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E_1934_Zeitung_Nr.076

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 76 LUFT FAHR Europaflug beendet. Der Pole Bajan Sieger. Am letzten Sonntag ging mit einer Geschwindigkeitsprüfung bei riesiger Anteilnahme des Publikums in Warschau der Europaflug zu Ende, nachdem schon am Freitagabend das Gros der Konkurrenten wieder am Ausgangspunkt des Rennens angelangt war. Von den 32 Fliegern, die am 7. September Warschau verlassen haben, um auf dem 9500 km langen Streckenflug ihr Können zu beweisen, sind 21 wohlbehalten zurückgekehrt. Gesamtsieger im Klassement wurde der Pole Bajan, der schon vor dem Streckenflug, auf Grund der technischen Prüfungen, als Erster abgeschlossen hatte. Auf ihn folgt sein Landsmann Plonczynski, der als Dritter auf die Strecke gegangen war. Deutschland vermochte sich mit seinem Favoriten Seidemann erst an dritter Stelle zu klassieren, immerhin nimmt es nach dem Tschechen Ambruz wieder den fünften und sechsten Platz ein. Die Rangreihenfolge vor dem Streckenflug. 1. Bajan-Polen (RWD 9) 994P 2. Karpinski-Polen (RWD 9) 954 3. Plonczynski-Polen (RWD 9) 953 •4. Seidemann-Deutschland (Fieseier) 939 5. Hubrich-Deutschland (Fieseier) 936 6. Buozynski-Polen (RWD 9) 920 7. Florjanowicz-Polen (RWD 9) 919 8. Anderle-Tschechoslowakei (RWD 9) 915 9. Ambruz-Tschechoslowakei (A 200 2) 915 10. W. Hirth-Deutschland (Fieseier) 911 11. Grzeszczyk-Polen (PZL 26) 907 12. W. Bayer-Deutschland (Fieseier) 902 13. J Balcer-Polen (PZL 26} 899 14. W. Junck-Üeutschland (BFW 108) 895 15. W. Stein-Deutschland (Klemm Kl. 36) 891 16. Zaeek-Tschechoslowakei (A 200 1) 890 17. Zacek-Techechoelowakei (A 200 1) 890 18. G. Pasewaldt-Deutschland (Fieseier) 885 19. Skrzypineki-Polen (RWD 9) 883 20. Dudzinski-Polen (PZL 26) 875 21. K. Francke-Deutschland (BFW 108) 859 22. Theo Osterkamp-Deutschld. (BFW 108) 850 23. F Morzik-Deutschland (Klemm Kl. 36) 840 24. J. Gedgowd-Poten (PZL 26) 839 25. E. Krueger-Deutschld. (Klemm Kl. 36) 815 26. K. Eberhard-DeutschM. (Klemm Kl. 36) 812 27. Maepherson-England/Polen (Push Moth) 788 28. Colombo-Italien (Breda A 42) 745 29. Francois-Italien (PS 1) 732 30. Tessore-Italien (Breda A 39 S) 697 31. de Angeli-Italien (Breda A 42) 671 32. Sanzin-Italien (Breda A 39 S) 559 Der Streckenverlauf des am Sonntag zu Ende gegangenen Europafluges. Dass der Streckenflug: die Resultate der technischen Prüfungen nicht mehr stark zu beeinflussen vermochte, war vorauszusehen. Fast alle Maschinen verfügten über eine bedeutend höhere als die verlangte Reisegeschwindigkeit, so dass sie das Maximum der auf dem Streckenflug erreichbaren Punktzahl ohne weiteres erreichten. Die nachfolgende Tabelle gibt Aufschluss über die bei der Geschwindigkeitsprüfung erreichten Tempi und die Gesamtpunktzahl der einzelnen Konkurrenten. Eine verblüffende Geschwindigkeit legte dabei vor allem mit 291 km/St, die Maschine von Osterkamp an den Tag. Das Endklassement km/St. Total Pnnkt« 1. Bajan (Polen) 251 1896 2. Plo-nczynski (Polen) 255 1866 3. Seidemann (Deutschland) 243 1846 4. Ambruz (Tschechoslowakei) 237 1822 5. Osterkamp (Deutschland) 