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E_1934_Zeitung_Nr.078

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geschlossenem Ventil

geschlossenem Ventil abgeschlossen ist. Die Gemischbildung wird dabei also genau gleich beeinflusst, wie es oben für den von Hand einstellbaren Vergaser mit Startervorrichtung angegeben wurde. Durch die temperatur-abhängige automatische Regelung Hess sich jedoch die Bedienung des Wagens noch vereinfachen und « narrensicherer » machen. Vor allem schliesst die automatische Regelung aus, dass man aus Versehen oder infojge falscher Instruktionen unnötig lang mit angereichertem Gemisch fährt. -th- Tedhn« Rundschau Schnitt durch das neue Kugelgelenk. beistehenden Skizze ersichtlich, ist der Hohlraum, in den der Kugelzapfen hineinragt, mit kleinen Stahlkugeln aufgefüllt, die eine gleichmassige Uebertragung der Kräfte und leichte Beweglichkeit des Gelenkes garantieren sollen, -th- Einzelprobleme des Motorenbaues. Immer mehr Konstrukteure gehen dazu über, die Zylinder ihrer Motoren mit eingesetzten Laufbüchsen zu versehen. Um die Büchsen möglichst widerstandsfähig zu machen, wählt man zu ihrer Herstellung Materialien mit grosser Härte, gelegentlich über 900 Brinell- Qrade. Das bringt anderseits das neue Problem auf den Plan, wie man die Kolbenringe verschleissfester machen kann. Bestimmte Fabrikanten wollen aber auch hier schon die Lösung gefunden haben. -s. Schattenseiten moderner Federungsarten. Die Praxis lehrt, dass es gar keine so einfache Sache ist, einwandfreie Schraubenfedern für die bei mehreren modernen Wagen angewandten Schraubenfederungen herzustellen. Durch kleine Differenzen in der Herstellung der Federn können diese schon stark verschiedene Eigenschaften erhalten, und schon ganz kleine Bearbeitungsfehler können genügen, um vorzeitig einen Bruch der Feder herbeizuführen, In einem bestimmten Fall ist deshalb ein Autofabrikant schon von der Selbstherstellung solcher Federn abgegangen und bezieht die Federn nun aus einer Spezialfabrik. -at- Frage 9193. Sekundärwicklung eines Magnetapparates. Beim Magnetapparat meines Wagens Elne neue Art Kugelgelenk zur Verbindung des Lenkgestänges und andern Automobilteilen hat die Ross Qear and Tool eines Fremdkörpers zwischen die Polschuhe mecha- wurde die Sekundärwicklung durch Eindringen Company, U. S. A., geschaffen. Wie aus der nisch zerstört. Glauben Sie, dass ich den Anker selbst wieder wickeln kann? Wie müsste die Wicklung beschaffen sein? Einen Teil der gegenwärtigen Wicklung habe ich schon abgespult und dabei festgestellt, dass die Isolation aussen offenbar viel vorsichtiger vorgenommen wurde als innen. Wieso das? In der ganzen Wicklung herrscht doch die gleiche Spannung. E. S. in M. Antwort- Der Draht, der für die Sekundärwicklung verwendet wird, wird aus Raumgründen so dünn wie irgend möglich genommen, da sein Widerstand ohne wesentlichen Einfluss auf die IR321 Zu mieten gesucht über den Winter kleinerer AUTOBUS mit C9,. 12—15 Sitzplätzen, in gutem Zustand, von Garage zur Verbindung von Bahn mit Wintersportjebiet. 