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E_1934_Zeitung_Nr.086

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N« 86 Teth

^J^mmmlmmwlf 3 ' Okto * er tl 934 IIL Blatt der »Automobil-Revue" No. 86 «Lieber Freund! Ich muss Ihnen etwas sehr Wichtiges schreiben, weil ich es Ihnen nicht leicht gestehen kann, und ich fühle, dass ich nie den Mut aufbringen werde, es Ihnen je mündlich zu sagen. Seit einem Jahr trage ich es mit mir herum und weiss, wie schwer es mir fällt, davon Mitteilung zu machen — selbst auf diesem schriftlichen Wege. Und darum will ich jetzt endlich Schluss machen mit all dem Nachdenken und es Ihnen hier glattweg hinschreiben: Ich liebe Sie! So, da ist es endlich heraus und ich bin glücklich, dass Sie es nun wissen. Aber wenn Ihre Antwort schlecht ausfallen sollte, dann schreiben Sie mir nicht wieder, gelt? Ich merke es schon, wie es steht, und möchte Sie dann nur noch bitten, meinen Brief hier zu vergessen, aber an mich hie und da noch einmal zu denken. Ist das so recht ? G. du Breuil. » Pierre Monistroi sass mit seinem Sohne Jacques beim Frühstückstee, als ihm der Kellner des grossen Luzerner Hotels diesen Brief mit der Morgenpost brachte. Jacques war gerade mit dem Eingiessen fertig, er sah auf und merkte auf dem Gesicht seines Vaters etwas wie Erregung. «Wohl ein aussergewöhnlicher Brief, Papa ?» Pierre Monistroi fuhr sich durchs leicht 'itigegraute Haar und zwang sich zu einem fächeln: «Ja, ja», murmelte er nachdenklich. Jacques wollte nicht indiskret werden. Er blickte zum Fenster hinaus. Vor ihm lag, blau wie der Himmel und ruhig wie er, der Vierwaldstättersee, der seine liebliche Bucht schmal zu den Häusern Luzerns hinstreckte. Rechts die alte Holzbrücke mit dem wuchtigen Turm; geradeaus, der Ferne zu, der Kranz der Berge, trotz des Spätsommers auf den Spitzen beschneit; wie Moiree-Seide sah das aus im blauen Dunst der Weite. Pierre Monistroi war sich nun klar;-er sah seinen Sohn an und sagte: «Mein lieber Junge, ich will vor dir keine Geheimnisse haben. Du bist mein Sohn und mein Kamerad. Da, lies das.» Jacques nahm den Brief, und als er ausgelesen hatte, Hess er ein kleines Pfeifen der Bewunderung hören: «Donnerwetter, mein Kompliment, Papa! Also, heiratest du sie?» Pierre Monistroi lächelte mit dem etwas müden Lächeln der Männer, die ihr Gefängnis in der baldigen Ehe kommen sehen. «Mit Germaine du Breuil gibt es kein Abenteuer. Ich habe übrigens schon mehrfach gedacht, dass ich mich wieder verheiraten sollte. Deine Mutter starb so jung...» Er rührte mit dem Löffelchen im Tee herum und fuhr fort, Gründe zu entdecken. «Solch einer Gelegenheit begegnet man schliesslich nicht alle Tage. Eine echte Pariserin, scharmant, distinguiert, gescheit! Auch im Alter passend; sie wird 35—40 Jahre sein, aber sie scheint viel jünger. Ein hübsches Vermögen, nun, das ist auch kein Fehler...» «Nun, dann-ist's ja in Ordnung, Papa. Ich Bux. Zirkusroman von Hans Possendorf. (Fortsetzung aus dem Hauptblatt.) 11. Am Tage nach Cillys Unfall fordert der Tod ein neues Opfer unter Buxens Tieren: Der alte Brahma, der noch eben ganz gemütlich seine Hauptmahlzeit verzehrte, wankt plötzlich, bricht in sich zusammen, dass die Bretter seines Podiums mit lautem Krachen in Trümmer gehen, zuckt noch ein paarmal und bleibt dann regungslos liegen. — Doch diesmal ist kein Attentat im Spiel. Ein Herzschlag hat diesem langen Elefantenleben das Ende bereitet. Heulend rast Tom durch die Ställe und verkündet den grossen Verlust. Alle, die gerade im Zirkus anwesend sind — die Inspektoren, das Bureaupersonal, die übenden Artisten — drängen sich zu Brahmas Stall. Und alle denken: Der arme alte Dhakjee! — Er hat ja an nichts auf der Welt gehangen als an dem Elefanten! Was wird er in seinem Schmerz beginnen? Doch mit Staunen beobachten sie vom Stalleingang aus das Gebaren des alten Inders: Dhakjee weint nicht, jammert nicht. Sein Gesicht verrät keine Erregung. Dhakjee Spiel der Herzen werde also Brautführer sein. Aber jetzt entschuldige mich, bitte, man erwartet mich zum Tennis.» Pierre Monistroi stieg die Treppe in die Hotel-Salons hinab, die an diesem Morgen, da die meisten Gäste ausgegangen waren, still und intim dalagen. In einer verschwiegenen Ecke sah er Germaine du Breuil. Er ging auf sie zu mit sichtlich erregter Eile, aber doch beherrschter Miene, die zwar etwas Unbeholfenes hatte, als er mit tiefem Atemzug sagte: «Ah, Ihr Brief — der war prachtvoll!» «Mein Brief? Ich habe Ihnen doch gar nicht geschrieben!» Pierre Hess die Hand fahren, die er zärtlich in die seine genommen hatte und fuhr zurück wie ein Renner, der plötzlich in seinem Elan aufgehalten wird. Er streckte ihr den Brief entgegen: «Nun, und was bedeutet dies hier?» — «Das ist doch die Schrift meiner Nichte.» — «Nichte? Wenn es doch unterschrieben ist G.... — «Ja, Georgette du BreuÜ.» — «Georgette?» — «Natürlich, meine Nichte Georgette! Darf ich lesen?» Pierre fuhr sich ins Haar, stiess den Fauteuil zurück, der ihm plötzlich zu nah an sein Gegenüber gerückt schien, und richtete den Blick zur Decke, um seine Bewegung zu verbergen. Donnerwetter, wer hätte so etwas gedacht! Das liebe Kind. Nein, solch ein Abenteuer... J^ie im Herzen einer Mutter, die die Streiche ihrer Kinder erfährt, wogte es im Innern Germaniens. «Die Kleine ist närrisch ! Fünfundzwanzig Jahre jünger als Sie! Im Alter Ihres Sohnes...» Sie wurde plötzlich nachdenklich. «Zeigen Sie mir doch bitte einmal den Briefumschlag.» — «Ich verstehe nicht...» — «Bitte!»—Er griff gehorsam in die Tasche und reichte ihr das Kuvert. — «Ich wusste es ja! Kein Vorname darauf.Im Alter von Georgette macht man solche Kopflosigkeiten. Dass es zwei Herren Monistroi gibt, daran hat sie natürlich nicht gedacht. Sie sah nur den einen vor sich, der ihr Herz beschäftigt.» «Der ihr Herz...» «Nun ja, Ihren Sohn!» In Pierres Blick kam dunkle Trauer. Seine Gefühle, so plötzlich verstossen, wollten ihn erdrücken. Aber er zwang sifh, ihrer Herr zu werden und der Wahrheit, die man ihm da ohne Erbarmen hinhielt, ins Auge zu schauen. Er steckte den Brief wieder in seinen Umschlag, und mit Mühe die Miene des Unbeteiligten aufsetzend, sagte er: «Das wird ein reizendes Idyll abgeben ... Aber entschuldigen Sie mich, bitte. Ich muss den Liebesboten machen ...» Einige Minuten später stand er beim Tennisplatz. «Ach, guter Jacques, ich muss mich vielmals entschuldigen. Der Brief war für Dich. » —Der junge Mann fuhr auf : « An mich schreibt diese Achtzigjährige...» — «Aber nein, es handelt sich ja um die Nichte.» «Ah. na — ich verstehe. Sie war eben hockt neben dem mächtigen Körper des Elefanten am Boden. Er hat seine Stirn auf den Kopf des toten Tieres sinken lassen und verharrt ,so lange Zeit. Endlich erhebt er sich und geht dem Ausgang des Stalles zu. Alle weichen stumm zurück. Er schreitet wortlos an den Leuten vorbei, ohne sie eines Blickes zu würdigen. Und dann zeigt er sich den ganzen Tag nicht mehr. Auch am andern Tage ist nichts von Dhakjee zu sehen. Man sucht und ruft nach ihm, forscht im ganzen Zirkus nach seinem Verbleib. Aber Dhakjee ist und bleibt spurlos verschwunden. Am Tage nach Brahmas Tod — es ist der 8. Januar, also zwei Tage vor Eröffnung der Hauptverhandlung gegen Bux — wird dem die Anklage vertretenden Staatsanwalt gemeldet, dass ihn der alte Elefantenwärter von Bux, derselbe, den man auch zuerst mit verhaftet hatte, dringend zu sprechen wünsche. Der Staatsanwalt lässt ihn sofort vor. Dhakjee hat ein dickes Buch unter dem Arm, das er nun auf den Tisch des Staatsanwalts legt. Der schiebt dem Alten einen Stuhl hin und fragt darin: «Nun, was haben Sie mir mitzuteilen? — Können Sie denn deutsch sprechen?» «Ja, ja, ganz gut,» versichert der Inder mit zittriger