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E_1934_Zeitung_Nr.093

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LUFTFAHR Eröffnung des

LUFTFAHR Eröffnung des Pariser Luftfahrt-Salons. Heute, Freitag, wurde um 10 Uhr durch M. Lebrun, den Präsidenten der französischen Republik, der 14. Pariser Luftfahrtsalon eröffnet. Die Ausstellung dauert bis zum 2. Dezember. Mit Erzeugnissen aus Frankreich, Deutschland, England, Italien, Polen, der Tschechoslowakei, Russland und Amerika hat sie einen ausgesprochen internationalen Charakter. Alle Gebiete der Luftfahrt, die Militärfliegerei, das Luftverkehrs- und Sportflugwesen, wie auch der Ballonflug sind dabei diesmal besonders reich beschickt. Daneben werden zahlreiche Sensationen geboten, unter andern das Macchi-Castoldi-Rennflugzeug mit 2800-PS-Fiat-Motor, mit dem Agello kürzlich den neuen Höchstgeschwindigkeits-Weltrekord aufgestellt hat. Das « Grand Palais des Champs Elysees » präsentiert sich in der gleichen Aufmachung wie anlässlich der Autoschau. Trotz seiner riesigen Dimensionen vermag es einige der grössten Flugzeuge nur knapp zu fassen. Die Vorbereitungen waren eine Attraktion für sich. In mehreren Fällen schien es fast unmöglich, die Einzelteile der grossen Vögel in die Halle hineinzubringen, in der es-tagelang aussah, wie in einer Flugzeugfabrik. Auf die wichtigeren Ausstellungsobjekte werden wir in der nächsten Nummer noch ausführlich zu sprechen kommen. -th- Wettbewerb zur Erhöhung der Sicherheit von Touristikflugzeugen. Im Jahre 1927 wurde durch die Daniel-Guggenheim-Stiftung ein Wettbewerb ausgeschrieben, durch den das sicherste Touristikflugzeug ermittelt werden sollte. Den ersten Preis erzielte damals ein Curtiss Tanager, der sich hauptsächlich durch gute Landeeigenschaften hervortat. Gleich hinter dem Sieger qualifizierte sich ein de Havillandflugzeug. Das amerikanische Handelsdepartement hat nun die Bedingungen für einen ähnlichen Wettbewerb herausgegeben, der ebenfalls wieder der Sicherung der Touristik-Luftfahrt dienen soll. Verlangt wird eine Mindestgeschwindigkeit von 176 km/St, eine Steigehöhe von 10,5 m nach einem Start von 240 m Länge; der Stillstand des Apparates innerhalb einer Aus- Wann kommen die künstlichen Atlantik- Inseln ? Während ohne grosses Aufsehen im Verlauf der letzten zwei Jahre durch den Zeppelindienst, die Deutsche Lufthansa und die Air France das Problem -der Luftverkehrsverbindung Europa-Südamerika praktisch gelöst worden ist, gibt die noch wichtigere Transatlantikflugveribindung Europa- Nordamerika immer noch viel zu sprechen. Ueber kurz oder lang werden zwar auch laufstrecke von 120 m, nachdem ein 10,5hier die Pläne verwirklicht werden. Erst vor Meter hohes Hindernis im Wagrechtflug kurzem äusserte sich Dr. Eckener wieder in überflogen worden ist, und eine Auslaufstrecke von höchstens 45 m bei einer Anpelinverbindung. Wie bekannt, denkt er an Washington über die Möglichkeit einer Zepfangsgeschwindigkeit von 72 km/St. Ausserdem soll das Flugzeug bei einer Geschwinnen zwei in Deutschland und zwei in Ame- einen Betrieb mit vier Luftschiffen, von dedigkeit von 56 km/St, noch sicher steuerbar rika gebaut würden. Die Verwirklichung dieses Projektes scheint nahe bevorzustehen. sein. Diese Bedingungen entsprechen im allgemeinen denj engen des