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E_1934_Zeitung_Nr.086

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 86 Schneider X., sondern ein besorgter Freund, der um das Wohlergehen deiner Haut bangt, ein Arzt, der bedachtsam, als operiere er, mit def Schere das Nackenfell in Reih und Glied stutzt. Es riecht nach dem Weihrauch guter Oele, leise duftet es nach poliertem Nickel und zart nach Seife. Gedämpfte Stimmen munkeln hinterm Vorhang. Leise klirrt Metall. Wartende stossen kleine Rauchwolken aus dem Munde. Hier wird geopfert! Demütig bringen wir dem Gotte in weissen Priestermänteln das wallende Haar von unserem Haupte dar, devot neigen wir die geschorenen Köpfe vor dem Spiegelaltar, den hundert Gaben bereits schmücken. Die Halle ist heilig. Wie in alten Tempeln ist es den Frauen verboten, •die Schwelle zu übertreten. Vielleicht ist das einer der Gründe, denkt Selbstmörder macht Karriere. Kleine wahre Geschichte. Im Staate Wyoming (USA.) versuchte ein stellungsloser Elektromonteur, sich in seinem möblierten Zimmer zu erschiessen. Der Schuss ging fehl und zertrümmerte einen Spiegel. Die durch den Knall herbeigeeilte Wirtin entriss wutschnaubend dem Unglücklichen die Waffe und zwang ihn, auf der Stelle das Zimmer zu verlassen. Der junge Mann erkletterte darauf den Mast einer Hochspannungsleitung und stürzt sich auf die Drähte, in der sicheren Gewissheit, den Tod zu finden. Er fiel auf die Drähte, wippte auf und nieder und spürte nichts von Tod und nichts von hochgespanntem Strom. Er kletterte hiriab und erfuhr, dass der Strom wegen Reparaturarbeiten auf drei Stunden gesperrt worden war. Er legte sich auf die Geleise einer Eisenbahnstrecke und erwartete den fälligen Express. Er hörte bereits den Zug heranbrausen — es war aber nicht der Express, sondern ein Güterzug, der auf dem Nebengeleise hielt. Das Zugspersonal jagte ihn davon. Er versuchte einen vierten Selbstmord: schlich sich auf den Flugplatz, schwang sich auf das Schwanzende eines eben davonrollenden Flugzeuges und Hess sich ein paar Minuten später hinabfallen. Wieder war ihm sein Plan misslungen — er war aus nur 17 m Höhe in einen Heuhaufen gefallen und hatte sich bloss ein Bein gebrochen. Er kam ins Krankenhaus und erzählte dort seine Geschichte. Nach seiner Heilung kaufte , er von einem Gauner einen Revolver, ging nachts in einen Park, schoss sich in den geöffneten Mund und fiel bewusstlos um. Die Polizei fand ihn betäubt, jedoch unverletzt und keineswegs tot — die Pistole enthielt nur Gaspatronen. Die Zeitungen schrieben über ihn, aber keiner half ihm. Eines Nachts ging ohne Cremen und lange Gesiehtsbehandlung. In Form von Tabletten genommen, baut sich ihr ganzer Hautgewebe-Organismus von innen neu auf. Runzeln u. Alterserscheinungen verschwinden und Ihre welke Haut erhält ein reines, blühendes Aussehen und bleibt dauernd schön. 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Ungern lässt man sich aus dem Sessel helfen, ungern verlässt man den Platz vor den Schalen des Gottes mit dem Schaumpinsel. Doch gesalbt und mit königlicher Würde tritt man auf die Strasse, wo einen plötzlich eine Frauenstimme überfällt: «Aber, Max, wo warst du denn so lange?» Siehst du, jetzt bist du kein Würdiger mehr im weiten, weissen Opfertalar, jetzt bis du ein entthronter Fürst, bis wieder ein armer, kleiner und wehrloser Max. Die Gedankenfreiheit geht flöten...