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E_1934_Zeitung_Nr.092

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16 AUTOMOBIL-REVUE

16 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - No 92 Anblick, den die Gegend um Verdun bietet, ist tatsächlich noch trostlos. Leider sind nur allzu viele Spuren noch zu sehen von dem furchtbaren Ringen vor zwanzig Jahren. Aufgewühlte Felder, abgemähte Wälder, zerschossene Dörfer, alles das bietet noch fast das gleiche Bild, wie es vom Weltkrieg hinterlassen wurde. Als Routenkarte für die Schweiz und Frankreich empfehle ich Ihnen die doppelseitig bedruckte Frankreich-Karte des Hallwag-Verlages, Bern, und fei'ner den Automobilführer Frankreich, vom selben Verlag heraussegeben. In diesem finden Sie auch eine eingehende Beschreibung des ehemaligen Kiiegsgebietes um Verdun. Büchertisch Die Majorin. Erzählung von Ernst Wiechert. 220 Seiten. Albert Langen—Georg Müller-Verlag, München. — Der Verfasser des zur Zeit in unserm Feuilleton laufenden Romans «Die Magd des Jürgen Doskocil» legt seinem grossen Leserkreis mit der Erzählung «Die Majorin» ein neues, reifes Werk vor. Es bestätigt, was wir seinerzeit in der Einleitung im Feuilleton schrieben. Wiechert überwindet das Chaos und die innern Wirren der Gegenwart mit der Kraft einer grossen, liebesbereiten Seele. Seine Bücher sind nicht intellektuell ereonnen, sondern in eine grosse, umfassende Gefühlswelt eingebettet, die sich mit den Kräften d«r Natur, des Blutes verbunden weiss. Darum ist dieses neue Buch 'viel mehr innerlich erlebtp Dichtung als bewusst gestalteter Roman. In Wiechert •dürfte das Dritte Reich einen seiner edelsten Dichter gefunden haben, der das Lob der Heimat und die Verbundenheit von Blut und Boden mit überragender dichterischen Kraft gestaltet. Der Sang von diesen zwei Menschen, der Frau Majorin und des "heinnrekehrten Kriegers, der den Weg zurück erst nach zwanzig grauenvollen Jahren wieder fand, in denen sich sein Herz und Geist verhärtet und versteint haben, ist so schwermütig und traurig, wie die Oefle der ostpreiissischen Moore, die geheimnisvolle Dunkelheit der Wälder, das Sr'hwarzblnu des Waldsees, an dem sich der Mann als Jäner heimisch nicderlässt. und die We'te und Verlorenheit der Felder und Wiesen. Wiechert stammt selbst aus der ostpreussischen' Hpide, mit ihm fand ein Abkömmling eines alten Försterge- 6chlechtps den Weg aus dem Bereich unermesslicher Wälder mit vielen Tieren und wenig Menschen in die Oeffentlichkeit des dichterischen Wirkens. In seinem neuen Werke ist die TTnrube wildschlagender Herzen und die grosse Stille der ewigen Heimat eingefangen. Das Blut rauscht hörbar durch die Adern, wenn der Flötenruf de« Brachvogels in den ungeheuren Himmels^rand der Abendwolken fällt. Die Schicksale der Menschen, tiefinnerlichst orfasst, wachsen nach den gleichen Gesetzen wie die Blumen, der Wald und der Weizen. Wer dieses Buch liest, hört seinen eigenen Herzschlag wieder, auf den er atemlos lauschen muss. Wiecherts Sprache macht das Unsagbare und Drang. Von besonderem Interesse ist der Teil sagbar, und ist von einer Sauberkeit und Grosse, des Buches, der den Aufstieg des jugendlichen die das Buch zum edlen Kunstwerk erheben. Man Stammesfürsten Achmet Zogu zum Führer und höre, wie diese Erzählung endet; «Erst als sieKönig seiner Nation schildert und den Aufbau des die Pappeln schon erkennen kann über dem Hof, neuen Staates unter seiner Führung behandelt. die wie lautlose Fontänen stehen, Silber und Wer ein Land zu schätzen weiss, das den Vorzug hat, heute noch abseits der grossen Touristen- Schwärze um die weissen Schäfte, bleibt sie am Weidegarten stehen und pfeifft leise nach ihrem karawanenstrassen zu liegen, das Naturschönheiten verschiedenster Art, interessante Altertnnns- Pferd. Und dann steht sie eine Weile, wie der Jäger gestanden hat, die. Arme um den Hals des denkmäler, Städtebilder von morgenländischem Tieres. Aber sie hat ihre Stirn nicht verborgen unter der dunklen Mähne, sondern nur ihre Wange an den Hals des Pferrles gelegt, und so sehen sie beide hinaus, wo der Mond nun über den Wäldern