291 1810 6. Junck (Deutschland) 283 1806 7. Buczynski (Polen) 254 1800 8. Änderte (Tschechoslowakei) 237 1797 9. Pasewaldt (Deutschland) 239 1794 10. Erancke (Deutschland) 287 1792 11. Dudzinski (Polen) 1786 12. Bayer (Deutschland) 1782 13. Hirth (Deutschland) 1761 14. Zazek (Tschechoslowakei) 1749 15. Hubrich (Deutschland) 1728 16. Francois (Italien) 1561 : Die Anforderungen, die auf dem Strekkenflug an die Piloten gestellt wurden, warer schwerer als je. Sehr oft war das-Weir ter denkbar schlecht, und in Afrika- haften mehrere Flieger mit eitlem Sandsturm zu kämpfen, dem sie nur mit knapper Not heil entkommen konnten. Bereits die erste Etappe von Warschau über Königsberg nach Berlin und der anschliessende Flug Brüssel- Paris erbrachten eine ganze Anzahl Ausfälle. So waren zur Aufgabe gezwungen der deutsche Pilot Stein wegen Motorschadens vor Berlin und der Italiener Colombes wegen Motorpanne und Bruch bei Notlandung, während der polnische Favorit Karpinski durch Schäden, die sich seine Maschine bei einer Notlandung zuzog, weit ins Hintertreffen geriet. Bis gegen die Pyrenäen lagen im allgemeinen die Deutschen Junck und Francke in Führung. Durch Spanien und nach Afrika hinüber machten sodann die Polen Wlodarkiewicz und Grszczyk Schrittmacherdienste. Das Feld zog sich von hier an stark in die Länge, da wegen Nebels der Start über die Pyrenäen mehrere Stunden lang gesperrt werden musste. Noch in Frankreich schied der deutsche Pilot Krueger wegen eines bei einer Notlandung erlittenen Maschinenschadens aus. Der Flug von Casablanca nach Algier brachte mehrere Piloten wegen eines aufkommenden Sandsturmes in eine sehr gefährliche Lage. Da es ratsam erschien, eine allgemeine Revision der Motoren zu ermöglichen, wurde der ursprünglich in Tunis vorgesehene Ruhetag schon nach Algier vorverlegt. Die nächste kurze Etappe nach Tutiis machte darauf keine wesentlichen Schwierigkeiten mehr. Von den Favoriten blieb auf dem afrikanischen Streckenteil der zweimalige Europaflugsieger Morzik hängen, da er bei einer Notlandung bei Tanger Maschinenschaden erlitt, der sich nicht rechtzeitig reparieren Hess. Der Ueberflug Tunis-Palermo geschah geschlossen und unter Aufsicht italienischer Kriegsschiffe und Wasserflugzeuge, die im Fall von Notlandungen sofort hätten Hilfe bringen können. Von den 24 in Kairo gestarteten Maschinen (der Pole Karpinski machte den Flug nach seinem Missgeschick in Deutschland hors concours mit) erreichten noch 23 Rom. Wegen Maschinendefektes hatte der Italiener Tessore in Neapel aufgegeben. Sein Landsmann Angeli war erkrankt in Algier zurückgeblieben, der Pole Florjanowicz hatte Motorschaden. Im Rennen befanden sich jetzt noch 9 Polen, 8 Deutsche, 3 Italiener und 3 Tschechen. Rom - Rimini - Zagreb - Wien - Brunn - Prag wurde ausser von Huberich, der sich verirrt hatte, und Francke und Junck, die wegen Nebels in Wien zurückbleiben mussten in einem Zug erledigt, obsdion die Strecke nicht weniger als 1307 km lang war. Allerdings wurden anfänglich Etappen bis 1800 km Länge geflogen. Auf der Strecke Brünn-Prag kamen besonders hohe Durchschnitte zustande, so durch Osterkamp