« W.H. er zum Hafen, kettete ein Ruderboot los und ruderte aufs Meer hinaus, um sich dort in die Fluten zu" stürzen. Ein Polizeiboot entdeckte den nächtlichen Ruderer und machte Jagd auf ihn — er wurde unter Schmuggelverdacht verhaftet. Nach seiner Freilassung verbarg er sich in einem Mietshaus, sprang nach Anbruch der Dunkelheit vom Dach hinab — und fiel in einen hohen alten Baum. Passanten holten ihn mit Leitern -herab; er war zerkratzt und zerschunden, aber sonst ganz gesund. Er kam wieder ins Krankenhaus. Der Chef eines grossen Werkes las von diesen vielfachen Selbstmordversuchen und sagte sich: «Ein Mann, der so viel Ausdauer an den Tag legt, wird auch bei der Arbeit ausdauernd und fleissig sein». Er engagierte den Monteur, machte ihn bald zum Ingenieur eines Elektrowerkes und zahlte ihm zwanzigmal so viel, wie er als einfacher Monteur verdient hätte. Heute lebt der selbstmordsüchtige Monteur glücklich und zufrieden. gs. Ein Bigamie-Rekord. 58 Frauen und 102 Kinder, das ist ein Familienstand, der in unserer Zeit in einem europäischen Land sicherlich noch nicht dagewesen ist. Arjetschow, der bisherige Chef der Tscheka in der sowjetrussischen Industriestadt Tula, hat diesen Rekord eines Bigamisten in der kurzen Zeit von fünf Jahren aufgestellt. Ein Tschekachef kann sich im Sowjetstaat viel erlauben, aber diese ungesetzliche Fruchtbarkeit blieb doch auf die Dauer nicHt verborgen. Die Kunde drang schliesslich bis nach Moskau, und der allmächtige Stalin ordnete persönlich die Verhaftung des Leiters der politischen Polizei von Tula an. Arjetschow ist nun wegen Bigamie zu zehn Jahren Gefängnis-Zwangsarbeit verurteilt worden. Er bekommt im Gegensatz zu andern russischen Auto-Decken Reise-Plaids Da es viele Qualitäten von Decken gibt, ist es ratsam, sich an das Spezialhaus zu wenden EingtfaSt Fr. 29.50, 37.50, 45- mit Lederelnfassung Fr. 40.-, 65.-, 68.- Wollplaidi „ 22.-, 28.-, 45.- Damenshawls „ 22.-, 30.-, 38.« TEPPICH HAUS Zürich, Bahnhof Straße 18 Ecke Kappelergasse Gleiches Haus in St. Gallen Warum Schmerzen haben ? wenn eine Parapack-Kur Sie von chron. Ischias, Gicht, Rheuma, Gelenkleiden, Stoffwechselstörungen befreien kann. BroschQre gratisI Leit.Arzt: Dr.med.Fortmann Para pack-Institut, Zürich 2 Venedigstr.2 (Bahnhof Enge), Telephon 59.346 HALLWAG BERN Weitere, unter ärztlicher Leitung stehende Institute in Ölten und Romanshorn. Gefangenen seinen Lohn nicht ausbezahlt. Der Lohn soll nämlich für die Ernährung seiner Kinder verwandt werden. Wobei nur die Frage offen bleibt, ob ein Vater mit Gefangenenarbeit 102 Kinder ernähren kann... Die teuersten Frauen. Die Statistiker der Pariser Haute Couture haben nach langwierigen Berechnungen festgestellt, welche Frauen die teuersten und welche billig sind — soweit es sich um ihre Ansprüche an Toiletten und alles, was dazu gehört, handelt. Danach sind nicht die Pariserinnen — wie man oft fälschlich hört — die Frauen, die das meiste Geld für ihre Garderobe ausgeben, sondern die Südamerikanerinnen. Die elegantesten und kostspieligst angezogenen Frauen der Welt findet man in Rio und Buenos Aires, es folgen die Nordamerikanerinnen — wobei die Statistiker aber richtig bemerken, dass es sich nur um die reiche Oberschicht der Parkavenue handelt r—, dann kommen die Engländerinnen, und an vierter Stelle erst die Französinnen. Die Frauen der Tschechoslowakei rangieren in dieser Statistik ziemlich weit hinten. Die billigsten Frauen der Welt sind die Italienerinnen. Die deutschen Frauen, denen nach dem Modediktat der Frau Goebbels wenig Freiheiten erlaubt sind, haben vor den anspruchslosen Italienerinnen den vorletzten Platz. Der Maya-Kalender besser