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E_1934_Zeitung_Nr.067

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noch die Kosten für die

noch die Kosten für die Zeugenentschädigung (1 bis 5 Fr.) kommen. Es sind also schnell beträchtliche Summen nur an Zeugenkosten aufgelaufen. Der beste Weg ist der gerade; ehrliche Weg. Der Strafrichter wird denjenigen streng bestrafen, der frech drauflos lügt. Aus dieser Ueberlegung heraus haben alle Strafprozessordnungen eine Bestimmung, wonach das Geständnis strafmildernd wirkt. Soll man sich gegenüber den Anschuldigungen verteidigen? Soll man still bleiben und den Mund halten, wenn Zeugen, die alles ganz genau gesehen haben wollen, von 100 Kilometer Geschwindigkeit schwefeln usw.? — Solche Anschuldigungen werden immer einer Diskussion über die Schuldfrage und gegenseitigen mehr oder weniger höflichen Vorwürfen rufen. Es ist in einer solchen Situation dann schwer, ruhig zu bleiben. Wie sehr sich dies aber lohnt, sei hier kurz dargelegt: Bei einem Wortwechsel werden die Beteiligten von der genauen Prüfung der Tatsachen abgelenkt. Sie suggerieren sich ganz unbewusst Behauptungen, von deren Richtigkeit sie sich nicht überzeugt haben. Aus erbitterter Feindschaft heraus lassen sich die Parteien leicht zu übertriebenen Behauptungen verleiten. Ihre Aussagen werden nicht mehr ganz objektiv sein, weil sie in der Gegenpartei nicht mehr den aufrichtigen Gegner sehen. Zeugen werden aus den soeben erwähnten Gründen für die eine oder andere Gruppe Partei ergreifen. Bei der unheimlichen Schnelligkeit, mit welcher sich Zusammenstösse ereignen, ist es für die unbeteiligten Zeugen doppelt schwer, wenn nicht gar unmöglich, im Streit Gehörtes vom selbst Wahrgenommenen zu unterscheiden. In solchen Situationen ist es am besten, wenn man die Diskussion ruhig und bestimmt abbricht mit dem Hinweis, dass die Zeugen nicht über die Schuldfrage zu urteilen haben, da dies Sache des Richters sei. Dann wird man den Anwesenden die Fahrspuren zeigen, den Unterschied zwischen Fahr- und Rutschspur erklären, sie die Länge der Spuren oder die Entfernung vom Strassenrand abschätzen oder abschreiten lassen. Man wird sehen, dass die Anwesenden mit grossem Interesse dabei sind. Bei leichtfertigen, übertriebenen Anschuldigungen wird ein leichter Hinweis genügen, dass der Betreffende seine Aussagen vor dem Richter zu verantworten habe, offensichtliche Uebertreibungen dem Ansehen seiner Person nicht förderlich seien, abgesehen von den Folgen falschen Zeugnisses. Wenn dann auch das nicht hilft, wird man sich einige offensichtlich unrichtige Aussagen merken, um sie dem Polizeimann rapportieren zu können. Dann ist dieser Zeuge, weil unzuverlässig, nicht sehr gefährlich. Unter Umständen können einige solcher Aussagen für den Prozess ausschlaggebend sein. Der Richter ist in der Beweiswürdigung frei und die Aussagen eines einzigen zuverlässigen Mannes können mehr Einfluss haben als ein halbes Dutzend Zeugen, denen man eine ganze Reihe falscher Behauptungen nachweisen kann. Soll man sich fremde Personen als Zeugen notieren? Viele Automobilisten unterlassen dies, weil sie sich auf die Wageninsassen verlassen. In der Richterpraxis hat sich aber herausgestellt, dass die Automobilinsassen meistens zugunsten ihres Wagenlenkers aussagen, und er macht deshalb einen grossen Unterschied zwischen «beteiligten» und «unbeteiligten» Zeugen. Die praktische Auswirkung ist die, dass der Richter in der Regel den Aussagen von ein bis zwei fremden, unbeteiligten Zeugen mehr Beweiskraft zumisst als den übereinstimmenden Aussagen der vier bis fünf Automobilinsassen. Es ist darum sehr zu empfehlen, sich einige unbeteiligte Zeugen zu notieren. Wichtig ist da- Auto Eine der längsten Postkurs-Verbindungen Die längste Autopostverbindung auf deutschem Boden wurde vor kurzem eröffnet. Die Omnibusse bewältigen die 880 km lange Entfernung in drei Teilstrecken: Zunächst geht es von Baden-Baden durch den Schwarzwald nach Freudenstadt und Freiburg, dann mit der Schwarzwaldpost über St. Blasien und durch