mit 265,6 km/St, und Bajan mit 248 km/St. Mit der 1615,1 km langen Tagesetappe Prag -Kättowitz - Lemberg - Wilna - Warschau beendeten die Konkurrenten des Europarundfluges am Freitag ihr Rundflugpensum. Die Deutschen Junck und Francke gingen am Freitag in der Frühe von Wien ab und trafen nach 8 Uhr in Prag ein, wo bereits vor 6 Uhr morgens 20 Konkurrenten den Flug nach Warschau angetreten hatten. In Kättowitz kam der Pole Wlodarkiewicz als Erster an, Baker und Buczynski mussten einen kleinen Halt einschalten um Reparaturen vorzunehmen. In der Nähe von Lemberg musste dann der Spitzenmann Wlodar* kiewicz notlanden und Lemberg wurde von Qiedgowd (Polen) als Erstem angeflogen. Über Wälder und Sümpfe war nun die längste Etappe ohne Zwischenhalt nach Wilna durchzulegen, die über 547,4 km führte. Qiedgowd war in Wilna wiederum Erster und flog dann nach kurzem Zwischenhalt Warschau an, wo rund 50,000 Zuschauer die Ankunft der Flieger erwarteten. Der flaggengeschmückte Flugplatz Mokotow ertönte von lautem Beifall, als unter den Klängen I der polnischen Nationalhymne Qiedgow als NEUESTES O DELL Schweissbrennern.it Leichtmetallhandgriff Weniger Gewicht Besser ausbalanciert Weniger ermüdend Höhere Leistung Sauerstoff-u. Wasserstoff-Werke A.G. 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N« 76 - 1934 ÄT rrn M ORTT _PF.VT m Erster um 14 Uhr 20 in Warschau landete 9 Minuten später kam Pasewaldt, und in der Folge wurde die deutsche Hymne noch einige Male gespielt, denn hintereinander flogen Bayer, Osterkamp, Seidemann und Hubrich Warschau an. Alle Teilnehmer bekamen Blumen und wurden stark gefeiert. Bis um 17 Uhr 40 waren 16 Maschinen angekommen, Francke (Deutschland) und Baker (Polen waren aus Wilna gemeldet, Dudzinski (Polen) und Junck (Deutschland) aus Lemberg. Junck hatte in Kattowitz den Sporn beschädigt und hatte 3 Stunden zu reparieren. MacPherson (Polen) war bei Krakau notgelandet und mit dem Polen Wlodarkiewicz ausgefallen. Am Samstag trafen dann in Warschau noch die Nachzügler ein. Der Stand im Einzelklassement vor der Geschwindigkeitskonkurrenz war folgender: 1. Bajan 1861 Punkte; 2. Plnczynski 1821 P. S. Seidemann 1809 P.; 4. Ambruz 1785 P.; 5 Francke 1779 P.; 6. Junck 1775 Punkts. Sportfliegertag in Bern. Am 29./30. September findet auf dem Flugplatz Bern/Belpmoos der 4. Schweizerische Sportfliegertag statt, mit dessen Durchführung der Aeroclub der Schweiz auch dieses Jähr wieder den Berner Aeroclub beauftragt hat. Der Anlas« wird in grösserem Rahmen durchgeführt und soll als eine Art Generalprobe für eine im nächsten Jahr auszuschreibende «Schweizerische Sportfliegermeisterschaft» dienen. 50 Sportflieger aus der ganzen Schweiz haben ihre Teilnahme bereits zugesagt. Schweizerische Rundschau Parlament und Motorfahrzeugwesen. Die Geschäftsliste der diesjährigen Herbstsession der Bundesversammlung, welche gestern abend ihren Anfang nahm, umfasst drei Geschäfte, welche für die Interessenten des Strassenverkehrs von Bedeutung sind. Einmal sind zwei Abkommen zu ratifizieren, welche anlässlich der europäischen Strassenverkehrskonferenz 1931 in Genf beschlossen wurn. Das