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E_1934_Zeitung_Nr.069

E_1934_Zeitung_Nr.069

lern Recht darauf

lern Recht darauf hingewiesen, dass die heute geltende Steuerformel als willkürlich bezeichnet werden muss, da die Technik diese Formel schon seit einiger Zeit in der Weise überholt hat, als die effektive Leistungsfähigkeit einer Maschine nicht mehr allein von der Dimension des Zylinderinhaltes abhängt. Durch die Erhöhung der Tourenzahl hat die Leistung von Motoren mit gleich grossem Zylinderinhalt stark zugenommen, woraus sich für e.nen neuen Motor mehr effektive PS ergeben als für einen alten. Da die Steuerformel der technischen Entwicklung nachhinkt, ergibt sich somit bei einem Vergleich von zwei gleich grossen Zylindervolumen für den altern Wagen eine kleinere Motorenleistung als für den neuen. Aber auch unter rein konstruktivem Gesichtswinkel betrachtet, ergeben sich für ältere Modelle erhebliche Nachteile, indem sie gegenüber den modernen Leichtkonstruktionen bedeutend grössere Benzinmengen verbrauchen und damit an den Staat auch höhere Zollbeträge abliefern. Eine schwere Belastung des Altwagenmarktes bedingen namentlich die hochpferdigen Motoren. In allen Garagen unseres Landes liegen gewaltige immobilisierte Kapitalien herum, weil die hohen Steuersätze die Zirkulation dieser Wagen verunmöglichen. Welch weitgehende Belebung für das Automobilgewerbe bei einer liberaleren und den heutigen Wirtschaftsverhältnissen entsprechenden Handhabung der Steuererhebungsmethoden auf altern Modellen erzielt werden könnte, braucht kaum des nähern begründet zu werden, wobei zudem der Staat zusätzliche Steuern + Benzinzolleinnahmen erheben könnte, die ihm beim passiven Verhalten der Mehrzahl unserer kantonalen Finanzdirektionen für immer verloren gehen. Ohne näher auf die nicht nur dem Automobilgewerbe, sondern breitesten Automobilkreisen erwachsenden Erleichterungen einzugehen, sei auf dieses völlig verkehrte und im Schematismus der staatlichen Eigenmächtigkeit sich bewegende passive und starrköpfige Verhalten des Fiskus hingewiesen. Beinahe auf der ganzen Linie stehen die Kantons- und Bundesfinanzen im Zeichen des Krebsganges. Täglich werden neue Zölle beschlossen, die vielfach als rein fiskalische Massnahmen zu bezeichnen sind, oder es werden da und dort die allgemeinen Steuerabgaben erhöht. Unermüdlich suchen die in den Steuerämtern sitzenden Finanzgewaltigen nach neuen Quellen. Dort aber, wo sie offen zutage liegen, sofern man diese an der richtigen Stelle anzuzapfen versteht, und sofern man diesen Steuerträgern die Möglichkeit gibt, sich freier zu bewegen, verharrt man auf der seit altersher überlieferten Ansicht und glaubt, damit das Ei des Kolumbus gefunden zu haben. Täglich können die verheerenden Folgen einer allzu späten Umstellung nicht nur in der Privatwirtschaft, sondern auch in derjenigen des Staates aus nächster Nähe verfolgt werden. Auf den Finanzdirektionen selbst sprechen nackte Zahlen eine nicht zu missverstehende Sprache — aber um eines scheinbaren Vorteils willen glaubt man auch weiterhin das Automobil als Luxustierchen behandeln zu dürfen. Unsere nördlichen Nachbarn haben am eigenen Leibe erfahren müssen, wohin eine solche Politik treibt, und wenn nicht in jüngster Zeit das Steuer scharf herumgerissen worden wäre, so wäre in Deutschland bald ier Motorfahrzeugverkehr zu Boden gestampft worden. Als Gebot der Stunde drängt sich nicht nur auf dem Altwagenmarkt, sondern