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E_1934_Zeitung_Nr.087

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Unser

Unser Motorfahrzeug-Aussenhandel. Rückgang des Außenhandelsumsatzes um 9,6 Millionen Fr. in den ersten 3 Quartalen. Der Automobil-Aussenhandel während den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres um- •fasst 9346 (8900) Wagen im Gewichte von 13,07 (12,42) Mill. kg und im Werte von 41,29 (50,93) Mill. Fr. Auf der Einfuhrseite ist eine Zunahme der Importe von 8749 auf 9203 Einheiten zu verzeichnen, die ein Gewicht von 10,90 (10,59) Mill. kg aufwiesen, aber nur einen Wert von 31,67 gegenüber 39,96 Mill. Fr. repräsentieren. Daraus resultiert eine Mehrdifferenz von 454 Wagen bei einer Gewichtszunahme von 316,843 kg, dem hingegen ein Umsatzminderwert von 8,288,064 Franken gegenübersteht. Einen Rückschlag hat ebenfalls das Ausfuhrgeschäft zu verzeichnen, indem in den ersten drei Semestern des laufenden Jahres nur 143 gegenüber 151 Wagen exportiert wurden; das Ausfuhrgewicht hingegen verzeichnet eine Zunahme von 1,83 auf 2,16 Mill. kg, wogegen der Ausfuhrwert von 10,96 auf 9,61 Mill. Franken gesunken ist. Die Differenz beziffert sich somit auf eine Minderausfuhr von 8 Wagen, einen um 1,35 Mill. Fr. kleinern Ausfuhrwert und einer Gewichtszunahme von 0,33 Mill. Kilogramm. Vorgängig der Quartalsanalyse sei auf die Umsatztätigkeit während des Monats September 1934 hingewiesen. Dieser Berichtsabschnitt trägt sehr stark zum ungünstigen Ergebnis dieses Jahres bei, vor allem während des 3. Quartals. Nachstehende Zusammenstellung vermittelt einen Ueberblick über die Differenzen der Ein- und Ausfuhrwerte in den Monaten Juli bis September 1934. Einfuhr Ausfuhr Total Juli —926.452 —443.471 —1.369.923 August —1.151.934 —344.900 —1.496.834 September —1.790.006 —348.848 —2.138.854 III. Quartal —3.868.392 —1.137.219 —5.005.611 Die Aussenhandelsumsätze im Monat September 1934 stellen sich auf 3,43 Mill. gegenüber 5,56 Mill. Fr. in der vorjährigen Parallelperiode, was dem in der Tabelle enthaltenen Minderwert von 2,13 Mill. Fr. entspricht. Eingeführt wurden während dieser Zeit 699 (899) Wagen, die mit den andern Automobilteilen zusammen einem Gewicht von 818.642 (1.133.093) kg entsprachen und einen Wert von 2,41 gegenüber 4,20 Mill. Fr. darstellten. Es ergibt s'ch somit eine Mindereinfuhr von 200 Wagen mit einem wertmässigen Verlust um 1,79 Mill. Fr. Auf der Ausfuhrseite sind nur 18 gegenüber 27 Einheiten zu verzeichnen bei einem Wertrückgang von 1,36 auf 1,01 Mill. Fr. Was die Entwicklung der Einfuhr anbetrifft, so war es vor allem die Zonkategorie Automobile und Chassis im Stückgewicht zwischen 800 und 1200 kg, die den stärksten Rückschlag aufzuweisen hat, während auf der Ausfuhrseite vor allem die für den Automobilbau in Betracht fallenden elektrischen Apparate, wie Anlasser, Scheibenwischer, Magnete usw. zur ungünstigen Entwicklung beitrugen. Aehnlich der vorjährigen Entwicklung des Aussenhandelsumsatzes zählt auch das 3. Quartal 1934 nicht zu den schlechtesten Berichtsabschnitten, wie aus nachstehender Aufstellung ersichtlich ist. I. Quartal II. Quartal III. Quartal Einfuhr Ausfuhr Total 8.901.246 2 998.025 11.899.27t 13.857.407 3.509.983 17.367.390 8.916.408 3.108.746 12.025.154 31.675.061 9.616.754 41.291.815 weit man hier von völliger Klärung überhaupt sprechen kann. Denn was wissen wir von dem Seelenleben eines Elefanten, dieses rätselhaftesten aller Tiere? Wir wissen nur, dass manche von ihnen ungeheuer klug, ja, geradezu raffiniert sind. Wir wissen, dass sie ausgesprochene, oft scheinbar unmotivierte Sympathien und Antipathien gegen gewisse Menschen haben, — dass sie Beleidigungen und Neckereien oft jahrelang nicht vergessen und die Beleidiger nach Jahren noch wiedererkennen. Wir wissen, dass sie eine seltsame Witterung dafür haben, wer ihrem Herrn oder ihrem