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E_1934_Zeitung_Nr.078

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16 AUTOMOBIL-REVUB

16 AUTOMOBIL-REVUB 1934 - N° 78 Abendkleid aus Crepe-Satin. (Modell Maison Peter, Zürich.) Braun, yon Weinrot ms zu eigenartigem Tulipe noir berücksichtigte und die erlesensten Blau herbeiholte, Grau alle Ehre antat und Schwarz seiner Bedeutung entsprechend heranzog. Abendtoi- Bux. (Fortsetzung von Seite 1 AF.) Bux erwiderte kein Wort. Auch Fee begann jetzt, sich umzukleiden. Nach einer Weile sagte sie, das erste Thema wieder aufgreifend: «Ich bin dafür, nach den Vereinigten Staaten zu gehen, dort fünf Jahre zu bleiben, ein Vermögen zu machen und dann den ganzen Zirkus-Klimbim an den Nagel zu hängen. > «Fühlst du dich denn so unglücklich dabei, Fee ? » fragte Bux traurig. « Du kannst doch mit deinem Erfolg wirklich zufrieden sein.» ! «Ja, aber dieses Milieu ! Die Artisten betrachten mich dazu auch noch als Outsider. Das ist auch nicht angenehm.» « Fee, sei offen : Ist das nicht deine eigene Schuld? Wenn du etwas nachsichtiger wärst — nicht nur auf die äussere Form sehen würdest. Es sind prachtvolle Menschen darunter ! — Und dann haben w i r uns doch ! Ist das nicht schliesslich genug ? > letten rieselten in Spitzen und Tüll graziös herab, wirkten durch Metalleffekte, huldigten ausgiebig dem Taffet, holten weichen Crepe envers Satin herbei, um auch dem Duchesse Verehrung- zu zollen. Was für reizvoll fassonierte und brochifTte Stoffe kleideten die Mannequins! Es flimmerten Pailletten, Jais bildete ganze Zeilen auf Aermeln, Goldpunkte wirkten wie Sterne auf dem Nachthimmel und wiederholten sich winzig am dazu passenden Antilopenhandschuh von A. Fiedler. Dem Samt erwies Frau Peter alle Ehre, unter anderem an einem Schleppkleid, dessen freie fallende Bahnen sich zum weichverhüllenden Mantelet drapieren Hessen. Zweifellos bildete die nicht im Programm detaillierte Parade der Abendtoiletten verschiedenen Genres den Clou dieser von Frau Peter gezeigten Kollektion, die durchaus erfolgreich und verfeinert war. Das gleiche gilt von ihren Hüten, die alle erdenklichen Varianten der heut geltenden Fassonen aufleben Hessen. Auch Frau Seiler bot mit manchem den Toiletten und Mängeln gut angepassten Modell einen interessanten Einblick in ihr Können und damit in die heutige, oft recht unverhoffte Ideen verwirklichende Hutmode. Das Schuhhaus Rivoli steuerte eine umfangreiche Kollektion bei. Es gab viel Ueberraschungen, wurden doch Modelle getragen, die sonst noch kaum gezeigt worden sind. Zum Beispiel der Promenadeskistiefel aus hellem Briarproof mit rotem Box kombiniert, von ausgezeichneter Wirkung, oder die reizvollen Pumps mit feiner Stepperei oder mit Goldlinien. Dann die eigenartige Garnitur aus fest aneinandergeraihten Lederröllchen auf dem ganzen Vorderblatt des Schuhs, ferner entzückende neue Lamballeschnitte oder immer wieder neue Ideen geschlossener Pumps mit Schnallen und Maschenverzierungen aus Leder. Modelle kamen, die weit herauf geschnürt sind, wie mit einem Leiterchen von Nesteln wirkend. Es wird ja der hochgeschlossene Schnürschuh angestrebt. Wird uns am Ende bald der Halbstiefel beschert? Viele Modelle aus stumpfem Chamois, mit weich glänzendem Chevreau, •vervollständigten die Toiletten, dazu traten mehrmals Lackschuhe zu Cocktailkleidern und sehr eleganten Nachmittagsroben. Phantasie in feinen Details wagte sich mehrfach am Schuh hervor, um sich zu den Abendtoiletten all der sandalenartigen Gebilde zu bedienen, die sogar