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E_1934_Zeitung_Nr.080

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LUFT FAHR IV.

LUFT FAHR IV. Schweizerischer Sportfliegertag in Bern. Am letzten Samstag und Sonntag fand m Bern das vierte schweizerische Sportfliegertreffen statt. Die vom Berner Aeroclub organisierte, unter dem Protektorat des Aeroclubs der Schweiz stehende Veranstaltung war von prächtigem Wetter begünstigt und gelang in allen Teilen vorzüglich. Obsehon sie hauptsächlich als interne fliegerische Angelegenheit aufgezogen war, hatte der .Flugplatz Belpmoos auch einen recht ansehnlichen Publikumsaufmarsch zu verzeichnen. Weit besser als an manchem bisherigen Meeting kam dann das Publikum auch auf seine Kosten. Die vielseitigen Konkurrenzen boten auch dem Laien mindestens so viel Interessantes, wie mancher grossaufgezogene Anlass der letzten Jahre, besonders da sie noch fast pausenlos aufeinanderfolgten. Im übrigen fehlte es auch nicht an Paradenummern, die einem internationalen Meeting wohl angestanden wären. So hatte man Gelegenheit, die schweizerischen Fliegeroffiziere Lt. Hörning und Oblt. Luginbühl so nebenbei Flugakrobatik vorführen zu sehen, wie sie in Bern bisher höchstens etwa von Udet überboten worden ist. Die beiden jungen Piloten, aufgehende ganz grosse Sterne am Fliegerhimmel, flogen dabei (zum erstenmal .') ein «Bücker-Jungmann»- und ein «Focke-Wulff-Stieglitz»-Flugzeug, die zu Demonstratiorisflügen aus Deutschland herübergekommen waren. Eine individuelle Glanzleistung, die das Publikum nicht weniger begeisterte und in Bewunderung erschauern Hess als die Leute vom Bau, war auch die Segelflugakrobatik von Lt. Gerber. Phantastisch die Wendigkeit, die der neueste Vogel der Berner Segelflieger, ein «Rhön-Bussard », unter seiner Führung an den Tag legte. Looping folgte auf Looping, einmal sechsfach hintereinander, ohne dass anscheinend an Höhe verloren ging. Dann wiederum bäumte sich die hauchzarte Libelle hoch oben am Himmel zu einem «Männchen» auf, blieb eine Sekunde hängen, glitt rückwärts hinunter, stellte sich auf den Kopf, um mit gewaltigem Schwung wieder in die Normalfluglage überzugehen. Einige rasante Spiralen dicht über den Köpfen der Zuschauer und eine traumhaft schöne, elegante Landung beendeten die prachtvollen Evolutionen. Und als Glanzleistung auf humoristischem Gebiet, die einmal statt der Halsmuskeln die Bauchmuskeln der Zuschauer bis fast zur Erschöpfung beanspruchte, führte Pilot Eberschweiler vor, wie Professor Bünzli fliegen lernte. Zur Teilnahme an den allgemeinen Konkurrenzen hatten sich an die 40 Sportflieger aus der ganzen Schweiz gemeldet. Unter dem ständigen Hin und Her der 22 anwesenden Sportflugzeuge und der Verkehrsmaschinen der Alpar, die ununterbrochen Passagierflüge vollführten, erwies sich der grosse Flugplatz oft fast als zu eng. Schon der Samstagnachmittag brachte mit der Ziellandungskonkurrenz und den Ausscheidungen zur Segelfliegerkonkurrenz Hochbetrieb. Die bei der Ziellandung im Durchschnitt aufgestellten Leistungen waren über alles Lob erhaben. Das Genauigkeitsfliegen am