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Drahtstärken von 0,05 und 0,06 mm gehören heute nicht mehr zum Aussergewöhnlichen, erfordern aber besondere Sorgfalt beim Wickeln. Die Sekundärwicklung ist einer der für die Herstellung empfindlichsten Teile des Zündapparates. Wer einigermassen auf Betriebssicherheit Fahrzeuges Wert legt, sucht deshalb Schäden an der Wicklung nicht selbst, oder durch ungenügend eingerichtete Reparaturwerkstätten zu beheben, sondern schickt de-i Apparat zur Herstellerfirma oder zum Spezialisten. Sowohl für die Primärwicklung wie für die Sekundärwicklung wird in der Regel mit Emaille isolierter Kupferdraht verwendet und in einer Reihe von Windungen nebeneinander aufgespult. Die Isolierung der einzelnen Lagen voneinander und von dem Eisenkern wird durch Streifen aus Papier, Baumwolle und Seide gebildet. Alle diese Stoffe sind stets mit besonderen Isolierlacken getränkt, wie auch jede Drahtlage selbst meist noch besonders mit Isolierlack versehen wird. Dabei achtet man nicht nur auf hohe Isolierfestigkeit aller Teile der Wicklung, sondern besonders auf unbedingte Dichtheit der Wicklung gegenüber von Wasser- und sonstigen Dämpfen, weshalb auch die ganze Wicklung häufig mit einer starken Lackschicht überzogen und sqrgfältig getrocknet wird. Je näher man bei der Sekundärwicklung ans Ende kommt, desto höher wird die Spannung gegen Masse, desto grösser ist aber auch die Gefahr von Durchschlägen zwischen den Lagen und Windun- Vorteilhafte Unlösbare Schrauben? Occasionen! Dann einige Tropfen I* Lubarit 1 Hand- Benzinsäule, od. Motorbetrieb. neu, für 2—3 Luftsäulen. 2—3 Luftkompressoren. buudiu Diverse Luftkessel. 1 Schleifmaschine auf Lubarit Ständer. 3 viereckige Oeltanks, 250 Liter Inhalt. 1 kleines Sandstrahlgebläse. 11052 Anfragen unter Chiffre 14524 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen Einachser- ANHÄNGER für 1—VA T. Nutzlast (Einfachbereifung 32X6), 3 T. NutzJast (Einfachbereifung 40X8), +GF+ K-Räder, 4 T. 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Häufig werden auch die letzten Windungen gesperrt, d. h. nicht dicht aneinander liegend gewickelt, und manchmal wird sogar durch besondere Massnahmen eine günstige Verteilung der Kapazität der einzelnen Lagen und Windungen gegeneinander angestrebt. Zur Vorschaltung besonderer Drosselspulen, wie es bei Transformatoren von Ueberlandnetzen häufig üblich ist, ist man jedoch bti handelsüblichen Apparaten bisher nicht übergegangen. Anfrage 450. Poüzeiverfügung. Wegen Befahrens eines Bahnüberganges, wobei die Blinklichtanlage resp. das Glockensignal erst in Tätigkeit trat, als sich mein Wagen bereits auf dem Geleise befand, wurde ich mit einer Polizeibusse belegt. Ist unter diesen Umständen bei Anrufung des Gerichtes eine Aufhebung zu gewärtigen? M. W. in S. Antwort: Sobald eine automatische Signalanlage für Niveauübergänge in Funktion tritt, ist das Befahren verboten und die Nichtbeachtung zieht bahnpolizeiliche Bestrafung, event. gerichtliche Bestrafung nach sich, nämlich dann, wenn der Zug bereits so nahe am Niveauübergang angelangt ist, dass nur durch Abbremsen des Zuges eine Kollision vermeidbar ist. Aus der Bussenverfügung scheint sich zu ergeben, dass die rapportierende Person behaupten will, die Signalanlage habe bereits funktioniert, bevor Sie auf die Geleiseanlage eingefahren seien, während Sie Ihrerseits geltend machen, Sie hätten sich schon auf der Anlage befunden, als plötzlich die Anlage in Tätigkeit getreten sei. Trifft das letztere zu, so kann seines von einer bahnpolizeilichen Uebertretung nicht die Rede sein, denn die Anlage muss, damit eine Uebertretung vorliegen kann, funktioniert haben, bevor Sie sich auf der Geleiseanlage befanden. Es wäre widersinnig und direkt verkehrsgefährdend, in einem solchen Fall zu verlangen, dass der Führer anhalten müsse, um dann durch Rückwärtsfahren die Bahnanlage wieder zu verlassen. Dadurch geht natürlich mehr Zeit verloren und es kann viel eher eine Gefährdung des Bahnbetriebes und der Wageninsassen eintreten. Sie haben einzig richtig gehandelt, wenn Sie unter diesen Umständen Ihre Fahrt beschleunigten, und Sie haben auf alle Fälle keine Uebertretung begangen. Eine andere Frage ist nun die, ob die Gemeindebehörde, 500/50 Volt, in allerbestem Zustand, bestehend aus Motor und Generator, auf Gussplatte montiert, Anlasser und Schalttableau. Fr. 500.