statt glatter Lederstreifen zu schmalen Lederzöpfchen greifen, wohl ein Aequivalent des am Abend heute öfters aufgesteckten Haarzopfes. Es erschienen endlich auch farbige Abendschuhe, die mit anderen Accessoires harmonierten. Einen gewichtigen Anteil an der Revue nahmen die Pelze, die Rückmar & Cie. in verschwenderisch Aber er fühlte, dass er sich in diesem Augenblick selbst belog. Nein, sie waren einander nicht genug: Diese Ehe hatte nicht erfüllt, was Bux von ihr erhofft hatte! In der schwülen Nacht lag Bux lange schlaflos und dachte viel an Vergangenheit und Zukunft : Nein, Fee war ebensowenig glücklich in dieser Ehe wie er selbst! Sie hatte nicht den Reiz im Artistenlaben gefunden, den sie erhofft. Gleich am ersten Tage hatten die Verdriesslichkeiten begonnen, als Friedenthal sie mit einem «Guten Morgen, junge Frau !» begrüsst hatte. Und sie hatte nicht begreifen wollen, dass hierin durchaus nichts Respektloses lag. Nicht einmal Frau Direktor Kreno Hess sich mit «gnädige Frau» anreden. Wie konnte es die Frau eines engagierten Clowns verlangen ? Natürlich hatten die Artisten Fees Hochmut bald gewittert und sich ihr gegenüber kühl und verschlossen gezeigt. — Dann hatte Fee begonnen, die Enge des Wohnwagens zu bemängeln. Sie wollte zwei Salonwagen haben, wie das Ehepaar Kreno, und sah nicht ein, dass dies als höchst unpassend vermerkt worden wäre reichem Material wie in praktischen Modellen beigesteuert hatte. Es zeigten «ich sowohl die Gebrauchspelze, wie Fohlen und Bisam und der schon sportlich wirkende Seehund in erlesenen Modellen, sehr schlank in der Linie. Es kamen die von der Mode so bevorzugten Mäntel aus Indisch Lamm daher, die auch von nicht ganz schlanken Frauen getragen werden können. Ein grauer Fehmantel wurde der älteren Dame reserviert. Caracul, Persianer und herrlicher Breitschwanz waren nicht vergessen. Nutria und Ozelot belebten jugendlich schicke Fassonen. Viel Luxus strahlten Pelzecharpen aus Nerzen, Ozelot aus. Die Füchse aber mussten zu allen möglichen, die Schultern umfassenden anliegenden Kragen und Pelerinen und ganz der Phantasie folgenden Hüllen herhalten. Wenn wir auch noch nicht so weit sind, dass es wieder üblich ist, dass die Dame des Hauses ihre Besuche in Handschuhen empfängt, so sind doch Handschuhe wieder ein wichtiges Moderequisit geworden. Die Firma Max Fiedler hatte sich mit ihrer Kollektion sowohl den Modellen Brändli wie Peter mit viel Ueberlegung und einem kultivierten Geschmack angepasst. Sie macht nicht alle mög- Uchen Extravaganzen mit. Ist vielmehr tres parisien mit ihrer klassischen, nur durch ganz diskrete Effekte gesteigerten Linie. Lange Schlüpfer, ein ganzes Sortiment abwechslungsreicher Stulpenhandschuhe für Strasse und Nachmittag und diskret wirkende Albendhandschuhe, worunter einige im Dekor den Abendroben angepasst, fanden viel Beachtung und gaben den Kleidern oft ein ganz diskretes Finish. Auch die Firma Hans Locher & Cie. bewies, dass sie sich mit ihren Handtaschen als gewichtiger Mitspieler in diesem Modeorchester fühlte. Soeben in Paris kreierte Modelle kamen ans Tageslicht. Immer in Form, Material und Farben, bis ins kleinste den Toiletten angepasst. Es fehlte so wenig die seitlich aufgehende Unterarmtasche wie der drehibare Schlaufgriff, noch die flachen Henkel zum Herunterlegen an der Börsenfasson. Auch aparte Deckeltaschen gab es. Als Material erwähnen wir viel geschmeidiges Boxcalf, grob gepresste Leder, auch noch grauweisses Eidechs. Und für den Abend gab es Silber- und Goldleder, einen ganzen