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E_1934_Zeitung_Nr.064

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Sportnachrichten Beginn

Sportnachrichten Beginn der internationalen Alpenfahrt Im Augenblick, da die vorliegende Nummer erscheint, starten in Nizza die Konkurrenten zu der diesjährigen internationalen Alpenfahrt. Zum 6. Male wird unter der Zusammenarbeit der Automobil-Clubs von Deutschland, Frankreich, Italien, der Schweiz und unter Mitwirkung der Automobilclubs von England, Oesterreich und Jugoslawien diese bedeutendste internationale Serienwagenprüfung durchgeführt, die sich von Jahr zu Jahr einer steigenden Bedeutung erfreut. Heute gilt die Alpenfahrt als die repräsentative internationale Langstreckenprüfung des Jahres, was sich schon in der stets zunehmenden Zahl von Nennungen sowohl der Einzelfahrer wie der Equipen aus aller Herren Länder entnehmen lässt. Mit der Länge von 2880 km steht die diesjährige Prüfung an der Spitze, und auch die Zahl von 152 Nennungen bedeutet, wie schon in der letzten Nummer erwähnt, einen erstaunlichen Rekord. Auch diesmal kam die Alpenfahrt erst nach vielen Schwierigkeiten zustande, wobei nicht zuletzt die gegenwärtige politische Konstellation in Europa auch eine Rolle spielt. Dass sich trotz diesen Hindernissen die Veranstaltung wieder verwirklichen Hess, die in wahrhaftem Sinne international ist, muss als ein erfreuliches Zeichen inmitten der Dunkelheit unserer Zeit betrachtet werden. Ganz besonders bemerkenswert ist es auch dass ausgerechnet der nationalsozialistisch organisierte D.D.A.C. ins Ausland geht, um eine Veranstaltung aufzuziehen, die im Grunde genommen alle Landesgrenzen verleugnet. Die Alpenfahrt ist nicht nur sportlich von höchster Bedeutung, sondern sie gilt auch als ein ideales technisches Prüfungsfeld. Gerade diese besondere Eigenschaft scheint der Alpenfahrt zu der heutigen Popularität verholfen zu haben. Da die Automobil-Rundstreckenrennen nur besonders hoch gezüchtete Maschinen einer Belastungsprobe unterziehen, kommt dieser eigentlichen Prüfungsfahrt für normale Serienwagen eine um so grössere Bedeutung zu. Die Grundzüge des Reglementes dürften unseren Lesern bereits genügend bekannt sein. Es sind im Verlaufe der 1„ 2., 4. und 6. Etappe Durchschnitte von A2 bis 52 km/St, vorgeschrieben, die im Verlaufe der 3. Etappe von Interlaken nach St. Moritz von 35 bis 43 km/St, sinken. Jede Ueberschreitung der maximalen Fahrzeit wird bestraft. Eine Unterschreitung erfährt keine Berücksichtigung. Im Verlaufe der 1. und 4. Etappe finden auf dem Galibierpass und dem Stilfserjoch Bergprüfungen statt, für die Durchschnitte von 35 bis 40 km/St, vorgeschrieben sind. Im ferneren haben die Alpenfahrer innerhalb der 4. Etappe auf der Autostrade Padua-Mestre eine 10 km lange Flachprüfung mit fliegendem Start zu absolvieren, für die als Mindestdurchschnitte 85 bis 110 km/St, gelten. Morgen Mittwoch um die Mittagszeit betreten die Alpenfahrer schweizerisches Gebiet. Ueber den Grossen St. Bernhard kommen sie nach Martigny, Aigle, les Diablerets, um dann über den Pillonpass, Gstaad und Spiez Interlaken am Mittwoch abend zu erreichen. Wer also Zeit und Interesse hat, kann sich diesmal die Alpenfahrt sehr leicht innerhalb der Landesgrenzen selber ansehen. Am Donnerstag morgen um 5 Uhr brechen die Konkurrenten zur 3. Etappe über die Grimsel, die Furka, den Oberalp-, den Lukmanier-, den St. Bernhardin-, den Splügen- und den Malojapass auf, um als nächstes Ziel St. Moritz im Laufe des Nachmittags zu erreichen. Am Freitag morgen um 5 Uhr starten dann die Alpenfahrer zur 4. Etappe, die sie weit über schweizerisches Gebiet nach Italien und im späteren Verlauf sogar bis nach Jugoslawien hinunterführt. Von Etappe zu Etappe. 4. Etappe: St. Moritz—Venezia. 