ebenso auf der ganzen Linie des Mortörfahrzeugverkehrs eine fühlbare Steuerentlastung auf, die sich sicherlich nur zum Nutzen des Staates auswirken wird, sofern derselbe auch einmal etwas risikowilliger und initiativer die seit langem zur Sprache stehenden Probleme anpackt. Wy. A u io Oesterreichs Automobil-Absatz. ; •-. Im Verlaufe des I. Semesters 1934 ist der österreichische Automobilabsatz gegenüber dem Vorjahre um 17% angestiegen. Die Gesamtabsatzziffer umfasst 1339 Automobile. Der Verkauf inländischer Personenwagen stieg um 53%. Im Vergleich zu 1932 ist hingegen noch ein Rückschlag von 27% zu decken. Der gesamte Automobilabsatz Oesterreichs war im 1. Halbjahr 1934 noch um 31% kleiner als in der entsprechenden Parallelperiode des Jahres 1932. Neue Welt-Oelkonferenz? Unlängst hat sich die Regierung von Irak an die britische Regierung mit der offiziellen Anregung gewandt, in London eine Konferenz, der Oelproduzenten aller Länder einzube' rufen, mit dem Zweck, neuerdings den Versuch zur Aufteilung der Weltproduktion unter den hauptsächlichsten Erzeugergruppen zu wagen. In der Hauptsache dürfte es sich darum handeln, der Produktion des Mossul- Oels einen angemessenen Markt zu sichern. Die Gesamtölerzeugung Iraks wird nach Fertigstellung der Oelleitung und Aufnahme des vollen Betriebes auf 4 MM. Tonnen geschätzt, ein Quantum, das sich ungefähr in 4 Jahren erreichen lässt. Die Aussichten für eine solche Konferenz werden indessen in Fachkreisen nicht gerade optimistisch beurteilt, dürfte doch eine Marktsicherung des Irak-Oels, an dem ja auch führende Grosskonzerne der Weltölwirtschaft beteiligt sind, in erster Linie davon abhängen, wie sich die Preisund Absatzverhältnisse auf denjenigen Mark-' ten gestalten werden, auf denen das Iraköl den Konkurrenzkampf aufnimmt. Deutsche Neuregelung der Gewichtsvorschriften bei Motorfahrzeugen. Mit der Einführung der neuen Reichs.- Strassenverkehrs-Ordnung in Deutschland tritt an Stelle der Bestimmungen vom 10. Mai 1932, welche das Gesamtgewicht, die Anzahl der Achsen und die Achsabstände der Fahrzeuge gesetzlich festlegen, eine vereinfachte Neuregelung, • , , f Darnach ist das_ Gesamtgewicht eineßPßt-^ sonen- oder Lastautos oder eines Lastzuges gleich der Summe aller zulässigen Achsdrücke. Die Zahl der Achsen ist freigestellt, aber der zulässige Achsdruck, d. i. jenes Ge- Schweizerische Rundschau Benzinsteuer oder PS-Steuer? Aus Fremdenverkehrskreisen erhalten wir hiezu folgenden Beitrag. Ohne zum Problem vorläufig selbst Stellung nehmen zu wollen, geben die nachstehenden Ausführungen vielleicht Anlass zu einer interessanten Diskussion. Auf alle Fälle zeigen sie, dass neben der fiskalischen Seite der Angelegenheit auch noch andere Faktoren mitbestimmend sind und daher eine Benzinsteuer als Ablösung der übrigen Motorfahrzeugabgaben wohl erwogen werden muss. In der automobilistischen Presse wird gemeldet, dass die Sektion Locarno des A.CS. bei der kantonalen Verwaltung den Antrag eingebracht habe, es sei dahin zu wirken, dass die von den Kantonen erhobenen Motorfahrzeugsteuern durch eine Benzinzollerhöhung um 10 Rappen abgelöst würden. In der Begründung wird darauf hingewiesen, dass die Schweiz im Jahre 1932 zirka 280,000 AUTOMOBIL-RCVÜE 1934 - 69 is tisch er wicht, welches noch eine betriebssichere Tragfähigkeit sicherstellt, wird durch das Gesetz begrenzt. Das Gewicht des Anhängers richtet sich auch nach den zulässigen Achsdrücken. Die