den Hegau zum Bodensee nach Konstanz und nach Lindau, wo die Reisenden von der Deutschen Alpenpost aufgenommen werden, um schliesslich über Garmisch- Partenkirchen nach Berchtesgaden zu gelangen. Frankreich ratifiziert das Genfer Abkommen über d'e Verkehrssignale. Der französische Senat hat kürzlich ein Gesetz gutgeheissen, mit welchem das internationale Genfer Abkommen vom Jahre 1931 über die Vereinheitlichung der Verkehrssignale angenommen wurde. Das Ministerium des Innern hatte übrigens, ohne die Ratifikation abzuwarten, bereits seit dem Jahre 1932 den ihm untergeordneten Strassenbehörclen empfohlen, bei der 'Neuaufstellung von Signalen sich an die Uebereinkunft von Genf zu halten. Das Gesetz bestimmt, dass die Verkehrssignalisation bis spätestens 1. Januar 1936 in ganz Frankreich durchgeführt sein muss. Zu diesem Zweck werden etwa 100,000 neue Signaltafeln benötigt. Diamantenes Jubiläum der amerikanischen Petroleumindustrie. In die Tage des 24. bis 27. August fällt die Wiederkehr des 75. Geburtstages der amerikanischen Petroleumindustrie. Das historische Städtchen Titusville in Pennsylvanien, rüstet zu einer würdigen Kundgebung, an der mehrere Tausend Oelarbeiter teilnehmen und den Erfolg dieser grandiosen Entwicklung feiern werden. Im Jahre 1859, am 27. August, wurde von zwei unermüdlichen Pionieren namens Townend und Drake, die schon den bei, dass man sich ihren Standpunkt merkt, d. h. die Stelle, von wo aus sie den Zusammenstoss beobachtet haben. Es lassen r sich dadurch viele unnötige Zeugeneinvernahmen vermeiden. Der Richter und die Versicherungsgesellschaft wissen dann zum voraus, welche Beobachtung der Zeuge wirklich machen konnte und welche nicht. Ganz abzuraten ist von einem nachträglichen Besuch der Zeugen, um von ihnen Einzelheiten über den Unfallhergang zu erfahren. Solche Besuche, auch wenn sie gar nicht schlecht gemeint sind, haben immer das Odium einer Beeinflussung, wenn nicht, gar eines Indiziums für Anstiftung zu falschem Zeugnis an sich. M. N. Der Ausbau der Wanderwege Der moderne Fährverkehr, der die Strassen stärker und ausschlie'sslicher in Anspruch nimmt, als dies früher der Fall war, dazu das im Zeitalter von Sport und Freizeit wieder erwachte Wanderbedürfnis haben dem Verlangen nach dem Ausbau von Wanderwegen gerufen. Sie sollen dem Wanderer ermöglichen, abseits der für ihn ungeeigneten Fahrstrasse von Ort zu Ort zu gelangen und die Schönheiten unserer heimischen Landschaft unge- AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N» 67 her Zusammenbruch von zwei von ihnen gegründeten Oelgesellschaften erlebten, die Ausbeutung erneut an die Hand genommen und durch das erste, 69% Fuss tiefe Bohrloch die eigentliche pennsylvanische Oelindustrie erfolgreich begründet. Die historische Stätte, die jetzt ausserhalb des Hauptproduktionsgebietes liegt, umgibt heute ein Park, wo in einem grossen Museum die stummen Zeugen von der Gründung einer Weltindustrie zu finden sind, in deren Schatten seit der Entdeckung der ersten Oelseen schon manche vernichtete Existenz vergessen wurde. Amerikas Automobilproduktion. Für den Monat Juli wird die Autotnobilproduktion der Vereinigten Staaten und Kanada auf 275,000 Personen- und Lastwagen geschätzt, gegenüber 322.000 Einheiten im Vormonat und 352,000 im Mai sowie 379,000 Einheiten im April 1934. Der Produktionsrückgang der letzten Monate ist in erster Linie saisonmässigen Einflüssen zuzuschreiben. Nach obigen Schätzungen war die Juli-Erzeugung um 35,000, bzw. um 160,000 Einheiten grösser als in der entsprechenden Periode der beiden Vorjahre. In den ersten 7 Monaten des laufenden Jahres sind in Amerika und Kanada, cinschliesslich der geschätzten Juli-Produktion, 2,077,000 Automobil hergestellt worden, gegen 1,271,000 Wagen in der vorjährigen Parallelperiode und 1,027,000 Automobile in den erten 7 Monaten des Jahres 1932. Berücksichtigt man nur das erste Halbjahr, so ergibt sich für 1934 eine Produktionsquantität von 1,796,409 Einheiten, gegenüber 1,028,376 Wagen im ersten Semester 1933, was einer Zunahme um 