549,5 km. Hoffentlich ist den Alpenfahrern ein strahlender Sommertag beschieden, wenn sie am vierten Morgen ihrer Fahrt durchs Engadin abwärts nach Zernez gelangen. Vom Nationalpark, den sie durcafahren müssen, werden sie nicht viel bemerken, sondern sich beeilen, dass sie über den Ofenpass (2155 m) ins Münstertal gelangen und über Tubre nach den italienischen Orten Sluderno und Spondigna. Hier hört die Fahrt durchs Vintschgau schon wieder auf, indem über Trafoi der höchste Alpenpass überhaupt, das Stilfserjoch (2759 m), in Angriff genommen- werden muss. Die Umbrailstrasse bleibt rechts liegen und über B'ormio erreicht man das Adda-Täl und Tirano, von wo man noch einen Blick ins Puschlav und zur Bernina hinauf werfen kann. Zum Bewundern des Veltlin bleibt nicht viel Zeit übrig, denn schon bei Tresenda biegt die Strasse scharf nach Osten ab, um über den Colle d'Aprica (1161 m.) hinüber nach Edolo und Ponte di Legno zu führen. Und nvrn folgt eine Reihe der berühmtesten oberitalienischen Alpenpässe, die einer an den andern sich anreihen und hinein ins berühmte Dolomitensrebiet führen. AUTOMOBIL-REVUE 1934 — 64 lerad.Prim. ronzaso Art Nach Ponte di Legno kommt zuerst der Tonalepfss (1884 m), über Male, Fondo folgt der Mendolapass (1360 m) und dann gelangen die Alpenfahrer nach Bozen, der Metropole des Ober-Etsch. Durchs Ega-Tal, vorbei am Karersee und über den Costalungapass (1753 m), zwischen Rosengarten und Latemar-Gruppe hindurch, finden sie sich auf der berühmten Dolomitenstrasse, die aber schon bei San Giovanni wieder verlassen wird, um über Prei dazzo, Paneveggio den Rollepass (1948 m) zu erreichen. Die nächsten Stationen sind der berühmte Dolomiten-Kurort San Martino di Castrozza, dann Fiera di Primiero, Fonzaso, Arten, weiter folgen Primolano, Cismon, Valstagna, und immer der Brenta entlang kommt man aus den Bergen hinaus in die oberitalienische Tiefebene, wo die Alpenfahrer sich bei Bässano nur noch auf 129 m Höhe befinden. Auf prächtigen oberitalienischen Strassen führt die Route über Cittadella nach Padova, und von hier wird, jedenfalls zur Freude der Fahrer, die Autostrada bis Mestre benützt. Ueber die gewaltige Brücke gelangen die Konkurrenten zum Etappenort Venedig. 5. Etappe: Venezia—Zagreb, 436 km. Recht interessant für die Fahrer dürfte die fünfte Etappe werden, die in landschaftlicher Hinsicht von den frühern grundverschieden ist. Besonders das Gebiet des Karstes bietet ganz andere Aspekte als die eigentlichen Alpen. Vielleicht, daes auch die Strassen in diesem Gebiet nicht überall den Anforderungen entsprechen, die man gewohnt ist an zentraleuropäische Strassen zu stellen. Aus der Lagunenstadt Venedig führt die Route erst wieder direkt nordwärts bis nach Treviso, dann biegt sie nach Osten um, überschreitet die Piave und zieht sich immer durch ganz flaches Gebiet über Oderzo, Motta di Livenza, Portogruaro, an den Tagliamento, überschreitet diesen vor Latisana. Ueber Mnzzana, Cervignano, Ronchi, Aurisina wird Triest erreicht. Von Triest an ist das Gebiet nun 5.Etappe.*36km. iapreb m __ Ronchi dilegion Jrieste f.ttODDe 5*95 km. Karlovae PlllMM A f^_A^^.At schon wieder viel gebirgiger, die Route quert Ietrien, um vom Golf von Triest direkt auf dem kürzesten Weg an den Golf von Fiume zu führen, wo auch Fiume erreicht wird. Und nun geht es hinein an das touristisch weniger bekannte jugoslawische Karst-Gebiet. Etwas Mühe wird es bereiten, die Namen der einzelnen Ortschaften, die durchfahren werden müssen, im Gedächtnis zu behalten, denn für die des Jugoslawischen ungewohnte Zunge bedeutet es schon allerhand Gymnastik, die Ortsnamen auszusprechen. Es seien auch hier nur die harmlosesten erwähnt, die auf der Strecke berührt werden. Kurvenreich sind die Strassen auch im Karst und in diesei- Beziehung dürften sie den Alpenstrassen in nichts nachstehen. Delnice, Skrad, Netretic, Karlovac (Karlsstadt), Jastrebarsko, sind die Orte, die passiert werden müssen, bevor der Etappenort Zagreb (Agram) im Save-Tal erreicht wird. Erster Ausblick auf das Sportiahr 1935. Noch stehen wir mitten in den Kämpfen der Saison 1934, und schon spricht man von bevorstehenden grossen Aenderungen im internationalen Autosport des nächsten Jahres. So erfährt man, dass Bugatti, dessen verbessertes 3300 - ccm - Modell immer mehr zu einer hervorragenden Maschine zu werden verspricht, sich mit der Absicht tragen soll, einige der besten italienischen Rennfahrer für das Jahr 1935 zu engagieren. Auch die deutsche Auto-Union will ihre Mannschaft auf das Jahr 1935 hin verstärken, und