steht. > bo. Albanien von heute. Von Stephan Ronart. Verlag: Pays et Peuples, Wien. — Noch vor wenigen Jahren war Albanien ein Land, das den Autotouristen wenig interessierte. Aber im letzten Jahrzehnt haben sich in diesem Lande grundlegende Umwandlungen abgespielt. Das junge Königreich hat mit überraschendem Tempo in vielen Dingen seinen Anschluss an die fortgeschrittenen Zustände Europas gefunden. letzten Jahren dieses Land besucht haben, stellen übereinstimemnd fest, dass die öffentliche Sicherheit in keinem Lande Europas grösser ist als in Albanien. Neue Strasen. die für den Automobilverkehr gebaut sind, vermitteln den Verkehr im Lande. Für die Bequemlichkeit des Reisenden ist viel getan worden. Albrecht, Fürst von Urach, Graf von Württemberg, der wiederholt durch längere Zeit Albanien bereiste, hat jüngst im « Berliner Lokalanzeiger » in den Tönen höchster Begeisterung Albanien als Reiseland gepriesen. « Wenn Sie Ihren Wagen mitnehmen wollen, » so sagt Fürst von Urach, « um so besser; Sie haben mit Ihrem Triptik alle Erleichterungen und finden die landschaftlich schönsten Strassen des Balkans, die Sie in unwahrscheinlich wilde und grossartige Gebirge, an kristallklare Bergseen, in die geheimnisvollen morgenländischen Städte dieses Landes führen, in dem keine Stadt der andern gleicht. » In dem Zeitpunkt, in dem sich das Interesse vieler Touristen diesem neuen Reiseland zuwendent, erscheint ein Buch, das jedem Besucher Albaniens willkommen sein wird: « Albanien von Heute », von Stephan Ronart (Edition Pays et Peuples, Wien). Dem Reisenden, der ein Land nicht, nur gedankenlos durchfahren, sondern die Eigenart von Land und Leuten in sich aufnehmen will, hat bisher ein Buch gefehlt, das ihm von Albanien und den Albanern in bündiger Form genügende Kenntnis insbesondere über die Entwicklung der letzten Jahre vermittelt. Diese Lücke füllt Ronarts Buch trefflich aus In anschaulicher Weise schildert der Autor das Land mit seinen Naturschönheiten, das albanische Volk, seinen Ursprung, seine Eigenart, die dreitausendjährige Geschichte dieses ältesten Volkes Europas und die Geburt dieses jüngsten Staates Europas aus Sturm Reiz besitzt und von einem patriarchalischen Volk ritterlichen Charakters und einzigartiger Gastfreundschaft bewohnt ist, der wird dieses von schönen Lichtbildern ausgestattete Buch mit Aufmerksamkeit lesen und nicht aus der Hand legen ohne den Wunsch, Albanien kennenzulernen. Die romanischen Altäre und Fresken der Kirche von Meiringen. — Von Dr. R. Forrer. 58 Seiten. Verlag: Verkehrsverein Meiringen. Der berühmte Ausflugsort im Berner Oberland — Meiringen — besitzt eine noch viel zu wenig bekannte Sehenswürdigkeit, die kürzlich durch eine wissenschaftliche Schrift des Strassburger Archäologen Alle Reisenden, die in denDr. Forrer erstmals eingehend gewürdigt worden ist. Es handelt sich um die mehrmals verschüttete romanische Kirche dieses Ortes. Man denke sich einen Kirchenbau, der spätestens im 11. oder 12. Jahrhundert durch den Schutt einer Alpbachüberschwemmun» plötzlich zugeschüttet worden ist. dann erweitert wieder aufgebaut wurde und erneut einer grossen Ueberschwemmung zum Opfer fiel. Der gleiche Prozess wiederholte sich noch öfters, da die Bewohner hartnäckig am gewählten Ort festhielten, aber der Alpbach ebenso hartnäckig seine Zerstörung und Schuttaufschüttung wiederholte. Von all dem wusste man nichts mehr, bis während des Krieges bei Restaurierungsarbeiten der heutigen Kirche man auf diese unterirdischen Kirchenteile stiess, die man im Laufe der Zeit freilegte. Starke Eisenträger wurden unter den heutigen Kirchenboden eingezogen, und so erstand ein unterirdischer Raum. Man sieht die Altäre noch an ihrer alten Stelle; ja man fand sogar noch die Reliquien, die sie enthielten; über einem der Altäre wölbt sich noch wohlerhalten eine formvollendete Bogenarchitektur mit Resten alter Bemahing. Nicht weniger als drei solcher Altäre sind noch vollständig erhalten. An den Wänden links und rechts der alten Kirchenmauer sieht man, bis auf zirka zwei Meter Höhe konserviert, farbenleuchtende Fresken. Der erhöhte Chor war gegenüber dem Kirchenschiff