Guggenheim-Wettbe- dabei aber durchaus nicht undurchführbar, Vorläufig immer noch weit sensationeller, werbs und dürften von manchen modernen ist daneben der schon viele Jahre zurückliegende Plan der Erschaffung künstlicher In- Typen unschwer zu erfüllen sein. Sie setzen allerdings voraus, dass verhältnismässig nie- seln im Nordatlantik. Ueber die Aussichten drige Flächenbelastungen oder dann Landeklappen oder Spaltflügel verwendet werden.! französische Flugzeugkonstrukteur Bleriot dieses Projektes hat- sich erst unlängst der Die Begünstigung niedriger Flächenbelastungen beim Touristikflugzeug ist sehr wohl am dass dieses vom Amerikaner Armstrong her- neu ausgesprochen. B16riot ist überzeugt, Platz, obschon man gegenwärtig gerade bei rührende Projekt sowohl finanziell wie technisch schon heute ohne weiteres realisierbar den modernsten Verkehrsflugzeugen immer grössere Flächenbelastungen zulässt oder wäre, dass es jedenfalls für einen Transatlantikverkehr mit Luftfahrzeugen « schwerer gar angestrebt. Dem Verkehrsflugzeug stehen grosse Landungsplätze zur Verfügung und als Luft» die beste Lösung darstellt. Vorläufig würden dabei vier schwimmende In- sein Pilot hat grosse Erfahrung, so dass man hier hohe Landegeschwindigkeiten viel eher seln von je 90 m Breite und 400 m Länge in in Kauf nehmen kann als beim Touristikflugzeug, das auch auf kleinen Plätzen nie- im Nordatlantik verankert. Die Insel-Platt- gleichmässigen Abständen von etwa 1000 km dergehen können soll und vielfach von wenig formen liegen 30 m über dem Wasser und geübten Piloten geführt wird. werden durch eine Anzahl Hohlzylinder getragen, die 60 m unter den Wasserspiegel Eine besonders interessante Bedingung des neuen Wettbewerbes ist übrigens noch die, herabreichen und infolge dieses ihres grossen dass sich die Maschine schon durch ausschliessliche Anwendung, der Querruder in wegter See eine ruhige Lage verbürgen. Mit Tiefganges der Plattform auch bei stark be- Links- und Rechtskurven legen lassen soll,, den modernen schnellen Maschinen könnten ohne dass sie Neigung zum Abrutschen zeigt die Entfernungen zwischen den Inseln in etwa 3 Stunden durchflogen werden. Da nur oder nachher schwierig wieder aufzurichten ist. Die Querneigung der Maschine muss wenig Brennstoff dazu benötigt, die Tragfähigkeit der Flugzeuge also dabei bis 20 Grad betragen können. Damit hauptsächlich die Bedingung erfüllt wird, muss in manchen Fällen von den bisherigen Querruder- Anordnungen abgegangen werden. Sehr, oft ist heute die Einleitung der Kurve lediglich mit Hilfe des Quersteuers nicht möglich, die Maschine reagiert im Gegenteil nicht selten auf eine Querneigung nach der einen Seite mit einer Richtungsabweichung nach der andern Seite. Technisch ist jedoch die Bedingung ohne weiteres erfüllbar. -s. ilL-EEVUE 1934 mit zahlender Last ausgenützt würde, müsste die Rentabilität trotz der Anlagekosten der Inseln höher ausfallen als beim Einsatz von Maschinen, die ohne Zwischenhalt von Küste zu Küste fliegen, dabei aber auf Kosten der zahlenden Last ungleich viel mehr Brennstoff mitzuführen gezwungen sind. Die Kosten für die Anlagen einer der Inseln gibt Bleriot mit etwa 20 Millionen Fr. an. Bei einem Passagepreis von etwa 1000 Fr. rechnet er mit 80 Passagieren pro Tag, während die Frachtgebühren jährlich etwa 16 