Greisenstimme. «Ich zweiundfünfzig Jahre mit deutsche Leute jmmer zusammen. Gut deutsch versteh und sprechen.» hier, diese Georgette, sie spielte verrückt und empfing mich auf eine ziemlich merkwürdige Art. Mein Gott! Natürlich, sie hat denken müssen, dass ich ihre Liebe verschmähte. Aber warum hat sie mich gefragt, ob man dich heute noch sähe? Nun ja, aber ich weiss wirklich nicht, ob ich Lust habe, sie zu heiraten. Immerhin, man kann es probieren. Eigentlich habe ich mir oft gedacht, dass ich jung heiraten möchte. Wenn man seine Mutter kaum gekannt hat...» Er zog sein Taschentuch hervor, wischte sich über die Stirn und fuhr fort, sich selber recht zu geben. « Solch eine Gelegenheit bietet sich schliesslich nicht alle Tage. Ein wirklich chikes, sportliches Mädel, dazu gescheit, gleichaltrig, wiewohl sie mit ihren 22 Jahren wie 18 aussieht. Dann noch ihr grosses Vermögen, nein, unsympathisch ist das alles nicht...» . Ueber Pierre Monistrols Gesicht ging der Schatten einer bitteren Melancholie. « Das wäre so weit! So kann ich mich gerade vorbereiten, den Grosspapa zu spielen. Na ja. Aber bis dahin lass mich ein wenig auslüften. Ich nehme den Wagen und fahre zum Golf hinauf.» * Breit in der Sonne liegt das Strandbad da, in dem Georgette sich nachlässig bräunen lässt. Aber dem reichen Himmelslicht hebt sie ein enttäuschtes und trauriges Gesicht entgegen. Sie lässt, in Sinnen versunken, den Sand durch die Finger gleiten. Da naht Jacques, etwas linkisch, wie ein Segelboot, das kreuzt; nun landet er, setzt sich in den Sand neben sie und räuspert sich mit trockener Kehle: «Der Brief, ich meine, Ihren Brief — ah, er war prachtvoll! » — « Mein Brief?» Sie richtet sich jäh auf: «Aha, ich verstehe. Also Ihnen hat man ihn abgegeben. Und Sie hatten nichts anderes zu tun als zu glauben, dass er für Sie bestimmt wäre ? Der-.Grössenwahn !» Er schaut sie mit dem ; Erstaunen eines Kindes an, das man ungerecht schilt und das nicht weiss, wie es sich wehren soll; aber unbarmherzig sprudelt sie weiter: «Und Sie bilden sich ein, dass ich mich in ein Bürschchen verliebe, das kaum seiner Mutter entwöhnt ist! So etwas! Uebrigens» — und nun wird sie plötzlich fast zärtlich — «habe ich nie etwas von jungen Männern wissen wollen. Ich bin eine Waise, die ihren Papa nicht gekannt hat, und da will ich, dass mein Mann auch etwas mein Papa sein soll. Haben Sie es nun endlich gemerkt ? Der Brief war für Ihren Vater. Er ist so vertrauenerweckend und noch so jung ! » Das Bürschchen ist aufgestanden. Und mit Behagen stellt es fest, dass es mit dieser neuen Wendung der Dinge im Grunde genommen auch einverstanden ist. «Ausgezeichnet ! Da habe ich nur noch Papa zu benachrichtigen. Wenn ich ihn noch auf dem Golfplatz finde... » — Wie ein Wild, das sich erspäht weiss, springt Georgette auf : « Sagen Sie ihm ja nicht, dass er hierhin kommen soll! In diesem Badekostüm kann ich Und dann erzählt er eine lange Geschichte, — so ungeheuerlich, dass es der Staatsanwalt kaum glauben kann. Aber Dhakjee versichert, dass er alles beschwören wolle, und dass ja auch sein Elefantenjournal, das er da auf den Tisch gelegt habe, alles bestätigen werde. — Am Abend schon steht in ,den Zeitungen, dass die Verhandlung gegen Willibald Buchsbaum aufgeschoben werden müsse, da sich ganz neue Momente in dieser Sache ergeben hätten. Nähere Auskunft ist aber der Presse verweigert worden. Im Bureau des Staatsanwalts sind am nächsten Tage drei Herren mit dem Elephantenjournal beschäftigt: Ein deutscher Professor vom Orientalischen Seminar, ein indischer Student und ein Gerichts-Chemiker. Die beiden ersten Herren brauchen nicht das ganze Tagebuch zu übersetzen, nur einige Seiten an verschiedenen Stellen des Buches, die ihnen Dhakjee bezeichnet hat, und noch ein paar Stichproben anderer Seiten. In wenigen Stunden ist die Uebersetzung erledigt. Der Chemiker hat