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E_1934_Zeitung_Nr.098

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10 1934

10 1934 — !f»98 richtnng und Nebelbeleuchtung von Talbot mit konzentrisch gestaltetem Aufsatzstück. Auch die Vereinigungen des Automobilwesens, der Belgische Automabilclub, dann die technische Presse sind unter den Ausstellern des in seinem Gesamtbild recht anziehenden Brüsseler Salons. L. J. Tedhn. Frage 9252. Erfahrungen mit neugummierten Pneus. Zu -wiederholten Malen erschienen in der A.-R. Empfehlungen von Firmen zur Neugnmmierung von gebrauchten Reifen. Ist diese Neugummierung zu empfehlen, was liegen für Resultate vor, was haben andere damit für Erfahrungen gemacht, fährt man event. doch besser wenn man neue Decken anschafft? H. F. in B. Frage 9253. Kolbenersatz und Vergasereinstellung. Mein Motor hat neue Kolben erhalten, wobei auch die Zylinder ausgeschliffen wurden. Seitdem habe ich nun bemerkt, dass er besser zieht, wenn eine kleinere Arbeitsdüse in den Vergaser eingesetzt wird. Wie soll ich mir das erklären? Da der Zylinderinhalt durch das Ausschleifen grösser geworden ist, müsste doch eigentlich eher eine grössere Düse ein besseres Resultat ergeben? E. F. inB. Antwort: Massgebend für die. Zusammensetzung des den Zylindern zugeführten Gemisches ist hauptsächlich das Verhältnis zwischen der Düsenweite und der Weite des Lufttrichters im Saugrohr. Der Zylinderinhalt hat also, wenigstens theoretisch, keinen Einfluss. Wenn in Ihrem Fall nun doch eine neue Vergasereinstellung, und zwar mit kleinerer Düse, eine Mehrleistung erbrachte, so deshalb, weil die neuen Kolben besser abdichten und nicht mehr Luft vom Kurbelgehäuse her in den Verbrennungsraum eintreten lassen. Die Gemischladungen sind infolgedessen nach dem Einbau der neuen Kolben von selbst etwas reicher an Brennstoff geworden, was sie nun mit dem Einsatz einer kleineren Düse ausgleichen konnten. -at- Frage 9254. Ausbalancieren eines Drahtspeichenrades. Wie werden Drahtspeichenräder, die wegen des Schlauchventils über den Umfang ungleich schwer sind, am einfachsten ausbalanciert? Die Unbalance der Vorderräder verursacht bei meinem Wagen ein lästiges Zucken der Lenkung. F. K. in Z. A n t wort: Gewöhnlich nimmt man bei diesem Radtyp die Ausbalancierung durch Umwickeln einzelner Speichen mit Bleidraht vor. Das Rad wird dazu aufgebockt, so dass man während des Vorganges der Arbeit den Erfolg genau verfolgen kann. Die auf die Speichen aufzuwickelnde Drahtlänge, bzw. das entsprechende Drahtgewicht soll anfänglich etwas grösser sein, als es zur Ausbalancierung nötig ist. Nach und nach schneidet man dann wieder soviel von dem aufgewickelten Draht weg, bis das Rad in jeder Stellung stehen bleibt. Bei dieser Gelegenheit sei darauf hingewiesen, dass eine « statische > Ausbalancierung, die daran zu erkennen ist, dass das Rad in jeder Stellung stehen bleibt, noch nicht auch eine « dynamische » Ausbalancierung beweist. Bringt man beispielsweise das Gegengewicht stark seitlich von der Mittelebene des Rades an, oder liegt das Gewicht, das die Unbalance verursacht (vielleicht ein grösserer Flick oder eine Pneueinlage), stark seitlich der Mittelebene, so kann das Rad sehr wohl in jeder Stellung stehen bleiben, Der zum Ausbalancieren des Rades verwendete Bleidraht kann entweder einzeln (1) auf die 'Speichen aufgewickelt werden oder aber auch schleifenförmig um mehrere Speichen zugleich (2), aber dennoch bei rascher Rotation zum « Zappeln » neigen. Gegebenenfalls ist es also erforderlich, anschliessend an die statische Ausbalancierung auch noch eine dynamische Ausbalancierung