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E_1934_Zeitung_Nr.068

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Der Tagesfilm Die

Der Tagesfilm Die Titelmaschine. Eines Tages erschien in Turin — so berichten italienische Blätter — ein junger Mann, Dr. Achille Manzoni, der es verstand, sich geschickt in die Kreise der oberitalienischen Industriellen einzuführen. Man lud ihn da und dort ein, fand ihn nett, gesellig, witzig und anspruchslos und bisweilen betraute man ihn — er gab vor, Rechtsanwalt zu sein — mit der Ordnung kleiner privater, manchmal sogar ziemlich diskreter Angelegenheiten. Eines Tages sprach es sich in diesen Kreisen herum, dass Dr. Manzoni in der Lage wäre, Adelsprädikate zu verschaffen. Daraufhin meldete sich vorerst einmal ein reicher Automobilfabrikant und erkundigte sich unverbindlich, ob das Gerede wahr sei. Ja, meinte Manzoni, er könne den Titel beschaffen, aber er tue es nicht gern, es sei zwar eine völlig saubere Angelegenheit, doch koste so eine Titelbeschaffuns: viel Qeld, sei auch sonst mit allerlei Unannehmlichkeiten verbunden, kurz, er wolle eigentlich nichts damit zu tun haben. Nun, er befasste sich doch damit. Er erhielt für seine Arbeit viel Qeld, riesige Beträge, man spricht von insgesamt fast zwei Millionen Lire. Der Betrag steht aber noch gar nicht fest, weil sich die meisten Geschädigten nicht melden. Sie müssen vielmehr erst in mühevoller Arbeit von der Polizei ausgeforscht werden. Dass von Manzoni — der in Wirklichkeit ganz anders hiess und der auch nie Rechtsanwalt gewesen war — keine echten Adelstitel beschafft werden konnten, ist klar. Er stellte vielmehr die Dokumente auf einer Maschine, die er selbst hergestellt hatte und die er — um keinen Verrat von treulosen Komplicen befürchten zu müssen — selbst bediente, eigenhändig her. Sie waren sehr kunstvoll ausgestattet und mit zahlreichen Stempelabdrücken und Siegeln versehen, so dass sie wirklich unwahrscheinlich echt aussahen. Als man Manzoni verhaftete, brach ein grosser Skandal los, denn der vielfach vorbestrafte Hochstapler deckte allerlei private Machinationen auf, mit deren Bereinigung ihn seine Freunde betraut hatten. Einige Ehen sind dadurch bereits in Trümmer gegangen und Freundschaften auseinandergebrochen. Die italienische Oeffentlichkeit sieht dem Prozess gegen den Hochstapler mit gespannter Aufmerksamkeit entgegen. Die siamesischen Zwillinge dürfen nicht heiraten. Die siamesischen Zwillinge, die Schwestern Violette und Daisy Kilton, wollten bekanntlich vor einiger Zeit in London heiraten. Die eine der beiden Schwestern ist mit einem Artisten, einem Tänzer, die andere mit einem englischen Berufsboxer verlobt. Als die englischen Behörden die Bewilligung zur Eheschliessung verweigerten, begaben sich die Schwestern mit den Bräutigamen nach New York, weil sie annahmen, dass man im Lande der Freiheit ihrer Verhe^atung kein Hindernis in den Weg legen würde. In den Vereinig- wenn sie den Prozess verlieren sollten, für sie nicht allzu verzweifelt sein, denn sie haben, erklären sie, gewisse Anhaltspunkte,, dass sie in Frankreich auf jeden Fall die Heiratsbewilligung erhalten werden. Der Ausgang dieses Prozesses wird nicht nur in juristischen, sondern auch in medizinischen Kreisen mit grossem Interesse erwartet. Jeannette und ihre Freundinnen. Europa ist gewiss nicht arm an Verbrechern. Aber das Gangstertum, das in grossen, wohlorganisierten Verbänden