Sonntag, bei dem es auf möglichst scharfes Einhalten einer vorher ausprobierten Zeit und genaues Kurshalten ankam, ging über die Strecke Flugplatz, Gurten-Ostsignal, Belpberg-Chutzen, Bantigersignal, Gurten-Ostsignal, Belpberg-Chutzen, Flugplatz, so dass auch die Zuschauer immer mit den Konkurrenten im Kontakt blieben. Aus nächster Nähe konnte sodann am Sonntag nachmittag wieder der Ziellandungskonkurrenz der Segelflieger, der Segelflug-Geschicklichkeitskonkurrenz, dem Ballonrammen durch Pilot Glardon auf einer «Comper-Swift »-Maschine und den Sturzflugvorführungen der Focke-Wulff-Maschine — senkrechter Abwärtsflug aus 1000 Meter Höhe mit vollaufendem Motor — beigewohnt werden. In seinem Schlusswort bei der Preisverteilung wies der Präsident des Aeroclubs der Schweiz, Herr Oberst Messmer, auch auf die moralisch erfreuliche Seite der Veranstaltung hin, indem er darlegte, dass das Berner Sportfliegertreffen einer der wenigen Anlässe geblieben ist, bei dem jeder einzelne ohne Unterstützung durch Fabriken oder Interessengruppen sein Können zeigen kann, m. DIE RESULTATE Kategorie Sport. Genauigkeitswettflug: 1. Rang: Amstutz, Bern 2. » Funk, Zürich 3. > N. von Miihlenen, Bern 4a » Nafilian, Lausanne 4b » Lauri, Bern 5. » Tsohannen, Bern. MJTOMOBIL-KEWE 1934 - JV« 80 Ziellandungskonkurrenz: 1. Rang: N. von Miihlenen, Bern 2. » Imhoof, Bern 3. » Pittet, Lausanne 4. » Dietisheim, Basel 5. » Amstutz, Bern. Kombinaiionsklassierung: 1. Rang: N. von Miihlenen, Bern 4 Punkte 2. > • Amstutz, Bern 6 » 3. » Imhoof, Bern 10 *. 4. » Lauri, Bern 11 * 5. » Pittet, Lausanne 12 » Kategorie Militär- und BerufsHieeer. Genauigkeitswettflug: 1. Rang: Knab, Grenchen 2. » Weber, Genf 3. > Meyer, Bern 4. » Glardon, Bern 5. » Ebersohweiler, Bern. Ziellandungskonkurrenz: 1. Rang: Knab, Grenchen 2. > Robert, Lausanne 3. > Ebersohweiler, Bern 4. > Veuillez, Lausanne 5. » Glardon, Bern Kombination: 1. Rang: Knab, Grenchen 2 Punkte 2. » Eberschweiler, Bern 8 » 3a > Meyer, Bern 9 » 3b » Glardon, Bern 9 » 4a » Weber, Genf 10 > 4b > Robert, Lausanne 10 » 5. » Veuillez, Lausanne 11 » Equipenklassement. 1. Rang: Bern I (Eberschweiler, Imhoof, Tschannen) 2. » Lausanne I (Robert, Savary, Pittet) 49 » 3. » Bern III (Meyer, Amstutz, Aeschbacher) 55 » 4. » Lausanne III (Veuillez, Tissot, Oulevay) 60 * 5. » Bern IV (Glardon, B'runner, E. von Miihlenen) 67 » 36 Punkte Segelflug-Konkurrenz. Ziellandung Segelflieger Brevei B: 1. Steiner, 2,74 m; 2. Spreng, 5,20 m; 3. Tschannen, 25,95 m; 4. Bänz, 44,00 m; 5. Matter, 69,90 m. Ausser Konkurrenz: Gsell, 7,67 m. Geschicklichkeitskonkurrenz der C-Piloten: 1. Heller, Bern; 2. Dr. Aeschbacher, Bern; 3. Sehurter. Bern; 4. Huber, Bern; 5. Oess, Bern. Da die Leistung der verunglückten russischen Ballonhöhenfahrer, die rund 21,000 m erreicht haben sollen, nicht anerkannt werden konnte, haben die Amerikaner Lt.-Commander Settle und Mayor Fordney den Ruhm, Träger der anerkannten Gipfelleistung zu sein. Sie gelaugten am 20. November in 18,665 m in einem Ballon der Klasse 8 (4001 cbm und darüber). Mit einem Ballon der Klasse 5 (1601—2200 cbm) fuhren Settle und Lt. Kendall vom 2.