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E_1934_Zeitung_Nr.062

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DAS ERSTVERKAUFTE OEL

DAS ERSTVERKAUFTE OEL DER WELT Das erste Mineralöl für die Schmierung des eisten mit Petrol betriebenen Autos wurde durch die Produzenten von Mobiloil hergestellt. Seit jenem Zeitpunkt haben sie sich ausschliesslich in der Schmiermittelbranche spezialisert. Mobiloil ist heute, und war von jeher, das Oel, dessen Qualität nicht bestritten -wird. DAS MEISTVERKAUFTE OEL DER WELT Das Auto ist in der Entwicklung begriffen. Dfe Produzenten von Mobiloil - unbestrittene Spezialisten in Schmierungsftagen - sind in steter enger Zusammenarbeit mit den AutomoiSäfcKoostnjkteuren der ganzen Welt. Verschiedelfe Mobäoil- Typen werden hergestellt, um für jede Maschine das bestgeeignete Schmiermittel liefern zu könpen. Die Mobiloil Schmiertabelle ist von diesem Gesichts •punkt aus geschaffen und wird zum massgebeoden UmVersal-Nachschlagewerk der Schmierung. DAS MEISTVERKAUFTE OEL DER WELT Ein grosser Stab von Technikern verbessert Mobiloil von Tag zu Tag, dessen Verwendung von 604 Konstrukteuren der ganzen Welt empfohlen wird. Studien im Laboratorium, Versuche am Prüfstand, auf Piste und Strasse... Keine Anstrengung wird gescheut. Das Resultat ist bekannt: Mobiloil 1934 Ist an der Spitze des Fortschrittes. Es widersteht der grössten Beanspruchung. Es behält am längsten seine Viskosität und seine bewunderungswürdige Schmierkraft bei: es «hält" und schützt. Es ist das billigste auf 1000 km. Und welche Sicherheit. AUTOMOBIL-REVUE und alles, was Klang und Namen hat, wird in den nächsten Tagen in Linthal, längs der Passstrecke, auf der Passhöhe und in Altdorf anzutreffen sein. Der 26. August 1922 brachte zum erstenmal ein Rennen auf der bis dahin nicht sonderlich bekannten Klausenstrasse. Die Sektion Zürich des A. C. S. bemühte sich um eine reibungslose Durchführung. Wenn auch dieser erste Anlass in seiner ganzen Art, verglichen mit heute, mehr als bescheiden genannt werden muss, so hatte er für die damalige Zeit dennoch bereits grossen Umfang. 67 Wagen, nämlich 53 Tourenwagen und 14 Rennwagen kämpften um den Sieg. Der Basler Nieth wurde auf Hispano mit 21 Min. 43 Sek. (56,7 km/St.) vielbewunderter Tagessieger. Während man 1922 einen ersten nationalen Klausen erlebt hatte, fand schon der nächste Austrag im Jahre 1923 auf internationaler Basis statt Die überaus interessante Rennstrecke, die Vorzüglichkeit der Organisation und die Qualität der Preise hatten dieses Bergrennen bereits so gut bekannt gemacht, dass 86 Fahrer, darunter zahlreiche Ausländer, ihre Anmeldung einreichten. Erstmals wurden jetzt die Wagen in die drei Kategorien Touren-, Sport- und Rennwagen eingeteilt. Der Tagessieger, der Oesterreicher Rützler auf Steyr, schlug den alten Rekord von Nieth um eine ganze Minute und 10 Sekunden. Von Jahr zu Jahr vergrösserten sich nun die Ausmasse der Veranstaltung. 792* musste, angesichts der starken Fahrerfelder, der Anlass auf Samstag und Sonntag verteilt werden. Das unter der Leitung der Sektion Zürich und unter Mitarbeit der Sektionen Glarus und Uri des A. C. S. stehende Rennen hatte unter schlechtem Wetter zu leiden; dennoch konnte der Mercedes-Benz- Fahrer Merz mit 18 Min. 16,6 Sek. einen neuen Streckenrekord etablieren. 1984 -N» Die sprungweise Entwicklung des Klausenrennens hatte den Organisationsapparat derart überlastet, dass die Veranstalter sich gezwungen sahen, 1928 eine Atempause einzuschieben. Sie taten um so klüger, weil sich in dieser Periode eine gewisse Stagnation im Autosport bemerkbar machte. 