zusammengefasste Verbrechertum, war doch bis vor ganz wenigen Jahren eine Spezialität der Vereinigten Staaten. Vor einigen Jahren tauchten dann in europäischen Hafenstädten — vor allem in Marseille und Barcelona — Berufsverbrecherorganisationen auf, die mit dem amerikanischen Gangsterunwesen jedoch schliessung dieselben Bedenken laut wie in England, und die Autorisation wurde nicht gegeben. Mister Lambert, der Tänzer, und Violette haben nun gegen den amerikanischen Staat einen Prozess angestrengt, durch den die Rechtmässigkeit der getroffenen Entscheidung bestritten wird. Die beiden Schwestern betonen ihr Recht auf individuelles Glück. Sie führen auch Sachverständigengutachten an, die dafür bürgen, dass es sich bei den Zwillingen um zwei verschiedene Persönlichkeiten handelt und nicht, wie das Gericht annahm, um einen einzigen Menschen, um eine geistige Einheit, der einer in abnormer Weise gespaltenen körperlichen Zweiheit entspreche. Ein bedeutender amerikanischer Gelehrter tritt energisch für die Eigenpersönlichkeit der Zwillinge ein, während ein bekannter amerikanischer Gynäkologe wieder um die Feststellung bemüht ist, dass es sich bei den Schwestern doch nur um einen einzigen Menschen handelt, dem man nicht die Bewilligung zur Verheiratung mit zwei Männern geben könne. So tobt also der Streit, ob die siamesischen Zwillinge als eine Frau zu betrachten sind, oder ob es sich um zwei Frauen handelt, erbittert hin und her. Die amerikanische Oeffentlichkeit nimmt an der Austragung des Kampfes lebhaften Anteil. Die Schwestern sehen dem Ausgang des Prozesses, der ziemlich viel Qeld verschlingt, mit einiger Beunruhigung entgegen. Immerhin würde die Situation auch dann, AUTOMOBTL-PEVUB 1934 - N» schon verzweifelte Aehnlichkeit besassen. ten Staaten wurden aber gegen die Ehe-Und nun entnimmt man Berichten französischer Zeitungen, dass die Pariser Polizei einer Verbrecherbande auf der Spur ist, die, soweit man bis jetzt weiss, nur aus Frauen zusammengesetzt war. Vor ungefähr zwei Wochen wurde in einem verrufenen Viertel von Paris eine junge Frau verhaftet, die einen reichen Kaufmann, der aus Rouen in die Hauptstadt gekommen war, in ihre Wohnung gelockt und dort mit Hilfe einiger Komplicinnen auszurauben versucht hatte. Der Kaufmann zog aber, als er die Absichten der «Damen» bemerkte, trotz seiner Trunkenheit einen Revolver und begann so wild um sich zu schiessen, dass die ganze Nachbarschaft alarmiert wurde. Man sperrte die drei Komplicinnen gemeinsam in eine Zelle und belauschte ihre Gespräche. Auf diese Weise gelang es, mehrere Verbrechen aufzudecken. Im Zuge der Erhebungen wurden weitere sieben Frauen verhaftet. Bei den Hausdurchsuchungen fand man schriftliche Aufzeichnungen, aus denen sich interessante Einblicke in die Organisation dieser Bande weiblicher Gangster ergab. Ein richtiges «Vereinsleben» spielte sich viele Monate lang in einem alten Hause am Mont Denis ab. Und sogar so etwas wie ein Sekretariat mit Rechtshilfeberatung existierte. Das Haupt der Bande soll ein sechundzwanzigjähriges Mädchen sein, das in Pariser Verbrecherkreisen unter dem Namen Jeannette bekannt ist. Der Polizei ist es bisher noch nicht gelungen, Jeannette zu verhaften. Wieviel Eiweiss braucht der Mensch? Die Ansichten über den Eiweissbedarf des Menschen sind sehr verschieden. Ein Gelehrter weist an Hand umfangreichen Materials (Beobachtungen und Versuche) nach, dass das Eiweissminimum 30—40 Gramm