Zahl der Anhänger ist frei, der ganze Lastzug darf aber die Länge von 22 m nicht überschreiten. Im Höchstfalle sind also folgende Gewichte möglich: Zweiachser (5,5 + 7,5 t.) 13 t., Dreiachser (7,5 + 2X5,5 t.) 18,5 t., Vier achser (4X5,5 t.) 22 t. oder: (3X5,5 t. + 7£ t.) 24 t. Wie wäre es mit der Hinterradlenkung? Im englischen «Motor» wird gegenwärtig wieder einmal das Problem der Hinterradlenkung eifrig diskutiert. Zweifellos ergäbe die Hinterradlenkung manche Vorteile, so z. B. bei vorn eingebautem Motor gute Raumausnützung, einfachen robusten Antrieb auf die ungelenkten Vorderräder, einen tiefliegenden ununterbrochenen Wagenboden und die Möglichkeit, die Karosserie aerodynamisch günstig zu gestalten. Als grosser Vorteil wird weiter auch bezeichnet, dass der Wagen beim Kurvenfahren in jedem Moment in der zu befahrenden Richtung steht, so dass die Karosserie-Pfeiler neben der Windschutzscheibe viel weniger stören und die Scheinwerfer weiter in die Kurve hineinleuchten. Wie sich ein hinten gelenkter Wagen beim Ein- und Ausfahren in Kurven verhalten würde, müsste aber immer erst noch ausprobiert werden. Gegen die Hinterradlenkung sprechen auch die zu erwartenden Schwierigkeiten beim Wegfahren vom Randstein. Jaray-Stromlinienkarosserien auf Serienwagen. Trotz immer noch geltend gemachter Einwände, vor allem solcher ästhetischer Natur, setzt sich die Stromlinienkarosserie immer mehr durch. Kürzlich haben sich nun auch die Automobilweltfirmen Maybach, Daimler- Benz, Steyr, Tatra und die Automobilfabrik Jawa die Rechte zum Bau von Jaray-Strom- Hpienkarosserien erworben. Man wird sich erinnern, dass die aerodynamisch ausserordentlich günstige Jaray-Kamsserie bei ihrem ersten Erscheinen wegen ihres urigewdhnfeü "Aussehens fast durchwegs abgelehnt wurde, auf den modernen niedrigen Chassis aber am letzten Genfer-Sälon schon viele Bewunderer fand. Millionen Liter Benzin eingeführt habe. Der Gesamtbetrag der von den Kantonen erhobenen Motorfahrzeugsteuern habe gleichzeitig 28 Millionen Franken betragen. Das Verhältnis der Steuern zur Menge des eingeführten Benzins sei demnach 10 Rappen pro Liter Benzin. Weiter wird gesagt, das vorgeschlagene Besteuerungssystem hätte u. a. den Vorteil der Aufhebung der willkürlichen Steuerformel, der Einführung der Besteuerung auf Grund der Fahrleistungen des Fahrzeuges. Gestützt auf die Erfahrungen des Auslandes seien keine Nachteile für die Hotellerie zu befürchten. Leider ist aber diese letztgenannte These völlig falsch, und zwar aus folgenden Gründen: Die Schweiz gehört heute zu den Ländern mit den billigsteh Benzinpreisen. Laut «Recueil de Renseignement de Tourisme» betrug der Benzinpreis in Deutschland 0,28—0,36 RM, per Liter England 1 sh/2—1 sh/6 per Gallon Frankreich 2.20—2.80 Fr. per Liter Italien 2 Lire per Liter Oesterreich 0,56—0,68 S per Liter. Die Schweiz ist in diesem Nachschlagewerk mit einem Benzinpreis von 0,37 Fr. per Liter aufgeführt. Bekanntlich wurde der Preis letzthin für die ganze Schweiz eirfheitlich auf 35 Rappen festgesetzt. Gegenüber verschiedenen Ländern hat dte Schweiz einen wesentlichen Vorsprung im Benzinpreis. Das bedeutet für die ausländischen Automobilisten einen gewissen Anreiz, ihre Autoferien in der Schweiz zu verbringen — einen preismässigen Anreiz, den wir bitter nötig haben; denn die Schweiz ist ja im übrigen allzusehr als das Land der teuersten Preise bekannt. Es liegt im Interesse der Volkswirtschaft, dass dieses