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E_1934_Zeitung_Nr.076

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auch sehr günstig, er

auch sehr günstig, er hat aber den Nachteil, dass gleichförmiges Drehmoment nur durch grössere Zylinderzahl oder entsprechende Schwungradmassen zu erzielen ist; ausserdem ist er durch die Ventile samt zugehöriger Steuerung komplizierter und empfindlicher als die Zweitaktmaschine, bei der der Kolben selbst die Steuerung der Spülund Auspuffschlitze übernimmt. Da beim Zweitaktverfahren jeder zweite Hub ein Explosionshub ist, bietet sich hier die Möglichkeit, ohne Drehzahlsteigerung die Zahl der Arbeitshübe und damit die spezifische Leistung der Maschine (bezogen auf Liter Hubraum oder Kilogramm Gewicht) zu erhöhen. Der Bau von Zweitaktmaschinen ist daher in ständiger Zunahme begriffen. Allerdings erfordert die Zweitaktmaschine besondere Massnahmen für die Lufterneuerung im Zylinder. Während beim Viertaktverfahren hiefür zwei ganze Hübe (Ausschub- und Ansaugehub) zur Verfügung stehen, muss beim Zweitakt die Beseitigung der Verbrennungsgase aus dem Zylinder und seine Neufüllung mit Frischluft zu Beginn des Verdichtungshubes erfolgen. Man hat zwei Spülungsarten zu unterscheiden: die Eigenspülung, bei der der Kurbelkasten oder eine besondere Kammer als Spülluftpumpe ausgebildet ist, deren Pumpenkolben der Motorkolben selbst ist, und die Fremdspülung, die sich einer gesonderten Spülluftpumpe bedient. Bei der Eigenspülung ist der Ausspülungsgrad ziemlich unvollkommen, wenn man nicht durch besondere Massnahmen, beispielsweise durch Vergrösserung des Durchmessers der unteren Kolbenfläche, zu erreichen sucht, dass das Spülluftvolumen grösser wird als das Hubvolumen (sogenannte Dreiviertelspülung). Für grössere Zylinderleistungen kommt nur die Fremdspülung in Betracht. Die Spülverfahren sind sehr zahlreich. Während die' meisten Bauarten nur einen Kolben pro Zylinder haben, gibt es einige wenige Bauarten, bei denen sich in jedem Zylinder zwei Kolben gegenläufig bewegen. Die bekannteste von ihnen ist der von Professor Junkers entwickelte Doppelkolbenmotor, ein Zweitakter, der sich durch guten Ausgleich der Massenkräfte, gute Spülung, grosses Hubverhältnis und durch Einfachheit der äusseren Steuerung auszeichnet. Das Verlangen nach Leistungssteigerung führt zur Aufladung, beziehungsweise Nachladung. Will man nämlich die Literleistung des Dieselmotors erhöhen, ohne die Drehzahl zu steigern, so erwächst daraus die Aufgabe, eine grössere Brennstoffmenge pro Zündhub im Zylinder zu verbrennen. Das ist bei gleichbleibender Luftladung nur au! Kosten des Luftüberschusses möglich. Somit steigt aber die Temperatur und mit ihr die Wärmebeanspruchung im Zylinder in einer bald nicht mehr annehmbaren Art und Weise. Deshalb ist es zweckmässiger, den Luftüberschuss, der das Eineinhalb- bis Zweifache der theoretischen Luftmenge ausmacht, gleichzuhalten, aber das arbeitende Luftgewicht zu vermehren. Das geschieht durch Vorverdichtung der Ladeluft. Bei den Viertaktmaschinen hat man demgemäss- verschiedene Aufladeverfahren entwickelt; bei den Zweitaktern wird die Vergrösserung der Frischluftfüllung der Zylinder durch Nachladen erzielt. Die Konkurrenz der Dieselmaschinen mit den Vergasermotoren ist nunmehr nicht mehr fraglich. Sehr eingehende und vorbereitende Arbeiten durch führende Fabrikationsstätten haben den Fahrzeugdiesel längst schon betriebssicher, verlässlich