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E_1934_Zeitung_Nr.066

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ÄÜTOMOBTL-REVUE

ÄÜTOMOBTL-REVUE 1934 - N»OT Von der internationalen Alpenfahrt Die Etappe Interlaken Nebenstehend: Der Regenmantel für Autos. Die offenen wagen verschiedener Konkurrenten waren zum Schütze gegen Regen mit einem sehr zweckmassigen Ueberzug versehen, der nicht nur die offenen Sitze, sondern gleichzeitig auch die Schutzscheibe und die daran fixierten Hilfsapparaturen überdeckte. Rechts aussen: Freundlicher Willkomm. Einige reizende Oberländerinnen begrüssten in ihren vielbewunderten Trachten die ankommende Kolonne und bedachten, die Teilnehmer mit allerhand Aufmerksamkeiten. Stromlinie ist Trumpf! Oberst Berlescu, ein rumänischer Teilnehmer hat seinen Ford mit einer wuchtigen Stromlinien-Karosserie verkleidet. Er ist begeistert über den erhöhten Anzug des Motors bei gleichzeitiger Einsparung an Brennstoff, doch dürfte ihm der lang auslaufende Fischschwanz des Wagens in den engen Kehren mancher Pässe ordentlich zu schaffen machen, wenn er damit überhaupt noch ganz am Ziel eintrifft. Einrückungsarbeiten. Die Wartezeit vor der Zufahrt zur Etappenkontrolle wird mit allerhand Reinigungsarbeiten tüchtig ausgenützt. Hier sehen wir den Begleiter von Frl. E. Frisch, einer bekannten deutschen Langstreckenfahrerin, die im Hintergrund ersichtlich ist, beim Aufpolieren der Scheibe. Achtung, Kotflügel! Mancher Kotflügel nahm im Laufe der Reise abenteuerliche Formen an, die nur allzu offensichtlich für die Schwierigkeiten sprachen, mit denen ein Alpenfahrer zu rechnen hat, wenn seine Kurventechnik und das Schätzungsvermögen noch nicht den höchsten Stand der Verfeinerung erreicht haben. Ä===Ä^S= Prachtvolle Occasion! HORCH 4/5plätzig, 8 Zyl., 20 PS, 1930/31, wunderbare Limousine, erst 41 000 km gefahren, 6fach neu bereift, in tadellosem äusseren und mechanischen Zustande, zu Fr. 3500.— gegen bar zu verkaufen. 8389 Offerten unter Chiffre Z 3062 an die Automobil-Revue, Bureau Zürich. •••••••••••• BUICK Ford- Wagen i Zylinder, 4türit und 1 zweipl. Coupe. Uttlibemstr. 31. Ganvt, Zürich 3. 64334 HORCH 8 Zylinder, 18 St.-PS, Mod. 29/30, prima Zustd., 6/7-Plätz.-LImousine, passend für Mietfahrten etc., 1932 Luxus-Sedan, 4/5plätzig, mit Koffer und allem Zubehör, in erstklassigem Zustand, sehr günstig 25 000.—, jetzt noch Neupreis des Wagens Fr. Fr. 4500.—. Es wird auch zu verkaufen kleiner Wagen in Tausch Agence Am ericaine, Basel, Viaduktstrasse 45. — genommen. 64389 Telephon 47.800. 8475 • •••• •••••••••••••••••• zu verkaufen E. Wolfen*btrger, Garage, Herrliberg. Tel. 912.177. STAHLRÖHREN nahtlos, blank gezogen, rund und sechskant J.G. Kiener & Wittlin A.G. Eisen, Elsenwaren, Werkzeuge BERN. Schauplatzgasse 23 Blum-Anhänger verbürgen höchste Qualität Blotzheimerstr. 29 Telephon 45.616 US1< R.BLUM Anhängerbau BASEL Bugatti 1,5 Liter, Sportwagen 2-Plätzer, 4 Zyl., in tadellosem Zustande (Neupreis Fr. 8700), ausnahmsweise mit günstigen Zahlungsbeding. zu Fr. 3500.- zu verkaufen Anfragen unter Chiffre 64181 an die Automobil-Revue. Bern. AUTO Krankheitshalber verkaufe meinen in ausserord. gutem Zustande befindl. DE SOTO (Chrysler), 15 PS, Modell 1931, 4/5plätz. Limous., m. jed. wünschbaren Garantie, sehr billig. • Off. an Postfach 30285, Ölten. 64373 Verla*. Administration. Druck und OichÄria: HALLWAO A.-G. Hallersche Buchdmckerei und Waenersche Verlazsanstatt, Bern. mit schriftlicher Garantie. Fachmännische Reparaturen aller Systeme. Leihbatterien. Lager der Accumulatorenfabrik Oerlikon. Jahrgang 1931/32, jedoch nur 1934 im Verkehr gestanden, mit grosser, niederer Brücke (Radkästen) und Blachenverdeck, umständehalber billig zu verkaufen. — Anfragen erb. unt. Chiff. 14474 an die tm * Radio-, Motorradnnd Auto-Batterien CARL HUBER, Werkhof Milchbuck, ZÜRICH 6 Sohaffhauserstrasse 120a Telephon 60.244 Fast neuer CHEVROLET 2 -Tonnen-Wagen Automobil-Revue. Bern.