Geschenkkorb voll feinster Petitpointtaschen. Ferner flirrten und gleissten Pailletten, Similis und Jais. Im ganzen war es eine blendende Schau, die in ihrer Vollständigkeit der Einzelheiten und ihrem Zusammenspiel mit den Toiletten nicht so leicht überboten wurde. Sie darf nächste Saison wiederkommen! E. Seh. und dass auch die Gage, bei den hohen Spesen für die Tiere, für solchen Luxus nie gereicht hätte. — Und dann Fees kühles, fast ablehnendes Verhalten Cilly gegenüber! Das hatte ihm so manche bittere Stunde bereitet. Auch an Cillys Zukunft dachte Bux in dieser Nacht viel: Fee hatte ihn durch ihre Bemerkung doch beunruhigt. Das Kind war schon, monatelang ganz allein in Paris. Hatte man da nicht doch zu leichtsinnig gehandelt ? Nein, es gab gar keine Frage mehr : Er musste nach Deutschland'! Schon zu lange war er von Cilly fort. Er musste nach dem Rechten sehen. Das war seine Pflicht! Am andern Morgen sagte Bux beim Frühstück : «Fee, ich habe mir alles in dieser Nacht reiflich überlegt. Ich werde Ringling Brothers heute abtelegraphieren. Schon deshalb will ich nicht in die Vereinigten Staaten, weil ich fürchte, man könnte auf die wahnsinnige Idee verfallen, diesen widerlichen Prozess gegen mich ein drittes Mal aufzurühren. » «Das heisst also: Wir gehen nach Deutschland zu Zirkus Kreno?» fragte Fee lauernd. Kleine Winke — grosse Hilfe Elektrische Ströme im Munde entstehen leicht durch zahnärztliche Einlagen aus Metallen verschiedener Art — « \malgam-Elektrolyse » — oder bei Anwesenheit metallischer Einlagen und gleichzeitiger gewohnheitsmässiger Berührung der Mundschleimhaut mit Gegenständen aus andern Metallen, z. B. Blasinstrumenten. Solche elektrischen Ströme können leicht zur Schleimhautentzündung und zu Zahnerkrankungen führen. Alkohol kann auch auf Pflanzen anregend wirken. Durch Alkoholdämpfe wird das Reifen von Tomaten beschleunigt. Die Kniebeuge — eine Herzkontrolle. Als Maßstab für die Leistungsfähigkeit des Herzens gelten 10 tiefe Kniebeugen innerhalb von 40 Sekunden. Ein gesunder Mensch zeigt danach eine Pulszunahme von zehn Schlägen, die nach zwei Minuten wieder ausgeklungen sein müssen. Eine indische Entfettungskur. Ein in richtiger Weise ernährter Körper, dem abwechslungsweise, nicht zu üppige Kost zugeführt wird, ist gegen Krankheiten sehr widerstandsfähig. Nicht widerstandsfähig dagegen ist ein übermässig ernährter Körper, dessen Organe für die Nahrungsaufnahme und die Verdauung nicht genügen. Ein von dem Zürcher Arzt Dr. Lobeck empfohlener indischer Entfettungstee besitzt alle Mittel gegen die gefährliche Fettsucht. Das sogenannte «hidan», 'das sowohl in Teewie in Tablettenform genommen werden kann, enthält weder Jod noch Drüsenpräparate (Hormone) und kann ohne Gefahr für die Organe eingenommen werden. «Ja, natürlich.» «Aha !» «Was meinst du mit diesem ,Aha'?» «Dass du nur Cillys wegen wieder zu Kreno willst.» «Nicht nur, aber hauptsächlich. Deine Bemerkungen haben mich sehr beunruhigt.» F^e erwiderte nichts. Erst nach einer Weile fragte sie: «Du glaubst doch, dass Kreno mich auch engagieren wird?» «Ich hoffe es bestimmt.