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E_1934_Zeitung_Nr.089

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1934- Diese Tabelle illustriert eine amfliche Untersuchung, die vor ein paar Jahren durchgeführt wurde. 7 Markenoele prüfte man auf ihren Stod ( MACCCMAIIEI AftEM Cliches für Massenauflagen, wo nur noch die allerbeste Qualität der hohen Inanspruchnahme standhält, .sind unsere Stärke. Firmen, die jahraus jahrein in allen Zeitungen inserieren, denen der kleinste Fehler in der Clichierung grossen Schaden bringen kann, sind unsere treuesten Kunden. Und sie haben gute Gründe dafür. Indem Sie von der hohen Qualität unserer Cliches profitieren, sparen Sie im wahren Sinne. die Motoren im Falle einer Notlandung zur Verfügung stehen. g) An welchen Stellen treten Dampfblasen auf? Wenn eine Notlandung gemacht wird und man nimmt eine Qasblase an, wird man, indem das Vergaser-Schwimmergehäuse losgeschraubt wird, finden, dass das Fliessen des Brennstoffes entweder unregelmässig, sehr langsam oder überhaupt nicht erfolgt. Der beste Weg, die Brennstoffleitung freizumachen, ist, die Verbindungen vom Tank und Vergaser zu entfernen und die Leitung durch Luftdruck vom Brennstoff und Dampf zu befreien. Danach soll zuerst das Anschliessen an den Tank erfolgen, und man soll den Brennstoff so lange durch die Leitung fliessen lassen, bis ein gleichmässiges Nachströmen beobachtet wird, bevor man die Leitung auch an den Vergaser anschliesst. (Shell Aviation News.) Xkusc den K< VerkehrskontroHen im Kanton St. Gallen. Das kantonale Polizeidepartement hat auf letzten Donnerstag die Staatsanwaltschaft, die Bezirksämter, Untersuchungsrichter, sodann die kantonalen und städtischen Polizeiorgane und die Motorfahrzeugverbände zu einer Konferenz eingeladen, an welcher die Massnahmen zu einer Verbesserung der unhaltbar gewordenen Verhältnisse im Strassenverkehr zu besprechen waren. Landammann Keel, der den Vorsitz führte, wies auf das stete Anwachsen der Verkehrsunfälle hin, die er zum grössten Teil auf die mit dem Inkrafttreten der eidgenössischen Automobilgesetzgebung in Wegfall gekommenen Höchstgeschwindigkeiten zurückführte. Den Auswüchsen wirksam zu begegnen, nachdem Warnungen und Mahnungen ungehört blieben, ist heute dringende Aufgabe. Die von Nationalrat Nietlispach eingereichte Motion, die der Wiedereinführung gewisser Geschwindigkeitsgrenzen für Motorfahrzeuge ruft, hat sichtlich Eindruck gemacht. Immerhin wird hervorgehoben, dass die Polizeidirektoren das Mittel der Festsetzung von Höchstgeschwindigkeiten nicht als besonders geeignet betrachten, die Exzesse zu bekämpfen. Dass viele Unfälle, darunter namentlich die schwerwiegenden, auf zu grosse Geschwindigkeiten zurückzuführen sind, könne nicht bestritten werden. Die Polizeidirektoren haben Weisung erhalten, zu verschärfteren Massnahmen zu greifen. Der Vorsitzende ist davon überzeugt, dass die Schuld an den heutigen Verhältnissen all?". Strassenbenützer und nicht zuletzt auch die mit der Handhabung der Vorschriften betraut ten Organe trifft. Ein Zusammenarbeiten von Behörden und Verbänden ist nötiger denn je. Eine Verbesserung der Zustände kann erzielt werden durch die Verschärfung der Verkehrskontrolle, strengere Handhabung der Strassenpolizei, strengere Bestrafung von Zuwiderhandlungen, Einführung von fliegenden Kontrollen etc. Schliesslich müsste beim Versagen solcher Mittel, zur Wiedereinführung von Höchstgeschwindigkeiten, Anbringung von Registrierapparaten geschritten werden. Eine schärfere Praxis beim Entzug der Fahrbewilligungen gegenüber notorischen Kilometerfressern und Alkoholikern hat einzusetzen. Besser als alle diese Mittel wäre ein gesundes Verhältnis unter den Strassenbenützern. die in erster Linie zu jenen Rücksichten im Strassenverkehr führt, welche vor allem nötig sind, um Verkehrsunfälle zu verhüten. In der anschliessenden Diskussion, die von verschiedenen Votanten aus Behörde und Verbandskreisen benützt wurde, kam die allseitige Einsicht zum Ausdruck, dass eine verschärfte Kontrolle und Bestrafung grober Vergehen gegen die Verkehrsordnung zur Notwendigkeit geworden ist. Dabei wird auch von Behördevertretern ein schikanöses Vorgehen aufs entschiedenste abgelehnt. In einem wohldurchdachten Votum gab Staatsanwalt Dr. Riedener seine Auffassungen zu einer bessern Verkehrsregelung bekannt. Die Vermehrung der Zahl der Unfälle ist nur zum Teil auf die zunehmende Verkehrsdichte zurückzuführen. Großstädte haben den Beweis erbracht, dass man trotz Zunahme des Verkehrs mit dem Ausbau der Verkehrsregelung die Zahl der Unfälle reduzieren kann. Alle Strassenbenützer haben sich an die Neuordnung des Verkehrs zu gewöhnen, so auch die Radfahrer, die noch viel zu wenig kontrolliert werden. Die Zahl der Kollisionen zwischen Automobilen und Velofahrern ist gross, wobei in vielen Fällen die Haupt- oder Alleinschuld beim Velofahrer liegt. Die Freigabe der Geschwindigkeit hat zweifellos zu einer Vermehrung der Unfälle geführt. Die Konzentiation der Kontrollen auf die technische Beschaffenheit des Wagens