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E_1934_Zeitung_Nr.064

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1934 — machen werden, ist jedoch die, dass die geschlossene Karosserie selbst bei Sportwagen vor der offenen zahlreiche Vorteile hat. Einen grossen Fehler bedeutet es, wenn ein Automobilist für so lange Fahrten bei einem offenen Wagen gar die Windschutzscheibe hinunterklappt. Der Fahrer wird verschmutzt, ermüdet frühzeitig durch den starken Windzug und kann seine Karte kaum gebrauchen, ohne dass er Gefahr läuft, dass ihm alles wegfliegt. Dem vollen Luftstrom ausgesetzt, kann er weder gut essen noch trinken, und selbst ein paar Züge aus der Zigarette zum Verscheuchen der Ermüdung machen Schwierigkeiten. Im geschlossenen Wagen dagegen wird man nicht nur durch den Luftzug nicht gestört, bei schlechtem Wetter ist man auch dem Regen nicht ausgesetzt, bei gutem Wetter nicht so sehr der prallen Sonne und bleibt deshalb wegen des geringeren Temperaturunterschiedes viel frischer, besonders da man sich auch noch leichter kleiden kann. -«- Pi-akl^che Wink« Reinigung von Zelluloidscheiben. Die Zelmloid-Einsteckscheiben für offene Wagen werden bekanntlich mit der Zeit trüb und fast undurchsichtig. Reibt man die Zelluloidscheiben mit einem gewöhnlichen Metallputzmittel ab, so zeigt sich meist eine verblüffend gute Wirkung, die Durchsichtigkeit der Scheiben wird wieder •wesentlich besser. Für diesen Zweck hat sich auch eine Lösung von Holzgeist, Paraifinöl und Wasser sehr gut bewährt. Diese Mischung lässt man auf den Scheiben etwas eintrocknen und reibt dann mit einem weichen Lappen solange nach, bis die Scheiben trocken sind. rr. Der Anlasser streikt ! Woran kann das liegen ? Die Untersuchung ist nicht allzu schwer. Zwei Fehler können vorliegen: Entweder der Anlasser selbst ist schuld, oder aber die Batterie will nicht. Das lässt sich unschwer feststellen. Man schaltet die Lampen des Wagens ein und betätigt den Anlasser. Wenn nun die Lampen in ihrer Leuchtkraft stark nachlassen oder womöglich ganz erlöschen, dann ist die Batterie nicht in Ordnung: sie ist zu schwach und muss aufgeladen werden. Bleiben dagegen die Scheinwerfer gleichmässig brennen, so ist der Anlasser nicht in Ordnung. Häufig hat er sich etwas gelockert und verschoben, so dass das Ritzel nicht mehr greift. Diesem kleinen Mangel kann man sehr schneit abhelfen. Anders dagegen, wenn die elektrische Einrichtung des Anlassers defekt geworden ist; da lasse man besser die Finger davon, denn da kann nur ein Fachmann helfen! Die Panne ist ja übrigens auch gar nicht so gefährlich, da man mit der Kurbel den Motor von Hand anwerfen und seine Fahrt fortsetzen kann. cpr- Tedhin.