66 II. Blatt BERN, 14. August 1934 66 II. Blatt BERN, 14. August 1934 c§»r». Rundschau Schnelligkeit kostet Geld. Es ist ein eigener Reiz, ordentlich « aufzudrehen >, den Gashebel durchzutreten und mit Schnellzugstempo durch die Gegend zu brausen. Aber es ist zugleich ein teures Vergnügen, gerade wie bei der Eisenbahn, wo der Schnellzug mehr kostet als der Bummelzug. Während sich aber bei der Bahn die Mehrkosten in sehr bescheidenen Grenzen halten, kostet das Schnellfahren mit dem Auto unter Umständen das Mehrfache von dem. was ein gemässigtes Tempo erfordern würde. Was versteht man unter gemässigtem Reisetempo? Massiges Tempo heisst eine Geschwindigkeit von 60—80 km/St. Das ist, wenn man nach Möglichkeit ständig so fährt, vollkommen genug, um in vernünftiger Zeit, das heisst mit einem Stundendurchschnitt 45—50 km ans Ziel zu gelangen. Ausserdem ist das Gefahrenmoment in diesem Falle erheblich geringer als — sagen wir — bei 85—90 km. Weiter spricht gegen die hohe Geschwindigkeit der stärkere Verschleiss des Wagens, des Motors insbesondere. Das macht sich allerdings nicht sofort bemerkbar, sondern erst nach längerer Zeit, wenn der Motor nicht mehr so gut « zieht », wenn die Karosserie zu klappern und zu quietschen anfängt. Etwas aber, was man sofort merkt und leider an seinem Geldbeutel, das ist der ausserordentlich hohe Brennstoffverbrauch wenn man längere Strecken in hohem Tempo fährt. In eingehenden Versuchen ist festgestellt worden, dass eine Maschine b?i 00 km/St, etwa 25 % mehr Benzin verbraucht als bei 60 km. Das macht bei einem mittelstarken Wagen, der in massigem Tempo auf 100 km 12 Liter Benzin verzehrt, 3 Liter mehr aus. • Auch das Oel, das bekanntlich nicht sehr 1 billig ist, wird viel schneller verbraucht, sodass — gleiches Verhältnis wie beim Brennstoff vorausgesetzt — ein fünffacher Verbrauch an Oel festgestellt werden kann. Dazu kommen noch die Reifen, die bei einer Geschwindigkeit von 90 km/St, doppelt so stark abgenutzt werden wie bei 60 km/St. Kurz, bei schneller Fahrt ergibt sich eine -recht starke finanzielle Mehrbelastung, die bei längeren Reisen sich unangenehm bemerkbar macht. Die Zeitersparnis ist beireibung ist von dem Gewichte des Fahrzeu- ebener Strasse rollendes Fahrzeug gelangt, auf der Strassendecke. Die Grosse der Haft- Ein mit Schwung (ohne Motorantrieb) auf weitem nicht so hoch, wie man gemeinhin ges in einfacher Weise abhängig. nach einer gewissen Zeit von selbst zum annimmt. Nachstehende kleine Tabelle zeigt, H = G . a = P Stillstand. Es müssen also Kräfte vorhanden wie ungeheuer der Unterschied zwischen und kann, wie immer auch die Bremsen eines sein, die eine bremsende Wirkung ausüben dem nach Möglichkeit eingehaltenen Tempo Wagens wirken mögen, einen gewissen und somit die eigentliche Bremstätigkeit unterstützen. Diese Kräfte sind der Rollwider- und der in Wirklichkeit durchfahrenen Höchstwert nicht überschreiten — der Wagen kommt mit blockiertem Rad ins Gleiten. stand und der Luftwiderstand. Von den La- Strecke wird, wenn man hohe Geschwindigkeiten einhält: li ist eine für die Art der Bereifung und die gerneibungswiderständen im Wagen müssen Erreichte wirkl. Durchiit eingehall Oberfläche der Strasse charakteristische wir korrekterweise hier absehen, da diese Zahl, die konstant und von der Geschwindigkeit des Wagens daher unabhängig ist. Diebacken unterstützen, also an der zu unter- ausschliesslich die Wirkung der Brems- nes Tempo 40 höchste, zum Bremsen gebotene Adhäsionskraft ist also für alle Geschwindigkeiten eine Der Rollwiderstand ist bei allen Geschwinsuchenden Bremsung keinen Anteil geben. 