vorzunehmen, -at- Frage 9255. Das Wasser oder dos Oel warm* halten? Was halten Sie für vorteilhafter, unter Verwendung eines Frostschutzmittels und eines elektrischen Wärmers das Kühlwasser oder das Oel im Oelbehälter zu erwärmen? A. L. in A. Antwort: Die Warmhaltung des Kühlwassers wird im allgemeinen ein leichteres Anlassen ermöglichen, während beim Warmhalten des Oels die Schmierverhältnisse beim Inbetriebsetzen des Motors günstiger liegen. Praktisch wird es jedoch ungefähr aufs gleiche herauskommen, ob Sie das eine oder das andere tun. In beiden Fällen wird ja durch die Wärmezufuhr, selbst wenn sie von verschiedenen Stellen ausgeht, der ganze Motorblock durchwärmt Sie werden sich deshalb wohl an das Verfahren halten können, das in Ihrem speziellen Fall bequemer anwendbar ist. -at- Frage 9256. Kühlwasser täglich ablassen? Für memen Amerikanerwagen, den ich fast täglich gebrauche, steht mir leider nur eine unheizbare Garage zur Verfügung. Trotz Oelwechsel haben sich infolge der niedrigen Temperatur bereits Anlassschwierigkeiten gezeigt. Um ein gutes Anspringen des Motors zu erzielen und die Batterie zu schonen, habe ich auch schon am Abend das Kühlwasser ab^ gelassen und bei Wiederbenützung des Wagens am folgenden Tag warmes Wasser, das mir aus einem Boiler zur Verfügung steht, eingefüllt. Man müsste in diesem Falle m. E. auch kein Frostschutzmittel verwenden. Was halten Sie von diesem Verfahren, und welche Temperatur darf das einzufüllende Wasser haben, damit der Motor nicht Schaden leidet? A. L. in A. Antwort: Wo billiges Warmwasser zur Verfügung steht, ist das von Ihnen angegebene Verfahren tatsächlich sehr praktisch. Es wird deshalb, besonders auf dem Land und in Gebirgsgegenden, auch sehr oft angewandt. Als Nachteil muss jedoch verzeichnet werden, dass das täglich neue Einfüllen von Leitungswasser die Verkalkung des Kühlsystems beschleunigt. Vor allem in Gegenden mit ausgesprochen «hartem» Wasser ist deshalb von der Anwendung des Verfahrens abzuraten, es sei denn, dass man am Schluss des Winters eine gründliche Reinigung des Kühlsystems in Kauf nehmen will oder dem Wasser ständig die geeigneten «Weichmacher» in geeigneter Dosis beifügt, was aber eine Analyse des Wassers voraussetzt. Wir haben bisher noch nie erfahren, dass einem Motor durch Einfüllen heissen Wassers Schaden zugefügt worden wäre. Seihet wenn man 70—80grädiges Wasser direkt ans dem Boiler benützt, wird das Wasser sofort soviel Wärme an die Metallmassen abgeben, dass es, einmal eingefüllt, kaum, noch mehr als 40—60 Grad warm ist. Theoretisch schliesst das natürlich die Bildung von Wärmespannungen nicht aus. Wir glauben jedoch nicht, dass diese gross genug werden können, nm beispielsweise Risse zu verursachen. -at- Frage 9257. Gasgeruch über einer Garage. In einer Wohnung über einer Garage riecht es zeitweise fürchterlich nach Ga«. Ein Alfa-Romeo-Wagen ist jetzt in der Gai-age. Vorher, als ein anderer Wagen, ein Hupmobile, in der Garage war, konnte man nie solchen Geruch wahrnehmen. Was ist hier zu machen, wie kann da am besten abgeholfen werden? E. W. in Z. Antwort: Das verschieden starke Auftreten des Gasgeruches rührt wohl lediglich da her, dass die Vergaser der beiden Wagen nicht gleich eingestellt sind. Bei benzinreich eingestelltem Vergaser riecht der Auspuff stärker als bei einer Einstellung, die dem Gemisch einen grösseren Luftüberschues ergibt. Gewöhnlich deutet der stark riechende Auspuff auch an, dass die Verbrennung unvollständig vor sich geht und dass die Gase neben .Wasserdampf und Kohlensäure auch das stark giftige Kohlenoxyd enthalten, das zwar an sich geruchlos