1929 wurde das Klausenrennen mit dem alten Glanz aufgezogen, und diesmal trug ein prächtiges Wetter zu dem Gelingen des Anlasses bei. 40 Piloten von 80 gemeldeten Wagenfahrern waren aus dem Ausland herbeigeeilt Das nationale Tourenwagenrennen entschied Gacon auf Martini mit 20 Min. 15,2 Sekunden für sich, bei den Sportwagen bewältigte der deutsche Graf Kainein auf Bugatti die Strecke in 17 Min. 57,8 Sek. und bei den Rennwagen stellte Chiron auf Bugatti mit 16 Min. 42,4 Sek. einen neuen absoluten Streckenrekord auf, der überall gewaltiges Erstaunen auslöste. 1930 erlebte man ein weiteres grosses Klausenrennen, das erneut zu einem schönen Erfolg_ wurde. 26 Tourenwagen, 37 Sportwagen und 27 Rennwagen fanden sich beim Starte zusammen. Die Hälfte der Konkurrenten rekrutierte sich wie gewohnt aus dem Auslande. Der Samstag verzeichnete sehr schlechtes Wetter, das sich unerwarteterweise in der Nacht auf den Sonntag zum Besseren wendete. Das Tourenwagenrennen gewann am Samstag der Zürcher A. Keller auf Alfa Romeo mit 21 Min. 6,8 Sek., Sportwagen-Erster wurde Caracciola mit 17 Min. 4,6 Sek. und bei den Rennwagen wurde Chiron auf Bugatti mit der neuen hervorragenden Bestzeit von 16 Min. 24,6 Sek. (Stundenmittel 78,6 km/St.) viel umjubelter Klausensieger. Man hatte sich nun auf den zweijährigen Turnus geeinigt, so dass auch 1931 der Klausen ausfiel. 1932 fand die neunte Wiederholung des berühmten Rennens statt, das in 1925 bedeutete einen neuen Wendepunkt jeder Hinsicht zum Rekordklausen wurde. in der Geschichte des Klausens. Erstmals 22 Tourenwagen, 46 Sportwagen und 30 erklärte nun auch die U. M. S. die Bereitwilligkeit zur Mitarbeit, so dass gleichzeitig gemeldet. Dabei entfielen.55 Nennungen auf Rennwagen waren für den grossen Kampf ein internationales Automobil- und Motorradrennen durchgeführt wurde. 45 Tourenwagen, Samstag ein dicht verhängter, graHer Himmel ausländische Konkurrenten. Während am 28 Sportwagen und 11 Rennwagen massen keinen Sonnenstrahl durchliess, empfing der sich gegenseitig im harten Wettstreit. Wieder beeinträchtigte schlechtes Wetter die dem herrlichsten Sonnenglanz, der die Sonntag die riesigen Zuschauermassen mit Konkurrenz. Bei den Tourenwagen schwang Schönheiten der wundervollen Klausenstrecke sich Rigal auf Peugeot an die Spitze, bei im hellsten Lichte zeigte. Der Massenzustrom übertraf alle Erwartungen und den Sportwagen schnitt Hansal auf Steyr als Sieger ab und bei den Rennwagen triumphierte der inzwischen tötlich verunglückte Kopf zu wachsen. Nach offiziellen Schätzun- drohte den Veranstaltern regelrecht über den italienische Fahrer Graf Maseru auf Sunbeam gen wurde das Klaffsenrennen vor zwei Jahren von rund 60 000 Zuschauern besucht, ein •mit 17 Min. 16,8 Sek. Die Tatsache, dass von Jahr zu Jahr, trotz ungünstiger Streckenverhältnisse, neue absolute Rekorde auf- herbei. Das Tourenwagenrennen am Samstag grosser Teil davon kam mit rund 4000 Autos gestellt wurden, beleuchtet im übrigen auch gewann Scheibler auf Bugatti mit 19 Min. die rasende Entwicklung der Automobiltechnik. Mit 191 Nennungen stellte der Klaukampfes am Sonntag wurde Hans Stuck auf 40,6 Sek., Erster des heissen Sportwagensen des Jahres 1926 einen ersten Höhepunkt Mercedes-Benz mit 17 Min. 06,6 Sek. vor dar. Schon jetzt gab es in ganz Europa kein Nuvolari auf Alfa Romeo. Die schnellste anderes Rennen, das mit dem schweizerischen