NO 64 - 1934 Technische Betrachtungen zum Klausenrennen Nicht umsonst wird der Klausen das klassische Bergrennen Europas genannt. In ihrem Verlauf umschliesst diese Pass-Strasse alle die Eigenschaften, die man bei einem Bergrennen sucht und die aus einer Bergstrecke ein ideales Prüffeld für Neukonstruktionen machen. Wenn Rundrennen für das Publikum vor dem Bergrennen vielleicht auch manche Reiz« voraus haben, so kann ihr entwicklungsfördernder Einfluss doch nie mit dem einer Bergprüfungsfahrt, wie sie das Klausenrennen darstellt, in Parallele gesetzt werden. Rundrennen, vor t allem solche auf Bahnen älteren Stils, die vorweg Höchstgeschwindigkeiten ermöglichen sollen, verlangen von den konkurrierenden Wagen vielfach nur ganz spezielle Eigenschaften;, die dazu noch für die Gebrauchswagen-Konstruktion von untergeordneter Bedeutung sind. Auf einer Bergstrecke wie dem Klausen dagegen wird das letzte Organ des Wagens einer Zerreissprobe unterworfen. Ueber verhältnismässig kurze Distanz lassen sich dabei Erscheinungen auslösen, die vielleicht sonst nur in stundenlanger Erprobung, wenn überhaupt, aufgetreten wären. Was das Bahnrennen im ausgedehnten Versuch an Erfahrungen zeitigt, zeitigt das Bergrennen mindedestens in konzentrierter Form. Für zahlreiche Erprobungen ist man jedoch ausschliesslich auf Strecken nach der Art des Klausenpasses angewiesen. Als eines der Beispiele greifen wir das Problem der Gemischbildung und der Zylinderaufladung heraus. Wie sehr von der günstigsten Lösung dieses Problems die Betriebssicherheit, die Betriebswirtschaftlichkeit und die Leistungsfähigkeit der Motoren allgemein abhängen, weiss jeder Tourenfahrer. Die Gemischbildung und die Zylinderaufladung hängen sehr stark von der Luftdichte ab. Will man Automobile bauen, die ihre guten Eigenschaften auch im Hochland und im Gebirge beibehalten, so nützen Bahnren- ^nen im Tiefland in dieser Beziehung nichts. •MAuch künstlich lassen sich die Verhältnisse der verringerten Luftdichte und Luftfeuchtigkeit und der rasch wechselnden Temperaturen nicht rekonstruieren, es sei'denn, dass entsprechende atmosphärische Verhältnisse auf dem Prüf stand der Fabriken herbeigeführt würden, was jedoch viel zu teuer zu stehen käme. Durch die verminderte Luftdichte höherer Hatte man die Fahrzeuge endlich so angepasst, dass sie bei der ausgesprochen feuchten und kalten Witterung der meisten Trainingstage befriedigend liefen, so konnten sie bei der plötzlich besseren Wetterlage des Sonntagmorgens nicht mehr ihre volle Leistung hergeben. Von den Favoriten, die wohl bestimmt nur durch diese Tücken der Materie um ihre Chancen gebracht wurden, erwähnen wir den Motorradfahrer Mellors und den Sportwagenfahrer Hans Stuber. In jedem Fall jedoch kann der Konstrukteur aus den Erfahrungen seine Lehren ziehen. Sowie man die Wirkungsweise der Vergaser bereits von den Wintertemperaturen unabhängig machen kann, wird man sie mit der Zeit auch so bauen lernen, dass kleinere Schwankungen der Temperatur und der Feuchtigkeit ausgeglichen werden. Das einzige Mittel zum Ausgleich der ver- AUTOMOBIL-REVUE minderten Luftdichtigkeit pressor dar. Ob man sich seiner mit der Zeit auch beim Gebrauchswagen bedienen wird, um den Leistungsverlust des Motors in grösseren Höhenlagen zu vermeiden, kann heute noch nicht sicher beurteilt werden. Die Ueber- . legenheit