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E_1934_Zeitung_Nr.081

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Die Ueberraschung für

Die Ueberraschung für 1935 Tüchtige Vertreter gesucht. Spider Fr. 3600.— Für die berühmten englischen Wagen, die in der grössten Fabrik Grossbritanniens hergestellt werden, sind in den verschiedenen Fabriken 40.000 Arbeiter im Herstellungsprozess beschäftigt. bringt seine neueste Schöpfung, den 4 Zylinder-Motor, 8/24 PS, 6 Steuer-PS, langes, extra tief gebautes, kreuzverstrebtes Chassis, doppelte Akkumulatoren- Batterie, hydraulische Lockheed-Bremsen, unabhängige, mechanische Handbremse, Räder mit hohlen Felgen und Superballonpneus 5,25x16. Luxuriöse und geräumige Karosserien. Aerodynamische Form. Sämtliche Scheiben aus Sicherheitsglas „Triplex". Innenlenker Fr. 3900.—bis Fr. 4200.- Tüchtige Vertreter gesucht. MORRIS „EIGHT die Ueberraschung für 1935 Neben diesem Modell „EIGHT" fabriziert Morris im Jahre 1935 ebenfalls den Morris Ten Six, 6 Zylinder, 7 Steuer-PS, den Morris Fifteen Six, 6 Zylinder, 10 Steuer-PS und den Morris Oxford Twenty Six, 6 Zylinder, 13 Steuer-PS. Sehen Sie sich die Morris-Modelle in unseren Ausstellungsmagazinen in Genf und im Automobil-Salon in Paris vom 4 14. Oktober 1934 an, wo Herr Nigg persönlich zugegen sein wird und zur Verfügung der Kundschaft steht. Lieferungswagen Fr. 3400.— AUTOMOBIL-REVUE 1934 - JVs 81 kk Generalagentur für die Schweiz - Direkter Import: Grand Garage Place Ed.Claparede S.A., Genf Telephon 41.244 Telephon 41.244 CH. NIGG, ADMINISTRATOR Isehen. Aber Ende gut — alles gut! Burggaller holte sich in fabelhafter Form den zweiten Platz. Fünf deutsche Wagen von sieben! Nachrechnen: In der unbeschränkten Klasse waren 17 Wagen gestartet, sechs deutsche, elf Ausländer. Ans Ziel kamen nurmehr acht Wagen, sieben gewertete, ein ungewerteter — neun Wagen schieden aus: acht Ausländer und ein Deutscher — sieben bewertet am Ziel: fünf Deutsche und zwei Ausländer. Eine günstige deutsche Bilanz! Bergrennen Lecco-Maggfo. Bei schönstem Wetter wurde am letzten Sonntag das italienische Bergrennen Lecco-Maggio, organisiert vom A.C. von Como, durchgeführt, das über eine 12 km lange Strecke führte und einen Höhenunterschied von 527 m aufwies. Der Tagessieg fiel an den bekannten Italiener Premoli (B.M.P.), der die Strecke in 8 Min. 22 Sek. erledigte (Std.Mittel 86,5 km/St.). Zweiter wurde Cornaggia auf Alfa Romeo. Bei den Sportwagen bis 2000 ccm siegte Graf Lurani (Maserati) mit 8 Min. 52 1/5 Sek. Shelsley-Walsh-Bergrennen. Auch das 2. Shelsley - Walsh - Bergrennen dieses Jahres hatte, wie das 500-Meilen-Rennen von Brooklands vor einer Woche, unter stärkstem Regenwetter zu leiden. Die Veranstaltung, an der am letzten Samstag ein grosser Teil der englischen Elite teilnahm, ergab deshalb keine neuen Rekorde. Die absolute Bestzeit für die 900 m lange Strecke von 40 Sekunden, die Whitney Straight im letzten Juni aufstellte, blieb bestehen. Der Amerikaner fuhr auch diesmal mit seinem Maseratiwagen und erzielte mit 44 1/5 Sek. die zweitschnellste Zeit des Tages. Als schnellster Pilot konnte sich Raymond Mays auf seinem neuen E.R.A.