durch einen dreigeteilten Lettner abgeschlossen, wie er in seiner Urwüchsigkeit wohl kaum noch irgendwo erhalten ist. Ueber dem künstlichen Boden sind Freskenmalereien erhalten, die Szenen aus der biblischen Geschichte darstellen, Adam und Eva, die Arche Noabs. Noahs Pflanzung des Weinstocks und ihre Folgen, Abrahams Opfer, Jakob und Esau etc. Zahlreiche Abbildungen der verschiedensten Funde, so auch der Wenn der Jongleur vom Regen überrascht wird und keine Hand frei hat. («Prager Tagblatt».) Fresken avis der soeben erst fertig restaurierten Friedhofkapelle, sind in Dr. Forrers Schrift publiziert. Allein diese Kirche schon, mit ihren mittelalterlichen und Renaissanceresten, bildet einen ganz eigenartigen Anziehungspunkt für die Kunstverständigen, aber auch für diejenigen, die nach Meiringen pilgern, um sich die berühmten Schönheiton der Umgegend anzusehen. Zürich Im MAROKKO-HAUS ZÜRICH Schützengasse 29 finden Sie die passendsten WEIHNACHTSGESCHENKE Aparteste Damentaschen, Portefeuilles AUTOKISSEN Divankissen, prachtvolle Höcker etc., alles aus feinem Leder. Echt marokkanische Handarbeit. 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N»92 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE 11 (Ohne Verantwortlichkeit der Redaktion.) Der Herr der Landstrasse. Der Rossfuhrmann sei es, sagte früher der Fiissgänger. Nein, der Automobilist, äusserte sich später der Radfahrer. I woher, der Radfahrer nimmt sich das Recht heraus, zu fahren, wie er will, sagen etwa die Automobilisten. Warum sollen wir nicht einen Beitrag leisten zur Auffassung, dass der Strassenarbeiter sich als der Herr fühlt ? Fuhr da neulich eine Dame (die sich nebenbei in zahlreichen Olubwettbewerben über ein mehr als durchschnittliches Können ausgewiesen hat) in einem grossen, noch keine 2 Monate alten Wagen das staubige Simmental hinauf gegen den Col du Pillon. Eben befand sich die Strecke zwischen Qsteig und der Passhöhe in Reparatur, was ja nun einmal nicht zu vermeiden ist. Rechts Jagen stellenweise Schotterhaufen, die mehr als die Strassenhälfte einnahmen, und links an der Strasse waren 30 cm breite und ebenso tiefe Gräben, in die nachher Quadersteine versenkt wurden. Zum Durchfahren blieb somit eine Breite von etwa 1,5 m. Die Dame sah, dass mit ihrem 1,90 m breiten Wagen ein Durchkommen ohne Beschädigung ausgeschlossen war. Sie stoppte und bat die Strassenarbeiter, die nach ihrer Meinung kurz vorher abgeladenen Schotterhaufen nach der Strassenmitte hin etwas zu ebnen. Die Antwort war höhnisches Grinsen und : «Les camions passent aussi.» Entweder sollte die Dame mit dem neuen Wagen den Schotterhaufen durchstechen oder in den Graben abrutschen. Als sich nach längerm Warten von den Arbeitern, die mit der Schaufel in der Hand dastanden, nicht einer rührte, blieb der Lenkerin nichts anderes übrig, als mit ihrer Begleiterin, also ebenfalls einer Dame, auszusteigen und für die Durchfahrt das Gröbste der Haufen wegzuräumen... angesichts der Herren der Schöpfung... und der Landstrasse. Die Dame fuhr iann links hart am Graben vorbei und erhielt trotzdem noch als Andenken das rechte Trittbrett gehäuft voll Schotter. Man darf sich wohl die Frage überlegen, ob so etwas in einem andern Lande möglich gewesen wäre. Solche Rücksichtslosigkeiten sind jedenfalls nicht dazu angetan, für unsern Automobilfremdenverkehr Reklame zu machen. Man kann allerdings auch sagen : angesichts der Versuche, die Alpenstrasseninitiative zu sabotieren, kommt es aui solche Kleinigkeiten auch nicht mehr an. 0 Wer fängt an? Ein Einsender C. G. in G. macht •einen Vorschlag in der «Automobil-Revue» No. 87, Seite 11 und Tegt eine Selbstüberwachung der Motorfahrzeugführer durch Mitglieder der beiden grossen Verbände A. C. S. und T. C. 3. an. Der Zürcher Kant. Motorfahrer-Verband hat schon seit seiner Gründung sich eine erste und ernste Pflicht, die Erziehung der Motorfahrer im öffentlichen Verkehr auferlegt. Nach langem Su- _ chen einer Formel wurde unter dem Namen «Strassenwache> eine Institution ins Leben gerufen, deren Aufgabe es sein eoll, unanständige und den Verkehrsvorschriften zuwiderhandelnde