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E_1934_Zeitung_Nr.084

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ter ihr. Jetzt trug sie

ter ihr. Jetzt trug sie etwas Winselndes, Pelziges im Maul und legte es dem Mann vor die Füsse. «Ein Junges!» sagte der Mann und lachte. «Hei hat ein Junges!» Hei hatte sogar vier Junge, und sie holte sie alle nacheinander. Der Mann stand vor den winzigen Geschöpfen und betrachtete sie nachdenklich. Was hatte er nur für ein merkwürdiges Gefühl dabei? Unruhig ging er hinaus und schaute auf Gott, den Gletscher, der gross und dunkel im Abendlicht stand, nur über dem Scheitel hatte er einen blitzenden Reif. «Was willst du von mir? Ich bin glücklich, lass mich in Ruhe!» — Nachts kam wieder der seltsame Laut an sein Ohr, so stark, dass er erwachte. Da klang der Laut im Dunkel der Hütte auf, der Mann fuhr zusammen. Eines von Hels Jungen winselte, ja, aber woran erinnerte es ihn? Er legte sich hin, er versuchte einzuschlafen, es gelang ihm beinahe. Aber schon halb im Traum hörte er das Winseln wieder, und dann sagte plötzlich eine Stimme, seine eigene Stimme: «Hanna, das Kind weint —» Jäh sprang er empor und starrte in die Nacht. Die Schatten über seinem Leben wurden plötzlich von dem Flammenvorhang aufgesogen, dann zerstob der Vorhang und liess eine Helligkeit zurück, die ihn fast schmerzte, so jäh und stark war sie. «Ein Kind!» Ja, sie hatten ein Kind gehabt, irgendwo dort unten weinte es nach ihm — sein Herz zitterte unter dem wilden plötzlichen Ansturm des Lebens. Dann bäumte er sich auf gegen das Neue, das auif ihn eindrang. Er lief hinaus und starrte auf Gott, den Gletscher, der im Mondlicht leuchtete. «Ich will nicht hinab — es wird doch nur eine Enttäuschung und vielleicht ein neuer grosser Schmerz — ich will keine Schmerzen mehr — ich weiss, dass dort unten nichts Gutes für mich ist, ich habe Beweise dafür, der stärkste davon ist, dass ich hier lebe —» Aus der offengebliebenen Tür scholl wieder ein Winseln. Der Mann fuhr zusammen, deutlich sah er sein Kind vor sich, es hatte seine Stirn gehabt und seine Augen, es würde auch sein Blut haben. Konnte ein Fremder sein Blut begreifen und erziehen? Die Zeit verrann, eine fahle Helligkeit erfüllte die Welt. Gott, der Gletscher, flammte im Licht der ersten blutroten Strahlen auf, es war, als würfe er mit glühenden Lanzen nach dem Menschen. «Nein!» rief der Mann, aber er hörte deutlich, wie sein Gott rief: «Ja!» Handel idemann in fien für Kindermädchen und Krankenpflegerinnen. Interessante und gutbezahlt Stelle wird zugesichert. Neue Kurse. — Verlangen Sie Auskünfte: Chemin des Grangettes, Grange-Canal, Genf. Institut LEMANIA, Lausanne Mod. Sprach-u. Handelsfachschule mit abschllessend. Diplom. Gründl. Erlernung des Französischen ule Rationelle Vorbereit, a. Universitär Matur.) u. Eidg.Techn.Hochsch. Internat f. Jüngl. u. Externatf. Schüler beiderl. Geschl.-Sport. Kn aben institut „Alpina" Champery (Walliser Alpen, 1070 m ü. M.) Bergluft u. 