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E_1934_Zeitung_Nr.088

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IG AUTOMOBIL -REVUE

IG AUTOMOBIL -REVUE 1934 - N« Büchertisch «Pfeffermüni und Magebrot.» AÜPrlei G'rymts und Ung'rymts. Von Alfred Huggenbeiger. 141 Seiton. Mit Zeichnungen von Hans Witzig. Volksveilag Elgg. — Alfred Huggenbergers gleich einem frischen Bergwaeser sprudelnde Dichtkunst erschöpft sich nicht nur in positiver schöpferischer Gestaltung der naturverbundenen Welt des Bauern. Schon mehr als einmal hat er der schweizerischen Lesergemeinde bewiesen, dass der köstlichste, jedoch immer auf ein ganz bestimmtes Ziel gerichtete Humor ihn beseelen kann. Aus seinem «Gwundetchratte» kramte man heimlichen Entzückens voll, und auch seine «Stachelbeeri» schmeckten durchaus nicht sauer, sondern dem, der zu lesen verstand, im Gegenteil herrlieh eüss Nun lässt er uns wieder eine Handvoll Pfeffermünzen schlucken, die — wie es in seinem «Vorspruch» heisst — voraussichtlich von jedem wie gutes «Magenbrot» genossen werden, d* keiner bereit ist, zu seinen kleinen und grossen Lächerlichkeiten offenherzig zu stehen. Hugsrenberger kann von der Stille seiner tburgauischen Klause aus die immer unbegreiflicher werdende -Welt noch mit objektiven Augen verfolgen, und er sitzt so fest auf den Schollen der Väter, dass er dazu berechtigt ist, sein Dichterhaupt in ehrlichem Nichtbegreifen zu schütteln. Im Grunde genommen treibt er in seinen köstlich gelungenen Mundart-Gedichten eine geheime Philosophie, der das Rasen, das Hetzen, die Oberflächlichkeit unserer Tage zur Qual werden muss. Er macht sich zum Verteidiger jener ewigen Begriffe, denen heute der Untergang droht: Naturfreudigkeit, Gottesfurcht, Ruhe und Andächtigkeit. In seinen von einem ganz erstaunlichen sprachlichen Reichtum zeugenden Mundart-Gedichten lässt er eine scharfe Ironie auffunkeln, in deren Licht die Jämmerlichkeiten moderner Errungenschaften ein ganz merkwürdiges Aussehen bekommen. Wie geisselt er das snobistische Besser-Wissen eingebildeter Dorfgrössen, die «entgemütete. verfrivolte, verbankkrachte. stratosphärenvernarrte, goldzahnentßtellte, verbombenattentatete, vergrasshopperte Menechenblase», der keine beilsame Erkenntnis mehr kommen will. Wunderbar persifliert er in der goldenen Brücke den Wert verstaubter Grossväter- Phrasen und in den «Glossen vom Tage» nimmt er sich die bekanntlich immer an TJneigennützigkeit krankenden Parteimenschen vor; scharf stellt er auch in der «Krisezit» das ewige geistlose Jammern über die Krise und die tolle Jagd nach Vergnügen und Abwechslung einander gegenüber. Die •verschiedensten Erscheinungen des modernen Lebens geraten unter sein Strafgericht, dae nicht mit Blitz und Donner zuckt, sondern mit träfer Ironie und hiebfestem Spott sein Opfer trifft. Den richtigen Namen hat der Zeichner dieser wundervoll köstlichen, herben Folge von Gedicht und Prosa: Hans Witzig. Seine Zeichnungen sind allein ein Vergnügen, und auch ihm fehlt die gute Gabe des Spottes nicht. Alles in allem: die die Pfeffermiinzen schmecken wirklich herrlich! bo. Alexander von Russland: Kronzeuge des Jahrhunderts. 296 Seiten. Paul List-Verlag, Leipzig. — Seit drei Jahren ist Grossfürst Alexander von Russland tot. Ein neues Zeitalter hat den russischen Ade] und das Zarentum hinweggefegt und schon die Erinnerung daran verblassen lassen. Heute liest man zu Hause in der bequemen Ecke von diesen bereits versunkenen Ereignissen, die doch noch vor wenigen Jahren eine Welt zu erschüttern vermochten. Zu den grössten Schicksalen der Neuzeit gehören die Erlebnisse des russischen Herrenmenschentums, das mit einem Schlage von der Gewalt einer aus den Tiefen der primitiven Volksseele aufbrechenden Revolution weggespült wurde und nachher, in der ganzen Welt verstreut, ein manchmal heroisches, manchmal auch klägliches Leben fortsetzte. Zu jenen Männern, denen das Rückgrat nicht gebrochen wurde, in denen die Revolution im Gegenteil die stärksten Seiten ihres Menschentums aufrief, gehört dieser tote Alexander, Freund und Bekannter fast aller Herrscher und Staatsführer der Welt. In seinem Buch « Einst war ich ein Grossfürst», das nur den enttäuschte, der billige Sensationen und Enthüllungen erwartete, klagte er in tiefer Trauer über das Verlorene und Vorsäumte, das ihm