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E_1934_Zeitung_Nr.080

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Rumänien. Das

Rumänien. Das Königreich wird durch einen rechtwinkligen Gebirgszug, der von den Transsylvanischen Alpen und den Ausläufern der Karpathen gebildet wird, in zwei Teile zerschnitten; 15 landschaftlich prächtige Passstrassen führen über dieses Gebirge und verbinden so Siebenbürgen mit der Walachei, der Dobrudscha und der Moldau. Landschaftlich stehen diese Strassen den Alpenstrassen nur wenig nach, und sie sind es wert, ihretwegen das Land aufzusuchen. Die mondänen Seebäder am Schwarzen Meer, ihnen voran Konstanza, lohnen sodann für die Strapazen der Reise. u ) Jugoslawien. Das Dorado der Autotouristik in Jugoslawien ist naturgemäss das herrliche Küstengebiet Dalmatiens. Verschiedene Gebirgszüge, so vor allem das Velebit-Gebirge, ermöglichen es, sich auf gutausgebauten Strassen von den Ufern der blauen Adria bis in beträchtliche Höhen zu erheben und so einzigartige Ausblicke auf die zerklüftete Küste, die Unzahl der vorgelagerten Felseninseln, die fjordartig tief in das Land eingeschnittenen Meereszungen und gegen das Landesinnere über eine imposante Karstlandschaft zu geniessen. Insbesondere handelt es sich um folgende Strassenzüge: Zutalokva-Zengg i(Senj), Otocac-Jablanac, Gospic-Karlobag und Udbina-Obrovac-Benkovac-Sebenico. Vorher soll man übrigens unbedingt das einzigartige Naturwunder der Plitwitzer Seen besuchen. Man gelangt dann aus einer üppigen Vegetation durch dichten Buchenwald in das Karstgebiet und an das Meer. Weiter südwärts sind zu erwähnen: die Schlucht bei OmiS, durch die die Strasse führt; der Wasserfall und das Canon-artige Tal bei Zadvorje (an der Strasse nach Metkovic); die herrliche Höhen- und Uferstrasse nach Ragusa (Dubrovnik); die einzigartige Bocche di Cattaro (Kotor), dem schönsten dalmatinischen Fjord; die berühmte Lovcenstrasse mit ihren unvergleichlichen Ausblicken auf die Bocche und das Meer. Wer nicht ein Stück nach Albanien fahren will, muss wenigstens nach Cetinje und weiter nach Rijeka, von wo man einen prächtigen Blick auf den Skutarisee geniesst! fahren. Für die Rückfahrt von Cetinje sei an *) Spezialkarte von Rumänien im Massstab 1 :1 500 000 im Verlag Hallwag, B'ern. Restaurant Roxy-Bar Rebgasse-Müllerstrasse Zürich 4 Das gediegene Restaurant Weinspezialitäten, Grill-Küche Die BAR mit bescheidenen Preisen macht alt und beschwert das Leben. Also rechtzeitig beseitigen, und zwar für immer. Machen Sie eine Kur mit Dr. Weinreichs; Schlankheitstee LEOBAL. AuchdieFilmstarsinHollywood nehmen diesen Tee. Kurpackung Fr. 8.-, Vi Kurpackung Fr. 4.25; Wochenprobe Fr. 1.50. In allen Apotheken oder durch die Herstell.: L6wen-Apotheke, Basel, wo auch Gratisprobe bei Einsen* dun? dieses Inseraces erhältlich Ut. IV AFFEN Munition für Jagd, Sport und Vetteidigans W. Glaser Löwenstr. 42, Zürich 1 Gr. Spezial- Geschäft der Schweiz. Beste Referenzen 1 i Jubiläumskatalog Nr. 59 von 200 Seiten mit 1200 Abbildungen geg. Fr. 1.- in Marken) üRiCH L0FWENSTR.51 Stelle der Strasse über den Lovcen jene über Budva empfohlen. — Dieses Gebiet befährt man am besten im Herbst. — Weitere Anziehungspunkte Jugoslawiens sind Bosnien und die Herzegowina infolge des noch immer ausgeprägt orientalischen Lebens der Bevölkerung. (Schhiss folgt) Herbstfahrten im Tessin Eine eindrucksvolle Fahrt lässt sich von Locarno aus dem See entlang nach Pallanza und Stresa unternehmen. Die gut ausgebaute Strasse, die mit wenig Steigung in vielen Windungen dem Seeufer folgt, führt von Locarno erst über Solduno und die neue Maggiabrücke nach A s c o n a und durch felsige Partien, immer dicht dem See entlang, auf prachtvoll erweiterter, moderner Strasse nach Brissago. Dann folgt der italienische Zoll (auf der Valmarabrücke) und weiter geht die Fahrt über Cannobio, Intra und um die Punta Castagnola herum nach dem herrlich gelegenen Pallanza und Stresa, von wo aus man die schönen Borromäischen Inseln besuchen sollte. Die berühmteste der Borromänisehen Inseln ist die Isola Bella mit dem grossartigen Schloss und dem herrlichen, im italienischen Stil des 17 Jahrhunderts angelegten Garten, dessen zehn Terrassen 32 m hoch aufsteigen (wundervolle Aussicht) und dessen südliche Vegetation ein kleines Paradies