Wärter feindlich oder freundlich gesinnt ist, — dass sie bei Angriffen oft den Gegner täuschen, indem sie nicht direkt auf ihn zugehen, sondern scheinbar nach einer anderen Richtung strebend, an ihm vorbeilaufen, um ihn dann, mit dem Rüssel nach hinten greifend, plötzlich zu packen. Jeder Elefantenwärter weiss, dass er den Schlüssel zu dem Schloss, mit denen die Fussketten im Stalle befestigt sind, wohl verwahren muss. Denn wenn der Elefant diesen Schlüssel erwischt, schliesst er das Schloss selbst auf und macht sich auf diese Art los. Ja, in den Elefantenställen der grossen Zirkusse ist öfters schon der Fall vorgekommen, dass der Wärter den gestohlenen Schlüssel einfach nicht wiedererlangen konnte, Teil er in der langen Elefantenreihe von einem Tier zum anderen weitergegeben wurde, "bis der Wärter nicht mehr wusste, welcher Elefant ihn schliesslich behalten und unter einer seiner mächtigen Fusssohlen oder in Auto Leistungssteigerung des Automobils. meindebehörden sind aufgefordert worden, Nach amerikanischen Ermittlungen hat die gertaue Aufstellungen über die Höhe der in mittlere Automobilleistung seit 1925 um 88 % Frage stehenden Schulden und über die zu zugenommen. Die PS-Leistung der kleinen deren Deckung von jedem Steuerpflichtigen Wagen ist 2- bis 4£mal grösser als vor neun zu leistende Arbeit zu liefern. Auf Grund Jahren. Der wirksame Bremsendruck stieg dieser Aufstellungen soll dann der endgültige bei der Höchstgeschwindigkeit um 27 %, oder Arbeitsplan festgesetzt werden. Mit der jeder eme des Motors liefert 27 % MehrleU stung, als dies bei der gleichen Gischwindigkeit im Jahre 1925 der Fall war. Das Kompressionsverhältnis stieg im Mittel um 30%, der Kompressionsdruck um 46%. Auto-Rennen en miniature... In Paris fand vor kurzem ein Auto- Rennen seltsamer Art statt. Die meisten Konkurrenten zählten fünf und sechs, und nur die Veteranen erreichten dreizehn Jahre. Kinomänner, Photographen, Presseleute und eine grosse, fröhliche Zuschauermenge verfolgten die 250 m langen Rennen in Spielzeug-Autos. Held des Tages wurde ein 9 !/i - jähriger Pariser Knirps, der ein schweres Handicap-Rennen glatt gewann... Frankreichs Automobilprodnkt!on. Im ersten Semester 1934 verzeichnet die französische Automobilindustrie einen leichten Produktionsrückschlag gegenüber der vorjährigen Parallelperiode, und zwar von Entsprechend der vorjährigen Gestaltung des Automobilaussenhandels, verzeichnet das 3. Quartal 1934 auf der Einfuhr- wie auf der Ausfuhrseite einen Rückschlag gegenüber dem Vorquartal. Die Geschäftsumsätze stellten sich 1934 auf 12,02 gegen 17,03 Mill. Fr. vom Ju]i bis September im Vorjahre, was einem Minderwert von rund 5 Mill. Fr. entspricht. Während diesem Abschnitt haben die Importe ein Total von 2651 (2705) Einheiten im Werte von 8,91 (12,78) Mill. Fr. erreicht, was einem Rückschlag um 54 Wagen entspricht, der sich wertmässig auf 3,86 Mill. Fr. stellt. seiner Streu versteckt hatte. — Erst wenn man alle diese Tatsachen weiss, kann man das Folgende einigermassen begreifen. Der Fall Vegas. «Clown Willy Bux (Dr. Willibald Buchsbaum) ist im November 1923 mit seinen Tieren in einer grossen Show in New Orleans im Staate Mississippi engagiert. Ein Artist, Vegas mit Namen, ist im gleichen Programm tätig. Die Geliebte des Vegas, eine schöne Indianerin, schreibt an Bux Liebesbriefe, die Bux unbeantwortet lässt. Als sie bei Abfassung eines neuen Briefes ist, erwischt Vegas sie, rennt wutschnaubend in den Stall, wo Buxens Elefant steht, und stellt den Clown zur Rede. Bux sagt dem Vegas, dass er keinerlei Beziehungen zu dem Mädchen habe. Doch Vegas glaubt es nicht und macht in seiner Eifersucht einen Angriff auf Bux. Das beobachtet der Elefant Brahma und merkt sich: .Dieser Mann ist ein Feind meines Herrn!' Bux boxt den Vegas nieder. Vegas macht durch die Presse Stimmung gegen den deutschen Artisten und