ist. Eine andere Möglichkeit wäre die, dass der Alfa-Romeo-Wagen mit einem rizinushaltigen Oel oder mit Rizinusöl überhaupt geschmiert wird. Manche Leute sind gegen den Geruch des verbrannten Rizinusöls sehr empfindlich. Gehört der Wagen Ihnen, so würden wir Ihnen raten, ihn mit dem Hinterteil nach aussen gerichtet in der Garage aufzustellen, damit bei seiner Inbetriebsetzung und beim Warmlaufen des Motors die Auspuffgase durch die selbstverständlich offenen Garagetüren einen raschen Abzug finden, -at- $P >c»d* gungsfrist. Immerhin ist die Verpflichtung, den Mietzins monatlich zu bezahlen, gewissermassen ein Indizium dafür, dass die Mietsdauer nur eine kurze ist. Art. 262 des 0. R. sagt diesbezüglich folgendes: «Fehlt es der betreffenden Zahlung des Miet- Anfrage 470. Zusammenstoss mit ausländischem Automobil. Vor ca. 2 Monaten hatte ich einen Zusammenstoss mit einem deutschen Wagen. Der b«i Mieten auf die Dauer von einem oder mehreren zinses an einer Zeitbestimmung, fällt der Mietzins Sachschaden beträgt beidseitig ca. Fr. 150.— DaJahren oder Halbjahren je nach Ablauf eines halben Jahres, bei Mieten von kürzerer Dauer je nach ich der Ueberzeugung bin, dass die deutsche Fahrerin an dem Unfall völlig schuldig ist, gelangte Ablauf eines Monats spätestens aber am Ende der ich an ihre Versicherungs-Gesellschaft für dieMietzeit zu bezahlen». * Deckung meines Schadens. Da die Versicherungs-Gesellschaft, die in der Schweiz keine offizielle Niederlassung hat, meine Schreiben nicht beantwortet, möchte ich anfragen, wie ich meinen Schaden wirksam geltend machen kann? C. B. in W. A n t w o T t: Wenn weder Automobilist noch Versicherung etwas von sich hören lassen, so haben Sie die Möglichkeit, den Erstem am Gerichtsstand des Unfallortes zur Bezahlung Ihres Schadens einzuklagen. Sie erhalten dann auf diese Weise ein in Deutschland vollstreckbare« Urteil. Damit wird Ihnen aber vielleicht insofern nicht gedient eeio, weil Sie gestützt auf die deutschen Devisenbestimmungen den Ihnen gerichtlich zugesprochenem Schadensersatzbetrag nicht in die Schweiz hineinbringen. Es wird dieser in Deutschland einem Sperrmaikkönto zu Ihren Gunsten gutgeschrieben werden. Wie Ihnen bekannt, ist es zur Zeit ausserordentlich schwierig, über diese Sperrmarkkonteri zu verfügen. Eine andere Möglichkeit liegt nicht vor, es wäre denn, der betreffende Automobilist käme wieder in die Schweiz. In diesem Falle, vorausgesetzt dass Sie über dessen Anwesenheit in der 'Schweiz überhaupt orientiert wären, könnten Sie dessen Wagen, Reisegepäck etc. mit Arrest belegen lassen. * Anfrage 471. Kündigungsfrist bei Mietvertrag. Wie verhält es sich mit der Miete einer Wohnung • oder Garage ohne schriftichen Vertrag? Der Mietzins wird monatlich bezahlt. Bin ich im Falle einer Aenderung verpflichtet, auf 3 Monate zu kündigen oder richtet sich die Kündigung nach der Bezahlung der Miete? E. H. in K. Antwort: Ein Mietvertrag braucht nicht schriftlich abgeschlossen zu sein. Auch mündlich kann ein rechtsgültiger Mietvertrag abgeschlossen werden. Betreffend Kündigungsfrist steht den Parteien frei, beliebige Abmachungen zu treffen. Wenn kein schriftlicher Mietvertrag vorliegt, müssen gegebenenfalls die Vertragsbedingungen durch Zeugen oder andere Beweismittel bewiesen werden. Liegt ein schriftlicher Mietvertrag vor, so gilt, was schriftlich vereinbart ist. Ist eine bestimmte Dauer der Miete weder ausdrücklich noch stillschweigend vereinbart worden, oder können im Falle eines mündlichen Mietvertrages die Dauer der Miete odei die Kündigungsfrist nicht nachgewiesen werden, so sind sowohl Mieter als Vermieter