—4. September 51 Stunden lang, wodurch aber die Leistung von Kaulen Vater, Essen, der vom 13.—17. Dezember 1913 87 Stunden in der Luft geblieben ist, ebensowenig erreicht worden ist, wie die Entfernung von 3052 km, die der Deutsche Berliner vom 8.—10. Februar 1914 durchmessen hat. In der Motorfliegerei ist am beachtenswertesten die Gipfelleistung des Franzosen Lemoine, der bis in 13,661 m kam. Merkwürdig ist es, dass man mit der bisher bei der F.A.I. gültigen Formel die Höhe bis auf einen Meter berechnet, obwohl z. B. bei der Feststellung der Höhe der letzten Fahrt von Piccard durch zufällig erfolgte Messungen schweizerischer Landesmesser ein Fehler von 739 m festgestellt worden ist. Die Formel befindet sich jetzt aber in Umarbeitung. Die auf der Strecke von 1000 km erzielte Höchstgeschwindigkeit beträgt 358 km in der Stunde, die der Franzose Masette für sich buchen kann. Dreimal änderte sich in sechs Monaten die Höchstgeschwindigkeit, die die Leichtflugzeuge der 1, Klasse, mehrsitzige Flugzeuge von nicht mehr als 400 kg Leergewicht, erzielt haben und zwar von 232 km auf 269 km/Std. ein sehr schöner Fortschritt. Träger der Gipfelleistung ist der Amerikaner John H. Wright mit seinem Fluggast Kar! Voelter. Mit einem noch leichteren Flugzeug von einem Gewicht unter 281 kg hat der Amerikaner Leland S. Miles sogar 336,53 km/Std. erreicht, während die grösste Geschwindigkeit überhaupt von dem Italiener Anerkannte Welthöchstleistungen in derFrancesco Agello mit 682,078 km/Std. schon Luftfahrt. Innerhalb von 6 Monaten, vom am 10. April 1933 auf einem Wasserflugzeug Oktober 1933 bis April 1934, sind durch den erzielt worden ist. Endlich verdient noch die zwischenstaatlichen Luftfahrtverband (Föderation Aeronautique Internationale, F.A.I.) 29 Kurt Schmidt erwähnt zu werden, der auf Dauerleistung des deutschen Segelfliegers« Gipfelleistungen neu anerkannt worden, was seinem Segler « Bruno Loerzer » 36 Std. 35 einen sehr beachtlichen Fortschritt darstellt Win. in der Luft geblieben ist. angesichts der Tatsache, dass Wintermonate im allgemeinen nicht sehr günstig sind für Versuchsflüge und Fahrten. Die grösste Höhe ist naturgemäss im Freiballon erzielt worden', der vorläufig allein für Fahrten in grossen Höhen über 12,000 m in Betracht kommt. Wir fabrizieren auf jeden Wagen das passende Kühlemetz J Neuestes Hochleistungs-Element! 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80 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Saisonschluss auf dem Masaryk-Ring Deutschland mit Hans Stuck (Auto-Union) und Fagioll (Mercedes-Benz) wieder an der Spitze. — Farlna (Maserati) Sieger der Kleinwagen. — Ausfall der Bugatti- Equipe. — Eigenartiger Todessturz beim Training. Wtm Ist anch der letzte Grosskampf des Jahres ^ausgetragen, die Würfel sind gefallen, Fahrer und Haschinen beginnen die Zeit der Winterruhe, und die Bilanz einer überaus lebhaften und wichtigen Saison lässt sich jetzt aufstellen. Wie man erwarten konnte, hat Deutschland mit seinen schnellen Maschinen auch auf dem Masaryk-Ring triumphiert und damit die erstaunliche Siegerligte