zwar wird unter anderem als aussichtsreicher Anwärter Nuvo'lari genannt. Auch innerhalb der « Scuderia Ferrari» scheinen sich wichtige Aenderungen vorzubereiten. Nach verschiedenen Meldungen dürfte Varzi voraussichtlich 1935 nicht mehr für den Modeneser Rennstall starten, und man will ferner von der Gründung eines neuen Rennstalles Varzi- Nuvolari wissen. Targa Abruzzo. Die Targa Abruzzo bei Pescara vom nächsten Sonntag stellt ein Abbild des 24-StundenreTinens von Le Mans dar und wird eine glänzende Besetzung aufweisen. Unter anderen startet auch die Schweizer Equipe Rüesch-Maag auf Alfa Romeo. Die Nennungen: Nuvolari-Sommer (Alfa Romeo 2300 ccm), Lord Howe-Richards (Alfa Romeo 2300 ccm), Penn- Hughes-Glifford (A]fa Romeo' 2300 ccm), Villapasierna-Zohender (Alfa 2300 ccm), Ruesch-Maaf (Alfa Romeo 2300 ccm), Helle Nice-Mongin (Alfa Romeo 2300 ccm), Desvignes-Mahe (Bugatti 2300 ccm), Scuderia San Giorgio (Alfa Romeo 2300 ccm), Moll-Ghersi (A. R. 2600 ccm), Carraroli-X (Alfa Romeo 2600 ccm), Pintacuda-Brivio (Lancia-Astura 3000 ccm), Tadini-Barbieri (Alfa Romeo 2300 ccm), Rosa-Comotti (Alfa Romeo 2300 ccm), Cortese-Servi (Alfa Romeo 2300 ccm), Aldrighetti-Pigorini (Alfa Romeo 2300 ccm), Castelbarco-Lurani (Bugatti 1500 ccm), Musotti-X. (Alfa Romeo 2300 ccm). WALTER JFF Auto-Reparaturwerkstätte LANGENTHAL Telephon 53 Telephon 53 Sie habtn Ff ende mit dem BMW, mit Schwang nnd Rasse nimmt er jeden Berg, Dabei tnt er dem Portemonnaie nicht weh nnd ist im Brannsfoffschlnckim nnr «in 7umrn_ Spezialist für Reparaturen sowohl wie des elektrischen Teiles Anlasser-Zahnkränze Zahnräder. 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N» 64 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 15 $i» «ht Der Klausen am Sonntag. Das Bankett vom Samstagabend. Trotzdem der Regen während des offiziellen Begrfissungsbankettes im «Hotel Glarnerhof» in Glarus unermüdlich gegen die Fensterscheiben trommelte, fanden sich Organisatoren, Ehrengäste und die Presse bei allerbester Stimmung zu einem ausgezeichneten Mahle zusammen, bei dem selbstverständlich neben der Frage Caracciola oder Stuck das Wetterthema dominierte. Wie nicht anders zu erwarten war, griff es auch auf die Reden über. Herr Kantonsrat Gassmann begann seine Ansprach * zeitgemäss: «Es regnet, es regnet seinen Lauf und wenn's genug geregnet hat...» — aber den Schluss des Spruches schien nun eben Petrus vergessen zu haben. Nach Begrüssung der offiziellen Persönlichkeiten und Ehrengäste wurde in einem kurzen Rückblick die Entstehung des bedeutendsten europäischen Bergrennens gewürdigt; dabei erfuhren die früheren Klausen-Organisatoren durch die Verabreichung einer Klausenplakette eine verdiente Ehrung. Herr Landammann Hefti als grosser Förderer der Veranstaltung wurde mit einer prächtigen Zinnkanne beschenkt. Mit Worten, die durch ihre Klarheit und Einfachheit packen mussten, dankte Herr Landammann Hefti für die ihm zuteil gewordene Ehrung. Auch er warf einen Rückblick auf den Klausen, der heute für den Kanton so viel bedeutet, und aufs neue bekannte er sich als ein Freund des Autosportes, der die Technik fördert und die Fahrer zu sportlicher Höchstleistung zwingt. Sehr Bedeutsames hat der Kanton Glarus in den letzten Jahren für den Strassenausbau geleistet; und dies ist, wie man wohl betonen darf, in erster Linie ein Verdienst von Landammann Hefti. Als dritter Redner überbrachte Herr Regierungsratspräsiden Dr. Hafner die Grüsse der Zürcher Behörden. Die humorgespickten Worte fanden ebenfalls den lebhaftesten Beifall. Noch sass man einige Zeit beisammen, und je lauter draussen der Regen niederrauschte, um so vergnügter wurde die Gesellschaft, der alle Wasser zusammen den Humor nicht wegzuschwemmen vermocht hatten. bo. Die Preisverteilung in Altdorf. Wenn das Wetter vom Samstag einmütig auf schlimmste verwünscht worden war, so zeitigte es nun nach Schluss des Rennens doch noch seine guten Folgen. Merklich flüssiger als sonst setzten sich die aufgespeicherten Wagenmassen zur Abfahri nach Altdorf in Bewegung. In recht flottem Tempo das manchen Zuschauer-Automobilisten selbst noch einer Art Rennfahrergefühle teilhaftig werden