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E_1934_Zeitung_Nr.094

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Verbot der

Verbot der Auspuffhörner. Als Ergänzung der im Automobilgesetz enthaltenen Vorschriften über die Warnvorrichtungen erlässt das eidg. Justiz- und Polizeidepartement nunmehr ein Kreisschreiben an die Kantone, in welchem das generelle Verbot von Auspuff- Signalen bekanntgegeben wird und dem wir nachfolgendes entnehmen : Am 29. Juli 1933 haben wir Ihnen die Kopie eines Schreibens an die Firma H. R. Kanne in Zürich zugestellt, worin wir erklärten, dass das Hi-Way-Auspuffhora als zusätzliche Warnvorrichtung zum Gebrauch ausserorts neben der vorgeschriebenen Warnvorrichtung von tiefem Ton am Motorwagen angebracht werden dürfe. Diese Verfügung; stützte sich auf eine Vorführung des Hi- Way-Horns vor Vertretern des Departements und dorn Sekretär des Ausschusses der kantonalen amtlichen Automobilexperten der Schweiz. Es wurde dabei festgestellt, dass der Ton des Hi-Way-Horns weder gellend noch übermässig laut sei. Bald nach der Zulassung liefen aber bei uns Klagen über seine zu grosse Lautstärke ein. Vor einiger Zeit stellte eine andere Firma das Gesuch um Zulassung eines andern Auspuffhorns, der «Sirena Flli. Pasi» Wir sahen uns daher veranlasst. die Frage der Zulässigkeit der Auspuffhörner allgemein einer Prüfung zu unterziehen. Die vom Ausschuss der kantonalen amtlichen Automobilexperten der Schweiz vorgenommenen Untersuchungen haben in erster Linie ergeben, dass die Zulassung des Hi-Way- Horns unter falschen Voraussetzungen erfolgt ist. Bei der ersten Vorführung wurden verschiedene Modelle gezeigt, mit denen kein besonders unangenehmer oder übermässig' lauter Lärm erzeugt werden konnte. off"nhar maneels «enügender Kompression im Auspufftopf des Vorführungswagens. Bei der neuen Prüfung stellte es sich heraus, dass sowohl das Hi-Way-Horn als auch die Sirena Flli. Pasi eine Lautstärke besitzen, die mit der Vorschrift von Art. 21. Abs. 1. des eidgenössischen Automobilgesetzes im Widerspruch steht. Beide erzeugen übermassigen Lärm, der jedenfalls wesentlich über das hinaus geht was der Gesetzseber dem Motorfahrzeusführer als Warnvorrichtune zugestehen wollte Diese «u grosse Lautstarke, welche sich mit den Bestrebungen der Bekämpfung des Verkehrslärms nicht in Einklang bringen lässt. ist sämtlichen im Handel erhältlichen Anspuffhornern mehr oder weniger zu eigen. Eine Kontrolle der Lautstärke jedes einzelnen Auspuffhorns erscheint aber praktisch unmöglich. Wir sehen uns deshalb in Anwendunsr von Art. 21. Abs. 1. des eidgenössischen AutomobiLeset7CS. 40. Abs. 1, und 41. Abs. 1, der Volhiphunesverordnun? veranlasst die Anbrins-unsr von Auspuffhörnern jeden Systems an Motorfahrzeugen zu verbieten, da sie eine Lautstärke besitzen, die mit der vom Gesetzgeber verfolgten Tendenz der mfi

N« 94 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE s« Erstklassiger Strassenbau macht sich bezahlt! Der Kanton Thurgau darf sich heute mit seinen Hauptstrassen sehen lassen. Die breit angelegten, vielfach in Beton gebauten Strassen können manchem andern Kanton als Vorbild dienen. Gewiss hat diese Modernisierung des Wegnetzes sehr ansehnliche Summen gekostet, welche Beträge das Budget fühlbar belasteten. Die Ausgaben wurden aber auch mit der Ueberlegung gemacht, dass sich schlussendlich diese Anlage doch bezahlt mache, indem der laufende Unterhalt mit der Zeit entsprechend kleinere Aufwendungen erfordere. Der Zeitpunkt dieser willkommenen Entlastung der Staatsfinanzen ist nun bereits angerückt. Wie die < Thurgauer Zeitung» zu melden weiss, sieht das Budget 1935 für den Unterhalt der Strass«n erster Klasse 70,000 Fr. weniger vor als für das laufende Jahr. Auch für den Unterhalt der Zweitklass-Strassen werden rund 50,000 Fr. weniger benötigt. Alles in allem können auf diesen Posten also 120000 Fr. eingespart werden. Das sind gewiss reichliche Zinsen für die erstmaligen Aufwendungen eines grosszügigen Ausbaues. Verwaltungen, welche sich mit einem mühsamen und letzten Endes recht kostspieligen Flickwerk begnügen, mögen das thurgauische Rechenexempel einmal genau studieren und daraus die notwendigen Schlussfolgerungen für ihren Bereich ziehen. z. Aufnahme der deutschen synthetischen Kautschukproduktion. Neben Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika sind auch Russland, den grössten Teil seines bekanntlich auch in Deutschland Versuche Oummibedarfes aus eigener synthetischer zur Herstellung künstlichen Gummis für die Erzeugung zu decken. Bei den Versuchen Motorfahrzeugbereifung seit einigen Jahren des deutschen Farbentrusts ist man von Isopren, dem Grundstoff des Naturkautschuks durchgeführt worden. Besonders bei den deutschen Experimenten hat es den An-ausgegangenschein, als ob die in der letzten Zeit erreich- diese Verbindung künstlich herzustellen, war Nachdem es gelungen war. ten Fortschritte zu einem positiven Resultat es möglich, eine kautschukartige Masse zu lühren würden. Bereits während des Krieges sind unter dem Druck der Rohmaterial- dass man aus Kohlenwasserstoffen ein ande- oroduzleren Es hat sich aber auch gezeigt, Knappheit in Deutschland Experimente angestellt worden, um Kautschuk aus Zwiebeln Butadien, das zwar In seiner chemischen Zures Produkt erzeugen kann, das sogenannte zu gewinnen. Schon 1917 war eine Fabrik in sammensetzung dem Naturkautschuk weniger ähnelt, sich hingegen billiger herstellen Betrieb, die eine kautschukähnliche Masse herstellen konnte, doch war dieses Produkt 'ässt und auch den an das Naturprodukt gestellten Anforderungen im allgemeinen zu gegenüber dem Naturkautschuk nach dem Kriege nicht mehr konkurrenzfähig. Nach entsprechen vermag. Ein noch einfacheres Mitteilungen Dr. Schachts bei der Kundge- Produktionsverfahren haben die Amerikaner bung des Verbandes der mitteldeutschen Industrie In Weimar über die grossen Fortschritte, welche Deutschlands Rohstoffindustrie In den letzten Monaten gemacht habe, soll die Frage der Herstellung synthetischen Kautschuks vollkommen gelöst sein. Nach langjährigen Versuchen sei es den J. Q. Farben gelungen, einen Kunstkautschuk herzustellen, der dem Naturprodukt in gewisser Beziehung, namentlich auch hinsichtlich dem Widerstand gegen Temperatureinwirkungen, überlegen sein soll. Die Herstellung dieses Kunstkautschuks sei wesentlich billiger als der bisher in verschiedenen Ländern hergestellte synthetisch* Kautschuk, dessen hoher Preis einer allgemeinen Verwendung des künstlichen Produktes Im Wege stand. Dass man in Kreisen der Gummiwirtschaft diese Erklärungen mit besonderem Interesse verfolgt, dürfte verständlich sein. Nach Amsterdamer Meldungen soll der neue synthetische Kautschuk im Preise von 60 bis 80 % höher Hegen, als der Naturkautschuk. Auf Grund der Aussagen Schachts, dessen Hauptaufgabe bekanntlich in der Schaffung einer starken deutschen Rohstoffbasis liegt, dürfte damit gerechnet werden, dass Deutschland die Herstellung künstlichen Kautschuks in nächster Zeit fabrfkatorisch aufnehmen wird. Wenn man vorerst In der Aufnahme der synthetischen Kautschukpmduktioti aber noch keine Bedrohung des Gummimarktes erblickt, da man erst die technischen und wirtschaftlichen Einzelheiten des neuen Produktes abwarten will, um sich ein klares Bild von der Bedeutung und Tragweite der Erfindung zu machen, so wird doch das Vorgehen Deutschlands überall mit grösster Aufmerksamkeit verfolgt, denn bereits versucht erfunden, über dessen Verhalten bei der Weiterverarbeitung stärker auf vorhandene Erfahrungen zurückgegriffen werden konnte. Beide Verfahren sollen nun in Deutschland soweit vervollkommnet worden sein, dass die industrielle Grossproduktion aufgenommen werden könne. Versuchsfahrten, die auf dem Nürburgring mit Automobilen mit Kunstreifen unternommen worden sind, sollen recht gute Erfolge gezeitigt haben, -my- Qrossbrltanniens Automobilabsatz. Während des Monats August sind aus salsonmässig bedingten Gründen die Neuzulassungen Grossbritanniens erheblich zurückgegangen. Der Hauptgrund dafür Hegt in der alljährlich anfangs November stattfindenden Olympiaschau, da sich die Käufer zuerst ein Bild ober die kommenden Neuheiten machen wollen. Im laufenden Jahre ging die fleuzulassungszahl von 25.081 im Juli auf 17.478 im August zurück. Trotz dieses Rückschlages übertrifft der Augustabsatz denjenigen des Vorjahres immerhin noch um 3000 Einheiten. Es zeigt sich, dass der Personenwagen innerhalb der englischen Konjunktur eine grössere Empfindlichkeit aufweist, als dies beim Lastwagen zutrifft. Auf dem Exportgebiet konnte die britische Automobilindustrie einen neuen Rekord aufstellen. Die weitverzweigte Kanalisierung des