75% entspricht. Von der Gesamtproduktion entfallen 1,467,788 Stück auf Personenwagen und 328,621 auf Lastwagen. Die Personenwagen haben somit eine Zunahme um 69%, die Lastwagen eine solche um 105% gegenüber dem Vorjahre zu verzeichnen. stört zu gemessen. Zugleich wird dadurch eine wertvolle Entlastung des Fahrverkehrs erreicht. Die «Automobil-Revue» war eines der ersten Blätter, die sich für die neue Bewegung interessierten. Im November letzten Jahres gab sie Geegenheit zur Entwicklung des Programms und berichtete über die Gründungsyersammlung der Z ü r- cherischen Arbejtsgem ein schaftfür W a n d o r w e g e ( (Z. A. W.). Seither Ist jenes"Programm in seinen' Grundsätzen in die Wirklichkeit übergeführt und die Arbeit in den meisten Punkten in Angriff genommen worden. Der kantonale Vorstand hat im Sinne des Vortrages des Initianten die Tätigkeit sogleich aufgenommen. Zunächst wurde, entsprechend den geographischen und Geländeverhältnissen des Kantons Zürich, ein Netz radial von der Hauptstadt ausgehender Hauptwege bestimmt: Zürich - Kilchborg - Zimmerberg - Hirzel - Schindeliegi - (Etzel), Zürich - Albiskamm - Albishorn - Sihlbrugg, Zürich - Albis - Baldern - Bezirk Affoltern - (Zug u. Luzern), Zürich - Uitikon - Birmensdorf (-Bremgarten), Zürich - Höngg - Regensdorf - Regensberg - Lägern (-Baden), Zürich - Oerlikon - Katzensee - Glatt - Strassberg - Glattfelden - Rhein, Zürich - Kloten - Irchel - Rheinau (-Schaffhausen), Zürich - Wallisellen - Bassersdorf - Töss - Winterthur, Zürich - Zürichberg - Dübendorf - Effretikon - Kyburg - Winterthur, Zürich - Greifensee - Fehraltorf u. Pfäffikon -Tösstal, Zürich - Forch - Mönchaltorf - Wetzikon - Bäretswil - Oberland, Zürich - Forch - Pfannenstiel - Grüningen - Oberland, Zürich - Forch - Pfannenstiel - Hombrechtikon (-Rapperswil). Das Ende verschiedener dieser Wege stellt bereits den Anschluss an ausserkantonale Netze her Diesen Hauptrouten kommt indessen kein Vorrecht irgendwelcher Art zu (höchstens dass ihre Markierung zuerst in Angriff .genommen werden kann); ihre Aufstellung ist hauptsächlich arbeitsteehnisch bedingt. !>An sie läsft sich nämlich das ganze Netz von Verbindungswegen. Abstiegen nach Dörfern, Bahnhöfen und Schiffsstatiorien anfügen und übersichtlich gruppieren. Das Hauptaugenmerk galt der Gewinnung von lokalen Mitarbeitern. In erster Linie kamen die örtlichen Vprkehrsvpreine in Frage, die durch ihre Kenntnis der Verhältnisse und den Vorkehr mit Behörden und Grundbesitzern wertvolle Dienste leisten konnten. Ihre Vertreter haben sirh überall bereitwillig in den Dienst der guten Sache gestellt. Unter Mithilfe dos kantonalen Jugendamtes und der .lugendsekrctariate dpr Bezirke wurden sodann die .Tugendgruppen von Ferien und Freizeit, die Pfadfinder usw gewonnen, um die von den Vertretern der Verkehrsverpine bestimmten Wege zu begehen und die Beschriftung der Wegweiser vorzubereiten. Dabei hat es sich als sehr zweckmässig erwiesen, für jeden Bezirk oder ein geographisch zusammengehöriges Gebiet eine Oberleitung zu bestellen, damit die Routen «durchgängig» markiert werden können. In diesem Sinne ist in fast allen Teilen des Kantons die Arbeit während des Sommers im Gang. Eine genaue Wegleitung umschreibt den Aufgabonkreis der örtlichen Mitarbeiter Langes und sorgfältiges Studium erforderte die Form und Beschriftung der AVegweiser Ein TYPUS, der für die Autostrasse passt, ist für den Wanderer unbrauchbar und umgekehrt. Das von einem Graphiker ausgeführte Modell wird enthalten: 1. dpn Standort des Wegweisers und eventuell die Höhenlage; 2. das Nahziel: 3. das Fernziel; 4. das Geschäftszeiten der Z.A.W., das Zürcher Wappen mit zwei W Dieses Signum kann auf bereits vorhandene Wegweiser aufgemalt oder befestigt werden, wodurch diese in das ganze Netz einbezogen werden. Das gibt dem Wanderer das Gefühl sicherer, einheitlicher Führung. Einfache Zwischentäfelchen vermeiden eine Häufung der Wegweiser und geben in Zweifelsfällen die Richtung an. Sukzessive wird auch an die Verbesserung bestehender 1 und die N'cuanlagc fehlender Wegstücke