Fahrer auf Ihre Fehler aufmerksam zu machen. Für jeden Fehlbaren ist ein Rapport auf vorgedrucktem Formular auszustellen und je eine Kopie dem Z. K. M. V - Sekretariat und dem fehlbaren Fahrer zuzustellen. Grobe Verstösse sind sofort den zuständigen Polizeibehörden zu melden. Aber auch bei Unfällen, Körperverletzungen etc. soll der Strassenwächter behilflich sein, indem er Arzt und Polizei zur sofortigen Hilfeleistung aufbietet. Der Strassenwächler 6oll aber auch einen Unfall rekonstruieren können, derselbe muss Schreibpapier. Bleistift, Meter und ev. eine Kreide oder etwas Gips mit eich führen, um den Unfallort genau markieren zu können. Sie 6ehen also, Herr C. G., wir Motorradfahrer haben den Mut aufgebracht, ein Werk zu beginnen, bevor andere grosse Verbände ihre Theorie in die Praxis umzusetzen verstanden haben. Wenn es uns auch materiell und finanziell schwer fällt und wenn das erste Saisonresultat auch etwas mager ausgefallen ist, so wollen wir die Hände nicht in den Schoss legen, sondern mit frischem frohem Mut als kleiner Verband an der Lösung dieser grossen Aufgabe weiterarbeiten. Der Erfolg wird nicht ausbleiben. Propagandakommission, des Z. K. M. V. Verständigt die Polizei auch bei kleineren Un fällen! Kürzlich war ich gezwungen, auf einer Geschäftsreise wegen einer momentanen kritischen Situation vor mir ziemlich brüsk zu stoppen un hatte keine Zeit mehr, einem nachfolgenden Last wagen ein entsprechendes Zeichen zu machen, «er hatte sehr nah aufgeschlossen und vermocht! daher nicht mehr rechtzeitig anzuhalten, so das! mein Wagen von hinten angefahren wurde. Dar aus entstand ein Schaden an der Karosserie, de eine Reparatur von ungefähr 300 Franken ergab. Der in Frage stehende Lastwagenehauffeur eine: St. Galler Firma ersuchte mich nun, doch von eine Anzeige an die Polizei Umgang zu nehmen. E erklärte sich ohne weiteres schuldig und versichert mir, ich könne auf eine prompte Regelung des Schadenfalles zählen. Vorsichtshalber Hess ich mi in mein Notizbuch von dem Chauffeur eine dies bezügliche Erklärung unterschreiben, die ein Augen zeuge noch gegenzeichnete. Dem dringenden Er suchen, doch die Angelegenheit nicht aufzubauschen und durch polizeiliche Intervention zu komplizieren gab ich schliesslich nach und verzichtete auf wei tere Schritte. Als ich nun wegen der Deckung des Schadenbetrages bei der St. Galler Firma selbst vorsprechen wollte, verleugnete sich die Geschäfts leitung verschiedentlich und gab andererseits au Zuschriften überhaupt keine Antwort. Es blieb also nichts mehr übrig, als Betreibung einzuleiten, die dann mit Rechtsvorschlag erwidert wurde. Nun erwächst mir aus der Sache noch vermehrter Umtrieb und Auslagen, ganz abgesehen von dem Aerger, den ich ob dieses unverschämten Vorgehens deT verantwortlichen Firma empfinde. Aus der Erfahrung werde ich aber eine Lehre ziehen, deren Befolgung ich auch anderen Automobilisten empfehlen möchte: Nach Unfällen irgend welcher Art, auch wenn sie nur mit Sachschaden verbunden sind, ohne Ausnahme die Polizei zur Tatbestandaufnahme anrufen. Aus sogenannten gentleman-agreemente ergibt sich, wie das obige Beispiel zeigt, selten etwas Gutes! N. in B. Die gefährliche Kreuzung bei Oftringen. Ein erneuter Unfall, der sich an einem letzten Sonntag an dieser schwierigen und stark frequentierten Strassenkreuzung ereignete, gab Anlass zu verschiedenen Zuschriften und geharnischten Protesten. Die Gefährlichkeit dieser Stelle müsste der Gemeinde und dem Staat endlich zur Genüge bekannt sein, nachdem sich dort schon mehrere Unfälle zutrugen. Es wird daher dringend verlangt, dass endlich wenigstens Warnungstafeln aufgestellt werden, um die weniger mit der Oertlichkeit vertrauten Fahrer auf die kritische Kreuzung aufmerksam zu machen. Im weiteren wird die Frage erhoben, ob es nicht möglich wäre, wenigstens an besonders verkehrsreichen Sonn- und Festtagen, einen Polizisten mit der Verkehrsregelung zu beauftragen. Auf alle Fälle sollten es sich die Behörden angelegen sein lassen, die Verkehrsverhältnisse hier auf irgend eine Art und Weise zu verbessern. Es geht nicht an, 'tatenlos zuzusehen und