anlockende Moment sich mit voller Kraft auch weiterhin auswirken kann; denn die Entwicklung des Verkehrs tendiert dahin, die ausländischen Automobilisten mehr und mehr mit zu den wichtigsten Auslandsgästen unserer Fremdenplätze zu machen. Und auf dem Besuch der Ausländer wiederum baut sich einer der wichtigsten Zweige der schweizerischen Exportwirtschaft auf; ohne die Gelder, die jene bei ihren Aufenthalten in der Schweiz lassen, wäre unsere Zahlungsbilanz überhaupt nicht mehr zu halten und verlören Zehntausende Arbeit und Verdienst. Grund genug, um alles zu vermeiden, was die Anziehungskraft unseres Landes irgendwie schwächen könnte! Dass die vorgeschlagene Erhöhung des Benzinpreises um 10 Rappen dies täte, unterliegt keinem Zweifel. Man braucht nur einen schweizerischen Benzinpreis von 45 Rappen den oben angeführten ausländischen Ziffern gegenüberzustellen und man erkennt sofort, dass die Schweiz mit der vorgeschlagenen Zollerhöhung ihren Preisvorsprung zum grössten Teil preisgäbe. Denn der Benzinpreis macht in unserer Währung ausgedrückt aus (per Liter): in Deutschland Fr. 0,34—0,44, in England Fr. 0.20—0.26, in Frankreich Fr. 0,45—0,57, in Italien Fr. 0,53. in Oesterreich Fr. 0,32 —0,39. Gegenüber Deutschland und Oesterreich geriete demnach die Schweiz ins Hintertreffen; gegenüber Frankreich und Italien würde der jetzige Vorsprung wesentlich vermindert. Um so mehr müsste sich die Tatsache auswirken, dass die Schweiz in fast allen andern Preisen über dem Ausland steht! Mit dem eingangs erwähnten Hinweis auf die,Erfahrungen der, ausländischen Mofellerie, der jh''der Begründung aufgeführt ist, wird auf die Verhältnisse in Frankreich angespielt. Diese lassen sich aber nicht ohne weiteres mit den schweizerischen Verhältnisse vergleichen, da der ausländische Automobilist vor dem Februar 1934 in Frankreich eine tägliche Verkehrssteuer von Fr. 10.— plus eine Gebühr von Fr. 4.— für den ersten Tag zu bezahlen hat. Der Erhöhung der Benzinsteuer auf der einen, stand der Abbau der Verkehrssteuer auf der andern Seite gegenüber. Der in die Schweiz einreisende ausländische Automobilist bezahlt dagegen keine Verkehrssteuer; es bestände somit keine Möglichkeit einer die Benzinpreiserhöhung mehr oder weniger kompensierenden Entlastung. Die Steigerung des Benzinpreises träfe den ausländischen Automobiltouristen mit vollem Gewicht — was für den Fremdenverkehr sicher von ausserordentlich nachteiligen Rückwirkungen wäre. Der «Autler-Felerabend» muss wegen der Berichterstattung über den Grossen Preis der Schweiz vom nächsten Dienstag auf Freitag, den 31. August, verschoben werden. die kleinen Orte, wo die Umzüge nur eine Stunde dauerten, bei weitem in der Mehrzahl waren. 2. Drei Wochen lang ist Zirkus Kreno in Oesterreichs Hauptstadt geblieben, und obwohl Wien durchaus nicht als .leichte Zirkusstadt' gilt, ist das Geschäft ausgezeichnet gegangen. Doch nun steht der Winter vor der Tür, die Abende sind schon kühl, dass man um alle Raubtierwagen Zelte bauen muss. Es wird Zeit, sich in das heimatliche Stand- und Winterquartier nach M. zu begeben. Aber zwei Plätze, die am Reisewege liegen, will man doch noch mitnehmen: Linz und Salzburg. Herr Schmoller, der Geschäftsführer, ist natürlich schon längst dorthin vorausgefahren, um die Städte ,fest zu machen', das heisst: um das geeignete Terrain zu finden, es zu mieten und in den stets unendlich aufreibenden Verhandlungen mit den Behörden Spielerlaubnis, Steuerfragen