liess, glitt die unabsehbare Kolonne zu Tal. In Altdorf hiess es sich allerdings um so länger gedulden. Aber man verstand sehr wohl, dass selbst ein Preisgericht nicht zaubern kann. Schliesslich war ja auch glänzend für Unterhaltung gesorgt. Altdorf bot das Bild einer modernen grossen Völkerwanderung. Sekunde um Sekunde oft folgten sich Fahrzeuge aller Kantone und Länder. Um ja keine Lücke im Verkehrsstrom aufkommen zu lassen, durchpflügte alle paar Minuten die Strassenbahn die schon ohnehin viel zu enge Hauptgasse, dicht gepfropft mit Menschenmengen, die ihre Anschlüsse in Flüelen zu erreichen trachteten. Die Ortspolizei erlebte einen Grosskampftag, wusste sich jedoch, unterstützt durch die Feuerwehr, ihrer Aufgabe mit Geschick und Takt zu entledigen. Eine immer grössere Menschenmenge besammelte sich nach und nach auf dem stimmungsvollen Hauptplatz rings um das gewaltig ragende Teil-Denkmal. Von Zeit zu Zeit kündete wütendes Motorengebrumm die 'Ankunft eines neuen Rennwagens an. Eine Kapelle setzte ein und nun wusste man, dass der feierliche Abschlussakt beginnen sollte. Vor dem überreich beladenen Gabentisch am Fuss des Teil-Denkmals entbot im Namen der Urner Regierung Landammann Gehrig den organisierenden Verbänden und den Rennfahrern seinen Gruss. Mit Genugtuung konnte er darauf hinweisen, dass den Naturgesetzen zum Trotz auch das X. Klausenrenjen wieder zum vollen Erfolg wurde und mit besonderer Freude stellte er fest, dass trotz der im Interesse des technischen Fortschrittes eingegangenen hohen Risiken keine schweren Unfälle zu verzeichnen waren. In seiner Eigenschaft als Zentralpräsident des A. C. S. führte darauf Herr Dr. Mende folgendes aus: «Zum 10. Mal ist heute in dieser herrlichen Landschaft, von Linthal bis zur Passhöhe hinauf, das Bergrennen der Schweiz am Klausen ausgefahren worden. Eine internationale Elite von Fahrern hat sich in heissem Wettkampf gemessen und hat uns vor Augen geführt, was Kühnheit und Fahrkunst in Verbindung mit hochentwickelter Technik vermögen. Nicht nur die Freude am Sport, nicht nur das Streben nach Rekorden treibt "diese unerschrockenen Männer des Steuers zu Höchstleistungen, tiefere Gründe rechtfertigen den Einsatz von Leib und Leben bei diesen Rennen. Der Einsatz gilt dem Fortschritt der Technik; je vollkommenere Maschinen diese hervorbringt, desto grösser wird die Sicherheit auf der Strass.e, und desto grösser die Sicherheit für die Allgemeinheit. Darum gereicht es mir zu grosser Freude und hoher Ehre, im Namen des Automobil-Clubs der Schweiz allen denjenigen danken zu dürfen, die uns helfen, durch den Sport den Interessen aller dienen zu können. Dank den Behörden von Glarus und Uri, dank, dass sie seinerzeit allen Vorurteilen zum Trotz weitblickend diese schönste der Bergstrassen zu unserer Verfügung gestellt haben. Dank dafür, dass ihre Sympathie uns dauernd erhalten blieb. Dank den Ehrengästen von nah und fern. Viele gute Bekannte halten uns treue Freundschaft, und diejenigen, welche uns zum, erstenmal die Ehre geben, hoffen wir dauernd dem Kreise der Klausenfreunde gewonnen zu haben. Zwei gute Kameraden fehlen uns heute: Major Czermak, unser alter Freund, hat an keinem Klausenrennen gefehlt, er hat uns Treue gehalten bis zum Tod, Hauptmann Strässle, der meisterhafte Führer der Zürcher Polizei, hat allzu früh und tiefbetrauert seinen Kommandoposte'n verlassen müssen. Diese beiden Namen wollte ich heute bei diesem Festakt in Erinnerung rufen, sie werden uns unvergesslich bleiben. Dank der Presse des In- und Auslandes, je,und je hat sie durch bereitwillige Mitarbeit unsere Veranstaltung gefördert und uns, durch sachkundiges Urteil und offene Kritik Nutzen gebracht. Dank den Fahrern, die, allen Gefahren trotzend; uns dieses grossartige Schauspiel geboten haben und die uns gezeigt haben, wie klug gebändigte Maschinenkräfte die Begriffe von Raum und Zeit sicher überwinden. Dank endlich allen, die bei der Organisation mitgewirkt haben. Wenigen nur ist bekannt, wie gross der Apparat ist, der das Gelingen der Veranstaltung sichert, wenige kennen die persönlichen Opfer, die jeder Einzelne, der sich zur Mitarbeit verpflichtet hat, bringen