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E_1934_Zeitung_Nr.086

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N° 86 Die Resultate der internationalen Bergrennen des Jahres 1934. Datum Rennen Lange Sieger Zeit Stundenmittel Absoluter Zweiter Absoluter Dritter 29. März. . . 9. Juni . . . 17. Juw. . 6. August . 19. August. 26. August. . 16. September 29. September La Turble: Sportwagen 1100 co 1500 co. 2 1 3 I 5 1 Rennwagen 750 co 1100 cc 1500 cc 2 1 3 1 5 I Shelsley Walsh (England): Sportwagen 850 cc 1100 cc 1500 cc 2 1 3 I 5 1 Mehr als 5 1 Rennwagen 850 cc 1100 cc 1500 cc 2 1 3 1 5 1 Kesselberg: Sportwagen 800 cc 1500 co Mehr als 1500 cem Rennwagen 800 co ISOO cc • Mehr als 1500 cem, Klausen: Sportwagen 1100 1500 oe 2 1 . 3 5 1 Rennwagen 1100 1500 ce 2 1 Mehr als 2 1 Grosser Bergpreis von Deutschland: (Fbg.) Sportwagen 750 cc. 1100 cc 1500 cc 3 1 Rennwagen 750 cc 1100 cc 1500 co 2 I Mehr als 2 Stclvio: Sportwagen 1100 co 1500 co 2 1 Mehr als 2 1 Rennwagen 1100 cc 1500 co 2 1 . Mehr als 2 1 . . Bfont Ventonx: Sportwagen 1100 co. 1500 cc. , , 2 Mehr als 2 1 Rennwagen 1100 co 1500 cc 2 1 Mehr als 2 1 Shclsley Walsh II England): Sportwagen 750 cc 1100 eo 1500 oc 2 1 3 1 5 1 Rennwagen 750 cc 1100 cc 1500 cc 2 1 3 1 6 1 6 km 300 6 km 300 6 km 300 6 km 300 6 km 300 6 km 300 6 km 300 6 km 300 6 km 300 6 km 300 6 km 300 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 ,0 km 900 0 km 9,00 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 5 km 000 6 km 000 6 km 000 6 km 000 5 km 000 5 km 000 21 km 500 21 km 500 21 km 500 21 km 500 21 km 500 21 km 500 21 km 500 21 km 500 21 km 500 12 km 000 12 km 000 12 km 000 12 km 000 12 km 000 12 km 000 12 km 000 12 km 000 12 km 000 14 km 000 14 km 000 14 km 000 14 km 000 14 km 000 14 km 000 14 km 000 U Tun 000 21 km 600 21 km 600 21 km 600 21 km 600 21 km 600 21 km 600 21 km 600 21 km 600 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 0 km 900 Okm 900 0 km 900 Venot (La Pintade) Rey (Bugatti) Ogez (Alfa Romeo) Quartrara (Alfa Romeo) Trevoux (Hotehkiss) Viossat (Mathis) Chambost (Salmson) Bouoly (Miller) Berrone (Maserati) Zanelli (National Pescara) Dreyfus (Bugatti) Turner (Austin) Hall (M. G. Magnette) Ecoles (Frazer-Nash) Blackstone (Alfa Romeo) Embiricoa (Bugatti) Hughes (Vauxhall) Earl Howe (Mercedes-Benz) Letts (M. G. Midget) Hall (M. G. Magnette) Mays (Riley) Bolster (Bolster Sp.) Straight (Magerati) Jacot (Vauxhall) Bäumer (Austin) Lurani (Maserati) Balestrero (Alfa Romeo) Kohlrausch (M. G.) Castelbarco (Maserati) Stuck (Auto-Union) Beccaria (Fiat) Lurani (Maserati) Rey (Bugatti) BaleBtrero (Alfa Romeo) Strazza (Lancia) Hamilton (M. G.) Sojka (Bugatti) Steinweg (Bugatti) Caracclola (Mercedes Benz) Kohlrausch (M. G.) Kohlrausch (M. G.) Burggaller (Bugatti) Hartinann (Bugatti) Burggaller (Austin) Battilana (Maserati) Kessler (Maserati) Steinweg (Bugatti) Stuck (Auto-Union) Bäumer (Austin) Argentiero (Alfa Romeo) Restelli (Alfa Romeo) Belmondo (Alfa Romeo) Cecchini (M. G.) Lurani (Maserati) Stein weg (Bugatti) Tadini (Allä RonH# J ~"-' Maillard-Brune .