-Rennwagen klassieren, der eine Fünftelssekunde schneller als Straight war. In der Klasse bis 750 ccm klassierte sich JDriscolI auf seinem Austin mit 46 3/5 Sek. als Erster. In der 1100 ccm-Klasse triumphierte E. R. Hall auf M.G. Magnette mit 46 Sek., in der 1500 ccm-Klasse Mays auf E.R.A. mit 46 Sek., in der 2000 ccm-Klasse wiederum Mays auf. E.R.A., diesmal mit 44 Sek., in der 3 Liter-Klasse Straight auf Maserati mit 44 1/5 Sek., und in der 5000 ccm- Klasse E. R. Hall auf Bentley mit 48 Sek. Bergrennen Vertnlcino-Rocca dl Papa. Das klassische römische Bergrennen Vermicino- Rocca di Papa wird am nächsten Sonnlag erneut stattfinden. Das Rennen, das über eine 14,4 km lange Strecke führt, ist ausschliesslich für Sportwagen reserviert. Die Besetzung ist sehr vielversprechend. Als besondere Neuigkeit ist der Start von Piero Taruffi zu melden, der ja bekanntlich am Grossen Preises von Tripolis verunglückte und seitdem nicht mehr aktiv tätig war. Taruffi fährt einen Alfa Romeo der Scuderia Ferrari. Im weitern haben sich folgende bekanntere Fahrer für das Rennen eingeschrieben: Premoli (Maserati), Cecchini (M.Q.), Argentiero (Alfa Romeo), ein noch nicht bekannter Vertreter der Scuderia Subalpina usw. von Neapel gewählt wurde. Die Rundstrecke ist 4 km lang, reich an Steigungen, Gefälle und Kurven. Man rechnet mit Maximalgeschwindigkeiten von 100 km/St. Das Rennen wird in Vorläufe zu 15 Runden und einen Schlusslauf von 50 Runden untergeteilt. Die Scuderia Ferrari lässt sich mit Varzi, Trossi und Tadini oder Comotti vertreten, und Nuvolari startet mit dem neuen Maserati 3500 ccm. Im übrigen wird versichert, dass Fagioli mit einem Mercedes-Benz und Brivio mit einem Bugatti konkurrieren werden. An dem Rennen dürfen nur italienische Fahrer starten. Zwei grosse Rennen in der baskischen Provinz. Der französische A.C. vom Basco- Bearnais wird im Jahre 1935 zwei grosse internationale Rennen in seiner Provinz durchführen. Das Rundstreckenrennen von Pau ist auf den 24. Februar angesetzt, und am 1. September folgt ein weiteres Rennen in Biarritz. Ein grosser Preis der Niederlande. Wie aus dem kürzlich veröffentlichten Sportkalender der grossen Rennen des Jahres 1935 hervorgeht, ist für die nächste Saison auch ein Grosser Preis der Niederlande eingeschrieben worden. Man erfährt nun über diesen geplanten Anlass, der auf den 15. September angesetzt ist, weitere interessante Einzelheiten. Das Rennen wird auf einer neuen schnellen Rundstrecke bei Heerlen ausgetragen. An dem Ausbau des Circuits wird zurzeit gearbeitet. Die Veranstalter, der A.C. von Holland, beabsichtigen ein grosszügiges Rennen aufzuziehen, zu dem nur die berühmtesten Fahrer eingeladen werden. Diese Veranstaltung wird das erste grössere Automobilrennen auf holländischem Boden bilden. Der Grosse Preis von Tripolis 1935. Der Grosse Preis von Tripolis des Jahres 1935, bekanntlich das «Rennen der Millionen», beschäftigt schon jetzt wieder die italienischen Sportkreise. Die' Veranstaltung, die an Höhe der Preise unerreicht dasteht, wird auch nächstes Jahr hervorragend gut dotiert" sein. Anlässlich des Grossen Preises von Tripolis soll 1935 auch eine bedeutende Sternfahrt aufgezogen werden, deren Aufnahme in den internationalen Sportkalender geplant wird. Diese Sternfahrt wird allein mit 50,000 Lire an Preisen beschickt sein. Der überaus schnelle Gircuit von Tripolis soll auf das nächstjährige Rennen hin noch weiter ausgebaut werden. Englisches Donington-Park - Fundstreckenrennen. Das nächste Wochenende bringt im Automobilsport nur noch Ereignisse von mehr