ist ein Fehler; auch die Fahrweise in beleibten Strassen, Kurven und Kreuzungen ist in vernünftiger Weise zu kontrollieren. Dabei sollte es keine Schwierigkeiten bieten, anständige Fahrer von unanständigen zu unterscheiden Man ist gegen schikanöses Vorgehen gesichert, wenn aus Prinzip nur wirklich offen zutage liegende, ernste Tatbestände mit Gefährdung zur Anzeige gebracht werden. Gegen die Raserei kann am besten eine fliegende Kontrolle aufkommen. Solche Patrouillen wären rayonweise zu bestellen. Diesen fiele auch die Aufgabe zu, Fussgänger zu unterweisen und fehlbare Radfahrer zu fassen. Aus den eingehenden Rapporten wären bald diejenigen Motorfahrzeugführer herauszulesen, die entweder nicht fahren können oder nicht richtig fahren wollen. Auch die Alkoholiker könnten besser eruiert werden. Natürlich sind Fehlbare nicht wegen einer erstmaligen Anzeige zu disqualifizieren, es sei denn, der Fall von Trunkenheit oder anderer grober Fahrlässigkeit zwinge dazu. Es ist nicht ausser acht zu lassen, dass viele Draufgänger auf der Strasse verkehren, die während Jahren Glück haben, anderseits ein Pechvogel mit sonst rücksichtsvollem Fahren wegen an sich geringem Verschulden eine schwere Strafe erhält. Der heutige Grundsatz lautet, dass gegen rücksichtslose Fahrer auch rücksichtslose Behandlung treten muss. Der Redner verspricht sich von einer an sich schärferen Bestrafung nicht sehr viel. Wer rücksichtslos im Leben ist, ist es vor allem auch auf der Strasse. Zu prüfen wäre, ob nicht die Verbände gewisse Vertrauensleute bestellen könnten, die im Einvernehmen mit den staatlichen Organen Hand in Hand arbeiten würden. Polizeiinspektor Kappeier, St. Gallen, legte an Hand einer Statistik dar, dass die grösste Zahl der Verkehrsunfälle in der Stadt St. Gallen auf unvorsichtiges Fahren zurückzuführen ist. Während hier 267 Fälle zu verzeichnen sind, entfallen nur 32 Unfallursachen auf zu schnelles Fahren. Der Ruf nach vermehrter Strassendisziplin ist auch hierorts am Platze. Bezirksammann Schmucki, Uznach, findet, dass das neue Gesetz genügend Handhabe biete, die Geschwindigkeitsexzesse zu erfassen. Häufigere Verkehrskontrollen sind auch auf dem Lande erwünscht. Landjägerhauptmann G r ü - n i n g e r, St. Gallen, meldet eine kommende Verstärkung des Polizeikorps, das einen besseren Verkehrsdienst leisten wird. Der Vorsitzende umschreibt am Schlüsse die schwere Aufgabe, die den Behörden und allen sich für eine Zusammenarbeit bereitfindenden Verbänden erwächst, um den Mißständen abzuhelfen und konstatiert, dass von keiner Seite die Wiedereinführung von Geschwindigkeitsvorschriften postuliert worden ist, dagegen fliegende Kontrollen als erwünscht bezeichnet werden. Die Polizeiorgane, namentlich auf dem Lande, verhalten sich gegenüber den Radfahrern zu nachsichtig. Mit den bisherigen Verordnungen wird man auskommen können, wenn sie mit dem nötigen Nachdruck angewandt werden. Letzten Endes ist an die Vernunft aller Strassenbenützer zu appellieren. E. Sfrassen und Verkehr Auch der Brunig wird offengehalten. Nachdem der Kanton Graubünden durch sein initiatives Vorgehen den Beweis erbracht hat, dass es selbst unter schweren Verhältnissen möglich ist, auch einen in der eigentlichen Hochgebirgszone liegenden Pass während der schneereichen Winterperiode offen zu halten, versuchen allmählich auch andere Kantone, diesem Beispiel zu folgen. So konnten wir kürzlich die ganzjährige Oeffnung des Col des Mosses (Chäteau-d'Oex-Le Sepey) melden. Nun hat auch der Regierungsrat des Kantons Obwalden beschlossen, einen Schneepflug anzuschaffen zwecks Offenhaltung der Brünigpaßstrasse während der Wintermonate. Allerdings hat der Kantotisrat diesen Beschluss noch zu sanktionieren, Was aber sicherlich erwartet werden darf, denn das kleine Ländchen an der viel befahrenen Strasse Interlaken-Luzern hat alles Interesse, dass der motorisierte Strassenverkehr auch während der Wintermonate in Tätigkeit bleibt. Das Baudepartement des Kantons Bern hatte schon vorher die Initiative zur durchgehenden Oeffnung des Brünigpasses ergriffen und zwar war beabsichtigt, auf der Passhöhe einen 5-t-Wagen mit vorgehängtem Schneepflug zu stationieren, der sowohl die Süd- wie die Nordrampe des Passes freizulegen hätte. Die Obwaldner haben sich alsdann, wie aus obiger Meldung bereits hervorgeht, auf den Standpunkt gestellt, ihrerseits selbst für die Oeffnung des auf ihrem Gebiet liegenden Brünigstrassenstückes zu sorgen. Dessenungeachtet wird der Kanton Bern bemüht sein, dass die auf seinem Gebiet liegende Strecke (Passhöhe-Brienzwiler, sowie Abzweigung nach Meiringen und auch das Teilstück Meiringen-Kienholz-Brietu) freigehalten wird und zwar durch den auf dem Brünigpass untergebrachten Lastwagen. Weiterhin hat die kantonale Baudirektion dafür Sorge getroffen, dass auch die Saanenmöser während des Winters offen bleiben, um in Verbindung mit dem bereits erwähnten Col des Mosses eine durchgehende fahrbare Winterstrecke Zentralschweiz-Westschweiz offen zu halten. Anfänglich war sogar beabsichtigt, an Stelle des Col des Mosses