nun in unendliche Fernen entschwand. Im neuen Werke jedoch rafft sich dieser tapfere Mensch auf, den ein weichliches Wohlleben nicht zu zermürben vermochte. Es ist erschütternd, zu lesen, wie er nach seiner Flucht aus Russland plötzlich von heissestem Lebensdrang erfüllt wird, als ein armer italienischer Verkäufer auf dem Bahnhof von Tarent ihm in den Pariser Schnellzug hineinruft: « ßine Fleische guten Weins, ein paar schöne Mädchenaugen, ein paar Lire — und der Herrgott mag sich um die Toten kümmern! » Diese primitive Bejahung des Daseins überschwemmt ihn wie eine Woge, und er fühlt, dass sein Leben nicht zu Ende ist, sondern — nun mit anderm Vorzeichen — weitergehen, innerlich hinaufgehen wird. Und so erlebt man es denn mit, wie dieser schon 54jährige versucht, inmitten des allgemeinen Zusammenbruches sich ein neues Leben aufzubauen. Alle Persönlichkeiten, die in dem letzten Jahrzehnt den Zeitungen zu tun gaben, trifft man in diesem Buche an, und Italien, Frankreich, Amerika, Norwegen und Aethiopien bilden den Rahmen für das Spiel der Menschen um ein wenig Glück. Man liest das Werk nicht ohne Erschütterung: Hier hat ein Mann, den das Leben einst mit allen uibnn beschenkte, den Mut und die Kraft dazu, auch zu einem neuen, schweren Dasein bedingungslos Ja zu sagen und seine Seele nicht finster werden zu lassen. So* wird er zum Beispiel auch für den kleinen Menschen, den das Leben nie auf die Höhen der Menschheit trug, um ihn darauf in die Tiefen der grenzenlosen Verzweiflung fallen zu lassen. Wahrhaft: das war ein Schicksal! bo. «Schutz und Schild», so betitelt sich ein von der Vereinigung der Lebensversicherungs-Gesellschaften herausgegebener Kalender für das Jahr 1935. Er bringt neben sehr originellen hygienischen Ratschlägen und begriissenswertem statistischem Material, das man sich sonst mühevoll zusammensuchen muss, recht unterhaltsame und humorvolle Beiträge über die Lebensversicherung und ihre Verwendung zu den verschiedensten Zwecken. Einen besondern Schmuck verleihen dem Kalender acht mehrfarbige Kunstdruckbeilagen. Es sind Trachtenbilder, nach historischen Vorbildern in mo- Wenn es « ihr > gelingt. « ihn » zu überholen! derner. heutigem Geschmack sympathischer Art gezeichnet, unter voller Garantie historischer Treue bis ins kleinste Detail. Der Zuschnss der Herausgeber ermöglichte es, das vorzüglich ausgestattete Heft zu einem ausnahmsweise billigen Preis in den Handel zu bringen. Totentanz, Kunstmappe mit 22 Tafeln. Von Hans und Helene Zimmermann-Gassmann. Fr. 8.—. Kommissionsverlag Hallwag. Bern Dieses Werk dürfte durch seine künstlerische Eigenart die weitesten Kreise interessieren. Neu in der Ausdrucksform, zeitlos durch die Idee und ihre Gestaltung, behandelt dieser Totentanz daß alte Thema in packender Weise. Mit der Wahl der Plastik als Ausdrucksmittel des Leitgedankens und der einwandfreien Wiedergabe des Werkes wird eine geschlossene künstlerische Wirkung erzielt, wie man sie kaum übertreffen kann. Die bei aller Einfachheit fesselnde Liniensprache der Plastik macht die Darstellung unmittelbar verständlich. Wesentlich ist für die Wirkung des Totentanzes ferner die Verlegung des Geschehens aus dem Moment der Todesangst in den versöhnlicheren der Auferstehung. Es wurde vom Verlag nichts gescheut, um dem Werk, das als Verbreiterin echter Volkskunst grösste Beachtung verdient, eine Ausstattung zu geben, die den Ladenpreis von Fr. 8.— als ausserordentlich billig erscheinen lässt. Wenn das Kind krank ist. Im Oktoberheft der «Eltern-Zeitschrift» gibt uns ein Arzt interessante Hinweise über «Die erste Begegnung des kranken Kindes mit dem Arzt», die wohl für beide von grosser Bedeutung ist. Der Arzt wird zwar bald durch ein wohlgewähltes Wort den Kontakt zwischen sich und seinem kleinen Patienten herzustellen wissen, doch wird es auch von Wichtigkeit sein, wenn die Eltern zur rechten Zeit, auch in gesunden Tagen auf den guten «Onkel Doktor» hinweisen, der hilft, wenn man krank ist Eine Abhandlung über das «Erziehen und Strafen in den ersten Kinderjahren» dürfte nicht nur Eltern, sondern auch alle die, welche mit Kindern zu tun haben, interessieren. Der Beitrag «Die kindliche Lüge» ist als Probe für diese stets ausgezeichnet redigierte Zeitschrift in dieser Nummer abgedruckt. Im übrigen verweisen wir auf die wie immer