behauptet, Bux misshandle seine Tiere bei den Dressuren in den Proben. Bux verklagt Vegas wegen Verleumdung, und Vegas versucht nun, die zwei Wärter von Bux zu bestechen, in dem Prozess gegen Bux auszusagen. Den Neger Tom Brass trifft Vegas nach einer Probe und redet lange, doch vergeblich auf ihn ein. Nun will Vegas seine Bestechungsversuche bei dem Inder Dhakjee wiederholen. Abends, als Bux seine Nummer beendet hat und sich in der Garderobe umzieht, geht Vegas in den Ueberwachung der neuen 'Wegebauarbeiten soll ein sogenanntes «technisches Korps» betraut werden. Deutscher Automobilabsatz. Im September wurden 12,204 Personenwagen, 2300 Lastwagen und Omnibusse, 318 Traktoren und 2331 Motorräder mit einem Hubraum von mehr als 200 cem als fabrikneu zugelassen. Im Vergleich zum September des Vorjahres stellen sich die Neuzulassungen doppelt so hoch, und diejenigen der Personenwagen und Motorräder um etwa die Hälfte höher. Deutschlands Personenwagenabsatz. In den ersten 8 Monaten des Jahres 1934 wurden an Personenwagen bis 2182,777 Wagen zugelassen, was gegenüber der Zulassungszilfer des ganzen Vorjahres einer Vermehrung um 11% entspricht. Der diesjährige Gesamtabsatz wurde von 77,204 deutschen 110,541 auf 105,334 Einheiten. Dieser Rückschlag ist einerseits bedingt durch eine leichte Der Verkauf von Personenwagen über 2 l und 5573 ausländischen Marken bestritten. Abnahme des Inlandabsatzes und anderseits stellte sich in der Berichtsperiode auf 6420 durch eine rückgängige Exportbewegung. Einheiten, wovon 3441 Wagen deutscher und Auf dem französischen Absatzgebiet wurden 2979 Automobile ausländischer Herkunft wa- 92,362 Automobile neu zugelassen, gegenüber 96,403 Einheiten im ersten Halbjahr 1933, während der Export einen Rückschlag von 14,138 auf 12,972 Einheiten zu verzeichnen hatte. Amerikas September-Produktion. Die bisherigen statistischen Ergebnisse lassen auf eine Totalproduktton von 170—175,000 Motorfahrzeuge schliessen, was gegenüber den Schätzungen zu Beginn des Berichtsabschnittes 5—10,000 Einheiten mehr bedeutet. Für den Oktober wird mit einer Totalproduktion von 145,000 Wagen gerechnet. Ausbau des rumänischen Strassennetzes. Auf Grund eines Vorschlages des Finanzministers hat die Regierung einen Plan zum Ausbau und zur Verbesserung des Strassennetzes ausgearbeitet, der die teilweise Tilgung der rückständigen Schulden der Bauern an die Gemeinden durch Arbeitsleistung im Dienste des Wegebaues vorsieht. Die Ge- AUTOMOBIL-REVUE 1934 - No 87 11 i s t i s c h e r ren. Gegenüber dem Absatz während des ganzen Vorjahres ist in den ersten 8 Monaten des laufenden Jahres an Personenwagen von über 2 l ein Minus von 10% zu verzeichnen, wobei die deutschen Marken mit —30%, die ausländischen hingegen mit +32% beteiligt sind. Im gesamten wurden 89,197 Wagen abgesetzt oder 9% mehr als während des ganzen Jahres 1933, wovon 80,645 Einheiten (+8%) aus deutschen und 8552 Wagen (+16%) aus ausländischen Fabriken stammten. Versuchswagen mit Sternmotor-Heckantrieb. Dr. h. c. Porsche wurde ein französisches Patent für einen Heckantriebwagen mit Sternmotor erteilt. Wie die «Kraftverkehrs- Wirtschaft» berichtet, soll ein Probewagen dieser Art bereits gebaut sein. Von einer Uebernahme dieser Konstruktion in die laufende Fabrikation ist bis jetzt noch nichts bekannt geworden. Stall, trifft Dhakjee und versucht, auch ihn zu einer falschen Aussage durch Geldangebote zu bewegen. Der Elefant Brahma hat den Gegner seines Herrn sofort wiedererkannt, und als Vegas in seiner Nähe steht, packt ihn Brahma mit dem Rüssel, hebt ihn, noch ehe Dhakjee es hindern kann, blitzschnell hoch und schmettert ihn mit dem Kopf gegen den Eisenknauf eines Stallpfostens. — Um zu verhindern, dass Brahmas Tat entdeckt wird, schleppt Dhakjee die Leiche sofort auf den Hof und wirft sie dorthin. Dann kehrt er in den Stall zurück und wäscht die Blutspuren