eine betrifft die Vereinbarung über die 1 ireinheitlichung der Wegezeichen, welche anlässlich der Konferenz von Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Italien, Luxemburg, Polen, Schweiz, Tschechoslowakei und Jugoslawien angenommen wurde. Innerhalb der vorgesehenen Frist haben dann noch Spanien, Ungarn, Holland und die Türkei das Abkommen unterzeichnet. Inzwischen wurde es von Spanien, Italien und Holland ratifiziert. Weiterhin sind ihm noch Monaco und Portugal beigetreten, so dass es am 16. Juli 1934 in Kraft trat. Die vertragschliessenden Staaten verpflichten sich, die international vereinbarten Zeichen (dreieckige Gefahrensignalo, runde Vorschriftssignale und rechteckige Hinweissignale) auf ihrem Gebiet einzuführen und spätestens innerhalb 5 Jahren alle Signale zu ersetzen, welche dem Abkommen nicht entsprechen. Das internationale System der Wegezeichen ist in der Schweiz durch die Verordnung vom 17. Oktober 1932 über die Strasseneignalisation bereits eingeführt Es handelt sich daher für unser Land nurmehr um eine rein formelle Ratifizierung, welche in Form eines Bundesbeschlusses erfolgen soll, der in einem einzigen Artikel den nachstehenden Wortlaut hat: « Die Bundesversammlung beschliesst: Der Bundesrat wird ermächtigt, das am 30. März 1931 in Genf abge- .^Jilossene Abkommen über die Vereinheitlichung "'"r Wegezeiehen zu ratifizieren. > übertritt an gerechnet, steuerfrei sind. Zudem sind im Interesse der Erleichterung des Verkehrs von Land zu Land vom Bundesrat mit verschiedenen ausländischen Staaten besondere Vereinbarungen getroffen worden, und zwar mit Deutschland, Belgien, Italien, Schweden, Holland und Oesterreich. Dagegen wird der internationale Steuerausweis den schweizerischen Automobilisten abgegeben werden müssen, die sich in einen der übrigen Vertragsstaaten begeben, in dem der schweizerische Motorfahrzeugführer dadurch einer Steuerbefreiung teilhaftig wird, auf die er ohne die Ratifikation des Abkommens durch die Schweiz keinen Anspruch hätte. Mit Rücksicht darauf, dass das vorliegende Abkommen dem schweizerischen Motorfahrzeugführer gewisse Vorteile bietet und die Schweiz andererseits ein Interesse daran hat, alle internationalen Bestrebungen auf Erleichterung des internationalen Verkehrs nach Möglichkeit zu unterstützen, beantragt der Bundesrat die Ratifikation des Abkommens. Sie soll in Form eines Bundesbeschlusses erfolgen, der den Wortlaut hat: «Die Bundesversammlung beschliesst: Der Bundesrat wird ermächtigt, das am 30. März 1931 in Genf abgeschlossene Abkommen über die Besteuerung der ausländischen Kraftfahrzeuge zu ratifizieren^ Das dritte und weitaus wichtigste Geschäft, das aussohliesslidi den Nationalrat betrifft, ist die Behandlung des Gesetzesentwurfes über die Regelung der Beförderung von Gütern mit Motorfahrzeugen auf öffentlichen Strassen. Das Verkehrsteilungsgesetz, wie es kurz und treffend bezeichnet wurde, ist in der Junisession vom Ständerat bereits mit 25 gegen 1 Stimme angenommen und verabschiedet worden. Die nationalrätliche Kommission, der unter dem Vorsitz von Nationalrat Pfister die Herren