und leicht .bedienbar gemacht. Vergleichende Berechnungen Steigerung der deutschen Benzineinfuhr. Infolge der Belebung auf dem Gebiete des Motorfahrzeugverkehrs verzeichnet Deutschland eine Zunahme der Benzineiniuhr in den ersten 7 Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zur vorjährigen Parallelperiode von 539,720 t auf 669,729 t. Die mengenmässige Einfuhr Steigerung um 24% hatte jedoch nur eine Erhöhung des zur Bezahlung der Importe erforderlichen Devisenbetrages von rund 3% zur Folge. Der Einfuhrwert stellt sich im laufenden Jahre auf 38Y* Mill. gegenüber 37 X Mill. Reichsmark im Vorjahre. Eine Untersuchung der Entwicklung der Benzineinfuhr aus den wichtigsten Bezugsländern ergibt als besondere Erscheinung die anhaltend kräftige Steigerung der Importe aus Niederländisch-Westindien und Peru und anderseits ein scharfer Rückgang der Benzin-Einfuhr aus den Vereinigten Staaten. Rücksichtslosen Motorfahrzeugführern werden die Wagen beschlagnahmt. Die Polizeidirektion von München hat sich vorgenommen, einen gross angelegten Feldzug gegen rücksichtslose Fahrer zu unternehmen. Sie hat daher angeordnet, dass bei schweren Verstössen gegen die Verkehrsordnung die Fahrzeuge der verantwortlichen Führer polizeilich konfisziert und für wenigstens 4 Wochen auf Kosten des Besitzers verwahrt werden. Damit dürften auch die bisher Unbelehrbaren eine nachhaltige Lektion erhalten! hinsichtlich der Kosten im Lastkraftwagenund Autobusbetrieb haben die Ersparnisse und Vorteile, die aus der Oelmaschine erwachsen, klar zu Tage treten lassen. Wohl sind die Maschinen nunmehr noch teurer als gleichstarke Benzin-, das heisst Vergasermotoren, allein die rechnerischen Aufstellungen ergaben, dass bei Jahresleistungen von etwa 20,000 km der Dieselmotor einen sicheren Gewinn für den Verbraucher mit sich bringt. Die Vorteile, des Lastwagenbetriebes.t»mit Dieselmotoren liegen übrigens nicht allein nur auf wirtschaftlicher Linie, sondern äUÜP auf betriebstechnischem Gebiet. Die Verwendung der Schweröle setzt die Brandgefahr weit Herab. Wegen des geringeren Verbrauches an Schweröl gegenüber Benzin steigt der Aktionsradius des Wagens automatisch, das heisst, ohne dass etwas an ihm in dieser Beziehung geändert wird. Weiter weist der Dieselmotor sehr günstiges und kräftiges Drehmoment auf, das auch bei kleinen Drehzahlen schon erhebliche Beschleunigungen des Fahrzeuges zulässt. Auch das Umschalten in unebenem Gelände wird damit verringert. Eine eigene Kategorie sind die Flugzeugmotoren; sie müssen, wenn sie ihren Zweck voll erfüllen sollen,*, äusserst präzise und leicht gebaut sein. Jedes Detail spielt da eine Rolle, bekommt seine sparsamste Form, um nur ja kein Dekagramm unnütz an Material zu binden. Diese Maschinen sind aus diesen Gründen auch meist extreme Schnelläufer. Die Leistungsgewichte sinken bei diesen raffiniert konstruierten Maschinen bis auf ÄUTOMOBIL-PEVUE 19M — N« 79 ilistischer Berliner Automobilausstellung 1935. Wie aus Berlin gemeldet wird, findet die nächste internationale Berliner Automobilausstellung im Februar 1935 in den grossen Ausstellungshallen am Kaiserdamm statt. Der genaue Termin ist vom Reichsverband der Automobilindustrie bis jetzt noch nicht festgelegt. Weitere Förderung der Automobilnormung. Die Automobil- und Flugkommission der Internationalen Normungsföderation veranstaltet anlässlich der kommenden Prager Internationalen Automobil-Ausstellv^.g eine Tagung, die sich