von dem Pfosten.» Der Zeitungsbericht erzählt dann die hierauf folgenden bekannten Ereignisse: dje Auffindung der Leiche, — erst durch Bux, dann durch den Artisten White und endlich durch Tom Brass; das Verschwinden des Stockes, die Anklage gegen Bux wegen Mordes und endlich seine Freisprechung wegen Mangels an vollgültigen Beweisen. Dann geht der Bericht zum Fall Benson über: schildert die Feindschaft Bensons gegen Bux, die Entdeckung des Stockes durch Benson, die Denunzierung beim amerikanischen Generalkonsulat in, Neapel, — die Konfiskation des Stockes in Breisach und schliesslich die Verhaftung von Bux in M Dann fährt das Blatt fort: «In der Nacht stellt sich heraus, dass ein Güterwagen beschädigt ist. Auf einer kleineren Station soll er ausgewechselt werden. Einige Artisten steigen aus und streifen im Die Herkunft der in dieser Zeit eingeführten 2525 Automobile und Chassis verteilt sich auf die Vereinigten Staaten von Amerika mit 921 (1297), Deutschland mit 633 (639), Frankreich mit 373 (261), Grossbritannien mit 316 (89), Italien mit 271 (304), Oesterreich mit 9 (21), Belgien mit 1 (13), Polen mit 1 (0) und Russland mit 0 (2) Einheiten. Darunter befinden sich 8 Wagen, die nach Vornahme von Reparaturarbeiten, zu welchem Zwecke sie seinerzeit in die verschiedenen Fabrikations,länder ausgeführt wurden, die wieder auf der Einfuhrseite figurieren. Auf der Exportseite sind, wie im Vorjahre, 51 Einheiten zu verzeichnen, wobei sich jedoch eine Wertverminderung von 4,24 Mill. Fr. auf 3,10 Mill. Fr. einstellte. Die prozentuale Beteiligung der einzelnen Zollkategorien*) an den Aussenhandelsumsätzen während des 3. Quartals geht aus nachstehender Aufstellung hervor: Einfuhr Ausfuhr 1934 1933 1934 1933 a 2.07 1.25 4.83 3.47 b 008 0.09 0.007 — c 12.07 8.67 0.08 — d 35 31 41.43 0.20 0.12 e" 25 67 21.91 0.49 0.31 f 21.77 2316 59.01 47.06 g 0.19 0.14 — 0.002 h 0.0001 0.005 — — 1 0 11 015 0.01 0.02 k 2.58 2 99 34.44 48.45 1 0.1* 0.20 0.93 0.56 Der gesamte Import während des 3. Semesters wurde laut nachstehender Tabelle von 17 Ländern bestritten: StOrtf o V» Wert In Fr. Total Deutschland a 28 £6.66 41.668 b 3.37 1.765 c 245 1673.71 441.015 d 315 3164.29 942.281 e 43 603.19 210.213 f 30 1016.20 664.917 g 5.78 2.354 h 10 15 i 50 305 k 142.99 139.361 1 3.84 4.713 2.448.609 Oesterreloh a 11 22.19 15.031 b 80 300 d ß 47.14 16.100 e 4 50.69 20.090 f 10.55 8.588 g 1 10 i 26 150 k 1.17 977 61.246 Frankreich a 14 16.37 11.575 b 1.47 845 c 7 41.99 11.580 d 304 2814.72 555.687 e 57 745.72 203.722 f 5 333.95 193.869 g 4.04 1.581 i 1.49 1.404 k 24.37 31.003 1 4.83 4.680 1.015.946 Italien a 1 3.09 2.835 b -27 85 c 153 1075.27 414.800 d 72 774.46 287.030 e 39 560.21 315.700 f 7 302.69 163.219 g 2.64 1.370 k 11.08 11.141 1 57 1.385 1.197.565 Belgien a 14 34.57 19.952 d 1 8.54 3.000 f 8.05 6.816 g 23 88 k 57 473 1 -4 40 30.369 Niederlande f 48 480 g 14 84 __ k 20 462 1.026 ) Liste der Zollkategorien. a) Motor-Zwei- und Dreiräder, ohne Lederfibertuf (Position 018 a); b) Mo>or-Zwei- und Dreiräder, mit Lederüberzug (Pos. 913 b); e) Automobile und Chassis im Stückgewicht nflter 800 kg (Poa 914 a); d) Automobile und Chassis im Stückgewicht zwischen 800 und 1200 kg (Pos. 914 b) : e) Automobile und Chassis im Stückgewicht zwischen I2O0 und 1600 kg (Pos 914 c); f) Automobile und Chassis im Stückgewicht Ober 1600 kg (Pos 914 d); g) Karosserien aller Art für Automobile (Position 914 e); h) Elektrokarren (Pos. 914 f); O Traktoren ohne Karosser.e (Pos. 914 r); k) Elektrische Apparate rum Anlassen, tar Zün* düng, tut Beleuchtung und Fahrsicherung für Motorfahrzeuge und Fahrräder; Scheibenwischer und andere Apparate, sowie Teile von solchen (Pos. 924 e); I) Kilometerzähler für Motorfahreeura (Position 024 d). (Fortsetzung auf Seite 9.) Halbdunkel auf der Rampe umher. Bux stellt zur Entladung der Lore Bahma mit Dhakjee zur Verfügung. Nachdem