—. 11368 Offerten an Ad. Kusterer, Zimmergasse 9, Zutjcli 8. Chassis Martini neu, zu reduziertem Preis, passend für Touren-, Luxus-, Lieferungs-, Postkurs- und Schnellastwagen. Teilzahlung. Tausch gegen Occasionswagen oder Waren, wie Möbel, gesägtes Holz etc. 11657 event. das Gericht, auf Ihre Angaben abstellen wird, wonach die Anlage erst in Tätigkeit trat, als Sie sich bereits- auf den Geleisen befanden. Sofern Sie Insassen in Ihrem Wagen hatten, die Ihre Behauptungen bezeugen können, würde ich Ihnen unbedingt empfehlen, die gerichtliche Beurteilung zu verlangen. Wir bemerken noch, dass die Vorzeigungen der Sihltalbahn über ähnliche Vorfälle ausserordentlich häufig sind, und wir haben insbesondere Veranlassung zu glauben, dass es sich dabei sehr oft um Schikanen der Bahnorgane und in wenigen Minuten Können sie mühelos entfernt werden, verhütet Material-Verluste, schont das Werkzeug und spart Zeit. ist garantiert frei von schädlichen Bestandteilen. Verlangen Sie Prospekt. — Vertreter gesucht. LUBARIT-DEPOT, CHAM. Zu verkaufen 1 Gleichrichteranlage Vorteilhaft zu verkaufen Spicher & Co., Garage, Freiburg. Telephon 8.62. Zu verpachten in einem Neubau auf 1. Januar 1935 event. früher, direkt an der Kantonsstrasse Luzern-Bern, grosses Lokal mit Wohnung «•» passend für Motorrad- und Velomechaniker. Für einen tüchtigen Fachmann mit autogen. Schweissanlage solide Existenz. 64894 Interessenten wollen sich melden unter Chiffre Q 36841 Lz. an Publicifas, Luzern. OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOÖOOOOOC 1 Zweirad-DELAGE Anhänger Torpedo wie neu, Brücke 230/155 11 HP, Type D I, 4/6-P1. cm, wird preiswert abgegeben. Brücke, Preis Fr. 950.— 2 Beserveräder, event. mit Jost Frey, Urswil/Hochdorf. Tel. 167. 64910 14. rue du Village-Suisse Garage « Economique ». Genf. 11309 Zu verkaufen FORDSON-Besitzer Zu billigem Preise ge- :>en wir ab eine Partie Vollgummireifen für vordere Ackerräder, 670 mm 0. Ackerräder altes Modell, vordere, mit oder ohne Bereifung. Anfragen an Konrad Peter & Co., A.-G., Liestal. Telephon 575. gegenüber der Automobilisten handelt. Wir empfehlen Ihnen auf alle Fälle, vorläufig einmal die gerichtliche Beurteilung zu verlangen. Sie werden daraufhin vor den Gemeinderat zur genauen Begründung Ihrer Einsprache vorgeladen und haben dadurch Gelegenheit, den Polizeirapport genauer kennenzulernen sowie auch die Auffassung des Gemeinderates, um sich dann schlüssig zu werden, ob Sie die Angelegenheit tatsächlich an das Gericht weiterziehen wollen. 0. Anfrage 451. Schadenersatzforderung. Letztes Jahr hatte ich einen Autozusammenstoss. Nach polizeilichei Untersuchung und Gerichtsakten trifft mich keine Schuld. Dürfte ich um Ihre Ansicht bitten, sowohl betreffs meiner Schadenersatzforderung wie auch betreffs des Verhaltens der Versicherungsgesellschaft? A. P. in C. Antwort: Nach Prüfung der uns vorgelegten juristischen Unterlagen sind wir der Auffassung, dass die Kläger resp. deren Haftpflichtversicherung Ihnen den ganzen entstandenen Schaden zürückzuvsrgüten haben. Die Ihrerseits aufgestellte Schadensberechnung scheint uns richtig zu sein. Der Einwand der Versicherung, durch Anstellung eines Stellvertreters hätte der Verdienstausfall