia sein! vier Länder. Denn wenn der See auch die Waldstätte verbunden hat, so fehlte doch der enge landschaftliche Kontakt Das Kernland der alten Eidgenossenschaft, das Talgelände von Schwyz, hatte keine Verbindung mit Uri; denn die Axenstrasse ist erst im Jahre 1865 gebaut worden. Uri und Unterwaiden sind «durch der Surenen furchtbares Gebire» getrennt, und die Urner, die am längsten säumten bei der Verschwörung auf dem Rütli, musste einen weiten Umweg machen durchs Gebirge. Eine llnksufrige Vierwaldstätterseestrasse von Altdorf über Bauen nach Becken ried, die einen direkten Landweg zwischen Uri und Unterwaiden schaffen würde, ist Ms zum heutigen Tage Projekt geblieben. Nur der gemeinsame See hat die Länder zusammengebracht. «Navigare necesse est», hiess es auch an der Wiege der Eidgenossenschaft. Ohne den Vierwaldstättersee könnte man sich die Entstehung der Eidgenossenschaft gar nicht vorstellen. Man kann sich auch allen Ernstes fragen, ob dieser schöne See das «rösste Fremdenzentrum der Welt, der «Playground of Europe» geworden und geblieben wäre, wenn nicht ein so starker historischer Einschlag auf der Landschaft liegen würde, Diese Landschaft ist nicht bloss schon, sie ist auch «interessant», wenn das banale Wort erlaubt ist Die Schönheit allein tut's nicht, ganz wie bei den Frauen. Die meisten Menschen pflegen zu denken, sogar auf einer Ferienreise, und diesen denkenden Menschen sagt der Vierwaldstättersee mehr als irgendein anderes Wasser der Welt In jedem Winkel dieses Sees regt sich die Geschichte; jeder Ort erweckt Erinnerungen; überall spielt die alte Schweiz in die Hotelkultur herein. Die alten Türme von Luzern behaupten sich siegreich neben den stolzen Grandhotels; dem Zauber des Rutils kann sich auch der Herr Meyer ans Rerlin nirht p.nfy.ipVip.n• Af.r F.nerlünripir Im Auto durch die Ostschweiz Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. O. S. Romanshorn üipK Spe Weekend- Fahrt zialitäten aus Küche und Keller. Höflich empfiehlt sich F. Baggenstosa. In «ehftnster Lage direkt am See. 1120m ü.M. HOTEL und KURHAUS ). Botten Schöne, schattige Gartenwirtschaft. Grosse und kleine Lokalitäten. - Selbstgef. Butterküche. BUCHSERBERG Schöne Fremdenzimmer m. Hiess. Wasser. Zentralheizung. Garage. in prachtvoller Lage, direkt am Hochwald. Massige Preise. Tel. 26. E. Daetwyler-Herxln, Bes. Autogarage. Telephon 2.65 Buohs (St. O.) haiiQ H0T Telephon L ARBON, Hotel Bacr Nr. 3 Unterneu an der Durohgangsstr. D 3US nach Zürich. 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