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E_1934_Zeitung_Nr.063

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18 193* - em hübscher

18 193* - em hübscher Ausflug zum Kurort Lauenen unternehmen oder nach G s t e i g, an der Pillonroute, dem schön gelegenen Bergdorf mit seinem malerischen Bergkirchlein. Lenk, ein malerischer Kurort im Ober-Simmental, ist von Zweisimmen aus der Simme entlang durch eine romantische Bergbachlandschaft zu erreichen. Einem anderen schönen Bergbach entlang, dem Filderisbach, führt die Strasse von Oey das Diemtigtal hinauf nach Grimmialp, einem sehr beliebten und vielbesuchten Ferienort am Füsse des Seehorns, auf prachtvoller, aussichtsreicher Terrasse gelegen. Von Horboden führt eine 1 km lange Strasse nach dem bekannten R o t h - bad. Von Spiez aus betpiem und auf guten Strassen zu erreichen, sind auch das weltbekannte Adelboden, wohin die Strasse bei Frutigen abzweigt — und Kandersteg, zu dem die Strasse am entzückenden Blausee vorbeiführt, einem idyllischen, von Wald umschlossenen, durch einen prähistorischen Bergsturz gestauten Bergsee mit klarblauem, bis zum Grund (9 m) durchsichtigem Wasser. Auch T h ü n eignet sich ganz vorzüglich als Exkursionszentrum für Touren nach dem Berner Oberland. Zu empfehlen ist eine Fahrt nach Mülenen und von hier mit der Bergbahn auf den Niesen, von dem aus man eine überwältigende Rundsicht auf die Gletscherwelt geniesst. Hübsch ist auch eine Fahrt nach Goldiwil-Heiligenschwendi oder dem Thunersee entlang durch die schöngelegenen Kurorte Oberhofen und G u n t e n nach dem malerischen Sigriswil, das sich auf einer 240 m über dem Thunersee nach Süden gelegenen Terrasse ausbreitet, die eine unvergeßliche Aussicht auf die Berner Alpenriesen gewährt. Von Gunten fahre man auf der schmalen, aber schönen Uferstrasse über Merligen nach Interlaken und von hier über Därligen, Faulensee und das malerische Spiez nach Thun zurück; das Ganze ist eine überaus lohnende Rundfahrt um den Thunersee, die, einschliesslich Abstecher nach Sigriswil, nicht mehr als 57 km in Anspruch nimmt. Ein Rundgang durch das altertümliche Thun ist äusserst lohnend; entzücken wird den Besucher die altertümliche Hauptgasse mit ihren blumengeschmückten Hochtrottoirs und der Rathausplatz mit dem Rath,aus. Das imposante Schloss zeigt in seinen Rittersälen ein sehr reichhaltiges Museum LAUSANNE Hotel Beau-Sejour Göschenen BAHNHOF BÜFFET Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. Kalte und warme Speisen zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- und Transportverhältnisse. Tel. 11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Stelger-Gurtner. von hochinteressanten historischen Sammlungen und nicht weniger Interesse bieten dem auswärtigen Besucher jene durch Tafeln gekennzeichneten Häuser, wo Kleist, Napoleon III, Scheffel und Brahms einst weilten. Das Städtchen baut sich in unmittelbarer Nähe des Sees über dem rechten Aareufer in mehreren Stufen malerisch auf und findet in der alten Zähringerfeste und in der evangelischen Kirche mit der wundervollen Kirchhofterrasse einen höchst charakteristischen Abschluss. Diese Stadtsilhouette mit dem Hochgebirgspanorama im Hintergrund ist von unbeschreiblicher Schönheit. Ein vielbeachteter Sammelpunkt ist der Thuner Kursaal; die Badefreudigen treffen sich in dem mit neuzeitlichem Komfort ausgestatteten tadellosen Strandbad am See, der auch für Ruder und Segelsport die günstigsten Voraussetzungen bietet Be. Sommer im Thurgau. Wenn die Quecksilbersäule zu überborden droht, wenn alles, was Beine hat, dem Schatten zustrebt, wenn die Strand- und andern Bäder Rekordfrequenzen melden und wenn die Bierbrauer, Süssmöstler und Fruchtsirüpler schmunzeln ob demAlpenmatten, schattigen, harzduftenden Wald und traut Die Fahrt allein schon, durch blumenreiche glänzend laufenden Geschäft, dann steht die Sommerzeit untrüglich im Zenith! Dem ist jetzt hochragendes, wildes Felsengeklüft hinauf in die so; man schwitzt sich durch, man schimpft mehr wie sonst, alles, was an Kleidung erinnert, wird als lästig