Anlass verglichen werden konnte. berühmten 1932-Alfa Romeo-Monoposto. Der Rennwagenzeit erreichte Caracciola auf dem Nicht weniger als 61 ausländische Piloten hatten ihre Anmeldung abgegeben. Erneut litt 15 Min. 50 Sek., um deren Erledigung am Deutsche erzielte die grossartige Zeit von, das Rennen unter misslicher Witterung. Die nächsten Sonntag es hart auf hart gehen Zuschauer hatten das bizarre Schauspiel wird. Chiron und Varzi auf Bugatti belegten eines Bergrennens inmitten einer mit frisch den 2. und 3. Platz. Die Organisation klappte gefallenem Schnee überdeckten Berglandschaft. Angesichts dieser Umstände waren erneut bis in alle Details, und der Wiederhall trotz den Riesenausmassen der Konkurrenz alle Angriffe gegen den bestehenden Streckenrekord aussichtslos. Hansal auf Steyr erländischen Presse ebenso gross wie er- des Klausenrennens war in der ganzen ausneuerte seinen Sportwagensieg und bei den freulich. Rennwagen schwang sich der bekannte Schweizerfahrer Jos. Kessler auf Alfa Romeo an die Spitze. Wie schon erwähnt, haben sich die Organisatoren des Klausenrennens angesichts der alle Ausmasse überschreitenden Beteiligungen 1927 schritt man zur Trennung des Anlasses in ein nationales und ein internatio- Auslese zu treffen, so dass in diesem Jahr veranlasst gesehen, in Zukunft eine schärfere nales Rennen. 50 Prozent der 174 gemeldeten nur die gesamte internationale Elite am Start Fahrzeuge kamen wieder aus dem Ausland. sein wird. Dem Publikum werden damit die Leider mussten sich die Veranstalter auch vielen ermüdenden Läufe mittelmässiger diesmal über ungünstiges Wetter beklagen. Fahrer erspart und die gesamte Veranstaltung Im nationalen Tourenwagenrennen stellte Caracciola auf Mercedes-Benz die phantastische konzentriert. Auch das Tourenwagenrennen auf den Wettstreit der Besten der Besten Zeit von 17 Min. 43,8 Sek. auf. Bei den vom Samstag ist fallen gelassen worden, da Sportwagen wurde Delmar auf Steyr im dieser Lauf naturgemäss nicht ein überragendes Interesse in Anspruch nehmen durfte und nationalen Rennen Erster, während Rosenberg auf Mercedes-Benz-Rennwagen mit 17 Min. die Organisatoren doch in jeder Beziehung 17 Sek. die absolut beste Zeit im nationalen mit Arbeit fast doppelt belastete. Der diesjährige Klausen wird ein «Elite-Klausen» sein, Lauf etablierte. Das internationale Rennen endete mit dem Sportwagensieg von Caracciola mit 17 Min. 17,4 Sek. und Chiron auf unter den nötwendig gewordenen Beschrän- und es wird sich zeigen, dass das Rennen Bugatti mit 17 Min. 28 Sek. bei den Rennwagenwinnen konnte. kungen in jeder Beziehung nur noch ge- bo. Galerie der Berühmten Die bekanntesten Fahrer am Klausen. Die Popularität jeder grossen Rennveranstaltung wird von den Namen der bedeuten- Menschen zu finden, der gemütlich an seiner bas erstaunt, auch nur einen gewöhnlichen den Piloten getragen, die zum harten Zigarette zieht, wie jeder andere plaudert und Wettstreit um den Sieg antreten werden. Die so gar nichts von jener Unnahbarkeit an sich Namen dieser Fahrer sind wochenlang vor hat, die man ihm in den geheimen Träumen dem Rennen schon in aller Munde, und mit angedichtet hat. Rennfahrer haben ihre Sorgen wie andere Leute, und sie sind die mehr oder weniger Fachkenntnis wird versucht, die Prognosen zu stellen. Alle möglichen Erwartungen werden an die wie Hel- in gutem Zustande und fahrbereit wissen. glücklichsten Menschen, wenn sie ihre Wagen den verehrten Personen geheftet, und wenn Gar zu oft ist aber auch das Gegenteil der sie dann wenige Tage vor dem Rennen Fall, und sie müssen schwere Stunden der wirklich auftauchen, womöglich sogar im Aufregung, der Arbeit und der Hetze durchi erleben, bis ihre Maschine intakt schmutzigen Mechanikerkittel, dann ist man ist

