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E_1934_Zeitung_Nr.067

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AUTOMOBIL-REVUE

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NO 67 — 1934 Trauerfeier für Ulrich Maag. Eine überaus zahlreiche Trauergemeinde gab dem so tragisch aus dem Leben geschiedenen Zürcher Herrenfahrer am Mittwoch das. letzte Geleite. Das heimelige Kirchlein von Zollikon war bis auf den hintersten Platz gefüllt, als der Gemeindepfarref nochmals das kurze aber inhaltsreiche Leben und Wirken dieses vielversprechenden jungen Mannes, würdigte. Unter den Anwesenden bemerkte man neben den vielen Jugend- und Schulkollegen des Verstorbenen viele seiner militärischen Kameraden und vorab Sports-; freunde. So waren die zürcherischen Rennfahrer vollzählig erschienen und auch die auswärtigen hatten es sich nicht nehmen lassen, ihrem allzeit fröhlichen, aufrichtigen: und gutgesinnten Kollegen die letzte Ehre zu erweisen. Kantonsrat Gassmann erinnerte nochmals an die erfolgreiche und viel zu früh abgebrochene sportliche Karriere von Ulrich Maag. Der Vertreter des Automobil-Clubs, seiner Sektionen und befreundeter Verbände durfte mit voller Ueberzeugung von der aufrichtigen Teilnahme sprechen, welche die gesamte schweizerische Automobilwelt den schwergeprüften Eltern und nächsten Verwandten entgegenbringt. Noch einmal, als der mit Blumen überaus reichgeschmückte Sarg von Freundeshänden in die Erde hinabgelassen wurde und der Pfarrer das Schlussgebet sprach, empfand man mit den Hinterbliebenen die Schwere des Schicksals und die Unersetzlichkeit des Verlustes. Schon jetzt spürt man die Lücke, die der Heimgegangene zurückläs^t und überall bewahrt man ihm wegen seines offenen und freundlichen Wesens, seiner verbindlichen und doch bescheidenen Art das beste und ein dauerndes Andenken. Stiwassen Rapperswiler Seedamm. Der Motorfahrzeugverkehr über die in der schweizerischen Verkehrspolitik schon seit Jahren eine .besondere und eigenartige Rolle spielende See-' dammstrasse, die nach wie vor wegen mangelnder Geldmittel immer noch auf den in Verkehrskreisen schon längst erhofften Ausbau wartet, wird durch neue Verordnungen eingeschränkt. Um eine reibungslosere Ver-, kehrsabwicklung über den Damm zu gewährleisten, hat der st. gallische Regierungs- ,rat für die. Dammstrasse wie für „dl? Jpreh-i brücke in RapperswJl eine heue Verkehrsregelung getroffen. Es kommen in Zukunft nur noch Motorwagen bis zu einem Gesamtgewicht von höchstens 9 Tonnen die Strasse befahren. Alle Motorfahrzeuge dürfen die Drehbrücke nur noch mit einer Maximalgeschwindigkeit von 20 km passieren, wobei das Kreuzen und Ueberholen untersagt ist. Schweizerische Rundschau Zur Herabsetzung der Benzinpreise. Von der in der Casuma zusammengefassten Firmen erhalten wir nachstehende Zuschrift: « Durch die Presse wurde unlängst die Mitteilung verbreitet, dass der Benzinpreis herabgesetzt werden konnte. Dieser erste fühlbare Erfolg, der auf die Aktion der G. I. A. zurückzuführen ist, und der von der Cosuma durch das gute Einvernehmen, das in der Zusammenarbeit der Händlergruppe (Schweiz. Benzin-Union) und der Konsumentengruppe (C. I. A.) herrscht, erreicht wurde, sei besonders hervorgehoben. Diese Herabsetzung ist in der Tat nur dank einem finanziellen Opfer der Pumpenhalter