abzuwarten, bis die Kreuzung noch weitere Opfer gefordert hat. Gewiss hat der steuerzahlende Motorfahrzeugführer und jeder weitere Strassenbenützer das Anrecht, von den Strassenanlagen ein Minimum an Sicherheit zu verlangen, dies um so mehr, wenn der Zweck mit verhältnismässig einfachen Mitteln, wie es die Aufstellung von Warnungssignalen darstellt, erreicht werden kann. Neue Industrie. Die Schweizer. Draht- und Gummiwerke Altdorf stellen uns nachfolgende Ausführungen zu: Durch die Schweizer Presse geht ein Artikel, in welchem unter dem Titel « Um die Erstellung einer neuen schweizerischen Pneufabrik » gegen die Einrichtung einer zweiten Pneufabrik in der Schweiz Sturm gelaufen wird. Der geistige Urheber des Artikels ist der Zentralsekretär des Autogewerbeschutzverbandes. Diesem Verbände ist die Einkaufsgenossenschaft «Esa» angegliedert, welche als Vertreterin die Produkte der bisher einzigen schweizerischen Pneufabrik vertreibt. Die Stellungnahme des Zentralsekretärs gegen die Begründung einer zweiten Pneufabrik braucht daher keine weitere Erklärung. Wir wollen keine Pressepolemik. Wir sind aber verpflichtet, gegenüber den einseitigen Ausführungen folgende objektive Feststellungen zu machen: 1. Zurzeit werden zirka 80 Prozent des schweizerischen Pneuverbrauches eingeführt. Eine grössere Inlandfabrikation bringt vermehrte Arbeitsgelegenheit und liegt daher im Allgemein-Interesse der schweizerischen Volkswirtschaft. Sie erleichtert auch im Kriegsfalle die Versorgung der Armee mit Pneus. 2. Wir haben für unsere Fabrikation das « Firestone-Verfahren» erworben, um die langjährigen Fabrikationserfahrungen dieser Weltfirma zunutze zu ziehen und den schweizerischen Verbrauchern von Anfang an ein erstklassiges Fabrikat zur Verfügung stellen zu können. 3. Die Anlage und maschinellen Einrichtungen bringen dem schweizerischen Gewerbe und dei schweizerischen Maschinenindustrie zusätzliche Ar- Fabrik » in Spanien. Gerade der Erfolg der spanischen, nach dem « Firestone-Verfahren » arbeitenden Unternehmung hat uns veranlasst, das Verfahren für die Schweiz zu erwerben. 6. Auf'die polemischen, in schwächlichen Konkurrenzbefürchtungen begründeten Ausführungen treten wir nicht ein. Wir bemerkon lediglich, dass der Schweizer Markt ohne Schwierigkeiten die Produktion zweier Fabriken aufnimmt und dass die bestehende Fabrik, so lange keine krassen Qualitätsunterschiede bestehen, für ihren Absatz nicht zu fürchten hat. Die Schweizer Konsumenten aber — auch die Postverwaltung und die Armee — haben ein grosses Interesse daran, dass sie nicht einem einzigen Fabrikanten ausgeliefert sind und dass jede der beiden Fabriken sich fortgesetzt für die beste Quali- Herr Dr. Wiesen danger, Polizeiinspektor der Stadt Zürich, hat seinerzeit beim Tätigkeitsbeginn der Institution den versammelten Strassenwächtern ein orientierendes und lehrreiches Referat gehalten und auch klar auseinandergesetzt, was für Funktionen der Strassenwach'e im Rahmen der Gesetze zustehen. Dabei darf sich natürlich ein Mitglied der Strassenwache in seinem Amte keine Amtsanmassung zuschulden kommen lassen, das bedingt schon zum voraus ein Vertrautsein mit den geltenden Vorschriften und den Verkehrsgesetzen. Von der Praxis erhalten wir nun ein Bild, •wie wir es uns vielleicht nicht vorgestellt haben. Gewiss sind unsere Erfahrungen in der kurzen Zeit des Bestehens der Strassenwache noch nicht so, dass man schon Richtlinien und Schlüsse daraus ziehen könnte, es sind aber untrügliche Anzeichen vorhanden, die beweisen, dass sich eine strenge Selbstkontrolle der Motorfahrzeuglenker nicht nur lohnt, sondern bei ernster Pflichtauffassung hier Werte geschaffen werden, die Strafgesetze und Polizeiverordnungen nicht zu vollbringen imstande sind. Was nun die Rapportierung von fehlbaren Fahrern anbetrifft, so mag bei einzelnen Mitgliedern der Strassenwache eine gewisse Scheu oder Befangenheit vorherrschen, auf der anderen Seite aber haben sich mutige Kämpfer für unsere Sache herangebildet, die sich nicht scheuen, einen Fehler begehenden Fahrer auf sein vorschriftswidriges oder unanständiges Verhalten aufmerksam zu machen. Dass sich das Augenmerk der Strassenwächter nicht nur auf Verbandsfremde Fahrer, sondern auch auf unsere Mitglieder selbst richtet, versteht sich von selbst. tät ihrer Produkte einsetzen muss. beit. Aus dem Auslande werden nur Spezialmaschinen bezogen, die in der Schweiz nicht erhältlich sind. 4. Mit Ausnahme weniger Spezialisten und einzelner vorübergehend notwendigen Lehrarbeitern werden viele Schweizer Arbeiter Beschäftigung und eine neue Verdienstmöglichkeit finden und der Arbeitslosigkeit entrissen. 