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E_1934_Zeitung_Nr.065

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i • Mierwaldstätter -

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Ein Fachgelehrter untersuchte die Frage, ob infolge der jährlichen Anwendung von arsen- und bleihaltigen Schädlingsbekämpfungsmitteln in Obstkulturen die Gefahr einer allmählichen Bodenvergiftung bestehe. Die Versuchsergebnisse zeigten keine Beeinträchtigung der Wuchsfreudigkeit. Eine solche würde erst nach 300—500 Jahren eintreten. Trotzdem sei vor bleihaltigen Insektenmitteln gewarnt. Cellophan, ein Trommelfell-Ersatz. Dr. Nasielle, ein Stockholmer Arzt, beseitigte Gehörstörungen, die auf Fehlen des Trommelfells zurückzuführen waren, durch ein künstliches, welches er aus besonders präpariertem Cellophan herstellte. Was die Nase alles zu riechen hat! Die menschliche Nase reagiert normalerweise auf 6561 verschiedene Gerüche und ist imstande, sie von einander zu unterscheiden. Worauf beruht die Höhenkrankheit? Nach Untersuchungen von Prof. H. Winterstein wird die Höhenkrankheit, die bei Bergsteigern und Höhenfliegern auftritt, nicht allein durch den Sauerstoffmangel und den niedrigen Aussendruck der Luft verursacht. Verantwortlich für die Erscheinung der Höhenkrankheit ist die Verarmung des Blutes an dem Kleid der Dame. So müssen Knöpfe wirklich zum Knöpfen da sein und nicht als sinnloser Aufputz. Hafteln und Druckknöpfe gehören an kein Kinderkleid. Ebenso wenig allerdings angenähte Schleifen und Krägelchen, die organisch nicht zum Kleide gehören. Und niemals darf der breite Saum vergessen werden. Die kleinen Engländerinnen und Amerikanerinnen tragen unter dem sommerlichen Baumwollkleid kurze Schlüpfer aus dem gleichen Material. Das Höschen bildet überhaupt den unentbehrlichsten Bestandteil der Garderobe der kleinen Mädchen, die alles, auch das Kleid ablegen dürfen, nur die Hose bleibt. Für den Sommer sind wie für die Erwachsenen die «shorts», die kurzen Turnhosen sehr beliebt, die häufig das Strandpyjama ersetzen. Schürzen sind vorsintflutlich, die lustigen Baumwollkleider können ebenso rasch gewaschen und gebügelt werden und brauchen keine Schonung. Rock und Bluse passt erst für die jungen Damen von 12—14 Jahren. Bunte Chronik Eine neue Theorie über den Ursprung der germanischen Zauberrunen. Professor Sigurd Agrell von der Universität Lund in Schweden hat ein hochinteressantes Buch veröffentlicht, in welchem er nachzuweisen sucht, dass die germanischen Runen magische Zeichen waren, die die alten Zauberer aus dem Orient eingeführt hatten. Kohlensäure, die in der verdünnten Luft stärker verdunstet. Puder und Hautpflege. Die neuesten Beobachtungen der Hautärzte zeigen wieder, ein wie wichtiges Mittel der Hautpflege der Puder ist. Puder nennt man Mischungen aus Reismehl, Weizenstärke, Talkum und andern Stoffen, die oft parfümiert und auch mit kosmetischen oder arzneilichen Zusätzen wie Zinkoxyd, Borsäure, Salicylsäure und ähnlichem versehen sind. Schon die Feuchtigkeit aufsaugende Wirkung des Puders ist ausserordentlich wichtig. Eine feuchte Haut entzündet sich sehr leicht, und besonders an den Körperstellen, wo Hautfa'ten vorhanden sind, wird durch regelmässige Einpuderungen unangenehmen Entzündungen vorgebeugt. Natürlich ist es notwendig, den Puder regelmässig wieder zu entfernen. Bei der Anwendung von Gesichtspuder ist besonders darauf zu achten, dass die Auftragung nur