den Col du Pillon zu öffnen, doch haben die Waadtländer die Auffassung vertreten, die Offenhaltung dieses Passes sei im Gegensatz zum Col des Mosses bedeutend kostspieliger, so dass vorläufig von einem Versuch abzusehen sei. Die Schweiz wird diesen Winter somit über zwei durchgehende Verkehrsmöglichkeiten im Gebiete der Hochalpen verfügen und zwar einerseits die Strecke Ostschweiz resp. Zürich-Chur-Julier-Engadin-Maloja-Italien, und anderseits Zürich-Luzern-Brünig- Interlaken-Simmental-Saanenmöser-Col des Mosses-Genfersee. Beide Routen erschliessen für viele Automobilisten und namentlich für viele Skifahrer Neuland; aber auch mancher ausländische Fahrer wird nach den erfolgreichen Versuchen am Julier sich von der winterlichen Pracht unserer Berge locken lassen, um auch zu sonst ungewohnter Zeit mit seinem Wagen über unsere Pässe zu ziehen. -my- Etappenweise Gewährung der Fahrbewilliguno. Das Problem, in welcher Weise die Personen, die Motorfahrer werden wollen, vorgebildet werden sollen, bevor man sie mit Motorfabrzeugen « auf ihre Mitmenschen loslässt >, ist noch immer nicht gelöst, und fast scheint es EO, dass eine wirklich einwandfreie Lösung einfach nicht möglich ist. Die Hauptschwierigkeit liegt nämlich darin, dass zwar eine theoretische Schulung sicherlich notwendig ist, dass man aber nur durch eine lange Fahrpraxie wirklich das Fahren lernen kann. Und diese Fahrpraxis kann man nun einmal nur im wirklichen Verkehr sich erwerben. Daraus folgt zwingend, dass man mit dem Fahren im Strassenverkehr in einem Zeitpunkte beginnen muss, in dem man diese Fahrpraxis noch nicht besitzt. Theoretisch körinte man zwar verfügen, daßs sich während eines Jahres stets ein Fahrlehrer an der Seite des Lernenden befinden muss, aber praktisch ist das natürlich nicht möglich. Nicht einmal für eine Woche könnte man dies vorschreiben, ohne die weitere Entwicklung der Motorisierung des Verkehrs auf das schwerste zu hemmen. In Irland hat man sich dadurch geholfen, dass man den Fahrschülern nach Erlangung des Führerscheines durch ein Jahr die Hauptverkehrsstrassen, die als solche eigens gekennzeichnet sind, verbietet. Erst nach einem Jahr Praxis darf der Fahrer alle Strassen Irlands befahren. Diese Bestimmunig ist natürlich überaus drückend und es muss bezweifelt werden, ob sie restlos eingehalten wird. Die Kontrolle ist ja nur bei Unfällen möglich; dann allerdings werden bei Uebertretungen drakonische Strafen verhängt. In der Südafrikanischen Union hat man es mit einer anderen Massnahme versucht, die wenigstens die Mitfahrer schützen soll: durch 6 Monate darf der neue Fahrer auf seinem Fahrzeug keine zweite Person mitnehmen! Vielleicht hat man durch diese Bestimmung nicht nur die allfälligen Mitfahrer vor Verkehrsunfällen schützen wollen, sondern den Fahrer vor jenen vielseitigen « Ablenkungen >, die gelegentlich von mitfahrenden Personen ausgehen können. Auch wird dadurch vormieden, dass sich der noch wenig geübte Fahrer vor Mitfahrern mit seinen Fahrkünsten produzieren will, was bekanntlich nicht selten zu Unfällen führt. rt. Gemeinsame Behandlung von Strassenbau- und Motorisierungs-Fragen in Deutschland. Im Hinblick auf die Tatsache, dass die Fragen der Motorisierung des Verkehrs mit den Angelegenheiten der Ausgestaltung des Strassennetzes auf das engste zusammenhängen, hat Reichsminister Hess verfügt, dass der Generalinspektor für das deutsche Strassenwesen, Dr. Ing. Todt, in Zukunft auch Sachbearbeiter der Fragen der Motorisierung des Verkehrs im Stabe des genannten Reichsministers ist. rt. Die Strassenverkehrs-Unfälle bezifferten sich im 2. Quartal in Gross-Zürich auf 1142 Ereignisse. Davon waren 727 nur mit Sachschaden und 415 mit Personenverletzungen. Von den 469 verletzten Personen waren 152 Fussgänger. In 9 Fällen mussten die Unfallbeteiligten das Unglück mit dem Leben bezahlen. Der Sachschaden belief sich auf 257.000 Franken. Da die Statistik erstmals für das Gebiet der Stadt samt den eingemeindeten Vororten erstellt wird, ist leider ein direker Vergleich mit dctn Vorjahre nicht möglich. Immerhin scheinen die Zahlen leider eher auf eine Zunahme der Unfälle-hinzudeuten. Wenigstens ist dies für den 1. Stadtkreis, die sogenannte Altstad der Fall, für welche die Zahlen 6eparat bekanntgegeben werden. Dort haben vor allem die Unfälle mit Sachschaden eine sehr starke Zunahme aufzuweisen, deren Zahl mehr als doppelt so gross ist, als diejenige im 2. Quartal 1933. An den Unfällen waren insgesamt 1894 Fahrzeuge, wovon 780 Personenautos. 