vermindert werden können, ist nicht stichhaltig. Die Beiziehung des Arztes ist Vertrauenssache. Ein Stellvertreter hätte somit auf alle Fälle mit einer reduzierten Patientenschaft zu rechnen gehabt. Ausserdem hätten Sie einen Stellvertreter bezahlen müssen. Voraussichtlich hätten dessen Einnahmen Ihre Stellvertretungsausgaben gerade gedeckt, so dass aus der Stellvertretung für Sie trotzdem kein Verdienst resultiert hätte. Ob Ihnen natürlich durch das Gericht ein Betrag zugesprochen werden wird, der bis zum letzten Rappen Ihrer Schadensaufstellung entspricht, kann im voraus nicht unbedingt bejaht werden. Jede Schadensfeststellung ist zum guten Teil Expertenund Ermessenssache. Immerhin ist Ihre Schadensforderung nicht übersetzt, um so mehr wenn berücksichtigt wird, dass Sie die Kosten des Kurauf-! enthaltes nicht besonders in Rechnung gestellt haben. Posten, an denen gerichtlich gerne gekürzt wird, sind die Reparaturkosten (speziell die für die Reparaturen aufgewendete Arbeitszeit) und dann, namentlich der Minderwert. Diese beiden Posten wird das Gericht einem Sachverständigen zur Begutachtung vorlegen. Jedenfalls wäre Ihrerseits noch geltend zu machen, dass Sie trotz Nervenschock und trotz grober Fahrlässigkeit des Beklagten von der Geltendmachung einer Genugtuungssumme abgesehen haben. Auch dies ist bei der Schadensfestsetzung zu Ihren Gunsten zu berücksichtigen. Das Verhalten der Versicherung erscheint uns unverständlich. Einreden stehen derselben unserer Ansicht nach grundsätzlich keine zu. Vielleicht wära es zweckmässig gewesen, sofort die Versicherungsgesellschaft einzuklagen. Sie hätten dann auf diese Weise ein vollstreckbares Urteil gegen diese gehabt. Immerhin wird sie sich wohl einem obsiegenden Urteil den Beklagten gegenüber fügen müssen. Um nichts zu vorsäumen, darf aber mit Rücksicht auf die Einstellung der Versicherungsgesellschaft jedenfalls nichts unterlassen werden, für alle Fälle rechtzeitig gegen diese die Verjährung zu unterbrechen. Die Verjährung tritt zwei Jahre nach Unfalldatum ein. * . OEL- """ SAURER-LASTWAGEN FEUERUNG OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO Brenner Schweizer Konstruktion, vollautomatisch, für jeden Kessel geeignet, tadelloses Funktionieren, werden zu vorteilhaftem Preis von Spezialisten fertig montiert geliefert. — Sich wenden an Walter Kapsar, Terreaux 9, Neuenburg. oooooooooooooa Zukaufen !/ta Traktor gut erhalten, stark, Arbeitspoulie, Luftbereifung, elektr. Beleuchtung. 11280 Offerten an Jean Gygax, S.A., Blei. i A A-A 'A A' A A A A A A A A Ä A . ACHTUNG! 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Bern, Dienstag, 25.September1934 III. Blatt der „Automobil-Revue" No. 78 Der Totenkultus der Prähistorie Als Dr. Hauser in den Jahren 1896—1914 au! seinem Suchen nach den ältesten Spuren des Urmenschen durch seine Forschungsresultate die Welt überraschte, traten die grossen Fragen, ob die Urzeitmenschen seelische Regungen gekannt hätten, neuerdings in den Brennpunkt der wissenschaftlichen Erörterungen. Es herrschte nach dieser Richtung hin damals noch vollständiges Dunkel. Die Streitfragen der Gelehrten, die verschiedenen Meinungen, Hypothesen, Ansichten lieferten den Beweis, dass die damalige prähistorische Forschung eines Endergebnisses noch immer harrte. Vor der Behandlung dieses Themas ist es unerlässlich, ein kurzes Streiflicht auf die Forschungsergebnisse Dr. Hausers zu werfen. Wir müssen dabei erkennen, wie dieser geniale Gelehrte auf seiner Suche nach der Spur des Urzeit- und Höhlenbewohners mit einer Präzision und