als der moderne Kalender! Eine von dem amerikanischen Carnegie- Institut nach Guatemala ausgeschickte Expedition ist kürzlich zurückgekehrt und hat in der Fülle neuer Forschungsergebnisse auch zu dem Problem der Maya-Zeitrechnung interessante Beiträge liefern können. Es steht nach den jetzt getroffenen Ermittlungen fest, dass die Mayas einen Sonderkalender besassen, der genauer war als unser jetziger Kalender. Viel interessanter aber ist noch, dass dieser Sonnenkalender von den Nachkommen der Mayas in Guatemala auch heute noch gebraucht wird und allen zeitlichen Bestimmungen der Eingeborenen (die sich im Innern des Landes aufhalten) zugrunde liegt. Daneben wurde bei den alten Mayas (und auch Üer findet heute in gewissen vertrauten Kreisen noch eine Verwendung statt) ein Ritenkalender beobachtet, der sich wieder nach ganz anderen Vorgängen der Natur richtet. Es gibt Nachfahren der Mayas, die also nach drei verschiedenen Kalendern ihre irdischen Angelegenheiten zu regeln bemüht sein ^müssen: da ist zuerst der amtliche moderne Kalender, dann kommt der berühmte, haargenaue Sonnenkalender und endlich der heilige Kalender. Bisher wusste man auch nicht, dass unter den noch überlebenden 150000 reinblütigen Mayaleuten jede Mischehe mit einem Spanier oder andern Ausländern vollkommen verpönt und praktisch unmöglich gemacht wird. Man Schlank. Durch INDAN wird Ihnen eine Entfettungskur leicht temacht. • Sie ist unschädlich (auch für das Herz), schmerzlos, wohlschmeckend und von Ärzten empfohlen. Dr. Lobeck's INDAN Tabletten Fr.5.-,Tee3.- Bellevue-Apotheke Theaterstr.Hu, Zürich Günstige Gelegenheit! 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Im übrigen aber haben sich die Mayas zu ganz gerissenen Kaufleuten entwickelt, die sich nicht scheuen, 50 und mehr Kilometer zurückzulegen, um für ein Ei einen halben Rappen mehr zu erhalten. Zur Zeit prüft man die Rechnungsgrundlagen des Maya-Sonnenkalenders, der kein Schaltjahr und keine unregelmässigen Monatsdaten kennt und dabei viel genauer ist als irgendein europäischer oder moderner Kalender — und das also schon seit einigen Jahrhunderten. In einigen Dingen scheinen sie uns eben sehr vorausgewesen zu sein. Steinharte Milch. Die Inder des Himalajagebiets bringen die Milch des Yaks mittels einer Säure zum Gerinnen und pressen sie zwischen Tüchern. Die Milch wird nach einiger Zeit steinhart und dann mit dem Hammer in kleine Stücke zerschlagen, die im Munde aufquellen. Diese Steinrnilch ist als Reiseproviant auch auf Expeditionen sehr geschätzt. Die Marneschlacht In Brot geknetet. Im Gerichtsgefängnis von Carcassonne (Südfrankreich) hat ein Häftling zur Erinnerung an die 20jährige Wiederkehr des Weltkriegsbeginns die einzelnen Phasen der Kampfhandlungen an der Marne ganz in — Brot geknetet. Der Künstler, ein auf die schiefe Bahn geratener, junger Architekt, der sein Modell nach den Kriegserinnerunget^ französischer Generale anfertigte, brauchte. 23 Wochen für die Arbeit, die er in den ersten Stadien vor den Augen der Aufsichtsbeamten geschickt zu verbergen später aber offiziell erlaubt bekam. ein alter 93 uc&, wusste, i, ber ücrfcfjtmnbcf gfiiefntfjenneife, ift bie SJcttncnbung bes 9t#ei« pfnfels Beim «Hafteten. 