und Lieferanten möglich gewesen. Die Benzinpreisreduktion hätte in keinem günstigeren Augenblick erfolgon können, als gerade jetzt, da wir uns mitten in der Reisesaison befinden. Es ist interessant, festzustellen, dass bis jetzt der Benzinpreis im Verlaufe des Sommers immer erhöht wurde. Nicht zufrieden damit, diese Erhöhung ausgeglichen zu haben, hat die C. I. A. sogar eine sehr fühlbare Senkung des Literpreises erreicht. Ein anderer Erfolg, der nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland grossen Anklang gefunden hat, ist die Vereinheitlichung des Literpreises liegen liessen. in der ganzen Schweiz auf 35 Rp. Dadurch verschwinden die Preiszonen. Wenn wir diesen Erfolg in Ziffern umschreiben, so erhalten wir folgendes Bild: bisheriger neoer Herab- Preia Preis setzung Bergzone I (Engadin, Disentis, Gletsch) 43 Rp. 35 Rp. 8 Rp. Bergzone II (Graubünden, Wallis) 41 » 35 » 6 > St. Gotthard 38 » 35 » 3 > Obertessin 37 » 35 » 2 > Tiefland 36 » 35 > 1 > Basel und Genf 35 » 35 > — Die aus dieser neuen internen Regelung des schweizerischen Benzinmarktes hervorgegangenen Vorteile sind sofort zu erkennen; dennoch seien einige davon erwähnt, die uns als die wichtigsten erscheinen. Was den Tourismus anbelangt: Es ist nicht zu leugnen, dass die Tatsache, das Benzin bei den abgelegendslen Tankstollen des Kantons ,Graubünden, des St. Gotthard, etc. zum gleichen Preise kaufen zu können wie in den Städten des Tieflandes, äusserst ermutigend, eowohl auf die ausländischen wie auf die inländischen Touristen, wirkt, die Berggegenden zu besuchen. Anderseits sei hervorgehoben, dass diese Herabsetzung des Preises von 1 bis 8 Rp./l im Auslande einen sehr günstigen Eindruck erweckt. Einzig Basel und Genf profitieren nicht direkt von dieser Preissenkung, wo, durch die günstige Lage dieser beiden Städte,, der Literpreis für Benzinschon, seit Monaten 35 Rp. beträgt. Es ist aber kaum anzunehmen, dass unsere Miteidgenossen dieser beiden Städte, die oft ins Innere des Landes reisen müssen, "wo sie bis jetzt, sobald sie die Grenze ihres Bezirkes "überschritten hatten, das Benzin teurer bezahlen musstön, gegen diese Massnahrno Widerspruch erheben werden. 'Sie werden trotzdem auf ihre Rechnung kommen, sei es durch den Vorteil, dass sie in der ganzen Schweiz den gleichen Preis bezahlen müssen, sei es durch ihre Lage an der Schweizergrenze, wo die Zahl der einreisenden Touristen, die durch die Herabsetzung und Vereinheitlichung des Benzinpreises angezogen werden, stark ansteigen wird. Diese Vorteile werden ihnen die Mithilfe an diesem solidarischen Werk erleichtern. Dieser Einheitspreis hebt eine groese Ungerechtigkeit auf und trägt viel zur Sanierung des Benzinmarktes bei. Es war tatsächlich ungerecht, dass Städte" wie Sehaffhausen, St. Gallen, Buchs, Chiasso, La Ghauxde-Fonds, Pruntrut, um einige zu nennen, in ihrer Eigenschaft als Grenzorte nicht auch den gleichen Vergünstigungspreis wie Basel und Genf gemessen konnten. Früher oder später wäre die Cosuma an welche diesbezüglich verschiedene Reklamationen gelangten, gezwungen gewesen, diese Ungerechtigkeit auszugleichen, wenn sie sich nicht den Vorwurf der Willkür gefallen lassen wollte. Während die zweite Lösung nicht in Betracht kommt, hätte die erste das ganze, von der Cosuma unternommene Sanierungswerk vernichtet. Die