und viele andere Dinge zu regeln. Linz und Salzburg kann man nur je vier Tage .halten', mehr geben diese Orte nicht her. Am 31. Oktober ist die letzte Vorstel- lung in Salzburg, und unter einem wolkenbruchartigen Dauerregen, der alle zur Verzweiflung bringt, wird noch in derselben Nacht abgebaut. Friedenthal ist einer der wenigen, der die Laune nicht ganz verliert. Solchen Kummer ist er seit einem Vierteljahrhundert gewöhnt. Alle Augenblicke bleiben Autos und Traktoren in den ungeheuren tie-i fen Schlammpfützen stecken, und der Inspektor schimpft im Scherz auf einen so rückständigen Zirkus, der zum Abschleppen der Wagen noch nicht einmal eine Motorboot- Flottille habe. Als am anderen Morgen gegen acht Uhr, Transportzug Nr. 2, mit dem auch Bux und Benson reisen, endlich die erste deutsche Station, Freilassing, erreicht, ist dem Mulatten vor Angst ganz übel: Der kritische Augenblick ist da, wo Bux möglicherweise verhaftet werden wird. Der amerikanische Generalkonsul in Neapel hatte ja gesagt, dass ein Antrag auf Verhaftung am zweckmässigsten an Deutschland zu stellen sei, um Buchsbaum bei seiner ersten Wiedereinreise in sein Vaterland zu fassen. Das ist nun schon über fünf Monate her, und in der Zeit kann längst alles vereinbart und vorbereitet sein. Zwar spielt bei Benson auch die Reue über seine Tat ein gewisse Rolle, aber weit grösser ist die Furcht vor Bux. Er sieht schon im Geiste, wie sich Bux, bevor er den Polizeibeamten folgt, noch einmal mit all seiner Kraft losreisst und ihn, Benson, niederschlägt, erwürgt, erschiesst! So hat es Benson vorgezogen, sich schon in Salzburg in einem Pferdewagen unter einen Haufen Stroh zu verkriechen, nachdem eine anonyme Warnung, die er in Salzburg irgendwo auf einer Schreibmaschine getippt und durchs Fenster in den Wagen des Clowns praktiziert hat, Bux wohl nicht erreichte. Doch Benson irrt: Bux hat den Zettel mit der Aufschrift: dont «cross the German frontier! You will be arreste!' (,Ueberschreiten Sie nicht die deutsche Grenze! Man wird Sie verhaften!') wohl gefunden. Aber er hat keinen Augenblick daran gedacht, der Warnung Folge zu leisten. Er kann doch nicht sein ganzes Leben lang seinem Vaterland fernbleiben! Und wenn er diesem Missgeschick infolge der Denunziation dieses schuftigen Benson nicht entgehen kann, dann ist es besser, es so schnell wie möglich durch- zumachen. Dennoch hat Bux noch in der Nacht lange Briefe an seine Eltern und an Cilly mit Erklärungen und Anordnungen geschrieben und bereitgelegt. Dass seine Stimmung bei der Einfahrt in den Bahnhof Freilassing sehr rosig ist, kann man nicht erwarten. Er ist zufrieden, dass ihm Benson nicht zufällig unter die Augen kommt, denn er weiss nicht, ob er sich beherrschen könnte, wenn das Mulattengesicht jetzt vor ihm auftauchte. Er zerbricht sich auch wieder den Kopf, von wem wohl die Warnung stammen könnte, und ahnt natürlich nicht, dass sie von Benson selbst kam. Doch weder in Freilassing noch sonstwo ist Willibald Buchsbaum verhaftet worden. Mit allen anderen hat er das Standquartier M. erreicht. Alle Artisten und ein grosser Teil des übrigen Personals sind schon längst pro forma zum 31. Oktober gekündigt worden. Nun erhebt sich die Frage, ob man ein anderes Engagement suchen soll, was im Winter wenig aussichtsreich ist, weil nur wenige Zirkusse spielen, — oder ob man in sein« Heimat abreisen soll oder sonst wohin, w< man möglichst billig überwintern kann. (Fortsetzung folet.)