hervorzaubert. Kamelien, Oleander, Zitronen, Orangen, Magnolien, Lorbeer, Zedern, Palmen gedeihen hier in üppigster Fülle. Westlich der Isola Bella liegt die Fischerinsel Isola Superiore oder dei Pescatori (ein Fischerdorf) und nördlich die Isola Madre (ebenfalls im Besitz der Grafen Borromeo) mit Parkanlagen im englischen Stil, die an verschwenderischem Pflanzenreichtum die Isola Bella noch übertreffen. Das Südufer des Sees umsäumen herrliche Landsitze der italienischen Aristokratie. * Die jenseitige Uferstrasse, die über Vira und Gerra nach Luino und Laveno führt, ist landschaftlich sehr schön, aber nur in mittelmässigem Zustande. Bei Vira zweigt eine prächtige Höhenstrasse nach Indemini ab, schmal, kurvenreich, teilweise steil — ein sehr abgelegenes, aber «ehr interessantes Gebiet. Von B e 11 i n z o n a führt die grossartig ausgebaute Strasse (Betonstrasse) über den Monte Ceneri nach Lugano. Prachtvoller Blick hinunter auf den Piano di Magadino und den Lago Maggiore, hinauf zum Tamaro, zur Cima di Medeglia und zu den Verzascabergen. Auch von Lugano aus lassen sich sehr schöne Tagestouren ausführen. So von Taverne links nach Ponte Capriasca (in der Kirche sehr gute, alte Kopie nach Leonardo da Vinci's Abendmahl), dann nach Tesserete (Postauto nach Bidogno) und durch das Cassaratal wieder nach Lugano. Nicht unterlassen werden soll eine Rundfahrt um den San Salvatore: Lugano, Melide, Morcote, Figino, Lugano. Zu empfehlen ist auch ein Abstecher von Lugano nach Mendrisio-Ligornetto (Besichtigung des der AUTOMOBIL-REVUE 1934 - Schweiz gehörenden Museums Vicenzo Vela) oder über Agno und Magliaso nach dem schweizerischitalienischen Grenzort Ponte Tresa. Die landschaftlich prächtige Strasse nach Mendrisio führt dem 'San Salvatore und dem See entlang leicht ansteigend nach Melide, überquert auf dem Fahrdainm den See und verläuft mit herrlichen Ausblicken durch entzückende Uferlandschaften über Capolago durch das pittoreske Mendrisio zum Grenzort Chiasso und von dort über hügeliges Terrain zum industriereichen Como. Be. Kleine Notizen Dahlien... Neben Rosen und Nelken hat eich die Dahlie in den letzten Jahrzehnten einen ersten Platz in uneern Gärten erobert. Gewiss, nicht zu Unrecht, sind doch aus den wenigen von den mexikanischen Bergtälern eingeführten Arten eine kaum übersichtliche Fülle herrlicher Formen und Farbenbastarde herausgezüchtet worden, so dass sicher für jeden Geschmack etwas Passendes vorhanden ist. Doch nicht nur formen- und farbenschön sind diese Dahlien, sondern auch früh- und reichblühend, anspruchslos, in jedem Boden leicht gedeihend. Hatte man unsere alten Dahlien « Sauserblumen » genannt, weil die Blüte in die Zeit der Weinernte fiel und die damals meist kugeligen Blumen zur Schmückung der Weintransporte verwendet wurden, so blühen die neuen Züchtungen mit teilweisen Riesenblumen bis zu 30 cm Durchmesser schon von Juli ab, bis der erste Frost der Blumenpracht ein Ende macht. Wer sich ein rechtes Bild von der Mannigfaltigkeit dieser Blumengattung machen will, der versäume nicht, die weit über unsere Landeserenzen hinaus bekannte Dahlien-Ausstellung in Unterengstringen zu besuchen. In einem ca. 3 Jucharten umfassenden wohlgepflegten Ausstellungsarten finden wir herrliche Farbenbeete und Sortimentspflanzungen von ca. 1400 verschiedenen Sorten. Von der zierlichen 40—50 cm hohen Mignondahlie in ganzen Beeten an ist da alles vertreten, was die Gärtnar aller Länder in mühsamem Züchterfleiss hervogabracht haben, daneben in einer kleinen Ecke auch die bescheidenen 'Stammsorten, die vor bald 150 Jahren in Europa eingeführt wurden. Dem Liebhaber von Kakteen winkt auch eine herrliche Sammlun dieser eigenartigen Pflanzenkinder südamerikanischer und mexikanischer Herkunft. Die ausgedehnten gärtnerischen Anlagen bieten auch viel Sehenswertes in Rosen, Obstbäumen, seltenen Ziergehölzen, Felsenpflanzen usw. Unterengstringen liegt 8 km vom Zentrum Zürichs entfernt am rechten Limmatufer und ist von der Station Schlieren in 15 Minuten zu Fuss oder in 5 Minuten mit Autobus erreichbar. Ebenso leicht von Zürich aus mit Tram bis Höngg oder Schlieren, von beiden Orten führen städtische Autobusverbindungen in wenigen Minuten zum Ziele. Mit dem Auto ist man im Nu von Zürich aus in diesem hübschen Limmatort. Die Ausstellung ist täglich, auch Sonntags, den ganzen Tag geöffnet und dauert bis Mitte Oktober. Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich In O. R. Wagners CHTouring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C.S. A.C.S. Hotel Reber am See T.C.S. Idealer Ferienaufenthalt. Grosser Park. Moderner Komfort. Weekend-Arrangements. Zeitgemässe Preise. Strandbad. Garage, Boxen, Service. Tel. 623. C. A. REBER. LUGANO A n o TOP beim Bahnhot. Herrliche Aussicht auf den See. Umgeben . b.O. I.O.O. von Palmengärten. Fliess. Wasser. Litt. Garage, Boxen, lankstelle. PensionabFr.il.—. Zimmer ab Fr. 4.—. Restaurant. Jahresbetrieb. Gleiches Haus : ERIKA-SCHWEIZERKOF. Zimmer ab Fr.3.-. Pension ab Fr. 10.-. AuüerAusf lugsziele aus derMnelschweizj Humor « So, Alois, nun zeige mir den Verkäufer, der dir diesen Anzug angedreht hat! > Besser ausgedrückt: « Der hei Ihnen wohnende Schriftsteller Huber hat angeblich unter dem Druck djer Verhältnisse zu leiden? > — « Nein, eher unter dem Nichtdruck. » Zürich ca-250 m vom H'bahnhof Zürcher Wochenprogramm Stadttheater Aben(Js 8 m»*. Sonntag nachmittags 3 Uhr. Di. abend 2. Okt. De Schützekönig (gespielt vom Dramatischen Verein Zürich). Mi. abend 3. Okt. Die tanzende Stadt (A-Ab. 3). Du. abend 4. Okt. 7 Uhr- Geschl. Vorstellung für die Töchterschule: Zauberflöte. Fr. abend 5. Okt. "1% Uhr: Der Rosenkavalier (A- Ab. 3), Oper von Rieh. Strauss. Sa. abend 6. Okt. Die tanzende Stadt. So. nachm. 7. Okt. Der fidele Bauer, Operette von Leo Fall. So. abend 7. Okt. Entführung aus dem Serall, Oper von W. A. Mozart. Mo. abend 8. Okt. 1. Ballett-Abend, Choreographie: Mlakar. Schauspiel hclUS -Abends 8K Uhr, Sonntag nachm. 3% Uhr. Di. abend 2. Okt. Oeirausch, Amerikanische Komödie von Larnc. Mi. abend 3. Okt. 8Uhr- Wilhelm Teil (Teil: Biberti). Do. abend 4. Okt. Die Nacht vor dem Ultimo. Fr. abend 5. Okt. Oeirausch. Sa. abend 6. Okt. Premiere: Das kleine Kaffee, ein wienerisches Lustspiel mit Musik von Ralph Benatzky, m. Max Hansen a. G. So. nachm. 7. Okt. 3 Uhr: Die Nacht vor dem Ultimo, Sa. abend 7. Okt. Die Nacht vor dem Ultimo. b. Bellevueplatz Die drei Stimmungskanonen: Dicker — Burian — Maiersky. Penison Seequai $$%$£" 6 Bekanntes Familienhaus See. Massige Preise bei Tanzinstitut Anitra _ , i_ i_ ..MH+I 7lmmnrn C geg. d. Theater am bester Verpflegung. Tel. 26.748. Frau A. Hawelska. Tango-Club jeden Mittwoch 20 Uhr. Tanz-Abende: Samstag u. Sonntag 20 Tanzvorführungen. No 80 Uhr. lelephon Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C.S. Restaurant FROHSINN empfiehlt sich bestens. Reelle Getränke. Feldschlösschenbier. Gute t> ürgerliche Küche. Bescheid. Preise. Guter Parkplatz. Tel. 44.34. Farn. Qautschi-Jordl. Restaurant BAHNHOF Anerkannt gute Küche u. Ia. Keller. Frdl. Lokalitäten. Massige Preise. Auto-Park. Den Herren Automobilisten empfiehlt sich höflich Tel.73.455. E.Jenny-Pauli, K'chef. MALTEES Gasthaus Klösterli Beliebtes Ausflugsziel an der Entlebucher-Route. Historische Freischarenstube mit Geschosseinschlägen aus dem Freischarenkrieg 1845. Bekannt für gut geführte Küche und reelle Weine. Sie werden mit Preis und Bedienung zufrieden sein-und wiederkommen. Tel. 15. NIKLAUS WEIBEL, Besitzer. Automobilisten sind gute Kunden! Gewinnen Sie dieselben durch den Autler-Feierabend Beatengasse 15 Sie grösste und schönste von Zürich. Roter Ochsen weinpiatz Parkplatz — Butterküche. Propr. H. Broder-Huwyler. Rest. 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N°80 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 11 Stfiuassen Prageistrasse. Wie man uns aus schwyzerischen Verkehrskreisen berichtet, sind der Bezirksrat Schwyz und der Gemeinderat Muotathal bei der Regierung des Kanton Schwyz vorstellig geworden mit dem Begehren, es seien unverzüglich und mit allem Nachdruck bei den zuständigen eidgenössischen Behörden die nötigen Schritte zu unternehmen zwecks Aufnahme der Pragelstrasse in das eidgenössische Arbeitsbeschaffungsprogramm. Hiezu einige interessante Einzelheiten. Heute bestehen zwei fertige Pragelstrassenprojekte mit detaillierten Plänen : das sogenannte grosse Pragelstrassenprojekt und das sogenannte kleine oder Oüterstrassenprojekt. Letzteres sieht eine für den Autoverkehr wenn auch nicht ideale, so doch nicht ungeeignete Strassenverbindung vor, die sich sukzessive zur grossen Pragelstrasse