empfunden, kurz, man möchte am liebsten auch noch aus der Haut fahren. Und doch gibt es trotz Bruthitze und Ungeziefer noch unzählige Plätzchen, wo man sich wirklich erholen, ausruhen und wohlfühlen kann. Der Thurgau, mit seinem flott ausgebauten Hauptstrassennetz, mit seinen fein verästelten Fahrstrassen und Wanderwegen, ermöglicht den Besuch auch des abgelegensten Fleckens Erde. In den prachtvollen Ostwäldern des Egnach, in den ausgedehnten und langgestreckten Laubwäldern auf dem Seerücken wie unter dem riesigen Dach des Tannzapfenlandes läest sich auch zur auf das Schiff steigt, dann, Wanderer, zaudere nicht, unterbreche die Fahrt und lass dich am einfachen Tisch des Fischers nieder. Denn nicht nur Most und Wein gedeiht im Thurgau, es gibt auch Fische, urchige Fischer und bodenständige Fischküchen. Hinauf in die kühlende Bergluft des Pilatus! Der Moment ist da, wo jeder wünscht, aus der bedrückenden Schwüle sich in die reine, kühlende Bergluft flüchten zu können, wenn auch nur für einige Stunden. In lichter Höhe wird die Brust frei, der Naturfreund fühlt sich wie neugeboren, wenn er dem engen Heim entronnen ist. Eines der bekanntesten und beliebtesten Ausflugsziele ist unstreitig der Pilatus. Kaum ein Fleckchen Erde bietet so nah beisammen solch unvergleichliche Reize wie dieser Berg. Ein Besuch dieser weltbekannten Höhe mit seiner grossartigen Aussicht, spezill auf die Hochalpenwelt mit ihren Gletschern, verspricht vermehrten Genuss, wenn er sich einer ruhigen, herrlichen Fahrt der Pilatus-Bahn anver- luftige Höhe von Pilatus-Kulm, bleibt ein Erlebnis. Die Fahrpreise der Pilatus-Bahn sowie die Preise der Hotels auf Pilatus-Kulm sind dieses Frühjahr stark reduziert worden, so dass jedermann, Einzelreisende, Vereine und Schulen, sich die genussreiche Pilatusfahrt leisten können. ueffentliche Verdankuna. Die ostschweizerischen Blindenanstalten in St. Gallen fühlen sich- dazu verpflichtet, öffentlich einem weiteren Blindenfreund in Aesch-Forch zu danken, der ihnen den InhaJt seines Autokässelis im Betrage von Fr. 32.70 zukommen Hess. Der edle Spender erhielt diese Beträge im Laufe seiner verschiedenen Fahrten frei- Hundstagszeit wohl sein. Unter- und Obersee, Rhein, Thur und Sitter bilden Strandbäder von willig von den Fahrgästen. Es wäre überaus erfreulich, wenn auch noch recht viele andere Autofahrer grandioser Ausdehnung und ganz bestimmt für jeden Geschmack. Eine Fahrt auf den altehrwürdigen Dampfern von Schaffhausen stromaufwärts aus den Blindenanstalten in St. Gallen bestellten. die gute Idee nachahmen und sich Blindenkässeli mitten durch das «stundenlange Strandbad Rhein> Sie würden damit an den Blinden ein hilfreiches hindurch, in den lieblichen Untersee hinauf, wirkt Werk tun. Wer meldet sich weiter zum Gratisbezug erfrischend und beruhigt die überreizten Nerven. von Autokässeli? Die Bestellungen werden prompt Wenn vom lieblichen Schweizerufer her der würzige Duft aus den Kretzer- und Trüschenpfannen anstalten in St. Gallen von der Direktion der ostschweizerischen Blinden- erledigt. Im Zentrum - Ruhi ger PriVatpark. Hotel 1. Ranges. Bescheidene Preise. — Restaurant — Restaurant MUGGENBÜHL, Zürich 2 schöner Ausflugsort. (Parkplatz.) Gutgeführtes Haus. Inhaber: Frei-Heusser. Kleine Notizen Humor Der Film, der von einem sehr mächtigen König und von einem armen Mädel handelt: Die Diva: «Sie sind ein glatter Idiot! Wenn ich die Szene durch Ihre Schuld noch einmal wiederholen muss, werde ich Ihre fristlose Entlassung verlangen. > (« 8-Uhr-Abend-Blatt.») Das gestohlene Kleinauto. «Halt, Sie sind verdächtig, ein Kleinauto gestohlen zu haben!» «Durchsuchen Sie mich ruhig, Herr Polizist!» Der Autler-Feierabend wird nächste Woche ausnahmsweise noch' mals mit der Freitagausgabe erscheinen. fesäsScftule idemann Vierwaldsf ätter - See und Umgebung Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe desT. O. S. Zwischen Zürich und Winterthur liegt Neuerdings sehr beliebter Ausflugsort, an der alten Heerstrasse. Im neurenovierten, in Mitte der Ortschaft gelegenen GASTHOF zum BAEREN finden Sie das Ziel Ihrer Wünsche, schöne und heimelige Lokalitäten aller Art. Flotte Bedienung. 