täglich beträgt. Millionen Menschen decken ihren Stickstoffbedarf mit einer Eiweisszufuhr, die zwischen 50—70 Gramm liegt, ohne dass sie dabei gesundheitlichen Schaden erleiden. Man bezeichnet daher eine Eiweissmenge von täglich 80 Gramm als völlig ausreichend. Reichlicher Eiweissgenuss verursacht leicht Erkrankungen. Haben die Indianer Lebende skalpiert? Mit dieser Frage beschäftigte sich Professor Wheeling vor einem grösseren Forum hl Baltimore. Es" sei vollkommen falsch und eine üble, wenn auch überlieferte und volkstümlich gewordene Beschuldigung, heute noch zu behaupten, die Rothäute hätten jemals einen Krieger lebend skalpiert. So roh und sadistisch seien die Indianer selbst in den wildesten Kämpfen um ihre Unabhängigkeit und Freiheit nicht vorgegangen. Bevor es ihn nach dem Skalp gelüstete, habe der rote Krieger den Tod seines Gegners abgewartet. Nicht zu verschweigen sei allerdings, dass die Indianer auf andere Weise Grausamkeiten geübt hätten. Aber, und das betonte Wheeling ausdrücklich in seinen Darlegungen, erst nachdem die Ureinwohner Amerikas durch das Beispiel und Vorbild der Weissen dazugebracht und angereizt worden seien. Krieg zwischen Geiern und Störchen. In der Ebene von Bergama, dem alten Pergamon, im westlichen Anatolien, ist ein furchtbarer Krieg zwischen Geiern und Störchen ausgebrochen, der augenscheinlich grausame Opfer fordert. Die Ursache dieses Kampfes konnte man bisher nicht feststellen. Eines Morgens weckten Hunderte junger Störche die Einwohner des Ortes Berhayna am Aegäischen Meer aus dem Schlaf. Die jungen Tiere, die offenbar auf der Flucht waren un "' ihre Eltern verloren hatten, können sich noch nicht selbst ernähren und sind ganz zahm. Sie lassen sich von den Kindern füttern. Ihr beliebtester Sammelplatz ist der lebhafte Markt de s Ortes. Gottschalkenberg, 1150 m 1 M. Fr. 3.-. Mittagessen ab Fr. 3.50. H. Weine. LAUSANNE Hotel Beau-Sejour Autostrasse von Aegen und Biberbrücke. Mit seinem prachtvollen Panorama auf Alpen u. Seen wird Ihnen umtergesslicb Bleiben.* Zimmer ab Weekend-Arrangements. Tel. 624. Die Direktion. Im Zentrum - Ruhiger Privat, park. Hotel I. Hanges Bescheidene Preise. ' — Restaurant — MAGENSCHMERZEN sind änsserst unangenehm. Dieselben vergeh winden aber nach kurzer Zeit beim Gebranch von „COLUMBA"-Magenpulver unschädliches Mittel gegen Verdaunngastönmgen. Gegen Appetitlosigkeit, Magenschmerzen, Magenkrampf, Debelkeit, Erbrechen, Magendrücken, Sodbrennen, Blähungen, Aufetossen, übelriechenden Atem. Preis pro Schachtel Fr. 3.—. Machen Sie einen Versuch und Sie werden von dessen Güte wie schon Hundert« anderer Kunden überzeugt sein. Einzig erhältlich bei Apotheke zur Taube, Schaffhausen »er „Weber-Stumpen sind einzigartig!" 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N° 68 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE 15 ODIELDP Es ist die Frage aufgerollt worden, ob man im Sommer Strümpfe tragen muss, wann und wie es korrekt ist, keine Strümpfe zu tragen. Eine Debatte, die jeden Sommer von neuem aufgerollt wird. Ohne Strümpfe zu gehen, ist im Sommer überaus angenehm und — ökonomisch. Leider macht den Städterinnen die Stadt hier einen dicken Strich durch die noch so sorgfältig aufgestellte Rechnung: Schmutz und Staub selbst der bestverwalteten Städte zwingen uns, auf die Wohltat der blossen Füsse zu verzichten, wenn es auch an der Zeit wäre, dass die als durchaus mondän anerkannte Mode in allen