mit einer sauber gehaltenen Puderquaste erfolgt und vor allem nicht mit der Puderquaste fremder Menschen (Ansteckungsgefahr). Wärme heilt Zuckerkrankheit. Prof. Koranyi, Direktor der Budapester Universitätsklinik, beobachtete, dass bei Zuckerkranken durch Erwärmung des Rumpfes mittels Diathermie ein starkes Hungergefühl eintrat. Dieselbe Wirkung wird auch bei Insulin-Einspritzungen erzeugt. Koranyi folgert daraus, dass durch elektrische Durchwärmung der Bauchspeicheldrüse die Insulin- Sekretion angeregt wird, die ja beanntlich bei Zuckerkrankheit versagt. Nach den bisherigen Ergebnissen sind die Erfolge bei noch schwach funktionierenden Insulin-Absonderungen so gross, dass Dauerheilung möglich ist. Beschwörungstrommeln, um sich selbst m einen Trancezustand zu versetzen oder die Zuhörer auf die kommenden Ereignisse vorzubereiten. Die Felle dieser Trommeln, von denen noch eine Anzahl erhalten sind, sind mit Runenzeichen und magischen Symbolen bemalt, die eine auffallende Aehnlichkeit mit den altnordischen Runen haben. Die alten Frauen in Dalekarlien weben in ihre farbenbunten Gewebe noch heute die E-Rune ein, die das Ross heisst. Sie wissen natürlich nicht, dass diese E-Rune die 18. Stelle im Runenalphabet einnahm und dem Rosse Odins geweiht war. Da Odin, der germanische Wotan, der altnordische Totengott war, so ist dieses Runenzeichen von dem Symbol des altpersischen Totengottes Raschnu übernommen worden. tia. Ein schwedischer Bärenjäger auf Spitzbergen. Die schwedischen Zeitungen haben den 70- jährigen Jäger und Kohlengrubenangestellten aus der Arktis Andreas Qvarnström inter- > viewt, der nach einer Abwesenheit von 25 Jahren zu einem Besuch in seiner Heimat aufgetaucht ist. Die letzten Jahre hat er die Sommermonate als Wachtmann auf den Kohlengruben in Spitzbergen verbracht und im Winter ein Trapperleben geführt. In den langen Wintermonaten ist er mit keinem menschlichen Wesin zusammengekommen, sondern hat den Eisbären und Polarfüchsen nachgestellt, indem er sie teils erschossen, teils in Fallen gefangen hat. Er glaubt, allein gegen 200 Bären erlegt und ihr Fell erbeutet zu haben. Eines Winters bekam er Sehnsucht nach menschlicher Gesellschaft zum Weih- musste er dableiben, ohne Möglichkeit, Feuer zu machen. Auch sein Proviant war nur für vier Tage berechnet. Qvarnström hat einst im Eismeer Schiffbruch erlitten. Als sein Boot versank, schwamm er im eisigen Wasser, bis er sich auf eine feste Eisscholle retten konnte. Bald Runen sollen eine töthehe und Wirkung haben, während die anderen heilund schutzbringend waren. Die Kenntnis ihrer geheimen Wirkung, die in den Händen der eingeweihten Zauberer eine mächtige Waffe darstellte, soll auf die Mysterien in Asien und Aegypten zurückgehen und letzter Hand in der babylonischen Astrologie wurzeln. Die Buchstabenzeichen waren ursprünglich Symbole für häufig vorkommende Tiere, wie z. B. den Stier und die Kuh, erst später wurden ihnen verschiedene Kräfte und Deutungen un- froren aber seine Kleider fest und um seine Glieder überhaupt rühren zu können, musste er sich wieder ins Wässer stürzen, damit seine Kleider auftauten. terschoben. Auf schwedischen Schnallen und Trotz seines hohen Alters und der Stra- P a . , n aie Schmucksachen, die 1500 Jahre alt sein dürf- paazen, ' die er ertragen hat, befindet er sich ten, findet man häufig die Darstellung eines ° ei bes ter Gesundheit. Noch immer kann er Tieres mit Hörnern und eines männlichen