* «Wir nehmen doch Lorenzo mit?» «Sehr gern tu ich's nicht. Aber wenn dir viel daran liegt...» «Wer soll denn die Pferde auf der Ueberfahrt versorgen?» «Das wäre kein Grund. Das könnte ja Tom mit besorgen. Und ich selbst bin ja auch da.» «Was hast du nur gegen Lorenzo? Er ist doch ein ausserordentlich zuverlässiger Pferdepfleger?» «Das gebe ich zu. Aber...» — Bux zögerte einen Augenblick — «... Brahma mag ihn nicht. » (Fortsetzung folgt.) EUCHATEL WINZERFEST GROSSER F E S T Z U G g e s c h l o s s e n e m U m k r e i s Zirka 1000 Teilnehmer KONFETTISCHLACHT Eintrittspreise : Sitzplatz Fr. 2.50, Stehplatz Fr. t.50, Stehplatz Kinder und Militär Fr. 0.50 (einschl. Steuer). Billettvorverkauf bei den Firmen Foetisch freres S.A., Hug & Co., C. Müller fils, Neuchätel. Extrazüge nach allen Sonntag,30.September, punkt15Uhr DAS FEST WIRD NICHT VERSCHOBEN Richtungen. STARKE ERMÄSSIGUNGEN. Auskünfte an den Bahnhofschaltern und durch die Plakate. Entwicklung unserer Bilanzsumme 1930 Fr. 128,016,675.— 1931 Fr. 144,444,551.— 1932 Fr. 151,687,995.— 1933 Fr. 160,030,500.— Wir sind zur Zeit Abgeber von 4 % OBLIGATIONEN Schweizerische Seit 29 Jahren inserieren gewisse Firmen in der „Automobil-Revue", weil sie damit gute Erfahrungen gemacht haben. unserer Bank, 3—5 Jahre fest. Solide Titel werden an Zahlungsstatt genommen Genossenschaftsbank St. Gallen, Zürich, Basel, Genf, Appenzell, Au, Brig, Fribourg, Martigny, Ölten, Rorschach, Schwyz, Sierre, Widnau. Garantie-Kapital und Reserven rund Fr. 22,000,000.— ERIKA UNDERWOOD IDEAL etc. Sehr günstige Vermietung ä, Er. 10 bis Fr. 20 per Monat. Bei Kauf volle Abrechnung der Miete. GARANTIE W. Häusler-Zepf, Ölten Raucht die altbewährten Mella Stumpen Gelbes Päckli 70 Cts Rotes „ 80 „ Havanna gepresst und rund Fr. 1.— Inserieren Sie auch? Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagne CH Touring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. 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W 78 - 1934 /TüTOMOBIL-TTEVUE 17 Tourismus Wohin die Fahrt? (Siehe auch AF No. 74 und 76.) Oesterreich. Osterreich wird zum Grossteil von den Ostalpen bedeckt; nur im äussersten Osten und Norden weist es ebene Gebiete auf. Eine Fahrt durch Oesterreich soll, um Einblick in die Verschiedenartigkeit des Landschaftsbildes zu gewähren, folgende Gebiete umfassen: Tirol und Vorarlberg, insbesondere mit dem Arlberg und Flexenpass, dem seegeschmückten Fernpass, einer Seilbahnfahrt auf die Zugspitze oder das Hafelekar bei Innsbruck, einem Abstecher zum Achensee; von Salzburg aus eine Fahrt auf den Gaisberg auf prächtiger Autostrasse; das Salzkammergut mit herrlichen Gebirgsseen, besonders dem Wolfgangsee, Attersee, Traunsee, Hallstättersee, dem Gschüttpass und der Pötschenhöhe; südlich davon die Tauernhöhe und der Katschberg als Verbindung zu der Grossglockner-Hochalpenstrasse von Heiligenblut, die der autotouristische Glanzpunkt Oesterreichs ist; in Kärnten das prächtige Seengebiet, Wörthersee, Ossiachersee, Millstättersee, Faakersee; die steiris-chen Alpenstrassen: Präbichl, die Strassen um Mariazeil und der Semmering, der nach Niederösterreich hinüberleitet; zwischen Melk und Krems das berühmte, ruinengeschmückte und sagenumwobene Donautal der Wachau mit beidseitigen Uferstrassen; für kleinere Ausflüge von Wien, der liebliche Wienerwald und das an Ungarn angrenzende Burgenland. 1 ) Die Tschechoslowakei. Sowohl in landschaftlicher wie auch in kultureller Hinsicht schliesst die tschechoslowakische Republik Gegensätze in sich, wie kaum ein anderes europäisches Land. Autotouristisch sind vor allem Böhmen und Mähren, Länder uralter Kultur, durch gute Strassen erschlossen. Dies gilt besonders vom westböhmischen Kurgebiet mit Karlsbad, Marienbad und Franzensbad, einem waldreichen Land mit lieblichen Tälern, durch die man das Erzgebirge, an das sich das Lausitzer und Riesen-Gebirge anschliessen, erreichen kann. Das Elbetal zwischen diesen Gebirgszügen ist landschaftlich so schön, dass