berechtigt, das Mietverhältnis wie folgt aufzulösen, resp. zu kündigen: 1. Unmöblierte Wohnungen, Geschäftslokale, Verka\ifeläden, Magazine, Keller, Scheunen, Stallungen, Garagen und ähnliche Räumlichkeiten nui auf dag nächste ortsübliche Ziel oder in Ermangelung eines bestimmten Ortsgebrauches je auf Ende einer halbjährlichen Mietsdauer, in beiden Fällen mit einer vorausgehenden dreimonatlichen Kündi- Beschmutzte Lederpolsterungen werden mit lauwarmem Seifenwasser gereinigt und mit einem weichen Tuch gut abgerieben. Von Zeit zu Zeit, etwa halbjährlich, kann das Leder mit bestem Oliven- oder Knochenöl leicht eingerieben und nachpoliert werden. Ebenso sind Lederverdecke zu behandeln. E.W1RZ KIPPERFABRIK VCTiKONA/ZCieiCHSEE AUTO- ABBRUCH Ersatzteillager, s.w. Kühler, Batferien, Pneus, Dynamo, Anlasser, Räder, Glacen und Verdecke, s.w. ganze Motoren zu Industriezwecken. Kleine Traktoren für Landwirte. Fritz Schweizer, Murtenstrasse 141 a, Bern. Telephon 20.275. 11291 Delage -Spez.-Rep.-Werkstäite H. LANZ, ROHRBACH b. Huttwil. Teleph. 22.38. 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N0 98 - 1934 AUTOMOBIL-REVim 11 Neue Arbeitsbeschaffung durch Automobiltnontage. (Fortsetzung von Seite 5.) Als sich dann der hohe Bundesrat äazu entschliessen konnte, die Wahl des Standortes frei zu geben und den Fabriken auch den Entscheid darüber frei zu lassen, ob die Arbeit in bereits vorhandenen Räumen und Anlagen oder in neu zu erstellenden Betrieben aufgenommen werden soll, da wurden die Erhebungen und die Suche nach einem geeigneten Platz auf andere Gebiete, speziell auf die Gegenden der Uhrenindustrie und vorab auf Biel ausgedehnt. Wie wir erfahren, hat die dortige Gemeindebehörde allerlei wichtige Erleichterungen für einen Betrieb in Aussicht gestellt, da die Stadt mit den vielen hundert Arbeitslosen aus der Uhrenbranche alles Interesse hat, für diese Leute endlich wieder neue und dauernde Beschäftigung zu finden. Die Offerte von Biel wurde daher in engste Wahl gezogen, doch ist — entgegen den verfrühten und positiven Pressemeldungen aus jener Gegend — ein endgültiger Entscheid noch nicht gefällt worden. Immerhin planen die General Motors ein Montageunternehmen, das wenigstens zwei hundert Arbeitern Verdienst zu bringen vermöchte. Da die leitenden Organe dieses Konzerns aber im Interesse einer möglichst rationellen Arbeitsweise und mit Rücksicht auf eine spätere mögliche Ausdehnung des Betriebes dem Bau einer neuen Anlage offenbar den Vorzug geben, so würde damit auch für das Baugewerbe eine weitere willkommene Beschäftigungsmöglichkeit geschaffen. Volkswirtschaftlich ist die Fertigstellung der Fahrzeuge in unserem Lande unter weitgehender* Berücksichtigung von einheimischem Zubehör überaus wertvoll und erfreulich, weshalb der jüngste Bundesratsbeschluss, der die Montage weiterhin erleichtern soll, sehr zu begrüssen ist. St»«»»«»n Wieder ein neues Strassenprojekt. In Ghur hat sich nach Berichten aus der Lokalpresse ein Komitee für den Bau einer Panixerstrasse von Elm nach dem Oberland gebildet. Es hat wirklich den Anschein, als ob man die Alpenstrasseninitiative mit allen Mitteln zu bodigen trachtet, denn jedes neue Projekt gibt den mit dem Arbeitsbeschaifungsproblem beschäftigten Instanzen die Möglichkeit, auf •diese vielen gegenseitig sich bekämpfenden Bestrebungen hinzuweisen, um sich damit auf den Boden stellen zu können, es fehle erstens an den notwendigen Finanzmitteln zu deren Verwirklichung, und zweitens müsse man darnach trachten, die liebwerten Eidgenossen alle gleichzubehandeln und weil alle zur Diskussion gestellten Projekte nach Angaben der Initianten