N° 62 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 17 Auch der diesjährige Klausen Ist nicht arm an Persönlichkeiten, die sonst Woche für Woche die Spalten der internationalen Sportpresse füllen. Linthal ist während diesen Tagen wohl das phantastischste Dorf im Schweizerland und internationaler als St. Moritz und Interlaken zusammen. Vor jeder Scheune trifft man in dieser Woche wieder Prominente mit Mechanikern, Managern, Presseleuten und Firmenvertretern zusammen, und Dörfler, die nie vom Fusse des stets drohenden Kilchenstockes wegkommen, spazieren auf der gleichen Strassenseite neben den Männern, die schon in acht Tagen in Italien und England wieder die schnellsten Rennen bestreiten. Man kommt in Linthal nicht zusammen, um den blauen Sommerhimmel und die schöne Aussicht zu bewundern. Hier fühlt man sich bloss wohl, wenn des Rizinus durchdringende Wolken sich mit dem Duft des nächsten Miststockes vermischen, und während auf den Wiesen die Kühe brüllen, nebenan die schnellsten Maschinen Europas donnern. Bauern und Rennfahrer — das gibt ein Bild von bizarrer Eindrücklichkeit. Nachher redet man dann noch wochenlang davon, dass auch ein Stuck, ein Caracciola, ein «Schirong» da war, und die Buben hocken auf das Weidgatter und erzählen sich, wie der finstere Varzi wie ein Teufel in die Kurven geschneuzt sei... Welches sind diese Männer, diese Prominenten der Prominentesten, die gegenwärtig, durch eigenes Können und durch fremde Reklame hochgetragen, am internationalen Rennfahrerhimmel besonders hell leuchten? Ohne dem Vorwurf irgend welcher parteiischer Auslese verfallen zu wollen, seien einige dieser Fahrer scheinwerferartig rasch beleuchtet. Hans Stuck. Ohne den schlanken, sympathischen «Hans» gibt es nur schwerlich ein richtiges Klausenrennen. Nur wenn überall die lange, elegante Figur des blonden Deutschen auftaucht, herrscht richtige Klausenstimmung. Und wir gehen •wohl — den verschiedenen Aussprüchen Stucks nach zu schliessen — auch nicht fehl, wenn wir ihm eine ganz besondere Schwäche für den Klausen nachreden. Bergrennen sind ihm immer gut gelegen, auch wenn er sich nun neuestens zum ebenso tüchtigen Rundstreckenfahror entwickelt hat. Und der Klausen hat es für einen Mann wie Stuck in sich, da lohnt es sich in jeder Beziehung, zu gewinnen, denn sowohl der Preis wie das propagandistische Echo ist mehr wert als ein erster Platz bei einem durchschnittlichen Rundstreckenrennen. Hans Stuck ist ursprünglich als der unzweifelhaft beste Bergspezialist bekannt geworden, der zweimal nacheinander die europäische Bergmeisterschaft gewann. Er hält unbestritten die meisten Bergrekorde der Welt inne und war in den Jahren 1928, 1929, 1930 und 1931 immer irgendwo auf einer Rennstrecke zwischen Spanien und Polen zu Hause. Stuck ist ein treuer Freund der Schweiz, schon an zahlreichen Veranstaltungen hat er mit grösstom Erfolg bei uns mitgemacht. Seine ersten Lorbeeren gewann er 1926 auf einem Dürrkopp, nachher wechselte er rasch zu Austro-Daimler hinüber. Mit einem dieser leichten Rennwagen feierte er unerhörte Triumphe, auch wenn er sich meistens an die Bergstrecken Wagen zu führen; 1919 musste er auch Marschall hielt. 