reichhaltigen und lehrreichen Beigaben der Hefte. Probenummern können von allen Buchhandlungen, oder direkt vom Verlag: Art. Institut Orell Füssli, Zürich, unverbindlich verlangt werden. Tourismus Für Besitzer französischer Triptyks. Die Besitzer von französischen Triptyks werden darauf aufmerksam gemacht, das« gemäss einer Verfügung der französischen Generalzolldirektion die Zollbeamten nicht mehr ermächtigt sind, den Triptyks Ergänzungsblätter hinzuzufügen, die bisher vom T. C. S. auf ihren Bureaux hinterlegt wurden. Die Wiederherstellung der Zonen hat zur Folge, dass das Ein- und Austrittsvisum häufiger als bisher gegeben werden muss, weshalb den Automobilisten geraten wird, sich jeweils beizeiten die nötigen Ergänzungsblätter zu verschaffen. Kleine Notizen Interessante Schaufenster in Zürich. Die unseren Lesern wohlbekannte Zürcher-Firma Fein-Kaller, an der untern Bahnhofstrasse, hat eine für die Schaufenster-Dekoration bahnbrechende Neuerung eingeführt, die hochinteressant ist. Eine Sensation für alle Passanten bilden die Schaufensterauslagen, die den Anschein erwecken, als ob sie ohne trennendes Fensterglas handgreiflich vor dem Beschauer liegen würden. Zwei stark nach innen gewölbte Scheiben, die sich im ersten Drittel der Fensterhöhe in einer Schnittkante berühren, bewirken diesen äusserst real wirkenden Eindruck, der durch die Innenbeleuchtung keineswegs eine Beeinträchtigung erfährt, indem eine in der Fensterbank vorgelagerte schwarze Vertiefung jede Reflexbildung verhindert. Mit der Schaufensterneuerung wurd^ zugleich die Fassade des Geschäftes renoviert; grosse Firmenbuchstaben aus Anticorodal erzielen nachts eine eigenartige Beleuchtungswirkung. La mode actuelle de reelle elegance pour le matin et l'apres-midi est le Tricot Stadthaosouat3 " W ZÜRICH vis-a-vis BanaehSnzIi vous presentera les dernieres et plus jolies creations d'aut omne et d' hi ver ä des prix moder6s. 3V.-4 Schweizerische Fr. 295.- MEDIATOR 27 6-Lampen-Superheterodyn mit Fading - Ausgleich, dynamischer Laut Sprecher, neuer Montage „OCTODE SUPER" Noch nie hat «in Radio die gleichen Qualitäten zu einem so geringen Preis in sich vereinigt, um Sie davon zu überzeugen, verlangen Sie von Ihrem nächsten Konzessionär eine Vorführung. MEDIATOR „Ihr Führer im „ether" Entroi: t. RENAUD&C«. A.-8. N«uOT»iir{ Genera Vertreter für die Schweiz- T e| 4.15 0. Wir verguten zur Zeit ja auf Obligationen unserer Bank von Fr. 500.— an, 3—5 Jahre fest: / 0 auf Depositenhefto je nach Anlagedauer und Betrag. Besorgung sämtlicher Bankgeschäfte. Genossenschaftsbank St. Gallen, Zürich, Basel, Genf, Appenzeh, Au, Brlg, Fribourg, Martlgny, Ölten, Rorschach, Schwyz, Sierre, Wydnau. 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Preis von Ix. 500." in ku? und zahlreichen weiteren Preisen. «Pro Helvetia» erscheint in deutscher, französischer und englischer Sprache. Preis, in solider Kartonhülle verpackt . . Fr. 4.— In jeder guten Papeterie und Buchhandlung erhältlich. , Verlag Hallwag Bern. Die Quelle der Zufriedenheit zwischen Kunde und Verkäufer ist immer die Qualität. Bei allen Waren, die man nicht „Versuchen" kann, ist die Qualität eine grosse Vertrauenssache. Qualität und Preis stehen in engster Beziehung. Darum werden Sie, in Ihrem Interesse, nicht immer das „Billigste" suchen. Und daran denken: Mit PKZ-Qualität fahren Sie gut! Das gilt ganz besonders für den neuen P K Zl -Wintermantel, den Sie ja doch dieser Tage kaufen wollen. Fr. 48.— 58.- 68.- 78.— bis 210.— IPK7.I in Basel, Bern, Biel, La Chaux • de Fonds, Geneve, Lausanne, Lugano,Luzern, Neuchätel, St. Galten, WinlerthuT, Zürich .Verlag. Administration, Druck und Clicherio; HALL WAG A.-G. 