gleich hohen militärischen, verkehrstechnischen und verkehrspolitischen Forderungen entsprechen, so sei es besser, die Gemüter in den einzelnen Teilen unseres Landes nicht unnütz aufzuregen! Wir sprechen hiemit keineswegs eine Auffassung aus, die etwa persönlich ist, sondern wir weisen auf eine Argumentation hin, die ernstlich gemacht wird, was auch verständlich erscheint, wenn man die 9 Alpenstrassenbau-, die drei Tunnel- und die drei grossen Seetalstrassen- Projekte berücksichtigt, ohne den Ausbau des bestehenden Strassennetzes in Rechnung zu stellen. -my- Zur Bekämpfung der Strassenverkehrsunfälle. Zur weiteren Prüfung der aktuellen Frage der notwendigen Reduktion der Strassenverkehrsunfälle im Kanton Bern hielt die kantonal-bernische Verkehrskommission, unter dem Präsidium von Dr. Mühlemann, dem Chef des Strassenverkehrsamtes, am Mittwoch in Bern erneut eine Sitzung ab. In derselben referierten der Vorsitzende über die « Strassensignalisation als Verkehrssicherheit », sowie Fürsprecher Dr. Schorer, Sekretär der Baudirektion, über « Strassenbau und Verkehrsunfälle », und Dr. Kleinert, Sekretär der bernischen Unterrichtsdirektion, über die « Erziehung der Jugend für den Strassenverkehr » — Einstimmig wurde ein Antrag von Grossrat Dr. La Nicca, es möchte die Untorrichtsdirektion des Kantons Bern das von ihr herausgegebene wertvolle Verkehrsbüchlein für alle Schüler des Kantons Bern obligatorisch erklären lassen und den Verkehrsunterricht nicht nur in den Schulen, sondern auch in den Seminarien einführen, gutgeheissen. Die sämtlichen in der kantonal-bernischen Verkohrskommission in der Frage der Bekämpfung der Strassenverkehrsunfälle gehaltenen Referate sollen zusammengestellt und sämtlichen Mitgliedern zum Studium zugestellt werden. Dann will man, nach ganz gründlich gewalteter Diskussion, Mittel und Wege suchen, die dazu führen können, die bedenkliche Zahl der Verkehrsunfälle zu reduzieren, r. Umbau des Berner Kasinoplatzes. Letzten Donnerstag hat der Berner Stadtrat den beiden Vorlagen über den Alignementsplan und die Neugestaltung des Kasinoplatzes zugestimmt. In der vorberatenden Kommission wurden an den ursprünglichen Projekten einige Aenderungen vorgenommen. Nach dem auch die wichtigsten Oppositionspunkte beseitigt wurden, erhob sich gegen die Vorlage kam grundsätzlicher Widerstand. Das gemeinderätliche Projekt ist insofern modifiziert worden, als in der Theodor Kochergasse der Einbahnverkehr in west-östlicher Richtung, in der Hauptwachpassage ein solcher von Ost-Südosten nach Theaterplatz-Amthausgasse eingeführt wird. Im weitern soll die Ueberbauung des Münzgrabens entsprechend dem Bild der Hauptwache angepasst werden. Dass dem Garageprojekt einige Opposition erwuchs, dürfte verständlich sein, und zwar einerseits im Hinblick auf die finanziellen Grundlagen und anderseits wegen der weitgehenden Beteiligung der Gemeinde, vor allem gaben die seitens des Autogewerbeverbandes geäusserten Bedenken Anlass zu einem gewissen Entgegenkommen, indem Gemeinderat und stadtbernische Garagisten gemeinsam die Möglichkeit ihrer Mitwirkung prüfen sollen. Im weitern soll mit den Verbänden der Strassenverkehrsliga betreffs'der Frage der Verkehrsregelung zusammen gearbeitet werden. Die ganzen Verhandlungen im Stadtrat waren zum grossen Teile geleitet vom Bestreben, neue Arbeitsgelegenheiten zu schaffen, namentlich in Berücksichtigung des empfindlichen Anziehens der Arbeitslosigkeit in der Stadt Bern während den letzten Wochen. a Aus d« Le (Ohne Verantwortlichkeil der Redaktion.) Achtung beim Befahren des Birsigviaduktes in Basel! Für das Birsigviadukt gelten