ausbauen Hesse. Nach diesem Projekt ist die fahrbare Strassenbreite durchgehend auf 3 m 60 festgelegt. Pro Strassenkilometer sind 3—4 Ausweichstellen vorgesehen. An den schneereichsten Stellen .der projektierten Strasse käme diese sonnseits zu liegen, was auf eine frühe Oeffnung im Frühjahr nicht ohne Einfluss sein könnte. Von Muotathal bis Alp Bergen besteht bereits eine schmale Fahrstrasse. Diese 5,7 km lange Strecke würde nach dem kleinen Projekt mit einem Kostenaufwand von 245,000 Franken durchgehend erweitert und teilweise verlegt, um den Anforderungen des Autoverkehrs zu genügen. Keine Strasse besteht heute noch von Bergen bis Richisau. Hier müsste auf eine Länge von zirka 8 km eine vollständige Neuanlage geschaffen werden. Nach dem kleinen Projekt würden sich die Kosten hiefür von Bergen bis Pragelpasshöhe (3,4 km) auf 200,000 Fr., von Pragelpasshöhe über Schwellaui nach Richisau (ca. 5 km) auf 405,000 Fr. belaufen. Der totale Kostenvoranschlag des kleinen Projektes beträgt somit 850,000 Fr. Bezirksrat Schwyz und Gemeinderat Muotathal sind sicherlich Interpreten des Willens nicht nur der Schwyzer und Glarner, sondern auch weiterer Volkskreise, wenn sie sich mit aller Tatkraft für die Verwirklichung des Pragelstrassenprojektes einsetzen und den Regierungsrat des Kantons Schwyz angelegentlichst ersucht haben, seinerseits bei den zuständigen Bundesbehörden ohne Zögern und mit allem Nachdruck für die Aufnahme, sei es nun des grossen oder kleinen Pragelstrassenprojektes m das eidg. Arbeitsbeschaffungsprogramm hinzuwirken. Die militärische Bedeutung dieser Anlage und die Wichtigkeit des Prageis für den Fremden- und Durchgangsverkehr, sowie der Umstand, dass mit dieser Baute der Bergbevölkerang wie auch Arbeitslosen praktische Hilfe zu teil würde und der Entvölkerung langgestreckter Bergtäler gesteuert werden könnte, rechtfertigen sicherlich die geplanten Ausgaben, Wenigstens sollte bei -der heutigen Sachlage das Güterstrassetiprojekt ausgeführt werden. Eventuell Hesse sich auch das heute fehlende Strassenstück Bergen-Richisau bereits auf 6 m Breite, bezw. nach den Plänen d"es grossen Projektes anlegen. Sollte dies aber nicht verwirklicht werden können, so wäre immerhin schon mit der sogenannten kleinen Prageistrasse sehr viel erreicht. Die Alpenstrasseninitiative würde das ihre dazu beitragen, dass wir mit der Zeit doch noch in den Besitz der grossen Prageistrasse gelangen könnten, r. Touvismus Herbstfahrten über dte Alpenstrassen. Als bevorzugte Jahreszeit für Passfahrten gilt im allgeminen der Sommer. Weniger bekannt dürfte jedoch sein, dass auch der Herbst sich zu Fahrten in der Hochgebirgswelt ausgezeichnet eignet. Es ist von besonderem Reiz, in sonniger Höhe zu sein, wenn das Mittelland in dichtem Herbstnebel steckt und von keinem Sonnenstrahl berührt wird. Dann weiss man umso mehr die Wärme der Herbstsonne und das Leuchten der schon schneebedeckten Firne zu schätzen. Die Strassen sind nicht mehr so belebt wie im Hochsommer und man kann deshalb der Natur vermehrte Beachtung schenken. Was jedoch viele von Alpenherbstfahrten abhält, das ist die Furcht vor eingeschneiten Pässen. Hierzu darf aber aus jahrelanger Erfahrung gesagt werden, dass in der Regel noch alle Pässe bis Mitte Oktober schneefrei sind, je nach der Witterung sogar bis Ende Oktober. Später allerdings sind dann die höhern Pässe nicht mehr passierbar, aber gleichwohl lassen sich auch im November noch interessante Passfahrten ausführen; denn Pässe wir Brünig, Jaun, Pillon, Simplon, Morgins sind meistens auch noch im November befahrbar, abgesehen vom Julier und Maloia, die ja ohnehin ganzjährig passierbar sind. Es liegt jedoch in der Art der Jahreszeit, dass man sich für eine Fahrt im Herbst auch etwas anders vorbereiten muss als für eine Fährt im Sommer. Vor allem ist darauf zu achten, dass man warme Kleider sowie Handschuhe und Schutzbrille bei sich hat. Ferner um gegen alle Eventualitäten gewappnet zu sein empfiehlt es sich, Schneeketten und einen Spaten mitzunehmen. Auch verwendet man mit Vorteil Winteröl und giht dem Kühlwasser etwas Gefrierschutzmittel bei, so dass dem Wasser auch Temperaturen unter 0 Qrad nichts anhaben können. So ausgerüstet, werden Herbstalpenfahrten für jeden ein grosses Vergnügen bedeuten und tiefe Eindrücke vermitteln. lz. L.