als Verbindungen herangetreten. Die markierten Wege werden später der Oeffentlichkeit bekanntgegeben und durch eine einfache Wanderkarte dargestellt. Inzwischen studierte der Geschäftsführer persönlich das seit Beginn des Jahrhunderts bestehende Weg- und Markierungssystem im Schwarzwald. Es ist vorbildlich und grosszügig organisiert und bietet wertvolle Fingerzeige für unsere Arbeit. Aber was sich für ein verhältnismässig dünn he- siedeltes Gebirgsland eignet, lässt sich nicht ohne weiteres auf unser dicht bewohntes Mittelland übertragen. Wo sich Gelegenheit bot, wurde in Versamm-t lungen von Verkehrsinteressenten und Jugendgruppen für den Gedanken geworben, und zwar durchwegs mit gutem Erfolg. Es gehört zum erfreulichsten an unserer Arbeit, dass die Bewegung bei Behörden und Bevölkerung, bei Einzelpersonen und Verbänden lebhaft begrüsst wird. Ferner ergab sich bald eine wertvolle Zusammenarbeit mit dem VVanderbund der «Zürcher Illustrierten» Demnächst wird auch der Aufruf an die Oeffentlichkeit gelangen, durch den die Mitgliederwerbung eingeleitet wird. Dieser Aufruf ist unterzeichnet von mehr als zwei Dutzend Behörden und Verbänden. Die Einzelmitgliedschaft wird erworben durch einen Jahresbeitrag von mindestens Fr. 2.—. Verbände treten mit einem Jahresbeitrag von Fr. 10. an als stimmberechtigte Kollektivmitglieder bei. Je lebhafteren Widerhall unser Aufruf findet, um so eher -wird die Z. A. W. in den Stand gesetzt, die zahlreichen Wegweiser herstellen zu lassen. Dies geschieht während des Winters durch jugendliche Erwerbslose in ihren Werkstätten. In dieser Hinsicht kommt der Bewegung auch eine soziale Bedeutung zu. Es ist also auch mit einigen Mitteln aus den Bundessubventionen für Arbeitslose zu rechnen. Ein weiterer Beitrag ist aus den Gemeinden zu erwarten, die ja auf diese Weise billig zu einem wertvollen Wegweisernetz kommen. Wir hegen die Hoffnung, dass aus diesen Quellen die Mittel so reichlich fliessen, dass die Beendigung der begonnenen Arbeiten im Laufe der nächsten Jahre möglich sein wird. Die zustimmenden Anfragen aus benachbarten Kantonen haben den Vorstand der Z. A. W. veranlasst, in nächster Zeit eine Versammlung von Interessenten aus der ganzen deutschen Schweiz einzuberufen, um die Bewegung auf einen weiteren Boden zu stellen. Wenn man an den geringen Umfang verschiedener Kantone und an die komplizierten Grenzverhältnisse z. B. um Solothurn denkt, wird die Notwendigkeit eines einheitlichen Vorgehens ohne weiteres verständlich. Dabei kann auf Grund der Zürcher Erfahrungen und Vorarbeiten jeder Kanton seine Arbeit selbständig nach eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten organisieren. Dann wird einem zeitgemässen Bedürfnis durch gemeinnütziges Zusammenwirken aller interessierten Kräfte entsprochen und ein schönes Werk für die Zukunft geschaffen. J. j. Ess. Inspektor fertig war, sagte er stumpf: «Macht, was ihr wollt!» «Wat heesst det, Berndt? Wülste oder willste nich? Mensch, ermanne dir doch mal 'n bissken!» «Ja, ich bin so einverstanden mit allem. Nur verlang' nicht, dass ich selber was unternehm'.» «Also, woll'n wir mal 'ne Annonce für't Programm *) aufsetzen, — ja?» Und Friedenthal machte gleich in Berndts Gegenwart einen Entwurf. «Hör zu, Mensch!» sagte er dann möglichst barsch, um seine innere Bewegtheit nicht merken zu lassen: « Bekannte Zirkus-Attraktion sucht wegen Todesfall neuen Partner oder noch lieber Partnerin für Radfahrakt auf dem Hochseil. Angebote unter Chiffre so und so an die Redaktion des Blattes. — Jut so?» «Meinetwegen!» «Hör mal, Berndt. Ick möchte noch dazusetzen: Spätere Heirat nich ausgeschlossen.» «Unsinn, ich heirat' nich wieder.» «Brauchste ja nich, Mensch! Et heisst doch nur: nich ausjeschlossen! — Und et is doch ) Bekanntes Artistenblatt besser für den Effekt, wenn 'ne Dame bei de Nummer is, — hab ick nich recht? Und wenn det mit Heirat drin steht, lockt et mehr.» «Macht, was ihr wollt! Meinetwegen.» «Und sieh mal, Berndt, du hast doch een Kind. Und wo'n Kind is, jehört auch 'ne Mutter hin. Vielleicht