besondere Verkehrsvoreehriften, indem die Höchstgeschwindigkeit, mit welcher das Viadukt befahren werden darf, begrenzt und stark reduziert ist. Fehlbare werden verzeigt und haben eine Busse zu gewärtigen. Offenbar scheint aber die Sondervorschrift wenig bekannt und auch nicht genügend aus irgend welchen Anschriften ersichtlich zu sein. Ein Automobilist, der nun bereits seine verschiedenen Hunderttausend Kilometer hinter eich hat, ohne dass er je mit der Hermandad in Konflikt kam, begleitete seinen Obulus von 5 Fr. an das Polizeitsericht mit folgendem Schreiben: « Mit Strafbefehl haben Sie mich mit dem Betrag von 5 Fr. bestraft wegen Uebeftretung der Verkehrsvorschriften für den Birsigviadukt. Hierzu kann ich Sie ehrenwörtlioh versichern, dass ich weder vor noch beim Befahren jenes Viaduktes irgend eine Warnungstafel gesehen habe. Ich weiss es heute noch nicht, ob 6ie oben oder unten, links oder rechts zu suchen wäre. Dass ich nun mit einem Tempo von 45—50 km/St, über fragliche Stelle fuhr, kann ich nachträglich nur bedauern, aber nicht ungeschehen machen. Was ich aber nicht verstehen kann, ist die hungrige Art und Weise, wie Automobilisten für jedes auch kleinste Vergehen kurzerhand gebüsst werden. Zugegeben, wir leben in Zeiten wirtschaftlicher Krise; dagegen kann ich es durchaus nicht verstehen, dass beispielsweise der auf kulturellem Niveau sehr hoch stehende Kanton Basel-Stadt seine Besucher nicht besser zu erziehen versteht und schon bei der ersten, kleinsten Uebertretunjj mit Geldbussen aufwartet. Ein« Verwarnung für das erstemal hätte den Zweck ganz bestimmt besser erfüllt und gleichzeitig die klare Erkenntnis der echten Erziehergrundlage verraten. Darf ich als Gebüsster noch einen kleinen Wunsch anbringen? Es wäre folgender: Bitte verwenden Sie meine fünf Franken an die Kosten zur bessern Sichtbarmachung der Verkehrevorschrift beim Birsigviadukt. > T. C. S. Autosektion St. Gallen-Appenzell. Ausschuss-Sitzung: Mittwoch, den 28. November, in St. Gallen. Das allen Vorstandsmitgliedern zugestellte Protokoll der letzten Gesamtvorstands-Sitzung wird genehmigt. Der Mitgliederbestand beträgt heute 1710 Mitglieder. Bevor man bezügl. des Niveau-Ueberganges in B ucha etwas weiteres unternimmt, will man nochmals mit der Ortsgruppe St. Galler Oberland in Verbindung treten. Ueber die Konferenz der Verkehrsverbände mit den Behörden des Kantons St. Gallen hat die Tagespresse wie auch die «Automobil-Revue> bereits eingehend Bericht erstattet. Der Vorsitzende orientiert über die Beschlüsse der Präsidenten-Konferenz deutsch-schweiz. Sektionen in Solothurn und der Sekretär über die Verhandlungen an der Verwaltungsratssitzung in Genf. Ueber die Notwendigkeit schärferer Massnahmen zur Erzielung eines geregelten Strassenverkehrs ist man sich einig. Neuerdings geht an unsere Mitglieder der Ruf: «Fahre vorsichtig, halte Verkehrsdisziplin!» Unser, seinerzeit eingeführte Meldedienst soll ausgedehnt und die betreffenden Vertrauensmänner neu instruiert werden. Die letztern werden ersucht, dem Sektionssekretariat nicht nur Schnellfahrer, sondern alle Fälle rücksichtsloser und unkorrekter Fahrweise wie z. B. Ueberholen in Kurven und bei Kreuzungen. Kurvenschneiden, Nicht-Vorfahrenlässen, nicht abblenden etc. zur Anzeige zu bringen. Gegen eine geplante Erhöhung der Automobilsteuer im Kanton St. Gallen soll in Verbindung mit den andern Automobilverbänden unbedingt sofort Stellung genommen werden. Eine" Abrechnung über die Jahresfeier 1934 kann noch nicht vorgelegt werden, doch sei heute schon festgestellt* dass das Arrangement in den neug«- wählten Räumen der Tonhalle bis auf