290 andere Automobile und 179 Motorräder, ferner 108 Strassenbahnwagen und 171 Fussgängor beteiligt. Vffi>»l«ol*B > S|»«»iBtf Zum Verkehrsteilunssgesetz. Wie erinnerheb, führt der Verband Schweiz. Motorlastwagcmbesitzer unter seinen Mitgliedern zurzeit eine Urabstimmung durch, um deren Stellungnahme zum Verkehrsteilungsgesetz kennen zu lernen. Die Verbandsleitung empfahl mehrheitlich, von einem Referendum gegen das Gesetz abzusehen. Unerwarteterweise trat nun eine durch einen Zürcher Rechtsanwalt vertretene Minderheit auf und macht durch ein Zirkular Stimmung für das Referendum. Darin wird behauptet. dass die Bund&sbahnen durch Spezialbestimmungen die Wohltat des freien Werkverkehrs teilweise oder ganz illusorisch machen werde. Sio sei nämlich an einzelne am Werkverkehr interessierte Berufsverbände mit dem Vorschlag herangetreten, denjenigen Firmen, die auf das Recht am Weltverkehr gänzlich verzichten, billigere Frachtansätro einzuräumen, dagegen Firmen, welche auf dem Werkverkehr bestehen, höhere Tarifsätze zu berechnen, wodurch der Werkverkehr nicht nur bei den Verbandsmitgliedern, sondern auch bei deren Kundschaft zwangsläufig ausgeschaltet werde. Die Generaldirektion der Bundesbahnen entkräftet nun diese Darstellung durch folgende Mitteilung: In einem Zirkular, das Harr Rechtsanwalt Dr. 0. Fricker in Zürich kürzlich den Mitgliedern des Verbandes Schweiz. Motorlastwagenbesitzer zustellte, wird in irreführender Weise behauptet, dass das Verkehrsteilungsgesetz, für das die Referenduinsfrist am Ende dies&s Jahres abläuft, den Werkverkehr, d. h. die Beförderung eigener Waren mit eigenen Lastwagen und eigenem Personal, zwangsläufig ausschalten werde. Diese Behauptung, mit der für das Referendum Stimmung gemacht werden will, widerspricht jedoch den Tatsachen, indem auf Grund des Verkehrsteilungsgesetzes niemand dazu verhallen werden kann, seine eigenen Waren nicht mehr mit eigenen Lastwagen und eigenem Personal zu befördern. Diese Freiheit, die durch das in Frage stehende Gesetz garantiert wird, kann auch durch Wettbewerbsmassnahmen der Eisenbahnen, die übrigens an die Vorschriften des Transportgesetzos gebunden sind, nicht ausgeschaltet werden. Sicher ist jedoch, dass bei Vorwerfung des Verkehrsteilungsgesetzes die Konkurrenzmassnahmen der Eisenbahnen gegenüber dem Lastwagenverkehr sehr scharfe Formen annehmen müssten und ein rücksichtsloser Tarifkrieg gegenüber dem Strassonvoi-kehr nicht mehr zu vermeiden wäre. Im Interesse der Gesamtheit ist jedoch zu wünschen, dass dieser vermieden werden kann und die von den eidgenössischen Räten mit überwiegendem Mehr gutgeheissene Vcrstäudigungslösung zwischen den Eisenbahnen und Automobilinteressenten bald verwirklicht wird. Die für die allgemeinen Landesinteresecn besorgten Kreise wird es auch interessieren, zu vernehmen, dass die Bundesbahnen für den Fall, dass das Verkehrsteilungsgesetz in Kraft tritt, sowohl im Güter- alä im Personenverkehr gewisse Tariferleichterungen in Aussiebt nehmen.

N» 89 - 1934 XtTTtWÖBtC-RKvTJB Sltassen Befahrbarkeit der Alpenpässe. — Der Stand der Alpenpässe hat sich in der letzten Woche wieder wesentlich gebessert: Gesperrt sind noch: Klausen, Qrimsel, Grosser und Kleiner St. Bernhard. Mit Ketten fahrbar: Stilfserjoch, Umbrail Fluela, Albula, Furka und alle Dolomitenpässe. Ohne Ketten fahrbar: Arlberg, Ofen, Bernina, JuUer, Maloja, Lenzerheide, Splügen, San Bernardino, Lukmanier, Oberalp, Qotthard, Brünig, Jaun, Pillon, Mosses, Simplon, Forclaz, Montets, Morgins,' Ibergeregg, alle Jurapässe und ferner die Route d'Ete und Route d'Hiver des Alpes. ET Benzinkrfeg In Amerika. Vor kurzem ist in den Vereinigten Staaten auf dem Benzinmarkt ein Kampf ausgebrochen, der zu den heftigsten Auseinandersetzungen gezählt werden darf, welche in den lehr- und zahlreichen Benzinkämpfen der letzten Zeit zu registrieren sind. Die Standard Oil of New Jersey und die unabhängigen Erzeuger, die im Gebiete dieser Gesellschaft Benzin verkaufen, haben mit Wirkung ab 19. Oktober neue Preissenkungen vorgenommen, vor allem in Pittsburgh und Philadelphia. Daraufhin waren in andern Teilen des Landes ebenfalls Reduktionen zu verzeichnen gewesen. Am heftigsten wütet der Kampf zwischen der Standard of New Jersey und den unabhängigen Konkurrenten in Camden, wo der amerikanische Petroleumtrust seine grossen Tankstellen besitzt Dort ist der Preis auf 8 Cent für Standardbenzin und 7,5 Cent per Gallone für die Unabhängigen angesetzt worden, gegenüber 18 Cent vor einer Woche. Da bei einem Kleinhandelspreis von 8 resp. 7,5 Cent 4 Cent Steuer inbegriffen sind, erhält der Händler nur noch 4 resp. 3,5 Cent. Bis jetzt war in Amerika noch nie ein Preis von unter 10 Cent pro Gallone Benzin notiert worden, wobei zudem das Benzin bei früheren Kämpfen noch steuerfrei war. Von den unabhängigen Benzinhändlern wird das Argument vertreten, dass die Standard Oil den Kampf deswegen ergriffen habe, um sie vom Markt zu vertreiben, womit bezweckt werde, den Preis späterhin auf 25 Cents heraufsetzen zu können. • Der Präsident der Standard Oil of New Jersey stellt diese Behauptung als unrichtig hin. Die wirkliche Ursache liege in der Tatsache, dass seif Monaten weit mehr Rohpetroleum produziert werde, ate amtlich gestattet Set, und, dass für das hieraus gewonnene Benzin ein Markt ausserhalb der üblichen Absatzgebiete gefunden werden müsse. In Wallstreet vertritt man die Auffassung, dem Preiskrieg durch zwei Möglichkeiten ein Ende machen zu können, was einerseits damit zu erzielen wäre, dass der Nachfrage und dem Angebot solange freies Spiel gelassen werden soll, bis der Punkt