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E_1934_Zeitung_Nr.064

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AUTOMOBIL-REVUfc

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64 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Doch — es versteht sich immerhin beinahe von selbst — es regnete auch zu diesem Aufmarsch in Strömen, und den Bergen entlang trieben weisse Nebelschwaden. Trotzdem machte sich ein erstaunlicher Optimismus, der — wie es sich nachträglich zeigte — auch berechtigt war, in allen Lagern geltend, und man musste sich fragen, ob der vielzitierte « Hundertjährige Kalender » die Schuld daran trug. Man hat diese Art der Wetterprognose über das Wochenende arg zerzaust, aber da dann der Sonntag doch ganz anders kam, als man dachte, haben vielleicht diese alten Qlarner Bauern, die auf den «Hundertjährigen» schwören, dennoch recht. Linthal war an diesem Morgen sehr früh aufgestanden. Ausser den vielen Autos hatten auch einige Extrazüge Zuschauer gebracht, wenn auch die S. B. B. diesmal kein grosses Geschäft gemacht zu haben scheint, da gerade sie am meisten die Folgen der Witterungsungunst zu spüren bekam. In Linthal gab es Hunderte und Tausende von Zuschauern mit allen möglichen Dingen zu verpflegen, wobei warme Getränke ganz deutlich im Vordergrund der Interessen standen. Kein schlechtes Geschäft scheint auch jener Kluge gemacht zu haben, der schon morgens um sieben Uhr vor seiner Gartentüre Rostbratwürste brutzeln liess, immerhin für einen Klausen-Appetit und nicht für gewöhnliche Alltagsmagen berechnet, die nicht unbedingt begeistert auf eine Bratwurst als Frühstück zu reagieren bereit sind. «Tanz — Konzert» lauteten Aufschriften auf manchen Tafeln an Wirtschaften, aber noch schien einem ein Jahr von diesem Sonntagabend zu trennen. So unendlich viel erwartete man noch! — Dann begann langsam der Aufstieg, und man war nicht ganz unglücklich darüber, aus diesem Gewimmel von Autos, Motorrädern, Velos, Fussgängern, Organisatoren, aus diesem Lärm und dem Gewölke blauen Benzindunstes in die ruhigere Alpenwelt zu kommen. Und gleich zu Anfang konnte man die Verbesserungen bewundern, die heute an verschiedenen Stellen die Klausenstrasse fast zu girier Rennbahn umwandeln. Ein ununterbrochener Zug von Fahrzeugen klomm die Windungen des «Bergli» hinan, und wer den Blick in die Tiefe schweifen liess, konnte zeitweise kaum mehr glauben, dass in Wirklichkeit diesmal mehr als tausend Wagen weniger gezählt werden konnten.. Das Tal der Linth weitete sich immer mehr, grün und verwaschen breitete es sich aus, an den Bergen hing noch immer dichter Nebel, durch den jedoch manchmal ein helleres Licht zu dringen schien. Von der andern Talseite her trug der Regenwind das dünne Geläute einer frühen Morgenglocke. Sicher rief es Menschen zum Gottesdienst, die nichts von Klausen und Caracciola und nassen Schuhen wissen. Es hatte allerhand Mut und Sportsenthusiasmus bedurft, um trotz der Übeln Nässe sein Lager längs der Strecke aufzuschlagen. Doch an jeder Ecke sassen kleine Häufchen Zuschauer, die sich die Zeit mit Frieren und Jammern über die elende Regnerei vertrieben, daneben tüchtig in das kleine Feuerchen bliesen, das die Lebensgeister wieder erweckte, und aus dem Rucksack bereits den mitgebrachten Proviant zu kramen begannen. Was es mit den Bierständen immerhin für eine Bewandtnis haben sollte, war an diesem Tage nicht klar, und es überlief uns der kalte Schauer, als einer mit gewaltigen Schlucken eine ganze Flasche Bier austrank. Das beste Geschäft hätte wohl ein Marronihändler an diesem Tag auf dem Klausen gemacht. Höher und höher schraubte sich unser herrlich bequemer, wunderbar leicht laufender