einige Kleinigkeiten allseitig befriedigt hat. Für die Jahresfeier pro 1935 werden wiederum die Räumlichkeiten der Tonhalle in Aussicht genommen. Fz. Neue Verkehrsmassnahmen in Deutschland. Bekanntlich ist im Verkehr mit Deutschland der internationale Führer- und Zulassungsschein nicht mehr erforderlich. Seit 19. November 1934 erhalten jedoch die Kraftfahrzeuge, welche mit dem schweizerischen Zulassungsschein nach Deutschland kommen, an der Grenze eine deutsche Zollnummer. Diese Zollnummer wird an der Vorder- und Rückseife des Fahrzeuges so angebracht, dass die Nationalkennzeichen überdeckt sind. Wenn dieselben nicht überdeckt werden können, müssen diese für die Dauer des Aufenthaltes in Deutschland entfernt werden. Für die leihweise Ueberlassung der deutschen Zollnummer wird eine Gebühr von 2 RM. und ein Depot von 10 RM. erhoben. Das Depot von 10 RM. wird bei der Wiederausreise zurückerstattet. *. c. s. SEKTION BERN. Mit der Hapao nach dem MHtelmeer. Eine ganz feine Nase hat das Vergnügungskomitee wieder gehakt, als es diese Mittelmeerfahrt aufs Programm setzte. Navigare necesse est, offenbar besonders für die trockenen Berner. Schon lange bevor Dampf aufgemacht, die Anker gelichtet und in See gestochen wurde, war die vorgesehene Besatzung an Kopfzahl weit überschritten, als ob es gegolten hätte, wie weiland auf der Arche Noah einer Sintflut zu entgehen. Tritt man hinaus an die Reeling, so hört man tief unten die Wasser rauschen. Sonst Nebel und kalte Nacht, so weit das Auge schweift. Drin dagegen, im Rahmen von Gold und Marmor, unter den Lichtfluten kristallener Leuchter, entwickelt sich das Bild eines Festes im Palasthotel. Schöne Frauen, grosse Toiletten, wogende, wirbelnde Tänzerscharen. Und während man zu den Klängen ausgesuchter Kapellen unmerklich in die Nacht hineindampft, während die letzten Alltagsgedanken im Kielwasser versinken, ist deutlich schon der Klimawechsel zu verspüren, werden die Gemüter von Frühlingsstimmung umwoben, die Geister vom Feuer des Südens erfasst. Herrlich lässt es sich sein und geniessen, unter den Palmen der Halle, gebannt von Rhythmen Cattaneos im Festsaal, in der Offiziersmesse beim Männertrunk, im Salon jaune (beschwingt durch zwei Flügel), oder in sonst einer der unabsehbaren Fluchten, beim dolee f ar .... niente ... Zu unsern Häuptern flattern die Wimpel und Flaggen aller Nationen. Von den Wänden prangen Werke von Meister Kohlund. Allen Risiken von Seekrankheit wurde gleich zu Beginn der Reise durch ein raffiniert zusammengestelltes Mitternachtssouper vorgebeugt, das auf einer solchen Reise ja auch nicht unwichtige «£rholungs»-Moment durch ein Defile des Berner Modehauses Scheidegger-Mosimann berücksichtigt. Manche Passagiere hätten allerdings diese Erholung noch auf Stunden ausgedehnt gewünscht, war sie doch — persönlich wie materiell — eine Augenweide seltener Art. Dem Glücklichen schlägt keine Stunde, auch nicht die der Polizei. So kam es, dass erst Anker geworfen wurde, als der Sonntagmorgen schon von blossem Auge zu erkennen war. Auch jetzt noch konnten sich Unentwegte nicht entschliessen, wieder festen Boden unter die Füsse zu fassen, zumal es ihnen ein Leichtes schien, mit Hilfe der überall bereithängenden Rettungsringe nachzüg'lerisch allein an Land zu schwimmen. Selbstverständlich verlassen auch der Kapitän und sein Stab das Schiff erst zuletzt, mit Mehlsuppe wohlverpflegt. Ahoi, er war ein Volltreffer, dieser Tanzabend im Bellevue-Palace. m. SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Clubball 8. Dezember 1934. Alle Vorbereitungen für einen gediegenen Anlass in den Räumen des Schützengartens St. Gallen sind getroffen. Eine für diesen Abend geschriebene Revue mit bekannten Operettenklängen wird dem Anlass einen besondern Rahmen geben. Originelle Beiträge unseres einheimischen Komponisten A. Hörler und seiner Mitarbeiter werden erheiternd die den frohen Musen und dem Tanz geweihten Stunden einleiten. Die Tanzmusik spielt in drei Sälen auf. Als bewährter Conferencier amtet Fritz Bois, Lustspielregisseur vom Stadttheater, der unserer A. C. S.