nationaler Bedeutung. Als wichtigste Veranstaltung findet am Samstag in dem bekannten Donington-Park in Mittel-England ein interessantes Rundstreckenrennen statt, Verbesserungen der Rundstrecke von Monte das die grösste sportliche Veranstaltung darstellt, die bis jetzt in diesem dem Automobil- das klassische Stadt-Rundstreckenrennen Eu- Carlo. Der Grosse Preis von Monte Carlo, sport geöffneten Parke durchgeführt wurde. ropas, wird nächstes Jahr am 22. April stattfinden. Der Anlass soll wiederum die inter- Die Veranstaltung zerfällt in 3 Rennen: einen 100 Meilen-Lauf der Wagen bis 1500 ccm, nationale Rennsaison würdig einleiten. Bereits sind die Vorarbeiten für die Veranstal- einen 50 Meilen-Lauf für grosse Wagen, und einen weitern 10 Runden-Lauf wieder für tung an die Hand genommen worden. Die Wagen bis 1500 ccm. Das Hauptrennen wird Organisatoren beschlossen, die Rundstrecke auf jeden Fall der am besten besetzte 100 einem sorgfältigen Ausbau zu unterzieher' Meilen-Lauf der Maschinen bis 1500 ccm um die Strecke noch schneller zu mache, bilden. Wiederum ist die englische Elite an und gleichzeitig für die Fahrer noch sicherer dieser Veranstaltung vertreten. Auf M.Q. zu gestalten. Midget fahren u. a. Everitt und Dunfee, auf dem neuen E.R.A.-Wagen Raymond Mays Langsatnkeltsprüfung in Paris. In Paris und H. W. Cook, auf M. O. Magnette Dodson, Seaman und Horton, auf Riley Dixon. fand kürzlich wiederum die populäre Langsamkeitsprüfung auf den Montmartre statt. Cyril Paul und MacLure, auf Bugatti Lord Der Citroenfahrer Pommerol wurde Tagessieger; er brauchte für die 660 m lange Howe, Eccles, Staniland, Rayson und Cholmondeley-Tapper, auf Maserati Whitney Strecke 1 St. 16 Min. und 17 Sek., was dem Straight, auf Delage Lord Howe, auf Frazerkaum gefährlichen Durchschnitt von 519 m/ Nash Aldington und auf Alfa Romeo Penn St., entspricht. Der Zweite war mehr als Hughes, usw. eine halbe Stunde « schneller »... Noch zwei Rundstreckenrennen in Italien. Die nationale italienische Saison 1934 wird mit 2 bemerkenswerten Rundstreckenrennen abgeschlossen werden. Am 14. Oktober findet in Modena, dem Sitz der Scuderia Ferrari, ein weiteres Stadt-Rundstreckenrennen statt, dessen Besetzung sehr interessant zu werden verspricht. Die Scuderia Ferrari und Maserati ordnen offizielle Vertreter ab und auch Tazio Nuvolari und Taruffi haben sich bereits eingeschrieben. Am 21. Oktober folgt dann in Neanel das Rundstreckenrennen um die Coppa Principe di Piemonte, für die ebenfalls ein neuer Circuit im Vittoriapark « Eine Zurechtweisung ». In einer letzten Nummer lässt der « Sport» unter dieser Spitzmarke eine richtige Philippika gegen den Unterzeichneten los, weil bei zwei verschiedenen Gelegenheiten auf eine voreilige Kritik der Rennresultate des Grossen Preises der Schweiz hingewiesen worden war. In der Sprache dieses Blattes heißst unsere zweimalige Stellungnahme, u. a. «chronisch gewordene Bengelei » Wir können um so eher davon absehen, mit gleich schwerem Kaliber aufzufahren, als unsere Bemerkungen sich deutlich genug nicht nur an den « Sport», sondern allgemein an die zwei oder drei Berichterstatter wandten, welche die Resultate in ähnlichem Sinne kommentiert hatten. Materiell ist unseren früheren Darlegungen nichts beizufügen. Der Korrespondent des Zürcher Sport- Wattes hat sich in aller Form beim Organisationskomitee entschuldigt