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N»63 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE II Spopffnadivicliien Nachträgliches zum belgischen Grand Prix. S p a, im Juli. Die klassische Rundstrecke von Francorchamps ist wohl einer der eigenartigsten Rennkurse der Welt. Es handelt sich um normale Verkehrsstrrfssen, die aber seit einer Reihe von Jahren besonders ausgebaut sind und ständig in hervorragendem Zustande erhalten werden. Vor allem ist die Strecke auf ihrer Osthälfte sehr breit. Gefälleteile wechseln mit nicht unbeträchtlichen Steigungen, flache Kurven mit ganz engen Spitzkehren. Wenn man als Schlachtenbummler die Strecke abfährt, dann hat man den Eindruck eines an sich nicht igerade sehr schweren Kurses. In Wirklichkeit gehört die Strecke von Francorchamps zu den tückischsten, die wir überhaupt kennen. Die Haarnadelkurven sind das harmloseste der ganzen Angelegenheit, denn sie lassen doch nur Geschwindigkeiten von etwa 40 km/St, zu, bei denen an sich nicht viel passieren kann. Ganz bös sind dafür die flachen Krümmungen der Rennstrecke, insbesondere die Rechtskurve vor der Abzweigung nach Malmedy, dann die Linkskehre, deren Ansatz man noch von den Tribünen aus sieht, schliesslich die Kurve unmittelbar am Ende der Tribünengeraden. Diese ist schon deshalb besonders gefährlich, weil aus unbegreiflichen Gründen nur während der Haupttrainingszeiten die schnelle Gerade vor den Tribünen befahren werden darf, die ziemlich rechtwinklig über eine Steinbrücke in den Bergkurs hineinmündet. Unmittelbar vor dieser Steinbrücke biegt eine zweite Strasse in die Rennstrecke ein, die vor den Tribünen von der Hauptstrasse abzweigt und in einem weichen Bogen um die ganzen Anlagen (Tribünen, Zeitnehmerhaus, Depots) herumführt. Ausserhalb der Trainingsstunden, die in Anbetracht dessen, dass diese Strasse die einzige Verbindung zwischen Spa und Malmedy darstellt, nur sehr kurz bemessen sein können, trainieren die Fahrer über die Umleitung, die eine an sich geringere Fahrgeschwindigkeit zulässt als die Tribünengerade, abgesehen davon, dass sie in viel weicherem Bogen in die Kurve auf der Steinbrücke einmündet. An dieser Stelle passieren denn auch die meisten Unfälle, nachdem sich die Fahrer erst im Laufe des Rennens an die geänderten Strassenverhältnisse des engeren Kurvenverlaufs gewöhnen können. Hier ereigneten sich bereits recht viele Unfälle, so stürzte erst unlängst beim 10-Stundenrennen der Tourenwagen des Hotchkiss-Fahrers Sommer in den Graben. Und an der gleichen Stelle ereilte auch Chiron das Geschick, wobei allerdings no;h die Glätte der Teerstrasse eine entscheidende Rolle spielte, denn der Alfa Romeo Chirons rutschte dem Franzosen einfach nach der Seite hin weg. Benoist wurde wiederum ein Opfer einer der schnellen Flaohkurven, in der sich sein Bugatti auf den Kopf «teilte, aber so glücklich sich in der Luft drehte, dass er auf allen vier Rädern zum stehen kam, so dass Benoist unglaublicherweise nach kurzem Aufenthalt das Rennen sogar fortsetzen konnte. Der Grand Prix von Belgien war, man kann sich schwer anders ausdrücken, ein peinliches Fiasko des Autosports. Vor allem blieben auesichtsreiche Bewerber dem Rennen fern, die Leute der Auto-Union und von Mercedes-Benz, sowie auch Nuvolari. Der letztere wollte mit seinem Maserati via Oesterreich den belgischen Grand Prix erreichen und geriet dabei mitten in die politischen Wirren der letzten Woche. Der Transport des Wagens verzögerte sich, so dass Nuvolari nicht zum Start erscheinen konnte. Mit einem durch die Ausfälle zu erwartenden Duell Alfa Romeo-Bugatti hätte man allerdings auch sehr hochgespannte Erwartungen befriedigen können. Zu diesem Zweikampf kam es aber gar nicht, nachdem sich die Alfa vom Start weg als die schnelleren Wagen zeigten, deren Ausfall (Chiron durch Sturz, Varzi durch Oelleitungsbrurh) erst den Weg für die Bugatti-Mannschaft freimachte. Wenn die Bugatti trotz ihres Doppelsieges noch keine restlos überzeugende Demonstration boten, so