1031 sattelte Stuck um und fuhr nun aufFochs Wagen chauffieren. Zum ersten Male einem alten Mercedes-Benz-SSK, mit dem er sich tauchte Chiron im Jahre 1923 bei einem Rennen anfangs etwas schwer zurechtfand. Dennoch konnte auf. Er fuhr mit einem Bugatti einige kleinere V sich bei einer ganzen Anzahl von Bergrennen Bergrennen. Von Jahr zu Jahr versuchte er sich wieder durchsetzen. 1932 machte Stuck einen mit steigendem Erfolg als Rennfahrer, bis er 1927 Sprung: nach Südamerika und startete dort an zahlreichen Rennen mit der gleichen Maschine. Er ge- die internationale Aufmerksamkeit auf sich zog. in die offizielle Bugatti-Eouipe eintrat und damit In wann den Grossen Preis von Brasilien und dasseiner Eigenschaft als Mannschaftsfahrer konnte Kilometerrennen von Brasilien. Nach Europa zurückgekehrt, graste er noch rasch einige Berglen. Am Klausen war er schon oft zu sehen, und er seine glänzenden Fähigkeiten unter Beweis stelrennen ab, wobei er sich wieder erfolgreich be- dieser Treue zu unserm grössten Bergrennen ver- hauptete. Unter anderem schlug er auch, wie bekannt, den Klausen-Sportwagenrekord, den er also heute noch innehält. 1933 wurde es um «Hans> ganz beängstigend still. Nur wenige wussten anfänglich, dass Grosses geplant war und in kurzer Zeit auch Tatsache wurde. Porsche baute einen neuen Rennwagen und Hans Stuck war als Chefpilot ausersehen. In der Zwischenzeit ging dieser unter die Dichter und schrieb ein ebenso unterhaltendes Autobuch wie ein lustiges t Renn-Märchen für Buben. Jetzt hat er aber die' Feder wieder weggelegt und ist in den P-Wagen gestiegen, mit dem er dieses Jahr bereits zu den grössten Erfolgen seines Lebens gekommen ist. Stuck gewann bereits das Felsberg- und das Kesselbergrennen und dann als Krönung den Grossen Preis von Deutschland. Im Avus-Rennen und beim Grossen Preis von Frankreich war er bis zu seinem Ausfall Caraeciola, 1901 im deutschen Rheinland als Sohn eines Hotelbesitzers geboren, kam nach gute Vorbildung zur Automobil-Industrie, wo er sein Liebe zum Rennsport entdeckte. 1923 startet «Rudi» das erstemal auf einem Mercedes-Benz. Mehrere kleinere Rennen wurden seine Beute. 1924 wurde er noch aktiver und war bereits auch am Klausen zu sehen. Nachdem er 1S25 sich mit eini gen kleineren Anlässen begnügt hatte, schloss ei das Jahr 1926 mit einer grossen Siegesserie ab Er gewann den Grossen Preis von Deutschland, wurde Erster der Sportwagen am Klausen und siegte auch am Semmering. Das Rennen zur Eröff nung des Nürburgrings 1927 endete ebenfalls mit einem Sieg Caracciolas. Am Klausen holte er sich erneut die beste Sportwagenzeit. 1928 gewann Caracciola zum zweitenmal den Grossen Preis von Deutschland, daneben siegte er bei einer schönen Anzahl von Bergrennen. 1929 fiel ihm der Sie? bei der schweren Tourist Trophy zu und 1930 ge wann er u. a. den Grossen Preis von Irland und das Schwabenbergrennen, daneben setzte er sich auch am Klausen erneut als schnellster Sportwagenfahrer durch. Nun begann die grosse Zei des Deutschen. 1931 trimphierte er in der Mille Miglia, daneben gewann er das Eifel- und das Avus-Rennen und schliesslich noch den Grossen Preis von Deutschland. Eine grosse Reihe von Bergrennen brachte ihm ebenfalls Siege. Zweimal wurde er wie Stuok europäischer Bergmeister. 