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Führende Londoner Damenfrisöre haben zu Ehren der Prinzessin Marina eine neue Frisur erfunden, die sie «Marina-Frisur» nennen. Die Braut des Prinzen Georg hat bereits formell ihre Einwilligung dazu gegeben. Die neue Frisur hat viel Aehtiilichkeit mit der « Alexandra-Frisur », die die jetzige Königin als Braut in London einführte. Die Hauptwirkung der neuen Frisur entsteht aus den Zöpfen, die, mit Löckchen kombiniert, ein Arrangement auf dem Kopf bilden. Ein Pilz, der betrunken macht. Im Bulletin der Naturwissenschaften beschreibt der japanische Prof. Kano einen bisher unbekannten Pilz, den er auf Formosa gefunden hat. Er gedeiht unter faulendem Laub und Stroh. Schon allein die Berührung dieses Pilzes genügt, um einen Mann nach 10 Minuten schwer betrunken zu machen. Ein anderer Mann, der einen ganzen Pilz in die Hand nahm, verfiel nur wenige Minuten später in einen panikartigen, an Delirium grenzenden Zustand. Der Hund am Telephon. Die Hunde als Blindenführer sind nichts Neues. Ein witziger Berliner kam durch sie auf den Gedanken, dass man Hunde auch als Telephondiener verwenden könnte. Um das zu beweisen, richtete er seinen Hund so ab, dass er jedesmal, wenn die Türklingel ging, zu bellen anfing. Dann ging er in der Dressur weiter und lehrte seinen Hund, auch auf das Läuten des Telephons zu reagieren. Und nun hat er den Hund so weit; dass, sobald die Telephonklingel anschlägt, das Tier ganz von selbst zum Apparat geht, den Hörer abnimmt und — wenn der Herr nicht zu Hause ist — einige Mate in den Hörer bellt. Im Vorbeigehen... Auf der Kansas Paeific-Eisenbahn in Amerika gab es bis vor kurzem Züge mit Segeln. Es waren dies sozusagen eine Art Eisenbahnschiffe, die auf Schienen liefen. Jeder Wagen hatte 2 Masten und 2 Segel. Bei günstigem Winde konnte so ein Zug 60 km (I in einer Stunde zurücklegen. In London befindet sich die grösste Banknotensammlung der Welt, die sogenannte Avonmore-Sammlung, die 40,000 verschiedene Banknoten aus über 100 verschiedene Staaten enthält. Zu den seltensten AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N» 84 Bunte Chronik (9u* ©ruiflö^e 5 Slp. Scheinen der Sammlung gehören eitle deutsche Banknote, die auf 5 Trillionen Mark lautet, und eine chinesische Banknote, die die älteste der Welt ist und vor 700 Jahren ausgegeben wurde. Rauchen macht den Menschen süss. Dass das Rauchen Müdigkeit und Hunger vertreibt, beruht nach Dr. Howard W. Haggard und Dr. Leon A. Greenberg von der Yale-Universität darauf, dass sich beim Tabakgenuss der Zuckergehalt des Blutes erhöht. Das Nikotin wirkt zunächst auf die Nebennieren und veranlasst diese, mehr Adrenalin abzusondern. Unter dessen Einfluss wird das in der Leber und den Muskeln aufgespeicherte Glykogen in Zucker umgewandelt und dieser in das Blut abgegeben. Mit dieser. Zuokervermehrung nach Nikotingenuss ist dasselbe eingetreten wie nach der Einnahme einer Mahlzeit, in deren Folgen auch der Zuckergehalt des Blutes ansteigt. In beiden Fällen schwindet aus dem gleichen Endgrund, wenn auch aus verschiedenen Ursachen, das Hungergefühl. Krebs und Blutdruck. Über die Blutdruckverhältnisse Krebskranker hat ein Forscher wissenswerte Beobachtungen gesammelt. Seine Aufzeichnungen ergeben, dass Krebskranke einen niedrigeren Blutdruck als Gesunde haben und dass bei zunehmendem Krebs der Blutdruck weiter sinkt. Nach erfolgreicher Behandlung aber steigt der Blutdruck