N° 86 - 1934 .„. MJTOMOBTL-REVÜE, £•»«»••# an Schweb Bringt 1935 das nationale Rundstrecken-Rennen? Die Schweiz war, wie erinnerlich, am I. Grossen Preis in Bern in den beiden durchgeführten Rennen durch einen resp. zwei Fahrer vertreten. Beide waren zudem noch von Pech verfolgt, so dass unsere Farben selbst auf heimischem Boden gar nicht zur Geltung kamen. Dieser Umstand mag manchem Freund des schweizerischen Automobilsportes als unbefriedigend erschienen sein Fragen wir uns aber nach den Gründen dieser sehr bescheidenen Vertretung schweizerischen Könnens am Grossen Preis, so müssen wir alsbald feststellen, dass es kaum anders möglich war. Einmal ist die Zahl der schweizerischen Fahrer, welche ihre Kunst schon an Rundstrecken-Rennen unter Beweis gestellt haben, sehr klein. Und selbst dieses bescheidene Grüpplein verfügte aus verschiedenen Gründen nur teilweise über Maschinenmaterial, das einen Start in Bern ermöglicht hätte. Anderseits durfte und konnte man, schon mit Rücksicht auf die internationale Beschickung beider Felder, nicht daran denken, Fahrer starten zu lassen, welche sich zwar bei Bergrennen über guten Fahrstil und -eigenschaften ausgewiesen hatten, dagegen aber noch nie ein Rundstrecken-Rennen bestritten^ das eine ganz andere Technik und eine besondere Taktik erfordert. Die Teilnahme einheimischer Piloten am Grossen Preis der Schweiz wird daher solange in Frage stehen, bis man ihnen, und hauptsächlich auch dem Nachwuchs, Gelegenheit bietet, sich in dieser Renndisziplin auszubilden. Der Grosse Preis wurde überall freudig als eine wertvolle Bereicherung unseres automobilsportlichen Programms begrüsst, das sich ja bekanntlich fast ausschliesslich aus Bergrennen zusammenzusetzen pflegte. Diese Ergänzung nützt aber dem schweizerischen Automobilsport und sei- ,ner weiteren Entwicklung praktisch gar nichts, solange unsere Fahrer nur als Zuschauer nach Bern kommen dürfen. Veranlasst durch verschiedene Zuschriften aus dem Kreise schweizerischer aktiver Autosportler, machten wir daher diesen Sommer schon die Anregung, es sei neben dem Grossen Preis auch ein nationales Rundstrecken-Rennen auszuschreiben, das unseren eigenen Fahrern die längst erwartete Gelegenheit bieten könnte, sich auch einmal im «Flachrennen» zu betätigen und hier die notwendigen Erfahrungen und Kenntnisse zu sammeln. Dieses nationale Rennen würde den Erfolgreichsten unter den Konkurrenten gewiss den Weg zur Teilnahme an interessanten Rundstrecken-Rennen des Auslandes ebnen. Der Start im Ausland wird selbs bei mittleren und kleineren Veranstaltungen immer schwieriger, weil dieser fast überall nur mehr auf Einladung durch die Organisatoren hin erfolgen kann und die Anfrage wiederum nur an Fahrer ergeht, deren Namen durch Erfolge irgendwelcher Art bekannt geworden sind. So bot sich unseren schweizerischen Meistern Stuber, H. Kessler, U. Maag, H. Ruesch und früher auch Dr. Karrer ab und zu eine Gelegenheit, an bedeutenderen Veranstaltungen des Auslandes teilzunehmen. Bis es aber so weit war, hatten die meisten unter ihnen während Jahren ihre Qualifikation an zahlreichen Bergrennen erweisen müssen. Dieser Weg ist aber entschieden zu lang und mühsam. Parallel mit dem Fahrtraining am Berg sollte auch ein solches auf der Rundstrecke möglich sein. Autofreundliches Aegypten. Das ägyptische Verkehrsministerium präft> wie aus Kairo berichtet wird, die Möglichkeiten der Errichtung einer grossen Automobilstrasse von Kairo nach Alexandrien. Eine weitere freudige Ueberraschung ist den ägyptischen Automobilisten insofern gemacht worr den, als die sofortige Aufhebung sämtlicher städtischer Steuern und Gebühren für Automobile beschlossen