deni Lockruf der Wildnis nicht, widerstehen, Kopfes. Diese Bilder deutet Professor Agrell und er will wieder zu seinem einsamen Le-ben in den unwirtlichen Gegenden der Arktis als den persischen Sonnengott Mithra mit seinem Opferstier. Dieses Mithrazeichen ist zurückkehren. tia auch auf den Helmen römischer Legionäre • gefunden worden. Wahrscheinlich haben die *7 " v \ Krieger Theodorich des Grossen es getragen £-* " * * und in verschiedene Länder der Welt, dar- ca. 250 m vom H 1 unter auch in den Norden eingeführt. Professor Agrell ist der Meinung, dass die Lappen in Nordschweden die Erben der altnordischen Runenmagie sind. Ihre Zauberer, die «noids» heissen, gebrauchen besondere 1031 _ MO ßK Einheitspreise 51

N« «5 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 17 Schönes — unbekanntes Frankreich Von Th. B. Strasser. Schönes Frankreich? Jawohl, das gibt's. Aber unbekanntes? Vielleicht einige Quadratkilometer Wüstensand, die noch nicht umgewendet wurden, über die noch kein Motor sein Lied brummte... sonst ober wohl kaum ein Fleckchen Erde, von Nord' bis Süd'. Dennoch will ich vom «unbekannten:», d. h. ein- Wundervoll liegt die Isere-Ebene zu unse- Linken. Wir folgen ihr und den langsam gedenk der Lehre vom Relativen, von demrer Frankreich, das uns Schweizer Fahrern so zurückweichenden Kämmen des Vercors. gut wie unbekannt ist, berichten. Sie kennen Aber schon hemmt wieder eine Häuserreihe ja wohl jeden Kilometerstein, jede der 1000 unsern Blick. Wir sind in einem der typi- Tankstellen von Marseille bis Menton, haben vom Jardin exotique einen entzückten Blick auf Monaco geworfen, die Toilettengeheimnisse von Juan-les-Pins zu ergründen versucht, Sie kennen beide Routes des Alpes samt ihren Bequemlichkeiten und Tücken, waren im Handdrehum wohl auch, abstecherweise, auf allen Vogesenpässen zu finden, haben, in weitem Bogen Paris langsam einkreisend, die Bäder von der Picardie bis zur Normandie mit Ihrem Besuche geehrt, sogar der Bretagne auf holperigsten grand'routes Ihre Beachtung geschenkt, sind der Jungfrau von Orleans stromauf- und abwärts gefolgt, wissen auf der Place Pigalle besser Bescheid als auf dem Zürcher Leonhards-, dem Basler Barfüsser- oder dem Berner Bubenbergplatz. Also Sie kennen Frankreich. Waren Sie aber auch schon am Pont du Qard, in Carcassonne, haben Sie die Gobelins im Chäteau Henry IV. in Pau bewundert, die höchste Düne der Westküste gesehen, die Piratenhöhlen von Meschers, den Gouffre de Padirac, das Felsennest Rocamadur? Nicht?? Dann kennen Sie eben ein paar der interessantesten, eigenartigsten Punkte Frankreichs nicht, und ich darf Ihnen empfehlen, meinen Reisebericht zu lesen, der Ihnen dartut, wie ' Sie all die Herrlichkeiten auf einer bequemen Rundreise von rund 2300 km von Genf aus, oder gegen 3000 km aus der Ostschweiz erreichen können. Eines rate ich Ihnen vorweg: fangen Sie die Reise nicht an wie ich: denn es besteht für Sie vermutlich keine Verpflichtung, in der Bruthitze eines Julitages, 12 Uhr 10, mitten auf dem Bubenbergplatz den lachenden Dritten einen währschaften Plattfuss zu zeigen und dasselbe Schauspiel 18 Uhr 10 in Lausanne zu wiederholen. Wenn Sie aber schon die Verpflichtung in sich fühlen, vor Verlassen des Landes noch alle herumliegenden Nägel zu sammeln, dann tun Sie es nicht gerade zu Zeiten und an Orten des grössten Verkehrs. Soviel über die Schweiz. Die Route von Genf über Annecy—Aix-les- Bains nach Chamb6ry ist