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Neue Szene 2018-03

Stadtmagazin für Augsburg (Bayern)

38 KULTUR „Vom

38 KULTUR „Vom Blauanteil der Dinge“ Gerald Fiebig & Martyn Schmidt und ihr Programm zum Welttag der Poesie Der 21.03. ist der Welttag der Poesie. Aus diesem Anlass präsentieren die Lyriker Gerald Fiebig und Martyn Schmidt im Geburtshaus von Augsburgs größtem Dichter ein spannendes Poesie-Programm: Lesung trifft auf Loop- und Sample-Poetry, Spoken Word-Performance auf Poetry Songs an der Gitarre. Der Programmtitel „Der Blauanteil der Dinge“ greift das weite Blauspektrum auf, welches die Lyrik seit je her ihr Eigen nennt: von der „blauen Blume“ der Romantik über den „Azur“ von Mallarmé bis zu „Tangled Up in Blue“ vom Nobelpreisträger für Literatur Bob Dylan. Zum Welttag der Poesie spüren Fiebig und Schmidt diesem »Blauanteil der Dinge« nach, filtern aus dem Grau der Alltagssprache die poetisch verwertbaren Frequenzbänder heraus. Schmidt und Fiebig sind bekannte Stimmen aus der Augsburger Lyrikszene. Fiebig ist mehrfacher Kunstförderpreisträger Augsburgs, Schmidt ein Grenzgänger zwischen Sprache und Klang, Lyrik und Musik. Mittwoch, 21.03., Beginn 19.00 Uhr im Brechthaus, Auf dem Rain 6, 86150 Augsburg. Junges Theater Augsburg: Samia läuft „Samia läuft“ ist ein vom JTA selbst erarbeitetes Theaterstück für alle ab 15 Jahren über die wahre Geschichte der somalischen Läuferin Samia Yusuf Omar nach dem Roman „Mit Träumen im Herzen“ von Giuseppe Catozzella. Samia war eine junge somalische Läuferin. Sie trainierte in der vom Krieg zerbombten und von der al-Shabaab-Miliz kontrollierten Hauptstadt Mogadischu trotz aller Hindernisse, die sich ihr in den Weg stellten. Sie schaffte die Teilnahme an der Olympiade 2008. Bei der Olympiade 2012 in London wollte sie unbedingt wieder dabei sein, doch die Verhältnisse in Somalia hatten sich weiter verschärft. Der einzig mögliche Weg, ihren Traum zu leben, war die Flucht. Samia ertrank im Frühsommer 2012 im Mittelmeer vor Malta. Das Junge Theater Augsburg erzählt von Samias Liebe zum Laufen mit den Mitteln des Objekt- und Puppentheaters, unterstützt von Videoprojektionen und Musik. Die Vorstellungen finden abwechselnd auf der eigenen Bühne im Jungen Theater im Kulturhaus abraxas statt und im Hoffmannkeller, Theater Augsburg. Die Vormittagspremiere ist am Freitag, 02.03. um 11.00 Uhr auf der JTA-Studiobühne im Kulturhaus Abraxas. Die Abendpremiere ist am Freitag, 09.03. um 19.30 Uhr im Hoffmannkeller / Theater Augsburg. Weitere Termine unter www.jt-augsburg.de Kresslesmühle: Alles für alle Einmal im Monat übernimmt der Hip-Hop die Bühne der Mühle. Bei der Hip-Hop- Freestyle Session wird sie zum Spielplatz der rappenden, stylenden und spittenden Freestyler*innen der Stadt. MCs, Beatmaker, DJs, Writer, Breaker – hier sind eure Homies am Start! Am 13.03. um 19.00 Uhr – der Eintritt ist frei! Präsentiert von „Dem Hiphop sein Haus“, Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt und Büro für Popkultur im Kulturamt der Stadt Augsburg. Karman e.V. bringt wieder eine Perle aus dem Osten nach Augsburg. Am 20.03. ist mit Yegor Zabelov der derzeit bekannteste Akkordeonist im Untergrund der weißrussischen Musikszene in der Mühle zu Gast. Seine Musik versteht sich als experimenteller Mix aus Rock, Avantgarde Jazz und Neoklassizismus. Infos unter www.karman-ev.de. Das theter Ensemble zeigt im März nochmal das Stück „not really funny“. Das Schauspiel der Diskussionskultur wurde von theter zum letzten Diversity Tag entwickelt. Was lernen wir dort? Schlechte Erziehung ist keine Kultur und Volksfeste sind nicht feste, sondern fliegende Bauten. Vielfalt besteht aus vielen Falten und dazwischen liegen Gräben. Verwirrt? Gut so! Hingehen am 23., 24., 27. und 29.03. Präsentiert von: Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt der Stadt Augsburg, Gleichstellungsstelle für Frauen und Männer, Friedensbüro im Kulturamt, Tür an Tür e.V., Universität Augsburg, Büro für Chancengleichheit und Transdisziplinäres Forum Gender und Diversität und Integrationsbeirat. Infos zu allem: www.kresslesmuehle.de. Bild: Yegor Zabelov