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No 88 - 1934 T. C. S. Autosektion Glarus. Unierhaltungsabend. Der traditionelle Unterhaltungsabend der Autosektion Glarus des T. C. S, findet .dieses Jahr am kommenden Samstag, den 3. November im Schützenhaussaale in Glarus etatt. Ein vielversprechendes Programm dürfte dazu angetan sein, die Mitglieder in Scharen anzulocken. Das Doppelquartett des Männerchors «Frohsinn» , Glarus, wird mit einer Reihe von hübschen Heimatliedern brillieren, Fräulein Pia Schnyder wird Gesangs- und Jodelvorträge zum Besten geben, und als Clou des Abends wird auch «Martini», der moderne Hexenmeister, seine ebenso spannenden wie unheimlichen Kunststücke vorführen. Verschiedene Einlagen versprechen weitere vorzügliche Unterhaltung. Die Ballmusik «Todesco», Uster, sorgt für den nötigen Tanzbetrieb. Der Beginn des Anlasses ist auf 20 Uhr angesetzt. Um 20>S Uhr schliess' sich das Nachtessen an, dem eine grosse Polonaise folgt. Die Bankettkarte inkl. Ballspesen und Trinkgelder kostet 7 Fr. Anmeldungen sind bis spätestens Donnenstag, den 1. November, dem Sektionsbureau, Herrn F. Jacober-Grieder, Glarus, einzusenden. Sektion Graufoünden. ORTSGRUPPE ILANZ-OBERLAND (OGIO). Sonntag, den 4. November, nachmittags 3K Uhr, findet im Hotel «Lukmanier» in Ilanz die jährliche Generalversammlung statt. Vorausgehend wird eine Geschicklichkeitsfahrt Schleuis^Ilanz veranstaltet. Besammlung mittags 1 Uhr zur Orientierung im Hotel « Muridaun > in Ilanz. Daselbst Wagenpark. Jeder Fahrer kann einen Preis erwerben. Angehörige von Mitgliedern können gegen ein Nenngeld von Fr. 2. — ebenfalls mit selbst zu stellenden Wagen konkurrieren. Risiko für 'Wagen oder Fahrer ausgeschlossen, da die zirka zehn Aufgaben grösstenteils nur auf vorschriftsmässiges Fahren eingestellt werden. Jedoch übernehmen die Veranstalter keinerlei Haftung. Die T. C. S.-Mitglieder der Ortsgruppe Chur sind ebenfalls zur Geschicklichkeitsfahrt eingeladen. Rangverlesen und Preisverteilung nach Schluss der Versammlung. Nachfolgend gemütlicher Hock. Clubabzeichen nicht vergessen! Zahlreiches Erscheinen erwartet der Vorstand des T„C. S. OGIO. Autosektion Waldstätte. Jahresfeier. Vergangenen Samstag veranstaltete die Autosektion Waldstätte des T. C. S. vorausffängig ihrer traditionellen Jahresfeier einen Empfang der Delegationen, der Gäste und der Presse zur Besichtigung des neubezogenen Geschäfts- und Clubraümes St. Leodegarstrasse 2 in Luzern. Durch die fortwährende Entwicklung der Sektion wurde bald der alte Geschäftsraum im Gebäude der Kreditanstalt, der nur zu bestimmten Tageszeiten zur Verfügung stand und daher für die Entfaltung eines richtigen Clublebens unzulänglich war, zu klein, so dass die Clubleiter eich entschlossen, in einem gediegenen Geschäftshause im vornehmsten Viertel und unmittelbar im Zentrum des Luzerner Fremdenverkehrs zwei helle und leicht erreichbare Lokalitäten zu beziehen. Der grössero dieser Räume wurde mit aller Grosszügigkeit zu einem komfortablen Touring-Office hergerichtet. Ein kurzer Einblick in die sachlichen Bureauräume lässt sofort erkennen, wie hier die Fäden des nationalen und internationalen ..„Verkehrs-., .zusammenlaufen..„.-.Jiie. Wände sind mit Karten und Affichen- tapeziert, deren Anblick den Beschauer in. reiselustige Stimmung versetzt, Automobilführer aller Länder stehen in Reih und Glied bereit, und von den Fenstern leuchtet das « Fahre vorsichtig! » Die Atmosphäre in diesem Baume ist: Kundendienst! — Das anschliessende Zimmer präsentiert sich als Sitzungslokal — doch dieser philisterhafte Namen passt wenig zu dem kultiviert und mit dem feinen Geschmacke beseelter Sachlichkeit möblierten und beleuchteten Räume, er macht vielmehr den Eindruck eines intimen Clubsalons Während der enge Kreis der geladenen Gäste sich noch in den offiziellen Räumen der Sektion leiblich und seelisch gütlich tat, rollte auf der herbstfeuchten Strasse Wagen um Wagen um den Häuserblock in das Hotel « Union » zur Jahresfeier. Dieser Massenstart der Sektion Waldstätte zur Wintersaison erforderte ein ganzes Quartier, das mit stationierten Wagen hoher Klasse vollgepfropft war, und die offiziellen Parkwächter bis in die Morgenstunden des folgenden Tages auf den « Feierabend » warten Iiessen. Bald belebten Herren in ernsten Smokings und Damen in schwebenden Abendtoiletten Foyer und Festsaal, dessen hübsche Dekoration mit viel Witz auf die überwundene Bevormundung des Automobiles durch das Gesetz hinzielte. Das Programm unter der Devise «Lachen und Tanzen » vermochte zirka 300 Sektionsmitglieder, und Gäste aller Semester auf die Beine zu bringen. Das speziell gebildete Vergnügungskomitee, mit Herrn H. Zimmermann an der Spitze, verstand es wirklich, unter diesem Motto alles, von Musik, Theater, Tonfilm, Tanz, Gesang bis zum satirischen Humor, hineinzubringen, und diese Quellen des Vergnügens sprudelten mit jugendlicher Vollkraft. Das Orchester, bestehend aus Garagechef gesucht