muss. Wir kennen diese Arbeit, wir schätzen sie hoch ein, und ein jeder möge es wissen und fühlen, dass der Automobil-Club der Schweiz stolz ist auf diese Männer, und dass er dankbar anerkennt, was sie in unsere Sache -leisten. ' Es ist dies nicht nur zu Ehren unseres Verban des, vom Bergrennen der Schweiz am Klausen und seiner Organisation wird weit über unsere Landesgrenzen hinaus gesprochen, und wenn es gut war, so wie heute, dann war es zu Ehren unseres Landes. Dank euch allen, und wenn der Ruf zum nach sten Klausen ertönt, dann lasst uns wieder au' euch zählen.» Anschliessend schritt Rennleiter Dr. Frey zur Bekanntgabe der Resultate und Verteilung der Preise. —_».—«. Internationale Alpenfahrt 1934. Wir machen Strassenbenützer, hauptsächlich di« Motorfahrzeug führer auf die Veranstaltung der internationalen Alpenfahrt, soweit das Gebiet des Kantons Bern betreffend, aufmerksam. Der Fahrplan für die Kon kurrenten ist in No. 63 der «A.-R.» erschienen. Um den Fahrern die nötige Sicherheit auf de Strasse zu ermöglichen, ersuchen wir die Motorfabrzeugfuhrer, die bezeichneten Routen zu den an gegebenen Zeiten nicht zu benützen, in dringenden Fällen aber äusserste Vorsicht walten zu lassen. Die Streckenaufsicht wird von Polizeiorganen eigens dazu bezeichneten Streckenaufsehern und Kommissären des schweizerischen Automobilclubs versehen. Diese ßtehen für weitere Auskunft gerne zur Verfügung. • Straseenverkehrsamt des Kantons Bern. Bedeutung des Vortrittsrechtes. Aus dem Bundesgericht. Das Bundesgesetz über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr bestimmt in Art 27, Absatz 1: «Bei Strassengabelungen und -kreuzungen hat der Führer die Geschwindigkeit seines Fahrzeugs zu massigen und einem gleichzeitig von rechts kommenden Motorfahrzeug den Vortritt zu lassen.» Diese Vorschrift, welche Zusammenstösse an Strassenkreuzungen verhüten will, hat in einem Urteile des bundesgerichtlichen Kassationshofes vom 13. Juli eine grundlegende Auslegung erhalten. Der Automobilist F. fuhr in Neuenburg' auf dem Faubourg du Lac und stiess mit dem Motorwagen des N. zusammen, der von der Rue de l'Orangerie her diese Strasse von links kreuzen wollte. Die beiden Strassen kreuzen einander im rechten Winkel und die Fahrer konnten einander auf genügende Entfernung sehen; N. langte einen Augenblick früher auf der Kreuzungsstelle an, doch wurde sein Wagen von dem in unverminderter Geschwindigkeit von rechts nahenden Auto des F. in der Mitte der rechten Flanke angefahren. Das Polizeigericht Neuenburg sprach N. frei, verurteilte aber F. zu 50 Fr. Busse. Es nahm an, Art. 27 Abs. 1 MFG sei auf den vorliegende^pall nicht anzuwenden gewesen und F. hab$(fäs,,,Vortrittsrecht nicht beanspruchen könnetl/'F. hätte nur dann den Vortritt gehabt, wenn die beiden Fahrzeuge wirklich gleichzeitig an der Kreuzung angekommen wären; nun sei aber'N. schon an der Kreuzung gewesen, als F; erst angekommen sei und daher hätte F. verlangsamen sollen. Sein Verhalten sei ein Verstoss gegen Art. 25 Absatz 1 MFG, das den Fahrer verpflichte, sein Fahrzeug stets zu beherrschen, das Tempo den gegebenen Strassen- und Verkehrsverhältnissen anzupassen und zu verlangsamen, wenn sein Wagen Anlass zu einem Unfälle bieten könne. Der Kassationshof des Bundesgerichtes hat diese Auffassung abgelehnt. Allerdings ist N. etwas vor F. an der Kreuzung angekommen, was daraus ersichtlich ist, dass der Wagen N. ungefähr in der. Mitte der rechten. Seit angefahren wurde. Die Vorschrift des Art. 27 Abs. 1 MFG Würde aber wirkungslos, wenn sie bei einem geringfügigen Vorsprung des von links kommenden Fahrzeuges jedesmal nicht mehr anzuwenden wäre. Sie will verhüten, dass der von links herkommende Fahrer über die Kreuzung fährt, bevor er sicher ist, dass andere Motorfahrzeuge von rechts kommen und sie gilt daher nicht nur dann, wenn zwei Fahrzeuge von rechts und links genau im gleichen Augenblicke bei der Kreuzungsstelle anlangen, sondern schon in allen Fällen, wo der von rechts kommende Fahrer sich so weit genähert hat, dass er die Kreuzung erreichen kann, bevor der von links ommende Fahrer die Strassenkreuzung passiert und wieder freigegeben hat Wer sich