-Gemeinde als Stimmungsmacher vorteilhaft bekannt ist. SEKTION ZÜRICH. Mit dem Lichtbildervortrag von Herrn Prof. A. Heim, Zürich, über im Auto von der Guineaküste durch die Sahara nach Nordafrika wird an der Monatsversammlung vom 6. Dezember ein besonders interessanter Abend geboten. Der durch .seine verschiedenen Forschungsexpeditionen bestbekannte Referent wird vom Volksleben und der Kulturarbeit an der Elfenbeinküste, von den Erlebnissen mit unbekannten Negerstämmen und Felsbewohnern, und von der Durchquerung der Sahara viel Interessantes zu berichten wissen. Der von zahlreichen prächtigen Lichtbildern begleitete Vortrag wird speziell auch auf den automobilistischen Teil dieser kühnen Forschungsreise eingestellt sein, verschiedene Strecken wurden zum erstenmal mit einem Personenautomobil zurückgelegt. Die Monatsversammlung beginnt um 19.15 Uhr im Hotel «St. Gotthard» mit einem gemeinsamen Nachtessen, der Vortrag ist auf 21 Uhr angesetzt. Die Orfsgruppe Winterthur hält am 12. JanuaT im Restaurant cWartmann» in Winterthur ihren -traditionellen Familienabend ab, der sich bei vorzüglichen Darbietungen und einem frohen Tanzvergnügen stets besonderer (Beliebtheit bei den Mitgliedern erfreut. Neue Wege will man diesmal mit dem Clubball gehen. Der Anlass ist in Form eines gross aufgezogenen Schiffsfestes an iBord eines Ozeandampfers geplant. Alle Räumlichkeiten des Grand Hotel Dolder werden speziell dekoriert, für die Ballbesucher ist Schiffs- oder Ballkleidung freigestellt. Den Teilnehmern harren diesmal besondere Ueberraschungen, wobei den Clou die vielversprechende Aufführung im grossen Saal « Mit dem A. C. S. auf der Weltreise» bilden wird. Jeder Teilnehmer erhält ein Gratislos für die Tombola und eine spe- ZIPIIG Kopfbedeckung. '» den Verbanden CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN Unsere letzte diesjährige Monatsversammlung findet Donnerstag, den 6. Dezember, 20.15 Uhr, im Rest. Bergmann statt. H. Scheibenstock wird uns einen Vortrag über «Rauschgifte> halten, der für uns alle lehrreich und anregend sein wird. Ueberdies sind einige wichtige Beschlüsse zu fassen, die jeden einzelnen interessieren. Wir erwarten deshalb einen vollzähligen Aufmarsch. Der Vorstand ersucht um baldigste Bereinigung der Beiträge sowie der fälligen Sterbebeiträge. Der Vorstand. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Unsere letzte Monafsversammlung pro 1934, findet Mittwoch, den 5. Dezember, 20.15 Uhr, im Du Pont statt und ersuchen alle Mitglieder, ausnahmslos an dieser Versammlung vollzählig und pünktlich teilzunehmen. Die Haupttraktanden lauten: Generälversammlung, Familienabend, Vereinsphoto, Tableau, Mitglieder-Ausweis-Erneuerung (mitbringen), Zahlungsausweise nachstempeln lassen, Abrechnung des Bunten Abend etc. Da die Geschäftsordnung von grösstcr Wichtigkeit für alle ist, ist die Teilnahme unbedingt erforderlich. Um unsorn Kassieren mitzuhelfen, geht der dringende Appell an alle rückständigen Mitglieder, ihre Säumnisse unbedingt anlässlich dieser Versammlung vorzunehmen oder auf unser Postcheck No. VIII 14.747 einzuzahlen. Wer die Frist vemasst. muss nach den Statuten geahndet werden. Mit