der Kompressor-Rennwagen im Gebirge ist immerhin frappant. Und bei der Zuverlässigkeit, die der Kompressor heute bei Sport- und Rennwagen schon an den Tag legt, ist sein Weg bis zum Tourenwagen wohl nicht mehr allzu weit. Ein weiteres Problem, das, wie schon angedeutet, eng mit der verminderten Luftdichte der Bergstrecken zusammenhängt, ist das der Wahl der geeignetsten Uebersetzung. der Wahl der Uebersetzung auf den Leistungsabfall des Motors im obersten Strekkenteil Rücksicht genommen werden. Es ist leicht zu erkennen, dass man all diesen Umständen nur mit sorgfältig getroffenen Kompromissen Rechnung tragen kann, wenn man nicht über eine unwahrscheinlich hohe Gangzahl verfügt. Dass im übrigen das Verhältnis der Motorleistung zum Wagengewicht eine eminente Rolle spielt, versteht sich von selbst. Sogar der Luftwiderstand hat daneben untergeordnete Bedeutung. Je geringer die Masse des Wagens, umso grösser ist seine Beschleunigung. Ausser einem raschen Bechleunigungsvermögen fällt jedoch auch eine rasche Abbremsbarkeit des Wagens am Klausenrennen in seinen unzähligen scharfen Kurven wieder stark ins Gewicht. Und wenn die Masse des Wagens theoretisch für die Länge des Bremsweges auch keine Bedeutung hat, so stellt der Kom-spielt sie doch physisch für den Fahrer beim Abbremsen aus hohem Tempo eine nicht unbeträchtliche Rolle. Um die Notwendigkeit häufiger Bremsnachstellung nach Möglichkeit zu vermeiden, arbeiten ja die meisten Sportund Rennwagenbremsen mit nur niedriger Uebersetzung und erfordern vorn Fahrer entsprechend hohe Muskelkraft. An Dauerbeanspruchung haben die Bremsen natürlich am Klausen weit weniger auszuhalten als etwa am Rundrennen von Montreux oder von Monte Carlo. Ihre Wirkung darf jedoch nicht weniger gut sein, denn hier wie dort gilt es, nicht zuletzt auch mit den Bremsen wertvolle Sekunden herauszuschin- Lagen wird das Gewicht der in die Zylinder gelangenden Gemischladungen verringert und deshalb die Motorleistung herabgesetzt. Steigungen, die man im Tiefland spielend mit einem bestimmten Gang bemeistert, erfordern auf Passstrassen sehr oft das Einschalten eines kleineren Ganges. Die Motorleistung nimmt weiter ab, weil infolge der Das unendlich abstufbare Getriebe, das die Bremsen können dem Fahrer zudem am den. Unzuverlässige oder ungleich wirkende geringeren Luftdichte das Gemisch zu benzinreich wird. Die Uebersättigung des Gemer erst noch ein Traum. Da es aber äusserst den, verläuft doch die Strasse grösstenteils Ideallösung darstellen würde, ist leider im- Klausen besonders leicht zum Verderben wermisches kann bis zum gänzlichen Versagen umständlich ist, für jedes Bergrennen die ausserordentlich exponiert, hat dazu noch einzelner Zylinder führen, weil sie ein Verrussen der Zündkerzen begünstigt. Schliess- und einzubauen, wird man sich so lange nach Der Tourenfahrer macht sich ganz allgemein günstigsten Uebersetzungen auszuprobieren einen wenig griffigen Belag und ist schmal. lich kann die Gemischbildung auch durch die einer besseren Lösung bemühen, bis man sie von der Arbeit, welche die Bremsen eines veränderte Luftfeuchtigkeit der Temperatur findet. Dass dann wiederum der Gebrauchswagen vom Rennwagen profitiert, geht aus leisten haben, kaum einen Begriff. Er regelt Rennwagens speziell auch bei Bergrennen zu stark beeinflusst werden. Wenn zwar auch ein bestimmter