der Kreuzung von links nähert, muss darauf Bedacht nehmen, dass ein von rechts kommendes Fahrzeug ungehindert seine Bahn über die Kreuzung fortsetzen kann. Daher hätte N. trotz seines kleinen Vorsprunges dem F. den Vortritt überlassen sollen und F. war beechtigt, seine Fahrt in unverminderter, allerdings nicht übersetzter Geschwindigkeit fortzusetzen. Er durfte, voraussetzen, dass ihm N. den Vortritt lassen werde. und es liegt darin kein Verschulden, dass er die vorchriftswidrige Fahrweise des N. nicht voraussah. Ein Verschulden des F. wäre nur dann vorhanden gewesen, wenn er nicht sein Möglichstes zur Vermeidung eines Unfalles getan hätte, als er die durch das Verhalten des N. verursachte Gefahr sah. Die Kassationsbeschwerde des F. wurde «gründet erklärt und die vom Polizeigericht erhängte Busse aufgehoben. Wp. Spanen Graubünden öffnet die Schynstrasse aucl dem Gesellschaftswagen. Die Schynstrass ist für die Saison 1934 auch für den Verkehl mit Gesellschaftswagen freigegeben worden Zur Zeit wird ein hierfür notwendiger Einbahn-Fahrplan ausgearbeitet und schliesst die Strasse Pany-St. Antönien für den Auomobilverkeihr. Es wird mitgeteilt, dass auf ein Gesuch der Talschaft hin de bündnerische Kleine Rat die Strasse Pany St. Antönien im Prättigau für den Automobil verkehr geschlossen hat. Be. Schweizerische Rundschau Neue Benzinpreise. Mit Wirkung ab -4. Augusi wird gemäss Beschluss der Cosuma (Ueberwaehungs-Kommission des schweizerischen Benzinmarktes) der Benzinverkaufspreis auf 35 Rp. je Liter festgesetzt. Auf ausdrückliches Begehren der massgebenden Konsumenten-Verbände (C. LA., Commission Inter-Associations) wird bei dieser Gelegenheit der Benzin-Verkaufspreis in der ganzen Schweiz vereinheitlicht. Dies bedeutet, dass überall im Tiefland (ausgenommen Genf und Basel, wo der Preis bisher bereits 35 Rp. je Liter betrug) eine Ermässigung um 1 Rp. je Liter, in den sogen. Bergzonen je nach Ortschaft eine solche von 2—8 Rp. eintritt. Die Senkung des Preises konnte nur dank eines gemeinsamen finanziellen Opfers der Tankstellenhalter und der Lieferanten erreicht werden. Die seitens der G. I. A. beantragte und daraufhin seitens der Gosuma akzeptierte Einführung eines Einheits-Verkaufspreis«s verfolgt zwei Zwecke: 1. Eine Senkung des Benzinpreises zugunsten der schweizerischen Benzinkonsumenten, und 2. eine Förderung des inländischen und internationalen Automobilverkehrs, auch in den bedrängten Berggegenden, wo eine Hebung des Fremdenverkehrs für Hotellerie und alle übrigen beteiligten Kreise auch bei der Cosuma als dringend erforderlich anerkannt wird. (Mitg.) a. c. s. SEKTION BERN. Flugzeug-Auto-Fuchsjagd vom 18. August 1934. Die vom Berner Aero-Club und der Sektion Bern des A. C. S. erstmals zur Durchführung gelangende Flugzeug-Auto-Fuchsjagd ist in ihrer Art etwas ganz Neues. In rohen Zügen erklärt, ist di« Aufgabe folgende: Ein Fuchsflugzeug sucht in einem vorher bekanntgegebenen Rayon Unterschlupf. Nach erfolgter Landung „ legt der Fuchs einen sichtbaren •weisaen Stoffstreifen aus der von den Suchflugzeugen xa finden ist. Diese haben sich einzeln mit Automobilgruppen zuaamru«ngetan und lassen nun den Fuchs nach Feststellung seines Standortes durch ihre «Bodenbesatzungen» aufspüren. Im Gegensatz zur früheren «Autavia» darf aber die Nachrichtenübermittlung TCb Abwurf von Meldetaschen-erfolgen, so dass eine obligatorische Landung zu. diesem Zwecke nicht mehr stattzufinden hat. Neu ist auch die Gruppen-Klassierung, die sieb aus Ermittlung der Gruppentotalzeit der besten Auto-Einzelheiten der Hälfte der gestarteten GTUPpenmitglieder ergibt. Einzel-Sieger wird die Besatzung des Suchflugzeuges nnd-des Automobiles, die einer gleichen Gruppe angehörend, die kürzeste Zeit erzielt hat. Beglemente für diese. Konkurrenz sind beim Sekretariat der Sektion Bern des A. G. S., Waisenhausplatz 2, Bern, erhältlich. h. T. C. S. Autosektion St. Qallen-Appenzell ORTSGRUPPE APPENZELL A.