bringt et der Zufall mit sich, det sich 'ne anständige solide Person findet. Besser 'ne jute Stiefmutter als 3arkeene. Hab ick recht, Mensch?» «Meinetwegen», wiederholte Berndt stumpf; und so ging die Annonce am gleichen Tage ab Ėinige Tage später sagte Berndt kurz vor seinem Auftreten zu Bux — es war das erste' mal seit Wochen, dass er jemand von selbst ansprach: «Wenn ich mir heute nicht den Hals breche, dann...» Er hörte mitten im Satz auf. «Bleiben Sie doch weg .vom Seil, Herr Berndt, wenn Sie sich unsicher fühlen. Sie sollten überhaupt eine weniger gefährliche Nummer machen, — schon Cillys wegen.» «Wenn Cilly nich war', dann war' ich schon längst nich mehr da. Aber was soll aus dem Kind werden?» «Hören Sie mal zu, lieber Berndt! Ich rate Ihnen nochmals: Geben Sie diese halsbrecherische Nummer auf! Aber davon abgesehen: Sollte Ihnen so oder so mal etwas... toi, toi, toi...» Bux spuckte dreimal aus, denn er war trotz seiner Bildung abergläubisch, wie alle Artisten. — «Also Sie können sich darauf verlassen, dass ich für Cilly stets sorgen würde, als wäre sie mein eigenes Kind.» Berndt packte plötzlich beide Hände des Clowns und drückte sie krampfhaft. Er wollte etwas sagen, aber er brachte aus der würgenden Kehle kein Wort hervor. In diesem Augenblick war die Nummer Jack Bensons zu Ende. Berndts Radfahrakt war an der Reihe. Er warf Bux noch einen dankbaren Blick zu und lief in die Arena, um den schnellen Aufbau seiner Apparate zu überwachen. Wenige Minuten später war er schon mit dem Fahrrad auf dem hohen Drahtseil. * Berndt hatte sich nicht den Hals gebrochen bei seinem gefährlichen Schlusstrick. Alles war gut abgelaufen. Aber am folgenden Nachmittag war er spurlos verschwunden und kehrte auch zur Vorstellung nicht in den Zirkus zurück. Man schöpfte Verdacht, durchsuchte seinen Wagen und fand im Schubfach des Tisches ein Testament. Darin setzte Berndt seine einzige Tochter zu seiner alleinigen Erbin ein, erklärte genau, wo und wie seine Ersparnisse angelegt waren und bat Direktor Kreno und Bux, die Vormundschaft für Cilly zu übernehmen. Der Schluss der Niederschrift lautete: Ob Cilly Artistin werden soll oder in Privat heiraten, das kann ich nicht bestimmen; das liegt in ihr selbst und in ihrem Schicksal. Man soll sie nicht zu etwas zwingen oder von etwas abhalten. — Gott und mein geliebtes Kind mögen mir verzeihen, was ich tue! Ich kann nicht anders. Nach vielen Nachforschungen wurde festgestellt, dass ein Fremder in dem Stadtteil Santa Lucia ein Boot gemietet hatte und nicht zurückgekehrt war. Das Boot wurde am nächsten Tage an der Küste beim Vorort Portici treibend gesichtet und geborgen. Erst eine Woche nach dem Verschwinden Berndts wurde sein Körper beim Kay Miseno ans Ufer geschwemmt. Die Untersuchung ergab, dass er sich die Pulsader durchschnitten, bevor er sich ins Meer gestürzt hatte. Fortsetzung folgt.

N°67 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Fagioli gewinnt die Coppa Acerbo Guy Moll im Endkampf tödlich verunglückt. — Einer der schärfsten sportlichen Kämpfe de r Saison 1934. — Missgeschick der Scuderia Ferrari. — Chiron und Caracciola leicht verunfallt. — Hamilton Sieger des Kleinwagen rennens. Die Coppa Acerbo, die anlässlich der Feier Maria Himmelfahrt am letzten Mittwoch auf der 25,8 km langen Rundstrecke von Pescara ausgefahren wurde, wird in die Geschichte des internat. Automobilsportes als eines der am heissesten umkämpften Rennens des Jahres 1934 eingehen. Mit ungeheurer Erbitterung haben die Vertreter der deutschen und italienischen Wagen gestritten, und abwechslungsweise wirkte der Sieg bald der einen, bald der andern Gruppe. Das Rennen begann schon am frühen Vormittag mit dem kurzen Lauf der Kleinwagen; diese hatten den Circuit viermal zu befahren. Nur acht Konkurrenten stellten sich zum Starte: Landi (Rocca). Matrullo (Maserati), Fourmanik (Maserati). Beoearia (Fiat), Cecchini (M. G.), Seaman (M. G.), Fclizzola (Maserati) und Hamilton (M. G.). Beim Start verspätete sich Hamilton um einige Sekunden, so dass er das Rennen als letzter des