insbesondere mit der Festlegung neuer Richtlinien für die Automobilund Flugzeugnormung beschäftigen wird. Wachsender Benzinverbrauch in Amerika. Der Benzinverbrauch Amerikas hat im laufenden Jahre eine ansehnliche Steigerung zu verzeichnen. Nach den vorläufigen statistischen Angaben sind in der ersten Jahreshälfte 192 Mill. Fass Benzin vom Inland verbraucht worden gegenüber 180 Mill. Fass in der vorjährigen Parallelperiode (+ 6,8 %). Ungünstiger hingegen entwickelte sich das Benzinexportgeschäft, indem nur 13,19 Mill. Fass gegen 14,85 Mill. im ersten Semester 1933 oder 11,2 Prozent weniger zur Ausfuhr gelangten. Dieser Rückgang ist zweifellos auf die Strukturveränderungen zurückzuführen, wie sie sich in der Oeleinfuhr einzelner Länder vollzogen haben. rund 1 kg/PS. Damit ist der Vergasermotor erreicht — eigentlich geschlagen. Denn man weiss, dass gerade beim Flugzeug die Brandgefahr ziemlich hoch ist, und da schon früher gesagt wurde, dass beim Oelbetrieb die Brandgefahr eliminiert erscheint, so ersieht auch der Laie die ausserordentlichen Vorteile, die sich aus der Entwicklung und Anwendung der Dieselflugzeugmotoren ergeben. Die Erweiterung des Aktionsradius ist ^ebenfalls für das Flugzeug eine sehr wichtige--•Angelegenheit Die Kilometerleistung* die ein Flugzeug mit Oel gegenüber Benzin zurücklegen kann, verhält sich etwa wie 1:1.3. Auch aus der geringen Empfindlichkeit des Motors für Oualitätsschwankungen und aus der Billigkeit des Brennstoffes ergeben sich Vorteile. Wenn man somit die verschiedenen Anwendungsgebiete und die zahlreichen Vorteile des Dieselmotors zusammenfasst, so muss man zugeben, dass die Arbeiten zu seiner Entwicklung, das heisst zur Schaffung der raschlaufenden, betriebssicheren und ökonomischen Oelmaschine, zu den grössten technischen Taten des Jahrhunderts zählen. Schweizerische Rundschau Die Alpenstrassen-Initiative liegt zurzeit beim.eidg. Departement des Innern, das sich «mit der Angelegenheit befasst», wie der amtliche Jargon nichtssagend lautet. Es sollen erst kürzlich wieder Besprechungen insbesondere zwischen den Vorstehern der Departemente des Innern und der Volkswirtschaft, dem Chef der Sektion für Arbeitsbeschaffung, sowie dem Oberbauinspektorat stattgefunden haben, in denen hauptsächlich geprüft wurde, ob der Ausbau der Alpenstrassen in das Programm für Arbeitsbeschaffung aufgenommen werden könne oder als separates Geschäft zu behandeln und zu bearbeiten sei. «Im Hinblick auf die Eigenart des Baues der Alpenstrassen und mit Rücksicht auf die in der Initiative angeregte Deckung der Kosten durch Entnahme der Mittel aus den Benzinzolleinnahmen erschien es der Konferenz als zweckmässig, die Alpenstrassen-Initiative gesondert zu behandeln.» So lautet eine offiziöse Meldung aus dem Bundeshaus. Hoffen wir nur, dass damit nicht eine weitere Vertagung des Problems gemeint ist und man auf Kosten des allgemeinen Arbeitsbeschaffungs-Programmes die Alpenstrassen-Initiative auf die lange Bank schiebt. Die eine Angelegenheit ist mindestens so dringend wie die andere. Aber auch in anderer Hinsicht muss die Nachricht aus dem Bundeshaus enttäuschen. Nach der Auffassung des Departementes des Innern soll nämlich dem Bund durch den Ausbau der Alpenstrassen keine neue Belastung entstehen, weshalb dafür Sorge zu tragen sei, dass die vom Bund aus diesem Geschäft eventuell zu übernehmenden Ausgaben durch neue Einnahmen gedeckt werden. Geneigter Leser: merkst du was?! Auch