Sorgfalt zu Werke ging, die auf den ersten Blick erkennen lassen, dass man es nicht mit einem Renommisten und Lärmschlager zu tun hat, sondern mit einem Mann, der trotz der Grosse und Bedeutung seiner Aufgabe, die er sich stellte, diese mit jener Gewissenhaftigkeit durchführte, die ihm den vollen Erfolg sichern musste. Als Einleitung seines Werkes «Der Mensch von 100.000 Jahren» schildert er in spannender Form den Beginn seiner Forschungen in der Dordogne. Dort, in einer Gegend, die sozusagen noch urweltliches Gepräge an sich trägt, begann er in einer Talmulde mit steil aufragenden Felswänden die ihm wegen ihrer geologischen Beschaffenheit besonders geeignet erschienen, seine Grabungen. Immer weiter arbeitete sich Dr. Hauser mit seinen tüchtigen Hilfsarbeitern in die Gesteins- und Humusschichten. Die Frage: «Finden wir hier Spuren der Urzeitmenschen» wird immer brennender, hängt doch von einem Ja oder Nein so unendlich viel ab. Und eines Abends durfte der Telegraph verkünden, dass der «homo aurignaciensis hauseri» gefunden sei. Jeder Zweifel an der Existenz des prähistorischen Erdenbürgers musste schwinden, denn die einzelnen Schädelknochen, sowie übrige Skelettreste, wie Finger, Hand, Wadenbein, Brustkorbpartien usw. fanden sich in einer Humusschicht, die unter verschiedenen andern Gesteinsformationen lag. Die Dicke derselben " etrug nach Aussagen von Dr. Hauser ca. £ Meter und gab ihm soweit die Möglichkeit, das Alter der Skelettfunde mit ziemlicher Genauigkeit zu berechnen. Aus dem unermesslichen Schoss der Zeiten steigt Jahrtausend um Jahrtausend. Die Menschheitsgeschichte entfaltet ihr vergilbtes Blatt und auf diesem lesen wir die' Zahl 140.000 Jahre. Ergriffen stehen wir an der Wiege des Menschengeschlechts und sonderbare Fragen durchkreuzen unser Hirn. Die brennendste aller aber ist die: «Besass der F E U I L L E T O N Bux. Zirkusroman von Hans Possendorf. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) ...Vor einigen Tagen ist auch Pietf Hemsterhuis, der Sohn von Herrn und Frau Hemsterhuis, aus Java kommend in Paris eingetroffen. Er ist ein furchtbar netter und lustiger Kerl und ebenso sympathisch wie seine Eltern. Ich verlebe mit diesen feinen Holländern reizende Tage. Ich hätte gar nicht gedacht, dass Privatleute so nett sein können und gar nicht hochmütig. Mit Pieter Hemsterhuis habe ich mich schon in den wenigen Tagen ganz gut angefreundet. Wir unternehmen alles mögliche und lachen sehr viel. Er treibt immer so viel Allotria, und jeden Abend schickt er mir wundervolle Blumen in die Manege. Die Leute müssen furchtbar reich sein. Sie haben mich schon zu sich nach Amsterdam eingeladen. Das geht natürlich nicht, denn ich kann doch nicht mein Engagement unterbrechen. Aber Zirkus Kreno geht wahrscheinlich im Sommer nach Holland, da freue ich mich doch, die Familie Hemsterhuis wiederzusehen. Du musst sie dann auch kennenlernen. Alle sind schon sehr neugierig auf Dich ! Mensch der Urzeit die Möglichkeit, seelisch zu empfinden?» Während bis zu einem gewissen Grade die Darwinsche Theorie ihr Recht behaupten will, indem sie bekanntlich den Ursprung des Menschen aus einer Urzeitaffenart erklären möchte, neigte die grosse Mehrzahl unserer heutigen Gelehrten zur Ansicht, dass der prähistorische Mensch schon in seiner Entstehungsphase durch seine geistige Denkfähigkeit unbedingt als selbständig handelndes Individuum zu betrachten sei, eine Bindung zum hochentwikkelten Affen also in keiner Weise habe bestehen können. Wenn auch Dr. Hauser nicht offen dieser These zustimmt, ist zwischen