wurde. Alle diese Massnahmen haben die Förderung des Automobilwesens in Aegypten zum Ziele. Beleuchtete Wegweiser auf den italienischen' Autostrassen. Der Touring-Club Italiana hat beschlossen, auf sämtlichen italienischen Hauptverkehrsstrassen neue Richtungs- und Warnungstafeln mit leuchtenden Buchstäben aufzustellen. Diese Leuchtschilder sollen es den Automobilisten ermöglichen, die entsprechenden Aufschriften auch bei Dunkelheit und während der Nacht leicht zu lesen. Polnischer Automobilbestand. Am 1. Juli 1934 betrug der Bestand der polnischen Motorfahrzeuge 35 258, gegenüber 35 291 Einheiten am 1. Januar dieses Jahres und 47 331 anfangs 1931. Während heute auf 1000 Einwohner ein Motorfahrzeug entfällt, waren es anfangs 1931 noch 1,48. Der Bestand am 1. Juli gliedert sich in 25 781 Personenwagen, wovon 14151 in Privatbesitz I massig, zunächst einmal die Erfahrungen des ersten Rennens abzuwarten, deren Auswertung, jede kommende Organisation wesentlich erleichtern musste. Für 1935 rückt nun aber die Verwirklichung des Projektes in greifbare Nähe. Unser Gewährsmann wird dem Vorstand des Berner A. C. beantragen, das nationale Rundstrecken-Rennen für den schweizerischen Sportkalender 1935 anzumelden. Als Termin käme wohl nur der Vorabend des Grossen Preises, also Samstag, 24. August, in Frage. Der Gedanke war auch in Berner Sportkreisen aufgetaucht und so fiel die Anregung auf guten Boden. Im Strassenrund vom Bremgartenwald besitzen wir nunmehr eine Rundstrecke, die sich vorzüglich für ein nationales Rennen eignet, während anderseits auch die Rundstrecken A.-G., und darüber hinaus die ganze Stadt Bern, ein Interesse daran hat, wenn die nunmehr zur Verfügung stehende Anlage möglichst oft und vielseitig beansprucht wird. Nachdem anlässlich der jährlichen Zusammenkunft der Zürcher Rennfahrer, in welcher die nächste Saison jeweilen besprochen und Wünsche zu deren Ausbau geäussert werden, neuerdings die Frage nach einem Rundstrecken-Rennen für alle schweizerischen Fahrer aufgegriffen wurde, hielten wir unserseits Umschau in Bern. Wir traten vorab an Herrn W. E. Huber heran, der als Rennleiter des 1. Grossen Preises und als f Berner Sportpräsident wohl zu den meist Interessierten und Bestinformierten in dieser Angelegenheit gehört. Ein Interview ergab denn auch tatsächlich, dass sich Herr Huber schon seit geraumer Zeit mit dem Projekt eines nationalen Rundstrecken-Rennens befasst und sogar schon diesen Sommer dessen Durchführung zusammen mit dem Grossen Preis erwogen hatte. Die gewaltige organisatorische Arbeit, die aber allein für den Grossen Preis zu leisten war, Hess es als unmöglich erscheinen, gleich beim ersten Anhieb an die Ausschreibung einer Doppelveranstaltung zu denken. Zudem war es zweckwaren, 4835 Taxi, 1663 Autobusse und 5132 Lastwagen. Hinzu kommen noch 8546 Motorräder und 931 andere Motorfahrzeuge. Es wäre nämlich bei dem Aufwand den allein die Absperrung und Bewachung der Strecke während der Trainingstage und am Rennen selbst beansprucht und den mit der Organisation überhaupt zusammenhängenden beträchtlichen Kosten nicht möglich, ein Rundstrecken-Rennen nur für inländische Fahrer allein für sich austragen zu lassen, ohne dass aller Voraussicht nach ein erhebliches Defizit das Schlussresultat wäre. Der ganze Organisationsapparat und vorab die Rennleitung werden aber bei der Kombina- Alpenpasse in 18 Stunden Diese Leistung hat ein serienmässiger, geschlossener Terraplan 13 HP am 25. Juli unier Kontrolle des Zürcher Aulomobilexperten Ing. A. Brüderlin vollbracht. Start und Ziel in Zug. Auf der 913 km langen Fahrt wurden am gleichen Tage die folgenden Pässe befahren: Brünig-Grimsel- Furka-Golthard-Oberalp-Lukmanier-St. Bernhardin-Splügen-Julier- Maloja-Bernina-Albula-Ofenpass-Umbrail-Ofenpass-Flüela-Klausen. Laut Bericht ist keine einzige Störung und keine Ueberwärmung des Motors eingetreten. Jede Kurve wurde in einem Zuge genommen; die Strassenhallung war ausgezeichnet; der Wagen lief völlig regelmässig. Der Terraplan ist leicht zu bedienen und diese lange Fahrt war für keinen Insassen ermüdend. Kein anderer Wagen eignet sich in diesem Masse für unsere Bergstrassen wie der Terraplan! Keiner bewährt sich so für die Schweiz in Leistungsfähigkeit, Sparsamkeit und Bequemlichkeit. Deshalb probieren Sie unverbindlich den TERRAPLAN ab Fr. 6050 6-Zylinder, 13/70 HP. —Reichhaltige Auswahl an Karosserie- Modellen. — Schweizerische Qualitäts-Cabriolets 2 u. 4 Türen ilistischer Drastische Verkehrserziehung in England. Gegen rücksichtslose Fahr zeug fähr er will England mit einer drastischen Methode vorgehen. Ein Vorschlag geht dahin, alle Wagen, mit denen schon einmal ein Mensch überfahren worden ist, sollen von Amtes wegen scharlachrot angestrichen werden. In jedem weiteren Falle einer schweren Verfehlung soll auf das Scharlachrot noch ein breiter gelber Streifen gesetzt werden. Damit wären die unvorsichtigen Fahrer etn für allemal gebrandmarkt, und man kann sich vorstellen, dass diese Erziehungsmethode ihre Wirkung auf die Fahrweise nicht verfehlen würde. Finanzierung des polnischen Strassenbaus. Die Regierungskommission zum Bau von Automobilstrassen konnte ihren Beratungen Vorschläge ausländischer Kapitalgruppen zugrunde legen, die unter gewissen Voraussetzungen die Finanzierung der polnischen Strassenbauten übernehmen wollen. Eine englische Finanzgruppe, hinter der eine bekannte Automobilfabrik steckt, schlägt einen Zehnjahresplan vor, in welcher Periode das polnische Verkehrsnetz ausgebaut werden soll. Als Gegenleistung werden Konzessionen für den Import englischer Automobile und anderer Motorfahrzeuge gefordert. 17 C. Sehlotierbeck, Automobile A.G., Basel-Zürich - Aarwangen: O. Allhau:. Bern: E. Witschi, Siockerenweg, Biel: W. Bourquin, Freiestr. 37, Colombier: A Morin, Fribourg: Garage de Perolles, Geneve: Sarbach S.A., tue d'Italie, Hasle-Rüegsaut E. Hubacher, Klosters: O. Maissen, Lausanne: Garage Schweizer, Caroline, Lugano: N. Descagni-Ferrari, Luzern: Franz Koch, Hofstrasse la, Porrentruy: Joseph Vallat, St. Gallen: Adlerberg-Garage, St. Moritz: Central-Garage, Solothurn: H. Erni, Domacherplatz, Thun: A Wenger, Weinfelden: E. Martin, Winterthur: Stella-Garage A.G., Zug: J. Kaiser. tion zweier Rennen in zwei aufeinanderfolgenden Tagen nicht vor aussergewöhnliche und neue Aufgaben gestellt, so dass der Durchführung in dieser Hinsicht nichts entgegenstünde. Im Gegenteil ist am Samstag der ganze Rennmechanismus wiederum so fein eingespielt und die verschiedenen Arbeitsgruppen so gut aufeinander abgestimmt, dass das nationale Rennen nicht viel mehr Umtrieb verursachen wird als ein normales Training. Die Veranstaltung vom Samstag würde als eine Konkurrenz für Sport- und Rennwagen ausgetragen und ginge über eine Distanz von etwa 150 km (ca. 20 Runden). Der Start könnte für .beide Wagengruppen gemeinsam erfolgen, wobei jedoch eine getrennte Bewertung und Klassierung beibehalten würde. Die Ausschreibung dürfte in Anlehnung an das Reglement des Grossen Preises für zwei Gruppen, nämlich bis 1500 ccm und darüber hinaus erfolgen. Je nach Beteiligung könnten die Maschinen nach Zylinderinhalt gruppiert und in zwei Läufen gestartet werden. Es wäre aber auch ein Rudelstart denkbar, wobei event. die Distanz für die kleine Klasse auf 100 km zu beschränken wäre. Das Projekt ist in