Herr Bundesrat Etter scheint sich den alten Ladenhüter einer erneuten Benzinzonerhöhung nun nutzbar machen zu wollen, sei es, weil ihm tatsächlich nichts Besseres einfällt, sei es nur, um die Verkehrsliga mit etwas zu beschäftigen, damit sie mit der Forderung zur prompten Förderung der in der Initiative angeschnittenen Verkehrsprobleme nicht allzu unbequem werde. Sollte es sich gar nur um einen Versuchsballon handeln, dann können wir das Departement des Innern versichern, dass die Motorfahrzeuginhaber und die Verkehrsverbände heute mehr denn je jeden Vorschlag strikte ablehnen und mit allen Mitteln bekämpfen müssten, der die Automobilisten und Motorradfahrer noch stärker belasten würde, als dies bereits der Fall ist. Sie werden sich auch entschieden dagegen zu wehren wissen, dass'das Land auf ihre Rechnung einen nicht nur in touristischer, sondern auch in militärischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht mindestens so notwendigen Ausbau der Alpenstrassen betreiben möchte. Wenn im übrigen die ganze Angelegenheit im Departement noch nicht weiter gediehen ist und schon jetzt alles Mögliche für Wenn und Aber auftaucht, so kann man sich ungefähr vorstellen, was von der Initiative noch übrig bleibt, bis sie zur Beratung im Parlament spruchreif wird: nichts als ein schäbiger Kompromiss, der zwar dem jetzigen parlamentarischen System alle Ehre macht, uns aber in verkehrspolitischer Hinsicht unrettbar ins Hintertreffen bringt. Es wäre daher an der Zeit, wenn sich die Verkehrsliga um das weitere Schicksal der Initiative recht energisch bemühen und interessieren würde, damit die Herren der Regierung und Verwaltung sich rechtzeitig darüber klar werden, dass sich die 145 000 Schweizerbürger, welche unterzeichnet haben, nicht mit einem Linsengericht abspeisen lassen werden. Im übrigen handelt es sich hier nicht allein um die Berücksichtigung der Kundgebung dieser Stimmberechtigten, sondern die Angelegenheit der Alpenstrassen ist ein nationales Problem, dessen Wichtigkeit angesichts der ausländischen Strassenbauten endlich auch irrt Bundeshaus erkannt werden sollte. ß der Lage sei, denn seine Eltern sollen nichts, aber auch gar nichts von dem gewohnten bescheidenen Luxus ihres jetzigen Lebens entbehren. Und um acht Tiere durchfüttern und ihre zwei Wärter dazu — nein, so viel verdient ein praktischer Arzt denn doch nicht! Herr von Prastelny sagt etwas von ,die Tiere verkaufen'. Bux macht ein Gesicht, als ob er nicht gut verstanden habe: «Verkaufen? — Sagten Sie nicht: verkaufen? — Ja, Herr Major, halten Sie mich denn für einen Händler? Meine Tiere verkaufen? — die seit Jahren meine Mitarbeiter sind, sozusagen zu meiner Familie gehören? — Verkaufen, wie Möbel, wie alte Kleider, wie Gegenstände? Lebende, fühlende, denkende Wesen, die an mir hängen!» «Sie tun ja ganz entsetzt!» meint der Major und schüttelt, wie über einen Narren lächelnd, den Kopf. «Ja, ich bin auch entsetzt», sagt Bux ganz einfach. Aber hier erscheint Fee auf dem Kampfplatz, Sie hat schon lange auf Horchposten gelegen. Und nun geht sie als Kavallerie zur Attacke vor. Herr von Prastelny hört im Kampfgetümmel nur noch abgerissene Schlachtrufe wie: «... Schulreiterin werden ....» — 3