Alpenpostwagen. Der schweigsame Chauffeur sah in die Weite hinaus, wo die Nebel brauten und sich in wildem Tanz bewegten. Dann streckte er plötzlich die Hand aus und meinte trocken, bald werde das schönste Wetter kommen. Und es ging nicht sehr lange, so hatte er auch die Skeptiker davon überzeugt. Als wir über den Urnerboden brausten, dessen Fetschbach als wilder Strom dahinrauschte, tauchte aus dem treibenden Wolkenmeer für einige Sekunden die Sonne auf. Mit Huronengebrüll wurde sie allerseits begrüsst, ein Heber, willkommener Gast! Immer lebhafter wurde die Bewegung in den Lüften, und bald hoben sich die frischverschneiten Berge in seltener Klarheit vom Himmel ab. Das Ziehen der Nebel, der Kampf der Sonne mit den Wolken, das Rauschen der Wildbäche — das alles verstärkte noch den Eindruck von der Grossartigkeit dieser Natur, und man erhielt gleichzeitig auch einen Begriff von der Wucht der modernen Maschinen, die durch diese urweltliche Landschaft mit höllischem Donnern dahin jagen. Auf dem Urnerboden war diesmal der Betrieb nur sehr mager, und die Automobile fanden alle mehr als gut Platz auf der weiten Hochebene. Die Vorfrutt hatten sich auch diesmal wieder sehr viele Besucher auserwählt; sie genossen von ihrem prächtigen Platz aus die Herrlichkeit eines weiten Ausblickes und konnten fast von Minute zu Minute mehr erleben, wie sich die treibenden Wolken auflösten und dem blauen Himnrn Platz machten. Ganz Kluge hatten sich unter ihren Zelten ein enges, aber gemütliches Plätzchen geschaffen, und viele verschwanden fast unter ihren Decken und Kissen. Das Ziel war schon lange vor dem Rennen von einer grossen Menschenmenge umlagert, die mit Ungeduld auf den Beginn des Rennens wartete. Auf Schritt und Tritt begegnete man Persönlichkeiten aus der Welt des Autosportes, Spitzen der nationalen und Vertreter der fremden Automobilclubs, Behördemitglie der, hohe Militärs, Fahrer und Fahrerfrauen, Organisatoren, Mechaniker, Journalisten, unbeteiligte Neugierige, das alles drängte sich hier oben in luftiger Höhe zusammen, und das wunderbare Märcherstöckli scheint sich über diesen tollen Betrieb auf der Strasse unten nicht wenig gewundert zu haben. Die Flaggen aller teilnehmenden Nationen flatterten im frischen Bergwind und leuchteten weit in der Runde. Links und rechts rahmten die Berge mit frisch gefallenem Schnee die wunderbare Szenerie ein, wie sie nur der Klausen so vermitteln kann. Von dumpfem Gehörne der Signale angekündigt, tauchte vor zehn Uhr der erste Motorradfahrer auf, und dann raste Schlag auf Schlag eine Maschine nach der andern vorbei. Manchmal sah man auf dem verhältnismässig kurzen Streckenabschnitt der letzten Kurven vor dem Ziel zwei und drei Fahrer. Diese Promptheit ermöglichte die rasche Abwicklung des Rennens, das keine toten Punkte kannte. Mit den Sportwagen begann bereits die Spannung sichtbar zu werden, doch die fieberhafte Aufregung beim Lauf der Hauptklasse der Rennwagen lässt sich überhaupt kaum beschreiben. Zitternd vor Erregung blickte man ins Tal, man sah, wie die Leute weiter unten nach dem Urnerboden gespäht hatten und beim Auftauchen Caracciolas zu ihren Plätzen zurückrannten. Dann war es einen Augenblick totenstill, plötzlich schwoll in helles Surren, begleitet von dumpfem Donnern, zur Höhe empor, und jetzt schwang ein silbergrauer Wagen um die Kurve. Heulend fegte er die Gerade dahin, bog mit eleganter Linie in die nächste Kurve ein, und schon nach kurzer Zeit flitzte er mit betäubendem Krachen vorbei. Kaum war Caracciolas Zeit dem staunenden Publikum verkündet, flog auch Hans Stuck heran, der diesmal dem invaliden Caracciola den Sieg abtreten musste. Die Organisation klappte auf der ganzen