des Jahres 1934 um einen weiteren bedeutsamen Erfolg •»ergrössert ' Dem diesjährigen Masaryk-Rinf-Rennen brachte man in der ganzen Tschechoslowakei und in den daran angrenzenden Ländern grösseres Interesse als je entgegen. Seit Tagen stand diese Veranstaltung im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit Die schwierige, 29 km lange Rennstrecke veranlagst« die Konkurrenten dazu, möglichst frühzeitig schon das Training aufzunehmen, um mit dem schwierigen «Ring» eine rasche Fühlungnahme zn bekommen. Schon beim ersten Training am Donnerstag gelang es Hans Stuck, dem bestehenden tRundenrekord von Chiron (14 Min. 24,8 Sek.) mit fii Min. 8 Sek. das Lebenslicht auszublasen. Auch fFagioli und Caracciola waren mit ihren Mercedes Uchon am ersten Tage tätig und erreichten ebenfalls bemerkenswerte Zeiten. Bugatti und Alfa Rotaeo waren hingegen noch nicht anzutreffen. Der Freitag wurde mit einem Todessturz eingeleitet, der in seinen Umständen geradezu phantastisch genannt werden muss. Der 30jährige, verheiratete tschechoslowakische Automechaniker Josef Brazdil aus Pressburg hatte sich mit fremdem Geld in Italien einen Maserati, 3500 ccm, gekauft, wie •r auch von Nuvolari gefahren wurde. Brazdil war jedoch ein ausgesprochener Dilettant und besass nicht die geringste Rennerfahrung. Das Geld stammte von seinem ebenso merkwürdigen «Manager » Marcic, der es seinerseits von seiner Braut gepumpt hatte. Die Verlobung ging dann auseinander und "die Braut erstattete gegen die beiden Strafanzeige. Am Mittwoch wurde Brazdil auf der Brünner Polizeidirekiton verhaftet und nur durch idie Befürwortung von Chiron und Nuvolari wurde es dem «Rennfahrer» Brazdil ermöglicht, während jder Zeit des Trainings frei zu werden, nachher fhatte er wieder ins Gefängnis zurückzuwandern. Am t-Freitagmorgen verunglückte dann der Fahrer in ••einer Kurve, als er mit 200 km/St, fuhr. Die Maschine raste in einen Graben, riss zwei Bäume um und zerschellte in zwei Teile. Der Fahrer wurde aus der Maschine geschleudert und bei dem furchtbaren Aufprall sofort getötet. Die Untersuchung er- .gab dann rasch, dass der Unfall absichtlich herbeigeführt worden war, und dass damit ein Selbstmord herbeigeführt werden sollte. Brazdil war die Situation unheimlich geworden. Der Rennwagen *els Selbstmordinstrument — das ist immerhin noch «iemlich ungewohnt. Das auf so dramatische Weis® eingeleitete Traiming sah wiederum Stuck mit der Zeit von 13 Min. 45 Sek. an der Spitze. Nuvolari fuhr auch hier «ur Abwechslung einen Auto-Union-Wagen und erhielte die Zeit von 14 Min. 15 Sek. Auch mit seinem Maserati war der Italiener sehr schnell. Von Bugatti-Leuten sah man nur Wimille auf der Bahn, der übrigens einen 2800-ccm-Typ, und nicht den schnellen 3500-ccm-Wagen fuhr. Caracciola, Fagioli und Henne arbeiteten ebenfalls sehr fleissig. Zum Schluss des Trainings bestieg auch Stuck einen Mercedes-Benz-Wagen und erreichte dabei 14 Minuten 05 'Sekunden. Das Rennen. Dem Rennen selbst war ein wundervoller Herbstsonntag beschieden, der ungeheure Menschenmassen anlockte. Noch breitete sich die Nacht über dem Land, als schon