Frage der Preiszonen als solche (es hatte deren 6 : Genf und Basel. Tiefland, Obertessin, St. Gotthard, Bergzonen I u. II) kann, wie jede fiktive Abgrenzung, eine gewisse Ungerechtigkeit und eine WillkürJichkeit hervorrufen. Es können z. B. zwei Pumpenhalter 1 km von einander entfernt sein, deT eine in der Zone des Tieflandes, wo der Benzinpreis 36 Rp. ist, und der andere in der Bergzone I, wo der Berizinpreis 41 Rp. ist (Fall Wallis und Graubünden). Dadurch wird der letztere aus Konkurrenzrücksichten dazu verleitet, das Benzin zum Preise der tieferen Zone zu verkaufen, und es muss gegen ihn eine Sanktion ergriffen werden. Daraufhin wird er bestimmt eine Auenahmebehandlung verlangen. Wenn ihm diese gewährt wird, so liegt ein Präzedenzfall vor, die Frage der Abgrenzungen wird wieder auftauchen und die Sanierung des Benzinmarktes dadurch schwer gefährdet. Wenn ihm diese Vorzugsstellung nicht gewährt wird, betrachtet er dies, und zwar nicht so ganz zu unrecht, als schwere Verletzung seiner kaufmännischen Interessen. Es darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass die Konkurrenzfreiheit durch die Kompensation und Kontingentierung nicht mehr besteht. Mannigfach waren die zu lösenden Probleme. Es handelt sich.darum: • ... * a) Entweder die Preiszonen, wie sie bisher bestanden, beizubehalten und so die durchschnittlichen Transportkosten auf Fr. 1.90 % kg zu belassen, was eine den Tourismus schädigende rWirkung haben könnte; - >; b) oder aber in der ganzen Schweiz den. Einheitspreis einzuführen, wobei Genf und Basel die Vorzugsstellung zu belassen wäre. Dies hätte aber zur Folge, •, dass die, durchschnittlichen Transportkosten auf Fr. 1.98 % kg steigen wüfc) oder endlich, den Einheitspreis für die ganze Schweiz ohne Ausnahme festzusetzen, was die Unkosten erheblich herabsetzt und den durchschnittlichen Transportpreis auf Fr. 1.76 % • ig reduziert. Dies ist die von der COSUMA gewählte Lösung, die einerseits den Tourismus fördert und anderseits die Preiszonen aufhebt.- T. C. S. Autosektion Aargau Seenachtfest am Haflwllersee. Samstag, den 18. August, abends 9 Uhr, veranstaltet die Sektion Aargau beim Strandbad in Meisterschwanden ein Seenachtfest, wobei ein prächtiges Feuerwerk abgebrannt wird. Nach dem Feuerwerk findet im Hotel «Seerose» eine gemütliche Zusammenkunft mit Tanz statt. Wir erwarten einen grossen Aufmarsch unserer Glübmitglieder mit Angehörigen. Die Veranstaltung wird nur bei günstiger Witterung durchgeführt. Autosektion Waldstatte Bündnerlandfahrt vom 12.—15. August 1934. 1. Tag, Luzern — Pontresina. Der Vorstand der Sektion war nicht schlecht beraten, ale er seine Mitglieder zu einer viertägigen Fahrt ins Bündnerland eingeladen hat. Das Programm der Reise war so verlockend, dass sich Sonntag morgens 6 Uhr dem Organisationskomitee 25 Wagen mit 67 Insassen zur Abfahrt meldeten. Wohlgemut und mit hoffnungsvollem Vertrauen setzte sich die lange Autokolonne auf den Weg. Zug Hessen wir hinter uns, nicht ohne dass wir Luzerner unser Kantonsemblem in Form einer ausgestreckten Katze, welche auf Konto unseres zweiten Führers ging, In flüssiger Fahrt und in völlig aufgeschlossener Kolonne passierten wir den Hirzel und den Kerenzerberg, wo unser Herr Tourenleiter Max Schumacher Heerschau hielt und in einer flotten Begrüssungsansprache hoch