muss doch anerkannt werden, dass man in Molsheim seit dem Grand Prix des A. F. C. nicht untätig geblieben war. Die neuen Renner Ettore Bugattis sind inzwischen sicherlich um gute 20 Stundenkilometer schneller geworden, vor allem aber haben sie einen Grad von Zuverlässigkeit erreicht, von dem sie in Montlhery noch sehr weit entfernt waren. Der neue Rundenrekord, "den der Italiener Brivio in der 32. Runde mit 5:45, das sind 155,6 Stundenkilometer, aufstellte, ist jedenWls als ganz hervorragend zu bezeichnen. Eines ist sicher: Bugatti hat -weiterjrearbeitet und wird ohne Zweifel in wenigen Wochen ein sehr gefährlicher Gegner werden, auch für die sieggewohnten Alfa Romeo, auch für die enorm schnellen neuen Wagen der Deutschen. Die Sensation, die der belgische Grand Prix hätte wtrden 'können, ist nunmehr für den Grossen Preis un- .seres Landes reserviert, an dem die Elite Europas wirklich einmal vollzählig versammelt sein wird! Kontrolle des amerikanischen Petroleum- Marktes. Nach verschiedenen Abänderungen soll das Petroleum Administrative Board das Kontrollprojekt über die Oelraffinerien genehmigt haben. Obwohl man sich über die detaillierten Auswirkungen des neuen Kontrollsystems noch keine genauen Vorstellungen machen kann, so dürfte doch sicherstehen, dass nunmehr ein neuer wichtiger Sektor der amerikanischen Erdölindustrie der staatlichen Kontrolle unterstellt wird, weil es auf dem Wege freier Zusammenarbeit leider nicht möglich war, die Ueberproduktion an Benzin zu dämmen und. die grossen Vorräte dem Bedarf anzupassen. Aehnlich wie bei den seinerzeitigen Verhandlungen über den Petroieumcode, sind auch anlässlich der jüngsten Beratungen die Differenzen innerhalb der amerikanischen Petroleumindustrie sehr scharf aufeinander gestossen» Die ganze Stufenleiter von Reg'lungsmöglichkeiten, angefangen von der vollkommenen Freiheit bis zur gänzlichen Staatskontrolle» sind zur Diskussion gestellt worden. Aus diesem Sammelsurium von Projekten haben sich mit der Zeit zwei Varianten herauskristallisiert, die einer eingehenden Besprechung Wert waren: Die vom Oeladministrator geforderte weitgehende Regierungskontrolle einerseits und anderseits die von der überwiegenden Zahl der Petrdeummdustriellen (Konzerngruppen) empfohlene Selbstkontrolle der Raffinerien, unter Aufsicht des Staates. Das erste Projekt, der sogenannte Ickes- Plan, genannt nach dem Staatssekretär des Inern, sieht die Einsetzung einer Körperschaft durch den amerikanischen Präsidenten vor, die das Qesamtgebiet der Vereinigten Staaten in acht Raffineriebezirke einteilt, um den Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf dem mneramerikanischen Benzinmarkt herbeizuführen. Die Hauptaufgabe dieses Komitees würde vornehmlich darin bestehen, den Umfang der für die Befriedigung des Bedarfs zulässigen Benzinproduktion zu bestimmen. Für jeden Bezirk soll durch dieses Komitee unter Zustimmung des Präsidenten ein Verwalter bestimmt werden, dem die Aufgabe übertragen werden soll, die innerhalb dieses Bezirkes zu produzierende Benzinmenge sowie das Verhältnis zwischen Vorräten und Absatz festzusetzen. Die Tätigkeit dieses Verwalters würde von einer Aufsichtskommission kontrolliert werden, die ihrerseits nur mit Zustimmung des Präsidenten'gewählt werden darf. In Verbindung mit dieser Aufsichtskommission hätte der Verwalter dafür Sorge zu tragen, dass bei der Durchführung des Arbeitsprogrammes gewisse Härten vermieden würden, wobei insbesondere darauf zu achten ist, dass die Rohölzufuhren keine Störungen erleiden und dass Rohölentnahmen aus dem Vorrat b&darf&sremäss erfolgen. Diesen Distriktsorganen wäre in gleicher Weise eine Zentralinstanz übergeordnet, die die Tätigkeit der erstem unter nationalen Gesichtspunkten regelt. Ein weiterer, aus 5 Mitgliedern bestehender Ausschuss soll von dem Ueberwachungtsund Distriktskomitee und wiederum mit Zustimmung des Präsidenten ernannt werden, zwecks Ermöglichung des Abbaues der überhohen Benzinbestände und Verhinderung etwaiger Benachteiligungen kleinerer Raffineriebetriebe, Diesem letzteren Ausschuss wird