Linie hervorragend. Alle Funktionäre versahen den Dienst aufs Beste. Es war in dieser Hinsicht ein « Muster-Klausen »! Der Streckendienst, der Lautsprecher, die Regelung der Zufahrt — alles war aufs Beste bestellt! bo. Der Rennverlauf. Altdorf, 5. August. Die reichlich verspätet eingesetzte Aufheiterung brachte eine Reihe von Fahrern in nicht geringe Verlegenheit, und so paradox es scheinen mag, so hätte es mancher vorgezogen, dass nach den verregneten Trainingstagen nun auch das Rennen unter den nämlichen Witterungsverhältnissen stattgefunden hätte. Auf alle Fälle waren sämtliche Konkurrenten einig in ihrem Urteil, dass die Strasse viel schwieriger im angetrockneten Zustande zu befahren war, als wenn es in Strömen vom Himmel herunter goss. Der durch den Regen angeschwemmte Sand und Kies und die aufgelockerte Strassenoberfläche bildeten eine geradezu heimtückische Fahrbahn. Caracciola hat die Situation wohl am treffendsten damit gekennzeichnet, dass er nach seiner siegreichen Fahrt erklärte, es sei ein Rennen auf Kugellagern gewesen! Kein Wunder, dass viele Wagen aus der Bahn getragen wurden, allerhand Quer- und Seitensprünge machten, die, sofern es dem Fahrer gelang, die Maschine wiederum in seine Hand zu bringen, mindestens kostbaren Zeitverlust bedeuteten. So hat z. B. auch ein solcher « Rutscher », wie Stück eine recht gefährliche Querlage, die er aber trefflich meisterte, bescheiden nannte, zu einem guten Teil um seine Siegeschancen gebracht. Wenn es eben um knappe Sekunden geht, dann muss sich auch der geringste Zeitverlust fatal auswirken. In manchen Fällen führten diese Rutschungen zu Kollisionen mit vorstehenden Felspartien oder Stützmäuerchen, welche entweder Materialschaden zur Folge hatten, die die Leistungsfähigkeit der Maschine stark herabminderten oder dann gar zur vorzeitigen Aufgabe zwangen. Die Gegend um die beiden Tunnels herum und dann der Urnerboden wurden zum reinsten Massengrab, und manch ein hoffnungsvoll gestarteter Wagen lag hier verlassen am Strassenrand und hätte Gelegenheit gehabt, über die Vergänglichkeit irdischen Ruhmes nachzusinnen. Im weiteren zeigten sich recht zahlreiche Kerzendefekte und Schwierigkeiten mit der Vergasung. Die Fahrer hätten in mühsamer Arbeit und Versuchen während den Vortagen die der nasskalten Sämtliche auf den immer zuverlässigen Pneus Klausenrennen Neuer Klassenrekord, beste Tageszeit und neuer absoluter Bergrekord Caracciola auf Mercedes-Benz 15:22,2 Min. Zweitbeste Zeit des Tages aller Fahrzeuge: Hans Stuck auf Auto-Union P Wagen 15:25,4 Min. Rennwagen Kl. 11-1500 cem: 1. Sojka auf Bugatti 17:54,2 Min. 2. Malaguti auf Maserati Rennwagen Kl. bis 1100 cem: 2. Burggaller auf Austin 600 cem Seitenwagen: 1. Stärkle H. auf N. S. U. 19:19,2 Min. 250 cem solo: 1. Winkler W. auf D. K. W. 18:54 Min. 2. Winkler H. auf D. K. W. 350 cem solo: 2. Geiss auf D. K. W. 18:32,8 Min. Continental Caoutchouc Co. A.-G., Zürich — St. Gauen — Genf Die vollkommenste Obenschmierung der Gegenwart! Bas Elixir für ihren Wagen ist die neuartigo, vollautomatische und DIREKTE 0BENSCHMIERUH6 mit dem MODELL 1934/LB Fr. 60.— komplett Messing vernickelt 6 Monate Garantie -Apparat Unterdruckförderer für dünnflüssiges Mineral-Oberöl zur Obenschmierung des Automobilmotors und seiner Aggregate. Der „nOBUR"-Obenschmierapparat vermittelt die dem Motor so wohltuenden Eigenschaften einer rationellen, zuverlässigen und konstanten Obenschmierung. Er sorgt dafür, dass Ihr Wagen in sozusagen ständig guter Laune bleibt. Er regelt die schmiertechnischen Funktionen auf dem kürzesten Wege direkt von oben und regt das Anzugsvermögen und die Bergfreudigkeit an. 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