erreicht sei, an dem der Benzinabsatz derart grosse Verluste mit sich bringt, wo ein weiteres Ausharren praktisch nicht mehr möglich ist. Dieser Ausweg' müsse naturgemäss einen unverantwortlichen Raubbau an den Oelreserven nach sich ziehen; anderseits legt man der Regierung nahe, mit den rohölerzeugenden Staaten, vor allem in den Texasgebieten, bei der Festsetzung der täglichen Produktion zusammenzuarbeiten. Es wird also auch die Auffassung vertreten, wonach der Benzinkrieg nichts anderes als einen Versuch darstelle, um einige unbeliebige Konzerne auf die Knie zu zwingen. Voraussichtlich wird dieser Grosskampf auf die finanziellen Resultate der grossen OeJkonzerne nicht ohne Einfluss bleiben. Im 3. Quartal dieses Jahres hielten sich die Preise für Benzin und Rohöl ziemlich konstant, und es dürften auch die einzelnen Vertriebsgesellschaften während dieser Periode die besten Ergebnisse im Verlaufe des ganzen Jahres zu verzeichnen haben. Wenn es nicht gelingt, dem Grosskampf ein Ende zu bereiten, so dürfte voraussichtlich das 4. Quartal 1934 mit einem finanziellen Fiasko abschliessen, sicherlich aber den schlechtesten Quartalsabschluss für das gesamte Jahr mit sich bringen. « (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Höchstgeschwindigkeiten und Unfallverhütung. Eigentlich hat folgende wahre Begebenheit mit obigem Titel wenig zu tun, und dennoch ... Es war an einem schönen Sonntagmorgen, als ich mit Freunden durch eine Ortschaft in der Nähe von Bern fuhr. Die Gemeinde sorgt gut für ihre Bürger und hat auf der linken Seite von meiner Fahrtrichtung ein breites, wohlgepflegtes Trottoir angelegt. Rechts ist die Strasse durch eine hohe Gartenmauer begrenzt. Längs der Mauer fuhr gemächlich ein Velofahrer und neben ihm gingen auf der Strasse zwei Kameraden, Oas Trio nahm gut einen Drittel der Strasse für sich in Anspruch. Es bewegte sich in gleicher Richtung wie ich. Natürlich, wie so oft, wollte es das Schicksal, dass uns entgegen ein anderes Auto kam; so war ich gezwungen, abzubremsen und Signal zu geben, was offenbar die wichtigen Gespräche der Burschen vor mir störte. Wir kamen aber alle gut aneinander vorbei, nur einer der Fussgänger fühlte sich bemüssigt, seiner Entrüstung über die Störung zu meinen Händen Luft zu machen. Da ich Wert darauf legte, seine Aeusserungen zu hören, hielt ick an und erkundigte mich bei ihm, ob ihm die Bedeutung des Trottoirs nicht bekannt sei Darauf kam in wildem Grimm die Antwort: «Ich habe das gleiche Recht ani der Strasse wie Ihr und gehe, wo ich will.» Wir Hessen es bei dieser Antwort nicht bewenden, und da wir weder Zeit noch Lust hatten, uns an Ort und Stelle auf eine Diskussion einzulassen, suchten wir den Ortspolizisten auf, nachdem es uns durch Zufal gelungen war, die Personalien des Fussgängers festzustellen, und baten den Polizisten diesen renitenten Burschen, schon in seinem eigenen Interesse, über den richtigen Gebrauch des Trottoirs aufzuklären und seinen Rechtsbegriff über Strassenbenützung richtigzustellen. Hier konnten wir Automobilisten erzieherisch eingreifen, aber so einfach, wie in diesem Fall, ist es nicht immer, und es wäre wohl das Richtige, wenn die Polizeiorgane sich mit dieser Tätigkeit befassen könnten. Bis heute hat der Auftrag dazu offenbar gefehlt und er wird wohl noch lange ausbleiben, wenn es sich sogar hochgestellte Persönlichkeiten, die in Räten sitzen, erlauben, den Rechtsstandpunkt unseres Fussgängers zu teilen und öffentlich zu vertreten. Eine richtige Strassendiszjplin kann aber nur dann erzielt werden, wenn sich ihr alle Strassenbenützer zu fügen haben. Wie aber soll bei einer solchen Mentalität, wie sie unser Fussgänger gezeigt hat und wie sie heute bei Tausenden noch besteht, die Wiedereinführung von Höchstgeschwindigkeiten zur Unfallverhütung führen? Dr. M. Unsicherheit in der Auslegung des Voriritts- rechtes.. Laut Mitteilungen in der Presse sollen infolge der beträchtlichen Zunahme der Verkehrsunfälle schärfere Massnahmen getroffen und die gesetzlichen Vorschriften zur Verhütung derselben nicht nur den Motorfahrzeugführern, sondern allen Strassenbenützern gegenüber strenge und strikte, angewendet werden. Letztere Bestimmung werden die Führer aller Motorfahrzeuge in erster Linie begrüssen, denn eine gewisse Bevorzugung und Besserstellung der Velofahrer, hauptsächlich aber der Füssgänger war bis dato immer noch zn konstatieren, ^ie Interpretation gewisser Paragraphen der Verkehrsordnung selbst durch Polizeiorgaiii ÜniÜ'"'°nöhä*e t3e"rientsiiisl*nzen Vcheint mir dies? Ansichtizucbestätigeifc. ,j-rijc,^. : ,.,^..--^ .