193: ging Caracciola infolge des Rückzuges von Mercedes-Benz vom Sport zu Alfa Romeo über, deren berühmter Monoposto-Equipe er nun ein Jahr lang angehörte. Hier feierte er triumphale Erfolge. Erneut gewann er das Eifelrennen und den Grossen Preis von Deutschland, ferner den Grossen Preis von Lernberg, das Freiburger Bergrekord-Rennen, den Grossen Preis von Monza und den Klausen. Man sieht, mit Caracciola kommt ein Mann nach Linthal, der allerhand hinter sich hat und ein unheimlicher Könner ist. August Momberger. Momherger ist der in der Schweiz wohl am wenigsten bekannte deutsche Fahrer, der am Klausen einen der neuen P-Wagen führen wird. Und doch blickt auch dieser kleine, lebhafte Frankfurter auf eine schöne Reihe von Erfolgen zurück. Schon 1923 begann er auf Mercedes, ohne sich damals besonders hervorzutun. 1924 und 1925 versuchte er sich auf N. S. U., 1926 auch auf Steyr und 1927 begann er auf B'ugatti zu fahren. In diesem Jahre gewann er eine Reihe deutscher Bergrennen. 1929 griff Momberger wieder zu Mercedes- Benz. Er gewann damit den Grossen Preis von St. Moritz und das Bernina-Rennen und schnitt auch auf dem Nürburgring und beim Grossen Preis von Monza gut ab. Seither hörte man im Autosporte nicht mehr viel von Momberger, der dann 1934 plötzlich wieder aus der Versenkung auftauchte und auf dem P-Wagen schöne Leistungen zeigte, auch wenn es bis jetzt noch nicht ganz zum Sieg gereicht hat. Doch, auch hier gilt: Was nicht ist, kann noch werden ... Louis Chiron. Jedes Rennen hat seinen Helden, jedes Publikum seinen Fahrer, dem es bereitwilligst Vorschusslorbeeren spendet, ob er sich dann nachher deren würdig erweist oder nicht. Und die Sympathien des gesamten Klausenpublikums hat jedenfalls immer in ausgedehntestem Masse Louis Chiron besessen, der auch dieses Jahr nicht fehlen wird. ^ Der ausserdrdentlich beliebte Franzose ist um die Jahrhundertwende als Sohn französischer Eltern in Monako geboren. Er war zu Beginn des Krieges noch zu jung, um bereits einrücken zu müssen. Erst 1917 wurde er der Transportabteilung der französischen Armee zugeteilt, und in dieser Funktion hatte er die Ehre, Marschall Petains dankt er auch seine ungemeine Popularität. 1927 holte er sich den Grossen Bergpreis der Schweiz, 1929 schlug er den absoluten Klausenrekord und 1930 fuhr er erneut seine eigene Bestzeit in Grund und Boden. 1932 muste er sich dem Siegeszug des Alfa Romeo-Monoposto beugen, der in der Hand Caracciolas alle anderen Maschinen im Schache hielt. _ 1929 bekam Chiron von Bugatti die Erlaubnis, in einer Zwischenpause das Wagnis eines Startes in Indianapolis zu unternehmen. Der Franzose kaufte sich dazu einen 1500-ccm-Delage; wenn es auch zu keinem Siege reichte, so kam Chiron doch auf einen ehrenvollen mittleren Platz. Nach Frankreich zurückgekehrt, nahm er seine Tätigkeit als Bügattifahrer wieder auf, und zahlreiche Siege markieren diesen Teil seiner ruhmvollen Karriere. 1930 siegte er im Grossen Preis von Lyon, im Grossen Preis von Europa und im Bernina-Rennen. der beste deutsche Fahrer. Seine P-Wagen-Karriere begann er mit der Aufstellung eines neuen 1931 gewann er in seiner Geburtsstadt den Grossen Stunden-Weltrekordes. Noch kann vieles von ihm Preis von Monako und mit Varzi zusammen den erwartet werden — ob er auch so rasch noch den diesjährigen Klausen mit seiner phantastischen Maschine «einpacken» wird? Es gibt Gemunkel, das allen Ernstes davon wissen will Grossen Preis von Frankreich. 1932 belegte er beim Masarykring-Rennen und beim Grossen Preis von Dieppe die ersten Plätze. 