und hat auch dem Unterzeichneten in seiner Eigenschaft als Pressechef der Veranstaltung sein Bedauern ausgesprochen (obwohl das Pressekomitee für die kritisierten Ergebnisse in keiner Weise verantwortlich war). Wir anerkennen diese durchaus korrekte Erledigung der Angelegenheit, die im einen Falle dem Unterzeichneten allerdinge erst verspätet zur Kenntnis kam, eehr gerne. Bevor übrigens eine Richtigstellung der von irrtümlichen Voraussetzungen ausgehenden^ Kritiken einiger Blätter (worunter nur die des «'Sport» als anerkanntes Fachblatt von Gewicht sein konnte) in der « A.-R. » erfolgte, hat sich der Unterzeichnete brieflich an die Schriftleitung des Zürcher Blattes gewandt, um sie auf den Irrtum aufmerksam zu machen. Acht Tage später wurde uns dann eine Behandlung der Angelegenheit in Aussicht gestellt, die aber jetzt noch fällig ist. An ein derart gemütliches Tempo in journalistischen Angelegenheiten sind wir aber selbst in Bern noch nicht gewöhnt Dr. A. Büchi.

N» 81 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 5 Pariser Salon 1934 Vor der Eröffnung. Als Berichterstatter, der notgedrungen der übrigen Menschheit immer um eine Nasenlänge voraus sein muss, bedauert man besonders in Paris jedesmal von neuem, dass nicht auch dem grossen Publikum einma ein Einblick in das Werden einer internationalen Autoausstellung im allgemeinen und des Pariser Salons im speziellen gewährt werden kann. Als Erlebnis sind die beiden letzten Tage vor der Eröffnung unvergleichlich. In ihrer endgültigen Aufmachung kann die Schau nachher noch so interessant sein — verglichen mit den Vorbereitungsarbeiten ist sie stumm, starr und tot. Vorbei der erbitterte Wettkampf mit der Zeit, der gewaltige Schöpfungsakt, das gewaltige Fest der Arbeit, das einem im Bann hält, bis Augen, Füsse und Kopf zu versagen drohen. Versperrt der Blick hinter die Kulissen, die eine ganze Welt für sich umschliessen. Eine Welt, die noch jetzt, einen Tag vor der. Eröffnung, wie ein gigantisches Chaos anmutet und doch so scharf durchdacht ist. Seit anfangs der Woche war das Grand Palais den Personenwagen geöffnet, seit Mitte der letzten Woche den Schwerfahrzeugen. Das verhindert aber nicht, dass die meisten Firmen, vor allem die Aussteller von Personenwagen, erst in allerletzter Stunde anrükken und vielleicht im gegenwärtigen Moment ihre Erzeugnisse erst noch fertigstellen. Sie sind das Rennen gewohnt, rechnen mit Minuten und kennen ihre Pappenheimer, die Pariser Arbeiter, die, wenn's sein muss, ein Ding hinschmeissen, bevor unsereiner auch nur den Mund zum Staunen aufgebracht hat. Nur die Ausländer sind, wie gewohnt, schon in grösserer Anzahl vertreten. Und im Kelier, wo man, wie letztes Jahr, die Schwerfahrzeuge untergebracht hat, ist wenigstens das Ausstellungsmaterial vorhanden, wenn man sich vorläufig auch nur schwer vorstel- • len kann, wie diese Herde zusammengetrie- ' bener Benzin- und Rohöl-Mastadonten noch so geordnet werden kann, dass das Publikum Zutritt findet. Die angesagte Zubehörschau auf den Qalerien gleicht noch mehr einer Förschungsstätte für Holz-, Papier-, Stoff- und Drahtverwertung, und das ganze riesige Gebäude widerhallt von Geräuschen jeder erdenklichen SchwingungszahL Mit zahlreichen alten Bekannten feiern wir Wiedersehen, vor allem den rührend eifrigen, unsterblichen Pariser Lastautos, die ächzend und polternd