über dem blauen Walensee, in herrlich warmem Sonnenschein die gesamte Touring-Gemeinde sich näher brachte. In Sargans kurzer Halt zum Znüni, dann nach Chur, wo uns ein gut mundendes Mittagessen serviert wurde. Wir hatten nun die Ehre, angesichts eines in den Schweizer-, Bündner- und Luzerner-Farben geschmückten Saales den Präsidenten des Touring- Clubs der Schweiz, Sektion Graubünden, Dr. Brügger mit Gemahlin in unserer Mitte zu sehen. In markanter Sprache schilderte uns der Sprecher die Anfänge des Autotourismu6 im Kanton Graubünden, welcher anfänglich von den urchigen Bergbewohnern mit .scheelen,, Augen, später aber mit Freude angesehen wurde! An dieser Stelle dem Referenten Dank von allen Waldstättern für den schönen Willkommensgruss. Um 2 Uhr wurde der zweite Teil des Tages in Angriff genommen. Ueber Lenzorheide ging es der Albulapasshöhe (2315 m ü. M.) zu, wo ein kurzer Halt eingeschaltet wurde. In wohlbekannten Schloss-'und Parkhotels werden wir und unsere Stahlrasse, die,uns unter sicherer Hand 235 km von der engeren Heimat entführten, zwei glückliche Tage verleben. H. A. ÄUTOMOBTC-R'EVUE - 15 KANTONALVERBAND BERNISCHER A. C. S.- SEKflONEN. Picknick in den Freibergen, Sonntag, 19. August 1934. Die Organisatoren des ersten gemeinsamen Picknicks bei Saignelegier sind um Attraktionen nicht verlegen. So hat der Arbeitsausschuss für den Unterhalt der Jungen und Jüngsten die bestbekannten «Fratellini Clowns> zu einem besonderen Freiluftgastspiel verpflichtet. Anmeldungen zum Besuche des Picknicks und für das Mittagessen aus der Feldküche sind bis spätestens Freitag den betreffenden Sektionssekretariaten zuzustellen. Ab Samstag, 16 Uhr, können bei den Telephonämtern Bern, Burgdorf und Biel sowie bei Noiraont Nr. 6 die letzten Dispositionen der Veranstalter wegen der endgütligen Abhaltung eingeholt werden. h. SEKTION BERN. Auiofuchsjagd mit dem Berner Aero-Club. Morgen Samstag findet auf dem Belpmoos erstmals diese neuartige Konkurrenz statt. Es können noch weitere Anmeldungen berücksichtigt werden. Interessenten sind gebeten, sieh unverzüglich mit dem Sektionssekretariat in Verbindung zu setzen. Teilnehmer und Freunde der Autofuchsjagd sind gebeten, Samstag, 21.30 Uhr, der Preisverteilung im idyllischen Belpmoos beizuwohnen. Die Preisverteilung ist umrahmt von einem Bai Champötre. h. SEKTION ZÜRICH. Die für den 12. August vorgesehene Picknick- und Strandbadfahrt nach Nuolen musste der ungünstigen Witterungsverhältnisse wegen nochmals verschoben werden und findet nun nach gleichem Programm kommenden Sonntag, den 19. August, statt. Treffpunkt ab 11 Uhr vormittags beim Bad Nuolen. Für das Hindernisfahren vom 2. September, welches mit einem ACS-Flugtag in Dübendorf verbunden wird, ist das Reglement erschienen. Die gestellte Aufgabe besteht darin, die mit Hindernissen versehene Asphaltstrasse zwischen dem Flugplatzrestaurant und den Zivilhangars möglichst rasch zu durchfahren, wobei jeder Teilnehmer drei Runden zurückzulegen hat; vorgängig wird eine Trainingsrunde gestattet. Zu diesem Einzel Wettbewerb gesellt sich ein Paarfahren. Hier werden zwei Fahrzeuge, die durch eine Schnur oder ein Gummiseil oder Aehn- Iiches miteinander verbunden sind, die etwas abgeänderte Prüfungsstücke befahren. Sobald das Verbindungsstück reisst, scheiden die Konkurrenten aus. Für