5. Eine glatte Erfindung ist die Behauptung, die Einrichtung der Fabrik erfolge mit alten Maschinen aus einer mangls Rendite stillgelegten < Firestone- Die Nachteile, welche einem sog. « Privat-Fabrikationsmonopol» auf die Dauer anhaften würden, brauchen wir nicht besonders aufzuzählen! Schliesslich weisen wir noch den verkappten Vorwurf zurück, als handle es sich bei der von uns begründeten Pneufabrik lediglich um eine Ablage der < Firestone-Weltfirma ». Die Uebernahme des Verfahrens ist ohne Eirifluss auf den schweizerischen Charakter dex.Unternelunuflg. dea wir verbürgst. SEKTION AARGAU. Martini-Ball. Als Abschlus unseres diesjährigen erfolgreichen Clubjahres fin det nächsten Samstag, den 17. November 1934, in den Räumen des Kursaal-Casino Baden der traditionelle Martini-Ball statt, der auch dieses Jah wiederum ein grosses gesellschaftliches Ereignis zu werden verspricht. Die zahlreich eingehenden An meidungen und das auserwählte Gabaretprogramm lassen darauf hindeuten, dass dieser Anlass dem letztjährigen um nichts nachstehen wird. Im gros sen Saal wird das komplette Kurorchester unter Kapellmeister Ernö Kaisz zum Tanz aufspielen, währenddem für den kleinen Saal erstmals ein zweites Orchester, eine Burenkapelle, verpflichtet worden ist, so dass die Tanzlustigen voll und ganz auf ihre Rechnung kommen werden. Aber auch di nicht Tanzenden werden sich ergötzlich amüsieren Küche und Keller des Kursaals werden den kuli narischen Ansprüchen zu genügen wissen. Um jede Störung in der Küche zu vermeiden, ersuchen wir dringend, die Anmeldungen bis spätestens 15. November unserem Sekretariate in Aarau schriftlich oder telephonisch (20.60) zugehen zu lassen. SEKTION BERN. Lichtbildervortrag vom 19. No vember. Der erste Sektionsanlass im Winterhalb jähr 1934/35 ist dem Reiseland Italien gewidmet Herr M. Lauterburg-Diedel, Muri bei Bern, sprich über Altes und Neues aus Italien. Der Referen besitzt gegen 200 vortreffliche Lichtbilder von automohilistischen Streifziigen, die keine sechs Monate zurückliegen. Für viele wird die Schilderung Neues aus Italien bringen, andere werden wieder angesichts der ausgezeichneten Aufnahmen sich früherer Begebnisse erinnern. Der Vortrag findet Montag, den 19. November, 20 Uhr, im Hotel Schweizerhof, Bern (Grosser Saal, 1. Stock), statt. Tanzabend vom 1. Dezember 1934. In wenigen Tagen wirbt ein zügiges Einladungsschreiben für den Besuch des Tanzabends. Die Propaganda- Kommission, in der Rolle des < maitre de plaisir », hat ihre Vorbereitungen soweit abgeschlossen, den Bellevue-Saal gepachtet, Küche und Keller inspiziert und hernach das übliche Mitternachtssouper mit peinlicher Sorgfalt zusammengestellt. Im weiteren ist es ihr .gelungen, ein führendes Modehaus Berns zu einer Vorführung seiner letzten Pariser Modelle zu bewegen und diese Attraktion gleichsam als Anhängsel zum Menü zu servieren. Andere Ueberraschungen und Amüsements sollen auch nicht fehlen. So wird in Erwartung eines zahlreichen Besuches die Bar in den Dienst des A. G. S. gestellt. Der Tanzabend bildet in Zukunft den einzigen gesellschaftlichen Anlass der Sektion Bern, er wird deswegen auf eine ganz neue Grundlage gestellt, um auch dem Charakter des nunmehr verwaisten Clubballes gerecht zu werden. Es ist damit zu rechnen, dass der zu Anfang der Wintersaison stattfindende Anlass alles auf die Beine bringt, was Sinn für Tanz und fröhliches Zusammensein hat. Tisehbestellungen nimmt das Sektionssekretariat (Tel. 23.813) jetzt schon entgegen. Der Preis für die Tanzkarte, inkl. Mitternachtssouper und Garderobe, ist Fr. 8.50. Die von der Ortsgruppe Langenthai