N»76 - 1934 /RTTDMOBIL4?EVÜB Sportnachrichten Bergrennen auf den Mont Ventoux. Neuer Streckenrekord von Hans Stuck. Balestrero Sportwagensieger. Als letztes Bergrennen von internationaler Bedeutung ging vergangenen Sonntag der Mont-Ventoux-Lauf in Szene, der noch einmal eine grosse Anzahl erstklassiger Piloten aus verschiedenen Ländern zusammenbrachte. Die Bergrennen dieses Jahres sind vom Wetter nicht sehr begünstigt: Nachdem schon am Klausen und auf dem Stilfserioch die Witterung den Organisatoren einen üblen Streich gespielt hatte, beeinträchtigte sie auch den Erfolg der grössten französischen Bergveranstaltung. Zeitweiser Regen und Nebel machten den Konkurrenten die Aufgabe nicht leicht, und dies um so weniger, als die Mont-Ventoux-Strecke bekanntlich ziemlich schwierig ist. Sie beginnt in Bedoin, in der Nähe von Avignon und führt in einer Länge von 21,6 km auf den 1850 m hoch gelegenen Gipfel. Die Steigungen variieren zwischen 9 und 13 Prozent, zahlreiche Kurven sind sehr unübersichtlich und schlecht ausgebaut. Umso erstaunlicher ist die trotz diesen hinderlichen Umständen erzielte neue Bestzeit von Hans Stuck (Auto-Union), der in Südfrankreich noch einen kurzen Halt machte, während die übrige Auto-Union- Mannschaft bereits auf dem Wege nach San Sebastian ist. Es gelang dem Deutschen, den schwierigen Kurs mit dem hervorragenden Durchschnitt von 94,6 km/St, zurückzulegen und dabei den letztjährigen Rekord von Whitney Straight fast um eine ganze Minute zu verbessern. Der Amerikaner nahm an dem Rennen ebenfalls teil und verbesserte seine eigene Bestleistung vom letzten Jahre um eine halbe Minute. Dritter wurde Fal- 'hetto auf Maserati. Bei den Sportwagen ^hwang Balestrero auf Alfa Romeo obenaus, doch kam er mit seiner Zeit von 16 Min. 16 Sek. nicht an den Kategorienrekord heran, den Caracciola mit 15 Min. 22 Sek. hält. Die Resultate. Sportwagen: Klasse 750 ccm: 1. M. Brunet (M. G.), 18' 14" — Klasse bis 2000 com: 1. Hinsum (Citroen), 19' 58". — Klasse über 2000 ccm: 1. Balestrero (Alfa Romeo), 16' 16" (beste Zeit der Sportwagen); 2. Frl. Helle-Nice (Alfa Romeo). 16' 43". Rennwagen: Klasse bis 750 ccm: 1. Seaman (M. G.), 16' 05,8". — Klasse biß 1500 ccm: 1. Challe (Bugatti), 10' 31,8" — Klasse bis 2000 ccm: 1. Moulin (Bugatti), 20 5 24,2". — Klasse über 2000 ccm: 1. Hans Stuck (Auto-Union), 13' 38,6 (beste Tageszeit, neuer Streckenrekord, Stundenmittel 94,680 km/St.); 2. Straight (Maserati), 13' 58,8; 3. Benoit Falchetto (Maserati), 14' 14,4"; 4. Roland (Busatti), 15' 14.2"; 5. Delorne (Bugatti), 16' 42,4"; 6. Martin (Bugatti), 17' 50,2". Ein neues Reglement für die Internationale Sternfahrt nach Monte Carlo. Die internationale Sternfahrt nach Monte Carlo, bekannt als eine der bedeutendsten Langstreckenprüfungen der Welt, wird nächstes Jahr nach einem völlig neuen Reglement durchgeführt werden. Wie man weiss, haben sich die Organisatoren von jeher sehr darum gekümmert, objektive Bestimmungen aufzustellen, die für alle Konkurrenten, welche jedes Jahr aus den verschiedensten Teilen Europas kommen, gleiche Bedingungen schaffen. Da das Wetter, die Strassenverhältnisse und verschiedene andere Faktoren jedoch von Jahr zu Jahr ganz verschieden waren, blieb es dennoch nicht aus, dass zum Schluss jeweils Kritik laut wurde. Die Sternfahrt soll nun auf eine ganz neue Basis gestellt werden, und die Konkurrenten werden den Organisatoren für die grosse Mühe, die sie sich erneut für die einwandfreie Durchführung des Anlasses geben, zum vorneherein Dank wissen. In den letzten Jahren wurden bekanntlich für die Strecken, je nach ihrer Länge und auch nach ihrer Schwierigkeit, Gutpunkte festgelegt, die ein Fahrer bei Innehaltung