durchschnittlich um 15 mm Hg an. Bleibt er dann weiter erhöht, so besteht Hoffnung auf Dauererfolg, bleibt der Druck aber während und nach der Kur gleich niedrig, so ist die Aussicht auf Heilung gering. Deshalb ergeben regelmässige Blutdruckmessungen einen guten Anhaltspunkt für den Verlauf der Krankheit. Für das Erkennen von Krebs ist die Blutdruckmessung jedoch nur ausnahmsweise brauchbar. Wieviel Diamanten gibt es in der Welt? John Smith, eine führende Persönlichkeit auf dem internationalen Diamantenmarkt, erklärte in einem Presseinterview, dass es gegenwärtig 50 Tonnen geschnittener oder 'geschliffener Diamanten auf dem Weltmarkt gebe. Ihr Wert stelle sich etwa auf 60 Millionen Fr. In den Diamanten-Bergwerken werden 500,000 Menschen beschäftigt. Es gebe 25,000 Diamantenschleifer und etwa 10,000 Diamantenhändler in der Welt. erlernt tm SSerlag §alltt>ag, 93ettt btö ptädjttgtle 28erf, baS je üfcer baf SSaKtg üerpff entließt Worten ift: 2Bafti* ljerauSgegeßett b. SBalter Sdjmtb, unter Sftitaroett jahlreicfter, mit ben SBallijer Setfjultnifjett üettrauten $erfönKci)feiten, hrie ©taatSarrSibar ®r. SUtetyer, Sßrof. be ©Ijaftonet), 3ng. föaenni, 3°* fi. anne§ Segerlefiner, einem ©eleittuort bon Staatsrat SÖlaurice •-• Sroillet unb ^Beiträgen öon über in fedjS Sapitel serfallenbe Sejtteil oeTjanbett, öon 3eicf)nungett begleitet, ba§ Sßallifertum, Me gefäjicfitliäje ßnttoteflung, §onbel unb 33erfefjr, Sater imb SSerge in htapper, unterfjaltenber gorm. 2>ie 220 boraüglidj ttnebergegebenen Silber im gfonnat 17x24 unb 12x17 om umfd)Iiefeen ba$ SßalliS bet ©egentoart, üon ber Quelle ber 3H)one bis hinunter jum ©enferfee, öom ginfteraartjorn U$ jutn SKonte SRofa. ©ine großangelegte, in ifjrer 9trt einzig bafiefienbe Monographie, bie jebem ^freunb be§ 2SaIIi§ — ob (Sinfjeimtjdjer, SBanberer, Sttpittift, geriengajt ober &iftorifer — ein S3uc&. ber Erinnerung, SBelefjrung- unb ©efinfudjt fein toirb. Format be§ 83anbe§ 24x31 cm, 3V S cm biet. @u&{frtptiott§pret§ gr. 38.—. (Qft audj gegen SDtonatSsafilimgen erfjaltlidj.) Verlange« (Sie unteren auäfiHjrßdjen, loftenlofen unb unberbinblidien 9ßroj 3

pjo 84 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 15 Kleiner Blick in Herbstwunder! Wunder der Mode — gewiss! Aber erhofften die Damen vielerlei von diesen neuen Wundern, die der Wechsel der Jahreszeiten ihnen bringt. Man kann jetzt wirklich nur von einem kurzen Blick sprechen, denn noch «steht» nicht alles scharf umrissen, nur Grundlinien all des Schönen sind zu erkennen, aus denen sich in den nächsten Wochen das bleibende Bild der vollendeten Herbstund Wintermode herauskristallisieren wird. Wieder interessieren zuerst die Stoffe, das Material, aus dem unsere Herbst- und Wintertoiletten erstehen. Die starken, geneppten und wolligen, auch haarigen Stoffe, manche fast an Loden gemahnend, stehen jedenfalls an der vordersten Front für Kostüme und herbstliche Uebergangsmode handelt, vorerst von den Mänteln sprechen. Sie sind sehr verschieden, diese neuen Mantelformen, markieren aber alle die neue Modelinie: betonter Oberkörper, verstärkt durch reiche, weite Aermel — ohne markierte Schulterbreite. Der Rücken bleibt meist lose, sogar paletoartig weit, man sieht drapierte