• *> Auf diesen Funkt komme ich zu sprechen, weil ich bei Anlass eine« kürzlich, in hiesiger Gegend vorgekommenen Verkehrsunfalles, zu dem ich als behandelnder Arzt gerufen wurde, selber konstatieren konnte, welch gegenteilige Ansichten punkto Auslegung der in Betracht kommenden Vorschrif» ten der Verkehrsordnung sowohl unter den Beteilig-? ten des Unfalls als auch der zur Untersuchung und Aufklärung des «Falles» > zugezogenen Zeugen und Polizeiorgane bestehen. •> Meinen. Betrachtungen liegt folgender Vorfall zugrunde: An einer Straßenkreuzung kam es zu einem Zusammenstoss • zwischen einem Personen^ auto und einem von rechts eine steile Strasse in massigem Tempo herabkommenden Velofahrer. Das Auto stoppte in der Kreuzung der Strassen, immerhin nach der Mitte derselben, also ungefähr in der Fahrbahn des- vofschrlftsgemäss rechts fahrenden Velocipedisten. Der Velofahrer aber, konnte weder rechtzeitig anhalten, noch hatte er genügend Raum und Zeit, vor, dem Auto, vorbeizukommen, sondern er fuhr von rechts in dasselbe hinein. Der Velofahrer wurde dabei • ziemlich" : schwer verletzt und war längere Zeit arbeitsunfähig. Der herbeigerufene Landjäger, der den Tatbestand aufnahm, gab-einen. Bericht.ab in dem Sinne, däss der Velofahrer das Vortrittsrecht hatte, der" Automobilist also der schuldige Teil sei. Da ich anderer Meinung •war und Aufklärung haben wollte,' interpellierte ich den Landjäger, der mir bekundete, dass sie von ihren obern Instanzen die Weisung hätten, dem von rechts kommenden «Fahrzeug» das Vortrittsrecht inzuräumen und die Untersuchung und Rapporte in diesem Sinne vorzunehmen und abzufassen. Merkwürdigerweise entschied auch das Gericht in diesem Sinne zu Gunsten des Velofahrers. In der Kenntnis und richtigen Interpretation der Paragraphen, die vom Vortrittsrecht handeln, scheint sowohl im Publikum als auch bei den massgebenden Polizei- und Richterinstanzen noch Verwirrung und Unklarheit, ja sogar Unkenntnis vorzuherrsehen, wie oben erwähntes Beispiel zeigt. Meiner Ansicht nach rührt diese falsche Interpretation daher, weil im Gesetze, resp. in den Verordnungen oft nur «Fahrzeug» steht. Dies erklärt sich aber daraus, dass statt «Motor- resp. Kraftfahrzeug», wie in den Verordnungen bestimmt wurde, in den folgenden Abschnitten nur mehr «Fahrzeug» geschrieben wurde. Meines Erachtens sind die Bestimmungen klar und eine falsche Ausegun'g und Anwendung derselben sollte nicht vorkommen. Art. 27 des Bundesgesetzes über den Moorfahrzeug- und Fahrradverkehr sagt deutlich: Bei Strassengabelungen und -kreuzungen hat der Führer die Geschwindigkeit seines Fahrzeuges zu massigen xmä einem gleichzeitig von rechts kommenden Motorfahrzeug den Vortritt zu assen. Unter «B. Fahrräder» stellt im Art. 30: Art. 27 dieses Gesetzes gilt sinngeraäss auch für ic Fahrräder, d. h. doch, der Radfahrer hat dem von rechts k o mmehden Velofahr o r den Vortritt zu lassen. Unter «G. Andere Strasseribenützer» steht im Art. 33, 2: Art. 27 dieses Gesetzes gilt siungemäss für Fahrzeuge mit Tierbespannüng, Haudkaren, Zugwagen. Interpretation wie oben. Die Verordnungen sind klar und doch werden sie von den Polizeiorganen, wie anfangs zitierter Fall beweist, falsch angewendet. Wie soll das Publikum so klug werden? Richtige Aufklärung wäre nicht überflüssig. W. H. in IC. Nachsatz der Redaktion. Unser juristischer Mit arbeiter äussert sich hiezu wie folgt: Die vorstehenden Ausführungen sind durchaus richtig. Art. 27 MFG. spricht ausdrücklich vom Vortrittsrecht des von rechts kommenden «Motorfahrzeuges». Wenn in den nachfolgenden Abschnitten des Gesetzes von einer «sinngemässen» Geltung dieses Artikels für Fahrräder und andere Strassenbenützer gesprochen wird, so ist unter «sinngemäss» unmöglich etwas anderes zu verstehen, als die Regelung des Vortrittsrechtes bezüglich der in den einzelnen Abschnitten des MFG. genannten Kategorie von Strassenbenützern (Velos, Handkarren, Reiter usw.) unter sich. _ Das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement vertritt allerdings unerklärlicherweise einen gegenteiligen Standpunkt, den es den Kantonsregierungen mit Rundschreiben vom 27. März 1934 verkündigt hat. Eine ganze Anzahl von Richtern — immerhin nicht alle — glaubten nun, das Rundschreiben des Eidg. Justiz- und Polizeidepartementes sei Evangelium, während es sich ausschliesslich nur um eine unverbindliche — gegen den Motorfahrzeugverkehr gerichtete — Meinungsäusserung einer Amtsstelle handelt, der keinerlei Gesetzeskraft zukommt. Auch die II. Strafkammer des bernischen Obergerichtes hat sich kürzlich — unseres Erachtens durchaus fälschlicherweise — unter Berufung auf das vorerwähnte Rundschreiben, entgegen des nicht misszuverstehenden Gesetzestextes, der Ansicht des Eidg Justiz- und Polizeidepartementes angeschlossen. Zur Erweiterung der Pneuproduktion in der Schweiz. In Nr. 85 der «Automobil-Revue • lese ich «Aus dem Leserkreis» die interessanten Ausführungen betreffend eine neue Pneufabrik in der Schweiz. Gestatten Sie .mir, auch einige Gedanken zu diesem Projekt zu äussern. Zweifellos hat Herr Dr. J. in B. in weitsichtiger Weise das Verhältnis einer neuen Pneufabrik gegenüber der heutigen Marktlage des schweizerischen Pneumarktes erörtert. Es drängt mich aber als langjähriger Händler im Pneugeschäft, von diesem Standpunkte aus zu der Sache Stellung zu nehmen. Jedermann, der den Pneuhandel kennt, weiss, dass seit Jahren ein scharfer Konkurrenzkampf besteht, der zu bereits unerträglichen Auswüchsen geführt hat. Es lässt sich nicht