es als «Böhmisch-sächsische Schweiz» bezeichnet wird. — Mag man ansonsten auch auf eingehendere Städtebesichtigungen verzichten, bei Prag, diesem uralten Kulturzentrum, muss man eine Ausnahme machen! — An Mähren schliesst sich gegen Osten die Slowakei, deren touristisches Zentrum das Gebiet der Hohen- Tatra *) An Führer- und Kartenmaterial für Oesterreich seien empfohlen: «Alpenführer» und «Oesterreich-Karte», Massstab i : 1 000 000, beide bei Ver- Ia$r Hallwag, Bern. Zürich Göschenen .WK Umladestelle für die Autos nach und von Airolo. Kalte nnd warme Speisen zu jeder Tageszeit. Auskunft über Fahr- nnd Transportverhältnisse. Tel. 11. (Nicht zu verwechseln mit Hotel Bahnhof.) Höfliche Empfehlung Steiqer-Qurtner. Witikon Restaurant Roxy-Bar Restaurant Neue Post Angenehmer Ausflug zum Mittag- oder Abendessen. Spezialitäten aus Küche und Keller. GeseLUohaftesäle. Grosse, schöne Gartenwirtschaft. Morgenthaler Kegelbahn. Tel. 20.328 E. Weber WiRKTI Das gediegene Restaurant Weinspezialitäten, Grill-Küche DieBAR mit bescheidenen Preisen ZÜRICH LOEWÖiSTR.51 Y*»l.k..U IM BSMM 71HMA*II Rebgasse-Müllerstrasse Zürich 4 ist; durch diese prächtige Hochgebirgsgegend führen mehrere gute Strassenzüge. Im übrigen sind die Strassen der Slowakei zwar breit, jedoch sehr schlecht und stets überaus staubig; auch ist die Gegend meist eintönig. — Im östlichsten Zipfel der Republik liegt Karpathorussland, das fast zur Gänze von den Karpathen bedeckt wird; die Befahrung dieses Gebietes ist an sich interessant, um das vielfach sehr primitive Leben der Einwohner kennenzulernen, doch sind die Reisebedingungen sehr ungünstig. Das Gebiet soll jedoch dem Verkehr erschlossen werden zu dem Zweck unter anderem die Errichtung grosser Kriegsdenkmäler, die an die Verteidigung der heutigen tschechoslowakischen Staatsgrenze, des Karpathen-Hauptkammes, durch die österreichisch-ungarischen Truppen gegen die über Lemberg und Przemysl eingedrungenen Russen erinnern und die ehemaligen Kriegsteilnehmer zum Besuche veranlassen sollen. 2 ) Polen. Polen liegt für den gewöhnlichen Touristikverkehr etwas sehr weit gegen Osten ab? dazu kommt, dass es landschaftlich weniger bietet als irgendeines der anderen grossen Länder Europas. Auch als Durchfahrtsgebiet kommt es kaum in Frage, weil der Autotouristikverkehr nach Russland praktisch vollkommen unterbunden ist. Immerhin muss hervorgehoben werden, dass in den letzten Jahren das Strassennetz wesentliche Verbesserungen erfahren hat, was insbesondere bezüglich des « Korridors », der Deutschland in zwei getrennte Teile zerschneidet, zutrifft. Der Besucher Polens wird sich demnach in erster Linie auf die Besichtigung der Städte, die vielfach alte Bauwerke aufweisen und von Festungswerken umschlossen sind, einstellen müssen. Von den neuerbauten Anlagen ist vor allem Gdingen (Gdynia) interessant, das vor zehn Jahren noch ein unbeachtetes Fischerdorf war, während nun innert kürzester Zeit, nachdem Polen seinen eigenen Zugang zum Meer besitzt, als Konkurrenz für Danzig ein modernster Hafen förmlich aus dem Boden gestampft wurde. — Im südlichsten, ehemals österreichischen Teil Polens sind als Grenzwall die einzigen nennenswerten Erhebungen anzuführen : die Westbeskiden, das Tatra-Gebirge, die Karpathen. Kriegsgeschichtlich interessant ist ein Besuch von Krakau, Przemysl und Lemberg. •) Nähere Angaben über die Tschechoslowakei sowie genaues Kartenmaterial in «Europa-Touring» u. Karte d. Tschechoslowakei, Massstab 1:1000 00$ beide im Verlag Hallwag, Bern. Für schöne, genusereiche