Hauptstädten durchführbar wäre. Solcherart ist den nackten Waden nur der Aufenthalt auf dem Lande beschieden, aber auch da sind noch verschiedene Regeln zu beachten. Vor allem ist darauf zu achten, dass zum blossen Bein einzig und allein Sandalen gehören. Möglichst klassische Sandalen, welche die Zehen freilassen. Bei jeder anderen Art von Beschuhung weckt man den 'Eindruck, als hätte maiT die Strümpfe vergessen. Für die Sandalen kommen drei Grundformen in Frage: vor allem die richtigen «Strapazsandalen» aus Leder in sportlicher Fasson, braun oder weiss, aus gutem Leder, für geraden, nicht steinigen Boden. In jedem Falle genügend gross, so dass die Sohle über die Fusspitze hinausragt. Die zweite Form sind die Phantasiesandalen aus Stroh. Stoff, Bast, Spagat usw., mit Sohle aus Gummi, Kork, Holz, Spagat u. a., Sandalen, die am Strand oder auf der Schwimmschule getragen werden, wo also •keine kilometerweiten Wanderungen in ' /rage kommen. Auf neuer Strasse In 15 Auto- Minuten von Zürich, erreichen Sie das Restaurant NEUHAUS RÜMLANG Hier bietet Ihnen die bekannte Spezialitäten-Küche Forellen, Hecht, Qüggell eto., nebst bestgepflegten Weinen. Stets feine Sonntagsmenus zu bescheidenen Preisen. Schattiger Garten, erstklassige Doppel- Kegelbahn, neu renovierte Boo cia - Plätze, Spielwiese für Kinder. 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Nur kleinen Sportsmädeln kann dies im Schwimmbad oder im Walde nachgesehen werden. Das ist übrigens Sache der Schönheitspflege, ebenso wie die Pediküre, die der gepflegten Frau ebenso unentbehrlich ist wie die Handpflege. Mit den jetzt wieder modernen roten Fingernägeln müssen die roten Nägel der Zehen korrespondieren, die zu den Sandalen gehören. Ungepflegte Füsse in Sandalen auszustellen, ist eine Rücksichtslosigkeit! Hier muss das Kapitel vom blossen Fuss — leider — schliessen. Turnübungen der Beine, Füsse, Zehen und Muskeln, das Schlankerwerden der Waden müsste eine Vorbereitung für das Tragen von Sandalen sein. Ein gesundes, gepflegtes, sonnenbraunes, sandalenbekleidetes Bein müsste auch bei uns ein freudiges Symbol des Sommers sein, genau so wie dies in England, Frankreich, Amerika und anderwärts längst der Fall ist. Das härene Gewand mittelalterlicher Büsser ist die grosse Mode in Paris und hier alles andere eher als ein Zeichen der Weltentsagung. Flachs und Hanf liefern reizende Gewebe und im Garderobekasten einer schicken Frau darf das Sommerkleid aus Lin nicht fehlen, wer es sich leisten kann, hat deren mehrere. Toile de Lin ist ein sehr Sie können sofort bauen dankbares Material für 'Sommer-Tailleurkostüme. Ein weisses Linkostüm mit farbiger, quadrillierter Bluse, in weiss-rot oder weissblau ist von unnachahmlichem Schick. Je rauher, körniger das Gewebe ist, desto geschätzter ist es, sein primitiver Reiz ist gerade das, was man sucht. Auch in der gelbgrauen Naturfarbe ist Lin sehr beliebt, man könnte beinahe behaupten, dass es die Modenuance 1934 ist. Aber für Sport, vor allem für Wassersport und Tennis, eignet sich das weisse Leinen am besten. Am Strand gefallen auch farbig gestreifte Muster, der dicke und der schmale Streif wetteifern um die Gunst der Strandibesucherinnen, aber beide sind in sehr lebhaften Tönen gehalten, während der Grund immer weiss ist. Die Streifen werden meist schräg verwendet, das macht schlanker. Auch karierte Gewebe sind beliebt, blau-weiss, grün-weiss, rot-weiss. In Paris war dies Muster