Millionen einbringen würden. Nach Bleriot bestehen in den verschiedenen europäischen Ländern, besonders in England, schon starke Interessengruppen für die Verwirklichung dieser Pläne. -s. Ein Nebel-Messgerät. Der bekannte deutsche Physiker Prof. Karolus hat ein Gerät zum Messen der Nebeldichte entwickelt, von dessen Anwendung man sich eine wertvolle Steigerung der Sicherheit im Luftverkehr verspricht. Das Gerät besteht im grossen ganzen von der Lichtquelle als Sender, einer Photozelle als Empfänger und einem hochempfindlichen Elektroskop. Jeder noch so dünne, zwischen dem Sender und Empfänger liegende Nebel bewirkt eine Abschwächung der anf der Photozelle auf treffenden Lichtintensität, was am Elektroskop in einer Abnahme der Spannung registriert wird. Aus der Angabe des Elektroskopes soll der Pilot wertvolle Schlüsse ziehen können. «Graf Zeppelin» hat seinen regelmäSsigen Flugverkehrsdienst Europa-Südamerika für dieses Jahr eingestellt. Im nächsten Monat soll nun noch eine Sonderfahrt nach Brasilien durchgeführt werden, hauptsächlich mit Rücksicht auf die grossen Postmengen, die man zur Beförderung um die Weihnachtszeit erwartet. Der Südamerikadienst des Luftschiffes hat auch während der verflossenen Saison wieder glänzend rentiert. Das Luftschiff L. Z. 129 anfangs 1935 flugklar. Nach Aeusserungen von Dr. Eckener soll das neue Luftschiff L. Z. 129 der Zeppelinwerft im Februar des kommenden Jahres fertig werden. Es wird dann voraussichtlich noch im gleichen Jahr einen grossen Forschungsraid über Brasilien ausführen, wobei man unter anderm Spuren des verschollenen Forschers Fawcett zu finden hofft. Die Organisation dieser Forschungsfahrt liegt in den Händen von Prof. Paul Vaeler, der sich bereits in Rio de Janeiro befindet. -y- Budietf *«s* No 93 Hauptmann Haupt-Heydemarck : « Flicgerabteilung 17». 147 Seiten, 32 Abbildungen nach Photos, 25 Federzeichnungen, 6 Faksimiles, 2 Karten, mehrfarbiges Umsohlagbild. Kartoniert RM. 2.85; Lein wand RM. 3.75. Freiheitsverlag. Berlin. - Der Verfasser (dessen Werk « Flieger im We-" sten » schon im 112. Tausend und in 5 fremdsprachigen Ausgaben vorliegt) schildert in diesem neuen Tatsachenbericht die Kameradschaft von 6 Flugzeug-Besatzungen an der Westfront. Man glaubt oft selbst in der « Kisto » zu sitzen und in fiebernder Spannung »lies mitzuerleben • Glück und Not, Sieg und Niederlage, Gefangenschaft und Flucht. Der soldatisch knappe Stil vermeidet Schönrednerei und passt sich dem Tempo das Geschehens gut an. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Ein Buch für alle Jungen zwischen 14 und 40. f?mrtf b nnan NEUHEIT für Last- und Lieferungswagen Tonverstärker „TRANSVOX" meldet dem Wagenführer in unüberhörbarer Weise, auch bei grösstem Lärm des Motors, alle von hinten gegebenen Signale, vereinfacht das Vorfahren und erhöht die Verkehrssicherheit. — Iri Italien und Frankreich gesetzlich vorgeschrieben. — Verlangen Sie nähere Auskunft beim General-Vertrieb: J. Bebie's Erben, Wetzikon-Zch., Tel. 978.267 Verstärker Zu verkaufen DODGE Senior Limousine, 1929, prima Zustand. Preis Fr. 2000.—. Anfragen unter Chiffre 65363 an die Automobil-Revue, Bern, oder Teleph. 914.529, Zürich. 