==T< Verkehrsdebatte Im Berner Stadtrat. Der Berner Stadtrat befasste sich anlässlich der Behandlung des Abschnittes «Polizeidirektion > des Verwaltungsberichtes pro 1933 mit einer damit im Zusammenhang eingereichten Interpellation von Stadtrat Dr. Friedli. Der Interpellant fragt darin den Gemeinderat an, was er vorzukehren gedenke, um die zahlreichen, oft schweren Strassenverkehrsunfälle in der Stadt Bern wirksamer bekämpfen zu können. In der Begründung verwies der Interpellant darauf, dass die meisten Strassenverkehrsunfälle auf unvorsichtige und rücksichtslose 'Strassenbenützer (die Fussgänger eingeschlossen) zurückzuführen sind. Die grosse Vermehrung der Unfälle, die der Interpellant anhand eines reichhaltigen Zahlenmaterials nachwies, mahnt zum Aufsehen. Man sollte gegen brutale Missachtung der elementarsten Verkehrsvorschriften mit aller Rücksichtslosigkeit vorgehen. Im Anschlußs daran meldete sich noch eine ganze Reihe Redner zum Wort, die man aus Zeitgründen nicht alle berücksichtigen konnte. Im allgemeinen pflichteten diese den Ausführungen des Interpellanten bei und begründeten ihre Ansichten auf mehr oder weniger gleiche Art. Stadtrat Brönnimann wies diesen gegenüber darauf hin, dass öfters das undisziplinierte Verhalten der Fussgänger schwere Verkehrsunfälle heraufbeschwöre. Im Namen der freisinnigen Fraktion des Stadtrates reichte Dr. La Nicca ein Postulat ein, worin der Gemeinderat ersucht wird, beim eidg. Justiz- und Polizei-Departement vorstellig zu werden, um auf eine Revision der Ausführungsbestimmungen zum geltenden MFG. zu dringen, «im Sinne der Garantierung eines besseren Schutzes der Strassenbenützer, insbesondere: 1. durch Festsetzung angemessener Höchstgeschwindigkeiten; 2. durch Uebertragung vermehrter Kompetenzen auf die grösseren Gemeinden zum Zweck einer wirksameren Regelung des Motorfahrzeug- und Fahrradverkehrs. » Gemeinderat Dr. Freimüller, Vorsteher der städt. Polizoidirektion, antwortete auf die verschiedenen Klagen und wies vorerst auf die Wichtigkeit eines disziplinierten Verhaltens sowohl der Fussgänger we der Fahrzeuglenker hin. In der 'Stadt Bern wirken die Behörden sehr viel in dieser Richtung. Vor allem die Schulkinder werden regelmässig mit den Vorsichtsmassregeln .vertraut gemacht. Seit dem neuen Gesetz über die Motorfahrzeuge ist man in den Anzeigen von fehlbaren Fahrern bedeutend strenger geworden. Aber auch die Gerichte sollten gegen rücksichtslose Fahrer strenfere Strafen aussprechen. Die Forderung auf Wiedereinführung der Höchstgeschwindigkeiten-ist bereits im Nationalrat .(Motion Nietlispach) erhoben worden; es bleibt nun abzuwarten, ob ihr dort stattgegeben wird. Im übrigen werden die städtischen Behörden nach wie vor alles tun, um den Unfallgefahren zu begegnen. Äc. VerUehr Autobusbetrieb der Stadt Wlnterthur. Im Monat August wurden 38.733 (39.659) Personen befördert, was für die ersten acht Monate des laufenden Jahres eine Gesamtbeförderungsziffer von 330.770 (327.094) Personen ergibt. Die aus dem Personenverkehr resultierenden Einnahmen werden pro August mit .Fr. 6678.— (6934.40) ausgewiesen. In den ersten acht Monaten des laufenden Jah- Tes ergibt sich ein Total von Fr. 56.449.— (56.752.—) und ein Ueberschuss der Betriebseinnahmen von Fr. 2900.— (2400.—). Autobusbetrieb der Stadt Schaffhausen. Im Monat August wurden 48.965 (50.669) Personen befördert oder vom Januar bis Ende August 383.344 (385.762). Die daraus resultierenden Einnahmen ergeben den Betrag von Fr. 11.085.— (11.560.—). Für die ersten acht Monate wurden aus dem Personenverkehr Fr. 85.340.— (85.733.—) vereinnahmt. Die Mehrausgaben belaufen sich bis anhin auf Fr. 17.346.— (22.681.