-Rh. Unsere am 28. Juli a. c stattgefundene Exkursion zur Besichtigung der Bauplätze neue Kräzerlistrasse und Talstation der Säntisbahn auf Schwägalp war leider nur sohwach besucht Diejenigen Mitglieder aber, welche die Tour mitmachten,, sind voll des Lobes über den neuen Strassenzug und über die Bauarbeiten an der Säntisbahn. Unter Führung des Gruppenpräsidenten marschierte das Trüpplein vom Be- !inn der neuen Kräzerlistrasse zu Fuss dem Trace intlang bis Schwägalp. Daselbst Besichtigung der Talstationsarbeiten. Beim neuen Schwägalpwirt befüsste der Präsident die Teilnehmer, wobei er speziell Kantonsrat Pfenninger sowie einige Mitglieder der Thurgauer Sektion und der Gruppe Appenzell .-Rh. willkommen hiess. Im Anschluss daran erläuterte er an Hand eines vom Präsidenten des Verwaltungsrates der Säntisschwebebahn zur Verfügung gestellten Exposes die in Angriff genommenen Arbeiten. 'Dänach liegt die Talstation der Säntis- Schwebebahn in der Schwägalp (1360 m), die Bergstation nahe dem Säntisgipfel (2470 m). Höhendifferenz rund 1100 m. Die Bahnlänge beträgt, schräg gemessen, 2160 m, die mittlere Steigung also über 50 Prozent. Die Linie erhält 3 Masten, von denen der grösste über 50 m hoch wird. Bei Mast Nr. 3 (zwischen yrenspitz und Graukopf) wird eine fakultative Haltestelle eingerichtet Sie erhält aufklappbare Perrons und ermöglicht die Benutzung des schönen ikigebietes, das sich im sog. Karrenfeld zwischen iyrenspitz und Silberplatte befindet. Entsprechend den scharfen schweizerischen Ban- 'orschriften ist die Bahn mit je 2 Trag- und Zugleilen ausgestattet. Die Laufwerke der Je 35 Personen fassenden Wagen erhalten je 4 Fangbremsen, die mit kupfernen Bremsbacken die Tragseile bzw. die Stützenschuhe seitlich ergreifen. Bei einem Nachgeben des Zug- und Gegenseiles ider beim Ueberschreiten der vorgesehenen Geschwindigkeit werden automatisch alle 4 Fangbrem- :en ausgelöst Sowohl Wagenführer wie der Maichinist in der Bergstation können in jedem Augenilick den Stillstand der Wagen bewirken. Die Kraftbeschaffung ist dreifach geregelt, inlem neben dem elektrischen Hauptmotor ein Reservemotor aufgestellt ist und überdies für den Fall einer Ausserbetriebsetzung der Stromzuführung ein Benzin-Reservemotor. Die normale Fahrgeschwindigkeit beträgt 4 m/sec., ie normale Fahrzeit also rund 9 Minuten. Der 'ahrpreis beträgt 6 Fr. für die Berg- und 4 Fr. für ie Talfahrt. Weitgehende Sicherheiten sind auch fegen die; ilitzgefahr geschaffen, indem die allermodernsten und vollkommensten Blitzschutzeinrichtungen zur Verwendung gelangen." Durch Wind-Geschwindigkeitsmesser wird auch jederzeit festgestellt, wann die Windstärke einen Grad erreicht, der die Fahrt unangenehm machen würde. Für diesen Fall ist die vorübergehende Einstellung des Betriebes vorgesehen. Für den bei modernen Schwebebahnen praktisch nicht vorkommenden Fall, dass trotz mehrfacher Kraftquellen eine Stillegung der Kabinen unterwegs eintreten sollte, können mittelst einer eigenen und unabhängigen Kraftquelle 6 Personen fassende Hilfskabinen an die stillstehenden Kabinen herangeführt werden. Der Anschluss der Bahn an das schweizerische Bahnnetz wird durch die im Bau befindliche K r ä - zerenpass-Strasse bewirkt. Durch sie wird die seit.bald 100 Jahren geforderte Verbindung zwischen dem Tal der Urnäsch, bzw. zwischen Urnäsch selbst und dem Thurtal, bzw. mit der Station Nesslau der Bodensee-Toggenburg-Bahn hergestellt. Teilweise haben die Zufahrten bereits bestanden, so eine solche von Urnäsch bis zum Rossfall, ebenso eine solche von Nesslau nach dem Rietbad und darüber hinaus bis zum Schiltmoos. Die neue Strecke Rossfall-Passhöhe bei Beieregg erhält von Anfang an 5—6 Meter Breite und ein Maximalgefäll von 11%. Auch die Toggenburger Anschlußstrecke wird von Anfang an breit genug dimensioniert, dass auch sie dem Auto-Verkehr dianen kann. Das eidg. Postdepartement hat sich denn auch bereits dahin entschieden, nach Eröffnung der Schwebebahn und der Strasse Urnäsch-Beieregg- Schwägalp einen ganzjährigen Regie-Postdienst zu eröffnen. Durch ihn wird die Schwägalp endlich dem ausgebreiteten Wintersport erschlossen. Nach Fertigstellung der st. gallischen Anschlußstrecke wird eine regelmässige Postauto-Verbindung Urnäsch- Nesslau nachfolgen und damit der Anschluss an die Postautostrecke Nesslau-Buchs hergestellt Durch die eigenartige Kombination von Schwebebahn