ihre stolze moderne Nachkommenschaft in die Halle hineinschleppen und nicht mehr verlangen, als dass ihnen der Fahrer von Zeit zu Zeit zu trinken und einen Vorschlaghammer oder einen noch gewichtigeren Engländer zu fühlen gibt. Selbst der Veteran mit dem ständig kochenden Kühler und der dauernd mitgeführten Wasserkanne ist noch ^da. Schätzungsweise ist der Haken, an dem die Giesskanne hängt, der neuste Teil am Wagen... Die verstaubte, feuchte, kalte Luft ist, wie immer, zum Abschneiden dick, das Herumstehen so gefährlich und störend wie je, und beim Herumgehen riskiert man, stundenlang Zeit zu vertrödeln, wenn man sich nicht eisern an einen vorher aufgestellten Tagesbefehl hält. Die dekorative Aufmachung zeigt diesmal besonders grossen Aufwand. Nicht nur hat die ganze Halle einen zweiten Himmel von weissroter Farbenpracht erhalten, im Hauptteil wurden auch die Pfeiler einheitlich verkleidet, so dass die moderne Linie nun durchwegs gewahrt ist. Noch verschwenderischer als letztes Jahr wurde auch die Lichtanlage ausgestattet: Die 2000 Quadratmeter umfassenden indirekt wirkenden Leuchtkörper enthalten nicht weniger als 20,000 blaue und weisse Glühlampen. Der künstliche Himmel ist ein kleines technisches und architektonisches Wunder. Er besteht u. a. aus 26,000 Quadratmetern Flugzeug-Leinwand, 90,000 Metern Kabel und 10,000 Quadratmetern Sperrholz und hängt an einer besonders eingebauten Eisenkonstruktion, deren unzählige Gitterträger man durchschimmern sieht. Schon vor der Eröffnung kann man dem 28. Pariser Salon einen ungewöhnlichen Erfolg voraussagen. Nicht nur deswegen, weil die moderne Autotechnik eine besonders interessante Entwicklungsphase durchmacht. Einen starken Anreiz zum Besuch wird vielmehr auch die Schau historischer Autos ausüben, die unter der Coupole d'Antin und den benachbarten Räumlichkeiten arrangiert wurde und die mit über 60 Objekten unbedingt die grösste und interessanteste jemals gezeigte Ausstellung gleicher Art darstellt. Aus Museen, Fabriken und Privatbesitz ist hier alles zusammengeholt, was zwischen 1770 und 1905 jemals als Motorfahrzeug die Welt unsicher machte. Die meisten der ausgestellten Grossväter- und Urgrossväter- Automobile muten heute auf den ersten Blick wie technische Witze, wie Wirklichkeit gewordene Karikaturisten-Phantasien an. Kaum kann man sich mehr ausdenken, dass es jemals seriöse Menschen gab, die sich in einem solchen Vehikel ernsthaften Angesichts der Mitwelt vorzustellen wagten und sogar der Sache eine Zukunft beimassen. Und doch verrät wieder manche Einzelkonstruktion verblüffenden Scharfsinn der damaligen Konstrukteure, ja, wir wären nicht verwundert, bestimmte Details, die seither in Vergessenheit geraten sind, eines Tages wieder auferstehen zu sehen. Wobei wir allerdings nicht gerade an die Riemenantriebe, die gänzlich ungeschützten Führersitz-Bänkchen der ersten Peugeot-Taxis oder die Limousinen denken, deren Dach man selbst mit ausgestrecktem Arm und auf den Zehenspitzen stehend nicht erreichen kann... Auch ein Radschuh dürfte heute nicht mehr ganz den gebräuchlichen Bremsanforderungen entsprechen. Einiger Ehrfurcht sind übrigens die Stammväter unserer Automobile auch durch ihre ungewöhnlichen Dimensionen würdig. Der Cugnot-Dampfwagen im Zentrum der Ausstellung, gleichsam der « Adam » aller Automobile, die « Obeissante » von Bolle und das