seinen Ausführungen leicht zu ersehen, dass er derselben doch nicht ablehnend gegenübersteht. Als exakter Forscher durfte er sich indessen nicht in rein hypothetischen Fragen verlieren. Welches sind nun die Faktoren, die uns berechtigen, dass wir auf eine geistige Gehirnaktivität des Urzeitmenschen schliessen können? Um dies näher zu ergründen, müssen wir uns im Geiste abermals an die Ausgrabungsstelle versetzen. Die einzelnen Schädelpartien wurden unter Zuhilfenahme chemischer Präparate, sowie warmen Leimes zusammengefügt. Die Messungen am Schädel des homo aurignaciensis konnten vorgenommen werden und ergaben ein überraschendes Resultat. Denn es stellte sich heraus, dass der Menschenschädel des alluvischen Zeitalters im Vergleich zu demjenigen der prähistorischen Epoche keine allzugrossen Unterschiede aufwies. Daraus folgt, dass die Gehirntätigkeit unserer ältesten Urahnen bereits eine gewisse Regsamkeit gehabt haben musste. Ueber das «Wieso» kann leicht Klarheit geschaffen werden, und wiederum ist es der äusserst exakten Forschungsarbeit Hausers zuzuschreiben, dass die Ethnologie auf sicherer Basis ihr Suchen weiter ausdehnen kann. Der geniale Entdecker begnügte sich nämlich nicht bloss mit den anatomischen Ueberresten des Urzeitmenschen, sondern suchte nach weiteren Anhaltspunkten und fand Spuren, die auf eine relativ hohe Denkfähigkeit desselben hinweisen. Vor allem fand Dr. Hauser in jedem Grab, wo Skelettreste lagen, Werkzeuge, die beredtes Zeignis davon ablegen, wie das Gehirn des prähistorischen Zeitgenossen schon sehr praktisch und zweckmässig denken konnte. Aber nicht genug damit. In den meisten der von Hauser blossgelegten Gräber fanden sich Anzeichen, die sozusagen den Eckstein bilden, welcher der Theorie des seelischen Empfindungsvermögens unserer Urahnen einen sichern Halt und Stütze verleiht. Sehr anschaulich und trefflich schildert der Forscher den gewaltigen Eindruck, von dem er beim Anblick dieser primitiven Werkzeuge befallen wurde. In seiner Einbildungskraft gewann sein homo aurignaciensis gleichsam Leben und Gestalt. Die Gegenwart versinkt, vor ihm steht der Mensch vor 100.000 Jahren mit seinem wuchtigen Schädel, von Kopf zu Fuss mit Haaren bedeckt, — Sonst geht es mir gut. Nur muss ich so oft an den armen Moritz denken, den ich nun nicht wiedersehen soll. Und dann habe ich grosse Angst, dass Du vielleicht doch nicht nach Europa kommst. Das wäre furchtbar! Ich kann es gar nicht mehr erwarten, bis ich Dich endlich wiederhabe ! Schreib doch bald, dass Du sicher kommst ! Bitte, bitte, Hrüsse Fee vielmals von mir. Hoffentlich seid Ihr beide trotz dem schlechten Klima bei guter Gesundheit. Es küsst Dich ganz toll Deine Cilly. Als Bux den Brief gerade wieder zusammenfaltete, trat Fee in einem leichten Kimono aus dem Innern des Wagens auf die Veranda : «Weisst du. dass es schon auf 9 Uhr geht ? » fragte sie gähnend. « Ja, es ist Zeit, dass wir uns anziehen. Hast du wenigstens ein bisschen schlafen können ? » c Kaum, diese Hitze macht mich völlig kaputt. Gott sei Dank, dass es bald ein Ende hat! » Sie waren in das Innere des Wagens getreten, um sich zur Vorstellung anzukleiden. « Ich kann mich kaum auf den Beinen halten vor Mattigkeit», stöhnte Fee und wollte sich auf einen Stuhl niederlassen, über dem ein funkelnagelneues, mit Pailletten besetztes Clownkostüm laz. um die Lenden das mühevoll geschnittene Tierfell. Und weiter findet er im urzeitlichen Hünengrab Schalen, Gefässe von rührender Einfachheit, in welchen nach seiner festen Ueberzeugung sich Speisen befunden haben