Feuchtigkeitsgrad der Luft diesem Beispiel mit aller Deutlichkeit hervor. seine Fahrgeschwindigkeit beim Erklettern der Motorleistung wur förderlich ist, so wird Die Ansprüche, welche die Klausenstrecke von Bergpässen bequem durch Gasgeben imd das Gemisch andererseits doch für den Motor unverdaulich, sobald sein Feuchtigkeits- ganz ungewöhnlich gross. Die scharfen Spitzfahrers beständig vom Gaspedal awm Brems- an das Uebersetzungsproblem stellt, sind Gaswegnehmen, während der FUSS.XI«B Renngrad eine bestimmte Grenze überschreitet. kehren verlangen Gangstufen, die raschestes pedal hinüber wechselt Doch die besten Aöhnlich gilt das für die Lufttemperatur. Beschleunigen fast aus dem Stillstand heraus Bremsen nützen nichts, wenn die AcfhSdon Störungen, die durch einen dieser Einflüsse oder mehrerer solcher Einflüsse zu- dem Urnerboden viel Zeit einholen, wenn er ermöglichen. Anderseits kann ein Fahrer auf zwischen den Rädern und dem Boden n wünschen übrig lässt. Scharf profÖrerte neue sammen verursacht wurden, waren gerade hier volles Tempo vorzulegen vermag, d. h. Reifen gehören deshalb zur selbstverständftchen Ausrüstung. Um unter den gHtschJgen diesmal am Klausenreimen in zahlreichen wenn sein höchster Gang hoch genug übersetzt ist. Drittens muss aber auch wieder bei Strassenverhältnissen die Adhäsion nach Fällen zm beobachten. Die äusseren Umstand dafür waren auch denkbar MögKehkeit noch zu erhöhen, Hessen zahl- günstig. reiche Fahrer ihre Reifenprofile noch mit den bekannten Sägeschnitten verseilen. Erstmalig an einem Klausenrennen konnte man daneben an mehreren Rennwagen grossbemessene Ueberballon-Hinterradreifen beobachten. Rekordtabelle des Klausenrennens. Klasse Fahrer Marke Jahr Zeit Tourenwagen (Kategorienr&kord): lieber 8000 cc Caracclola (Mercedes) 1927 17.43,8 Sportwagen: 500 oc. Hoepfner (Hanomag) 1327 33.12,4 750 cc. Ruesoh (M. G.) 1932 20.24,0 1100 cc. Marret (Salmson) 1930 19.31,8 1500 co. Luiani (Maserati) 1934 18:05-,4 2000 cc Nuvolari (Alfa Romeo) 1630 17.39,6 3000 cc. Nuvolari (Alfa Romeo) 1932 17.02,0 5000 cc. Delmar (Steyr) 1927 18.15,0 8000 cc Stuck (Mercedes-Benz) 1932 17.00,6 Rennwagen: 500 cc. Oesterreicher (D.K.W.) 1930 750 cc. Burggaller (Austin) 1934 1100 oc. Hamilton (M. G. Magnette) 1934 1500 cc. Simons (Bugatti) 1932 2000 cc. Stuber (Bugatti) 1930 3000 cc Caracciola (Mercedes-Benz) 1934 5000 cc. Chiron (Bugatti) 1930 8000 cc. Merz (Mercedes) 1927 II 23.43,6 18.38,6 17.53,6 17.53,6 16.43,0 15.22,2 16.24,6 17.31,2 Qualitätsautomobile mit allen bewahrten technischen Neuerungen 7/ 3 2PS. 6Zyl. 11/45 PS. Cabriolets und Limousinen ab Fr. 6.400 Fabrikniederlage, Ersatzteilelager, Reparaturwerkstätte: Zürich, Albisriederplatz 3, Telephon 56.596 UNTERVERTRETÜNQEN: Dosch &. Meier, Grand-Garage, Chur Mosef Haas-Meier, Tödistrasse 8, Luzern Milo Heer. Steinenring 45, Basel Karl Laubacher, Bahnhofgarage, Brugg Josef Müller, Steinerstr. 37, Bern Marcel Schweizer, Grand-Garage, Caroline, Lausanne A. H. Sprattler, Bodanstrasse 3, St. Gallen Steiner & Kehrli, Utzenstorf (Kt. Bern) Fritz Weber. Dornacherplatz, Solothurn Billige Auto-Garagen In Elsenbeton, zerlegbar, ab Fabrik von Fr. 775.— an. In MIETE und ABZAHLUGN für 1 und mehrere Boxen v. Fr. 7.60 an monatlich per Boxe. Prospekte and Preise fertig montiert. 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