vorbereitete autotechnische Kontrolle in Langenthai ist auf iecht guten Boden gefallen. Vorläufig können noch weitere Anmeldungen entgegengenommen werden. Meldeschlues: Samstag, den 10. November. Anmeldungen sind an den Sekretär der Ortsgruppe Herrn Max Baümberger, Brauerei Langenthai, erbeten. Allfällige Wünsche wegen der Vorführungszeit sind gleichzeitig anzubringen. SEKTION ZÜRICH. Das Martinimahl Tom 15. November, für das schon über 300 Anmeldungen vorliegen, wird seinen Höhepunkt in der neuartigen Schnitzelbank cModerner Anschauungsunterricht in der Schule» und in der von prominenter Seite speziell für diesen Anlass verfassten A.CS>Revue «Schweiz. Landesausstellung 1938» erhalten. Die Schnitzelhank spielt in Form eines amüsanten Schulunterrichtes mnd persifliert Geschehnisse aus dem A. C. S. und Zürcher Leben, die Revue befasst sich mit den unzähligen, bisherigen Bestrebungen für die Abhaltung einer schweizerischen Landesausstellung in der Limmatstadt, sie erhält ihr besonderes Cachet dadurch, dass die Mitwirkenden zu 95% Sektionsmitglieder sind. Zum Martinimahl, dem um 18 Uhr die Wintergeneralversammlung vorangeht, sind zahlreiche Vertreter der Zentralbehörden, der Nachbarsektionen und der kantonalen und städtischen Behörden eingeladen, s. T. C. S. Autosektion St. Gallen-Appenzell. ORTSGRUPPE APPENZELL A.-RH. Vortragsabende. Ein -wundersamer Sommer liegt hinter uns. Mit vollen Zügen konnte der Automobilist die schönsten Touren ausführen, und viele schöne Erinnerungen werden sieher zurückbleiben. Nun beginnt wieder die Arbeit der Gruppe Appenzell A.- Rh., und der Ausschuss hielt gestern eine Sitzung b. An der diesjährigen Hauptversammlung wurde eschlossen, Propagandavorträge zu halten, und unser rühriger Sektionspräsident, Herr Dr. Lutz in Flawil, hat sich in verdankenswerter Weise zur Verfügung gestellt. Es werden drei Vorträge mit dem nämlichen Thema im Vorder-, Mittel- und Hinterland abgehalten, und zwar an folgenden Tagen: Hinterland: 14. November, abends 8 Uhr, Hotel «Storchen», Herfsau. Mittelland: 15. November, abends 8 Uhr, Hotel «Hecht», Teufen. Vorderland: 16. November, abends 8 Uhr, Hotel «Löwen», Heiden. Es wird referiert werden über: Der Automobilist und die heutige Gerichtsraxis. Referent: Herr Dr. Lutz, Gerichtspräsident in Flawil. Ferner haben sich die Scintilla- Werke zur Verfügung gestellt, welche durch einen Fachmann über ihre Produkte und deren Verwenung referieren lassen. Da beide Materien den Automobilisten interesiieren müssen, rechnen wir bestimmt auf einen :ahlreichen Besuch. Es werden an alle Mitglieder lersönliche Einladungskarten versandt, und wir litten, solche zu beachten. Die letzte Hauptversammlung gab dem Vorstände den Auftrag, eine Eingabe an den h. Regierungsrat zu machen betreffend Zahlung der Vutotaxen in Raten. Da eine Antwort nochnicht eingegangen ist, werden wir unser Schreiben nochmals bestätigen und hoffen, der nächsten Hauptversammlung einen günstigen Bericht erstatten zu können. Kollektiv-Unfallversicherung, Unser rühriger Gruppenpräsident Dr. D.D.S. Fisch machte dem. Seküönsvorstande die Anregung, ob es nicht möglich •wäre, eine Versicherung in die Wege zu leiten, die von der Sektionskasse bestritten würde. Diese Frage wird gegenwärtig einer eingehenden Prüfung unterzogen, und wir hoffen gerne, dass dieses Postulat einer glücklichen Lösung entgegengehe. Mu tationen. Es •wird erfreulicherweise konstatiert, dass heute 90% der Sektionsmitglieder auch Gruppenmitglieder sind. Die Gruppe Appenzell A.