englischen Absatzes Hess im Ausfuhrgeschäft keine Saisoneinflüsse aufkommen, sondern ermöglichte ein weiteres Anwachsen der effektiven Exportziffern, die im September auf beinahe 5000 Wagen angestiegen sind Seit Beginn dieses Jahres wurden 41,153 Personen- und Lastwagen ausgeführt oder 18-20 % der gesamten Neuzulassungen. Im Vergleich zum Vorjahre bedeutet das diesjährige Resultat eine 15prozentige Ausfuhrsteigerung. Vor allem ist bemerkenswert, dass auch der englische Lastwagen am Ausfuhrgeschäft stark beteiligt ist und mit einem Exportzuwachs von 20 % den des Personenwagens noch erheblich übertrifft, -my- Aus der amerikanischen Automobllwirtschaft. In den Vereinigten Staaten von Amerika sind in den ersten 9 Monaten des laufenden Jahres 2,384,600 Automobile (1,672,700) fabriziert worden. Die amerikanische Automobilproduktion hat somit im laufenden Jahr Im Vergleich zur vorjährigen Parallelperiode eine Zunahme um 43% zu verzeichnen und gegenüber den ersten 3 Quartalen des Jahres 1932 mit total 1,157,800 hergestellten Wagen eine Steigerung um 106 %. Während den einzelnen Quartalen wie auch ergibt sich für die letzten 3 Jahre Entwicklung der amerikanischen tion Januar Februar März 1932 119.433 117.418 118.959 I. Quartal 355.721 April 148.326 Mai 184.295 Juni 183.106 Monaten folgende Produk- 1933 1934 130.044 156.907 106.825 231.707 117.949 331.263 354.818 180.667 218.803 253.322 II. Quartal filö.727 652.292 Juli August September 719.877 854.745 831.652 308.065 994.462 109.143 233.088 266 575 90.325 236.480 234.810 86.871 106.070 168.870 HI. Quartal 286.339 665.638 670.255 Beim diesjährigen Ergebnis im Verlaufe der ersten 9 Monate ist darauf zu achten, dass auch die amerikanische Automobilindustrie, ebenso wie fast alle andern Wirtschaftszweige der Union, namentlich in letzter Zeit einen empfindlichen Konjunkturrückschlag aufzuweisen hat. Die Automobilproduktion, die seit April 1933, also seit Beginn des von Roosevelt unternommenen wirtschaftlichen Wiederaufbaus, bisher dauernd den Umfang der jeweiligen Vergleichsperiode des vorausgegangenen Jahres erheblich Übertraf, ist In den letzten beiden Monaten erstmalig wieder unter den Vorjahrsstand gesunken. Während der Rückschlag im August sich noch in angemessenen Grenzen halten konnte, Ist er im September dagegen mit rund 14 % ziemlich empfindlich. Für den Oktober ist noch eine schärfere Produktionsdrosselung zu erwarten. a Ausbau der japanischen Automobilindustrie. Zurzeit werden im Kreise der japanischen Automobilinteressenten Verhandlungen geführt, welche die Errichtung neuer Automobilfabriken zum Ziele haben. Es ist beabsichtigt, bestehende Produktionsanlagen wesentlich auszubauen, sowie neue Fabriken zu erstellen. Als Interessenten für die neuen Projekte kommen nicht nur die bereits bestehenden Automobilfabriken in Betracht, sondern vornehmlich die japanische Waggon-, sowie die Elsen- und Stahlindustrie. Eine bekannte Waggonfabrik soM noch im November 1934 die Produktion eines 3-Zylinder-Personenwagens aufnehmen. Im weiteren sollen auch amerikanische Automobilfinnen die Absicht bekundet haben, in Japan zum Teil eigene Werke zu errichten oder mit japani sehen Fabriken zusammenarbeiten. ~ j » Auto kühler Decken % auf Wunsch mih l Motorhauben-Decken. Pracht. Occasion Im. Nichtgebr. zu verkaufen prächt. Automobil Haben Sie beobachtet, wie die Berna- Schnell-Lieferungswagen in immer wachsender Zahl auf der Strasse zu sehen sind und wie manche Firmen nach Anschaffung des ersten Wagens bald einen zweiten und oft gar einen dritten in Dienst nehmen? — Wäre dies möglich, wenn sich die Anschaffung des ersten nicht gelohnt hätte? MOTORWAGENFABRIK BERNA A.-G. - ÖLTEN 7, 9, 10 PS MERCEDES- BENZ NASH 1934er Modelt! mit Doppelschwingachsen. Schnellgang, halbautomatischer Kupplung, Zentral- Innenlenker, 5 Plätze, Zu- •tand wie neu, Modell chassissebmierung, Oeldruckbremsen, wenige tau- 1931/32, 8 Zylinder, Doppelsündg., Zentralschmierung, 24 PS. Preis 4000 Fr. mit Fabrikgarantie für send Kilometer gefahren, Offerten unter Chiffre Fr. 4400.—, Fr. 6000.— i m 65384 an die und Fr. 6500.—. Automobil-Revue. Bern. Mercedes-Benz-Automobil- A.-G., Badenerstrasse 119 Zürich. Telephon 61.603. Wie soll der Automobilist von Ihnen u. Ihren Fabrikaten wissen, wenn er nie von Ihnen hört? 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