N«69 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Sportnachrichten Gro^roÄ> Schwelz (70 Runden = 509,6 km.) Am Vorabend des Grossen Preises der Schweiz . K2 Ä_, August Momberger, Frankfurt Auto-Union Eine glänzende Nennliste! Den Konkarrenten zur Begrässung DA^IVR U B L EÄ Auto-Union startet mit drei Wagen. - Auch Von Herrn W. E. Huber, Rennleiter des Grossen Preises der Schweiz. ffudSf 1 Car^ia^siuttSkrf'"" SÄercedesJenz Dreyfus auf den, neuen Bugatti gemeldet ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ ^ . ^ ^ ^ ^ ß ^ ^ Lulfli Fagioli, Gu&b, Mercedes-Benz Verschiedene Fabnkmannschaften und zahl- Schwdz m Aütomohüe auf der nemn Ber- blikum und die Geschäftswelt haben sich als n t..„ }^T''u u u reiche Einzelfahrer sind samt ihrem umfang- Rundsirecke zur Tatsache geworden sehr autosportfreundlich ausgewiesen. Wir ^^if^Td^^I 1 reichen Tross an Mechanikern und Hilfskra^ ^ « ^ stehen wir mitten im Training. wollten uns dadurch bedanken, dass wir das ^Zts^uWon' M ° D "* Alfa Romeo ten m Bern eingetrolten. inr erster uang ga ^ ^ solches Rennen für d( e Organisato- Rennen von der Verkehrsstrasse weg auf die Achille Varzi, Modena Alfa Romeo der Besichtigung der KennstrecKe, aer uoerau bedeuten hat, kann nur der Einge- wunderbare, abgeschlossene Piste verlegten. Pielro Ghersi, Modena Alfa Romeo 0F das nämliche Lob zuteil wird. Bereits herrscht ermessen. Dort soll der Wettkampf sportlich und fair FI r ° IN * *• MASERATI S.A., BOLOGNA: in den einzelnen Rennquartieren, wo die Ma- ^ ^ ^ mf dßm Strassendreieck durchgeführt werden. Der Wunsch des Renn- GR°Ä Äo GENUAschinen für die kommenden i rainingsiannen ^ Bremgartenwaldes ein Rundstrecken- leiters, wie übrigens des gesamten Organi- Renato Baiestrero, Genua ' Maserati sorgfältig vorbereitet werden, reger üetneo, remen mSf a h ren 2U lassen, tauchte im sationskomitees, ist der, dieser Berner Piste Einzelfahrer: und die tüchtigen Mechaniker sind eifrig von Scfjosse der Sportkommission der Sektion in der ganzen Sportwelt einen guten Ruf zu Tazio Nuvolari, Mantua Maserati früh bis spät an der Arbeit. . . Bern des A. C. S. schon gleich nach dem er- verschaffen und damit auch den ganzen Frankreich: In der Zwischenzeit haben sich einige Aen- ^ Motorradrennen auf. Die damalige Be- schweizerischen Sport zu ehren. Die Berner Fabrikfahrer: derungen in der Nennliste ergeben, die aber chaitenhelt der Strasse Hess aber die Durch- Rundstrecke zählt aber nicht nur zu den ETTORE BUGATTl, MOLSHEIM: im ganzen genommen deren vorzügliche Be- m alg nicM mtsam erscneinen. Schon schönsten, sondern auch zu den schnellsten R - Dre * fus - Nizza Bu «" aHi setzung nur noch in ein helleres Licht rücken. ^ nächste Jahr bracMe die Entscheidung. Circuits. Sie wird deshalb an die Fahrer und U. S.A.: Diese betreffen vor allem das Hauptereignis s üeüt Behörden md ein grosser Teil Wagen nicht geringe Anforderungen stellen. „. u/ui k Rennstall: des Tages, nämlich den Grossen Preis zu Stadtbevölkerung kamen zur Ueberzeu- Ich begrüsse die Herren Sportkollegen in s V B r E Tf H^mi J. /J?J* uS2H« welchem um 13 Uhr gestartet w.rd. Hier fal- daSg ^ günstigere Gelegenheit, Bern Bern aufs herzlichste und gebe auch hier R " C " Ham "° n ' Lon ;°" n , Masera " len Penn Hughes und Marret aus. Der Erstere wirklich erstklassigen Sportanlass dem Wunsche Ausdruck, dass sich unsere Äjl?