-Rh. zählt heute total 199 Mitglieder. Ende November, -wird in Urnäsch eine Voll* Sitzung stattfinden. Touristikbulletin des A.C.S. (m. K. = mit Ketten, o. K. = ohne Ketten.) Fast .sämtliche -wichtigeren schweizerischen Hochalpenstrassen sind durch die in den letzten Tagen erfolgten Schneefälle unpassierbar geworden. Als Nord-Südverbindung ist nur noch die Julierstrasse, die den ganzen Winter hindurch offen gehalten wird, dem Automobilverkehr geöffnet. Die Situation der einzelnen Alpenstrassen ist folgende: Albula: gesperrt, Zufahrt im Albulatal m. K. bis Pxeda möglich. Bernina: Engadinerseite bia Pontresina offen; Puschlav m. K. befahrbar bis Pozzolascio. Brünig: fast schneefrei, O.K. befahrbar. Etroits: Ketten ratsam. Flüela: 25 cm Neuschnee, gesperrt; von Daves her bis Gasthaus Tschuggen m. K. offen; Engadinerseite bis 5 km oberhalb Süs befahrbar, Forclaz: vorübergehend gesperrt. Furka: gesperrt- zwischen Realp und 0berwa!d im Wallis. Grimsel: Haslital befahrbaT m. K. ab Innertkirchen bis zur Zentrale Handeck. Grosser St. Bernhard, m. K. ab Liddes bis Bourg St. Pierre. Hulftegg: 10 cm Schnee, o. K. befahrbar. Ibergeregg, 10—20 cm Neuschnee, m. K. paasierbar. Jaun: ca. 50 cm Neuschnee, 'gesperrt. Julier: gepfadet, m. K. ab Bivio gut passierbar. Kerenzerberg: schneefrei. Klausen: gesperrt; Urnerseit« schneefrei his Urigen; Glarnerseite m. K. bis Urnerboden. Lenzerheide: angeschneit, o. K., offen. Lukmanier: zwischen Sta. Maria und Cänrperio unpassierbar. Maloja: 80 cm Neuschnee, m. K. passierbar. Marchairuz: m. K. passierbar, Mollendruz: o. K. befahrbar. Montets: 1 m Neuschnee, unpassierbar, Morgins: 30 cm Neuschnee, m. K. Mosses:" 20 cm Neuschnee, Ketten erforderlich. Oberalp: unpassierbar zwischen Andermatt und Tschamut. Pillon: 50 cm Neuschnee, gesperrt Ofen: m. K. passierbar. Ricken: angeschneit, o. K. befahrbar. San Bernhardin: 1 m Neuschnee, von Thusis her bis Hinterrhein o. K offen; von Bellinzona her m. K. ab Pian San Giacomo bis San Bernardino-Dorf. St. GotthaTd: 120 cm Neuschnee, unpassierbar; Nordseite o. K. bis Göschenen befahrbar, wegen stellenweiser Vereisung ist die Mitnahme von Ketten angeraten; 'Schöllenen m. K. passierbar; Südseite bis Fort Foppa ob Airolo offen; Bedrettotal gepfadet und o. K. befahrbar. Simplon:. gesperrt. Splügen: gänzlich gesperrt ab' Splügen-Dorf. Umbrail: unpassierbar, von Sta. Maria bis Punteal m. K. offen. Weissenstein: Ueberf&hrt m. K. möglich. Wolfgang: Ketten ratsam. Zufahrt nach Arosa m. K. ab Langwies möglich. Rhonetal o. K. pa«- sierba-r bis Oberwald. Italien. Unpassierbar sind: Stelvio, Jaufen, Pordoijoch und Monte Croce di Comelico. Alle übrigen Dolomitenpaßstrassen sind ro. K. passierbar. Oesterreich. Arlberg m. K. passierbar. Frankreich. Mont Cenis und Roufe d'ete de« Alpes gänzlich unpassierbar; > ftoute d'hiveT öfc« Alpes o. K, befahrbar. Mitnahme von Ketten ratsam. Genfer Salon 1935. Der geschäftsleitende Ausschuss des Organisationskomitees ist Ende letzter Woche zusammengekommen und konnte mit Befriedigung von den bereits eingegangenen zahlreichen Anmeldungen für den nächstjährigen Salon' Kenntnis nehmen. Obwohl der Einschreibetermin erst mit dem 15. November abläuft, so hat sich schon die Mehrzahl der letztes Jahr beteiligten Aussteller wiederum zur Teilnahme gemeldet. Dazu kommen einige neue Firmen, welche erstmals am Salon vertreten sein werden. Neugründung: Garage du Quai, S. A., Genf. Unter dieser Firma wurde eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 3000 Fr. gegründet. Zweck der Unternehmung ist der Betrieb einer Garage am Quai Gustav Ador, sowie der Handel in Automobilen und Zubehör. Einziger V R. mit Einzelunterschrift ist Jean Camoletti, Architekt. Geschäftsdomizil: Quai Gustave Ador. Kapitaländeruni: «Rimba», R. J. Jecker, Mineralöl und Benzin, A.-G., Zürich. In der ausserordentlichen General- 'ersammlung wurde die Erhöhung des Aktienkapitals von bisher 200.000 Fr. auf 700.000 Fr. beschlossen und durchgeführt durch Ausgabe und Volleinzahlung weiterer 500 Inhaberaktien zu 1000 Franken. Eintragung von Amtes wegen: Albert Aftenhofer. Garage Waldhaus-Flims. Inhaber der Firma ist Albert Attenhofer. Betrieb einer iarage und. Velohandlung. Firmenlöschung: Edouard Indermühle, dit Dumoulin, Garage, Lausanne. Die Firma wird infolge Konkurses von Amtes wegen gelöscht. Autovertriebsgenossenschaft Bern. Die Firma wird infolge Konkurseröffnung von Amtes wegen gelöscht Konkurseröffnung: Autovertriebsgenossenschaft Bern. Konkurseröffnung vom 19. Oktober, summarisches Verfahren, Eingabefrist bis"20. November. Verantwortliche Redaktion: Dr. A. Büchi, Chefredaktion. W. Mathys. — Dr. E. Waldmeyer.'— M. Bolliger. Telephon der Redaktion: 28 222 (Hallwag) Außerhalb der Geschäftszeit: 23.295.