Fahrten im Tessin eignet sich das milde, sonnige Herbstwetter vortrefflich. In- und ausländische Gäste halten sich in diesen Tagen besonders zahlreich in den weltbekannten Kurgebieten um den Langeneee und Luganersee auf und gemessen die stimmungsvolle, abwechslungsreiche Landschaft und den angenehmen und selbstverständlichen Komfort der weit über die Grenzen der Schweiz hinaus bekannten Tessiner Hotelpaläste. Von der Passhöhe des St. Gotthard mit den hübschen Seen und der Aussicht auf die Tessiner Alpen ist es für Automobilisten nur ein Sprung bis Bellinzona. Airolo, die obere Leventina, die prächtige Schlucht des Dazio Grande, Faido, Biasca, die ganze schöne Route der Talsohle des Tessin entlang mit den herrlichen Ausblicken rechts und links auf die an den Berghängen zerstreut liegenden Tessiner Dörfchen, liegen sozusagen im Nu hinter uns und Weekend- Fahrt (Fortsetzung folgt.) .. Herbstfahrten im Tessin ZUG. Das PrivatvergnDgen im Theater oder das Lachen an ungeeigneter Stelle. in dem von den wuchtigen drei « Gastelli» überragten Bellinzona hat man die oft recht schwierige Wahl, sich für Locarno oder Lugano, Langeneee oder Luganersee zu entscheiden. Kleine Tagesfahrten im Automobil lassen sich ganz vorzüglich von Locarno aus unternehmen. So ins Maggiatal über Avegno (hübsche mittelalterliche Kirche) nach Maggia (die Barockkirche S. Maurizio und die Kapelle S. Maria delle Grazia di Campagna sind sehenswert), Cevio (interessante Propsteikirche) und Bignasco. Charakteristisch für diese Strecke des Tales ist die flache, breite Talsohle (im oberen Teil vollständig verwüstet). Auf beiden Seiten fast senkrechte, bis 1000 Meter hohe Granitfelswände mit unzähligen Wasserfällen. Von Bignasco steigt die Strasse rasch, immer der rauschenden Maggia folgend, nach Broglio, Prato und Peccia. Hier die grössten Kastanienbäume des Tessins mit 7 bis 8 Meter Umfang. Von Peccia geht die Fahrt auf schmaler, aber gut auegebauter Strasse in 19 Spitzkehren nach Fusio; sie ist nur für mittlere und kleine Wagen zu empfehlen. Von Cevio führt eine schmale Strasse nach Canrpo und Cimalmotto, die beide sehenswerte Barockkirchen besitzen. Unterwegs, bei Gerentino, zweigt eine neue, sehr schmale und steile, nur 3 Meter breite Strasse (Ausweichstellen) nach Bosco ab, dem einzigen deutschschweizerischen Dorf im Tessin, dessen Bewohner ursprünglich aus dem Oberwallis eingewandert sind. Die Fahrt von Locarno hinauf bis nach Fusio ist nur 47 km lang und durch die romantische Landschaft äusserst reizvoll. Eine der schönsten Touren im Tessin ist aber unstreitbar die Fahrt von Locarno ins Val Onsernone. Bis Cavigliano verläuft die Strecke gemeinsam mit der Centovalliroute, sweigt dann aber beim letzten Haus des Dorfes rechts ab und führt steil aufwärts Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners CHTouring, Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. für Ferien- und Kuraufenthalt. Gut geführte Hotels und Pensionen Ueber ein Dutzend Kinder-Kurhäuser. Prospekte und Auskunft durch das Verkehrsbureau Unterägeri, Telephon 4. T.C.S. A.C.S. Pension Fr. 7.50—8.50. Behaglich u. ruhig. Ideales Strandbad. Grosser Seegarten. Prospekte. Der neue Besitzer: Ernst Infanger. Humor Zugerland Zugersee — Aegerisee Unterägeri Höllgrotten BAAR Walchwil Hotel Kurhaus Gottschalkenberg, 1150 m Ü. M. Fr. 3 — Zugerberg Gutgeführte Hotels. Pensionen und Kinderheime. Auskünfte und Prospekte durch das kant. Verkehrsbureau Zug. Mittagessen ab Fr. 350. rt. Weine. Schönste Tropfsteinhöhlen der Schweiz. Naturwunder