mussten. Dem Toten wurde von seiner Sippe Nahrung ins Grab mitgegeben, damit er nicht Hunger zu leiden brauche. Auch die Jagdgeräte, die neben ihm liegen, sollten ihm fernerhin in den Jagdgründen eines andern Seins zum Töten des Höhlenbären, des Urstiers, des Mammuts dienen. Nehmen wir diese Tatsache näher unter die Lupe der rein objektiven Betrachtung, so ergibt sich von selbst, dass dieser ferne Urahne unter jeden Umständen das besessen hat, was wir unter seelischen, geistigen Empfindungen verstehen. Welche Schlussfolgerungen sind daraus zu ziehen? Sehr logische: Sie lauten dahin. «Bei einer Berg-werkskatastrophe in einer einsam gelegenen Grube war nur ungenügend männliche Hilfe vorhanden. Da rückten die Frauen aus. .» So um zwölf Uhr mittags geschah es, dass drüben im Werk, dessen Eisen- und Betonbauten dem Berg das schwarze Gold entrissen, die Notsirene einmal aufschrie, kurz und gellend. Die kleine Ortschaft, die aus gleichförmigen Quaderhäuschen erbaut war, fast nur Arbeitersiedlung, hielt den Atem an. Das Geschirrgeklapper verstummte in den Küchen und die Frauen traten in die kleinen Vorgärten hinaus, die Gesichter angespannt zum Bergwerk hinüberwendend. Sie sprachen nicht, sie beschatteten die Augen mit den Händen und spähten durch die klare Herbstluft. Ihre Männer waren dort. Was mochte geschehen sein? Manche von ihnen wurden bleich. Da kam ein zweiter Sirenenton herübergeflattert, wie ein Todesschrei, schrill und furchtbar. Und gleichzeitig sahen die Frauen eine Gestalt, die atemlos aus der Richtung des Werks herbeirannte — ein Mensch. Aber er hatte wenig Menschliches an sich. Das Haar hing ihm wirr in die Stirn und war verklebt von Schweiss. Er war über und über bedeckt mit Kohlenstaub und seine Augen flackerten im schwarzen Gesicht. Er keuchte vom Lauf und hielt die rechte Hand auf das Herz gepresst, er war nicht mehr jung. Ein paar Frauen liefen ihm entgegen. Da blieb der Mann stehen, als er sie kommen sah, und zeigte, mit der rechten Hand einen grossen Kreis nach hinten schlagend, in die Richtung des Bergwerks: «Aber, bitte, nicht auf mein Kostüm, Fee!» Sie nahm es ungeduldig fort und wollte es Sieg der Frauen wo anders hinlegen. « Halt! Um Himmels willen !» rief Bux und fiel ihr in den Arm. «Mein Gott, was ist denn ? Mach einen doch nicht noch nervöser ! > « Verzeih, Fee ! Aber man darf doch kein Kostüm übers Bett legen ! » « Was ? Ist das wieder ein neuer Artisten- Aberglaube ? » fragte Fee spöttisch. « Ein uralter ! Weisst du das nicht ? Das bedeutet, dass man das nächste halbe Jahr ohne Engagement sitzt. > « Das ist doch wirklich lächerlich ! » Fee schüttelte den Kopf. «Ein gebildeter Mensch wie du glaubt an solchen Blödsinn ! » Bux musste nun selbst über sich lachen. « Ich weiss nicht, Fee, ob ich ganz ernstlich daran glaube. Aber es ist mir doch nicht ganz geheuer. Diese Dinge sind mir eben von kleinauf so in Fleisch und Blut übergegangen. » — Er hatte sich vor dem Spiegel niedergelassen und begonnen, sich zu schminken. — « A propos Engagement! Direktor Kreno schreibt, wir möchten doch so bald als möglich kabeln, ob wir für seine dass der Mensch der Urzeit schon während seines ersten Auftretens viele jener intellektuellen Anlagen in sich trug, die ihm durch all die Jahrtausende bis hinein in unsere Tage unbegrenzte Entwicklungsmöglichkeiten offen Hessen. Ergriffen stehen wir vor den ungefügig geschnitzten und bearbeiteten Jagd- und Handwerkzeugen einer längst entschwundenen Epoche! — Wie rührend der Totenkultus einer jahrtausendalten Generation in seiner schlichten