Feldes begann. Die erste Runde führte Cecchini vor Fourmanik an. Hamilton kämpfte sich mit seinem am Klausen gesehenen stromlinienförmigen M. G. - Wagen rasch nach vorne und legte die schnellste Runde mit dem Durchschnitt von 118,2 km/St. zurück. Kurze Zeit, nachdem die Wagen für die Coppa Acerbo zum Starte aufgestellt wurden, begann es aus einem grauen, herbstlich anmutenden Himmel zu regnen. Folgende Konkurrenten traten zum Kamof an: Shick (Auto-Union), Varzi (Alfa Romeo). Caracciola (Merce r 1e=-Benz), Henne CMercedes-Bonz). Nuvolari (Maserati), Straight (Maserati). -Corsi (Maserati) Penn Hughes (Alfa Romeo). Zehender (Maserati 1 ). Lrp-rl Howe (Maserati). Brivio (Busatfi). Mo'l (^lfa Romeo). Fajrinii (Mercedos-Benzi Chiron (Alfa Romeo). Ghersi (Alfa Romeo), Hamilton (Maserati), Sebastian (Auto-Union) Der Start verriet bereits die Nervosität der Fahrer. Caracciola startete schon einige Sekunden vor dem offiziellen Zeichen, was auch Varzi und Stuck den Anlass gab, um sofort loszulegen. Stuck konnte sich mit seinem P-Wagen an die Spitze vordränge« und führte die erste Runde an, gefolgt von Caracciola und Varzi. Fagioli und Moll schlössen sich dem Spitzenfeld an. Varzi vermochte schon in der ersten Runde Caracciola zu überholen und machte sich auf die Verfolgung von Stuck. Doch nach kurzer Zeit schob sich Caracciola wieder an Varzi vorbei, um auch seinen Landsmann Stuck hinter sich zu bringen. Nach der ersten Runde pfiff der Mercedes-Benz mit einem Vorsprung von 2 Sek. vor Stuck und Varzi vorüber. Die 25 Kilometer waren mit dem Durchschnitt von 125,8 • km/St, gefahren worden, Das Wetter begann sich wieder zu bessern, und durch die Wolkenbänke schien von Zeit zu Zeit eine blasse Sonne. Während der zweiten Runde änderte sich im Klassement nichts. Moll hielt schon nach kurzer Zeit an, um eine Kerze zu wechseln und verlor dabei eine Minute. Nuvolari, Chiron und Hamilton belegten das Mittelfeld. Caracciola erhöhte seinen Durchschnitt noch mehr und raste mit höchster Geschwindigkeit übe r d ! e Bahn dahin. Varzi vermochte Stuck zu überhol-pn und war im Begriff, Caracciola anzugreifen. Im Mittelfeld hatte Nuvolari Chiron überholt, und der Italiener fand sich nun hinter dem Engländer Hamilton. Moll musste bereits zum zweitenmal wegen eines Kerzenwechsels anhalten. Auch Stuck, Zehender. Corsi und Caracciola legten nacheinander bei den Boxen an. Varzi hielt bis zum Schluss der vierten Runde seine Spitzenposition inne und musste dann wegen eines Pneuwechsels ebenfalls anhalten. Fagioli hatte den wieder neu gestarteten Stuck zu überholen vermocht und Nuvolari schaffte sich immer mehr nach vorne. In der fünften Runde musste Varzi erneut bei den Boxen anlegen. Wegen Bruch des Wechselgetriebes konnte er die Fahrt nicht mehr fortsetzen. Caracciola führte nach fünf Runden mit dem Durchschnitt von 135,3 km/St, vor Fagioli und Stuck. Moll erhielt nach dem Ausfall von Varzi Zeichen, seine Fahrt zu beschleunigen. Ghersi als vierter Pilot der Scuderia Ferrari wurde angehalten, und seine Maschine Varzi übergeben. Nach der 6. Runde ereignete sich eine weitere Sensation: Stuck musste wegen Motordefektes aufgeben. Mercedes-Benz schien nun bereits gewonnenes Spiel zu haben, und das Pech der Italiener vervollständigte sich, als auch Nuvolari aus aussichtsreichster Position heraus für einige Zeit bei den Boxen anlegen musste. Hinter Caracciola und Fagioli fand sich nun Chiron, Henne folgte als Vierter und Moll als Fünfter; auch der Maserati-Fahrer Zehender streckte frühzeitig die Waffen. Schon schien der Kampf entschieden. Durch einen Halt von Chiron bei den Boxen schob sich Moll auf den 4. Platz vor. In der folgenden Runde überholte dieser auch Henne und er war nun bereits Dritter, während Caracciola immer noch sein Tempo steigerte. Auch Hamilton musste sich wegen Bruch eines Kolbens zurückziehen — doch in der 9. Runde änderte sich mit einem Schlag das ganze Bild. Caracciola war über die Strasse hinausgefahren, ohne sich selber zu verletzen. Seine Maschine wurde jedoch ziemlich beschädigt. Fagioli