der Elefant den Wohnwagen des Direktors auf die neue Lore geschoben hat, führt ihn Dhakjee zum Waggon zurück. Auch Bux will gerade wieder in seinen Wohnwagen einsteigen. Da prallt er auf einen Artisten, der auch in der Dunkelheit hastig seinen Waggon sucht. Bux erkennt Benson und schreit ihm zu: ,Ah, du bist es, du niederträchtiger Schuft!' —denn Bux weiss, dass ihn nun, nach Konfiszierung des Stockes in Breisach, in M.... die Verhaftung erwartet, infolge von Bensons Anzeige. Benson rennt in plötzlicher Angst vor Bux weg und prallt gleich darauf an Brahma, der eben wieder in seinen Waggon tappen will. Brahma erkennt, trotz der Dunkelheit, sofort den Feind seines Herrn, den er schpn einmal im Aufsitzraum des Zirkus packen wollte. (Schluss folgt.) «Worte vermögen von der Reinheit, Schönheit und Tiefe dieses Romanes nur einen schwachen Begriff zu geben. Man muss ihn lesen — und er wird einem zum begltikkenden Erlebnis werden. » So lautet ein Presse-Urteil über unsern neuen Roman Die Magd des Jürgen Doskocll. Von Ernst Wiechert. Das Werk gehört zu den stärksten Dichtungen, die in letzter Zeit in deutscher Sprache entstanden.

N° 87 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE, 3 Sportnachrichten Die schweizer. Sportreglemente und ihre weitere Ausgestaltung. Wie vor kurzem schon gemeldet wurde, hat die in Zürich erfolgte Aussprache der aktiven Rennfahrer mit der Zürcher Sportkommission eine Reihe von Wünschen zur Ergänzung resp. Abänderung der bestehenden Reglemente ergeben, die zur Behandlung an die nationale Sportkommission weitergeleitet wurden. Unter ihnen finden sich einige Postulate, die schon vor einigen Jahren angeregt wurden, deren Verwirklichung aber deshalb nicht so einfach ist, als sie bisher in die Kompetenz der die Rennen veranstaltenden Sektionen fielen. Dies gilt vor allem von dem Antrag, künftig von der Erhebung eines Nenngeldes abzusehen. Da die Hauptverantwortung über den finanziellen Ausgang der Rennen bei den Veranstaltern liegt und diese nur auf verhältnismässig bescheidene Zuschüsse des Gesamtclubs rechnen können, so war es begreiflich, dass an dieser Einnahmemöglichkeit so lange als möglich festgehalten wurde. Die Praxis hat sich aber auch bei uns unter dem Einfluss der Regelung, wie sie ausländische Clubs treffen und mit Rücksicht auf die erheblichen Kosten, welche jedem Konkurrenten erwachsen, in den letzten Jahren wesentlich geändert. Das Resultat ist nun eine durchaus unerfreuliche Unterschiedlichkeit in der Nenngeldfräge. Beim einen oder andern Rennen wird an der Entrichtung der Meldegebühr festgehalten, an andern Orten lässt man es darauf ankommen, wer die Zahlung leistet, während man bei den «Unbotmässigen» mit Stillschweigen über die Sache hinweggeht. In andern Fällen wiederum wird das Nenngeld in Form einer Reiseentschädigung ganz oder teilweise zurückerstattet, kurzum, es gibt eine bunte "usterkarte von Lösungen, die da oder dort fach zu ungleicher Behandlung der Fahrer lühren muss. Der Antrag, es sei generell auf die Erhebung des Nenngeldes zu verzichten, ist daher aus diesem und andern Gründen sehr wohl verständlich. Um aber durch diese Regelung einzelne Fahrer nicht zur leichtsinnigen Abgabe einer Anmeldung zu verleiten, ohne dass tatsächlich die Absicht oder Möglichkeit besteht, das Rentiert dann auch wirklich zu bestreiten, wird die Einführung eines Reugeldes angeregt. Dieses wäre als eigentliche Einschreibegebühr bei Abeabe der Nennung von allen und ohne Ausnahme zu entrichten, dagegen würde an sämtliche Fahrer, die am Start erscheinen. Rückerstattung erfolgen, während bei Forfait die übrigen Beträge verfallen. Für ganz Renitente, die sich anmelden, nicht zahlen und auch nicht erscheinen sollten, wird sogar Disqualifikation vorgeschlagen. Man ersieht daraus, dass die Fahrer den festen Willen haben, Z^zh. wie vor für Ordnung und sportliche vTesinnung