der Zustrom einsetzte. Oesterreich, Ungarn, Polen, Jugoslawien und selbstverständlich alle Teile der Tschechoslowakei waren mit Zehntausenden vertreten. Man schätzte die Zahl der Zuschauer auf mindestens 200,000 und zählte auch rund 20,000 Automobile. Schon von morgens 8 Uhr an strahlte eine warme Herbstsonne über dem Land, und beim Beginn des Rennens um 10 Uhr herrschte eine geradezu hochsommerliche Hitze. Der Start der europäischen Elite zu diesem letzten Grosskampf wurde von den prallvoll gefüllten Tribünen aus mit Jubel begrüsst. Im blauen Rauch gchoss die wilde Meute davon — bald war wieder Stuck mit seinem schnellen Auto-Union an der Spitze. Als Zweiter folgte, dicht hinter ihm, Fagioli auf Mercedes-Benz, dann schloss sich Nuvolari mit seinem neuen Maserati an, Caracciola (Mercedes-Benz), Varzi (Alfa-Romeo), Prinz Leiningen (Auto-Union) und Chiron (Alfa Romeo). Während der ersten Runden ergab sich keine nennenswerte Aenderung des Gesamtbildes. Fagioli hatte es auf Stuck abgesehen und setzte dem Deutschen sehr scharf zu. Nach einiger Zeit vermochte er vorübergehend Stuck auf den zweiten Platz zurückzudrängen und die Spitze mit knapp 50 Metern Vorsprung zu ergreifen. Hundert Meter hinter Stuck war immer noch Nuvolari, •und 200 Meter hinter diesem Caracciola. Stuck und Fagioli lieferten sich in den folgenden Runden ein hochinteressantes Duell, das jedoch vorläufig keine Aenderung brachte. Stuck hatte bereits eine Runde mit der phantastischen Rekordzeit von 13 Min. 39 Sek. erledigt, was einem Stundenmittel von 126 km/St, entspricht. Die Fahrer kämpften mit stets grösserer Erbitterung und rissen das Publikum zu immer neuen Beifallskundgebungen hin. Bugatti hatte auf dem Masa- Tyk-Ring keinen guten Tag. Der in schlechter Position gelegene Wimille musste bald aufgeben, und nach 8 Runden wurde auch Benoist ausser Gefecht gesetzt. In dieser Runde hielt Fagioli bei den Boxen an und ermöglichte es Stuck damit, wieder an die Spitze vorstossen zu können. Der Italiener Comotti (Alfa Romeo) musste zu diesem Zeitpunkt wegen Bruch des Benzinbehälter« aufgeben, kurz nachher fielen auch Henne (Mercedes-Benz) und Louis Chiron (Alfa Romeo) wegen Achsenbruch Für den Verkauf einer populären Vier- und Sechszylinder Volksmarke (demnächst ganz neue Modelle) wird ein routinierter, repräsentabler Automobilverkäufer aus. Fagioli setzte das Rennen mit verdoppelter Energie fort und versuchte die verlorene Zeit wieder einholen zu können. Caracciola hatte bis auf gesucht, welcher bisherige Erfolge nachweisen kann und in der Lage ist, selbständig Verkaufsabschlüsse zu tätigen. Gutes Einkommen mit Fixum und Provision garantiert. Bei Zufriedenheit Dauerstellung. - Anmeldungen mit Referenzen, Photo und Altersangaben unter Chiffre Z 3101 an die AUTOMOBIL-REVUE, ZÜRICH. 