—). T. C. S. Sonntagsdienst. Der T. C. S. teilt den Automobilisten im allgemeinen und seinen Mitgliedern im besondern mit, dass der ständige Sonntagsdienst, welcher diese Saison auf dem Generalsekretariat, Rue Pierre Fatio 9, in Genf, organisiert und durchgeführt wurde, bis zum nächsten Jahre eingestellt bleibt. Der T. G. S. ladet die Interessenten ein, sich die notwendigen Zolldokumente, Ausweise und Touristenmaterialien während den Werktagen zu beschaffen. Die Bureaux bleiben jeweils Samstags bis 16 Uhr geöffnet. Autosektion St. Gallen-Appenzell. ORTSGRUPPE ST. GALLEN-STADT. Neben eportlichen Anlässen zu arrangieren unterlässt es unser rühriger Vorstand nicht, gelegentlich auch einmal die Mitglieder einzuladen zu einer Exkursion, die den Teilnehmern Aufklärung gibt über die grossen Errungenschaften der heutigen Technik und den hohen Stand der Wissenschaft. Am letzten Samstagnachmittag galt der Besuch der bekannten Bierbrauerei Stocken in St. Gallen- Bruggen. Es war nicht zu verwundern, daee dieser Einladung sehr zahlreich nachgelebt wurde. Die Herren Walser Hessen es sich aber auch nicht nehmen, die Gäste in geteilten Gruppen selbst durch das schmucke Etablissement zu führen und in leichtfasslicher Art Aufklärung zu geben über das Geschehen in der hohen Bierbrauerkunst. Während dem anderthalbstündigen Durchgang durch die blitzblanksauberen Fabrikgebäude zeigte es sich, wie alle Maschinen und mächtigen Brauerei-Gefässe, sowie die zahlreichen Fabrikations-Utensilien aller Art, dieser Bierbrauerei im heutigen hohen Stand der Technik verkörpert sind, und mancher Laut der Verwunderung wurde gehört. Aber auch leise Angststöese glaubte man zu vernehmen, als wir durch endlose geheime Gänge und Stuben fa«t 20 Meter tief unter der Erde in den Bierkühl- und Lagerräumen landeten. Da wäre für eine kleine Gemeinde bei Gasangriffen durch Luftstreitkräfte die Schutzunterstände schon geschaffen und das vorhanden edle Nass könnte nur zur Stärkung beitragen. Si wurden wir bis zum Schlüsse in viele Geheimnisse des Bierbrauens eingeführt, wobei es sich beim nachfolgenden durch den Brauereibesitzer gespendeten zünftigen Vesper neuerdings zeigte, welch köstliches Getränk hier geschaffen wird. Die zahlreichen Gäste Hessen es sich auch wohl schmecken und widmeten sich in gegenseitigem fleissigem Zutrinken die herrlichen hoch über den Glasrändern aufsteigenden « Bierblümchen > Zum Schlüsse dankte in ausgewählten Worten Herr Präsident Gross dem Gastgeber für all das Gebotene. Die Bierbrauerei «Stocken» besteht seit 1784 und ist seit genau 100 Jahren im Besitze der Familie Walser, die auch durch die soziale Fürsorge für ihre Angestellten hohes Ansehen geniesst. Aber au6h in sportlicher Hinsicht wird hier der Tribut gezollt, und es komm nicht von ungefähr, dass Frau Walser Mitgründerin und Erstpräsidentin des Damen-Automobil-Club der Kantone 'St. Gallen-Appenzell ist, der sich unter ihrer umsichtigen Leitung besten Gedeihens erfreut So nahm auch diese lehrreiche Exkursion ein ungetrübtes Ende und sei auch hier dem geschätzten Gastgeber sowie dem Vorstande für seine Vermittlung bestens gedankt. fe. *. c. s. SEKTION BERN. Der Tanzabend, der sich eines stets wachsenden Besuches erfreute, fällt dieses Jahr auf den 1. Dezember-Samstag. Die Propaganda-Kommission, unter deren Szepter der tänzerische Anlass durchgeführt wird, beabsichtigt, den Tanzabend so auszugestalten, dass nicht nur die Choreographie, sondern auch die Unterhaltung der Nichttänzer gepflegt wird. Das wird auch automatisch zu einer Vereinfachung des gesellschaftlichen Programmes der Sektion führen, indem ein zweiter Anlass, wie es bisher der Clubball gewesen ist, hinfällig wird. Da sich bei früheren Tanzabenden das Lokal als viel zu klein erwiesen hat, ist diesmal die Wahl auf das Hotel «Bellevue-Palace» gefallen. Die ersten Voraussetzungen für einen ganz gediegenen Anlass sind somit gegeben und es unterliegt auch keinem Zweifel, dass die Propaganda-Kommission alle Hebel in Bewegung setzen wird, um dem nunmehr einzigen Tanzanlass der Sektion zu einem frohen Ausklang zu verhelfen, h. SEKTION ZÜRICH. Für den Monat Oktober stehen, da die Herbstfahrt in die Ircheigegend und nach dem Rafzer Feld wegen der frühen Traubenreife auf Ende September vorverlegt werden musste, keine Veranstaltungen auf dem Programm, abgesehen von den beiden Ski-Turnkursen, die am 25. September unter fachmännischer ^Leitung begonnen und die erfreuliche Beteiligung von 80 Teilnehmern gefunden haben. Das Winterprogramm wird am 15. November mit der Generalversammlung und dem traditionellen Martinimahl eingeleitet. Für die kommenden Monate sind verschiedene Veranstaltungen, wie Filmmatinees, Vortragsabende, Monatsversammlungen, Clubball etc., vorgesehen. Die Damenmitglieder führen am 4. Oktober eine Herbstfahrt ins Zürcher Oberland durch, wobei auf einer den Teilnehmerinnen erst bei der Abfahrt durch Itineraire bekanntgegebenen Route der nordöstliche Kantonsteil durchstreift wird. Um 16.30 Uhr findet man sich im Schloss Wülflingen zu einem bodenständigen Herbstzabig mit anschliessendem Jass- und Bridge-Hock. s. 1. Internationale Alpenwertungsfahrt für Motorfahrzeuge mit Ersatzbrennstoffen. Ruhetag in Mailand. 