legte bei den Boxen an, und Moll erhielt nun plötzlich die Spitzenführung. Bei einem neuen Halt von Chiron bei den Boxen ereignete sich ein aufregender Zwischenfall, der glücklicherweise keine tragischen Folgen hatte. Chiron Hess eine Kerze wechseln, und diesen Augenblick benützte ein anderer Mechaniker, um den Benzinbehälter, trotz des laufenden Motors, aufzufüllen. Plötzlich schoss aus dem gefüllten Behälter ein Schwall von Benzin, der den Fahrer und den Motor übergoss. Der Brennstoff entzündete sich sofort, und eine gewaltige Stichflamme stieg auf. Chiron war von Flammen umloht und sprang vom Wagen gegen die Mitte der Bahn, wo ihn hinzueilende Funktionäre halten und seine in Brand geratenen Kleider rasch löschen konnten. Der Franzose trug glücklicherweise nur leichtere Brandwunden davon. Nach der Hälfte des Rennens lag Moll immer noch an der Spitze, gefolgt von Henne, Varzi und Fagioli. Fagioli hatte von seiner Boxe aus Zeichen erhalten und beschleunigte seine Fahrt, so dass er wieder bis an die Spitze vorstiess. Hinter ihm her kämpften nun die Leute der Scuderia Ferrari und Nuvolari, während der Bugatti-Fahrer Brivio als Fünfter und Sebastian als Sechster folg- .ten. Henne war - egen eines kleinen Unfalles weit zurückgefallen. Moll versuchte Fagioli immer wieder anzugreifen, und als Varzi in der 16. Runde wegen Motordefektes endgültig zum Aufgeben gezwungen war, wagte er den entscheidenden Vorstoss. Auf der Geraden erreichte dann Moll Henne. Beide Fahrer rasten mit 260 km/St. Geschwindigkeit Rad hat sich den Weltmarkt erobert. 62% in Amerika verkauften Zündkerzen sind A C. - Der Verkauf von A C - Kerzen allein ist somit grösser als derjenige aller andern Marken zusammen. - Die bekanntesten Automobile, wie: Cadillac, Chevrolet, Chrysler, Dodge, Nash, Packard, Plymouth etc. haben als Originalausrüstung AC-Zündkerzen. In der Schweiz ist die amerikanische Ausführung der AC-Kerze im Handel, die sich dank ihrer fünf technischen Vorteile den ersten Platz in der Welt gesichert hat. Es gibt eine passende AC-Kerze für jeden Motor, europäischen oder überseeischen Fabrikates. Verlangen Sie nur diese Marke bei Ihrem Garagisten. GEIMERALVERTRETU IMG der AC-Zündkerzen, AC-Oelfilter und AC-Benzmpumpen für die deutsche Schweiz und den Tessin: ZÜRICH, Seehofstrasse 3, Tel. 41.626 BASEL, Steinentorstr. 11, Tel. 47.977 BERN, Mühlemattstr. 62, Tel. 28.600 an Rad über die Bahn dahin. Man nimmt nun an, dass ein plötzlicher Windstoss Moll dazu zwang, rasch zu bremsen, da er fürchtete, auf der verhältnismässig engen Bahn gegen Hennes, Maschine zu stossen. Sein Wagen geriet ins Schleudern, flog über einen Graben, prallte gegen eine Mauer und schoss bis zur Höhe der Telephondrähte in die Luft. Dicht neben einem Haus blieb die völlig zertrümmerte Maschine liegen, während man Moll tot im Strassengraben fand. Der furchtbare Unfall legte sich lähmend auf das Publikum, und Fagioli beendete das Rennen ohne, jede Behinderung als Sieger. Die Resultate: Klasse über 1100 ccm: 1. Luigi Fagioli (Mercedes-Benz), 3 Std. 58 Min. 56Vs Sek. (Std.-Mittel 129,5 km/St.). 2. Tazio Nuvolari (Maserati), 4 Std. 3 Min. 35 Sek. 3. A; Brivio (Bugatti), 4 Std. 5 Min. 7 4 As Sek. Klasse bis 1100 ccm: 1. Hamilton (M. G.), 52 Min. 24 Sek. Vs (Std.- Mittel 118,1 km/St.). * 2. Cecchini (M. G.), 53 Min. 22 Sek. Vs. • 3. Seaman (M. G.), 54 Min. 34 Sek. V». 4. Fourmanik (Maserati). Der Grosse Preis der Schweiz. Auf den nächsten Sonntag zum Austrag gelangenden Grossen Preis von Nizza folgt in acht Tagen der grösste autosportliche Anlass der Schweiz in seiner Art. Wie schon berichtet, sind für das Kleinwagenrennen, mit welchem die Veranstaltung morgens 10 Uhr 30 eröffnet wird, 22 Konkurrenten gemeldet, die neun Länder vertreten. Es sind dies für Deutschland: Briem, Burggaller, Hummel, Kohlrausch, Krebs und Simons, für Frankreich: Girod, Mme Itier und Veyron, für England: Cholmondeley und Earl Howe, für Italien: Graf Castelbarco, Malaguti und Plate, für Holland: Herculeyns, für Polen: Mme v. Kozmian, für die Tschechoslowakei: Soyka