von konzessioniertem Postkursunternehmen der Innerschweiz. — Nur tüchtige und seriöse Bewerber (Mechaniker), speziell vertraut im Unterhalt von Saurer-Wagen und den elektrischen Einrichtungen, wollen sich melden. (Schöne Dienstwohnung vorhanden.) Angebote mit Zeugnisabschriften unter Chiffre 652601 an die Automobil-Revue, Bern. < Six Happy Boys», brachte das Programm flott ins Bollen — und dann begann der rasende Szenenwechsel. Eine betont heimelige Note, Marke «Innerschweiz », verliehen dem Abend die dreimaligen Gesangseinlagen des « Schützenquartettes Kriens Doch kaum war jeweils der letzte Jodel im Saale verhallt, bestieg der Conferencier unter Hupengeheul die Bühne und verkündete die neuen Geschehnisse.- Die sympathische Tänzerin Frl. Scheuber produzierte sich zweimal mit faszinierenden Solo- Tänzen, wobei sie vor dem Auge des verwöhnten Automobilisten manche noch nie dagewesene Stromlinienform kreierte ... Gegenüber dem Eingange wallte ein mächtiges Schweizerbanner, unter dessen Schütze der umsichtige Organisator, Gründer und Präsident der Sektion, Herr Verwalter Helmlin amtete — und die Anwesenden mit herzlichen Begrüssungsworten empfing, die speziell den Delegationen von Bern und Zürich, den .Gästen und der Presse galten. Mit einem kurzen Rückblick, der die grossen Taten des Clubs auf allen Gebieten des Tourismus, des Strassenhilfsdienstes und des gesellschaftlichen Clublebens streifte, schloss der verdiente Präsident seine Ansprache. Ein humoristischer Tonfilm setzte das Programm fort. Diese in amerikanischem Tempo und mit artistischem Humor gewürzte Taxichauffeurszene wurde von allen Autlern mit Begeisterung entgegengenommen. Im Ansohluss daran erschienen zwei Luzerner Komiker und erzählten in epischer Breite und Fülle als geschlagene Pantoffelhelden von ihren «Täubchen» ... In einer spätem Nummer traten sie selbst als wirklich «glatte Nummern» auf. Nach kurzer Pause, die sofort mit einer willkommenen Tanzeinlage ausgefüllt wurde, brachte das Programm wieder einen Höhepunkt: den kurzen Sketsch: «De Ongle am Seil». Das ganze wurde köstlich inszeniert und trug den Personen, einschiiesslieh der duktilen lebenden Statue, die so grosse Verwirrung anrichtete, lebhaften Beifall ein. Darauf folgte wieder eine choreographische Darbietung: 8 Girls der Schule Roloff brachten mit ihrer Kunst die Bühne zum Quietschen,.. und sicherten sich zweimal begeisterten Publikumserfolg! In der Pause legte wieder die Jazzmusik mit Vehemenz los, und dann, schlagartig, wälzte sich ein ungeheuerlicher Korpus durch den belebten Saal; Ein Stier! Und rund um die Tische raste der Torero auf seinem schäumenden «Pferde». Panik auf der Bühne! Der Stier" wälzte sich (und die Zuschauer auch), strahlend erschien der Torero im Siegesglanze ... ! In diesem Tempo durchlief das Programm die festliche Nacht, und entgegen aller Regel kam die Mitternacht nicht herbeigeschlichen, sondern sie war viel zu schnell da, und mit ihr stieg die gehobene Ballstimmung auf den Höhepunkt. — Der einsame Mond war schon weit hinter dem Pilatus, als der letzte Wagenschlag zugeworfen wurde und sich der Parkplatz langsam entleerte. Alle Teilnehmer truen aber erneute Sympathien für diesen gesellschaftlichen Club in die Welt und freuen sich auf ein Wiedersehen! # AUTOSEKTION ZÜRICH. Das Geschickliehkeitsfahren. Die Autosektion Zürich führt Samstag und Sonntag, den 3./4. November 1934 auf dem Areal der Züga zum zweitenmal das vergangenen. Herbst mit so grossein Erfolg verlaufene Geschicklichkeitsfahren durch. Die Aufgaben wurden noch bedeutend erschwert und die Strecke komplizierter gestaltet, so dass es routinierter Fahrer bedarf, um ^e.^Konkurrenzen strafpunktfrei zu bestehen. '..Alk Novum, das unseres Wissens zum erstenmal in der Schweiz durchgeführt wird, müssen säEi't-' liehe Fahrer auf dem gleichen Modell einer bestimmten Wagenmarke fahreri, so dass die^ sonst dieser Konkurrenz anhaftenden Ungleichheiten ausgeschaltet werden. Es haben sich über, 200 Fahrer gemeldet, leider können jedoch aus zeittechnischen Gründen nur 120 starten. Das Geschicklichkeitsfahren ist nicht nur für die eilnehmenden Konkurrenten interessant, sondern auch für die Zuschauer von grossem sportlichem Reiz. Neben dem grossen erzieherischen Wert für korrektes und sicheres Fahren, gibt diese Veranstaltung auch