26. September 1934. Dieser sogenannte «Ruhetag» hatte folgendes Programm: 9 Uhr Sitzung der Kommissäre, 10 Uhr Empfang beim italienischen Touring-Club, 11 Uhr Empfand beim Reale Automobile Club d'Italia, 16 Uhr Besuch des Institutes für industrielle Chemie der Technischen Hochschule Mailand, und 18 Uhr Empfang im Palazzo Marino, d. h. im Rathaus. Dazu kamen noch eine Sitzung der Fahrtteilnehmer und der Kommissäre um 15 Uhr. Das war also unser Ruhetagl Bei jedem Empfang wurden die übliche Worte gesprochen, die Reden in üblicher Weise verdankt und beantwortet. Eine Ueberraschung bildete das festliche Mittagessen, das vom R. A. C. I. offeriert wurde. Sehr interessant war die Besichtigung der speziellen Abteilung der technischen Hochschule unter der Führung der Professoren Levi und Padovani. In einem durch Glaswolle gegen Schall abgedichteten Räume befinden sich ein amerikanischer Test- Motor für die Oktanzahlbestimmung und ein Bremsdynamometer mit einem Alfa-Romeo-Motor. Auf dem ersten Motor, der mit 900 T/min, arbeitet und elektrisch mit konstanter Leistung abgebremst wird, kann das Kompressionsverhältnis mit einer Kurbel geändert werden. Zuerst wird mit einem Gemisch von Isooktan 50% und Isoheptan 50% gearbeitet, und das Kompressionsverhältnis so lange geändert, bis der Motor klopft und das Messinstrument eine Oktanzahl von 50 zeigt. Dann wird umgeschaltet auf den zu untersuchenden Brennstoff und dessen Oktanzahl bestimmt. Das Messinstrument ist ein Springstabklopfindikator, das früher schon in der A. R. beschrieben wurde. Die Gleichstromimpulse werden auf einem Frequenzmesser übertragen oder können elektrolytisch eine Gasentwicklung erzeugen; die abgefangenen Gase sind dann ein Maßstab für die Oktanzahl, d. h. die Klopffestigkeit Brennstoffes. des Das Laboratorium macht auch Versuche mit Methangas, das in Italien als Erdgas in grösseren Mengen erzeugt werden kann. Es ergeben sich aber gewisse Schwierigkeiten mit der Luftbeimischung bei niedrigen Tourenzahlen, so dass auf Grund der Versuche die Hochschule selbst einen eigenen Vergaser entwickelt hat. Für die Aufnahme der Indikatordiagramme dient ein Kohlenstaubdruckindikator mit einem Oszillograph als Anzeigeinstrument; damit kann das Diagramm direkt beobachtet, phptoeraphiert oder kinematographiert werden. In einem anderen Saale befinden sich Hunderte von Apparaten; besondere Erwähnung verdienen die Einrichtungen für das Cracken von Oelen usw. zur Erzeugung von neuen Brennstoffen durch sehr hohen Druck (über 100 Atm.) und hohe Temperatur. Dem Empfange im Palazzo Marino, das heute nur noch repräsentativen Zwecken dient, folgte eine Besichtigung der kostbaren Gobelins und Gemälde; prachtvolle Sachen, die uns von früheren Kunstgenerationen erhalten blieben. 5. Fahrtag, Mllano-Trento, 210 km. 27. September 1934. Der Start erfolgt gleichzeitig für alle Fahrzeuge; ausserhalb des Parkplatzes werden diese gesammelt und in geschlossener Kolonne durch das Wirrwarr der Stadt Mailand geführt; ohne diese Führung hätte sich kaum ein Konkurrent, der nicht Mailänder ist, aus der Stadt herausgefunden. Auf der Landstrasse geht es im 100er Tempo durch die Po- Ebene, in Richtung Brescia. — In Salö erreichen wir die neue rechtsufrige Gardasee-Strasse; Tunnel reiht sich an Tunnel, bald verläuft die Strasse hoch in den Felsen, bald nahe dem blauen Wasser, eine Axenstrasse in lOOfacher Ausführung der Kunstbauten. Im wunderschön gelegenen Riva ist Mittagshalt; während die Lastwagen nach Trento weiterfahren, bleiben mehrere Personenwagen in Riva zurück, um noch länger das schöne Bild aus dem Garten des Hotels Sole auf den See und die Berge zu geniessen. In Trento ist der Parkplatz auf der Piazza d'Armi. Bald ist der gesamte höhere Stab der Garnison samt dem Präfekten da und lassen sich die Wirkungsweise der einzelnen Fahrzeuge erläutern. Es ist interessant, zu sehen, wie sehr sich die Italiener, vorab das Militär, für die Frage der Ersatzbrennstoffe interessieren. Wenn man denkt, wie Italien weder Kohlen- noch Oellager besitzt, so ist dieses