ebenfalls mit Dampf aus einem senkrecht stehenden Kesselbetriebe lokomotivähnliche Ungeheuer «la Mancelle » hatten Gewichte, gegen die unsere grössten mode-nen Cars nicht aufkommen. Der Cugnot-Wagen vermochte dabei schon 5 Tonnen zu befördern, eine Geschwindigkeit von 4 Kilometern pro Stunde zu erreichen und zum Schluss eine Mauer einzurennen, während der Dampfwagen von Serpollet schon auf seiner ersten Fahrt von Le Mans nach Paris 75 Bussen erhielt. Nebenbei bemerkt kostete der Cugnot-Wagen, der nach besagtem Duell mit der Mauer auf Lebzeiten in Reparatur kam, die hübsche Summe von 20,000 Pfund. Bedeutend weniger schwerfällig nehmen sich daneben schon die 1880—1885 von de Dion-Bouton geschaffenen Dampfkaleschen aus. Allerdings verfügen sie auch nicht über soviel PS, wie beispielsweise die 20 (D-pferdige « Obeissante », und statt des Garten^ zaunes um den Passagierraum herum sind Griffe neben den Sitzen angebracht, was Schlüsse auf gewisse Unvollkommenheiten in der Strassenlage zulässt. Eine rapide Aufwärtsentwicklung trat erst ein, als der Württemberger Daimler, dessen Wagen leider nicht vertreten ist, in den neunziger Jahrenzum erstenmal einen verhältnismässig leichten, weil raschlaufenden Verbrennungsmotor zur Anwendung brachte und kurz darauf seine Lizenznehmer Panhard-Levassor auch in Frankreich Benzinwagen einführten. Bis zur Jahrhundertwende verfügte Frankreich bereits über ein Dutzend «Automobilfabriken » .von Weltruf. Die Erstlingserzeugnisse oder besonders erfolgreiche Typen von ihnen sind am Salon zum Teil in mehreren Exemplaren und Sonderausführungen ausgestellt, So finden wir Konstruktionen von Hotchkiss, Gobron-Brille, Amddee Bolle, Richard Vrasier, Boyer, Rochet-Schneider, Delahaye, Peugeot, Renault, Clement, Darracq und Licorne, um nur die bekanntesten zu nennen. Selbstverständlich fehlt unter den berühmten Einzelgängern auch der elektrische Weltrekordrennwagen von Jenatzy nicht, mit dem 1899 die phantastische Geschwindigkeit von 105 km/St, erreicht wurde. Die ganze Schau ist mit viel Geschick so zusammengestellt, dass der Fortschritt von Epoche zu Epoche deutlich zur Geltung kommt. (Weiterer Salonbericht auf Seite 10.) m. Pariser Aero-Salon. Vom 16. November bis 2. Dezember findet in Paris die 14. Internationale Luftfahrtausstellung statt, die wahrscheinlich die grösste und umfangreichste derartige Schau werden wird, die bisher in Europa gezeigt wurde. Das geht besonders auch daraus hervor, dass die russische und amerikanische Industrie erstmalig in Europa ausstellt. Frankreich wird die Gesamtheit seiner Luftfahrtindustrie vorführen; Italien wird ebenfalls sehr stark vertreten sein. Eng land, Polen und auch die Tschechoslowakei bringen ihre letzten Erzeugnisse zur Schau. Der Pariser Salon wird auch Deutschland, das 1932 nicht vertreten war, mit seinen wichtigsten Neukonstruktionen sehen. So beteiligen sich von deutscher Seite die Firmen. Arado, Argus, Askania, Bayrische Flugzeugwerke, Bosch, Focke-Wulf, Heinkel, Hirth, Junkers, Schwarz und Siemens. Von polnischer Seite ist die Beteiligung der Staatlichen Flugzeugwerke in Warschau mit neuen Flugzeugen zugesagt. Die Sowjet- Union zeigt Flugzeuge und Motoren der Aeroflot. Amerika bringt Pratt und Whitney- Motoren und Zubehör auf die Stände; wegen der hohen Transportkosten hat die U. S. 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