Kragen, Kapuzen — und grosse, hohe Pelzkragen. Ein sicheres Vorzeichen für die zumindest rückwärts randlosen Herbsthutformen, die diese massigen Kragen naturgemäss wieder tiefer ins Gesicht drücken. Auch auf den Kostümen wird Ptiz stark verwendet werden, und zwar unter Betonung der Russenfasson: seitliche Verbrämung bei leichter Schoppung der hüftenlangen Jacke, gehalten durch den Gürtel. Sportliche Modelle und Laufkleider werden vielfach aus Tweedstoffen zu sehen sein, mit breiten Kragen und Manschetten. Sehr beliebt dürfte ein flottes Jabotarrangement aus dem Stoffmaterial des Kleides oder Kostüms werden, das die betonte Legerität des Oberkörpers unterstützt, ihn breiter erscheinen lässt und gerade dadurch die Hüftenlinie noch schlanker formt. Dass überaus flotte handgestrickte Kleider, Blusen und Westen in den vielfältigsten und interessantesten Ausführungen darauf warten, die Herzender sportlichen Damen zu erobern, sei auch verraten. Die Qual der Wahl wird da nicht leicht werden! Und nun die neuen Nachmittagskleider! Auch ihre Silhouette markiert das Bestreben, den Oberkörper gegenüber den Hüften reich zu modellieren, weich zu umhüllen, zu drapieren, zu raffen und um das möglichst vorteilhaft zu vollbringen. Die Aermel müssen da mithelfen durch die fliessende Weite, die sich allerdings im unteren Teil, gegen das Handgelenk zu, auslebt, also von den Schultern herabzugleiten scheint. Sehr schöne Nachmittagskleider aus dunklem Mongol; beliebt wieder Schwarz mit diagonaler Linienführung und bogenartigem Biaisaufputz, der sehr vornehm wirkt. Der Halsausschnitt ist wieder zu seinem Rechte gekommen, man scheint die hochgeschlossenen Kleider doch nicht völlig an die Stelle der so kleidsamen, bequemen halsfreien schieben zu wollen, was sich unsere Damen auch sicherlich nicht so Les derniers cris... ohne weiteres gefallen Hessen. Neu sind kleid- Plastrones aus verschiedenstem Mate- Strapazkleider. Meitalldurohwirkte und da-samdurch sehr dekorativ wirkendes Material und rial, die leicht auswechselbar und abnehmbar, dem Kleide durch kleine Veränderungen vor allem Samt werden wohl für elegante NacJlJflittags- und Abendtoiletten das Ren-dinen diesmal machen. Samt schiebt sich schon chern. Sehr schick sind WollstoMkleider, am so beliebte Abwechslungsmöglichkeit si- einige Zeit immer wieder zwischendurch vor, diesmal dürfte es ihm endlich wieder gelingen, seine Herrschaft merkbar zu betonen. Allerdings kommt er nicht in alter Art, nicht nur in weicher, schmiegsam-schmeichelnder Wie finden Sie einen schwarzen Gürtel, Glätte, sondern in Musterungen, gepresst bedruckt, kurz verschiedenartig und abwechs- geflochten ist ? Oder aus rotem Stroh ? Mit der lose aus glänzendem schwarzen Stroh lungsreich, wie es ja jetzt das Bestreben aller Stoffe ist, niemals einförmig zu wirken. Gürtel haben den unendlichen Vorteil, dass einer Schnalle aus lackiertem Holz ? Diese Natürlich muss man, wenn es sich um diesie sowohl zum Sommerkleid aus dem verschiedensten Material, wie zum komplizierten Abendkleid aus Seide und duftigen Stoffen vorzüglich aussehen. Schuhe aus dem Material des Kleides gehören nicht zu den ganz neuen Ideen, doch gehört diese Zusammenstellung heute beinahe zu den