2Die Creme Ratvitt Ijat tl)n überflüjpg gemadjt unb eifert tfjn »urteil* Ijaft. £>as SRafiermefiet gleitet gut, bie Sdjram» men ©erben oerljinbert. (Es Bleibt ein Gtnpfin» ben non Ofrijdje mit angenehmem, bisfretem Ißarfüm. gut |e$r Ijarte Satte vox Slntoenbung gut anfeudjten. gatts 3I)r Sieferant biejen 2tr* tifel nidjt füljrt, Jenben Sie, bitte, Sr. 1.50 in SBriefmarfen an bie in)Imann*(£nraub St. ©^ ©enf, bie Sljnen eine $ro6etu&e für 30 mal aufenben Ioffen tottb. EGLISAU Restaurant Waldheim Fischküche, Baaernspezialit&ten, Beibit eingekelterto Landweine. Schönste Lage direkt am Rhein. Höflich empfiehlt sich : Hroh. Hausheer. Tel. 85. Schweizer Jugendschriften Eine reiche Sammlung von Reisebeschreibungen, Schilderungen von Völkersitten, Erzählungen aus Gegenwart und Vergangenheit und aus dem Märchenland. Die besten Schätze der Weltliteratur für die Jugend Mit ihren bis jetzt erschienenen 60 Nummern wollen sie unserm erlebnisfreudigen Nachwuchs Ersatz für Frank Allan-Lektüre bieten. In allen Buchhandlungen, Papeterien und Kiosken erhältlich. Preis jedes 32-48 Seiten starken Heftchens in 4farbigem Umschlag und mehreren Schwarzzeichnungen nur 20 Rp. Schweizer Jugendschriften-Verlag Bern Breitenrainstrasse 97

jW»8tt — 1984 AUTOMOBIL-REVUE ' 15 ODEDP HD« BE Unsere neuen Hüte Es ist ein versöhnliches Moment, dass auch in Zeiten stärkster autarkischer Bewegungen und Bestrebungen die Frauen so ziemlich aller Länder und Völker — wenn auch nicht « unter einen Hut» so doch unter d i e neuen Hüte zu bringen sind, die jeweils Herrscherin Mode zu dem grossen Saisonwechsel hervorbringt. Dass es auch hier ohne Kompromisse nicht abgeht, und es kein unweigerliches « n u r so ! » geben darf, ist begreiflich — und erfreulich! Denn je grosszügiger und toleranter die Mode sich bemüht, den verschiedensten Geschmacksrichtungen und persönlichen Ansprüchen entgegenzukommen, um so leichter hat sie es, begeisterte Anhänger zu finden! Das wird ihr bei den wirklich ganz reizenden herbstlichen Hutformen in ihrer Mannigfaltigkeit diesmal besonders gelingen. Die gleich zu Beginn etwas befremdenden ganz flachen Formen, die wirklich nicht für jedes Gesicht und jede Gestalt passen, haben so viele Abarten und Zwischenformen zur Gesellschaft bekommen, dass heute für die anspruchsvollste Dame das für sie taugende leicht gefunden wird. Schon darum, weil — •wenn auch nicht immer — so doch häufig merkbar auf die zur modischen Einfachheit mahnenden Zeitverhältnisse der Allgemeinheit Rücksicht genommen wird. Neben mancherlei Auswüchsen gibt es doch viele Hutformen ohne alle Uebertriebenheit, aber von bezaubernder Kleidsamkeit. Im Vordergrunde stehen die Barette, die in vielfachen Variationen auftreten und sich bis zu den grossen, weich und malerisch drapierten Hüten ausdehnen. Samt, Panne und Zylinderplüsch sind da natürlich das bevorzugte Material, da sich gerade diese Stoffe in der geschickten Hand der Modistin zu bezaubernd schmeichlerischen Wunderwerken gestalten lassen. Daneben gibt es reizende Formen ä la Marquise, originelle im Nacken breit aufgeschlagene Hüte (bei denen allerdings die moderne Haarrolle Bedingung wird, die ja den Kampf mit dem Bubikopf erfolgreich aufgenommen hat!). Kleine, neckische Trotteurs, ohne die man sich das Kostüm, das den Vormittag der Dame, die «Shopping» geht, beherrscht, kaum denken kann. Jedenfalls spielt der Hut heute eine wichtige Rolle und hält auf Qualität! Der lange im Vordergrund gestandene « ganz billige, ungarnierte Irgendwiehut» ist endgültig abgetan, weil man erkannte, dass erst ein schicker, eleganter und kleidsamer Hut dem ganzen Ensemble der eleganten Frau den richtigen Eindruck verleiht. Die (flachen Hüte mit chinesischem Einschlage stehen entzückend — wenn die Gesichtsform und die zierliche Gestalt der Trägerin zu ihm passt. Darauf ist immer zu