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Runde hielt er nochmals bei den Boxen. Stuck gewann zum zweiten Male die Führung, die er bis zum Schlüsse nicht mehr abtrat Fagioli kämpfte mit gleichem Elan bis zum Ziele, doch war an einen Sieg nicht mehr zu denken. Als frenetisch bejubelter Sieger schoss Stuck nach hervorragender Fahrt durchs Ziel. Mit drei Minuten Abstand kam Fagioli gefolgt, der zusammen mit dem Auto-Union-Fahrer für Deutschland einen neuen prächtigen Sieg errang. Nuvolari hatte sich mit seinem Maserati sehr gut gehalten und belegte auch hier den dritten Platz. Fagioli war im übrigens die schnellste Runde mit 13 Min. 17 Sek. (Stundenmittel 132 km/St.) gefahren. Bei den Kleinwagen setzte sich der schon von italienischen Rennen her rühmlichst bekannte Farina mit seinem Maserati, 1500 ccm, rasch an die Spitze, gefolgt von seinem schärfsten Gegner Burggaller (Bugatti). Der beste tschechische Fahrer Schmidt auf Bugatti und die beiden Engländer Seaman und Eyston, auf M. G., folgten in 3. bis 5. Position. Der Lauf dieser Klasse ergab keine grossen Sensationen und endete mit dem unbestrittenen Sieg des Italieners. Dieser fuhr die schnellste Runde in 14 Min. 55 Sek. (Stundenmittel: 118,5 km/St.). Die Resultate: Klasse bis 1500 ccm: 1. Farina (Maserati), 437,130 km (15 Runden), in 3:58:49, Stundenmittel 109,081 km/St (Rekord); 2. Burggaller (Bugatti) 3:59:32,4, 3. Schmidt (Bugatti) 3:59:44,4, 4. Eyston (M. G.) 3:59:47; 5. Seaman (M. G.). Klasse Ober 1500 ccm: 1. Hans Stuck (Auto- Union), 495,414 km (17 Runden) in 3:53:27,9, Stundenmittel 127,044 km/St. (Rekord); 2. Fagioli (Mercedes) 3:36:24,5; 3. Nuvolari (Maserati) 3:57:14,1; 4. Prinz zu Leinigen (Auto-Union) 4:02:05,2: 5. Varzi (Alfa Romeo) 4:04:08,9; 6. H«nne (Mercedes-Benz); 7, Sebastian (Auto-Union). OPEL Modell 1932, 6 Zyl., 10 PS, 4-Plätzer, wenig gefahren. Vorteilhafter Preis. 64980 Seeland-Garage, Blei. Tel. 35.35. Die Herbsttagungen der A. I. A. C. R. (c Association des Automobiles-Clubs Reconnus ») werden auch dieses Jahr anlässlich des Auto-Salons in Paris stattfinden. Am 11. Oktober vormittags tritt eine Unterkommission der Internationalen Sportkommission zu einer Sitzung zusammen, und um 14.30 nachmittags vereinigt sich die internationale Touristikkommission. Freitag den 12. Oktober folgt eine Konferenz des Komitees der A. I. A. C. R., und um 14 Uhr versammelt sich die int. Sportkommission zu ihrer zweiten offiziellen Herbstsitzung. Der Samstag, der 13. Oktober, ist ausschliesslich der internationalen Verkehrs- und Zollkommission reserviert Am Montag den 15. Oktober beschliesst die Generalversammlung der A. I. A. C. R., bei der bekanntlich der internationale Sportkalender offiziell genehmigt wird, die diesjährige Herbstarbeit. Zu verkaufen Zu verkaufen Bei dieser Gelegenheit mag noch erwähnt werden, dass voraussichtlich die kommenden Konferenzen der internationalen Sportkommission verschiedene bemerkenswerte Neuerungen erbringen werden. FIAT 503 7,44 PS, Torpedo, in gutem Zustand, bei sofortiger Abnahme billig, Steuer pro 1934 bezahlt 64968 Ernst Häusermann Sohn, Haldonstr. 42, Langenthai. Auf Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Fraüenfeld gelangt Donnerstag, den 4. Oktober 1934, vormittags 11 Uhr, im Hause Kehlhofstrasse 4, in Frauenfeld, auf öffentliche Versteigerung: 1 AUTOMOBIL MARTINI-CabrioBet Frauenfeld, den 2. Oktober 1934. 