und für die Schweiz: H. Kessler. Neben diesen Einzelpiloten haben die Maserati-Werke einen Fabrikfahrer gemeldet. Dazu kommen noch ein Pilot des italienischen Rennstalles San Giorgio sowie Hamilton und Seaman, welche die amerikanisch-englische Rennorganisation von W. Straight vertreten. Für den Grossen Preis der Schweiz, der um 13 Uhr 00 seinen Anfang nimmt, weist die Nennliste 18 Namen von bestem Klang auf, die sich auf sieben Nationen verteilen. Darunter finden wir die folgenden sieben iiinzelkonkurrenten; den Franzosen Marret, Die amerikanische Zündkerze AC Spezialhaus für Auto-Ersatzteile ZÜRICH BASEL BERN ** mi Guy Moll f. Guy Moll tot... Eine furchtbare Trauernachricht! Während man in Zürich seinen gleichaltrigen Sportkameraden Ulrich Maag zur letzten Ruhe geleitete, starb er auf der Autorundstrecke von Pescara, mitten im grossen Endkampf um die Coppa Acerbo. Zwei junge, hoffnungsfrohe Anwärter des internationalen Autosportes sind innerhalb weniger. Tage ein Opfer ihres männlichen, harten Sportes geworden. 'Mit 23 Jahren musste der Liebling aller Rennbahnen Europas seinen Tribut an das Schicksal bezahlen. Noch vor wenigen Jahren war er im internationalen Sport eine unbekannte Grosse, und wir erinnern uns noch sehr gut, wie sich Moll gleich bei seinem ersten Rennen in Nordafrika dermassen hervorragend und kühn schlug, dass seiner in allen europäischen Sportzeitungen Erwähnung getan wurde. Wie sein Lehrer Lehoux, stammte auch Moll aus Nordafrika. Eine Zeitlang betätigte er sich als Einzelfahrer, der immer wieder erstaunlich gute Plätze zu erringen vermochte. So traf man ihn 1932 als Dritten im Grossen Preis von Marseille, dann 1933 als Zweiten im Grossen Preis von Pau und im Grossen Preis von Monza, als Dritten im Grossen Preis von Nimes, im Grossen Preis von Nizza, in den Grands Prix von Comminges und Marseille. 1934 trat er als jüngstes Mitglied in die Scuderia Ferrari ein, deren Leiter wohl genau wusste, welche hervorragenden Fähigkeiten in Moll verborgen lagen. Mit einer die ganze Sportwelt überraschenden Promptheit bewies dies Moll, indem er gleich den Grossen Preis von Monaco trotz schwerster internationaler Konkurrenz gewann. Nicht lange und dann feierte er auf der Avus einen neuen grossartigen Sieg. In Tripolis schlug ihn Varzi nur um eine Sekunde, und nun neuestens in Pescara war er wieder im Begriffe, auf dem zweiten, wenn nicht gar ersten Platze abzuschliessen. Nun hat ihn ein tragisches Schicksal mitten aus allem herausgerissen, und der junge, stets unternehmungslustige, fröhliche «Guy» wird auf allen Rennbahnen bitter fehlen. Der beste Nachwuchsfahrer Europas ist am Mittwoch gefallen... bo. die Engländer Earl Howe und Penn Hughes, die Italiener Nuvolari und Soffietti, den Schweizer Rueseh sowie den Ungar Hartmann. Nach den von den Fabriken eingegangenen Mitteilungen werden Caracciola, Fagioli und v. Brauchitsch die Farben von Mercedes-Benz verteidigen. Für die Auto- Union starten Stuck und Momberger, während die Scuderia Ferrari ihre Alfa Romeo- Maschinen Chiron, Varzi und Graf Trossi anvertrauen will. Nach dem ereignisschweren Ablauf der Coppa Acerbo ist allerdings noch eine Umgruppierung in der einen oder anderen Mannschaft möglich, doch wird dadurch die Qualität des Feldes keineswegs einbüssen. Bereits sind dem Organisationskomitee eine Anzahl stattlicher Barspenden und wertvolle Ehrenpreise zugegangen, die es ermöglichen, neben den für jedes Rennen ausgesetzten fünf Barpreisen auch noch Ehrengaben an die erfolgreichsten Fahrer abzugeben. Wie sehr das Ausland an der Veranstaltung interessiert ist, dürfte daraus hervorgehen, dass der Präsident der französischen Republik durch den Botschafter in der Schweiz, Graf Clauzel, eine prachtvolle Sevres-Vase überreichen Hess und weitere Donationen führender Staatsmänner befreundeter Nationen in Aussicht gestellt worden sind. Bern wird durch eine Reihe festlicher Anlässe, Konzerte, Beleuchtung der öffentlichen und hauptsächlichsten privaten Gebäude dem Grossen Preise schon am Samstag einen würdigen Auftakt bereiten.