achten, dass nicht alles sich für alle schickt! Die grossen, malerischen Formen, die Canotiers und Ninichehüte und die randlosen Kappen — sie alle sind modern, sind schön und kleiden gut — wenn si& zu der Trägerin passen! Das gleiche ist von den Hutgarnierungen zu sagen. Man sieht vielfach wieder Straussfedern, Paradiesreiher, ja'rundum Federgarnierungen und aparte Phantasiefederngestecke. Auch die sportlichen Hüte tragen kleine Gestecke. •• • u r 1 Tfilenh- In ftSm+l 7immorn I t •wm EQ/OCilU Daneben werden vielfach Bänder, Schleier und allerlei moderne Clips und Agraffen aus glänzendem Metall, Holz, Glas und Galalith verwendet — es ist in Form und Aufputz der diesjährigen Hüte dem persönlichen Geschmack und der Phantasie der Modekünstler ein ganz breiter Raum gegeben. Die neuen Herbsthüte beweisen, dass er mit Erfolg ausgenützt wird! LB. Der dunkelblaue Pelzmantel Im Herbst konzentrieren sich die Frauenwünsche auf den Pelzmantel. Oder auf die anderen entzückenden Modevariationen der Kürschnerkuasr. Die Saison bringt verlokkende Neuheiten. Kleine Mäntel, die wie eine chinesische lange Jacke abstehen, sind mit Silberagraffen geschlossen und mit einem kleinen Kragen versehen, der ungemein kleidsam wirkt. Broadtail, schwarz, braun, beige, licht- und duokelgrau — so lautet das Programm. Oder ein Fuchscape? Aus Silber-, aus Blaufüchsen? Edter Pelz ist von unvergleichlicher Schönheit. Die kleinen Marderkolliers, fürs Jackenkleid und fürs Jerseyjumperkleid an sonnigen Tagen, bilden mit ihren schmalen verschlungenen Tierfellen Arabesken und seltsam geflochtene Krawatten. «Jeden Tag finde ich neue Möglichkeiten», sagt eine mondäne Frau und flicht ihre Nagetierfelle geschickt ineinander, um sie um den Hals zu legen. Der Breitschwanzmantel soll klassisch sein. «Klassisch» ist die Bezeichnung für die ruhige, von Modekapricen nur wenig beeinflusste Silhouette der Edelpelzmäntel. Nerz und Persianer brauchen die einfache Linie für die schwere winterliche Pracht ihrer Felle. Der den Hals verbergende gezogene Kragen ist angeblich nicht mehr modern. Aber es gibt Krawatten und Jabots aus zarten Pelzen, es gibt kleine Chinesenkragen und Tellerkragen, Capekragen und schalförmige Halsdrapierungen aus allen Fellen. Und — da das Ende jeder Mode fast immer ihren neuen Beginn bedeutet, sieht man auch die gewohnten, das Gesicht schmeichelnd umhüllenden grossen, aber nicht übertrieben .umfangreichen Pelzkragen. Breitschwanz mit oder ohne Silberfuchs? Es gibt dafür keine strengen Modegesetze. Breit-, Schwanzmäntel mit Silberfuchskragen oder mit einem Breitschwanzkragen sind ebenso modern wie Paletots aus dem kostbaren Breitschwanz und den etwas billigeren, aber trotzdem wunderschönen verwandten Fellen. Für die Paletots ist Zierlichkeit erwünscht. Ihr Kragen ist klein und raffiniert gewählt. Farbige Pelze: So lautet eine der Pariser Modedevisen, die im August zu uns kamen. Aber jetzt will man von bunten Pelzen nicht viel wissen. Dunkelblau ist die einzige Farbe, die man für Füchse und Persianerfelle, Maulwurf, Broadtail und Feh gelten lässt. Ein dunkelblaues Jackenkleid mit gleichfarbiger Fellgarnitur gehört aber auch zu den erlesensten Köstlichkeiten des nahenden kühlen Herbstes, Dunkelblauer Pelz ist von konservativem Geschmack als schön anerkannt worden. Zu den pastellfarbigen Kleidern aber, zu Gold- und Silbertoiletten, wie sie für die grossen Feste vorbereitet sind, wird man pastellfarbige kleine oder auch taillenlange Capes um nackte Schultern legen, doch nicht Fellcapes. Durch