1933 brachte' für ihn eine Periode der Enttäuschungen. Er hatte sich von Bugatti freigemacht und wollte als Einzelfahrer sein Glück versuchen. Bald zeigte es sich, dass Rudolf Caracciola. Chiron keinen guten Tausch gemacht hatte, und er war jedenfalls sehr froh, als er zu Ende der Saison 1933 in die Scuderia Ferrari aufgenommen Was Stuck für die Bergrennen ist, das bedeutet Rudolf Caracciola für die Rundstrecken. Dieser hochbegabte, oft verschlossene, immer klug abwägende den Grossen Preis von Marseille, das Masarykringwurde. Auf Alfa Romeo holte er sich noch rasch Deutsche muss am Klausen als ein Wiedererstandener begrüsst werden. Frohe und schmerzliche sammen mit Chinetti hatte Chiron auch das 24- Rennen und den Grossen Preis von Spanien. Zu- Erinnerungen werden ihn berühren, wenn er. ein Stundenrennen von Belgien für sich entschieden. alter Freund der Schweiz, wieder in unser Land Dieses Jahr hat Chiron seine Glanzform erreicht. kommt. Er hat hier einige seiner grossen Siege Sein gewaltigster Erfolg war der Grosse Preis von errungen, aber vergangenes Frühjahr bereitete ihm Frankreich, nur acht Tage darauf gewann er das Schicksal die bitterste aller Niederlagen: seine auch noch den Marnepreis und in Dieppe wurde Frau, seine nie versagende, überall gesehene Managerin, wurde bei Arosa von einer Lawine begraben er Erster eines Vorlaufes. und verunglückte dabei tödlich. Dies ereignete sich Eine englische Sportzeitung hat Chiron seinerzeit als den typischen «Magazingeschichten-Fahrer» in einem Augenblick, als Caracciola sich nach seinem schweren Sturz vor mehr als einem Jahr in bezeichnet, eine Charakterisierung voller Schärfe, Monte Carlo nun soweit erholt hatte, um wieder die auf die ungemeine Liebenswürdigkeit, die an den Autosport denken zu können. Monatelang menschliche Qualität und die sympathische Schlichtheit des eleganten «Louis» hinweist. Er wird gegen war es totenstill um ihn und man fragte sich bereits, ob «Caratsch» überhaupt jemals wieder in die Deutschen am Sonntag keinen leichten Stand laben! einem Rennwagen zu sehen sein werde. Schneller, als man es zu hoffen wagte, ist dies zur Wirklichkeit geworden: Auf das Avus-Rennen hin trainierte Nuvolari und Varzi — das sind die beiden Achille Varzi. Caracciola zum ersten Male mit einem neuen Mercedes-Benz-Wagen. Er verschrieb sich nun derRennkonkurrenzen. Beide sind unerhört scharfe Spitzenfahrer Italiens, die Helden der grossen Daimler-Benz-A.-G. und hat für diese bereits eine Kämpfer, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, Anzahl Rennen bestanden, auch wenn ihm daswenn es um den Sieg geht. Varzi ist den Klausenbesuchern ebenfalls kein Unbekannter mehr. Glück bis jetzt noch nicht hold war. Schon Bekannte Rennfahrer, wie Rüesch, Stuber, Maag, Zwimpfer und Gübelin, starten am Klausen mit Vacnnm-Schalldämpfer weil er durch den darin erzeugten Unterdruck die Auspuffgase absaugt und eine bessere Motorleistung als selbst mit freiem Auspuff erzielt. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit sollten Sie aus diesen Vorteilen für Ihre Lastwagen Nutzen ziehen und diese mit einem Vacuum-Schalldämpfer ausrüsten, wodurch sich die gesteigerte Motorleistung zu einer bedeutenden Brennstoff- Ersparnis auswirkt, die In einem kürzlich unter Kontrolle stehenden Wagen sogar 25% erreichte. Verlangen Sie Prüfungsatteste der Eidgen. Materialprüfungsanstalt, sowie Vorführung und Prospekte bei der t Vacuum-Schalldämpfer A.-G., Zürich Seestrasse 485 Telephon 54.406 Schutz vor den giftigen Auspuffgasen! Gasfort Egli ermöglicht jetzt, den Motor in der geschlossenen Garage laufen zu lassen, ohne die geringste Vergiftungsgefahr der ausströmenden Auspuffgase. 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