Interesse sehr begreiflich. Spät können wir Kantonnement beziehen; das Fehlen eines Quartiermeisters macht sich auch hier unangenehm bemerkbar. Gapo. Touristik-Bulletin des A.C.S. I. Verkehrsvorschriften. Llnksufrige Bielerseestrasse: An den sogenannten Lasesonntagen, d. h. am 7., 14. und 21. Oktober 1934 darf auf deT Strassenstrecke Biel-Twann in der Zeit von 13.30—19.00 Uhr von den Motorfahrzeugen die Geschwindigkeit von 25 km. in der Stunde nicht überschritten werden. Das Ueberholen fahrender Motorfahrzeuge ist verboten; die 'Strasse ist in beiden Richtungen befahrbar. Frutigen-Adelbodenstrasse. Mit Regierungsratabeschhiss vom 20. Juli 1934 dürfen nun auf der Strasse Frutigen-Adelboden auch Lieferungswagen bis zu einem Gesamtgewicht von maximal 3,5 t zirkulieren. Auf besonderes Gesuch hin, erteilt dio kantonale Polizeidirektion in Bern die Bewilligung zum Befahren der Strasse auch mit schweren Motorfahrzeugen bis max. 11 t Gewicht und 2.10 m Maximalbreite. II. Alpenstrassen. Sämtliche schweizerischen Alpenstrassen sind! immer noch dem Fahrverkehr geöffnet. Da bei Witterungsumschlag mit Schneefällen in den Höhenlagen zu rechnen ist, empfiehlt sich die Mitnahme von Schneeketten. III. Schwelzerische Grenzzollämter. Ab 1. Oktober 1934 bis 31. März 1935 sind die reglementarischen Bureaustunden der schweizsrischen Grenzzollämter für den Motorfahrzeugverkehr wie folgt festgesetzt: 8—12 und 13—18 Uhr, sowohl an Werktagen wie an Sonn- und allgemeinen Feiertagen. Während dieser Tageszeit ein- oder ausroisende Personenautos werden bei sämtlichen Grenzzollämtern c-hne Erhebung einer Extra-Abfertigungsgebühr abgefertigt. Die Extra-Abfertigungsgebühr für Ausstellung oder Löschung eines Freipasses ausser den oben festgesetzten Abfertigungsstunden beträgt Fr. 5.— pro Wagen. Bei Abfertigung mit Triptyk oder Grenzpassierscheinheft,, sowie bei Löschung von provisorischen Eintrittskarten und bei blosser Anbringung des Visums wird keine Gebühr erhoben. Für die Löschung von provisorischen Ausfuhr-Freipässen (gültig zum einmaligen Aus- und Wiedereintritt) beträgt die Extra-Abfertigungsgebühr Fr. 1.—. IV. Ausfuhrbeschränkungen italienischer Valuta. Inskünftig dürfen Reisende italienischer oder einer anderen Nationalität, die aus Italien ausreisen, einen Betrag von höchstens 5000LireinBanknoten, Scheck, Bankanweisung oder in italienischen Titeln mitnehmen. Der vorgenannte Betrag gilt pro erwachsene Person; bei Familien wird dieser Betrag um die Zahl der Familienmitglieder (Kinder ausgeschlossen) vervielfacht. Wenn ein Reisender einen Betrag von mehr als 5000 Lire mit sich führt, so wird der Mehrbetrag 1 von den italienischen Zollbeamten eingezogen und zur Verfügung des Reisenden gehalten. Die Gewichtsbeschränkung von 5 Tonnen auf den! Schwyzer Strassen wird laut Mitteilung des Stras- ,enbauinspektorates des Kantons Schwyz lediglich nqch für die Strasse Schindellegi-Biberbrücke (infolge Abrutschung der Strasse ausserhalb Biberbrücke) und die Strasse Biberbrücke-Sattel (infolge Beschädigung des «Schwyzerbrüggli> und Strassen- Lbrütschunc oberhalb Sattel aufrechterhalten. « O Personelles. Aktiengesellschaft für Garageeinrichtung, Zürich. C. Düby ist aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden und dessen Unterschrift erloschen. Das bisherige Mitglied des Verwaltungsrates W. Fischer wurde zum Präsidenten gewählt. Neu in den Verwaltungsrat berufen wurde Frieda Huber, geb. Fischer, Zürich. Die Mitglieder des Verwaltungsrates eichnen kollektiv. Richard Gassmann, Garage, Basel. Inhaber der Firma ist R. Gassmann in Basel, Garagebetrieb, Reparaturwerkstätte und Handel in Automobilen. Domizil: Vogesenstrasse. Aria Automobllreifen-lmport A.-G., Zürich. Als weiteres Mitglied des Verwaltunprsrates mit Einzelunterschrift wurde E. Hasler, Kaufmann, Zürich, neu gewählt. Präsident des Verwaltungsrates ist das bisherige Mitglied M. Zigerli. Antoine Locatelli, Garage du Lac de Joux, Le Pont. Die Firma bezeichnet ihren Geschäftsbereich in Abänderung der bisherigen. Angaben'wie folgt: Handel in Automobilen, Vertretung von Fiat und Lancia unter der Firmenbezeichnung: Garage du Lac de Joux. Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer. — M. Bolliger. Telephon der Redaktion: 28 222 (Hallwag) . Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.