in ihren eigenen Reihen zu sorgen. Eine Besonderheit unseres Snortreglementes war es bisher, die mit Kompressoren ausgerüsteten Sportwagen mit einem Handicap zu belegen, indem sie für die Bewertung der nächsthöheren Klasse zugeteilt wurden. Unter Hinweis auf das internationale Spoftreglement, welches eine solche Unterscheidung zwischen Sportmaschinen rnit und ohne Kompressor nicht kennt, möchten die Fahrer die Streichung dieser Bestimmung beantragen. Dies hätte allerdings zur Folge, dass für eine Anzahl von Konkurrenten der Start in dieser Kategorie nicht mehr interessant wäre, indem ihre kompressorlosen Wagen jegliche Aussicht auf irgend einen Erfolg im Wettbewerb mit Kompressormotoren verlieren. Sie müssten sich in den meisten Fällen auf die nicht sehr tröstliche und auch nicht ganz faire Hoffnung verlassen, dass irgend ein Defekt die andern aus dem Rennen werfe. Die Entwicklung geht ja nun allerdings in der Richtung, dass ausgesprochene Sportwagen mit Kompressor abgerüstet sind. Daher wird auch die Zahl der übrigen Wagen, welche in dieser Kategorie am Retinen teilnehmen immer kleiner. Die vorgesehene Regelung brächte also höchstens eine beschleunigte Bereinigung der Kategorie im Sinne einer schärferen Scheidung zwischen Touren- und eigentlichen Sportmaschinen. \ Wir haben verschiedentlich anlässlich der Berichterstattung über ausländische Rennen mit schweizerischer Beteiligung auf die Wünschbarkeit einer sorgfältigen Auslese unserer Vertreter hingewiesen. Es unterliegt keinem Zweifel, dass die im Ausland Startenden, ohne es vielleicht selbst zu wollen, eine nationale Mission und damit entsprechende Verpflichtungen übernehmen. Wenn die fremde Propaganda von schweizerischen Bergmeistern oder Bergspezialisten berichtet und der in Frage kommende Konkurrent dann eine wenig glückliche Figur macht, so ist das schlussendlich nicht nur seine private, sondern eine Angelegenheit, die den schweizerischen Automobilsport angeht. Es muss leider zugegeben werden, dass der voreilige Start ejniger ungenügend vorbereiteter Schweizer ah ausländischen Rennen nicht gerade zur Hebung des internationalen Ansehens beigetragen hat, insbesondere dann nicht, wenn die Rennteilnahme noc;h mit schweren Unfällen und unerfreulichen gerichtlichen oder polemischen Nachspielen endete. Wie sehr man im Auslande auf die Leistungen unserer Fahrer abstellt und welche Anteilnahme auch unsere in fremden Staaten lebenden Landsleute an solchen Veranstaltungen nehmen, bewies uns dieses Jahr eine Zuschrift an den leider verstorbenen U. Maag, die zur Weiterleitung an unsere Redaktion adressiert war. Der allseitig betrauerte Zürcher erzielte eine prächtige Leistung am diesjährigen Eifelrennen auf dem Nürburgring. Fünf schweizerische Studenten, welche in Bonn einige Semester absolvierten und dem Rennen als Zuschauer beiwohnten, schrieben damals an Maag: «Lieber Landsmann ! Es waren 5 Schweizer, die bei Ihrer letzten Runde an der Fahrbahn standen und Ihnen begeistert zuriefen. Wir waren stolz auf Ihr Fahren und Durchhalten und gratulieren Ihnen herzlich. Wir studieren in Bonn und sjnd entzückt, solche Landsleute zu sehen!» Erfreulicherweise war sieh die Mehrzahl unserer Rennfahrer, die an ausländischen Veranstalttnigen teilnahm, ihrer Aufgabe und repräsentativen Pflicht bewusst und hat uns auch manchen schönen Erfolg für die heimischen Farben gesichert. Sie empfanden aber offenbar auch selbst die Unzulänglichkeiten und die Einbusse an Ansehen, die ein einziger ungenügend qualifizierter Konkurrent dem schweizerischen Automobilsport bringen kann. Daher die sehr begrüssenswerte Empfehlung an die N. S. K„ Mittel und Wege zu finden, um eine gewisse Auswahl unter den Fahrern zu treffen, die im Ausland starten wollen. Es ist daran gedacht, dassdeut-' sehe Beispiel zu befolgen, gemäss welchem sämtliche Anmeldungen für Auslandsstart nur durch die