Brechtfestival Bild: © KW NEUN Grafikagentur Loch in der Welt KULTUR von Tina Bühner Live-Hörspiel von und mit Patrick Wengenroth, Matze Kloppe und Anja Caspary. Ein rundum glücklicher Mensch von heute macht sich gut gelaunt daran, die wunderbaren Umstände seines angenehm wohlstandsgepufferten Lebens einer genaueren Betrachtung zu unterziehen. Und plötzlich tut sich neben seinem Sofa, auf dem er eben noch die harmonische Zweisamkeit seiner intakten Beziehungskiste genossen hatte, ein riesiges Loch auf, in das all seine Gewissheiten hineinzustrudeln drohen… Der mehrfach ausgezeichnete Text „Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends“ von PeterLicht begeisterte die Kritiker und 2007 die Jury des Bachmann-Preises. „Das Lachen bleibt einem im Halse stecken. Und man lacht trotzdem“, schreibt die Literaturexpertin Iris Radisch. Brechtfestival-Leiter Patrick Wengenroth hat auf der Grundlage des Textes 2013 ein Hörspiel für den Deutschlandfunk Kultur produziert. Beim Brechtfestival ist es erstmals in einer Live-Version zu erleben. Samstag, 03.03. um 17.00 Uhr im TIM. Infos & Karten www.brechtfestival.de. 39 Wer sagt dir, wer du bist? Lesung mit Sasha Marianna Salzmann und Deniz Utlu Der Debütroman von Sasha Marianna Salzmann „Ausser sich“ stand 2017 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und brachte der Autorin neben dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung auch den Mara Cassens-Preis ein. Der Roman erzählt vordergründig von der Suche nach dem verschollenen Bruder. Eigentlich geht es aber um eine Selbstsuche. „Ausser sich“ thematisiert Ausgrenzungen und Abgrenzung, aber auch die Solidarität unter denjenigen, die sich in den vorgefertigten Bahnen des Mainstream nicht wiederfinden. Beim Brechtfestival ist Sasha Marianna Salzmann mit ihrem Schriftsteller Kollegen Deniz Utlu zu Gast. Mit ihm gründete sie das Autorenduo „Angry Birds“ sowie das Magazin „Freitext“, das seit 2011 denen eine Stimme verleiht, die in der herkömmlichen medialen Berichterstattung nicht vorkommen. Auf der brechtbühne wird die Autorin aus „Ausser sich“ lesen und im Anschluss daran mit Deniz Utlu ins Gespräch kommen. 04.03., 16.30 Uhr, brechtbühne. Infos: www.brechtfestival.de Bild: Lutz Knopse Bild: Jörg Schur Sensemble Theater: Are you Schur? Schauspieler, Impro-Spieler und Regisseur Jörg Schur gehört von Anfang an zum Ensemble des Theaters im Textilviertel. Zu seinem 20-jährigen Sensemble-Bühnenjubiläum entstand dieses neue Impro-Format, das sich inzwischen seine ganz eigene Fangemeinde erspielt hat und regelmäßig läuft. Es geht von der Frage aus, wem man heute noch vertrauen kann. Wo sind Geheimnisse noch sicher und können nicht gehackt werden? Na klar, im Tagebuch! In „I am Schur“ erschafft Jörg Schur mit den Mitteln des Improvisationstheaters nach den Vorgaben des Publikums eine neue Figur und blickt tief in ihr Seelenleben – die Zuschauer sind dabei das Tagebuch und lernen die Hoffnungen, Träume und Wünsche des Charakters kennen. Gast am 22.03 ist ein anderes Sensemble Urgestein: Schauspielerin und Schur-Kollegin Birgit Linner. Musik steuert Fred Brunner bei. Infos: www.sensemble.de Theater Augsburg: Geschichte wird gemacht – Blick auf 1968 Studentenrevolte, zweite Welle des Feminismus, außerparlamentarische Opposition, linksgerichtete Bürgerrechtsbewegungen. Das Jahr 1968 stellt in vielerlei Hinsicht einen Höhepunkt und einen Bruch in der Geschichte der westlichen Welt dar. 50 Jahre ist dies nun her. Zeit für diverse Jubiläen und Trauerfeiern: die Ermordung Martin Luther Kings, der Prager Frühling, der legendäre Tomatenwurf. Was ist übrig von den Ideen, den Forderungen, dem Protest? Das Schauspielensemble des Theater Augsburg wird mit Regisseur und Autor Peer Ripberger einen Blick in die Vergangenheit werfen. Gemeinsam erarbeiten sie in „1968: Geschichte kann man schon machen, aber so wie jetzt ist‘s halt scheiße“ einen Abend voll scharfer Kritik und zynischer Gegenwartsanalyse. Eine Collage aus Original-Reden, eigener Recherche, frecher Selbstkritik und der Suche nach einer neuen Idee für eine bessere Zukunft – frei nach Rudi Dutschke: „Geschichte ist machbar“. Uraufführung am 10.03. in der Brechtbühne. Bild: Peer Ripberger

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