des vorgeschriebenen Stundendurchschnittes voll zugeschrieben erhielt. Verspätungen und andere Verstösse wurden mit Punktabzügen geahndet. Das modifizierte Reglement geht nun andere Wege und stellt für 6 Strecken, die in Athen, Bukarest, Tallinn, Umea, Stavanger und Palermo beginnen, je gleichviel Punkte, nämlich 1000, zur Verfügung. Während die ersten 5 Routen ziemlich unverändert bleiben, wird die Strecke von Palermo aus in Zukunft wie folgt verlaufen: Palermo, Reggio, Neapel, Rom, Padua, Ljubljana, Wien, München, Strassburg, Lyon, Avignon, Monte Carlo; insgesamt misst diese Route 4072 km. Zu dieser Punkte-«Gleichschaltung» musste geschritten werden, weil die verschiedenen Routen sich in den Schwierigkeiten von Jahr zu Jahr weniger unterscheiden und die für die Benützung in Frage Kommenden Strassen immer besser ausgebaut werden. Vor allem hat sich der Strassenzustand im Balkan, dank der Bemühungen der Automobilund der Touring-Clubs von Griechenland und Bulgarien sowie der A. C. von Rumänien und Jugoslawien, bedeutend gebessert, so dass auch hier ohne grosse Mühe ein Durchschnitt von 40 km/St, eingehalten werden kann. Die restlichen Sternfahrtsstrecken sind mit einer etwas geringeren ZaH von Gutpunkten bedacht worden; doch ist die Differenz so minim, dass ein strafpunktfireier Fahrer einer solchen Route gleichfalls Chancen hat, vor gebüssten Konkurrenten der 6 grossen Routen klassiert zu werden. John O'Groats in Schottland erhielt beispielsweise 987 Punkte, Valenca in Portugal 979 Punkte und Gibraltar 965 Punkte. Der Stundendurchschnitt von 40 km/St bleibt für alle Etappen, mit Ausnahme der letzten 1000 km, wo ein Mittel von 50 km/St eingehalten werden muss, bestehen. Nach der Ankunft in Monte Carlo werden die Wagen zum ersten Male in einem geschlossenen Park vereinigt, fn dem sie bis zum folgenden Tage verbleiben. Auch die Schlussprüfung ist grundlegend umgeändert worden. Am Tage nach der Ankunft müssen die Sternfahrer zwei Konkurrenzen bestehen, die den Zweck haben, die charakteristischen Eigenschaften von leistungsfähigen Tourenwagen zu prüfen: Leichter Start, rasche Beschleunigung, genügender Lenkeinschlag und starke Bremsen. Die Organisatoren hoffen, auf diese Weise die Zahl der Konkurrenten noch vergrössern zu können. Das Reglement wird in diesen Tagen zum Versand gelangen. Einschreibungen werden zwischen dem 1. November und dem 25. Dezember entgegengenommen. Die Ankunft der Konkurrenten ist schon jetzt festgelegt: Sie wird am 23. Januar zwischen 7 und 16 Uhr erfolgen, mb. Zum Unfall von Hamflton. Ueber die Ursache des bedauerlichen Unfalles, welcher den Erfolg des I. Grossen Preises der Schweiz in Bern leider überschattete, zirkulierten anfänglich die verschiedensten Meldungen. Wie seinerzeit berichtet wurde, versicherte die Mehrzahl der Augenzeugen, dass ein Vorderpneu geplatzt sei, wodurch der Wagen ins Schleudern geriet. Wir vertraten damals schon die Auffassung, der Unfall Comment obtenir un d€marrage plus facile? qu'elle poss£dait les qualit6s assurant cette 6tincelle. Des millions d'automobilistes intelligents exigent la bougie L'automobi liste prevoyant monte un nouveau jeu tous les 15,000 km. pour assurer la marche la plus 6conomique de son moteur et son meilleur rendement. könnte auch auf eine Uebermüdung des Piloten zurückgeführt werden, indem bekanntlich Hamilton als einer der wenigen Konkurrenten beide Rennen bestritt, was offenbar die Leistungsfähigkeit eines