38 5 50 43 14 60 48 20 Grosse. digkeiten annähernd konstant und, verglichen 70 54 23 mit den anderen Kräften, gering. Der Luftwiderstand nimmt jedoch bei grösseren Ge- 80 60 25 Durch Vereinigung der beiden Gleichungen ergibt sich die bemerkenswerte Tat- 80 63 30 100 34 schwindigkeiten derartig zu, dass bekanntlich fast ausschliesslich die gesamte Motorsache, dass der Bremsweg mit dem Quadrate der Geschwindigkeit wächst, aber 70 U Aus dieser Tabelle kann man sich sehr leistung von ihm verzehrt wird. durch vergrösserte Adhäsion, also bessere leicht errechnen, dass jemand, der eine 500- Haftreibung, verringert werden kann, zwei Erfolgt die Beobachtung nicht auf ebener km-Strecke nach Möglichkeit mit ca. 65 km Tatsachen, die jeder Fahrpraktiker rein gefühlsmässig bestätigen wird. Unabhängig steigender Strasse noch eine Komponente der Strasse, dann kommt als Widerstand bei fährt, sie in etwa zehn Stunden bewältigt. Dreht er dagegen ordentlich auf, braust er zeigt sich der Bremsweg vom Gewicht des Schwerkraft als treibende Kraft auf einer mit 90 durch die Gegend, so erreicht er einen Fahrzeuges, was so viel heisst, dass ein Gefällestrecke zur Wirkung, woraus sich Durchschnitt von etwa 60 km und wird also Kleinwagen auf dem gleichen Wege wie ein auch die Tatsache erklärt, dass Bremswege in ungefähr acht Stunden am Ziel sein — schwerer Wagen aus einem, sagen wir 60- bergab ein Vielfaches oft der Bremswege vorausgesetzt, dass unterwegs alles gut geht! km-Tempo zum Stillstand gebracht werden bergan betragen. Wir sehen somit, dass die Als beste, relativ sicherste und wirtschaftlichste Reisegeschwindigkeit dürfte sich bei die Bremsen einwandfrei funktionieren. hat, soweit sie durch die direkte Bremswir- kann, vorausgesetzt, dass bei beiden Wagen bremsende Kraft wohl eine konstante Grosse Reisen eine Geschwindigkeit von etwa 70 bis kung der Räder, den Roll- und Steigwiderstand hervorgerufen wird, dass aber noch der 80 km empfehlen. cpr. Der Bremsweg liesse sich also aus folgender Formel bestimmen: Luftwiderstand als bremsende Kraft hinzutritt, der von der Geschwindigkeit abhängig Wovon der Bremsweg abhängt. Ein Grundgesetz der Mechanik besagt, dass das Arbeitsvermögen eines bewegten Körpers mit worin s den Bremsweg in Metern, v die Ge- ist. —th— seiner Masse und dem Quadrat seiner Geschwindigkeit steigt. Dieses Gesetz in dieunbenannte Haftreibungszahl bedeuten. bedeutet Kraftverlust. Ein Motor, der an schwindigkeit in Metern in der Sekunde, /* die Kompressionsverlust. Kompressionsverlust Form einer Gleichung gekleidet, lautet Kompressionsverlusten leidet, arbeitet «träge», die Zündung wird mangelhaft funktionie- Diese Gleichung kann in eine etwas verwendbarere Form gebracht werden und lautet sodann: ren, der Vergaser wird ein Verhalten zeigen, als wenn das Gasgemisch nicht in der richtigen Zusammensetzung wäre, tatsächlich ist worin die Masse M es auch nicht der Fall, doch liegt dies nicht m n wobei diesmal v die Geschwindigkeit, wie am Vergaser, sondern daran, dass der Motor (G = Gewicht, g = Erdbeschleunigung = 9.31 üblich in Kilometern pro Stunde angibt. aus den undichten Stellen Luft ansaugt. Man m/Sek. s ) bedeutet. Die Arbeit erscheint als Ein Beispiel: v = 50 kra/Std. bemerkt d-en Kompressionsverlust beim Ankurbeln, wenn der Motor zu leicht über die Produkt aus einer Kraft (konstanter Grosse) JU =r 0.7 (ein hoher Wert für günstige Bremsverhältnisse). Kompression gedreht werden kann. und einem Wege s, auf dem sie wirkt. Die Kraft P, welche die Bremsung des 2500 13.7 Meter Zunächst gilt es, bei mehrzylindrigen Maschinen den Zylinder herauszufinden, in dem Körpers bewirkt, ist nichts anderes als die 260 . 0.7 Bremsweg Haftreibung H der vier gebremsten Räder Dieses Resultat ist aber nicht fehlerfrei. der Kompressionsverlust vorhanden ist. Man clisclmitf ert Die neuen 6Zylinder, 8PS-Modelle mit 2-Vergaser- Motor, Schwingachsen und 4 Vorwärtsgängen sind Spitzenleistungen moderner Automobiltechnik. Verlangen Sie unverbindlich den interes. Prospekt. MODELLE Junior Trumpf 6/25 PS. Trump! 8/30 PS. Super Trumpf 8/38 PS. Super Pr.mul 8(38 PS. Oiptornal 6-Cyl. 15/6S PS. Lieferwagen 400 kg Tragkraft Das machen Sie mit einem Adler-Cabriolet mit Leichtigkeit, ohne seinen Motor zu forcieren. Adler-Cabriolets sind die idealen Tourenund Sportwagen für unser an Steigungen so reiches Gelände. 2- und 4-Fenster-Cabriolets. „Junior-Trumpf* Vorderrad-Antrieb, Schwingachsen. 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