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Neue Szene 2018-03

Stadtmagazin für Augsburg (Bayern)

32 ZOOM Oper für das

32 ZOOM Oper für das Volk „La forza del destino“ von Giuseppe Verdi Intendant André Bücker inszeniert seine erste Oper in Augsburg Die Ereignisse in Verdis Oper „La forza del destino“ könnten einem Film von Quentin Tarantino entsprungen sein: Sie katapultieren den Zuschauer in eine erbarmungslose Welt und erzählen ein Epos über Fanatismus, Rache, Mord und Totschlag. So steht es im Augsburger Theaterprogramm und Neue Szene- Redakteur Markus Krapf hat voller Spannung die Proben im Theater im martini Park besucht, um festzustellen, ob Kultregisseur Tarantino auch wirklich seine helle Freude an der Augsburger Inszenierung haben würde. Dabei beobachtete er, wie Intendant André Bücker selbst inszeniert und mitreißend mit einem hochmotivierten Opernensemble arbeitet. In der Pause ergibt sich für unseren Redakteur schließlich die Möglichkeit, Bücker zu fragen, warum ein Opern-Muffel wie er trotzdem ins Theater gehen sollte. Der Intendant entgegnet ihm entfesselt: „Forza“ ist die perfekte Einstiegsdroge mit tollen Melodien und mitreißender Musik, die Dich emotional packen wird. Die Geschichte ist außerdem extrem spannend, auch für Leute wie Dich, die sonst mit der Oper eher nichts am Hut haben und einfach nur neugierig sind. Verdi hat eine große Direktheit und Emotionalität. Du bist doch neugierig, oder? Klar. Deswegen bin ich hier. Außerdem haben mich ehrlich gesagt Deine Instagram-Fotos der Kostüme ganz schön überrascht. Die Akteure sehen ja aus, als wären sie auf dem Weg zur Loveparade? Naja, mit Techno würde ich es jetzt zwar nicht verbinden wollen, aber die Handlung spielt schon im Heute mit einem kleinen Retro-Touch in die 80er und 90er. Es handelt sich um eine blutrünstige Story, um eine wilde Verfolgungsjagd über mehrere Kontinente. Die Musik treibt unglaublich nach vorn und wir versuchen, das mit der Inszenierung auch noch weiter zuzuspitzen. Die Reise geht von einem neobarocken Schlafzimmer direkt in den kolumbianischen Dschungel. Aber ich möchte nicht zu viel verraten. Klingt jedenfalls alles andere als langweilig. Bestimmt nicht. Und Du wirst auch sehen, was für eine unglaubliche Kraft so ein Orchester und die Sänger entfalten, was da plötzlich für eine Unmittelbarkeit im Saal entsteht, wie Dich Dynamik und Rhythmus einfangen werden. Ich komme ja musikalisch auch aus einer anderen Richtung, Henry Rollins war früher und ist eigentlich bis heute mein Hausgott. Aber die Oper ist wirklich das Kraftwerk der Gefühle mit dem Orchester und den Sängern in einem Raum. Freu Dich einfach auf den Druck, den diese Oper entwickelt. Wirf langweilige Vorurteile über Bord und lass Dich einfach darauf ein, es wird Dich packen. Nach diesem kurzen Gespräch ist unser Redakteur ganz aufgeregt, der Intendant hat ihn voll erwischt. Am 24.03. ist die Premiere von „La Forza del Destino“ und nach dem Besuch bei der Probe ist eines klar: Man könnte schon etwas verpassen, würde man sich keine der 15 Vorstellungen im Theater im martini Park besuchen. Ihr habt es in der Hand! Den Spielplan von „La forza del destino“ im Einzelnen findet Ihr unter https://theater-augsburg.de/la_forza_del_destino. „Forza ist die perfekte Einstiegsdroge mit tollen Melodien und mitreißender Musik, die Dich emotional packen wird.“

WELTUNTERGANG 33 Diesmal mit Caroline Mardaus, Schriftstellerin und freie Journalistin Mein Verlegenheitsbuch: blind ins Regal gegriffen. Warum nicht, alles besser als der Brinkmann. Also ins Bett gelegt und angefangen: dem Horst Meier sein Zwetschgenkörbchen vor Augen gehabt und sofort bezaubert gewesen, hineingesogen in eine Zeit, widerstandslos bald. Es mögen die 1950er Jahre sein, zweifellos, die Amis, die Kasernen, die Schuttler, die rauchen, saufen und nie Kohle haben, die Dächer decken und Zechen prellen, nach Frankfurt fahren in einem klapprigen VW-Bus, um Geld zu beschaffen, die GI-Flittchen, die Autos und die Sommerabende. Aber eigentlich handelt das Buch von der Zeit schlechthin und der Verwunderung: Hat es diesen Tag, hat es uns wirklich gegeben? Keiner stirbt. Das Buch: Keiner stirbt – Peter Kurzeck .

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