I. Ranges. Hotel Löwen A.C.S. am See T.C.S. Ein gutes Essen. Qualitätsweine. Rasche Bedienung. Saal für Gesellschaften. Grosse Parkplätze. Garage. Tankstelle. • Telephon 40.073. Neue Bes. Qeschw. Schaffner & Qreter Autostrasse von Aegeri and Biberbrücke. Mit seinem prachtvollen Panorama auf Alpen u. Seen wird Ihnen unvergesslicb bleiben. Zimmer ab Weekend-Arrangements. Tel. 624. Die Direktion. durch malerische und interessante Dörfer nach Spruga. Auch diese Strasse ist sehr kurvenreich und nur mittleren und kleinen Wagen zu empfehlen. Sie besitzt Ausweichstellen und ist gut ausgebaut. Die Strasse durchs Centovalli führt von Locarno nach Cavigliano und Intragna (bemerkenswerte Barockkirche mit 70 Meter hohem Glockenturm) und auf schmaler, kurvenreicher Strasse mit prächtiger Aussicht in die Tiefe und in die Ferne nach Camedo hinauf, dem letzten Tessiner Dorf und hinunter zum Zoll an der mächtigen Ribellascabrücke. Bis hier verläuft die Route durch ein wildromantisches tiefeingeschnittenes, schluchtartiges Tal mit Hunderten von kleinen Seitentälern (daher der Name « Centovalli >). Wer von hier nach Domodossola zur Simplonroute möchte, der fahre vom Wallfahrtsort Re (das Tal weitet sich hier) immer langsam ansteigend über Malesco bis Santa Maria Maggiore. Von diesem Höhepunkt der Paßstrasse geniesst man einen herrlichen Blick auf die Monte-Rosa-Gruppe und auf die Onsernoneberge. Von hier an verläuft die Route kurvenreich und steil abwärts durch ein« Schlucht in die Ebene von Domodossola. Büchertisch c Pfeffermünz und Magebrot.» — Unter diesem Titel erscheint im Volksverlag Elgg demnächst eine neue Folge der beliebten heiteren Gedichte von Alfred Huggenberger. Wie schon die bekannten € Stachelbeeri » und « Oeppis us em Gwunderchratte » wird auch das neue, 144 Seiten starke Bändchen, das eine Fülle von überaus gelungenen Beiträgen enthält, von Hans Witzig reich illustriert sein. b. Kleine Notizen Die Seva-Lotterie startet zur letzten Runde. Die Lotterie, welche die Berner unter diesem Namen zu Gunsten verschiedener gemeinnütziger Bestrebungen aufgenommen und mit einem Haupttreffer von 250.000 Fr. ausgestattet haben, hat schon % A aller verfügbaren Lose abgesetzt. Es wird damit gerechnet, dass die noch verbleibenden in den allernächsten Wochen ihre Käufer finden werden, worauf dann die Ziehung erfolgen kann. So «startet» die Seva gegenwärtig zur «letzten Runde». Wie uns die Initianten vor kurzem berichteten, machten sie sich anfangs ziemlich Sorgen darüber, ob bei der gegenwärtigen Zeitlage für rund zwei Millionen Franken Lose abgesetzt werden könnten. Doch der Verkauf liess sich besser an, als erwartet wurde, so dass innert wenigen Wochen die Nummern, auf welche die 1000 Preise entfallen, bekannt werden dürften. Wer noch Lust hat, sich an dieser neuartigen Lotterie zu beteiligen, möge sich darum beeilen. Er braucht, um mitzumachen, nicht so weit zu gehen, wie jener englische Club, der sich gleich 800 Stück bestellte und den Organisatoren dafür einen Scheck im Betrag von 1000 £ übersandte! EGLISAU Restaurant Waldheim Fischküche, Bauernspezialitäten, selbst eingekelterte Landweine. Schönste Lage direkt am Rhein. Höflich empfiehlt sich : Hrch. Hausheer. Tel. 85. Gute Schriften Abonnement er Verein D gute Schriften In Bern offeriert seinen Mitgliedern, die mindestens Fr. 8.— Jahresbeitrag zahlen, die portofreie Zusendung der 12 Monatshefte, |eweilen- sofort nach Erscheinen. Anmeldungen nimmt entgegen der Geschäftsführer des Vereins, Fr. Mühlheim, Lehrer in Bern, Distelweg 15.