und Autozufahrt wird ein flottes Hand-in- Handarbeiten zwischen Auto und Bahn gewährleistet. Die Bahn beginnt erst dort, wo das Auto nicht hinkommt, und aus diesem Gesichtspunkt hat die Schwebebahn ein ca. 1 km langes Verbindungsstück zwischen der künftigen Staatsstrasse über den Kräzerenpass und ihrer Talbahnstation Schwägalp auf eigene Kosten erstellt. Sie lässt auch .Parkplätze für einige hundert Wagen erstellen. Die Baukosten der Bahn sind auf 1,8 Mill. Fr. veranschlagt. Die Bahn hat dabei für die erwähnte bahneigene, also an sich nicht ohne weiteres öffentliche Zufahrtsstrasse Beieregg-Schwägalp gegen 100000 Fr. aufzuwenden und das Zustandekommen der Kräzerenpass'-Strasse auf Ausserrhoder-Seite durch eine Subvention von 50000 Fr. ermöglicht. Ebenso wird, sie für die Kosten des Schneebruches, und zwar auf der ganzen Strecke Rossfall- Schwägalp aufzukommen haben. Nach diesen Ausführungen und einigen weiteren Erklärungen über die Bauverhältnisse konnte nach deren Besichtigung sich jeder Teilnehmer über beide Werke, die im Alpstein im Entstehen begriffen sind, ein klares Bild machen. Nach gewalteter Diskussion dankte der Vorsitzende allen Teilnehmern für ihr Erscheinen mit speziellem Wunsch für ein glückliches Gelingen der beiden für die Volkswirtschaft so bedeutungsvollen Werke. Um 17 Uhr erfolgte Abmarsch über Kräzerli zu unseren Stahlrossen. Unser offiz. Sommerprogramm ist damit sozusagen erschöpft. Im Spätherbst sollen von unserem Sektionspräsidenten E. Lutz, event vereint mit der Scintillafabrik, im Vorder-, Mittel- und Hinterland je ein Vortrag abgehalten werden. .Die Mitglieder :machen wir nochmals auf die vom 18.—22. August a. c. stattfindende S«ktionsfahrt in die Dolomiten aufmerksam. Unsere Gruppe zählt 1934 bald 200 Mitglieder. Es ist Ehrenpflicht, die Werbung für die Gruppe nicht zu vergessen. Da voraussichtlich per Herbst keine Vollsitzung stattfindet, bitten wir die geschätzten Mitglieder, allfällige Wünsche und Anregungen schriftlich dem Bureau mitzuteilen. Der Gruppenpräsident. &us den Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Teilnahme am Grossen Preis der Schweiz in Bern. Programm für' Sonntag, 26. August 1934, bei" jeder Witterung. Sammlung aller Teilnehmer im Rest. Münsterhof, morgens 4.30 Uhr. Abfahrt punkt 5 Uhr über Bremgarten, Wohlen, Lenzburg, Suhr, Murgenthai, Herzogenbuchsee, Bern (Imbiss in der kalten Herberge, Langenthai). Ankunft in Bern ca. 9 Uhr. Alsdann ist es den Teilnehmern freigestellt, eine Stunde nach Schluss des Rennens (ca. 18 Uhr) zur Verfügung stehenden Zeit nach Belieben zu verbringen. Aenderungen und Wünsche der Teilnehmer werden von der Kommission nach Möglichkeit berücksichtigt und entgegengenommen. Wir ersuchen alle unsere Ehren-, Frei-, Aktiv- und Passivmitglieder, den bereits per Post zugestellten Talon, genau auszufüllen mit der Teilnehmerzahl und umgehend an den Präsidenten einzusenden, damit für genügende Sitzplätze gesorgt werden kann. Verpflegung ist für jedermann freigestellt. Teilnehmer, welche dem Rennen nicht zusehen wollen, werden eine Stadtrundfahrt mit Besichtigung des Bärengrabens ausführen. Der Fahrpreis für Mitglieder beträgt pro Person Fr. 12.50 und für Nichtmitglieder Fr. 13.— Die Kommission. Veranstaltungen. Tagung der Vereinigung Schweiz. Flieger-Pio- !ere und -Soldaten. Die Vereinigung Schweiz. 'Heger-Pioniere und »Soldaten, Ortsgruppen Zürich und Basel, begehen am 12. August 1934 ihre seit Jahren bereits traditionell gewordene Tagung, und zwar dieses Jahr in Gedenken des 1. August 1914, der Mobilisation und in Ehrung unseres Altmeisters Oskar Bider, in dessen Heimat in Langenbruck (Baselland). An alle Angehörigen der Fliegertruppe ergeht die .Einladung, an diesem Erinnerungs- und Jahrestage der Fliegersoldaten kameradschaftlich teilunehmen. Der Tag soll zugleich die Grundlegung iner Vereinigung sein, die alle Flieger-Pioniere and -Soldaten einschliesst, die seit 1914 bei der 3. F. A. eingeteilt sind, bis auf den jüngsten Jahr* ?ang, wie dies-bei den andern Spezialwaffen schon lange üblich ist. (Infolge Stoffandranges muss die Flugseite msnahmsweise auf die nächste Nummer verschoben werden.)