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N»93 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Internationale Benzolkonferenz. Anlässlich der 7. Sitzung der internationalen Konferenz der Benzolerzeuger in München, an der Grossbritannien, Australien, Belgien, die Tschechoslowakei, Frankreich, Deutschland, die Niederlande, Polen, das Saargebiet und Spanien vertreten waren, wurde besonders dem Studium des Motorbenzols grösste Beachtung entgegengebracht. Die Eigenschaften des Motorbenzols waren Gegenstand eifriger Erörterungen, -wobei besonders die Oiite und sejne Klopffestigkeit im Vordergrund standen. Aber auch Erläuterungen in Be?ug auf Erzeugung, Raffination und Verteilung von Benzol wurden von den entsprechenden Konferenzausschüssen eifrig diskutiert. Dass in diesem Zusammenhang, auch die Benzinfrage und diejenige der Beimischung von Alkohol zum Benzin eine entsprechende Behandlung erfuhr, dürfte auf der Hand liegen. Besondere Aufmerksamkeit wurde dem Inhibitorverfahren entgegengebracht, wobei es sich um ein neues englisches Verfahren handelt, das Interessenten auf dem Lizenzwege angeboten wird. et Kritik der französischen Kohlenhydrlerungs. plane. Bekanntlich werden zurzeit in Frankreich zwei grosse Anlagen errichtet zwecks praktischer Durchführung der Kohlehydrierung. Dass es sich dabei um gewaltige Unternehmungen handelt, geht aus einem voraussichtlichen Kostenaufwand von 83 Milt. francs hervor, wobei der Staat allein 75 Mill. frs. beizusteuern hat. An diesen Plänen wird nun seitens einiger französischer Blätter scharfe Kritik geübt, weil es als nicht angebracht erscheine, öffentliche Mittel in so kostspieligen Experimenten zur Herstellung eines Treibstoffes zu investieren, der mit den natürlichen Benzinpreisen nicht konkurrieren könne. Vor kurzem hat auch die « Repu- J)lique» in einem Artikel zu den Projekten tellung genommen, wobei der Verfasser zum 4#chluss kommt, dass besonders in Deutschland und Grossbritannien auf dem Gebiete der Benzinsynthese ungeheure Anstrengungen unternommen worden seien, das Ergebnis aber zu wünschen übrig lasse. Speziell wird die finanzielle Seite der synthetischen Benzinproduktion hervorgehoben, denn bis heute habe man noch nicht zur Genüge darauf hingewiesen, wie die Kosten des synthetischen Benzins, die mindestens mit 1.20 franz. Fr. pro Liter beziffert werden, zu denjenigen der natürlichen Erzeugung stehen. Wenn es auch gelingen werde, diesen Preis herabzusetzen, so müssten doch die Selbstkosten des künstlichen Benzins im Vergleich zum Naturprodukt von 21 Cts. pro Liter als prohibitiv bezeichnet werden. Bei diesem Vergleich wird die Frage gestellt, ob es unter diesen Urnständen nötig sei, in ein so kostspieliges Unternehmen derart hohe Staatsgelder zu stecken. Die Meinungen mögen geteilt sein, aber im Hinblick auf die Bedeutung der Raffinationsindustrie, die Frankreich besitzt, und auf den unaufhaltsamen technischen Fortschritt, der einen dauernden Wapdel in der Verwendung von Treibstoffen zur Folge hat, und in Berücksichtigung der Möglichkeiten der Elektrizitätsverwendung tomobilisten an direkten und indirekten Steu- für ihre Wagen 1138 Mill. Dollar ent- und der sonstigen Hilfsquellen, die die Che-ermie noch in ihrem Schoss birgt, scheine es, richtet oder den achten Teil der gesamten Pools werden die bedeutenderen Gesellschaften ihren Benzinkauf nunmehr auf ein ge- als ob ein Abstand von diesen Plänen dem Lande grösseren Nutzen gebracht hätte. Aufbau einer rumänischen Automobilindustrie? Auch Rumänien verzeichnet eine von Jahr zu Jahr zunehmende Motorisierung des Strassenverkehrs. Neben den Privatkäufern stellen aber auch die rumänischen Staatsbahnen einen Grossinteressenten dar, der wird auf 1,35 Milliarden Dollar geschätzt. 