die Bewertung beider Konkurrenzen ist die chronometrierte Zeit massgebend. Zugelassen sind Fahrzeuge ohne Koimpressormotoren. Sollten sich aber genügend Anmeldungen für Fahrzeuge mit Kompressormotoren ergeben, so würde diese Wagenkategorie gesondert ausgefahren. Eine Einteilung der Wagen nach Zylinderinhalt in verschiedene Klassen findet nicht statt; die Hindernisse werden derart angelegt, dass ein gerechter Ausgleich geschaffen ist. Auch eine Unterscheidung der Fahrer in Amateure und Experten fällt weg. Die iAnmeldefrist läuft am 39. August, 18 Unr, ab; das •Wenngeld beträgt Fr. 10.— pro Auto. Der Wettbewerb zählt als obligatorische Konkurrenz für die Sektionsmeisterschaft 1934 Der Wettbewerb beginnt am 2. September 9 Uhr mWgens'-und wird für den Fäll ungünstiger Witterung auf den 9. September, zusammen mit dem „ACS-Flugtag, verschoben. S. Sommer-Alpenposten. In der 8. Betriebswoche wurden 37.056 Passagiere oder 6419 mehr als in der entsprechenden Vorjahrsperiode transportiert. Von den 36 Kurslinien verzeichnen nur 7 Minderfrequenzen, die mit —122 auf der Melchtallinie das Maximum erreichten. Mit 1389 Passagieren nimmt die neu eröffnete Linie Stalden-Huteggen nach wie VOT eine Spitzenstellung .ein. Erhebliche Frequenzerhöhungen haben vor allem die Kurse St. Moritz- Malbja (+959), Nesslau-Buchs (+877), Gotthard (+559), Martigny-Champex (+401), Küblis-St. Antönien Platz (+371) und Sion-Hauderes (+366) zu verzeichnen. Wenn auch die jüngste Betriebswoche wie ihre Vorgängerinnen nicht mehr die grossen Frequenzen der ersten 6 Berichtsabschnitte aufweisen, so wirkt sich die dieses Jahr durchgeführte Preisreduktion immer noch sehr attraktiv auf die Frequenz unserer Alpenposten aus. Xus d« Jk. C. S- Verkehr (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Strasse Gersau-Vitznau. Im Zuge der internationalen Automabilstrasse Amsterdam - Strassburg - Basel - Luzern - Gotthard - Bellinzona - Mailand - Rom ist das Stück auf dem Territorium Gersau sicher ein kleiner Abschnitt. 4,2 km ist seine Länge, und doch je länger je mehr ist sie ein unerträglicher Hemmschuh für den Automobilverkehr auf dieser herrlichen Route. Die Schweizerstrecken Basel-Luzern und Luzern-Vitznau sind heute durchwegs mit modernen Strassenbelägen ausgebaut, und die Reststrecke von 600 m auf Vitznauerboden bis zur obern Nase (Schwyzergrenze) wird im Winter 1934/35 ebenso modern und grosszügig ausgebaut wie die bisherige luzernische Etappe Greppen-Vitznau. Die Strecke Gersau-Brunnen wird noch im August 1934 teilweise verbreitert und durchgehend mit einem staubfreien Belag versehen, so dass auch das schwyEerische Strassenstück Gersau-Sisikon noch diesen Herbst als ausgebaut gelten darf. Da fragt sich der Strassenbenützer unwillkürlich, warum sind eigentlich die 4,2 km von der obern Nase bis Gersau- Dorf eine solch elende Staub- und Steinwüste, ein Strassenstück, das das Befremden des gesamten autofahrenden Publikums heraufbeschwört. Die Antwort- ist sehr einfach: diese Strasse ist unverständlichorwoise Bezirksstrasse, ist Eigentum des Bezirkes Gersau und geht der Mittel, die Bund und Kanton aus Benzinzoll und Autosteuern beziehen, fast vollständig verlustig. Die Strasse sollte fast ausschlieslich aus Steuergeldern des Bezirkes Gersau unterhalten und ausgebaut werden. Ist dieser Zustand