*«' öArer: hat seine Maschine in der Coppa Acerbo so vernelfen, nicht so bald wiederkehren Gäste in der Schweiz, die nun ebenfalls ak- Ear| Howe ,Jr„ MasErali Earl stark beschädigt, dass dje Reparaturarbeiten ^ ' entsfmd ^ hmtige Anlage, tiv in den Mernationalen Sport eingreift, H ° we ' Land °" . . MaSera " nicht rechtzeitig auf nächsten Sonntag be- d[e dmT m Rdhe promiTien. wohl aufgehoben fühlen. Sie alle seien im JrSlSll . M T e w e \ T-\ w , eiterhin . h aben d,e Rennfahrer das Urteil abgegeben wird, Namen der Organisatoren herzlich im schö- Ha„ Ruesch £?*f ahTer ' Maseralj Maserati-Werke mitteilen lassen, dass Zehen- gie m dßn schöns(en in ganz Europa nen romantischen Bern willkommen geheis- " S R S ' Zur Mas '!f ra " der verhindert ist, den von ihnen gemeldeten Feststellung musste den Orga- sen. Meine besten Glückwünsche werden sie J"' m^Sett" ^inetTöchQu^lüSte'n tnd **>**» - Niederlande- - Gelegenheit haben, den neuen 3,5 1 Achtzylin- Es sei noch ausdrücklich darauf aufmerk- Einzelfahrer: Sahnson: der auf der Bahn zu sehen, der im Grossen sam gemacht, dass die Eintrittskarten für Harry Herculeyns, Amsterdam M.G. Einzelfahrer: Preis von Belgien siegreich war. Die Auf- den Sonntag Tageskarten sind, die zum be- Polen: Armand Girod, Paris, gäbe, die Molsheimer Fabrik zu vertreten, liebigen Verlassen und Wiedereintritt in die Einzelfahrer: «. Di»ole da* enhuinli wurde Dreyfus, wohl dem Erfolgreichsten der Rennanlage berechtigen. Für die Zuschauer Frau M. L. Kozmian, Nowostany Bugatti UrO55er rTelS aer OCnwei2 Bugatti-Equipe, anvertraut, der, wie erinner- mit Stehplatzkarten ist anschliessend an die Schweiz: (gross e Wagen). lieh, am vorgenannten Rennen auch den Sieg Boxen in dem Grünstreifen zwischen Strasse ' Einzelfahrer: Mercedes-Benz: davontrug. Es wurde da und dort als eine und Waldsaum ein weiterer sehr interessanter „""* £«!!«•' znr£h M aS " ra « Fabrikmannschaften: letzte Lücke in dem so glänzend besetzten Standort geschaffen worden, der mittels Pas- T«*aelin«lmr»irrf. Daimler-Ben* A.-G.: Feld empfunden, dass neben Auto-Union, serelle von der Aussenseite der Strecke her FtelC SiJ f w V^T^!' « h> -! erIln Mercedes-Benz, Alfa Romeo und Maserati erreicht werden kann. Bruno SoIka, BS?n Bugafti Kl,"VaS Gubbte."" 0^ v Zürich WANDERER 6 Zylinder, nur 10 Steuer HP, wundervolle Limousinen, Rolldachlimousinen und Cabriolets C. SCHLOTTERBECK, AUTOMOBILE A.G. BASEL, am Bundubahnhoi, Tal. 24.840 ZÜRICH, Falkenstr. 12, Tel 26.964 Die Bussergewöhnlich guten Fahreigenschaften des Wanderer, die ihm Schwingachsen und ein Radstand von 3 Metern verleihen, sind auffallend. Nicht zuletzt wegen der ausgezeichneten Kurvenhaltung vermag er ein sehr hohes Durchschnitlslempo einzuhalten. 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