eine lehrreiche Demonstration. Dem Geschicklichkeitsfahren ist eine Schau für Kleinwagen angegliedert, so dase sich das Publikum auch noch über den Stand der modernen Technik orientieren kann. SEKTION BERN. Automobil-Fuchsjagd. Das Land' prangte am letzten Samstag in den richtigen flammenden Herbstfarben, die die Jagdlust aufwachen und die tatenlustigen Jäger auf die Spuren des schlauen Wildes locken lassen. Die traditionelle Fuchsjagd der Sektion Bern wurde mit dem schönsten Sonnennachmittag beschenkt, der die reizvolle Hügel- und Flusslandschaft, über die die frohe Jagd ging, in reinster Klarheit erstrahlen liess. Füchse müssen von zu Hause aus schlau sein: letztes Jahr hatten die beiden ihre Fährte kreuz und quer ineinander versponnen, und das Resultat war eine Massenankunft der Jagdmannschaft. Diesmal sollten sie mehr Mühe haben, bis der Braten gerochen wurde: der « rote » Fuchs Kleinwagen oder Mittelklasse, bis 12 PS, v. eingef. Verkäufer, mit angeschl. Garage, für Bern u. Umgeb. Gefl. Off. unt. Chiff. Lc 10457 Z an Publicitas, Zürich. 65251 Junger BURSCHE, mit Fahrbew., sucht Stelle als Adr.: J. Duss, Büron 22jähriges, nettes, tüchtiges Mädel sucht pas- Junger, intelligenter (Luzern). 65252 sende Stelle als 65225 Automechaniker Junger, solider Volontärin sucht Stelle Chauffeur • als in Autogarage für 3—4 Monate, um die nötigsten Volontär der kleinere Reparaturen besorgt, 65256 Kenntnisse für vorkommende kleine Reparaturen sucht Stelle in französische oder italienische Schweiz, event. zu erlangen. Führerausweis vorhanden. nur auf Luxuswagen. gen (5 Tonnen). auch als CHAUFFEUR, auf Luxus- oder Lastwa- Offerten unter Chiffre Offerten unter Chiffre Offerten unter Chiffre Z 3126 an die Aiitomobii- 65238 an die Z 3130 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Automobil-Revue, Bern. Revue. Bureau Zürich. J/tF- Gesucht AUTO-VERTRETUNG Volontär in Garage oder als Chauffeur *. C. S. Junger Bursche AUTOMOBTL-REVUb 11 pirschte sich auf mancherlei Umwegen das linke Aareufer aufwärts, und der weisse wählte die rechte Seite, .tim seine verschlungenen Fäden zu spinnen, in denen sich mancher rettungslos verfangen sollte. 25 Jäger zogen am frühen Nachmittag nicht mit der mörderischen Flinte, sondern mit dem friedlicheren Auto und siegesgeschwellter Brust los. Die « Roten » hatten sich auf folgenden Irrwegen durchzufinden: Sportplatz Wander, Liebefeld, Köniz, Ried, Wangenhubel, Landgarben, Thörishaus, Liebewil, Mengestorf, Gasel, Leimern, Buech, Nieder-Muhlern, Zimmerwald, Englisberg, Kehrsatz, Flugplatz Belpmoos, Belp und Hunzikerbrüeke, wo die Fuchshöhle am blauen Aarewasser aufgebaut wurde. Die weisse Spur lief über folgende Täler und Höhen: Bern (Muristrasse), Melchenbühl, Gümligen, Hühnliwald, Rüfenacht, Wieslen, Worb S. B. B., Rychigen, Rychigengraben, Hubel bei Worb, Vechigen,- Boll, Utzigen, Littenwil, Wäseli, Wikartswil, Enggistein, Moos, Biglen, Ried, Schlosswil, Herolfingen, Eichi bei Trimstein, Ruhigen und Hunzikerbrüeke. «Weiss» versteckte seine Höhle auf dem rechten Aareufer und besah sich erst frohlockend, dann langsam zweifelnd, die sich in rascher Reihe folgenden Ankünfte der « roten » Jäger auf der linken Aareseite. Nur fünfviertel Stunden hatte der Findigste gebraucht, um den Bau aufzustöbern. Auf der weissen Seite blieb es unheimlich still, vergebens wurden Chronometer und Bleistift gezückt. Von fern her hörte man es fünf Uhr schlagen, und noch immer war — beim Abschluss der Konkurrenz ••— der Fuchs unbehelligt. Bei der nachfolgenden Zusammenkunft im «Löwen» in' Münsingen, wo sich Füchse und Jäger freundschaftlich die Hand schüttelten, löste sich dann langsam das Rätsel. Es scheint, dass die rote Fährte etwas leichter angelegt wurde als die weisse, deren Fuchs sich vom ehrlichen Bestreben leiten liess, den Jägern seinen Pelz etwas kosten zu lassen. Verschiedene Umstände trugen dazu bei, Verwirrung in das Feld zu bringen, und so verflog zu rasch die notwendige Zeit zur Auffindung der Höhle. Die' Sportkommission hatte angesichts der Tatsache, dass kein « Weisser» rechtzeitig angekommen war, eine harte Nuss zu knacken. Sie löste die Aufgabe auf folgende Weise, dass sie Herrn Eberhard» Worb, der 25 Minuten nach Schluss der Prüfung den Fuchsbau gefunden hatte, mit einem ersten Preis — einem prächtigen Fuchspelz — belohnte, und unter den vier andern Nimroden, die die aufgestellten beiden Kontrollen passiert hatten, das Los entscheiden liess. Es waren dies die Herren: Dr. Mende, Scheibjer, M. Wildbolz und Jaisli. Bei «rot» konnte jedoch eine eigentliche Klassierung vorgenommen werden, Herr Rufener erledigte die Preisverteilung mit Kürze und Würze; jedermann war mit dem Entscheid der Kommission einverstanden und anerkannte die sportliche Auslegung eines schwierigen Grenzfalls. In den Abendstunden zogen die Jünger des edlen Weidwerks unter einem sternenklaren Nachthimmel wieder ihrer Heimat zu — auch so mit einem ereignisreichen Nachmittag zufrieden. «Rot» ergab folgende Resultate: 1. H. A Schoch, Belp, 1 Std. 15 Min. 6 Sek. 2. W Garbani, Bern, 1 Std. 18 Min. 55 Sek. 3. V. Gösset, Wabern, 1 Std. 21 Min. 32 Sek. 4. F.. Karlen, Bern, 1 Std. 22 Min. 24 Sek. j. 5. W. Huber, Bern, 1 Std. 25 Min. 30 Sek. " 6. Dr. Wyssmann, Burg-dorf, 1 Std. 30 Min. 31 Sek. 7. H. Ruefer, Bern. 1 Std. 32 Min. 52 Sek. ^SEKTION ZÜRICH. Der Vorstand hat an^er i%ßten Sitzung das Winterprogrimm 1934/35"wie 5*fölgt festgelegt: 15. November: Wintergeneralver-, Sammlung und Martinimahl im Hotel Waldhaus. Dolder in. Zürich; Ende November: Filmmatinee in Zürich; 13. Dezember' Monatsversammlung in Zürich mitTLichtbildervortra/g von Herrn Dr. A. Heim, Zürich, über. « im Auto von der Guineaküste durch die Sahara»; 26. Dezember/2. Januar- Skikurs- und •Wintersportwoche in Davos; 19. Januar: Clubball im' Graöd Hotel Dolder in Zürich; im Februar* Monatsversammlung in Zürich mit Lichtbildervortrag über ein Verkehrsproblem; anfangs Uärz: Filmmatinee in CHAUFFEUR* MAGAZINER (ev. Privatchauffeur). Deutsch n. Franz. sprechend. Ia, Zeugnisse zu Diensten. — Offerten an 65190 Walter Küenzf. Mamishaus, Schwarzenburg. absolut tüchtig und selbständig, der sich über eine mehrjährige Praxis ausweisen kann. 10777 Offerten sind zu rieht, unter Chiffre 14602 an die Automobil-Revue, Genf. Seriöse Grossgarage mit erstklassiger Vertretung, gut eingeführt, sucht zwecks Erweiterung stillen oder Zürich; 28. März: Frühjahrs-Generalversammlung in Zürich; 11. April: .Monateversammlung in Winterthur mit Lichtbildervortrag. Der Vorstand hat sich gegen eine Aktion, für Einführung der Brennstoffsteuer ausgesprochen, wojedoch von den Zentralbehörden des Clubs angeregt wurde, über diese »wichtige Steuerfrage ein Gutachten von fachmännischer Seite einzuholen. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Unsere ordentliche Monatsversammlung findet morgen Mittwoch, den 7 Oktober, abends 20.15 Uhr, im Du Pont statt und bitten unsere lieben Aktiv-, Freiund Ehrenmitglieder, sowie unsere Passivmitglieder höflichst, an dieser Versammlung pünktlich und vollzählig zu erscheinen. Ausgabe -der Programme für' unsern Bunten Abend am 10; November, in den Kaufleuten und Bekanntgabe .des Termins für die Generalversammlung 1935. Zu recht zahlreichem und pünktlichem Besuch ladet kameradschaftlichst ein: Der Vorstand. sucht Stelle als Karosserie sucht Wagner-Vorarbeiter aWiven TEILHABER In Frage käme auch tüchtiger Verkäufer, welchem eine sichere Position geschaffen werden könnte. Ausführliche Offerten unter piiiffre 65273 an die Automobil-Revue, Bern. Junger, kräftiger Bursche sucht Stelle als Chauffeur auf Luxus- od. Lieferungswagen, ev. andere Arbeit. Beste Zeugnisse und Referenzen zu Diensten. Off. erbeten an Hans Moll, Aarwangen (Bern). Eiektro- Mechaniker spez. auf sämtl. Auto-Beleuchtungssysteme,. Wikkeln, Rep. von Akkum., sucht Stelle in Spezial-Wericstatt. Bescheidene Ansprüche. Offerten unter Chiffre 65270 an die Automobil-Revue. Bern. Glarnerische Strassenbaufragen. Die Glarner haben unter der zielbewussten Führung ihres Landammanns, der zugleich Baudirektor ist. schon seit Jahren eine recht fortschrittliche Strasseobaupolitik. betriehen. Dafür legt der vorzügliche Ausbau: dor grossen Talstrasse, der beinahe beendet ist, beredtes Zeugnis ab. Auch an der Klausenstrasso sind, besonders im Hinblick auf die Klausenrennen, ganz bedeutende Verbesserungen vorgenommen worden. Der erstklassige Ausbau der Kerenzerbergstrasse, der z. T. beendet und z. T. noch in Arbeit ist, ist allerdings von verschiedenen Seiten den Glarnern 'etwas verübelt worden, weil man glaubte, dass dieses Vorgehen nicht im Interesse einsr baldigen Ausführung