Selbstverständlichkeiten. Und sie sehen wirklich gut aus, einerlei, ob es im Sommer feste, praktische Sandalen aus Rohleinen zum Leinenkostüm waren, oder lustige Imprimeschühe mit hohen Absätzen zum Nachmittags- und Abendkleid. Da man kaum damit rechnet, dass solche Schuhe länger als höchstens zwei Saisons aushalten, und da man sie zu keinem andern als eben dem Kleid aus dem gleichen Material tragen kann, ist nicht zu befürchten, dass sie kaputt werden, ehe man sie zu tragen aufhört.' Wie würden Ihnen Strümpfe gefallen, bei denen die Gefahr der « gefallenen Maschen > einfach ausgeschlossen ist? Nicht jene längst bekannten Kniestrümpfe, mit dem eingewebten breiten Otimmistrumpfband. Sondern ganz neuartig gewebte Strümpfe, bei denen keine einzige Masche reisst. Sie heissen Reliatex, sind englischen Ursprungs und ihr Hauptvorzug besteht in der Art des Strikkens, bei dein eine Masche stets verlässlich in die andere eingreift und das « Fallen» der Maschen verhindert. Es soll möglich sein, Rücken vollkommen durchgeknöpft, und zwar mit flachen Lederknöpfen, in einer etwas helleren Nuance als die Farbe des Kleidmaterials. Seltsam berührt die merkbare Absicht, in den Abendmodellen die Zeit zurückzuschrauben, was zur Folge hat, dass einzelne Abendkleider richtig altmodisch wirken : lange Schleppen, rückwärts geschoppt. Gerade bei den grossen Abendkleidern, bei den Klängen der Jazzkapelle, wird es eigenartig wirken, wenn wir uns an die Vorbilder unserer Grossmütter anlehnen und plötzlich auch mit Stirnfransen und Haarfrisuren herumlaufen, weit, weit entfernt von Bubikopf und « Futteralfähnchen », das uns doch vor noch gar nicht so langer Zeit beides mit solch welterobernder Begeisterung erfüllte! Die kleinen Abendkleider behalten die Ueberjacke, also den Ensemblecharakter, und sind fast durchwegs aus den neuen Wollstoffen gearbeitet. Sie bevorzugen die dunklen, gedeckten Farben des Herbstes, wie überhaupt die etwas üppige Farbenfreudigkeit der letzten Zeit gedämpft erscheint. Vor allem sind die Mäntel vielfach schwarz und auch bei den Kleidern hat das immer vornehme, elegante Schwarz, das so schlank macht, wieder Aussicht, unbestritten Favorit zu bleiben. J. B. diese Strümpfe in allen grossen Londoner Warenhäusern zu kaufen oder zu bestellen. Absolut neu und sehr interessant ist ein neuer Versuch, den Magnetismus bei der Herstellung von Verschlüssen für Handtaschen, Gürtel usw. auszunutzen. Die beiden Teile des Verschlusses sind auf einer magnetisierten Fläche fest verbunden und sehr genau über Vatelinröllelien gezogen und festgenäht wird. Die Röllchen verjüngen sich nach den Enden hin. Häufig ist man in Verlegenheit, wie man ein einfarbiges Abendkleid ergänzen soll: hier ist eine der unzähligen Möglichkeiten, die sich erweitern lässt, indem man ein zweites gleiches *Röllchen herstellt, es um den Gürtel legt und mittels eines riesigen Lameknopfes schliesst. Die Gürtel sollen rund und plastisch werden. Sehr hübsch ist auch das Bandeau aus Federchen, die auf einem Band aufgenäht sind. Ein Gegenstück dieses Stirnbandes als Gürtel ergänzt die Garnitur. Die neuzeitliche Wohnecke Früher einmal war «die trauliche Ecke» mit einer Anhäufung von unendlich vielem, gänzlich überflüssigem