V§tements aus Straussfedern, Reihern oder Samt will man den Kleiderluxus, der von den Häusern der Couture so sehr befürwortet wird, nach Möglichkeit betonen, ohne durch allzu hohe Ausgaben die Portemonnaies, die ja nur in beneidenswerten Ausnahmefällen eine starke Attacke vertragen, gar zu empfindlich in Anspruch zu nehmen. Darf man beim Essen lesen ? «Bitte, leg die Zeitung weg! Den ganzen Tag bist du nicht zu Hause, und wenn du abends nach Hause kommst, musst du deine Zeitung lesen, statt dich mit mir zu unterhalten. Ausserdem ist es auch nicht gesund, bestickten Taschen als vorbildlich galten, während des Essens zu lesen. Ich bin si-befasscher, deine Magenbeschwerden kommen nur mit perlbestickten Modellen, die aus man- man sich jetzt in erhöhtem Masse davon, dass du beim Essen immer liesest !» cherlei Kontrasten schöne Wirkungen holen. Seufzend legt der Gatte die geliebte Zeitung weg und isst vor Ungeduld, schnell zu seiner Lektüre zu kommen, so hastig, dass er sich an der heissen Suppe richtig den Mund verbrennt und sich nun erst recht nicht mit seiner Frau unterhalten kann. Aber zweifellos hat die Frau vollkommen recht. Es ist erstens eine grosse Rücksichtslosigkeit und Nichtachtung, in Gesellschaft anderer bei Tisch zu lesen. Ausserdem ist es zum mindesten unappetitlich, wenn nicht gar schädlich. Die Druckerschwärze, die man sich beim Zeitunglesen, wenigstens, an die Finger schmiert, ist sicherlich nicht als Zugabe zum bürgerlichen Mittagstisch zu empfehlen. Die Lettern —wir lesen diese beherzigenswerten Zeilen in der « Koralle » — mit denen gedruckt wird, sind aus Blei, und genau so, wie man in allen Druckereien den Schriftsetzern verbietet, im Arbeitsraum zu essen, genau so kann man sich sicherlich auf die Dauer sehr schädigen, wenn man gewohnheitsmässig mit denselben Fingern, mit denen man die Zeitung anfasst, sein Butterbrot verzehrt. In allen Druckereien werden die Setzer angehalten, sich vor dem Essen die Hände mit heissem Wasser gründlich zu waschen. Also das ist mal ganz sicher: auf den Esstisch gehört die Zeitung nicht, am wenigsten morgens zum Kaffee, wo man naturgemäss beim Brötchenstreichen und Brötchenessen seine zehn Finger mehr gebraucht als beim Abendbrot, wo man mehr Messer und Gabel gebraucht. Beim Buch, das ja nicht so frisch aus der Druckerei kommt wie die Zeitung, ist die direkte Gefahr vielleicht geringer, wenn es nicht gerade ein Leihbibliothekbuch ist, das durch tausend Hände geht. Niemand kann wissen, wo das Buch vorher gewesen ist, ob nicht in dem Hause Krankheiten geherrscht haben. Die Ansteckungsgefahr mit Bazillen, die Magen- und Darmkrankheiten verursachen, ist natürlich beim Essen besonders gross, viel grösser, als wenn man mit sauber gewaschenen Fingern nach Tisch das Buch zur Hand nimmt. Gute Bücher aber während des Essens zu lesen, ist auch eine Barbarei gegen das Buch. Es ist gar nicht zu vermeiden, dass man sich seine schönen Bücher, wenn sie neben dem Bratenoder Suppenteller liegen, bespritzt und beschmutzt. Und dann: Essen ist für den Kulturmenschen nicht nur eine einfache Sättigung, nicht nur ein Maschinen-Anheizen. Essen, das nett angerichtet ist, reizt den Appetit viel mehr an und ist viel bekömmlicher als solches, das man einfach in sich hineinschlingt. Essen erfordert richtige und völlige Aufmerksamkeit. Wer mit Verstand isst, kann sicher sein, dass ihm sein Essen besser bekommt. Lesen beim Essen lenkt vom Essen und vom Lesen ab; wer zwei Herren dienen will, dient keinem richtig. Am allerschädlichsten ist das