richtig? Bund und Kanton nehmen die Einnahmen, und ein Bezirk soll die Strasse unterhalten, die durch einen interkantonalen und internationalen Automobilverkehr benützt wird. Zuverlässige Schätzungen ergeben, dass während den Sommermonaten Sonntag für Sonntag rund 1000 Motorfahrzeuge diese Strasse befahren. Ostern und Pfingsten 1034 ergaben einen Verkehr von je 1500—1700 Motorfahrzeugen. Diese Verkehrsziffern dürften zur Genüge klarlegen, dass eine solche Strasse heute nie und nimmer mehr den Charakter einer, Bezirksstrasse, sondern die Bedeutung einer Kantonsstrasse hat. Die Behörden von Gersau haben schon oft und oft wegen der Uetbernahme durch den Kanton hei der h. Regierung von Sohwyz angepocht, leider immer ohne Erfolg. Deshalb ist es heute einmal an der Zeit, die gesamte schweizerische Oeffentlichkeit auf diesen unhaltbaren Zustand aufmerksam zu machen. Der Stand Schwyz hat sich seit 50 Jahren um die Kantonalisierung dieser Strasse herumgedrückt; wie lange er sich noch seiner Pflicht entziehen will, ist uns heute nicht bekannt. Für den Bezirk Gersau bedeutet der Ausbau und gehörige Unterhalt der Strasse Gersau-Vitznau den vollständigen Ruin seines Bezirkshaushaltes. Der Automobilist kann also den Ausbau dieses Strassenstückes nich't eher erwarten, als dieses in das Netz der Staatsstrassen übernommen wird. C. Veranstaltungen. Das Programm des Grossen Preises der Schweiz. Mit Riesenschritten geht es dem im ganzen Land mit höchster Spannung erwarteten Grossen Preis der Schweiz in Bern zu. Soeben ist auch das überaus geschickt aufgemachte Programm der grössten autosportlichen Veranstaltung unseres Landes erschienen. Das sehr gefällige Titelblatt stellt eine selten gelungene Reproduktion des ausgezeichneten Grand-Prix-Plakates dar. Auch der Inhalt ist von erfreulicher Uebersichtlichkeit und Reichhaltigkeit Ein Blick auf die Zusammenstellung des Ehrenkomitees lässt einem erst die Internationalität dieses Anlasses richtig erahnen, auch von der Grosse der Organisation erhält man durch die Aufzählung der leitenden Persönlichkeiten einen schwachen Begriff. Ein sehr übersichtlicher Plan orientiert über die Lage der Rennstrecke, Ordnungsvorschriften geben Anweisungen, wie man sich während des Grossverkehrs zu verhalten hat, im ferneren enthält das Programm alle Angaben über Eintrittspreise, Parkplätze, dann findet man auch eine Ansicht und Platzanordnung der grossen Ehrentribüne, zwei Seiten Aufnahmen der bekanntesten Konkurrenten und dann schliesslich die Nennlisten mit den tabellarischen Ueborsichton über den Verlauf des Rennens. In einer schematischen Darstellung wird auch die Rundontafel gegenüber der Ehrentribüne erläutert. Eine Tabelle der Rundenzeiten und -mittel, sowie der Extrazüge schliesst das kleine, hübsche Heftchen ab. Auf den A.C.S.- Sekretariaten kann das Programm bereits bezogen werden, und von Samstag an ist es auch bei den wichtigeren schweizerischen Bahnhofkiosken erhältlich, mb. Erste internationale Alpenwertungsfahrt für Motorfahrzeuge mit Ersatzbrennstoffen (17. September bis 7 Oktober). Allmählich beginnt man sich auch in der Schweiz etwas intensiver um die Ersatzbrennstoffe zu interessieren, und namentlich unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnissen stellt sich mehr als sonst mancher Lastwagenbeeitzer die Frage, ob