64971 Aus Auftrag: Gantbeamtung Frauenfeld. Wie soll der Automobilist von Ihnen u. Ihren Fabrikaten wissen» wenn er nie von Ihnen hört? Lassen Sie die Zu verkaufen 1 Automobil FIAT 522 L 6/7 PL, Modell 1932/33, 13 HP, zum Preise von Fr. 4500.—. 1 Automobil FIAT 503 Innenlenker, Preis 1400 Fr., und 1 Automobil FIAT 503 3türig, Innenlenker, Preis Pr. 900.—. 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Im weiteren soll zukünftig jeder Pilot der ein Rennen vor dem offiziellen Startzeichen beginnt, mit einer Minute Abzug gebüsst werden. Auch die etwas willkürlich gehandhabte Verleihung des Grand-Prix-Titels soll noch strenger als bisher reglementiert Werden. Schliesslich will man auch das Problem der Startgelder einer befriedigenden Lösung zuführen — hier allerdings dürfte es gewisse Schwierigkeiten geben, bis der richtige Weg gefunden ist Man hoffte auch mit gewisser Berechtigung, dass die Internationale Sportkommission nach dem ersten Jahre Gültigkeit der neuen internationalen Rennformel die Gelegenheit ergreifen werde, um über die Auswirkungen der Bestimmungen sich Klarheit zu verschaffen. Mit Sicherheit rechnete man auch mit neuen Vorschriften, die geeignet sind, die ausserordentlichen Schnelligkeiten der modernen Rennwagen herabzusetzen, ohne den eigentlichen Sinn der neuen Formel zu verfälschen. Leider scheint sich jedoch kein Mitglied der Kommission dazu aufgerafft zu haben, diese brennenste aller Fragen aufzugreifen. Fast scheint es deshalb, als ob dieses ganze Problem, das die Sportwelt bewegt, die Schöpfer der neuen Formel selbst weitaus am kühlsten lasse. Hoffen wir, dass es nicht zu spät ist, um die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, damit die Rennfahrer nächstes Jahr nicht ungesicherter und gefährdeter als je in die Kämpfe gehen müssen. bo. Die Italienische Automobilmeisterschaft «der Dilettanten ». In Italien wurde im vergangenen Jahr eine neue Kategorie der «Dilettanten» geschaffen, an der nur auegesprochene Sportsamateure ohne jedes geschäftliche oder berufliche Interesse teilnehmen dürfen. Wie populär der Autosport in unserem südlichen Nachbarlande ist, zeigt die Tatsache, dass sich dieses Jahr insgesamt 406 Konkurrenten in diese Kategorie einschrieben. Für die Meisterschaft der «Dilettanten» «alten neun Veranstaltungen, unter anderem auch die Mille Miglia, die Italien- Rundfahrt, die Targa Abruzzo und das Stilfserjoch- Rennen. Soeben sind nun die Endresultate des Championate bekannt geworden. Als italienischer Meister dieser Kategorie placierte sich der auch vom Klausen her gut bekannte Dusio mit 20 Punkten. Ihm schliessen eich folgende Piloten an: Premoli und Cornaggia: 16 Punkte; Auricchio: 11 P.; Battaglia: 9 P.; Lurani: 8 P, Rundstrecken-Rennen In Modena. Als Ersatz für den ausgefallenen Grossen Königspreis von ROM findet am 14. Oktober ein Rundstrecken-Rennen in Modena statt, dem Sitz der Scuderia Ferrari. Diese selbst, sowie Nuvolari und Taruffi haben sich bereite eingeschrieben. Zukaufen gesucht von Möbelfabrik Kleinwagen nicht über 8 PS, gebraucht od. neu, 4plätz., geschlossen. 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