23,827,290 Automobile aller Art beleben die mit einer Art Transportmonopol auf demStrassen der Union, was 12 % des Weltbe- Gebiete des Güterverkehrs einen erheblichen Lastwagenbedarf aufweist. Rumänische Industrielle wie ausländische Automobilfabriken bekunden schon seit längerer Zeit ein erhebliches Interesse am Aufbau einer eigenen Automobilindustrie. Zurzeit sind der rumänischen Regierung zwei Angebote eingereicht worden, und zwar einerseits von den Citroen- und Renault-Werken, und anderseits von der Ford- und General-Motors-Gruppe. Die rumänische Regierung überprüft gegenwärtig diese Gemeinschaftsprojekte eingehend und wird demnächst das Ergebnis ihrer Untersuchungen bekanntgeben. Spanisches Petroleummonopol. Der spanische Ministerpräsident hat vor kurzem eine Verordnung erlassen, die die Errichtung eines staatlichen Petroleummonopols vorsieht. Von der Neuregelung werden sämtliche flüssigen Brennstoffe erfasst, die von spanischen Unternehmungen erzeugt werden, und zwar sowohl natürliche wie auch synthetische Produkte, ferner Schmieröl, Oelderivate und Benzin. Zurzeit werden in Spanien grössere Projekte und Treibstoffgewinnung auf dem Wege der Kohlenverflüssigung diskutiert. Wie in Frankreich, Deutschland und Grossbritannien stehen diese Be- strebungen unter dem Zeichen des zurückgehenden Absatzes der Steinkohlenzechen. Parallel damit dürfte eine Preisregelung einhergehen, da man die Möglichkeit ausschliessen will, dass eine eventuelle Eigenproduktion in dem heute von der Einfuhr abhängigen Lande in die Hände ausländischen Kapitals gerät. Wie in Frankreich steht auch in Spanien das gesamte Projekt Erweiterung der amerikanischen Benzinpools. Der amerikanische Oeladministrator hat der geplanten Erweiterung des bisher auf die Gebiete Osttexas beschränkt gewesenen Tätigkeitsbereiches des Benzinpools auf das ganze, östlich der Rocky-Mountains gelegene Gebiet zugestimmt. Mit dieser Ausdehnung, die in der Praxis auf eine Preisgabe der Antitrustgesetze herausläuft, im engsten Zusammenhang mit dem Pro-solblem der Landesverteidigung. a lands- und Exportmärkte angestrebt, vor die Stützung der amerikanischen In- Die Macht des Automobils. In Europa kann allem ein nochmaliger Zusammenbruch der man sich nur schwer einen Begriff von der Rohölpreise, der in absehbarer Zeit erwartet worden sei, verhütet werden. Gleichzei- Verbreitung und der Bedeutung des Automobils jm amerikanischen Wirtschaftsleben tig ist beabsichtigt, die illegale Rohölförderung, der man durch den Code nicht bei- machen. 