längere Arbeit. Aber schliesslich erklärt er, dass die betreffenden Eintragungen bestimmt zum Teil mehrere Jahre, zum Teil einige Monate alt seien, — dass von einer Täuschung durch spätere Eintragungen nicht die Rede sein könne. Drei Tage später, am Nachmittag des 12. Januar, erscheint der Staatsanwalt bei Bux ihm doch-nicht begegnen. Ich gehe wieder zum Hotel.» Georgette stand wartend an der Treppe des Hotels. Unbesorgt, wie ein reines Wesen, empfand sie weder Erregung noch Ungeduld. Und jetzt nahte in leisem Wiegen auf seinen weichen Federn der schöne Sportwagen und hielt jäh vor dem Eingang. Aus der Türe hob sich. Pierre Monistroi, elegant, harmonisch in seinem Anzug von den Schuhen bis zum Hut, den er galant in die Wagenkissen zurückwarf, mit seinem Auto wie ein Jupiter mit seinem Feuerwagen. Georgette sah ihn, geblendet, wie wenn ein Strahl des Gottes sie getroffen hätte. Er nahm ihre Hände, und mit seiner ganzen Seele in seinem strahlenden Lachen sagte er: «Ihr Brief — der war prachtvoll!» M. Dujardin. (Autorisierte Uebersetzung von J. N.) Gern beim Friseur. Man sitzt, kein Zweifel daran, gern beim Friseur. Ein Mann, der nicht gern beim «Verschönerungsrat» ausruht, ist kein richtiger Mann, der will erst einer werden, der wartet noch auf den Flaum auf der Oberlippe. Aber wir, wir Männer, denen als Herren die Welt gehört, wir kennen gar kein schöneres Wort als das: «Lasst Coiffeure um mich sein!» Frauen, eine gewisse Abart des menschlichen Geschlechts, meinen, wir gingen zum Friseur aus Eitelkeit. Welch ein Irrtum der ewigen Eva, der beim Friseur nichts so viel Spass macht als ihr Ich, das ihr, minutlich verschönt und sekundlich verjüngt, aus dem Spiegel sieht. Bei uns ist das ganz anders: Wir lassen unsern alten Adam mit seinen Sorgen und Geschäftsgedanken gewissermassen wie einen Hund vorm Metzgerladen vor der Türe stehen. Wir legen uns in den weichen Sessel, der mit einem besonderen Polster den Kopf liebreicher als eine zärtliche Frau auffängt, soweit zurück, dass uns unser Spiegelbild völlig aus den Augen entschwindet. Weil wir ehrlich sind, ehrlicher als die Frau, verzichten wir gern darauf, uns im Spiegelbild auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Wir murmeln: «Rasieren, bitte!» Tief klingt daraus das Behagen des Gedankens: hier bin ich Mann, hier darf ich's sein. Aber bitte, das ist das Wichtigste, sozusagen «ohne mich». Hier ist man Mann. Die ganze glitzernde Anstalt ringsum, das gedämpfte Surren der Apparate, das Summen der Klingen auf den Kinnen der Mannskollegen verrät nur, dass man geborgen ist in dem ruhigen Raum einer männlichen Institution. Ueber dich beugt sich nicht der Haar- in der Zelle und erklärt ihm, dass das Verfahren gegen ihn eingestellt sei. Schon vor zwei Tagen, gleich nach Fertigstellung der Uebersetzungen und nach dem Gutachten des Chemikers hatte man ihm von dem Ungeheuerlichen Mitteilung gemacht. Nachdem sich Bux von seiner ersten Ueberraschung erholt hatte, konnte er dann aber Erklärungen abgeben, die Dhakjees Aussagen lückenlos ergänzten. Aber nun will Bux erst Dhakjee sprechen. Der Alte erwartet ihn schon im Warteraum vom Gerichtsgefängnis. Schweigend fahren sie zusammen zu einem Hotel, wo Bux die Nacht über bleiben will. Dort muss ihm Dhakjee selbst nochmals alles erzählen. Zum Schluss seines Berichts beugt sich Dhakjee über die Hand von Bux und sagt: «Verzeihen Sie mir, Herr, dass ich ihn noch mehr geliebt habe als einen Menschen — als Sie!» Bux streichelt ihm die Hände und sagt: «Ich verzeihe dir von ganzem Herzen, Dhakjee, mein Alter. Niemand auf der Welt kann wohl besser verstehen als ich, warum du geschwiegen hast.» Da klopft es an die Tür des Hotelzimmers. Der Kellner gibt Bux vier Visitenkarten — alles Herren von der Presse, die ihn sofort sprechen wollen. Auch die Karte von Otto von Kroidt ist.dabei. (Fortsetzung folgt.)