seit jeher als Toile normande bekannt und wurde für Küchenvorhänge oder als Dekoration einfacher Landhäuser verwendet, jetzt ist das der höchste Schick der mondänen Frau geworden. Auto- • mäntel aus Leinen sind zumeist in der vorher erwähnten Naturfarbe, aber auch in Beige oder Graulblau sind sie auf der Landstrasse zu sehen. Auf einem dunkelblauen Wollstoffkleid macht sich ein naturfarbener Paletot oder auch ein blauer aus Lin ausgezeichnet. Das Leinen muss sehr dick sein, eine Art' Tweedersatz, darin besteht seine moderne Note. Eine der schönsten spielerischen. Betätigungen zur seelischen und körperlichen Erholung ist der Wassersport. Hier kann man wahre Erholung und Zerstreuung finden; auf angenehmste Weise verbindet sich der körperlichen Anstrengung das reine Spiel, die ungezwungene Heiterkeit, die seelische Entspannung. Da sich der Sport am Wasser immer im Freien, bei herrlichem oder zumindest freundlichem Wetter abspielt, kann er nie (2132 m ü. M.) höchste und interessanteste Aussichtswarte am Vierwaldstättersee. PILATUS-KULM wird von Alpnachstad, an der Brünigstrasse, mit der kühnsten und interessantesten Zahnradbahn der Welt in 70 Minuten bequem erreicht. Garagen in Alpnachstad. als Mitglied der HABAL. Wir ordnen für Sie die Hypotheken. Kreisdirektion Bern: P.Mauderll, Marktgasse50,Bern,Tel.27.801. Kreisdirektion Zürich: Dr. jur. F. K. Rüegger / A. v. Blarer, Llmmatqual 4(ZQrcherhof), Zürich,Tel.44.822. Kreisdirektion Schaffhausen: Alb. Wyser, Fronwagplatz 20, Schaffhausen, Tel. 18.80. Kreisdirektion Solothurn: A. Bühler, Klarastrasse 37, Ölten, Tel. 35.92. 12472 Oel, Das härene Gewand Kostenlose Auskunft erteilt; m Ober Meer, gegenüber dem Hosplz Benzin — Telephon 29.3 PILATUS Zur Erfrischung •iü Ist Mineralwasser mit Kohlensäure u. Zitronensirup Preis, gr. 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Auch der Gürtel aus geflochtenem Lin ist zu erwähnen, der. zur Tasche und zum Handschuh passt. Auf dunklen Wollkleidern oder auf weissen und gelblichen Leinenkleidern macht er sich sehr gut. Er ist in einer abstechenden Farbe gehalten, manchmal ist er auch zweifarbig, weiss-rot, weiss-blau, weiss-sehwarz. Die Bluse aus Lin, handgestrickt und wie ein Herrenhemd, ganz streng mit kleinem Umlegekragen, Holzknöpfen und kurzen Aermeln gearbeitet (ähnlich wie das berühmte Lacostehemd, das voriges Jahr Furore machte und das sogar der Prinz von Wales trug), ist ein ungemein praktisches Stück. Noch ein Wort über den Hut aus Lin, den alle grossen Häuser in ihren Kollektionen führen. Er ist handgestrickt oder aus Leinen. Zwei Formen herrschen vor: die «Haube», die vorn aufgebogen ist, und der «Breton», dessen Rand ringsherum aufgeschlagen ist. Der Aufputz besteht nur in einem schmalen Grosgrainband, das weiss, blau, rot oder schwarz ist. die Auswüchse annehmen, in welche andere Sportzweige verfallen, die nicht so sehr von der günstigen Jahreszeit, ja von der Sonne selbst abhängen. Das ist wohl einer der Hauptgründe dafür, dass bei keinem Sportzweig die Frauen so sehr mit den Männern wetteifern können wie eben beim Sport am Wasser. Wohl verlangt der Wassersport körperliche Anstrengung; er wird aber nie die rohen Formen zeigen wie andere Sportarten, die den Männern vor- Verlangen Offerten %ude tu an Ihrem Garten haben Sie erst durch unsere unkrautfreien Gartenwege. Sie Prospekte Teermakamwerke A.-G., v. Gebr. 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