Krimskrams gleich* bedeutend, und man der Meinung, dass das Aufgehen in Polstern, Schalen, Vasen, Tischchen, Püppchen und Schemeln der Inbegriff der Wohnlichkeit sei. Dabei wurde vollkom- die Tasche kann durch Verschiebung eines Teiles auf dem Magnetfeld verschlossen men übersehen, wie sehr alle diese Dinge, werden. Man darf nicht behaupten, dass die gepflegt, gereinigt und zurechtgerückt diese Verschlüsse hübscher sind als die al-seiten, entschieden aber sind sie praktischer. dann in den «Reigen der Dinge» gerät... wollen, die Hausfrau versklaven, die Denn wer von uns ist nicht schon mit offener Handtasche herumgelaufen ? Dem Raumkünstler des letzten Jahrzehnts bis ihr die Hausarbeit über den Kopf wächst! war es bestimmt, hier Wandel zu schaffen! Auf dem Umweg über die vielleicht gelegentlich allzubetonte « Sachlichkeit» gelangte man nach und nach zu einem schönen, neuen Stil der Wohnlichkeit, der sich jetzt immer Schiaparelli verwendet gestärkte Spitzen als Schals, als Schleier die jedoch weder Stirne, Augen noch Wangen bedecken: Diese neuen Schleier sind um den Hals gewunden und werden vorne so hoch hinaufgezogen, klarer, immer greifbarer herauskristallisiert. Eine Wohnecke modernster Auffassung zeigen wir in unserem kleinen Bilde. Wir dass sie Kinn und. Mund bedecken wie bei Haremsdamen. Unter dem Kinn sind sie zu grossen Schleifen gebunden. Eine launische machen mit dem Polsterstuhl vertraut, des- Muster lebhaft und doch nicht unruhig Erfindung, die geheimnisvoll wirkt und dassen Auge besonders ausdrucksvoll zur Geltung ist, führen den Rundspiegel mit seinem anspruchslosen Schleiflack- oder Metallrahmen bringt. Vielleicht auch nur eine ephemere Erscheinung, die verschwunden sein wird, und auch die «Pfannenlampe» vor Augen, ehe diese Zeilen im Druck erscheinen. die diffuses Licht nach oben wirft, niemals blendet und ganz entschieden die Stimmung Gelungen ist auch das flache Halsband aus angenehmster Wohnlichkeit erreichen lässt. Chromiumringen und -Perlen, von dem eine Niemand könnte dieser Wohnecke Nüchternheit vorwerfen, aber auch niemand behaup- winzige Phiole baumelt, die erquickendes Parfüm oder Kölner Wasser enthält. ten, dass sie übertrieben sei! Sie bietet allenfalls das, was man von einer modernen Stirnbänder für den Abend aus Lame sind Einrichtung verlangt: stimmungsvolle Behaglichkeit. R. sehr leicht anzufertigen, wenn dieses Lame H. werden ist gefährlich. Beginnen Sie noch heute eine Kur mit Dr. Weinreichs Schlankheitstee LEOBAL. Aus erlesenen Kräutern zusammengestellt erneuert er das Blut, regelt die Verdauung und ist vollkommen unschädlich. Curpacfcufif Fr.Ö.-, '/, Kurpackung Fr. 4.25; Wochenprobe Fr. 1.50. In allen Apotheken oder durch dls Heritell.: Löwen-Apotheke, Basel, wo auch Gratisprobe bet Einsen* fünf dieses Inserates erhältlich Ist. Fr. 295.- MEDIATOR m 6-Lampen-Superheterodyn mit Fading-Ausgleich, dynamischer Laut- •prechtr. neuer Montage „OCTOOE SUPER' Noch nie hat aln Radle dl» gleichen Qualitäten zu einem ao geringen Preis In sich vereinigt. Um Sie davon zu Oberzeugen, verlangen Sie von Ihrem nächsten Konzessionär eine Vorfahrung. MEDIATOR „Ihr Führer Im Aettier En frei i i. 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