dieser Hinsicht noch nicht bis in alle Details ausgearbeitet, im Prinzip wäre aber der Plan festgelegt. Das Training an den drei Vortagen müsste entsprechend verlängert werden, damit entweder vor oder nach den Probeläufen der internationalen Maschinen für den Grossen Preis wenigstens je eine Stunde für das Training des nationalen Rennens eingeräumt werden könnte. Das Training vom Samstag müsste mit Rücksicht auf das am Nachmittag folgende nationale Rennen auf den früheren Vormittag verschoben werden, was auch bezüglich des Grossen Preises nichts schaden könnte, damit dessen Wagenabnahme rechtzeitig und ohne jede Hast am Nachmittag zur Abwicklung käme. An Publikum dürfte es gewiss nicht fehlen, da ein kürzeres Rennen, das zudem von einheimischen Fahrern bestritten wird, welche einem weiteren Zuschauerkreis bekannt sind, zu einer geschätzten und interessanten Ergänzung des sportlichen Wochenendes würde. Es ist anzunehmen, dass viele Auswärtige die Gelegenheit wahrnähmen, um bereits am Samstag in Bern einzutreffen, ein Punkt, der besonders die Hotellerie und das Gastgewerbe interessieren dürfte. Der Gedanke eines Rundstrecken-Rennens ist unter den Fahrern schon so populär, dass mit einem Feld von wenigstens 15 Konkurrenten gerechnet werden kann. Je nach den Ergebnissen und Erfahrungen dieses Rennens kann sich vielleicht der eine oder andere Nachwuchsfahrer auch viel eher entschliessen, eine ausgesprochene Sport- oder Rennmaschine • anzuschaffen und sich in vermehrtem Masse an in- und ausländischen Veranstaltungen zu beteiligen. Der einheimische Automobilsport würde durch diesen Anlass bestimmt einen sehr wjertvollen neuen Auftrieb nehmen. Damit aber nicht genug, wälzt der initiative Sportpräsident noch weitere Projekte. Wenn mit diesem Rennen die Sport- und Rennwagen auf ihre Rechnung kommen, dann soll nach seiner Ansicht auch etwas für die Tourenwagen unternommen werden. Man weiss, dass Zuverlässigkeits-, Gelände-, Stern- und Langstreckenfahrten sich immer grösserer Beliebtheit erfreuen. Sie bilden einen zuverlässigen Wertmesser für die Leistungsfähigkeit der Tourenwagen. Dieser kommt aber vielfach nicht genügend zum Ausdruck, weil es sich nicht um ausschliessliche Veranstaltungen für Tourenwagen handelt oder diese nicht immer streng serienmässig zu sein brauchen, also bereits ordentlich in der Richtung des Sportwagens frisiert sind. Anderseits erfreut sich gerade das 24-Stunden- Rennen von Le Mans einer besonderen Popularität sowohl in der Automobilindustrie, als auch bei Fahrern und Publikum, weil es die einzige Grossveranstaltung für serienmässige Sportwagen ist. Eine ähnliche Konkurrenz für ausgesprochene Tourenwagen müsste einem nämlichen Interesse begegnen. Herr Huber möchte daher die Rundstrecke des Bremgartenwaldes auch für ein Zwölfstunden-Rennen der Tourenwagen nutzbar machen. Er hofft, dass die Industrie und diese wiederum durch ihre Generalvertöpter in der Schweiz, genügend Interesse für die Ausschreibung zeigen würden, um eine möglichst vielseitige und internationale Beschickung gewährleisten zu können. Da eine Mehrzahl der aktiven schweizerischen Fahrer der Tourenwagenkategorie im Automobilgewerbe tätig sind, wäre ihnen auf diese Weise Gelegenheit geboten, ebenfalls als Rundstreckler» aufzutreten. Es könnte sich bei dieser Dauerprüfung nicht um eine Konkurrenz handeln, bei der hohe Preise und Barbeträge winken, sondern vielmehr um eine technische Leistungsprobe, deren Endergebnisse mit Gold-, Silber- und Bronzemedaillen samt entsprechendem Diplom zu würdigen wären. Die Automobilindustrie oder vielmehr der Handel dürften aus den Resultaten manche wertvolle Anregung und eine Bele-