Ihnen wohlbekannt. Von dort aus folge ich Ihnen aber nicht auf xder bequemen Heerstrasse nach Grenoble, ""sondern biege rechts ab und steige nach St-Laurent-du-Pont, denn ich weiss, dort erhalte ich den köstlichen, echten Liqueur de la Chartreuse. Sie brauchen sich nicht in die Karthause selbst zu bemühen — sie ist übrigens längst von Staateswegen geschlossen und die peres sind ausgewandert —, Sie finden die geheimnisvoll gelb- oder grünschillernde Labung in einem unscheinbaren, kleinen Ausschank mitten im Ort, direkt an der Strasse. Es lohnt sich, eine Flasche Vorrat im Koffer sorgfältig zu verstauen und durch alle zukünftigen Ereignisse durchzusteuern. Es sei vorweggenommen: in Bordeaux tun Sie gut, den schwindenden Vorrat durch Addition einer Flasche der schwesterlichen «Vieille Cure» zu strecken. Sie geben damit Ihrer Tour den erfreulichen geistigen Inhalt. Ausserordentlich reizvoll ist der Uebergang von St-Laurent nach Voiron und ins Tal der Isere. Der Weg schlängelt sich zuerst in massvollen Kurven leicht bergan, durchbricht in einer schluchtartigen Verengung eine Höhenkette, die sich vom Massif de la Grande Chartreuse westwärts zieht, lässt den Wagen unerwartet durch einen Tunnel gleiten und öffnet auf der andern Seite plötzlich den Blick auf weite, sonnenübergossene Fluren. Ueberraschend vor allem der Rückblick: Man begreift zunächst gar nicht, woher man eigentlich kam. Denn in weitem Bogen spannt sich, senkrecht aus der Ebene aufgebaut; eine riesige Mauer himmelstürmender -Felsen. Und darüber die steilen Hänge und grünen Kuppen und Geräte des Chartreusemassives. Der Talabschluss gemahnt an unser Leukerbad. Und wie einst von Leuk auf die Qemmi, so sollen vormals hier Bewohner auf Seilen vom Tal zum Berg gekommen WURST- t CONSERVENFABRIK OTTO niiFF.7limru Tourismus sein... Während wir so sinnend Vergleiche ziehen, rollt unser Wagen in weitem Bogen zur jenseitigen Flanke des Tales. Wir können die Strasse jetzt gut zurückverfolgen und so entdecken wir endlich auch die Stelle im Felsen, durch die wir noch vor kurzem, wähnend sie sei ein weithin sichtbares gigantisches Tor des Tunnels und der Welt, stolz hinausfuhren. Nun ist sie ein kleines, unscheinbares Pünktchen in der Riesenwand, aus der wir, winzige Erdenflöhe, herauskrochen! schen Landstädtchen eingefahren, von denen man nichts weiter sieht, als eine Reihe einstöckiger Häuser links, und eine ebensolche Reihe zur Rechten. Und mitten unter diesen Häusern fehlt plötzlich eines, ist ein freier Platz gelassen — für Autos. Aber es ist kein Dom, noch sonst eine Sehenswürdigkeit dahinter. Wohl aber steht an der Hauswand, die genau so einfach und schmucklos ist wie die andern, mit grossen Lettern das stolze Wort: «Hotel de France». Unverschämt brennt und blendet die Mittagssonne auf das Gemäuer. Dass die reiselustigen Automobilisten ausgerechnet in diesem öden, ausgedörrten Nest — es heisst St-Marcellin und ist rund 160 Kilometer von Genf — Erquickung suchen! Aber wir folgten dem Beispiel getreulich, der Lehre achtend, die wir einst empfingen: •Wo Autos stehn, da lass dich ruhig nieder; Zu schlechten Kochen kehrt kein Auto wieder.