Lesen bei Tisch aber für die Kinder. Es ist ganz selbstverständlich, dass man nicht gerade vor seinem Teller sitzen und dabei ein Buch lesen kann. Das Kind verdirbt sich also beim Lesen seine Haltung, da es dauernd schief sitzt, und ausserdem auch die Augen. Es kann sich sogar das Schielen dabei angewöhnen. Nichts aber erzieht ein Kind^ besser, als richtiges Beispiel. Darum, ihr Eltern, macht euch zum Grundsatz, bei Tisch wird nicht gelesen, sondern gegessen und geplaudert! Gestickte Abendtaschen finden jetzt — vor Beginn der neuen Theaterzeit — begreiflicherweise erhöhtes Interesse, um so mehr als man weiss, dass jedes abendliche Kleid durch eigenartige Attribute, zu denen gewiss in erster Linie die Theatertasche zu zählen ist, erhöhte Wirkung erlangt. Während bisher die in Gobelinmanier Einen Entwurf von erlesener Schönheit zeigen wir im Bilde. Es handelt sich um eine aus schwarzem und weissem Atlas zusammengestellte Handtasche, bei der sowohl in den weissen, als auch in den schwarzen Grund je ein Motiv aus Mattsilberperlen ein. gestickt wird. Die kultivierte Wirkung dieses Entwurfes besticht auf den ersten Blick! H. Kleine Winke — grosse Hilfe Nicht jedes Obst enthält Vitamin C, sondern nur Erdbeeren, Orangen und Zitronen sind besonders reich daran. Bei Himbeeren und Stachelbeeren ist es weniger zu finden. Johannisbeeren und Mandarinen enthalten noch geringere Mensren, während frische Aepfel, Bananen, Pfirsiche und Pflaumen vitamin-C-arm sind. Völlis: frei davon sind ältere Aepfel, Birnen, Trockenfrüchte und Weintrauben. Vitamin C ist für die Gesundheit des Menschen insofern wichtig, als ein Mangel daran nicht nur Skorbut, sondern auch nervöse Schwächezustände. Magenbeschwerden und Rheumatismus hervorruft. Silber in der Seiie macht diese für die Desinfektion beim Waschen sehr geeignet. Das metallische Silber wird nach einem neuen Patent dem Seifenkörper in Form von Puder, dünnen Blättchen oder Flittern zugefügt. Bakterien und Früchte. Auf rohen Früchten sind 1 stets zahlreiche Bakterien zu finden. -Während die meisten davon harmloser Natur sind, können auch krankhafte Keime (Typhus) durch Fliegen oder andere Keimträger auf die Frucht gelangen, wo sie lange Zeit lebensfähig; bleiben. Durch mehrmaliges Waschen in kaltem Wasser wird der Bakteriengehalt stark vermindert. Bei Epidemiegefahr aber empfiehlt man, jede Frucht vor dem Genuss 10 Sekunden in kochendes Wasser zu tauchen, wenn man die vitaminreiche Schale nicht entfernen will. Bei ausgedehnten Verbrennungen hat sich ein mittelasiatisches Volksmittel bewährt, nämlich die Brandwunden, täglich mit Filzkohle zu bestreuen. Zur Beschleunigung der Verkohlung des Filzes wird etwas Alkohol zugesetzt, der grobkörnige Rückstand feinst zerrieben, aseptisch aufbewahrt. Das Mittel ist sparsam und regt die Regeneration an. Eleganz und Qualität In meinen neuen Modellen sind diese zwei Funkte, die Ihr Aeusseres bestimmen, vereint. Echte Pelzgarnituren oder erstklassige Phantasie geben meinen Mänteln und Costumes eine persönliche Note. Modell aus meinet Kollektion Fr. 83.- mit Fading-Ausgleich, dynamischer Lautsprecher, neuer Montage „OCTODE SUPER", Noch nie hat ein Radio die gleichen Qualitäten zu einem so geringen Preis in sich vereinigt. UnV Sie davon zu überzeugen, verlangen Sie von Ihrem nächsten Konzessionär eine Vorführung. H. BRÄNDLI, ZÜRICH, ZUM LEOXHARDSECK Ecke Zähringerstrasse-Seilergraben MEDIATOR „Ihr Führer im Aether" En gras : J. RENAUO & Co. A.-G. Neuenburj Generalvertreter tür die Schweiz: Tel. 4.15