er seinen Wagen auf Holzgas oder auf irgend einen andern sogenannten nationalen Brennstoff umbauen lassen will. Die erstmals von Italien, Oesterreich und der Schweiz durchgeführte Konkurrenz dient zur praktischen Prüfung der Verwendungsmöglichkeit von Ersatzbrennstoffen für Kraftfahrzeuge inkl. Diesel- und Dampfbetrieb, insbesondere im gebirgigen Gelände. Die Wertungsfahrt wird eingeteilt in die Zufahrt, die gemeinsam« Rundfahrt und in die Abfahrt. Ersterer und letzterer Teil, die etwa mit je 500 km bemessen sein sollen, sind fakultativ und stehen unter nationaler Kontrolle. Die gemeinsame Rundfahrt ist obligatorisch und steht unter internationaler Kontrolle. Der Start der gemeinsamen Rundfahrt erfolgt am 22. September in Innsbruck, der Start der nationalen Zufahrt am 17 September in Bern, Mailand und Wien, mit Ziel Innsbruck. Am 4. Oktober erfolgt der Start der nationalen Abfahrt von Innsbruck mit Ziel Bern, Mailand und Wien. Die Fahrtstrecke der gemeinsamen Rundfahrt führt über Innsbruck, Feldkirch, Garns, Wildhaus, Wattwil, Rickenpass, Zürich, Glarus, Linthal, Klausenpass, Altdorf, Andermatt, St. Gotthard, Bellinzona, Como, Milano, Brescia, Riva, Trento, Primolano, Bolzano, Passo di Pordoj, Passo di Falzarego, Cortina d'Ampezzo, Dobbiaco, Lienz, Spittal a. Draun, Katschberg, Mauterndorf, Tauernhöhe, Rastatt, Kitzbühel, Innsbruck. Zur Konkurrenz sind alle Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zugelassen, die sich als Betriebsmittel während der Gesamtdauer der Fahrt folgender Treibstoffe bedienen: Feste Kraftstoffe, wie Holz, Holzkohle, Lignit oder dergleichen. Gasförmige Kraftstoffe, wie Erdgas (Methan) oder andere Gase. Flüssige Kraftstoffe, wie Alkohol, Alkoholgemische oder sonstige Mischkraftstoffe, insofern nicht mehr als 50 Gewichtsprozente Benzin enthalten sind. Beliebige Mischungen der erwähnten Kraftstoffe. Ferner sind zugelassen Motorfahrzeuge mit Motoren nach dem Dieselprinzip sowie mit Dampfbetrieb, ferner Vergleichsfahrzeuge der gleichen Bauart wie die erwähnten, die zwecks weitestgehender Wertungsmöglichkeit die für die betreffende Bauart als normal anzusprechenden Kraftstoffe (Benzin, Benzol usw.) verwenden. Erste «Berejchilbi» auf Seebodenalp. Sonntag, den 19. August 1934 findet nachmittags 12% Uhr auf der auch Automobilisten bekannten Seebodenalp ob Küssnaeht am Rigi eine mit Nationalspielen und Budenleben verbundene Bergchilbi statt. Personelles: P. Werner Risch, Automobile, Zürich. Die Prokura von W. 'Schoch ist erloschen. Huiles Minerales S. A., Prilly. Rechtsverbindliche Einzelunterschrift wurde an J V Kohler, der schon bisher, jedoch ohne Unterschriftsberechtigung dem Verwaltungsrat angehörte, erhält nun rechtsverbindliche Einzeluntenschrift. Diese führen neben ihm noch H. Chenaud, Delegierter des VerwaltungRrates, J Gay, Direktor und H. Hauser, Prokurist. Kollektiv zeichnen je zu zweien die Mitglieder des Verwaltungsrates: H. Burrus, H. Boucher, G. Perrot, L. Chabloz und Gh. Andre. F. Bernhard, Rotbachgarage, Lachen. Inhaber der Firma ist Ferdinand Bernhard in Lachen. Autogarage und Reparatur-Werkstätte. Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi. Chefredaktion. W. Mathys. — Or. E. Waldmeyer. — M. Bolliger. Telephon der Redaktion: 28.222 (Hallwag). Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.