nationale Sportkommission erfolgen können, die auf Grund der bisherigen Erfolgsliste und Rehntätigkeit jedes Einzelnen wohl beurteilen kann, wer mit gutem Gewissen aii internationalen Rennen in anderen Staaten unter den Landesfarben teilzunehmen vermag. Was die Bestimmungen über die schweizerische Automobilmeisterschaft anbetrifft so hat gerade die beendete Saison einige nicht unerhebliche Lücken und Mängel ergeben. So ist dieses und auch letztes Jahr je ein sicherer Anwärter auf den Meisterschaftstitel der Auszeichnung verlustig gegangen, weil in einem Rennen mit ausländischer Beteiligung bei der Berechnung der Wertungspunkte auf das Resultat des fremden Gastes abgestellt werden musste, der sich in de betreffenden Klasse als Erster zu placieren vermochte. Mit uns werden es alle sportlich gesinnten Fahrer begrüssen, wenn auch an den nur national ausgeschriebenen Rennen auswärtige Konkurrenten herbeigezogen werden, da einem solchen Wettstreit viel meh Reiz und Bedeutung zukommt als einem Familtenrennen, bei welchem die Sieger fas zum voraus feststehen. Die Bereicherung der Nennliste durch einige erstklassige Fahrer des Auslandes soll aber nicht die Austragung der schweizerischen Meisterschaft stören und deren Bewertung in einzelnen Fällen von Bestleistungen fremder Piloten abhängig machen können. Es ist daher nur recht und billig, wenn die Meisterschaft künftig ohne Berücksichtigung solcher einmaliger Gast-Resultate ausgetragen wird, indem nur die Zeiten in Betracht fallen, die von schweizerischen Konkurrenten gefahren wurden. Die frühere Bewertung der erzielten Resultate, bei welcher der Unterschied im Zylinderinhalt der Wagen innerhalb einer nämlichen Kategorie durch prozentuale Zuschläge oder Abzüge auszugleichen versucht wurde hat nicht ganz befriedigt. Man ging daher zu dem diesjährigen Modus über, in jeder der drei Kategorien drei nach dem Zylinderinhalt der Motoren abgestufte Meisterschaftsserien zu schaffen. Es kamen daher nicht weniger als neun Meisterschaftstitel, gegenüber den früheren drei, zur Austragung. Be aller Genugtuung, die jeder Fahrer empfindet, wenn ihm die Auszeichnung am Ende einer Saison zufällt, so fanden es selbst die Nächstbeteiligten mit neun Titeln pro Jahr als des Guten zuviel. Die nationale Sportkommission wird daher ersucht, das Reglement so abzuändern, dass pro Kategorie wiederum, wie früher, nur je ein Titel verliehen werden kann. Die Angleichung der Resultate in den einzelnen Klassen soll neuerdings durch entsprechende Zuschläge, für die kleiner dimensionierten Motoren gefunden werden, wobei empfohlen wird, auf Grund der Klassenbestzeiten der Jahre 1933 und Den Tücken verschneiter Strassen ist leicht Herr zu werden, BASEL Tel. 24.885 wenn Sie die griffigen, dauerhaften verwenden. Sie besitzen doppelt verstärkte Querglieder. Im Handumdrehen sind sie mit dem patenten NORDLAND- Montage -Bügel, den Sie zu jedem Paar NORDLAND-Ketten gratis erhalten, montiert. Merken Sie sich den Namen NORDLAND, wenn Sie Ketten einkaufen. Jeder Händler liefert sie Ihnen gerne und zu einem guten Preis. Generalvertretung für die Schweiz: ZÜRICH Tel. 44.780 Schneeketten FIRESTONE IMPORT A.G. LAUSANNE Tel. 31.112 ST. GALLEN Tel. 51.08 WIL Tel. 550 1934 einen Koeffizienten zu bestimmen, der den gerechten Ausgleich zu bringen vermöchte. Es wird zwar schwer halten, hier eine allen Anforderungen, insbesondere der einer leichten Berechnungsart, entsprechende Lösung zu finden. Immerhin dürfte sich aber die Mühe lohnen, denn wenn es mit der Verleihung des Meistertitels serienmässig weitergeht, dann wird bald derjenige Fahrer eine Seltenheit sein, dem die Ehre noch nicht zugefallen ist, womit natürlich der Zweck dieser Austragung vollständig verfehlt worden wäre. Man ersieht aus vorstehendem, dass die Fahrer noch mancherlei Wünsche auf dem Herzen haben. Sie verdienen aber um so eher eine gründliche