einzelnen Fahrers doch überschritt. Der polizeiliche Befund an der Unfallsteüe tmd die nachträgliche Untersuchung des Wagens haben nun ergeben, dass keine Anhaltspunkte dafür vorhanden sind, wonach der Unfall durch irgendeinen Defekt am Wagen entstanden sein könnte. Insbesondere wurde festgestellt, dass kein Pneudefekt unmittelbar vor dem Unfallereignis eingetreten sei. Wie wir übrigens aus internationalen Sportkreisen, welche dem verstorbenen Hamilton nahestanden, erfahren, war der Verunglückte in nicht unerheblichem Masse herzleidend. Dieser Umstand, der den Organisatoren wie auch dem Rennstall Straight, welchem Hamilton angehörte, unbekannt blieb, dürfte die Unfallursache am besten erklären. Hamilton hat durch die ausserordentliche Anstrengung, welche die beiden Rennen mit sich brachten, offenbar einen Schwächeanfall erlitten, der ihn wenigstens für Sekunden die Herrschaft über seinen Wagen verlieren Hess. Die behördliche Feststellung ist in doppelter Hinsicht von Bedeutung, indem dadurch einmal die Organisation von jeder Verantwortung freigesprochen ist und anderseits der Leistungsfähigkeit der Pneus das beste Zeugnis ausgestellt wird, da es sich einmal mehr erwies, dass die moderne Automobilbereifung auch den grössten Anforderungen Stand zu halten vermag. Glänzende Besetzung des Masarykringrennens. Die nächsten 14 Tage bringen im internationalen Autosport zum letzten Male Hochbetrieb, bis es auch in diesem Jahre endgültig still wird. Noch stehen zwei grosse internationale Kämpfe aus, mit denen die diesjährige sportlich wie technisch, gleich bemerkenswerte Auseinandersetzung zwischen Deutschland, Frankreich und Italien abgeschlossen wird. Am kommenden Sonntag wird die Lasarte-Rundstrecke bei San Sebastian zum Schauplatz des Grossen Preises von Spanien, an dem sich noch einmal Mercedes-Benz, die Auto-Union, die Scuderia Ferrari und auch Bugatti offiziell vertreten lassen. Das Feld wird noch durch eine Anzahl bekannter Einzelifahrer verstärkt. Auch die Organisatoren des Masarykringrennens, das 8 Tage später in Szene geht, verfügen über eine ausgezeichnete Besetzung, Le demarrage facile et instantane demande une etincelle chaude et intense. Or, aucune bougie n'a prouv6 d'une fagon aussi pe>emptoire que la bougie brevet6e CHAMPION CHAMPION En employant la bougie des CHAMPIONS die einen interessanten AbscMuss der diesjährigen internationalen Saison garantiert Wie schon früher gemeldet, starten auf der schwierigen tschechischen Rundstrecke bei Brunn voraussichtlich zum letzten Male in. dieser Saison Mercedes-Benz, die Auto- Union, die Scuderia Ferrari und gleichfalls einige tüchtige Einzelfahrer. Die Meldeliste ist nun dieser Tage noch durch die offizielle Einschreibung von Bugatti ergänzt worden, der wahrscheinlich nach den glänzenden Ergebnissen in Spa, in Pescara und in Bern noch möglichst viel von der zu Ende gehenden Saison profitieren will. Der Molsheimer Konstrukteur liess zwei Wagen melden, die von dem in diesem Jahre noch nicht sehr stark hervorgetretenen Robert Benoist und von dem jungen Bugatti-Nachwuchsfahrer Wimille geführt werden. Selbstverständlich hat die Nennung der neuen Bugattiwagen in der Tschechoslowakei als eigentliche Sensation gewirkt. Auch die Besetzung des Kleinwagenrennens, an dem bekanntlich eine grosse Anzahl ausgezeichneter Konkurrenten starten, hat noch weitere Bereicherungen erfahren» Zur Tagung der internationalen Sportkommissfon. Die internationale