Aeby, Bratschi, Dollfus, Gafner, Gorgerat, Kägi, Keller, Lachenal, Nietlispach, Perret, Rochat, Schirmer, Schmutz, Schneller, Seiler und Wunderli angehören, hat den Entwurf ihrerseits mit 12 gegen 1 Stimme bei 3 Enthaltungen der sozialistischen Kommissionsvertreter gutgeheissen. Der Entwurf zählt in seiner jetzigen Fassung nicht besonders viel Freunde. Die sozialdemokratische Partei hat ihm mehr aus politischen Erwägungen und wahrscheinlich unter der Führung der Eisenbahnergewerkschaft, deren Generalsekretär Bratschi ja der Kommission angehört, die Opposition angesagt. Von den politischen Organisationen sprach sich einzig eine von der Gewerkschaft des christlichen Verkehrspersonals einberufene Konferenz zugunsten der Vorlage aus. Auch in Kreisen der Strassentransporteure macht sich grösste Zurückhaltung geltend. Die Beratung im Nationalrat startet daher nicht gerade unter besonders vielversprechenden Auspizien. Es ist im übrigen, selbst wenn die Vorlage den Nationalrat anstandslos passieren sollte, immer noch mit der Möglichkeit zu rechnen, dass unzufriedene Kreise das Referendum ergeifen. Es liegt also noch ein weiter Weg vor uns, bis auch in der Schweiz eine gesetzliche Regelung des Transportwesens in Kraft tritt, welche der Mehrzahl der Interessen und vor allem auch den ausschlaggebenden Interessen der gesamtschweizerischen Verkehrswirtschaft eerecht zu werden vermag. ß Stvasscn Aus dem deutschen Strassenwesen. Der erste soeben bekannt gewordene Jahresbericht des Generalinspektors für das gesamte deutsche Strassenwesen behandelt die Programme des Reichsautobahnbaues, die Aufgaben des allgemeinen Strassenbaues und die Strassenbauforschung. Das wichtigste Gebiet aus der Tätigkeit des Ge. neralinspektors bilden die Reichsautobahnen. Die Planungsarbeiten des abgelaufenen Jahres haben gezeigt, dass alle Arbeiten an den Reichsautobahnen ihren Ausgang von einem ca. 700 km langen Grundnetz nehmen. Bis zum Juli 1934 sind der «Gesellschaft Reichsautobahnen» 1600 km zum Bau freigegeben worden und gleichzeitig stehen die Vor- ACHTUNG! Sport-Cabriolet Infolge vorgerückter Saison wird ein fabrikneues, ungebrauchtes Amerikaner-Achtzylinder- erstklassige Marke, 20 PS, mit hochmoderner, sehr geräumiger Schweizerkarosserie, zu einem ganz bedeutend reduzierten Preis abgegeben mit Fabrikgarantie. Post lagerkarte 105, Zürich 16 Liquidations-Offerte! TALBOT 6 Zyl., 10 PS, Cond. int., 4plätzig, Koffer, 4 Geschwindigkeiten, Zentralschmierung, Schwingachse, neu, ungefähren. Eventuell Tausch. Offerten unter Chiffre 14535 an die 7055 Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen HUPMOBILE Modell 33, 32 000 km gefahren. Steuer und Versicherung bezahlt. Sehr schöne Limousine. 4/5 PL Zahlungserleichterung. Preis Fr. 4800.—. Offerten unter Chiffre 64834 an die Automobil-Revue. Bern. Telephon 24.1 G Fischhäuserstr. 22 ACHTUNG! 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Die Entwurfs- und Bauarbeiten sind derart geregelt, dass Das zweite Abkommen betrifft die Besteuerung der ausländischen Kraftfahrzeuge. Die anlässlich MEDIATOR 27 in den kommenden Jahren je 1000 bis 1500 km der europäischen Strassenverkehrskonferenz in Genf Autobahnen fertiggestellt werden können. 