1933 haben die amerikanischen Aukommen konnte, mit allen Mitteln zu bekämpfen. Gestützt auf die Abmachungen des Staatseinnahmen. Der Verbrauch der amerikanischen Automobilindustrie an Rohstoffen wie Metallen, Oelen, Leder, Baumwolle, Holz usw. geht ins enorme. Ueber 10 % der amerikanischen Arbeitnehmer werden von der Automobilindustrie beschäftigt. Das in diesem Industriezweig investierte Kapital standes ausmacht. Allein in der Stadt New York laufen mehr Automobile als in ganz Deutschland zusammen, nämlich 779,436 Wagen. Für einen reibungslosen Ueberlandverkehr stehen rund 5 Mill. km von guten Automobilstrassen zur Verfügung. Zunahme des amerikanischen Kautschukverbrauchs. In den ersten 9 Monaten 1934 stellt sich der Rohguimmiverbrauch der Vereinigten Staaten auf rund 350,000 (316,000) t. In Fachkreisen schätzt man den Gesamtjahresverbrauch an Kautschtik auf etwa 450,000 waltiges Areal ausdehnen, das die Hauptge-r biete der Produktion und des Absatzes in den Vereinigten Staaten umfasst. Im ersten Monat sollen 17 Millionen Barrels Benzin aufgekauft und eingelagert werden. Man glaubt, in den darauf folgenden Monaten den Ankauf auf rund 1,25 Millionen Barrels beschränken zu können, in der Meinung, dass die Jetzt den Markt irritierenden Angebote verschwunden sein werden. Als Gegenleistung wird den kleinern Raffinerien die Verpflichtung aifferlegt, vom Ankauf illegalen Rohöls Abstand zu nehmen, oder selbst Rohöl über die Quote hinaus zu fördern, um daraus Benzin zu gewinnen. Als weitere Bedingung wird die genaue Einhaltung der Codevorschriften verlangt, bereitwillig Auskünfte zu erteilen und etwaige behördliche Kontrollen zu erlauben. Im weitern verlautet, dass die Tätigkeit des Pools auch auf andere Produkte ausgedehnt werden soll, worüber jedoch die Meinungen stark diffe- gegenüber 406,000 t. im Jahre 1933 und rieren. Unzweifelhaft hat aber schon das Kontrollprogramm für den Benzinmarkt einen günstigen Einfluss auf den Markt ausgeübt. In erster Linie haben am Golf die 332,000 t. im Jahre 1932. Die Belebung des Kautschukmarktes dürfte zum wesentlichen Teil auf dem durch den Aufschwung der Automobilprodu'ktion ermöglichten Mehrabsatz von Automobilbereifungen zurückzuführen sein. Die Gummibereifungsindustrie hatte allein in Verbindung mit dem Absatz fabrikneuer Inlandsautomobile in den ersten drei Quartalen des laufenden Jahres gegenüber der vorjährigen Parallelperiode an Pneus und Schläuchen einen Mehrabsatz von etwa je 3,5 Millionen Stück zu verzeichnen und einen solchen von 6V± Millionen Stück im Vergleich zu den ersten 9 Monaten des Jahres 1932. Exportmärkte durch die Benzinkäufe des Pools eine fühlbare Unterstützung erfahren, die eine wesentliche Vorbedingung für die neueste Befestigung der Exportpreise war. Allerdings steht die Frage noch auf einem andern Blatt geschrieben, ob der Pool im Stande sein wird, die Bereinigung der Märkte grundlegend durchzuführen und ob er nicht vielmehr dazu beitragen wird, die Lösung des gesamten Produktionsprogrammes zu erschweren. « Auto-Spenglerei i. SCHEIWILLER, ZÜRICH Badenerstr. 292 Tel. 56.515 1OO Fr. qfBelohnung demjenigen, der jungem, tüchtigem Auto-Mechaniker welcher die Lehre als Mechaniker machte, zu einer Dauerwelle verhilft. — Offerten unter Chiffre D 38 088 U. an Publiciias, Luzern. 65442 Chauffeur Für unsore seit Jahren fabrizierten täglichen Verbrauchsartikel suchen wir noch für einige Kantone junger, tüchtiger, zuverlässiger Fahrer, auf Kip- je einen tüchtigen ** i ' il per geübt, J^F* sucht per Kantonsvertreter sofort oder auf 1. Dezbr. gegen Fixum u. sehr hohe Stelle, ev. auch auf Lu-Umsatzprovxuswagen. Prima Zeugralabonnement. Eintritt sowie Genenfsse vorhanden. Rofort möglich. 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