bestreiten, dass diese Zustände nicht nur den Schweizer Markt berühren, sondern in fast allen Ländern auftreten, aber für unsern Markt darf gesagt werden, dass infolge der bis vor kurzem unbedeutenden Inlandproduktion dieser Kampf ein besonderes Gepräge erhalten hat. Ungefähr 20 ausländische Fneumarken teils europäischen, teils amerikanischen Ursprungs haben den Platz an der Sonne zu erringen gesucht. Leider muss gesagt werden, dass sich durch diese übermässige Bearbeitung des Marktes für einzelne Importeure oder Fabrikniederlagen die Unmöglichkeit ergab, genügend solvente Händler resp. Wiederverkäufer als Agenten zu finden. Die Folge davon war, dass wir Händler von unsern eigenen Lieferanten konkurrenziert worden sind. Speziell die Grossabnehmer wie Brauereien, Behörden etc. haben bedauerlicherweise schon lange zu Händlerbedingungen von den meisten Lieferanten, d. h. Importeuren, kaufen können. Die Grossimporteure haben kein aufrichtiges Interesse an der Erhaltung eines gesunden Händlerstandes gezeigt. Heute, wo in allen Branchen der Ruf zum Schütze des selbständigen 'Mittelstandes eirtönt, ist es Mehlig, auch für den Pneuhandel laut um Hilfe zu rufen, handle es, sich dabei nun um Garagen, die den Pneuhandel als einen Zweig ihres Geschäftes betreiben, oder seien es Vulkanisieranstalten, die denselben als Spezialität besorgen. Alle leiden unter der Ueberfüllung des Marktes. Trotz der heute 70 Prozent billigeren Preise gegenüber 1913 und der zehnfachen Lebensdauer der Reifen ist Preisunterbietung an der Tagesordnung. Viele Bestrebungen seriöser Händler und der Verbände haben nur wenig Besserung gebracht. Die Kontingentierung der Einfuhr hat nur einen Ausgleich geschaffen für die inzwischen wesentliche Steigerung der Schweizer Produktion. Eine zweite Pneufabrik, die, wie Herr .Dr. J. ganz richtig sagt, unmöglich auf Rendite rechnen kann, also wahrscheinlich aus Prestigegründen handelt, würde bald einer dritten und später weiteren Gründungen rufen. E« ist nicht auszudenken, wohin es führen wird, wenn dem Anfang nicht gewehrt wird. Wir leben in aussergewöhnlichen Zeiten, und es ist bedauerlich, wenn scheinbar neue Existenzmöglichkeiten nur durch Ruin anderer Existenzen entstehen können. Es wird soviel von Planwirtschaft und Produktionskontrolle geschrieben. Jeder im Wirtschaftskampfe stehende Mensch sieht heute die Notwendigkeit irgendwelcher Massnahmen ein, welche die Krisis der Ueberproduktion bekämpfen helfen, wobei keineswegs notwendig ist, dass die Preise gesteigert werden sollen. Auch ich schliesse mich der Hoffnung von Herrn Dr. J. an, dass es möglich sein wird, in der Trage von Neugründungen der Pneuproduktion auf 'e-sunder Grundlage zu Entschlüssen zu kommen. Z. A. C. S. SEKTION AARGAU. Auszeichnung von Berufschauffeuren. Dieso neue Institution unserer Sektion bezweckt die Hebung des Standes CICT Berufschaufeure. Für Dienstleistungen von mindestens 5 Jahren werden Auszeichnungen in der Form von Knopflochabzeiehen, Ehrenurkunden und Taschenausweißen verliehen. Nachdom vergangenen Jahres erstmals 83 Chauffeure dieser Vergünstigung teilhaftig geworden sind, werden diese Auszeichnungen zum zweiten Male vergeben. Die Frist zur Anmeldung gebt am 10. November zu Ende. Die Verleihung der Auszeichnungen erfolgt auf Weihnachten 934. Gesuche um Verleihung dieser Auszeichnun- ;en können bei unserem Sekretariate in Aarau eingereicht werden, wo auch die Reglemente zu beziehen sind. Schon früher prämiierte Chauffeure, die nunmehr Anrecht auf die nächsthöhere Auszeichnung haben, werden diese ebenfalls auf Weihnachton erhalten. Die Abgabe der Auszeichnungen erfolgt vollständig kostenlos. Martini-Ball. Wir möchten unsere Mitglieder rneut auf den am 17 November nächstbin in den Räumen des Kursaal-Kasino Baden stattfindenden Martini-Ball aufmerksam machen. Eine spezielle Einladung folgt dieser Tage. T. C. S. Autosektion Aargau« Familienabend der Untersektion Wiagertal. Liabe 31ubkarneraden und Gönner unserer Sektion! Samsag-, den 3. November feiert die Unterscktion Wiggertal im schönen Saale zur Krone in Aiirburg -den fersten Faaiilienabend. Dazu sind auch die Mitglieder der Miitlerseklion aufs herzlichste eingeladen. Wir möchten unsere Mitglieder bitten, recht aus« giebig von dieser Einladung Gebrauch zu machen. Die Unterhaltungskommiesion hat sich alle Mühe gegeben, d«n Besuchern etwas Gediegenes zu bieten- Das reichhaltige Unterhaltungsprogramm weist verschiedene interessante musikalische und humoristische Einlagen auf. Die Unterhaltung beginnt um 8.30 Uhr. Clubkameraden, reserviert" euch diesen Abend für Aarburjr! Der Vorstand. Autosektion St. Gallen-Appenzell. Clubabend. Der Vorstand erlässt. an seine Clubmitg-lieder und ihre Familienangehörigen die Einladung zur Teilnahme an der diesjährigen Jahresfeier, welche Samstag, den 17. November 1934 in sämtlichen Räumen der Tonhalle St. Gallens stattfindet. Beginn: 20 Uhr. Nachdem die Teilnehmerzahl des letztjährigen Anlasses sich wieder stark erhöhte, «ah sich der Vorstand genötigt, für den diesjährigen Clubabend die grössten vorhandenen Gesellscnaftsräume St. Gallens zu sichern. Ein aueerwähltes Unterhalttingsprograimn. welches am laufenden Band zur Abwicklung gelangt, wird für die richtige Stimmung sorgen. Zweifellös sind für den diesjährigen Touringball alle Vorsorgen getroffen worden, um den noch eo zahlreichen Teilnehmern, einen genussreichen Abend bieten zu können. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Zur Berichtigung betr. Sehreibfehler in der « A.-R.» Nr. 87. Unsere ordentliche Monatsversammlung findet Mittwoch, den 7. November, abends 20.15 Uhr, im Du Pont etatt und bitten unsere Aktiv-, Frei-, Ehren- und Passivmitglieder, an dieser Versammlung pünktlich und vollzäliüe zu erscheinen. Veranstaltungen. Der Automobil-Salon von New York, der am 5. Januar 1935 seine Pforten im Grand Central Palace öffnet, wird von 25 Fabriken für Personenwagen beschickt sein. Dazu stellen 5 Lastwagen- Produzenten ihre neuen Modelle aus. Die grosse Sensation für die Stadt ist die erstmalige Beteiligung von Ford an der Ausstellung, der seit 25 Jahren den gemeinsamen Veranstaltungen der Vereinigung amerikanischer Automobilfabrikanten fern geblieben war. Da die Durchführung des Salons nunmehr in den Händen der Automobil-Händler- Organiaation liegt, hat sichTord zur Teilnahme entschlossen. Eine weitere Besonderheit ist die, dass sämtliche ausgestellten Wagen mit Sicherheitsglas ausgerüstet sein werden, da die gesetzliche Vorschrift ab 1. Januar 1035 in Kraft tritt, wonach alle nach diesem Datum fabrizierten Wagen restlos mit diesem Spezialglas versehen sein müssen. Folgende Marken werden ihre neuen Modelle am Salon ausstellen: Auburn, Buick, Cadillac, Chevrolet, Chrysler, De Soto, Duesenberg. Dodgo, Ford, Graham- Paige, Hudson, Hupmobile, Lafayette, La Salle, Lincoln, Nash, Oldsmobilc, Packard, Pierce-ArTow, Plymouth, Pontiac, Reo, Studebaker, Terraplane- Eesex und Willys-Overland. Dazu kommen Lastwagen folgender Fabriken; Chevrolet, Dodge, Ford, Reo und Terraplane-Esscs. Unerlaubte Ausstellung in Zürich. Die schweizerische Syndikalkammer der Automobilindustrie erlässt folgende Warnung: Wie uns mitgeteilt wird, besteht die Absicht, am 4. November in Zürich eine Ausstellung für Automobile bie 10 Steuer-PS durchzuführen Da für diese Veranstaltung keinerlei Bewilligung eingeholt wurde, ist die Ausstellung nicht statthaft. Die Vertreter, welche sich trotz dieser Warnung zu einer Beteiligung entschliessen würden, müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass die von ihnen vertretenen Marken sich dadurch Sanktionen von internationaler Tragweite aussetzen. Diese könnten sogar den Ausschluss der betreffenden Automarke von sämtlichen internationalen Automobilausstelluagen, welche in Ländern organisiert werden, die dem ständigen internationalen Bureau der Automobilkonstrukteure angehören, nach sich ziehen. obil^rt NeugrDndung: Garage Metropol A.-G., Zürich. Unter dieser Firma wurde eine Aktien-Gesellschaft mit einem Kapital von 60.000 Franken gegründet. Ihr Zweck ist der Betrieb der Garage Metropol, der Handel in Automobilen und Ersatzfeilen sowie der Betrieb einer Reparaturwerkstätte. Einziger Verwaltungsrat mit Einzelunterschrift ist Einest Zahnd, Kaufmann in Zürich. Geschäftsdomizil: Utoquui. Garage des Sports S. A„ Genf. Unter dieser Firma wurde eine Aktien-Gesellschaft mit einem Kapital von 10.000 Fr. gegründet. Zweck der Unternehmung ist der Betrieb einer Garage und Reparatur-Werkstätte sowie der Handel in Automobilen und Zubehör. Einziger Verwaltung,srat mit Einzelunterschrift ist Frl. G. de Siebenthal, Genf. Domizil: Rue de Lyon. Personelles. «Kemag», Konstruktion und Mechanik, Auto* garage Jura AG. Bern. U. Bahner ist aus dem V.-R. ausgeschieden und dessen Unterschrift erloschen. Neu in den V -R. wurde 0. Hug, Kaufmann, bisher Direktor, gewählt. Präsident des V.-R. igt J Cortat. Die Prokura des S. Schmidt ist erloschen. Firmenänderung. Albert Flury, Autogarage, Dornach. Inhaber der Firma ist Albert Flury, Dornach. Die Firma übernimmt Aktiven und Passiven der erloschenen Firma Wwe. E. Flury & Sohn. Zweck der Unternehmung der Betrieb einer Autogarage und Reparaturwerkstätte, sowie der Autohamlcl. Domizil: Bahnhofstrasse. Johann Frauenknecht, Autoabbruch, St. Gallen. Der Inhaber dieser Firma, welcher bisher den Handel in lindern und Knochen betrieb, meldet als jetzige Natur des Geschäftes den Autoabbruch. Domizil: AHwinkelnstrasse. Firmenlöschung. Walter Gisler, Autopolitur, Winterthur. Die Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht. R. Bron, «Vulcana», Vulkanisieranstalt, Vevsy- Die Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht Einstellung des Konkursverfahrens. W. Gisler-Theiler, Autopolierwerkstätte, Veitheim. Das mit Verfügung vom 11 Oktober eröffnete Konkursverfahren ist am 16. Oktober mangels Aktiven wiederum eingestellt worden. Verantwortliche Redaktion : Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys (Militärdienst). — Dr. E. Waldmeyer. — M. Bolliger. Telephon Jcr Redaktion: 28 222 (Hallwag) Ausserhalb der Geschäftszeit: 23.295.