6-L.ampen-Superheterodyn getroffenen Abmachungen wurden von Belgien, mit Fading-Ausgleich, dynamischer Dänemark, Grossbritannien, Italien, Luxemburg, Ferner skizziert der Bericht auch die Organisation der «Gesellschaft Reichsautobahn», die in 15 Sprecher, neuer Montage „OCTODE SU Laut PER' Holland, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien, Tschechoslowakei und der Türkei unterzeichnet. Nachdem Dänemark, Portugal, Grossbritannien unterstellt sind, insgesamt 1800 Angestellte be- obersten Bauleitungen, denen 41 Bauabteilungen Noch nie hat ein Radio die gleichen Qualitäten zu einem ao geringen Preis in sich vereinigt. Um Sie davon zu .überzeugen, verlangen Sie von Ihrern nächsten und Belgien das Abkommen ratifiizert haben und schäftigt. Bis zum 15. Juli 1934 sind auf den Baustellen 38,600 Mann tätig gewesen. — Der Kosten. Konzessionär eine Vorführung. ihm auch noch Bulgarien beigetreten ist, trat es am 9. Mai 1933 in Kraft. Seither haben noch Luxemburg, Spanien, Italien, Schweden und Holland ihre nen Reichsmark angesetzt und die Belegschaften Voranschlag für das Jahr 1934 ist auf 300 Millio- Ratifikationsurkunden sowie Jugoslawien und Irland ihre Beitrittserklärungen beim Völkerbunds- Die Zahl der indirekt Beschäftigten ist ca. l,5mal sollen auf 80—100,000 Mann gesteigert werden. sekretariat hinterlegt. Das Abkommen regelt die so gross, so dass direkt und indirekt im nächsten gegenseitige Besteuerung wie folgt: Die in einem Berichtsjahre am Bau der Autobahnen 250,000 Zu verkaufen der vertragschliessenden Länder immatrikulierten Menschen beschäftigt werden können. Motorfahrzeuge, die vorübergehend auf dem Gebiete Eine organisatorische Massnahme, die den allgemeinen Strassenbau betrifft, ist der Erlass des Schraubeneines anderen verkehren, sind für einen oder mehrere Aufenthalte von zusammen 90 Tagen innerhalb Gesetzes über «Die einstweilige Neuregelung des Ventilator eines Jahres von der Bezahlung der Steuern oder Strassenwesens und der Strassenverwaltung ». Es Abgaben befreit, die den Verkehr oder das Halten für Spritzwerk etc., Hochleistungsanlage. Drehstr. trat am 26. März 1934 in Kraft und hat für die vpn Motorfahrzeugen belasten. Die Befreiung bezieht sich jedoch nicht auf Verbrauchssteuern oder Lösung der Hauptaufgabe zu sorgen, im allgemeinen Strassenbau eine einheitliche Ordnung zu En gro>: J. RENAUD&Co., A.-G.. Neuenburg 380 V., 50 Per., 450 mm MEDIATOR „Ihr Führer im Aether" -abgaben. Von der Steuerbefreiung sind ausgenommen Fahrzeuge, die gegen Entgelt der Personenbe- Generalvertreter für die Schweiz: Tel. 4.15 Flügeldurchm., 930 T. p. schaffen. Dieses Gesetz sieht auch eine Neueinteiung der deutschen Strassen vor. Der Jahresbericht Vi PS. Anlage zum Ein- Min., Leist. 85 m 3 p. Min. förderung dienen, ebenso Motorfahrzeuge, die mit oder ohne Entgelt für den Gütertransport verwendet werden. Verweilt das ausländische Motorfahr- :eigt auch die verschiedenen Quellen der Geldbeschaffung für den gesamten Strassenbau in Deutsch- K. Piana, Auto-Spritzmauern. Preis Fr. 160.