Sportkommission der A.I.A.C.R. tritt bekanntlich morgen Mittwoch zu ihrer ersten Herbstsitzung in Paris zusammen. Sie wird bei dieser Gelegenheit die Daten für die neun klassischen internationalen Grossen Preise aufstellen, die von jeher in der Festlegung des Sportkalenders besondere Privilegien genossen. Es wäre nun für den internationalen Automobilsport bestimmt von Nutzen, wenn dieser An» lass dazu benützt würde, um die Bestimmungen über die Verleihung des Titels «Grand Prix» für ein Rennen noch deutlicher festzulegen. Nach der jetzigen Reglementierung hat jeder nationale Autotnobilclub das Recht, für die auf seinem Gebiet stattfindenden Sportveranstaltungen den Titel eines Grand Prix zu genehmigen oder zurückzuweisen. Seine Entscheidung muss von dem allgemeinen Grundsatz geleitet werden, dass nur ein Rennen von erster internationaler Wichtigkeit Anspruch auf diese Auszeichnung erheben darf. Diese etwas elastische Bestimmung hat es denn auch nicht verhindert, dass auch in diesem Jahre zum Teil wieder üppig mit dem Grand- Prix-Titel gewirtschaftet wurde, und es ist vor allem Frankreich, das in dieser Hinsicht an die verschiedenen Organisatoren ziemlich grosse Konzessionen machte, so dass sich die französischen Grands Prix haufenweise folgten. Das ist ein Zustand, wie er kaum geduldet werden sollte, und den abzustellen es die erste Pflicht der internationalen Sportkommission wäre. Es steht zu hoffen, dass die Pariser Tagungen Anlass dazu geben, auf diese Bestimmungen im internationalen Sportkodex zurückzukommen, um sie so genau zu umreissen, dass ihr Sinn in Zukunft völlig eindeutig und leicht anwendbar wird. Beginn der Internationalen Alpenwertungsfahrt für Motorfahrzeuge mit Ersatzbrennstoffen. In Nr. 67 haben wir bereits auf die von internationalen, italienischen, schweizerischen und österreichischen Verbänden veranstaltete erste Internationale Alpenwertungsfahrt für Motorfahrzeuge mit Ersatzbrennstoffen hingewiesen, die im Sinne der internationalen Sportgesetze der A.I.A.C.R. ausgetragen wird und die praktische Prüfung der Verwendungsmöglichkeit von Ersatzbrennstoffen für Motorfahrzeuge in verschiedenem, insbesondere gebirgigem Terrain zum Zweck hat. Die Fahrt zerfällt für die verschiedenen nationalen Gruppen in drei Teile; in eine Zufahrt, eine gemeinsame Rundfahrt und die Abfahrt. Morgen Mittwoch startet um 8 Öhr auf der Schützenmatte in Bern und in Zürich um 14 Uhr auf dem Escher-Wyss-Platz die schweizerische Teilnehmergruppe zur Zufahrt nach Innsbruck. Als erste Etappe und gemeinsamer Sammelpunkt wird" noch gleichen Tages Buchs erreicht. Für den 20. September sieht das Programm die Fahrt Buchs-Innsbruck vor, für den 21. September einen Ruhetag in Innsbruck, für den 22. September die Fahrt Innsbruck-Feldkirch via Arlberg, für den 23. Feldkirch-Zürich via Ricken, für den 24. Zürich-Andermatt via Klausen, am 25. September Andermatt-Gotthard-Mailand, am 26. Ruhetag in Mailand, am 27 Mailand-Trento, am 28. September Trento-Bozen via Rollepass, am 29. September Bozen-Dobiacco. am 30. September Dobiacco - Klagenfurth - Radstatt, am 1. Oktober Radstatt-Kitzbühel. am 2. Oktober Kitzbühel-Innsbruck, am 3. Oktober Ruhetag in Innsbruck, und am 4. Oktober Rückfahrt über Fernpass nach Rohrschach. Als Leiter und Delegierter der schweizerischen Teilnehmergruppe amtet der Präsident der schweizerischen Gesellschaft für das Studium der Motorbrennstoffe, Herr Fritz Hostettler, Bern. -tf-