des Walenseestrassenprojektes liege- Dazu ist aber zu bemerken, dass die Glarner mit dem dringend notwendigen Auslbau des Kerenzerberges vor Einreichung eines Walenseeprojektes begonnen haben. Im weitern ist heute und wohl auf Jahre hinaus — auch wenn der Bau einer Walenseestrasse raschestens beschlossen wird — der Kerenzerberg die einzige Verbindung Zürich-Graubünden, die mit einem sehr starken Verkehr, diesem in ihrem frühern Zustand nicht genügen konnte und deshalb auf alle Fälle modernisiert werden musste. Es ist eigentlich der Glarner Regierung hoch anzurechnen, dass sie doch an den kostspieligen Aus» bau heranging, obschon sie ruhig hätte damit zuwarten können mit der Entschuldigung, sie warte den endgültigen Entscheid über den Ausbau der Walenseestrasse ab. üimit wäre den Tausenden von Automobilisten, die den Kerenzerberg heute schon befahren müssen, und es wäre vor allem Zürich und Graubünden, gar nicht gedient gewesen. Heute sind von der 13 km langen Strecke 8 km ganz neu ausgebaut und 2,7 km sind in Arbeit. Dass die Glarner dem Walenseestrassenprojekt absolut nicht gleichgültig gegenüberstehen, hat die Konferenz gezeigt, die die Regierung mit den glarnerischen Vertretern in den eidg. Räten kürzlich abhielt, zwecks Klärung verschiedener Strassenbaufragen. Dort wurden vor allem 2 Projekte in den Vordergrund gestellt: das der Walenseestrasse und das der Pragelpaßstrasse. In Bezug auf die Kerenzerbergstrasse wurde beschlossen, das letzte Teilstück nun noch nicht in Ausbau zu nehmen, bevor der definitive Entscheid über die Walenseestrasse vorliege. Beim Pragelstrassen-Projekt kann man nicht mehr behaupten, dass es sich dabei um etwas Neues handle. Der Gedanke eines Ausbaues dieses Ueberganges ist sage und schreibe 200 Jahre alt, was nach unserem Dafürhalten doch auch gewisse Prioritätsrechte mit sich bringen dürfte. Zudem ist eine Prageistrasse schon lange ein Bedürfnis, und zwar nicht nur lokaler Natur. Sie würde eine erstklassige Verbindung zwischen Ost- und Zentralschweiz schaffen und darüber hinaus, im Zusammenhang mit Brünig-, Jaun- und Pillon-Pass, mit der Westschweiz eine Verbindung herstellen. Ausserdem liegt die Pragel-Scheitelhöhe bei nur 1500 m, weswegen von allem Anfang an an eine ganzjährige offene Strassenverbindung gedacht werden darf, eine* Möglichkeit, die z. B. der Klausen nie bieten wird. An der obengenannten Konferenz wurde denn auch beschlossen, dass mit der Schwyzer Regierung wieder einmal Verhandlungen aufgenommen werden sollte, um die Ausführung des Pragelprojektes dem Ziele Bäher zu bringen. Das glarnerisohe Ausbaupröjekt ist schon vor längerer Zeit in Bern eingereicht 1 ; worden. Lr. Die Befahrbarkeit der schweizerischen Alpenstrassen hat gegenüber der Vorwoche merklich gebessert. Dem Fährverkehr wurden wiederum geöffnet : Albula, Flüela und Oberalp. Gänzlich unpassierbar und wohl definitiv eingeschneit sind: Furka, Grimsel, Klausen und Grosser St. Bernhard. Die übrigen Paßstrassen sind grösstenteils wiederum schneefrei. : Die Lage ist am 26. Oktober folgende: Albula, mit Ketten -passierbar. Flüela, gepfadet und mit Ketten «ut passierbar. Furka, gesperrt; Urnerseite bis Hotel Galenstock echneefrei. Grimsel, gesperrt; Haslital befahrbar bis zur Zentrale Handeck. Grosser St. Bernhard, unpassierbar; o. K. biß Cantine de Proz fahrbar. ' Klausen, unpassierbar zwischen Urnerboden und Seelitalgalerie. ' s« Touristikbulletin des A. C. S. Oberalp, gepfadet und mit Ketten befahrbar. Umbrail, gepfadet, mit Ketten passierbar. Gänzlich schneefrei und ohne Ketten passierbar sind: Bernina, Brünig, Forclaz, Jaun, Julier, Lenzerheide, Lukmanier, Maloja, March'airuz, Mollendruz, Montets, Morgins. Mosses, Ofen, Pillon. SaaneniMöser, S. Bernhardin, St. Gotthard, Simplon, Splügen, Weissenstein, Wolfgang, Ibergeregg, sowie Zufahrt- nach Arosa. Die Mitnahme von Schneeketten ist jedoch bei allen Passfahrten angeraten, da im gegenwärtigen Zeitpunkt täglich mit Schneefällen zu rechnen ist. Junger, tüchtiger Automechaniker Tüchtiger, reprasenlabler sucht Stelle in Garage od. Werkstatt. Gute Kenntnisse im elektr. Teil und Automobil- Drehen. — Offerten unter Chiffre 65191 an die Verkäufer Automobil-Revue, Bern. gesucht für populäre, gut verkaufliche Marke. — Anmeldung m. 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