* Wir treten durch die niedere Tür. Dunkle Nacht umfängt uns. Natürlich, wir haben ja noch die Blendbrille auf der fürwitzigen Nase sitzen. Aber auch ohne Brille sehen wir vorderhand nicht viel. Die Läden sind alle hermetisch verschlossen; nur ein paar Glühbirnen erhellen die verschiedenen Zimmer, durch die wir von kundiger Hand geführt werden. Angeregtes Sprechen, gedämpftes Lachen begleitet uns. Da wird uns der einzige, eben frei gewordene Tisch angewiesen. Noch stehen auf ihm Teller und Schüsseln hoch aufgetürmt und aus ihnen ragen schlanke Flaschenhälse. Wohlige Kühle umfängt uns. Wir lassen uns nieder und denken: ubipatria... Zu wählen brauchen wir nicht, denn Mme Guttin, die sich mütterlich selbst um das Wohl ihrer Gäste kümmert, erzählt kurz, was es heute alles gibt. Widerrede ist überflüssig; der Appetit wächst schon beim blossen Aufzählen der kulinarischen Genüsse. Hors d'oeuvres riches, aber wirklich «riches», mit allen erdenklichen Schikanen, Pilze in unnachahmlicher pikanter Sauce, Schinken in fingerdicken Schnitten zum Zersaugen, «poularde en vessie» als Spezialität (delicieuse!) und nicht endenwollender langer Nachtisch! Wir haben wieder einmal begriffen, warum es heisst: leben wie der Hergott in Frankreich! «Au revoir», sagten wir mit Ueberzeugung, als wir schieden (wir haben unser Wort auch bereits eingelöst) und sausten in flüssigem «Stil» der Isere entlang nach Valence — wo meine holde Begleiterin vergeblich nach «Valenciennes» Ausschau hielt —, dann rhoneabwärts, in Montelimar, 90 Kilometer von St-Marcellin, die verschiedenen Sorten der weltberühmten Nougats kostend und auch verfrachtend. (Fortsetz, folgt.) Walliser Seitentäler Die Zufahrten zum Wallis sind zahlreich. Von Westen her führt die Route dem herrlichen Genfersee entlang über Coppet (das Schloss der Mme de Stael, jetzt im Besitz ihrer Nachkommen, kann besichtigt werden), Nyon, Rolle (Schloss aus dem 13. Jahrhundert), Morges, Lausanne (prachtvolle Aussicht von der modernen Tour Bel-Air über die Stadt) und über die internationalen Fremdenorte Vevey, Ciarens und Montreux (Abstecher nach Les Avants sehr empfehlenswert), am malerischen Schloss Chillon vorbei nach Aigle und Martigny. Die Strasse verläuft fast eben inmitten der gewaltigen Walliser Bergwelt durch eine prächtige, ausserordentlich fruchtbare Landschaft, deren mildes Klima das Gedeihen des berühmten Walliser Weines ganz besonders begünstigt. Von B e x aus (berühmtes Salzbergwerk mit Stollen, Schächten etc.) lohnt sich ein Ausflug nach Gryon, Villars-sur-Ollon und M o n t h e y. Eine unvergessliche Aussicht auf die Diablerets, den Gr. Muveran, Dent de Mordes und Dent du Midi bietet besonders der weitbekannte Sommer- und Winterkurort Villars. Wer vom Berner Oberland herkommt, der gelangt über G s t a a d (dem allerneuesten sommerlichen Rendez-vous der französischen Aristokratie) und die Pillonroute mit ihrer eigenen Schönheit und ihren wunderbaren Ausblicken in die Hochgebirgswelt der Diablerets nach Aigle (oder über Chäteau d'Oex und den Col des Mosses) und von hier über das uralte Städtchen St. Maurice (sehenswert: Augustiner-Abtei mit Basilika und das Rathaus) nach Martigny. Die Zufahrt vom Osten ins Wallis erfolgt entweder von Domodossola über den Simplon oder von Grimsel oder Furka her über Gletsch und Fiesch nach B r i g. Von Martigny lässt sich einer der schönsten Aosflüc« im unteren Rhonetal ausführen, nämlich Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CHTouring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. BRIENZ - ROTHORN - BAHN Hotel Rotdorn Kulm 2351 m ü. M. Bewachter • arkplatz Retourtaxe Fr. 10.— Familienbillet Fr. 8.— Sonntagsbillet Fr. 7.50 Hinauf! 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