Erwägung durch die Sport^ kommission, als deren Berücksichtigung nicht etwa einseitig Wasser auf die Mühlen der Konkurrenten leiten würde. Die Vorschläge dienen gewiss ebensosehr der Förderung des Rennsportes und der weiteren Hebung des bereits in der automobilsportliehen Tätigkeit unseres Landes erzielten Niveaus. Es ist daher zu hoffen, dass das Sportreglement 1935 die Verwirklichung der Postulate bringen möge. Spovi £>n Aus 1 smwJk Saisonende in Nordafrika. Am Sonntag: Qrosser Preis von Algier. Am nächsten Sonntag wird die internationale Saison des Jahres 1934 mit dem Grossen Preis von Algier endgültig abgeschlossen. ' Kein Rundstreckenrennen von irgendwelcher Bedeutung wird in den Monaten November und Dezember noch folgen. Das bevorstehende algerische Rennen hat eine überaus bewegte Vorgeschichte hinter sich. Nachdem es im internationalen Sportkalender für 1934 angesetzt war, wurde es einige Zeit darauf wieder abgeblasen. Es folgte eine Periode der Unklarheit, in der sich die widersprechendsten Meldungen folgten. Erst vor einigen Wochen ist nun der definitive Beschluss der Organisatoren bekanntgeworden. Die Besetzung des Rennens kann in keiner Weise mit denen der grossen europäischen Veranstaltungen der abgelaufenen Saison verglichen werden. Deutschland scheint keine Lust zu haben, bis nach Nordafrika zu fahren, um dort nochmals einen Beweis seiner Ueberlegenheit abzulegen. So beschränkt sich dieser Lauf auf die romanischen Fahrer und Marken, und die Besetzung ähnelt denjenigen der Rennen des letzten Jahres, bevor die Deutschen in die Kämpfe eingriffen. Das Rennen wird auf der 8 km langen Rundstrecke von Bouzareah ausgetragen. Auch dieser Anlass geht nach dem sportlich sehr interessanten Schema der Vorläufe und des Finales vor sjch, zu dem nur eine Auswahl der erstklassierten Piloten zugelassen wird. Der Kämpf verspricht auf jeden Fall sehr spannend zu werden, und jeder Fahrer wird am Sonntag nochmals alles darein setzen, um die Saison in erfreulicher Form abschliessen zu können. Die Scuderia Ferrari fährt nochmals mit ihrem schwersten Geschütz auf: Sie hat Chiron, Varzi. Trossi und Comotti, die die neuen Alfa Romeo-Monoposti fahren werden, zu dem nordafrikanischen Rennen abgeordnet. Au,f Bugatti ist der offizielle Molsheirner Vertreter, WimiHe, gemeldet und auf Maserati starten Etancelin, Whitney Straight, der Schweizer Ruesch und Lehoux, ferner auf Alfa Romeo Baletrero, Zanelli, Mlle Helle-Nice usw; Dem Hauptanlass vom Sonntag geht am Samstag ein Rundstreckenrennen für TourenWagen vpraus, für das ebenfalls eine grosse Reihe erprobter Piloten gemeldet hat, darunter eine Anzahl vom Rallye von Monte arlo her bekannter Langstreckenfahrer. Als letztes Rennen in Algerien fand 1932 der Grosse Preis von Oran statt, den Wimille auf Bugatti mit dem Stundenmittel von 126,23 km/St, gewann. Die Nennungen für den Grossen Preis von Algier: Chiron (Alfa Romeo), Varzi (Alfa Romeo), Trossi (Alfa Romeo), Comotti (Alfa Romeo), Balsstrero (Alfa Romeo), Mlle Helle-Nice (Alfa Romeo), Zanelli (Alfa Romeo), Farina (Maserati), Whitney Straight (Maserati), Lehoux (Maserati), Etancelin (Maserati), Ruesch (Maserati), Featherstonöugh (Maserati), Chambost (Maserati), Wimille (iBugätti), Marret (Bugatti). Ein Rundstreckenrennen im Bois de Böulogne. Auch im Pariser Bois de Boulogne soll nächstes Jahr ein Automobilrennen stattinden. Die Rundstrecke wird um die Seen des grossen Parkes führen. Als Datum wurde der 9. Juni gewählt. Delmo verunglückt. Der südfranzösische Rennahrer Delmo, der auch vom Klausen her in guter Erinnerung ist, und mit seinem Bxiigatti am Grossen Preis von Algier teilnehmen wollte, ist in Marseille bei der Verladung seines Rennwagens mittels eines Kranes auf das Schiff verunglückt. Er mueste schwer verletzt in ein Spital verbracht werden, wo sein Zustand zu arsnten Besorgnissen Anlass gehen soll.