und einfachen Grosse! — Was der in der Urzeit der Weltseele schlummernde Menschengeist ahnend erfasste, ist uns heute Erkentnistatsache geworden. Was der Erdensohn in urfernen Zeiträumen in sich verspürte, ist schon ein Teilträger einer Kultur, die heute noch, nach Jahrtausenden, ungeahnte Zukunftsmöglichkeiten in sich birgt. F.H «Die Grube,» keuchte er, «der Schacht 10 — eingestürzt...!» Und im gleichen Augenblick schrie die Sirene zum drittenmal, diesmal langgezogen und dunkel, dass es wie ein Schluchzen klang... Schacht 10 — eingestürzt. Das war der neuerschlossene Schacht, dessen Bau noch nicht ganz vollendet worden, das Sorgenkind der Grubenverwaltung. Sein Gebiet umfasste die schwierigste Gesteinslagerung im Berg; gerade heute sollte der grosse Querstollen mit einem eigenen Stützwerk gesichert werden und — die Hälfte der Belegschaft befand sich unten. Die Hälfte der Männer und Söhne dieser Frauen. Der Mann erzählte mit hastigen Worten, was er wusste. Man habe nach allen Richtungen telephoniert, Rettungsmannschaften seien im Anmarsch, und auch der Rest der Belegschaft wurde, soweit möglich, aus dem Berg gezogen. Dies könne jetzt mitten in der Arbeit nicht ohne Gefahr und nur allmählich geschehen. Kostbare Minuten gingen verloren... Der Mann, der die Unglücksbotschaft brachte, verstummte und sah auf. Er sah auf und bemerkte, dass er von einem grossen Kreis von Frauen umringt war. Junge und alte Gesichter starrten ihn an und über alle hatte er den Schatten der Sorge, die Blässe der Angst gebracht. Da fuhr sich der Mann mit dem zitternden Handrücken über die Augen. Keine der Frauen sprach. Grosses Schweigen entstand. Quälendes Schweigen. Nur der kalte Wind strich durch die Büsche und Bäumchen, traf die Frauen ins Gesicht und Hess ihr Haar flattern. Da schluchzte eine alte Mutter auf, ganz hinten irgendwo in der letzten Reihe, und jetzt schrie eine der Jungen plötzlich: «Hilfe! Helfen! Wir müssen helfen, eh es zu spät ist!» Vielleicht — vielleicht waren sie doch noch zu retten! Hotel St. PETERSBOURG 33—35, rue Caumartin L'hötel Sulsse repute Garage, Te'le'gr.: Peterhotel, T6l6phone OpeYa 0210 Sommer-Tournee akzeptieren. Wir müssen uns also schlüssig werden, ob wir zu Kreno nach Deutschland wollen oder zu Ringling Brothers in die Vereinigten Staaten. In zehn Tagen ist unser Vertrag mit de Manzo abgelaufen. Es wird also höchste Zeit. — Dann ist auch ein Brief von meiner Mutter und einer von Cilly gekommen. Wenn sie dich interessieren... » Er suchte die beiden Schreiben wieder hervor. Fee nahm sie mit gespielter Gleichgültigkeit, vertiefte sich dann aber mit Eifer in die Lektüre von Cillys Brief, während Bux fortfuhr, sich zu schminken. Als Fee den Brief zu Ende gelesen hatte, sagte sie :• «Die tollen Küsse am Schlüsse finde ich bei Cillys Alter nicht gerade sehr passend. — Uebrigens scheint mir die Sache mit dem jungen Holländer nicht ganz so harmlos zu sein, wie Cilly tut. » « Wie meinst du das ? » « Nun, ich meine, es wird wohl eine reguläre Liebschaft sein.» Bux fuhr herum und starrte Fee ganz verblüfft an. Dann sagte er, sich wieder dem Spiegel zuwendend : « Ach was ! Da kenn' ich Cilly besser. » « Man könnte denken, du kommst aus dem Mustopf, wie der Berliner so schön sagt.» Fee lachte spöttisch auf. «Von Pappe ist Cillychen doch auch nicht! Und weisst du denn, wie sie sich in der Zeit entwickelt hat ? Ganz klar, dass sie mit dem jungen Mann ein Verhältnis hat! Oder meinst du. dass der Sohn eines Amsterdamer Kaufherrn eine Dompteuse heiraten will ? » (Fortsetzung siehe Seite 16.)