—. zeug länger als 90 Tage auf dem Gebiet eines Vertragstaates, so sollen bei der Berechnung von mark laufender Arbeiten der Wegunterhaltungs- CHEVROLET land. Im Jahre 1933 wurden für 160 MU1. Reichswerk, Wil (St. G.). 64823 Autofriedhof Steuern und Abgaben für den Teil des Aufenthaltes, pflichtigen aus Automobilsteuern bestritten. Zur der die Befreiungsfrist überschreitet, die ausländischen Motorfahrzeuge nicht schlechter behandelt ders in den Wintermonaten 1933/34 hat der Gene- Aufrechterhaltung des Beschäftigungsgrades, beson- Original-Ersatzteile werden als diejenigen, die im Gebiet immatrikuliert ralinspektor noch ein nachträgliches Darlehen von Zu verkaufen an zahlungsfähigen Fachmann, sind, in welchen die Steuern erhoben werden. Desgleichen soll mit bezug auf Wege- und Brücken- Staat, trotz Ablösung der Steuern auf Altwagen, 55 Mill. RM. erhalten. Für 1934 werden dem liefert für alle Modelle Automechaniker oder Kaufmann Industriegelder und andere am Orte selbst zu bezahlende Abgaben die Behandlung der ausländischen Motorsen. Das Reich, das als Uebergangsregelung die orteiihaft und prompt grosse Lagerräume Traktor noch 115 Mill. MR. aus Automobilsteuern zuflies- mit 35 Ar Parkplatz. Preis nur 25 000 Fr. An Zahlung würde eventuell noch neuerer 2—3-Tonnenfahrzeuge nicht weniger vorteilhaft sein als die der Kosten für die Fernverkehrsstrassen selbst übernommen hat, stellt aber noch so beträchtliche Miteinheimischen. Nach dem Zusatzprotokoll, das ab reichhaltigem Lager CAMI0N oder 5-Tonnen-KIPPER genommen. Objekt »International' gleiche Rechtskraft besitzt wie das Abkommen tel zur Verfügung, dass die Strassenbauraittel, die bietet auch für Kapitalist sichere Anlage, da Liegenschaft gut verzinst wird. , gelegentlich zu ver- 6elbst, ist es der Schweiz gestattet, das von ihr gegenwärtig angewandte System der Besteuerung der noch einen höheren Betrag erreichen werden. Nach FRAN7 A -fi 7ÜDinH Offerten unter Chiffre 64788 an die kaufen, bei 1933 255 Millionen Reichsmark betrugen, für 1934 ausländischen Motorfahrzeuge nach einem ununterbrochenen Aufenthalt von 90 Tagen weiterzuführen. Massgabe des Arbeitsprogrammes sollen bei 200 Arbeitstagen pro Jahr auf Baustellen 82,500 und in adenerstr.3T3, Telephon52.607 Automobil-Revue, Bern. ieferwerken 94,000 Arbeiter, also insgesamt 176,500 Gebr. Stucky, Freiburg Um der Steuerbefreiung teilhaftig zu werden, Personen beschäftigt werden. Tel. 800. jnuss das Motorfahrzeug mit einem internationalen Steuerausweis versehen sein. Dieser ist von tors wird im Jahresbericht die Strassenbaufor- Als weiteres Tätigkeitsgebiet des Generalinspek- der zuständigen Behörde des Immatrikulationslandes oder von einer durch diese bestimmten Ver- Günstige Gelegenheit! schung bezeichnet. Diese umfasst eine Arbeitsgemeinschaft, der auch amerikanische und schwedische Experten sowie Vertreter von Wissenschaft, Zu verkaufen schöne International -Traktor einigung auszustellen. Der Ausweis ist bei der Ein- und Ausreise den Grenzzollämtern zur Visierung vorzulegen. Der Steuerausweis ist ein Jahr Wirtschaft und Industrie angehören. 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